Neuvorstellung : 6C33C-B SE-Röhrenverstärker

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Schoschi
Stammgast
#1 erstellt: 27. Feb 2006, 22:15
Hallo liebe Röhrenfreunde,

ich möchte Euch heute kurz eine meiner Neuanschaffungen vorstellen.
Es handelt sich dabei um einen SE-Amp mit 6C33C-B Röhren als Endstufenröhren.
Es ist ein Eigenbau eines wirklich enthusiastischen Röhrenbauers, der sich auf SE-Endstufen spezialisiert hat, das mit einer Hingabe praktiziert, die in seinen Werken selbst für mich als Nicht-Fachmann ablesbar ist.

Zu den technische Daten:

Röhrenbestückung: je Kanal eine 6C33 und eine 6BX7 ( NOS von GE ). Gemeinsame 6SN7 als Spannungsverstärker ( Sylvania )

Hochwertige Bauteile:
- Zwei Siemens-Elkos mit je 3100müF
- Schnellschaltende Dioden
- Vitraohm Kohlewiderstände als Gitterableitwiderstände
- Ölpapier - Koppelkondensatoren zwischen 6BX7 und 6C33
- MKP-Koppelkondensatoren zwischen 6SN7 und 6BX7
- Massive Terminals und vergoldete RCA-Buchsen

Grosse M102-Anodendrossel 3H, 800mA, 17 Ohm von BTB, Netztrafo für 6C33 von Welter, streuarmer R-core-Trafo für die Treiberstufen, Übertrager 600 Ohm / 8 Ohm von triode.de, steuarmer Ringkern-Heiztrafo für die beiden 6C33.

Netzschalter mit drei Stellungen: "AUS - Stand-by - EIN". Anzeige der Anodenspannung durch rote LED

Einstellbarer Anodenstrom der 6C33 mittels 10-Gangpotis und LCD-Anzeige des Anodenstromes direkt in mA.

Leistung über 10W pro Kanal

Ich habe ein paar Bilder angefügt, damit Ihr Euch auch daran ergötzen könnt.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich nochmal bei Herbert ( aka unser "pragmatiker") bedanken, der sich sofort und sehr ausgiebig auf meine Anfrage bzgl. der techn. Eckdaten mit dem Amp auseinandergesetzt hat und mir hervorragend wie immer fachlich höchst kompetent aber immer objektiv zur Seite gestanden hat.



Bei einem 2. Treffen mit dem Konstrukteur konnte ich auch Fotos des Innenlebens des Amps ergattern, außerdem hatten wir einen sehr kurzweiligen Nachmittag mit Vergleichshören anderer SE - Bauten, jeder für sich ein Meisterwerk, akustisch aber auch vom Design extrem schön, eigentlich hätte ich mir gleich die anderern beiden Juwelen auch noch mitgenommen.




Der Konstrukteur versucht, verfügbare Technik zu einem Verstärker zu formen, und diese Improvisation erzeugt eine kreative Ursprünglichkeit, die man eigentlich ohne Not gar nicht erzeugen kann, wenn amn aus dem Vollen schöpft.

Aber seht selbst, auf dass es Euch auch die Feuchtigkeit in die Augen treibt...
Und die SE-s klingen auch so traumhaft, wie sie aussehen.....


Ich hoffe, Ihr genießt diese Kunstwerke genauso wie ich, ein Augen- und Ohrenschmaus....


Gruß
Schoschi
Belzebub69
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 27. Feb 2006, 23:33
Hi Schoschi

Glückwunsch zu dieser sehr schönen Neuanschaffung Alleine die Foto´s sind schon Genuß pur, wenn er so klingt wie er auf den Fotos rüberkommt werdet ihr wohl viel Spaß zusammen haben
Kommst Du eigentlich zu Jogi´s Treffen im April??
Gruß Ralph
Schoschi
Stammgast
#3 erstellt: 27. Feb 2006, 23:57
Hallo Ralph,

der Klang ist hervorragend, auch an weniger wirkungsgradstarken LS produziert der Amp einen sehr detailreichen Klang.
Auf Jogi´s Treffen wäre ich ziemlich deplaziert, ich bin lediglich Konsument, mein fachliches Wissen ist ziemlich eingeschränkt, ich könnte mich also nur über die Gestaltung der Amps unterhalten.
Ich habe mir zumindest die Fotobericht des letzten Treffens angesehen, sehr interressant, teilweise gigomanisch, aber das sind eben Techniker.

Der Konstrukteur meines Amps wäre dort besser aufgehoben, mit seinen Eyecatcher-Amps mit Sicherheit ein Highlight, "less is more", minimierte Technik, reduziertes Design, hervorragender Klang, nicht der Versuch, alles technisch Machbare in ein Gerät zu quetschen.
Diese konsequente Reduktion auf das Wesentliche und deren minimierte Umsetzung in Technik und der daraus resultierenden Gerätegestaltung fasziniert mich mehr als irgendwelche Edelblender von der Stange, ohne Charisma.


Gruß
Schoschi
pragmatiker
Administrator
#4 erstellt: 28. Feb 2006, 14:25

Schoschi schrieb:



Servus Schoschi,

eine Anmerkung hätte ich noch: Den Montageort des Ringkerntrafos zwischen den beiden Röhrenfassungen der 6C33C-B halte ich nicht für optimal - Grund: Die beiden Russenladies sind recht heiße Weiber (erzeugen also eine Menge Wärme, welche sie zu einem erheblichen Teil über ihre Beine in die Fassung abgeben), und wenn der Trafo dann auf den beiden Fassungskörpern aufliegt (was auf dem Photo nicht genau zu sehen ist, auf alle Fälle eine nette menage-a-trois ) wird diese Wärme massiv in den Trafo eingeleitet. Auf der anderen Seite: Ich wüßte bei dem gedrängten Aufbau auch nicht, wo ich ihn sonst hinbauen würde....und vielleicht fühlt er sich zwischen den beiden Damen ja ganz wohl... ...schließlich ist ja Fasching.

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 28. Feb 2006, 14:31 bearbeitet]
Schoschi
Stammgast
#5 erstellt: 28. Feb 2006, 17:44
Hallo Herbert,

mit diesem Teil gab es auch Schwierigkeiten, denn zwischen dem Trafo und dem Auflager waren Kunststoff-Auflager, die die Temperatur nicht vertragen haben und dies mit unangenehmer Geruchsentwicklung quittierten ( erst hatten wir die Widerstände in Verdacht, ich hatte dies Dir schon geschildert), aber die wurden durch einen anderen Werkstoff ersetzt und seitdem ist Ruhe.
Die 6C33 ist aber auch ein Riesending !!



Es wurde auch vorgeschlagen, dieses Netzteil aus dem Gehäuse auszulagern, dies wäre auch noch eine Möglichkeit.
Aber die Wärmeabstrahlung ist wirklich enorm, in der Übergangszeit braucht man nicht zu Heizen, dies erledigt der Amp vorzüglich.
Woran könnte ich denn feststellen, daß die Wärmeentwicklung Schaden erzeugt, also das "größter anzunehmender Unfall" Szenario?
An dem Netzteil haben wir 1,2 A abgelesen, also der Amp zieht auch gut Saft.
Einen Verstärker mit 4 Röhren (SE mit 2 parallel), wie er von Klaus Barton gebaut wird, kann ich mir von der Wärmeentwicklung fast nicht vorstellen, der eignet sich dann schon zum Kochen und Backen.

Aber der Klang ist vorzüglich und seit ich die Röhren an dem neuen VV habe, ist der SE richtig kräftig auch an den Axton Lautsprechern, da kann ich die ca.12 Watt gar nicht glauben, es klingt mehr wie 50Watt, aber das Thema Röhrenwatt zu Transenwatt ist wieder ein anderes Kapitel.

Helau !
Wir Franken sind nicht so die Faschings-Freaks

wir lassen uns lieber von
Röhren betören

Gruß
Schoschi
Tulpenknicker
Inventar
#6 erstellt: 28. Feb 2006, 18:49

Schoschi schrieb:
Aber der Klang ist vorzüglich und seit ich die Röhren an dem neuen VV habe, ist der SE richtig kräftig auch an den Axton Lautsprechern, da kann ich die ca.12 Watt gar nicht glauben, es klingt mehr wie 50Watt, aber das Thema Röhrenwatt zu Transenwatt ist wieder ein anderes Kapitel.


Hallo zusammen,

Röhrenwatt = Transenwatt, von daher sollte man mit geschätzten Zahlen vorsichtig sein, vor allem die professionellen Praktiker werde bei einem vergelich mit Zahlen sehr allergisch reagieren, subjektiv kann ich Dir aber nur zustimmen, ein Transistorwattwunder klingt häufig schlapper als ein Röhrenwattschwächling...aber auf dieses Thema wollten wir in diesem Thread ja nicht eingehen!!

Gruß,

Nils

P.S.: Ich hasse Karneval...warum kann man nicht das ganze Jahr gut drauf sein?
xlupex
Inventar
#7 erstellt: 28. Feb 2006, 23:12
Hallo!
Was betreibst du denn für LS? Massenware wird das nicht sein mit den 10W.
Interessieren würde mich auch, wie gross das Loch in deinem Portemonaie ist, vielleicht per PM?

Grüsse
Ralf
Schoschi
Stammgast
#8 erstellt: 01. Mrz 2006, 00:22
Hallo Ralf,

momentan sind Axton AX 80 angeschlossen, das waren Selbstbau-Boxen aus den 90érn, Wirkungsgrad gemäß Audio-Messung ca. 87dB, funktioniert wunderbar, also die 10Watt sind auf dem Papier eigentlich gar nichts, aber in vivo...

Ich habe einige andere Verstärker zum Vergleich, auch 20kg Transen, aber so richtig ins Hintertreffen kommen die Röhren nicht, vielleicht im Beschallen von Sälen, sonst halten die ganz gut mit.

Den Amp habe ich incl. eines kompletten 2. Satzes Röhren erworben, über den Preis haben wir Stillschweigen vereinbart, es war jedenfalls ein sehr freundschaftlicher und fairer Preis, dem Erbauer war es auch eine Freude, jemanden gefunden zu haben, der sein Werk würdigt, und das tue ich in Anbetracht des wirklich hervorragenden Klanges und der gelungenen Optik täglich mehr und mehr.
Aber nur die Summe der hochwertigen Bauteile allein ist schon immens.

Ich trauere nicht eine Sekunde einem Fertiggerät nach, 2000.- Euro kann jeder auf´den Tisch legen, mein Amp aber ist ein Unikat, mit einer Ausstrahlung und einer Geschichte.
Bei der Konzeption und dem Bau des Gerätes ist nicht einmal an dessen kommerzielle Vermarktung gedacht worden, sondern der Amp selbst war Objekt der technischen und gestalterischen Aufwendungen.
Das höre ich jeden Moment, wenn ich es zelebriere, erst im Standby-Modus die russischen Damen durch Aufheizen auf Ihre Arbeit vorbereite, nach ca. 5 min. gebe ich Gas und wenn die Anzeigen bei ca. 190mA sind, sind die Röcke gelüpft und die dicken Mamas geben Alles.

Gruß
Schoschi

Wilke
Inventar
#9 erstellt: 02. Mrz 2006, 16:11
wo kann man denn das tolle Teil käuflich erwerben und wie teuer ist es?
Schoschi
Stammgast
#10 erstellt: 02. Mrz 2006, 22:04
Hallo Wilke,

ist leider ein Unikat, den gibt´s nur einmal.

Leider..

Gruß
Schoschi
Belzebub69
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 25. Jun 2006, 01:25
Zeit diesen schönen Amp mal wieder ins rechte Licht zu rücken

Schoschi ich komm hier aus dem SabberModus gar nimma raus, herrlicher Amp auf jeden Fall
Gruß Ralph
Sehrlauthörer
Stammgast
#12 erstellt: 25. Jun 2006, 13:00

Schoschi schrieb:


momentan sind Axton AX 80 angeschlossen, das waren Selbstbau-Boxen aus den 90érn


Hallo Schschi,

ich hoffe das Du diesen Ausnahmeverstärker mittlerweile mit einer angemessenen Box betreibst.Eine Axton AX80 ist nämlich in keinster Weis auch nur annähernt geeignet die Qualitäten dieses Amp aufzuzeigen.

Da gehört ganz eindeutig ein Hochwirkungsgrad-Horn ran.

zB.sowas.

http://www.rahaso.de...f_hoerner&idx=15005&

oder das Konstrukt das dort auf dem Avatar zu sehen ist.

Mittllerweile habe ich auch die beiden Basshörner klanglich optimiert die ich in dem Beitrag im Link damals so massiv kritisiert hatte.Die gehen nach den Austausch der Treiber jetz bis ca. 50Hz runter, bei einem Wirkungsgrad von fast 110 db.Die JABO KH50 / BMS4590 MHT-Einheit schließt sich bei ca.250 Hz mit ca.107 db an.Das Auflösungvermögen und die Räumlichkeit die Kombi sind zweifellos absolute Weltklasse.Dem JABO-Horn sind im Gegensatz zu den meisten anderen Hörnern die typischen Hornverfärbungen völlig fremd.Ich kann das bestimmt ganz gut beurteilen da ich schon viel gehört habe und es daheim auch ganz gut zB. mit meiner Epylon (der Avatar des Links) vergleichen kann bei der ein Fostexhorn H220 mit 2" Treiber Fostex D582 für den MT-Bereich zuständig ist.

Bei dem gigantischen Wirkungsgrad eines Hornes explodiert selbst ein relativ schwachbrüstiger Röhrenamp geradezu.Und im Gegensatz zu einem Transistorverstärker klingt ein Horn wenn der LS richtig Impedanzentzerrt ist an einer Röhren niemals scharf und rau sondern immer seidig und geschmeidigt aber bei Bedarf auch enorm kraftstrotzend.

Tue Dir den Gefallen und betreibe diesen wunderschönen Verstärker mal an einem Horn.Irgendwie ist das sonst als wenn man einen Ferrarimotor in eine Ente bauen würde.

Gruß.

Michael
tubsy
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 26. Jun 2006, 01:01
hallo schoschi,

glückwunsch zu diesen gigantischen verstärker.
das einzige was mich stört sind die ölpapier kos.
die klingen bestimmt gut sind aber mit PCB gefühlt,
das heisst sollte der ko lecken und über 60 grad erhitzt
werdendann kann das ziemlich giftig werden. weiß nicht ob die
kos in einem 6c33c-b verstärker eingebaut werden sollten.

gruß, tubsy
Gambia
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 27. Jun 2006, 14:41
Hallo zusammen, ich habe den angesprochenen PSE von Klaus Barton am Klipschorn. Ist zwar heiß, aber so schlimm auch wieder nicht. Muß halt frei stehen. Hat aber richtig Power im Vergleich zum SE, den hatte ich vorher. Der war am K-Horn zumindest im Baß überfordert. Ich kann das Teil uneingeschränkt empfehlen, macht richtig Musik !
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