Anfrage: Probleme bei unterschiedlichem Hörvermögen auf beiden Ohren

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NobbiHiFi
Neuling
#1 erstellt: 22. Jul 2006, 10:20
Es gibt Menschen, deren Hörververmögen auf beiden Ohren sehr unterschiedlich ist. Das ist beim Hören im Räumen noch kein großes Problem. Bei der Verwendung von Kopfhöhrern gelangen jedoch beide Stereokanäle absolut getrennt zu dem jeweiligen Ohr. Je nachdem, wie stark der Hörverlust auf einem Ohr ist, umso stärker wird der Stereoeffekt blockiert. Im Extremfall hört man nur noch den linken bzw. rechten Kanal. Ein Stereohören über Kopfhörer kommt dann leider nicht mehr in Betracht.

Meine Frage:
Gibt es Möglichkeiten, die Kanäle links und rechts zu mischen (z.B. linke Ohrmuschel: 100 % linkes Signal + 50 % rechtes Signal!) ?

Gruß
NobbiHiFi
Musikaddicted
Inventar
#2 erstellt: 22. Jul 2006, 11:04
Zwar nicht genau das was du suchst, aber Crossfeed ist ein System welches genau das macht was du suchst; nämlich den jeweiligen anderen Kanal einzumischen. Allerdings nicht so extrem wie du das wünscht. Vielleicht kannst du da einfach mal bei Jan Meier direkt anfragen: vielleicht macht er sowas für dich speziell.


[Beitrag von Musikaddicted am 22. Jul 2006, 11:04 bearbeitet]
McMusic
Inventar
#3 erstellt: 22. Jul 2006, 11:12
Kann man das Problem mit unterschiedlichem Hörvermögen der Ohren nicht einfach per Balance-Regler lösen? Dann bekommst Du doch mehr "Power" auf das schwächer Ohr und kannst den Sound ausgleichen...
m00hk00h
Inventar
#4 erstellt: 22. Jul 2006, 12:44

dmcom_u10 schrieb:
Kann man das Problem mit unterschiedlichem Hörvermögen der Ohren nicht einfach per Balance-Regler lösen? Dann bekommst Du doch mehr "Power" auf das schwächer Ohr und kannst den Sound ausgleichen... :.


Oder einen "Fernsehkopfhörer" kaufen, die haben eine im Kabel integrierte Lautstärkeregelung zur einzelnen Regelung beider Kanäle.

m00h
-resu-
Inventar
#5 erstellt: 22. Jul 2006, 13:59
...oder einen Kopfhörerverstärker mit getrennter Lautstärkeregelung für links/rechts:

Amity HPA4S

Gruss
Frank
Vul_Kuolun
Inventar
#6 erstellt: 22. Jul 2006, 14:09
Nur mit mehr Laustärke auf dem geschädigten Ohr dürfte man es evtl. noch mehr beschädigen. Würd ich nicht machen.

Ich würde mir vom Ohenarzt/ Hörgeräteakkustiker die Schädigung ausmessen lassen (oder selber machen):

http://www.phys.unsw.edu.au/~jw/hearing.html

Und dann über nen EQ (Behringer Feedback Destroyer o.ä.) für das geschädigte Ohr ne passende EQ-Kurve basteln, die nur den Schaden ausgleicht.


[Beitrag von Vul_Kuolun am 22. Jul 2006, 14:12 bearbeitet]
cosmopragma
Inventar
#7 erstellt: 22. Jul 2006, 23:21

Vul_Kuolun schrieb:
Nur mit mehr Laustärke auf dem geschädigten Ohr dürfte man es evtl. noch mehr beschädigen. Würd ich nicht machen.

Ich würde mir vom Ohenarzt/ Hörgeräteakkustiker die Schädigung ausmessen lassen (oder selber machen):

http://www.phys.unsw.edu.au/~jw/hearing.html

Und dann über nen EQ (Behringer Feedback Destroyer o.ä.) für das geschädigte Ohr ne passende EQ-Kurve basteln, die nur den Schaden ausgleicht.
Sehr gutes posting, dem ist fast nichts mehr hinzuzufügen, ausser:

1)Die individuelle Anpssung an die Gehörschädigung ist bezüglich Soundqualität und Genuss sicher vielversprechender und auch klar gesünder als eine simple Balanceverschiebung, aber dennoch sollte der Hörgeschädigte die tägliche Dauer mit lauter Musik stärker beschränken als der "gesunde" Hörer es eh muss.
Es besteht sonst die Gefahr, dass die für die fraglichen Frequenzbereiche verantwortlichen organischen Strukturen schneller verschleissen, als es dem natürlichen Alterungsprozess eh schon entspricht.
Fragen Sie bitte ihren Ohrenazt, ich bin nur ein informierter Laie.

2)Die Theorie ist im Grunde einfach, die praktische Umsetzung jedoch aufwendig und je nach Anspruch auch teuer.
Die Profis von der Hörgerateakustikergilde sind teuer und nicht unbedingt eine grosse Hilfe, da ihre Ausbildung, Methoden und Gerätschaften meist stark auf die Sprachverständlichkeit und nicht auf den musikalischen Hörgenuss ausgerichtet sind.
Mit einem EQ den Frequenzgang irgendwie schlampig und so ungefähr hinzubiegen ist schnell und einfach, aber je höher der Anspruch desto teurer und zeitaufwendiger wird das Ganze.
Digitales EQing ist nicht gleich digitalem EQing, schon technisch betrachtet.Aber selbst wenn man sich auf die nicht idealen Billigequalizer (gegebenenfalls sogar free wie manche PC-software) beschränkt, bleibt zumindestens ein erheblicher Zeit- und Lernaufwand, um die Konzepte des graphischen und des parametrischen EQing zu verstehen und gezielt einsetzen zu können.
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