IEM Erfahrungsbericht: Beyerdynamic Beat Byrd

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IEMFan
Neuling
#1 erstellt: 17. Okt 2018, 23:24
Vorbemerkung 1:
Nachdem ich mit dem Meelectronics M6 Pro kein Glück hatte ... egal welche Position und welche Aufsätze nur Blechdosenklang ... habe ich den Beyerdynamic Beat Byrd gekauft. 25 Euro incl. Versandkosten ... nur im Beyerdynamic Internetshop direkt zu kaufen. Beyerdynamic im folgenden BD abgekürzt.

https://www.beyerdynamic.de/beat-byrd.html

Hatte in einem IFA-Bericht hier im Forum von den drei neuen Modellen gelesen, der Beat Byrd ist der preisgünstige der drei. Im Netz gab es bisher ein paar abgeschriebene PR-Meldungen und auf Youtube hat einer der Influencer für Kopfhörer vorab ein Exemplar für einen "Test" bekommen.

Vorbemerkung 2:
Ich höre seit etwa 5 Monaten auch mit IEMs, davor nur mit On- und Over-Ears. Der Beat Byrd ist Nummer 31.

Eigenschaften:
Beat Byrd ist ein einfacher DD-IEM. Links einer, rechts einer, fertig. Hergestellt in China. Er ist der kleinste von meinen bisher 31 IEMs.

Er eignet sich auch für all die, die einen IEM suchen, mit dem man auf Ohr schlafen kann.

Kabelgeräusche konnte ich keine feststellen.

Mir passte auf Anhieb der Aufsatz, der drauf montiert war. Eingesetzt, passte. Das Gegenteil vom oben erwähnten Meelectronics M6 Pro. Es gibt zwei weitere Aufsätze, einen größeren und einen kleineren.

Equipment:
Ich höre flacs und mp3s über PC --> USB --> Meier Audio DAC
oder CDs per CD-Spieler und diverse KH-Verstärker (300 bis 1.000 Euro). Mit einem Smartphone kann ich nicht dienen.

Klang:
Ich habe mit ein paar Jazz-Standards angefangen. BD wirbt mit Punchy Bass ... stimmt. Ist verstärkt, aber kein Bass-Monster. Erfreulich: wenn im Lied kein (kaum) Bass drin ist, zaubert er auch keinen herbei. Wenn Bass drin ist, ist er fest, also "blubbert" nicht. Bei normaler Lautstärke. Dreht man aber mal richtig laut auf, wird's schwammig.

Die Gesangsstimmen sind präsent, werden nicht in den Hintergrund gedrückt. Aber sie machen mir trotzdem große Sorgen, so wie auch der Klang der Instrumente, was ihre "Natürlichkeit" angeht. Liebe Leute von BD ... da müßt ihr nochmal dran arbeiten. Das klingt gar nicht gut. Auch sehr metallisch.

Ich bin dann zu Dire Straits rüber ... nee ... sorry aber der Knopfler klingt bei euch, BD, nicht wie Knopfler.

... An der Stelle habe ich erst einmal abgebrochen.
XperiaV
Inventar
#2 erstellt: 18. Okt 2018, 10:21
Hatte vor Jahren auch mal ein BD IE gekauft.
Bei 25€ die eine bekannte KH Marke verlangt, da kann man sich ausrechnen wie viel man für die Marke abdrücken muss, zumal MwS auch schon enthalten ist. Ich bezweifle auch dass Beyer die selber herstellt (zugekauft - nicht unüblich).
Dann soll der Kunde auch noch eine Garantie auf das Produkt haben ... da bleibt nicht mehr viel wo BD verdienen kann.

Es lohnt sich mEn eher nach Auslaufmodellen anderer HiFi Marken zu schauen.
Da zahlt man vielleicht 40, 50€ aber bekommt schon ein ausgereiftes Produkt. Das Rad im Bereich IE wird eh nicht neu erfunden, höchstens neue Marketing Begriffe. Das ist dann aber auch kein spezifisches BD Problem sondern betrifft eher die Mehrheit der bekannten Marken.
IEMFan
Neuling
#3 erstellt: 18. Okt 2018, 19:56
Fortsetzung nach dem Abbruch, siehe Post_1:
Ich habe dann zum Vergleich mit den anderen IEMs, die ich behalten habe, gehört. Die gleichen Songs.

Anker Soundbuds Verve (11 Euro):
Macht all das, was der Beat Byrd falsch macht, richtig. Mitwipp-Faktor sehr hoch.

KZ Ed16 (16 Euro):
Macht all das, was der Beat Byrd falsch macht, richtig. Mitwipp-Faktor sehr hoch. Ein kleiner Frequenzbereich nervt etwas, mit EQ im Griff.

KZ AS10 (36 Euro):
Macht all das, was der Beat Byrd falsch macht, richtig. Mitwipp-Faktor sehr hoch.

KZ ES4 (12 Euro):
Macht all das, was der Beat Byrd falsch macht, richtig. Mitwipp-Faktor sehr hoch. Bass kann sehr kräftig sein. Wer's nicht mag, mit EQ im Griff.

TRN V80 (22 Euro):
Überschätzt bei vielen Rezensenten, Mitwipp-Faktor hält sich in Grenzen.

Will sagen: Der günstige Preis des Beat Byrd ist kein Kriterium, daß er nicht gut sein könnte.


Die anderen mehr als 20 IEMS lagen klar hinter den fünf genannten, gingen zurück. Weitere fünf, davon drei über 100 Euro, warten noch auf den Test. Am 11.11. greife ich dann noch ein paar "China-IEMs" ab.
Exploding_Head
Inventar
#4 erstellt: 19. Okt 2018, 14:32

IEMFan (Beitrag #1) schrieb:

... An der Stelle habe ich erst einmal abgebrochen.


Was erwartest Du denn für 25€, an denen der eigentliche Hersteller, der Logo-Spender und Garantieabwickler, der/die Transporteur/e, der Groß- und der Einzelhändler noch verdienen wollen?


[Beitrag von Exploding_Head am 19. Okt 2018, 14:33 bearbeitet]
IEMFan
Neuling
#5 erstellt: 19. Okt 2018, 16:05
Für 25 Euro (incl. Versandkosten) erwarte ich, daß Knopfler wie Knopfler klingt, ein Piano wie ein Piano und eine Trompete wie eine Trompete. Und nicht Knopfler als wenn er Stimmbandprobleme hat, das Klavier als wenn es verstimmt wäre und die Trompete als wenn sie eine 10 Euro Tröte eines Kaffeerösters wäre. Zumal die von mir genannten Alternativen das können, obwohl sie sogar noch preisgünstiger sind. Zumal der BD auch ein China-Produkt ist. Es ist eben keine Preisfrage. Bei der Preisfrage geht es um andere Faktoren.
XperiaV
Inventar
#6 erstellt: 19. Okt 2018, 16:24
Naja dass BD einen IE für 10€ anbietet ist eher unwahrscheinlich, alleine schon weil sie was verdienen wollen/müssen und sich ihren Ruf nicht völlig zu vermasseln wenn sie in solche Preisregionen vorstoßen!
Es ist dann doch eine Frage des Preises, der Herkunft und auch was den Service angeht, also Garantie-Ansprüche zB

Chi-Fi Modelle verbauen mittlerweile (billige aber akzeptable Bellsing ) BA Treiber & DD, sind also beim hybriden Hype im WWW total Up-to-Date.
Bei der Masse an Modellen findet irgendwann jeder sein IE wenn man für 15gr nicht bereit ist 3-stellige Summen auszugeben ...

Bei In Ears kann man auch mal bei gebrauchten schauen zB in der Bucht, oder etwas ältere Modelle ... Ladenhüter halt die kaum einer kennt aber auch nicht schlechter sein müssen als aktuell 150€ Exemplare angesagterer Marken.
Exploding_Head
Inventar
#7 erstellt: 19. Okt 2018, 16:35

IEMFan (Beitrag #5) schrieb:
Für 25 Euro (incl. Versandkosten) erwarte ich, daß Knopfler wie Knopfler klingt, ein Piano wie ein Piano und eine Trompete wie eine Trompete.

Ich hab schon viel teurere Schallwandler in den Ohren oder auf dem Kopf gehabt, wo das ein oder andere nicht so klang, wie es sollte.

BTW, für 25€ klingt Knopfler noch nicht mal live wie Knopfler, weil Du zu dem Preis niemals ein Ticket bekommen würdest, sondern immer eine Wand dazwischen hättest. Von den Anfahrtskosten (inkl. Versand, gell?) noch gar nicht zu reden...


[Beitrag von Exploding_Head am 19. Okt 2018, 16:36 bearbeitet]
Wilder_Naimianer
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 19. Okt 2018, 17:57
Joa BD will scheinbar auch was vom großen Kuchen haben und macht deswegen solchen "Müll"... letztendlich frage ich mich aber was man von 25 Euro IE erwarten soll? Das kann doch nix sein...
Jens1066
Inventar
#9 erstellt: 20. Okt 2018, 10:16

Joa BD will scheinbar auch was vom großen Kuchen haben und macht deswegen solchen "Müll"...

Das machen doch andere Hersteller auch nicht anders.

Es gibt genügend Beispiele namhafter Hersteller, die ganz ordentliche/gute Produkte herstellen und parallel auf der Billigschiene fahren, um von ihrem "guten Namen" zu profitieren. Der Kunde, der vergleicht und eine Ahnung von der Materie hat (oder glaubt diese zu haben ), wird sich davon nicht abschrecken lassen und zu den hochwertigen Produkten greifen. Der der keine Ahnung hat, freut sich ein Schnäppchen von einem namhaften Hersteller ergattert zu haben.

Außerdem kann der Hersteller mit der Billigschiene den ein oder anderen Euro von Hobbyisten abgreifen, die darauf hoffen, einen billigen Überflieger finden zu können. Bestes Beispiel ist dieser Faden.....


Für 25 Euro (incl. Versandkosten) erwarte ich, daß Knopfler wie Knopfler klingt, ein Piano wie ein Piano und eine Trompete wie eine Trompete. Und nicht Knopfler als wenn er Stimmbandprobleme hat, das Klavier als wenn es verstimmt wäre und die Trompete als wenn sie eine 10 Euro Tröte eines Kaffeerösters wäre. Zumal die von mir genannten Alternativen das können, obwohl sie sogar noch preisgünstiger sind. Zumal der BD auch ein China-Produkt ist. Es ist eben keine Preisfrage. Bei der Preisfrage geht es um andere Faktoren.


Sorry, aber diese Einstellung empfinde ich als naiv. In China gibt es z.B. staatlich geförderte Flatrates für den Versand. Umgelegt kommen da die Versandkosten aus China nach D gegen Null, was in D so nicht möglich ist. Verpackungsmaterial ist in D deutlich teurer und es wird auch aufwendiger verpackt. Wenn eine Lieferung eines namhaften Herstellers aus D so verpackt ankommen würde wie ein Chinakracher, würden alle auf die Barrikaden gehen.

Die Löhne in D sind deutlich höher. Lageristen, die die Sendung annehmen und einlagern, möchten in D ordentlich entlohnt werden. Der Mensch, der im Büro die Bestellung bearbeitet und die Versandpapiere/Rechnung erstellt, möchte ordentlich entlohnt werden. Der Mensch im Versand der verpackt, möchte ordentlich entlohnt werden........... Auch eine gute Arbeitsumgebung/Sicherheitsvorschriften in D kostet Geld. Klimaanlage, Heizkosten, gute und sichere Regale, Hubwagen, Stapler und deren jährliche Sicherheitsprüfung..........

Ich glaube wir alle haben schon mal ein "lustiges Video" von chinesischen Arbeitern gesehen, unter welchen Arbeitsbedingungen dort gearbeitet wird und das zu einem Hungerlohn, für den wir morgens nicht mal aufstehen würden.
RunWithOne
Stammgast
#10 erstellt: 20. Okt 2018, 18:28
Alles richtig, was ich bisher lesen konnte. Aber wie der Themenersteller der Klang beschreibt, erschreckend. Ich würde man bei bd anrufen und nachfragen. Soll ja auch defekte Chinakracher geben.

PS: gibt es ähnliche Einschätzungen?
Wilder_Naimianer
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 24. Okt 2018, 07:02
Habe mir den jetzt auch mal just4fun bestellt und werde hier meine Erfahrungen damit teilen
tonimor
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 23. Nov 2018, 08:58
War der Klang so mies, dass sich Wilder_Naimianer gelöscht hat? Schade, hätte gern noch eine zweite Meinung gehört
Aber bei dem Preis war ich schon von vornherein skeptisch. Hätte ja aber sein können, dass hier doch etwas Akzeptables auf den Markt gebracht wurde, naja.
enerGI
Neuling
#13 erstellt: 10. Feb 2019, 20:10
ich hab die beat byrd auch da und hab die gerade mal am pc etwas genauer angehört..
kann die aussagen nicht ganz nachvollziehen, hab sie mit meinen dt880 mit braniwavz xl hybrid pads verglichen.. die dt880 sind natürlich offener usw aber wirklich schlecht sind die beat byrd nicht.
habe mich über die letzten jahre mir einen gewissen audioanspruch angewöhnt, hab recht viel zeit und arbeit in mein car hifi system gesteckt bis ich zufrieden war, inklusive dsp einmessen usw.. also höre nicht zum erstmal musik und kann ganz gut mit den beat byrd leben.
Soul_searcher
Ist häufiger hier
#14 erstellt: Gestern, 07:34
Ich habe den Beat Byrd für den Sohn meiner Freundin gekauft und natürlich auch selbst getestet, kurz gesagt — fand ihn gut und besser als manche KZ. Der Komfort ist auch seine Stärke, das ganze für das Geld ist schon voll in Ordnung.
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