Lautstärke Abgleich beim KH Vergleich

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Big_Jeff
Stammgast
#1 erstellt: 14. Mai 2021, 16:30
Bekanntermaßen beeinflusst die Lautstärke das Urteil bei einem Vergleich. Wie soll man denn bei KH einen Lautstärkeabgleich machen, wenn der eine KH 250 Ohm hat und der andere KH 32 Ohm? Wie macht ihr das?
Basstian85
Inventar
#2 erstellt: 14. Mai 2021, 16:43
Beantwortet deine Frage nicht aber wie ich das mache: Gar nicht.

Ich stelle die Lautstärke gefühlt gleich laut ein. Wozu ein perfekter Pegelabgleich? Das macht vielleicht bei Geräten wie DACs/KHVs noch Sinn bzw. ist "notwendig". Aber bei so großen Unterschieden wie KHs sie haben? Ich höre ja, ob mich irgendwas stört etc... Höre einfach eine Weile verschiedene Musik, die ja auch unterschiedlich laut sein kann.

Die Impedanz ist auch nicht so wichtig, der Wirkungsgrad spielt stark rein und auch wie sich der Amp an verschiedenen Lasten verhält.
Mickey_Mouse
Inventar
#3 erstellt: 14. Mai 2021, 16:44
selbst bei gleicher Impedanz können die KH ja unterschiedliche Wirkungsgrade haben, auch da müsste man ausgleichen und kann nicht mit einer Einstellung vergleichen.

ich nehme Rosa Rauschen und gleiche das nach Gehör ab.
sicherlich nicht perfekt aber eine bessere Methode ist mir noch nicht eingefallen, ich bin mal gespannt was hier noch so kommt?
allerdings höre ich meist zumindest "einigermaßen" lineare KH. Wenn da einer dabei ist der eine extreme Badewanne hat und den Presenzbereich hoffnungslos in den Keller drückt, dann verzerrt das Rosa Rauschen die Sache natürlich etwas. Das gilt aber auch für andere Extreme wie dominanter Bass oder Höhenbetonung.

andererseits bin ich mir auch nicht so ganz sicher, ob einem nicht einige "aktive" KH (also Bluetooth oder allgemein wireless oder ANC) eine Loudness Funktion "klamm heimlich" unter jubeln, ich habe manchmal (eher oftmals) das Gefühl...
entertain_me
Stammgast
#4 erstellt: 14. Mai 2021, 20:28
Da das Gehör nicht linear ist macht ein Lautstärkeabgleich bei KH keinen Sinn. Einen neutralen KH hört man häufig lauter als einen mit Bass- und Hochtonbetonung.
Wenn es Spaß macht ist man auf der sicheren Seite.
Mickey_Mouse
Inventar
#5 erstellt: 14. Mai 2021, 20:46
naja, am Ende steht die Frage: was will man erreichen?
Soll es "Spaß machen"? Oder möchte man Musik möglichst "pur und ohne Modifikationen so hören wie sie gemacht wurde"?!?

klar, man kann auch die Mona Lisa mit Spraydosen "verzieren", weil ein poppiges Graffiti viel mehr Spaß macht als so ein langweiliger Ölschinken


wenn ich mir "spaßige" Musik anhören möchte, dann steckt der Spaß "schon in der Musik" und muss nicht erst noch durch "schlechte" KH eingetrichtert werden. Meine Meinung zu dem Thema!
Big_Jeff
Stammgast
#6 erstellt: 15. Mai 2021, 08:26

Mickey_Mouse (Beitrag #5) schrieb:
naja, am Ende steht die Frage: was will man erreichen?
Soll es "Spaß machen"? Oder möchte man Musik möglichst "pur und ohne Modifikationen so hören wie sie gemacht wurde"?!?


Ich lese Deine Beiträge seit Jahren gerne, weil sie technisch sehr kompetent und angenehm voodoofrei sind. Aber da vertust Du Dich.

Es ist immer die Frage, wozu man etwas einsetzt. Aristotelisch gesprochen, geht es um das Telos eines Gegenstandes. „Pur ohne Modifikationen“ ist das Telos eines Studiomonitors. Darüber kann es keine unterschiedliche Meinung geben, weil sich der Zweck aus der Verwendung als Studiomonitor ergibt.

Der Zweck meines Geraffels ist aber nicht die Begutachtung, sondern mir Freude zu machen. Ich will mit meinem Hifi-Kram keine Gutachten erstellen, sondern Freude erzeugen. Was einem am meisten Freude bereitet, darüber kann es eben unterschiedliche Meinungen geben. Das schließt nicht aus, dass das "Begutachtende Hören" bestimmten Leuten Freude bereiten kann, muss es aber nicht bei jedem.


[Beitrag von Big_Jeff am 15. Mai 2021, 10:45 bearbeitet]
AtratusNex
Stammgast
#7 erstellt: 20. Mai 2021, 03:08
Ich mache das tatsächlich so wie in diesem Video beschrieben.
https://youtu.be/f6desZTqTXY


Beim Vergleichen regle ich die Lautstärke dann digital und merke mir den digitalen Lautstärkewert bei meiner gemessenen normalen Hörlautstärke.

Beispiel:

Hörer A hat bei sonst gleichen Einstellungen ( KHV etc.) 85 db bei 70%, Hörer B hat 85 db bei 40% digitaler Lautstärke.

Wenn ich die beiden vergleiche regel ich dies also einfach immer nach.


Gruß A.N


[Beitrag von AtratusNex am 20. Mai 2021, 03:20 bearbeitet]
RunWithOne
Inventar
#8 erstellt: 20. Mai 2021, 08:03
Manchmal mache ich es auch so wie im Video. Aber letztlich empfinde ich danach unterschiedlich Kopfhoerer dennoch nicht unbedingt gleich laut. Das dürfte an den Betonung unterschiedlicher Frequenzbereiche liegen.
Mit der Variante von Bastian kommt man auch sehr gut zum Ziel. Einfach Musik hören. Das merk man schon, welcher KHv einem besser gefällt.
AtratusNex
Stammgast
#9 erstellt: 20. Mai 2021, 22:39
Grade bei gleichem Max Pegel fallen mir die Abstimmungen aber am einfachsten auf ... ich finde es methodisch zumindest fair so anzufangen.

Später kann man noch nachregeln, wenn man in die Evaluation vom Genuss übergeht.
moon1883
Stammgast
#10 erstellt: 22. Mai 2021, 18:41

Big_Jeff (Beitrag #6) schrieb:
Der Zweck meines Geraffels ist aber nicht die Begutachtung, sondern mir Freude zu machen. Ich will mit meinem Hifi-Kram keine Gutachten erstellen, sondern Freude erzeugen.


Damit ist Deine Eingangsfrage doch obsolet: Was Du benötigst, ist kein Pegelabgleich auf das zehntel-dB genau (was genau nichts bringt in diesem Fall), sondern Vertrauen in Dein eigenes Empfinden. Wenn Dir Geraffel "A" weniger Freude bereitet als Geraffel "B", dann scheue Dich nicht, zu Geraffel "B" zu greifen.

Sei Dir versichert, Du bist der einzige der beurteilen kann, was Dir Freude bereitet. Kein Messgerät oder anderer Forumsteilnehmer kann das.
Big_Jeff
Stammgast
#11 erstellt: 24. Mai 2021, 15:25


Damit ist Deine Eingangsfrage doch obsolet: Was Du benötigst, ist kein Pegelabgleich auf das zehntel-dB genau (was genau nichts bringt in diesem Fall), sondern Vertrauen in Dein eigenes Empfinden.


Ich hab schon Vertrauen in mein eigenes Empfinden, aber für einen Vergleich braucht man vergleichbare Bedingungen. Generell gesprochen sollte man auch seine Empfindungen mal hinterfragen (nicht verleugnen), wie sie zustande gekommen sind. Emfindungen sind auch nicht absolut. Ich danke für Zuspruch.
FairFlex
Stammgast
#12 erstellt: 25. Mai 2021, 17:04
Wichtig ist auch den Kopfhörer in einer geeigneten Lautstärke zu hören, ich erlebe es immer wieder, das es Menschen gibt die einen Kopfhörer einfach viel zu leise hören und sich dann wundern, wenn sie Reviews lesen, das sie was ganz anderes lesen als sie hören, ich selber habe das auch schon erlebt und seitdem den Hörpegel angepasst.

Gruss Fair
RunWithOne
Inventar
#13 erstellt: 25. Mai 2021, 17:22
Wie laut hörst du denn? Hast das mal mit einem Lautstärkemessgerät ermitteln können? Ich denke das es umgekehrt genauso ist. Hörst man zu laut, ist die Wahrnehmung auch wieder einen andere.

Was haltet ihr für eine optimale Lautstärke für eine längere Hörsession (1-2h)?
Basstian85
Inventar
#14 erstellt: 25. Mai 2021, 17:22
Hmm... seh ich anders. Hier gehts doch um den Vergleich von KHs, nicht um den Vergleich von Reviews und deren Übereinstimmung. Wichtig ist es IMO in den Lautstärken zu hören in denen man selbst idR auch (am Meisten) hört. Das ist IMO die "geeignete" Lautstärke. Ich höre ganz sicher nicht lauter als es mir lieb ist.

Man liest manchmal was Anderes als man selbst hört, da jeder über KH sowieso etwas anders hört insbes. im Hochton. Auch die Definitionen verschiedener Aspekte kann unterschiedlich sein (Was ist neutral, was ist "stark" betont oder "leicht" betont) Woher soll man auch wissen wie laut ein User gehört hat oder wie es um sein Gehör generell bestellt ist, was er gewohnt ist usw...
FairFlex
Stammgast
#15 erstellt: 25. Mai 2021, 18:21

Basstian85 (Beitrag #14) schrieb:
Hmm... seh ich anders. Hier gehts doch um den Vergleich von KHs, nicht um den Vergleich von Reviews und deren Übereinstimmung. Wichtig ist es IMO in den Lautstärken zu hören in denen man selbst idR auch (am Meisten) hört. Das ist IMO die "geeignete" Lautstärke. Ich höre ganz sicher nicht lauter als es mir lieb ist.

Man liest manchmal was Anderes als man selbst hört, da jeder über KH sowieso etwas anders hört insbes. im Hochton. Auch die Definitionen verschiedener Aspekte kann unterschiedlich sein (Was ist neutral, was ist "stark" betont oder "leicht" betont) Woher soll man auch wissen wie laut ein User gehört hat oder wie es um sein Gehör generell bestellt ist, was er gewohnt ist usw...


Das es hier nicht um Reviews geht ist mir bewusst, mir ging es eher darum zu vermitteln, das man einen KH auch mal beim Probehören durchaus etwas lauter hören sollte als im Normalfall, machen halt die wenigsten.

@RunWithOne
na dann probier es doch mal selbst aus, wirst erstaunt sein, was deine Kopfhörer beim höheren Pegel noch drauf haben. Ich muss da nichts messen oder Kurven vergleichen für einen KH, aufsetzen und Hören, deine Ohren sind das beste Messinstrument.
Ghoster52
Inventar
#16 erstellt: 25. Mai 2021, 18:24

Was haltet ihr für eine optimale Lautstärke für eine längere Hörsession (1-2h)?

Im Prinzip "Zimmerlautstärke", dann gehen auch mal 12 Stunden am Stück....
Bei einigen KH vergesse ich einfach die Zeit, am WE geht so etwas mal.
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