Keine neuen IEM's der großen Marken?

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XperiaV
Inventar
#1 erstellt: 09. Apr 2019, 11:06
Mir fällt auf dass viele der bekannten In Ear Hersteller a la Fischer Amps, InEar, Shure, Sony, Audio Technica usw kaum oder gar keine neuen Modelle mehr auf den Markt bringen.
Vor Jahren war das noch anders, da kamen gefühlt alle halbe Jahre neue Modelle oder sogar neue Serien von IE Modellen.

Ist der aktuelle Chi-Fi Hype dran schuld? Oder liegt das an Bluetooth ...? Diese Sparte scheint auch sehr zu wachsen.
Werden Kabel-gebundene IE demnächst aussterben?

Aber was ist mit den großen Marken und deren (Anti-)Motivation für evtl. neue IE Serien ect?
Tausendsascha
Stammgast
#2 erstellt: 09. Apr 2019, 11:47
Weil der Markt übersättigt ist? Als Marco zu Herrn Fischer gewechselt ist, hat man ja hier große Töne gespuckt, man solle doch abwarten, da würde was mega tolles kommen Oder war es nur Hoffnung Die scheinen sich leiber wieder mehr um die Profis kümmern


[Beitrag von Tausendsascha am 09. Apr 2019, 11:47 bearbeitet]
OberstHorst
Stammgast
#3 erstellt: 09. Apr 2019, 11:59
Ich schätze mal mit großen Hörern lässt sich aktuell wesentlich besser Geld verdienen. Zumindest bei InEar gibt es ja noch den SD5 und die beiden PP8 ohne Schalter. Aber warum sollte man zig verschiedene Hörer entwickeln wenn man mit drei angepassten Hörern so ziemlich jeden professionellen Musiker bedienen kann. Die Variation bekommt man ja deutlich günstiger aus Fernost.
XperiaV
Inventar
#4 erstellt: 09. Apr 2019, 12:12
Ich dachte mir so dass es inzwischen weltweit deutlich mehr Leute gibt die im oder bis zum 100€/$ Bereich für In Ears Geld ausgeben wollen. Auch drüber sicher deutlich mehr als noch 2015 zB...
Da könnte man doch mit Masse Geld verdienen. Das Know haben die alle. Die Treiber sind sicher auch nicht teurer geworden.
Und was spricht eigentlich für sehr gut entwickelte dynamische Treiber?
Man muss ja keine XXX Treiber in ein Gehäuse packen. 1, 2 oder 3 verschieden abgestimmte Modelle ohne Mondpreise zu verlangen.
Dass man keine Preis wie KZ und Co anbieten kann ist klar. Aber ich bin sicher bei Preisen um die 100€ für ein MMCX basiertes 2BA oder Hybrid System kann man auch noch Gewinne machen. Wenn man allerdings 200, 300 oder noch mehr € für ein einfaches 2 Wege System verlangt ist das heute nicht mehr vermittelbar, vor allem wegen der "Konkurrenz" aus Fernost.
ich meine die großen Marken lassen auch nur in China produzieren.
liesbeth
Inventar
#5 erstellt: 09. Apr 2019, 12:28
Zunächst sind InEar und Fischer Amps eine ganz andere Liga als AT oder gar Sony.

Die Hersteller sind auch bereits gut aufgestellt, was sollen sie denn jährlich auf den Markt schmeißen?

Gerade der ChiFi Markt zeigt mir, dass die Hersteller wie InEar etc Ihre Berechtigung haben. Wenn Ety einen Hörer mit 1 Ba Treiber baut, der extrem gut klingt, können sie auch 200€ dafür verlangen, wenn zugleich KZ einen Hörer mit 16 Treibern für 100 rausbringen, der trotzdem nicht gut klingt.

Bei vielen der Chinadinger wird doch einfach mit der Anzahl der Treiber geworben, ohne das da irgendein Sinn hinter steht.
XperiaV
Inventar
#6 erstellt: 09. Apr 2019, 12:52
Ich habe ja nicht behauptet dass alle Chi-Fi Dinger toll klingen, wahrscheinlich ist der Großteil sogar sehr schlecht.
Aber es gibt da eben auch Ausnahmen.
Und dass man jedes Jahr neue auf den Markt werden muss habe ich auch nicht gefordert, nur war es eben vor Jahren noch so dass es ab und an mal eine neue Serie gab.
Ich spreche ja auch vom Massenmarkt, da fällt Etymotic ja automatisch raus.
Deren Treiber mögen hochauflösend sein, haben aber für den Großteil der Leute die IE nutzen andere Nachteile.
Nicht nur das Design wird viele abschrecken, auch in Sachen Bass (auch die XR Modelle) haben die deutlich zu wenig, die Bühne ist auch eher mickrig, da fehlt vielen der Spaßfaktor, so gut sie auch technisch sein mögen, nur ein sehr geringer Teil will seine Musik sezieren.

Sony hat doch auch schon sehr gute rein dynamische IE auf den Markt gebracht, ob nun im Billig Bereich mit dem MH1c oder im dreistelligen Segment mit dem EX1000 zB

Leider sind deren Gehäuse sehr eigenwillig konstruiert, was auch einen großen Teil der Käuferschaft abschreckt.
Übersättigt scheint der Markt schon seit 6, 7 Jahren oder länger.
Aber erst durch die China IE gab es in den letzten 2-3 Jahren einen Hype um preiswerte bzw billige (schlechte) Produkte.

Ich glaube man will sich dem Vergleich nicht stellen ... denn die ein oder andere Marke aus Fernost wird in naher Zukunft sicher Produkte anbieten die sich nicht verstecken müssen vor den etablierten und bekannten Marken. Wahrscheinlich gibt es die schon heute.
Schon komisch, wo die großen Marken heute mit immer mehr hybriden High End Modellen bis rein in den vierstelligen Markt investieren, kommen gleichzeitig immer mehr reine BA Teile von unbekannten asiatischen Marken.
Exploding_Head
Inventar
#7 erstellt: 09. Apr 2019, 17:26

XperiaV (Beitrag #1) schrieb:
Mir fällt auf dass viele der bekannten In Ear Hersteller a la Fischer Amps, InEar, Shure, Sony, Audio Technica usw kaum oder gar keine neuen Modelle mehr auf den Markt bringen.
Vor Jahren war das noch anders, da kamen gefühlt alle halbe Jahre neue Modelle oder sogar neue Serien von IE Modellen.

Wenn man wie InEar oder Shure eine erfolgreiche Serie im Portfolio hat, warum sollte man sein Budget für Neuentwicklungen und die Nerven der Kunden (ich hab doch grad erst einen neuen gekauft, und jetzt kommt schon wieder was besseres?) strapazieren; darüber hinaus die Müllhalden dieser Welt.

Das einzige, was mich wundert, ist, dass von FA keine Nachfolgeserie präsentiert wird - oder zumindest mal ein erstes Modell einer solchen Serie. Denn von FA gibts ja schon seit längerem gar nüscht mehr, und sie haben ja wohl auch extra Manpower deswegen eingekauft.

Bei der sprichwörtlichen Legion von den ganzen ChiFi-Dinger mögen sicher auch brauchbare bis sehr gute dabei sein - aber wer will die paar Nadeln im ganzen Heuschober finden?
.
Yatsura
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 11. Apr 2019, 14:26
Mir fiel das auch auf und ich teile die Meinung nicht, dass die Hersteller gut aufgestellt seien.

Im Gegenteil, die ruhen sich auf ihren Lorbeeren von früheren Modellen aus und bauen inzwischen schlechter & billiger nach, um sie für selben Preis & mit gleicher Modelnr. weiterhin zu verkaufen.

Zuerst fiel mir das bei Panasonic auf. Die RP-HJE120E1A von 2009 klangen um Welten besser als die von 2012-15. Selbe Modellnummer, aber völlig unterschiedliche Kopfhörer.

Jetzt ist mir das wieder passiert mit Sony. Die MDR-EX450 von heute klingen schlechter als die von 2016, trotz gleicher Modellnummer.

Beide haben keine Alternativen veröffentlicht. So kann ich jetzt bei Sony nur 20-50€ rauf oder runter gehen und ob sich das lohnt? Wahrscheinlich wird doch der MDR-EX650 für 40€ mehr dieselbe Qualität haben, wie mein alter EX450. Ausprobieren werd ich das jedenfalls garnicht erst. Im Mediamarkt hängt nur noch ein einziges Sony-Modell rum: XB50. Dafür dann aber gleich 500 Mal, in allen Farben, 10m den Gang entlang. Trotz "Extra Bass" übrigens weniger basslastig als die alten EX450.

Mir bleibt überhaupt garkeine andere Wahl, als in den Chi-Fi-Markt einzusteigen und nach der Nadel im Heuhaufen zu suchen. Die alten Marken haben schlichtweg kein Interesse an meinem Geld.

Fun fact: Sennheiser galt in meinem alten Freundeskreis als Vorzeigeprodukt. Jetzt les ich den Rezensionen, wie schleimig deren Kabel sein sollen, wegen irgendwelcher illegalen Weichmachern. Ehrlich jetzt?! Wie dumm und geizig kann man eigentlich sein? Einfach Null Interesse am Kunden.
Exploding_Head
Inventar
#9 erstellt: 11. Apr 2019, 14:41

Yatsura (Beitrag #8) schrieb:

Mir bleibt überhaupt garkeine andere Wahl, als in den Chi-Fi-Markt einzusteigen und nach der Nadel im Heuhaufen zu suchen. Die alten Marken haben schlichtweg kein Interesse an meinem Geld.

Wenn Du glaubst, dabei günstiger wegzukommen... mehr Elektroschrott produzierst Du so auf jeden Fall.
Ich glaube auch, dass es dem TO um eine andere Klasse ging als die 40€-Tröten von Sony oder Panasonic.

Waidmannsheil!


[Beitrag von Exploding_Head am 11. Apr 2019, 14:41 bearbeitet]
Yatsura
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 11. Apr 2019, 16:44
Weder hab ich gesagt, dass ich "günstig wegkommen" will, noch hatte irgendetwas in meinem Kommentar irgendeinen Bezug zum Preis. Dein Elektroschrott-Argument schießt dir sogar ins eigene Knie, da ich ja bereits beschrieben hab, wie auch bei den großen Marken richtig fett auf Wegwerfware produziert wird.
XperiaV
Inventar
#11 erstellt: 11. Apr 2019, 17:15
Na klar produzieren die "Großen" auch jede Menge Wegwerf-Artikel, sämtliche Marken IE bei den Elektro-Märkten bieten nur Modelle mit festem Kabel.
Man ist gar nicht daran interessiert nachhaltige Artikel auf den Markt zu bringen, egal in welchem Bereich - aber eben auch bei KH/IE ect

Das ganze Zeug will bzw MUSS verkauft werden .... wäre ja blöd wenn ein IE länger als 1 Jahr hält, ganz zu schweigen von 2, 3 oder 5 Jahren - klar gibt es die auch, aber das sind wahrscheinlich die Ausnahmen.

Wenn ich mir den DT6 anschaue, dann frag ich mich schon ob das Sennheiser, Sony, Philips, Panasonic und vergleichbare Marken (die man bei MM und co so findet) nicht für 60-100€ auch könnten?!
Nicht nur klanglich, vor allem was stabile Gehäuse samt austauschbaren Kabeln angeht.
Da werden dynamische 3€ Treiber (mehr kosten die doch sicher nicht bei Abnahme im vierstelligen Bereich) mit billigsten mikrophonischen Strippen für 30, 40 oder auch 80€ angeboten ....
Vielleicht verdienen die bekannten Marken bei Over Ear, On Ear und bei BT Teilen mehr Geld als im In Ears Segment.
Exploding_Head
Inventar
#12 erstellt: 11. Apr 2019, 17:34

Yatsura (Beitrag #10) schrieb:
Weder hab ich gesagt, dass ich "günstig wegkommen" will...

Immerhin hast Du Dich beschwert, dass bei Panasonic und Sony nach 10 Jahren offenbar mehr Geld für die gleiche Qiualität verlangt wird bzw. für das gleiche Geld weniger Qualität geboten wird. Also Geld scheint Dir in der Frage nicht unwichtig zu sein... sonst kauf Dir einfach einen Shure, InEar oder etwas in der Preisklasse, da hat sich qualitativ an den Modellen nichts geändert.

Meinen SD2 habe ich seit Jahren in Gebrauch, der hat inzwischen ein neues Kabel und war auch schonmal beim Service (ja, die werden sogar repariert und nicht weggeschmissen, wenn mal was kaputt ist - soviel noch zur Nachhaltigkeit).
Yatsura
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 12. Apr 2019, 02:36
Ok, hast mich voll erwischt. Wer bezahlt nicht gern alle zwei Jahre 50 weitere Euro, um die gleiche Qualität zu behalten. Zusätzlich zu den ersten 50 Euro von vor 10 Jahren, den weiteren 50 Euro von vor 5 Jahren etc.

Was bin ich geizig, nicht 150€ für Kopfhörer zu bezahlen, die vor 10 Jahren noch 15 Euro gekostet hätten.

Und das ich überhaupt daran gedacht hab, asiatische Chi-Fi Hörer zu bestellen. Tse! Hoffentlich kannst du mir vergeben.

Markentreue geht natürlich über alles! Wie konnte ich das nur vergessen?!
Jens1066
Inventar
#14 erstellt: 13. Apr 2019, 22:06

sonst kauf Dir einfach einen Shure, InEar oder etwas in der Preisklasse, da hat sich qualitativ an den Modellen nichts geändert.

Das ist leider auch nicht immer so wie man meint. Shure hatte bei den SE Modellen eine ganze Zeit lang massive Probleme mit den Verklebungen. Sobald die warm wurden, konnte sich der Kleber lösen und die Schalen verzogen sich.


Bei der sprichwörtlichen Legion von den ganzen ChiFi-Dinger mögen sicher auch brauchbare bis sehr gute dabei sein - aber wer will die paar Nadeln im ganzen Heuschober finden?

Na ja, dazu gibt es hier Thread´s, in denen man genau so Informationen zu den ChiFi´s findet, wie zu den namhaften und teuren In Ears aus dem Rest der Welt. Ob das dann zu 100% für einen selbst passt, weiß man sowohl hier wie da erst, wenn man sie selber hört. Hier z.B. ein Review von k.e. (ehemals Huo) zum CCA C16, der für ca. 80€ zu haben ist.

Ich selbst habe hier noch die Shure SE215 und die SE425, die inzwischen in der Schublade versauern, weil sie gegen 2 verschiedene ChiFi´s für je rund 25.-- € in der klanglichen Gesamtsumme keinen Stich machen. Selbst von der Materialanmutung und Verarbeitung her, haben die Chinesen ihre Nasen deutlich vorn. Und nein, ich stehe ganz und gar nicht auf Bum Bum.
CharlesDreyfus
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 14. Apr 2019, 17:22

XperiaV (Beitrag #6) schrieb:
... denn die ein oder andere Marke aus Fernost wird in naher Zukunft sicher Produkte anbieten die sich nicht verstecken müssen vor den etablierten und bekannten Marken.

Fragt sich nur, was passiert, wenn sie die etablierten Unternehmen mittels Preisdumping flächendeckend vertrieben haben und dann keine Referenzmodelle mehr im Umlauf sind, die man im reverse-engineering ausschlachten kann. Spätestens dann wird man feststellen, dass es tatsächlich erfahrene Ingenieure benötigt, um Innovationen zu liefern.
Jens1066
Inventar
#16 erstellt: 14. Apr 2019, 18:06

...und dann keine Referenzmodelle mehr im Umlauf sind, die man im reverse-engineering ausschlachten kann. Spätestens dann wird man feststellen, dass es tatsächlich erfahrene Ingenieure benötigt, um Innovationen zu liefern.

Ich weiß ja nicht wie alt Du bist, aber das selbe hat man mal über die Japaner gesagt. Die haben auch kopiert was das Zeug hält. Mein Vater hatte einen Datsun mit Sechszylinder Reihenmotor, der sah aus als wäre er gerade aus einem Daimler ausgebaut worden.

Irgendwann kamen dann die Innovationen aus Japan und sie waren plötzlich die Vorreiter, die die Marschrichtung vorgegeben haben. Konkurrenz belebt das Geschäft und wenn die Qualität dann wirklich besser ist, bin ich z.B. gerne bereit auch mal mehr auszugeben. Inzwischen kommen die Innovationen auch schon aus China, denn wenn ich den Senfer dt6 betrachte, der hat einen dynamischen, einen BA und einen Piezotreiber. Das ganze wunderbar aufeinander abgestimmt und recht linear. Wer es nicht glaubt, kann sich gerne mal hier die Messungen dazu anschauen. Geklaut oder kopiert ist da nichts, denn so eine Konstellation habe ich von den namhaften Herstellern noch nicht gesehen.

So ein (Standard) In Ear ist ja keine Raketentechnik. Ich glaube kaum einer der bekannten Hersteller baut seine BA Treiber selbst. Die werden in der Regel zugekauft und eben aufeinander abgestimmt. Das hat aber der ein oder andere Hobbyist auch schon gemacht/geschafft.
cyfer
Inventar
#17 erstellt: 14. Apr 2019, 18:35
Ist nicht der Hybrid IEM z.B. eine chinesische Erfindung? Ich meine der Dunu DN-1000 bzw. DN-2000 waren die ersten vor ca. 4-5 Jahren.


[Beitrag von cyfer am 14. Apr 2019, 18:36 bearbeitet]
burkm
Inventar
#18 erstellt: 14. Apr 2019, 18:51
Erst kopieren sie - viel belächelt - meist nur (Japaner, Chinesen, Koreaner usw.), um schneller den Anschluss zu finden und aufzuholen, aber irgendwann haben Sie das dann so verinnerlicht, dass sie das "Heft" selbst in die nehmen und mit innovativer Technik die ehemaligen Wettbewerber ziemlich schlecht aussehen lassen, die daraufhin dann meist Ihre "Marktführerschaft" einbüßen und irgendwann vielleicht sogar nur noch unter "ferner liefen" landen.
Wäre ja nicht das erste Mal
XperiaV
Inventar
#19 erstellt: 14. Apr 2019, 18:54
War das nicht Phiaton mit dem ersten hybrid damals? Sollte schon so 2010 oder 2011 gewesen sein? Glaube die erste Version vom AF78 gab es auch schon 2011/12. Damals noch mit Flachkabel wenn ich nicht irre.

"Made in Germany" hat ja eigentlich auch ein negativen Hintergrund. Man wollte damals in GB nicht dass Billig Produkte/Plagiate aus Deutschland den britischen Markt erobern ... und heute? DAS Qualitätsmerkmal schlechthin ... auch wenn da nicht immer alles Gold ist was glänzt.
Jens1066
Inventar
#20 erstellt: 14. Apr 2019, 19:54
Damals, nach meiner Ausbildung, habe ich in einem Betrieb gearbeitet, bei dem auch ein Spezialversandhandel angeschlossen war. So richtig mit Katalog und so. Wir waren sicher einer der Größten in dem Bereich, denn der Verkaufsleiter des Marktführers hatte mal zu mir gesagt, dass wir ihr umsatzstärkster Einzelkunde seien.

Lieferscheine und Rechnungen wurden noch mit Schreibmaschine geschrieben, obwohl es schon einigermaßen bezahlbare Computer gab . Es war ein Kampf, bis ich meinen konservativen Chef überzeugt habe, dass doch ein Computer riesen Vorteile bieten würde. Irgendwann habe ich dann den Betrieb verlassen, weil ich bei dieser mittelalterlichen Denkensweise keine Zukunft sah.

Die Möglichkeiten des Onlinehandels hat er im weiteren Verlauf wohl total verschlafen, denn wenn ich heute nach der Firma google, sehe ich eine unfertige Homepage bei der ein Onlineshop schon seit Jahren entstehen soll. Immer schlecht, wenn man die Zeichen der Zeit verpennt.
CharlesDreyfus
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 14. Apr 2019, 20:23
Soll ja auch nicht gesagt sein, dass es auf dem fernöstlichen Markt nur schwarze Schafe gibt, die sich ihr Unternehmen über kostenoptimierte Ableger mit fragwürdiger Originalität aufbauen, ohne selbst etwas beizusteuern!

Aber der Trend ansich ist doch kaum noch zu leugnen. Siehe allein das Sortiment auf Amazon. Dort finden sich seit wenigen Jahren immer häufiger Reseller, die nur noch billigen Schrott anbieten. Darunter auch viele Produkte, die offenbar schon so oft kopiert und umgelabelt wurden, dass man deren Design schon fast als Common Property bezeichnen könnte.
Diese (meines Erachtens äußerst beunruhigende) Bewegung liegt denke ich daran, dass es einfach riesige Gewinne verspricht und die Justiz in Zeiten der Massproduktiuon überhaupt nicht mehr hinterherkommt. Auch die europäischen Händler schauen weg, weil sie ja gleichermaßen davon profitieren. Geiz ist eben geil. Und was kümmerts den gemeinen Kunden, ob am anderen Ende der Welt mit fairen Karten gespielt wird ... ?
Und selbst wenn es ihn kümmert: Wie erkennt man einen fairen Anbieter, der sich nicht scheut, in Personal, R&D und QC sowie eine nachhaltige Fertigung zu investieren? Alle kommunizieren sie es (spätestens auf Anfrage). Aber keiner kann es überprüfen. Auch nicht bei den schon längst etablierten Marken. Aber bei denen weiß man zumindest schonmal, dass ein Teil der Kosten für Marketing und Service draufgeht.

Genau so, wie bei Over Ears beispielsweise die Treiber eines Phillips Fidelio auch in einem Superlux EVO zu finden sind (ob nun kopiert oder gelabelt, darüber kann ich nicht entscheiden), genau so werden sicherlich auch bei IEMs einige "Entlehnungen" zu finden sein, die unter der Haube die gleiche oder zumindest sehr ähnliche Technik haben und bereits für einen Bruchteil des einschlägigen Markenprodukts erhältlich sind.

Interessant wird es in der Tat da, wo etwaige Anbieter selbst anfangen, Entwicklungen zu liefern, die tatsächlich über eine Modifikation der Peripherie hinausgehen.
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