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Amp mit 6C33C

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Beitrag
Justfun
Inventar
#1 erstellt: 07. Feb 2005, 23:41
Hi@ all,
hat Jemand einen Amp mit der 6C33C bzw. 6C33S, habe die Röhre bei einem Elektronikhändler gesehen, wenn die so gut klingt wie die aussieht, das wäre schon was Feines.
Habe schon lange nicht mehr geschraubt, aber ein Amp mit der Röhre..... würde mich schon in den Fingern jucken.
Frage ist halt PPP oder Ultralinear, wäre toll wenn hier Jemand Erfahrung mit der Röhre hätte.
micha_D.
Inventar
#2 erstellt: 08. Feb 2005, 00:22
Hi..

Wenn du was richtig gutes mit einer Röhre bauen willst,dann 4CX250 oder 3CX300 nehmen dann wirds Interessant..die 6C33 ist doch,n alter Hut.. nicht wirklich Spitzenklasse nur ganz Nett..meistens klingt es immer nur so gut,wie du dir Mühe mit der Schaltung und nach dem suchen guter Aü,s gegeben hast.

Wenn ich mal wieder genug Kleingeld über hab,bau ich mir wieder n schönen Amp mit 4x 4CX300 je Kanal (GT-AB Betrieb)....

Gruß,Micha


[Beitrag von micha_D. am 08. Feb 2005, 00:56 bearbeitet]
Justfun
Inventar
#3 erstellt: 08. Feb 2005, 00:49
Danke für den Tip, hab mir grad mal das Datenblatt angeschaut ( dank google) also umbringen wollte ich mich dann dann doch noch nicht.
Auch wenns noch so gut klingt, 2KV kommen mir nicht ins Haus, hässlich isse auch und Luftkühlung brauch das Teil.
Sag ma hast Du das Monster wirklich zähmen können??
Oder war das ein Test, oder Faschingsscherz?
micha_D.
Inventar
#4 erstellt: 08. Feb 2005, 00:52
Hi..

2KV brauchste nicht.. ist ne ganz normale aber hervorragende Röhre..

Irgendwo hab ich sogar ein Link mit Schaltplan u.s.w.

Bittschön : http://www.geocities.com/TimesSquare/1965/pp3cx300.html

Die Schaltung ließe sich auch noch etwas verbessern...
alles im grünen Bereich..

Für die ganz Hartgesottenen empfehle ich die Ballasttriode PD500...die sollte mit ca.20KV angetrieben werden...man muss aber erstmal jemand finden,der einen Aü dafür wickeln kann sonst hätt ich die schon lange mal Verbastelt





Micha


[Beitrag von micha_D. am 08. Feb 2005, 01:03 bearbeitet]
Justfun
Inventar
#5 erstellt: 08. Feb 2005, 01:13
Here is the schematic for the amplifier section of the "Beast":

Das ist die Überschrift von der Bauanleitung.
Nee, ich hab Kinder und hänge auch an denen
Sind zwar keine 2KV aber dafür knappe 1KV und so wie ich es beim Querlesen erkennen konnte, stehen die oben an der Röhrenkappe an.
Die Nummer ist mir dann doch zu heiß.
Trotz alle dem, werd ich mir den Bauplan mal auf der Zunge zergehen lassen, Spass machts allemal sich so ne Mischung zwischen elektrischem Stuhl und HiFi rein zu ziehen, träumen ist ja erlaubt.
micha_D.
Inventar
#6 erstellt: 08. Feb 2005, 01:28
ach 660Volt reichen für das Teil..

Meine Dynacords laufen mit 800V Anodenspannung...von daher ist der Amp Harmlos...dafür gibts auch noch einen Kühltunnel mit Konvektionskühlung,dann sind die Anodenkappen voll Abgedeckt Die Keramikröhren werden auch nicht ganz so heiss wie die 6C33 und sind dabei noch Bruchsicher...wenn Kinder rumlaufen empfehl ich eigentlich einen vollständig abgedeckten Röhrenamp..!!jedenfalls entschädigt der Amp..wenn er gut aufgebaut ist,die merkwürdige Optik mit hervorragendem Klang..


Micha


[Beitrag von micha_D. am 08. Feb 2005, 01:31 bearbeitet]
Justfun
Inventar
#7 erstellt: 08. Feb 2005, 02:00
Hab inzwischen noch bisschen den Plan durchgeschaut, genial ist das Teil ja schon, die Röhren sind auch recht günstig zu haben 7,50 .
Für Partykeller zum richtig Dampf machen, ganz oben im Regal mit geerdeten Hasendraht drumrum, wären die schon zu gebrauchen.
Im Wohnzimmer is das aber so'ne Sache, wenn mich der Verstärker nicht umbringt, wird es meine Frau tun.
Bei den 6c33c haste recht, die werden heiß, laut Datenblatt haben die Burschen knappe 50 Watt Heizleistung, also für Stereo mit Gegentakt 200W nur die Heizung, werden dann wohl um die 500W Gesamtleistung werden.
Da kann man die Heizung schon etwas runterdrehen (bzw. im Sommer die Klima anschalten), deshalb war ich auch am Überlegen ob 1 Röhre als Ultralinear nicht sinnvoller wäre.
Das Projekt läßt sich sowieso nur unter strengster Geheimhaltung Zuhause durchziehen und dann kommst Du und setzt noch einen oben drauf
micha_D.
Inventar
#8 erstellt: 08. Feb 2005, 02:09
Na..die 3CX300 sind auch nicht so auffällig wie die 6C33....die kann man dann der Frau als Luftbefeuchter oder Stövchen unterjubeln, musst nur ein Schälchen Wasser draufstellen.....damit kannst du anschließend auch den Kaffee aufbrühen..

Hier ist noch ein Link als Triodenamp..auch nicht übel : http://tec-sol.com/3CX300A1_amp_english.htm

Ach ja..die Steigerung der 3CX 300 ist die 3CX 800 da wirds etwas heftiger


Micha


[Beitrag von micha_D. am 08. Feb 2005, 02:20 bearbeitet]
Justfun
Inventar
#9 erstellt: 08. Feb 2005, 11:28

die kann man dann der Frau als Luftbefeuchter oder Stövchen unterjubeln, musst nur ein Schälchen Wasser draufstellen...

müssen aber vergoldete Schälchen sein, wegen dem Klang
Der zweite Link sieht aber schon viel besser aus, die Röhre selbst sollte schon sehr gut sein, denke mal die ist für die Ewigkeit gebaut.
Muss mich erst noch mit den Anodenkappen anfreunden.


@all,
die hier mitlesen:
Wer nicht genau weis was er macht sollte hier die Finger weglassen.
Selbst wenn der Amp nicht funzt, zum Umbringen reicht er allemal.
Quästor
Stammgast
#10 erstellt: 08. Feb 2005, 16:20
Hi Justfun,

Fender hat bereits diverse 6C33C Verstärker gebaut.




Das schöne Teil werde ich mir am Samstag abholen fahren

Ciao
Quästor
micha_D.
Inventar
#11 erstellt: 08. Feb 2005, 18:17
Hi..

ist ja richtig schön geworden..

Gruß,Micha
Justfun
Inventar
#12 erstellt: 08. Feb 2005, 23:38
WOW,
so soll das sein.
Na, da wäre ein kurzer Erfahrungsbericht doch für einige von Intresse.
Justfun
Inventar
#13 erstellt: 06. Sep 2005, 22:43
So,
nach langer Planung und viel Arbeit ist er jetzt fertig, mein 6C33C-PP
guckst Du hier
http://www.jogis-roe...mp/Manfred-6C33C.htm

chris2178
Gesperrt
#14 erstellt: 07. Sep 2005, 12:38
Hi

Klasse Verstärker der 6c33c Gegentakter , ist der unter Jogis Röhrenbude genau deiner ?

Ich habe mir den von Ernst Rößler gebaut Eintakt , so um die 2x13 Watt Ausgangsleistung , der Triodenklang ist Astrein gefällt mit besser als eine Pentode.

Habe Ausgangsübertrager von Reinhöfer verwendet(sehr Gut) , die von Experience Electronic sind da wohl besser aber auch fast drei mal so teuer.

Nur ist die 6c33c nicht so weit verbreitet und wurde (manchmal kritisiert) für Audioanwendungen so weit ich weiss ,damit lassen sich doch aber Klasse Verstärker bauen.

Vieleicht ist sie vom Klang sogar besser als die 300B oder 845?obwohl ich die anderen beiden noch nicht gehört habe.

Gruss Chris


[Beitrag von chris2178 am 07. Sep 2005, 12:52 bearbeitet]
Justfun
Inventar
#15 erstellt: 07. Sep 2005, 19:16
Hallo Chris,
ja das ist meiner, war irre viel Arbeit, 300 Std. werden da fast nicht reichen, alleine die Poliererei hat Tage gedauert bis er fertig zum Lackieren war.
Die 6c33c ist viel besser als ihr Ruf, liegt wohl daran weil man viel falsch machen kann.
Habe die Topas von Visaton am Verstärker, einfach genial was dieses Gespann leistet.
Die 300B hab ich auch noch nicht gehört, kann mir aber nur schwer vorstellen das sie besser ist.
Ein Bekannter von uns spielt bei der HR3 Bigband, er meinte es wäre mit das Beste was er bisher gehört hat.
Erstaunlicher Weise gefällt Ihm der Klang mit eingeschalteter Gegenkopplung besser, alle Anderen welche den Amp bisher gehört haben finden es ohne GK besser, mir geht es auch so.
Wie auch immer die ganzen Gruselgeschichten bzgl. der 6C33C sind entweder frei erfunden oder beruhen auf Konstruktionsmängel.
Die Schaltung ist übrigens auch von Ernst Rößler, es ist sein Monoblock, hab halt als Stereo gebaut.
Gruß
Manfred
OlleRöhre
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 08. Sep 2005, 16:56
Hallo,

wie warm wird das Oberblech im Betrieb?
Würde mich mal interessieren ;-)

MfG Joe
Nitty
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 08. Sep 2005, 17:28
Hallo Justfun

... bin sprachlos

Das ist mit Abstand das Beste was ich auf diesem Gebiet bis jetzt gesehen habe

Wie sehen die Lautsprecher aus , die so gut gelungen sind ? bin sehr gespannt .

nochmal : RESPEKT !!!

MFG Nitty
Justfun
Inventar
#18 erstellt: 08. Sep 2005, 21:33
Hi Joe,
das wird gar nicht mal so warm, gemessen habe ich es nicht werden aber nach Handauflegen so ca. 35 Grad sein.
Das Gehäuse ist etwa 40cm x 45cm x 8cm also zusammen etwa 0,35m² 3mm dickes Messingblech.
Da Messing aufgrund seines hohen Kupfergehaltes ein sehr guter Wärmeleiter ist, können sich keine "hot Spots" bilden.
Die Wärme verteilt sich so ganz gleichmäßig über das ganze Gehäuse.
Die 6C33 bekommen von unten Luft, das ist absolute Plicht bei dieser Röhre.
Die im Gehäuse entstehende Wärme kann einmal durch die Bohrungen an den Trafoboxen und durch die Öffnungen für die Röhren abziehen.

@Nitty
Danke für die Blumen
Na den Link zu den Boxen kann ich auch mal einstellen.
Es sind die Topas von Visaton, allerdings die Urversion, die Helmholz Variante.
Die beiden Brettchen mehr pro Box sollte man unbedingt einbauen.
Es gibt wohl keine andere Box im Visatonprogramm zu der es noch mehr kontroverse Meinungen gibt.
Eine Box für Pegelorgien ist es sicher nicht, aber einen kräftigen Bass welche man ihr nie zutrauen würde hat sie mit Sicherheit.
Die Mitten und Höhen sind einfach nur genial, hier zeigt der Magnetostat was er kann.
Mehr Infos zu der Box bekommst Du auf der Visaton HP, es gibt einige Testberichte dazu.
Aber hier jetzt der Link
http://www.schipsi.de/boxen1.pdf
Den Amp im Hintergrund werd ich demnächst wohl bei Ebay reinstellen, der is nicht schlecht, aber an den 6C33 kommt er nicht dran.
Gruß
Manfred
Nitty
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 09. Sep 2005, 09:20
Hallo

... die Visaton Topas sind auch sehr gut gelungen , besonders die Base

MfG Nitty

PS : was soll der Reußenzahn Amp den kosten ?
Justfun
Inventar
#20 erstellt: 09. Sep 2005, 16:23
Hm was soll der kosten?
Der Amp ist 7Monate alt, hat also noch eine ganze Weile Garantie, es ist noch jeweils eine Ersatzröhre für die Vor und Endstufe dabei.
Denke ich werd den mit 700€ reinstellen.
Gruß
Manfred
buja85
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 12. Sep 2005, 20:05
Hallo allerseits,
ich hab mir so ein Ding zugelegt:
http://cgi.ebay.de/N...QQrdZ1QQcmdZViewItem
Allerdings kam nicht das, was angeboten wurde.
Keine Gleichrichterröhre, sondern ein zusätzlicher schwarzer Aufsatz, in dem sich wohl 2 Dioden befinden.
Die dicken Russen sind zwar dabei, aber keine EL34 und ECC82. Statt dessen 2 x 6P6P, die wohl die EL34 ersetzen sollen. Und 2 x 6J4P, die nun wenig Ähnlichkeit mit ECC82 haben.
Mit einer Pentode statt Doppeltriode mag das ja bei entsprechender Änderung der Schaltung (Plan war natürlich nicht dabei) funktionieren.
Das Problem ist aber, dass die Heizung an die Pins 2 und 7 geführt ist. Gemäß Datenblatt, das ich irgendwo im Internet gefunden habe, gehört die aber an die Pins 3 und 4, so wie bei dem Äquivalenztyp EF94.
Hat da jemand einen Tipp? Gibt es da noch eine andere 6JP4, das wurde ja irgendwie von kyrillischen Zeichen hergeleitet.
Der Verkäufer hüllt sich, fast erwartungsgemäß, in Schweigen.
Gruß, Jan
pragmatiker
Administrator
#22 erstellt: 12. Sep 2005, 20:20

micha_D. schrieb:
Hi..

Wenn du was richtig gutes mit einer Röhre bauen willst,dann 4CX250 oder 3CX300 nehmen dann wirds Interessant..

Wenn ich mal wieder genug Kleingeld über hab,bau ich mir wieder n schönen Amp mit 4x 4CX300 je Kanal (GT-AB Betrieb)....

Gruß,Micha :prost


Servus Micha,

Audioverstärker mit Senderöhren - da kommt sicher "genug" Leistung raus - speziell mit den Metallkeramiktetroden. Ich hab' das Datenblatt dieser Dinger jetzt nicht genau im Kopf (und bin zu faul zum Nachschauen), aber: wie sieht's da eigentlich bei größeren Leistungen aus - Gitterstrom?

Grüße

Herbert

P.S.: Ah, ich sehe grade, der Thread wurde wiederbelebt und Dein Post ist schon etwas älter - also: nichts für ungut....


[Beitrag von pragmatiker am 12. Sep 2005, 20:23 bearbeitet]
chris2178
Gesperrt
#23 erstellt: 12. Sep 2005, 21:19
Hallo Jan

Die Röhre 6AU6 müsste auch so ein ersatztyp sein , bin mir aber nicht ganz so sicher(eventuell haben die auch wider andere Heizanschlüsse )

Miss doch einfach mit dem Ohmmeter mal alle anschlüsse der 6JP4 nach ,so findest du die Heizspannung dann raus , hast ja dann durchgang).

Glühen denn die Vorstufenröhren nicht?

Gruss Christian
buja85
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 12. Sep 2005, 22:51
Hallo Christian,
danke für die schnelle Antwort.
Ich werde morgen mal mein Funke W19 aus dem Regal zerren nach einem dem Gewicht angemessenen Frühstück . Vielleicht ist ja eine der 1760 Karten da ein Treffer. Sonst werde ich die Heizleitung ausmessen. Was die anderen Anschlüsse angeht, werde ich dann weiter im Nebel stochern.
Da glüht noch nichts, ich hab die Kiste noch nicht unter Strom gesetzt, das Risiko erschien mir zu hoch.
Gruß, Jan
Justfun
Inventar
#25 erstellt: 12. Sep 2005, 23:07
Das ist wieder ein typisches Beispiel dafür, weshalb die 6c33c einen schlechten Ruf hat.
Unbedingt die Fassungen etwas tiefer legen, damit die Röhre von unten Luft bekommt, die wird sonst viel zu heiß.
Dann mal nachschauen ob die Heizungsmitte auf Masse liegt, sieht man auf dem Bild schlecht, ob dem so ist.
Wenn die Heizung in der Luft hängt wird die 6C33C auch nicht alt.

Gruß
Manfred
chris2178
Gesperrt
#26 erstellt: 13. Sep 2005, 00:19
Hi Jan

Kannst du eventuell von Innenaufbau und den Ausgangsübertragern mal Bilder hier einstellen , würde mich mal interessiern was da so verbaut ist .

Mich würde auch der Klang interessieren.

Ich lasse die 6c33c meines Selbstbauamp ,mit 260 Volt Anodenspannung und 160 mA Ruhestromlaufen laufen,so das sich etwa 45 Watt Verlustleistung ergibt.Wenn die 6c33c auf 60 Watt belastet wird ,ist das nicht so gut ,die Lebensdauer ist dann kürzer habe ich gehört.

Einen Schaltplan von deinen Amp hast du nicht oder ?

Gruss Chris


[Beitrag von chris2178 am 13. Sep 2005, 00:28 bearbeitet]
Justfun
Inventar
#27 erstellt: 13. Sep 2005, 10:38
Hallo Chris,
da hast Du Recht, wenn die 6C33C mit 60 Watt läuft lebt sie laut Datenblatt 750Std., wird sie niedriger gefahren macht sie größer 3000 Std.
Die 260 Volt sind auch gut, da ist sie sehr stabil, mit höherer Anodenspannung wird sie unruhig und zickig.
Wichtig ist auch noch ein recht großer Koppelkondensator, sonst wird sie nicht sauber durchgesteuert.
Na und für den großen Kondensator brauch man halt auch die passenden Röhren in der Vorstufe.
Auf Jogis Seite gibt es massig Beiträge zur 6C33C im Forum.
Da haben schon eine ganze Menge wirklich fähiger Leute, sehr viel Hirnschmalz investiert.
In diesen Schaltungen singt die 6C33C auch wie ein Engel, mit Bassunterstützung aus der tiefsten Hölle.
Die ganzen "Bastelschaltungen" welche immer mal wieder auftauchen, kann man in die Tonne treten, genau diese Schaltungen sind es welche der Röhre den schlechten Ruf einbringen.
Aber genau genommen gut für uns, damit bleibt diese Prachttriode bezahlbar.
Gruß
Manfred
chris2178
Gesperrt
#28 erstellt: 13. Sep 2005, 12:40
Moin

Das finde ich auch sobald die 6c33c höher als mit 280-300 Volt Anodenspannung läuft klingt sie nicht mehr so gut.

Habe auch mal vor irgendwann mal andere Koppelondensatoren , wie Glimmer , Kp etc einzulöten , da müsste klanglich noch was zu machen sein und eventuell mal andere Ausgangsübertrager verwenden , die von Experience Electronic sind da bestimmt schon die besten.(aber sehr Teuer)

Und der Treiber für die Ansteuerung der 6c33c muss hoche Spannungen liefern von etwa 200 Vss , sonst kann mann die Leistung nicht voll ausschöpfen, bei hoher Ausgangsleistung wird die Spannung dann verfälscht,Abplattungen der Sinusspannung.

Gruss Chris


[Beitrag von chris2178 am 13. Sep 2005, 15:26 bearbeitet]
Justfun
Inventar
#29 erstellt: 13. Sep 2005, 16:40
Hi Chris,
das Geld für andere AÜ's ist bestimmt gut angelegt, habe auch die Experience AÜ's, die sind sehr gut.
Bei den Koppel C's, naja ob das unbedingt Glimmer sein müssen ?
Ein Glimmer mit 100nF kostet so über den Daumen 40 - 50 €.
Bei mir sind PP drinnen, welche eigendlich für's flyback am TV verbaut werden, also recht flotte Burschen.
Hab da grad mal 1,80 für die 470 nF bezahlt.
In Glimmer hätte der Spass 200 € gemacht
Was aber oft gemacht wird, einen kleinen Kondensator ( das kann ja dann Glimmer sein) zu den Koppel C's parallel schalten.
Gruß
Manfred
pragmatiker
Administrator
#30 erstellt: 13. Sep 2005, 17:35

Justfun schrieb:

Bei den Koppel C's, naja ob das unbedingt Glimmer sein müssen ?
Ein Glimmer mit 100nF kostet so über den Daumen 40 - 50 €.


Alte Elektronikerweisheit aus Röhrenzeiten: "Nix is schlimmer als zuviel Glimmer"...

Grüße

Herbert
chris2178
Gesperrt
#31 erstellt: 13. Sep 2005, 19:20
Hallo Herbert und Manfred

Ausgangsübertrager habe ich von Reinhöfer,haben mich etwa 70 Euro das Stück gekostet, würden die von Experience auch gern nehmen aber ein bisschen zu teuer für mich.

Sind die PP Kondensatoren die Wima Mks4 ?

Und die Glimmer da würde ich als Bypass so etwa ein Zehntel von der Gesamtkapazität nehmen, oder ist das schon zu viel , was meinst ihr ?

Habe so keine Klang Erfahrungen mit Bypasstypen

Ich glaub ich werd mal ein paar Kombinationen probieren.

Gruss Chris


[Beitrag von chris2178 am 13. Sep 2005, 19:22 bearbeitet]
buja85
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 13. Sep 2005, 20:59
Hallo Chris,
inzwischen glüht alles und die Kiste läuft.
Der Klang ist nicht schlecht, im Vergleich zu meinem VR-70E weicher und irgendwie voller, Bässe stärker ausgebildet. Aber das ist der erste kurze Eindruck, da muss ich noch andere Stücke hören.
Zuvor hatte ich noch ein wenig gemessen.
Vor der Kathode der 6C33 liegen 50 Ohm.
An der Anode liegen nach Einschalten 370 V an. Die gehen mit der Erwärmung der Kathode langsam zurück und pendeln sich dann bei 100 V ein. Am Widerstand der Kathode fallen dann 18 V ab, was einen Ruhestrom von 360 mA bedeutet.
Nach deinen Ausführungen ist das zuviel, ich habe aber leider kein lesbares Datenblatt, vielleicht hast du einen Link?
Am zuständigen Siebkondensator geht die Spannung übrigens von 370 V auf 260 V zurück.
Ein Poti zur Veränderung der Gittervorspannung habe ich nicht gefunden.
Die Sockel für die 6C33 sind ein wenig tiefer gesetzt. Leider wird der so entstandene Lüftungsschlitz durch den Glaskörper der Röhre abgedeckt, so dass das nichts bringt. Da muss ich noch was ändern.
Dann werde ich auch ein paar Fotos machen.
An die Trafos komme ich so ohne weiteres nicht ran. Zur Entfernung der Kunststoffgehäuse müsste ich die Trafos komplett ausbauen, und da wollte ich vorher erst mal sehen, ob das Gerät überhaupt funktioniert.
Innen sieht es weitgehend so aus wie bei Ebay abgebildet mit Ausnahme des Bereichs der Gleichrichterröhre und der Trioden.
Die Heizungsmitten liegen übrigens nicht an Masse. Sollten sie tatsächlich?
Gruß, Jan
Justfun
Inventar
#33 erstellt: 13. Sep 2005, 21:13
Hallo Chris,
die Wima sind Polyester Kondensatoren, aber auch gut.
Hatte die Polypropylen genommen weil ich keine Wima mit der Spannungsfestigkeit bekommen habe die ich brauchte.

Deshalb die hier

Beschreibung Kondensator, Wickel, Polypropylen, MKP, 10%, 1250VDC, 500VAC, RM27.5mm, 0.33µF, B32654A7334J
RS Best.-Nr. 190-8674
Hersteller EPCOS
Artikelnummer B32654A7334K
*
Schnipp
*
Sehr gut sollen die hier sein
AUDYN CAP
KP SN
Art.Nr: 1341550
AUDYN CAP KP SN • 630Vdc
TECHNISCHE DATEN
• Typ: Dielektrikum, Polypropylen

• Anoden : Zinnfolie

• Nennkapazität Cn: 0,10µF bis 4,7µF

• C-Toleranz: ±2%

• Anschlüsse: axial, CU-Draht verzinnt

• Bauform: Rundwickel: 800Volt / 1200 Volt

• Gehäuse: Aluminiumbecher, Kunststoffbecher

• Verlustfaktor d: typ 0,00008 (1kHz;20°C)

• Temperaturbereich: -25° - +85°C

• Anwendung: sehr hochwertiger Kondensator, Reihen-C für Hochtöner oder Koppelkondensator in aktiven Audioschaltungen, 400V- und 630V-Typen auch bestens für Röhrenverstärker geeignet

*
schnipp
*
Und bei denen kann man dann halt noch einen kleinen Kondensator mit etwa 1/100 parallel schalten.
Entweder MKP oder Deinen heißgeliebten MIKA (Glimmer+Silber)

Ob es besser klingt, keine Ahnung, highendiger ist es in jedem Fall.

Gruß
Manfred
buja85
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 13. Sep 2005, 21:25
Tja, nach einer Stunde Betriebszeit fing es an zu klirren und es roch etwas streng.
Die Temperatur an den Kunststoffgehäusen der Übertrager und des Netztrafos war auf 82 Grad gestiegen. Die Röhren werden das ja nicht so weit aufgeheizt haben. Schade eigentlich.
Justfun
Inventar
#35 erstellt: 13. Sep 2005, 21:32
Hallo Jan,
auf Jogis Seite ist ein Link zu russischen Röhren, da findest Du auch ein sehr gutes Datenblatt.
Bei allen Schaltungen welche ich kenne liegt die Mitte der Heizung (6C33C)auf Masse, allerdings ohne Schaltplan kann ich da jetzt wenig sagen.
Versuch doch mal ob Du die Schaltung zeichnen kannst.
Wäre auch nicht schlecht wenn Du mal in Jogis Forum reinfragst, evtl. kennt ja Jemand den Amp.
Für mich sieht das allerdings sehr schräg aus, kann aber auch daran liegen weil ich eben auch nicht jeden Schaltungstrick kenne.
Wie auch immer, in Jogis Forum findest Du den geballten Sachverstand.
Gruß
Manfred
Justfun
Inventar
#36 erstellt: 13. Sep 2005, 21:52
Hallo Jan,
das tut mir jetzt aber echt leid, daß Du mit dem Amp Schiffbruch erlitten hast.
Mail doch mal Jogi an, da ist demnächst Stammtisch, evtl. hast Du ja Zeit hin zu fahren.
Da sind so viel wirkliche Könner da, kann gut sein, dass Jemand den Amp zwischen Schnitzel und Pils umstricken kann.
Versprechen kann ich es aber nicht, versuchen kannst Du es ja mal.
Gruß
Manfred
buja85
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 13. Sep 2005, 22:48
Hallo Manfred,
bei Jogi hatte ich mich schon umgetan. Da bin ich überhaupt erst auf diese Röhre aufmerksam geworden. Eigentlich wollte ich mir den Amp selbst bauen. Da es dann bei Ebay ein Angebot für weniger als den Preis, den ich allein für die Trafos hier hätte bezahlen müssen, gab, habe ich halt den Kauf riskiert.
Abgeraucht ist die Kiste ja nicht, nach Abkühlung verhält sie sich wieder normal.
In meiner Wohnung riecht es aber noch wie in Shanghai bei heftigem Smog.
Dank deines Hinweises habe ich bei Jogi jetzt auch ein ausführliches Datenblatt gefunden und einige Kennlinien. Danke.
Es sieht ja so aus, dass ein Ruhestrom von 120 mA gut wäre, was bei meinem Gerät eine Gittervorspannung von –110 V bedingen würde. Da bin ich ja mit den gemessenen –18 V weit weg.
Ich werde jetzt erst mal den Schaltplan zeichnen und mich dann weiter umtun.
Zunächst muss ich mich noch mit dem chinesischen Lieferanten auseinandersetzen. Schließlich hat er nicht das geliefert, was er bei Ebay eingestellt hatte. Diese China-Importe sind schon ein Thema für sich. Was immer ich dem Typ schreibe, ich erhalte stets die gleiche Antwort in seinem schlechten Englisch: I have send the item already, please wait for it, sorry for the late answer.
Na ja, alles hat auch einen spaßigen Aspekt.
Gruß, Jan
Justfun
Inventar
#38 erstellt: 13. Sep 2005, 23:28
Hallo Jan,
wenn Du das so locker siehst ist es ja OK.
Die -110V welche Du aus dem Datenblatt ermittelt hast sind Punktlandung.
Habe bei meinem PP auf 120mA eingestellt, und Spannungen von -95V bis -115V erhalten.
Könnte meinen A... drauf verwetten, dass der Übertrager auch ein viel zu hohen Raa hat.
Bin letztes Jahr zu Jogis Stammtisch gefahren, ging mir darum mit der 6C33C "Fraktion" zu reden.
Im Grunde waren sie alle einer Meinung, die Röhre ist mit das Beste was man an Triode kaufen kann.
ABER !! Ein paar Besonderheiten muss man beachten, sonst hat man keine Freude.
Hast ja selbst schon geschrieben, klingt irgendwie weicher, hat aber stärkere Bässe, Du solltest mal die Bässe bei einem PP mit der Röhre hören, Hammer.
Habe bei meinem die GK schaltbar gemacht, ohne GK hat sich's mit weich, kristallklar wie ein Gletscher, für manche Ohren schon fast zu aggressiv.
Mit GK Lammfrom.
Gruß
Manfred
chris2178
Gesperrt
#39 erstellt: 14. Sep 2005, 00:09
Hi Jan

Ja genau bei Jogis Röhrenbude unter Russische Röhren da findet mann das Datenblatt.

oder hier auch was:

http://64.233.183.10...=de&client=firefox-a

Wenn an der Anode wircklich so um die 260 Volt und an dem Kathodenwiderstand ein Strom von 360 ma fließt so bekommst du
93 Watt Verlustleistung , die Röhre wird das nicht lange mitmachen.

Meine Empfehlung ist 260 bis 300 Volt Anodenspannung und etwa 120 -160 mA Ruhestrom.

Dein Verstärker hat bestimmt Autobias so das sich die Gittervorspannung über den Kathodenwiderstand selber einstellt.

Baue am besten den vorhandene Kathodenwiderstand und den Elko aus und ersetze ihn durch ein 1,2 KOhm und einen 150 Volt Elko,weil dann da an dem Kathodenwiderstand etwa eine Spannung von 100 Volt abfällt!so liegt an dem Gitter der 6c33c -100 Volt.(Je kleiner der Spannungsabfall am Kathodenwiderstand ist um so grösser wird der Ruhestrom).

Jetzt kannst du daran noch weitere kleinere Widerständswerte Parallelschalten so das der Ruhestrom höher wird , eventuell etwas probieren biss der Klang am besten gefällt.Aber mehr als auf 200 mA Ruhestrom würde ich nicht gehen.

Ich würde auch erst mal um den Röhrensockel herum etwa 8mm grosse Löcher reinbohren , damit die 6c33c gut Frischluft bekommt, falls da zwischen kein Luftspalt vorhanden ist.

Gruss Chris


[Beitrag von chris2178 am 14. Sep 2005, 00:22 bearbeitet]
Justfun
Inventar
#40 erstellt: 14. Sep 2005, 09:54

Wenn an der Anode wircklich so um die 260 Volt und an dem Kathodenwiderstand ein Strom von 360 ma fließt so bekommst du
93 Watt Verlustleistung , die Röhre wird das nicht lange mitmachen.

Plus die 40 Watt der Heizung

Hi Chris,
mit dem Autobias könntest Du recht haben, hm aber bei einer Endröhre die Kathode um 100V hochlegen, ob das mal so gut ist
Gruß
Manfred
chris2178
Gesperrt
#41 erstellt: 14. Sep 2005, 13:21
Tach Manfred

Bin Grad am überlegen , wenn mann ein Ruhestrom von 160mA
haben möchte so brauche ich ein ein Spannungsabfall von etwa 100 Volt am Kathodenwiderstand mit 625Ohm , da muss ja der Kathodenwiderstand eine Leistung von
P=UxI = 16 Watt , also besser 20 Watt haben.

Jetzt komme ich selber ins schwanken ob das so gut ist?

Dann wäre es ohne Autobias vieleicht besser.(also extern die -100 Volt am Gitter anlegen)

Schade das es kein Schaltplan zu dem Gerät gibt(eventuell könnte mann hier Fotos vom Innern veröffentlichen und daraus den Plan rekonstruieren )

Bestimmt hat da Herbert eine gute Idee???

Gruss Chris


[Beitrag von chris2178 am 14. Sep 2005, 15:59 bearbeitet]
buja85
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 14. Sep 2005, 15:09
Ich muss mich in die Röhrentechnik zwar erst wieder einarbeiten, aber die Vorstellung, dass die erhebliche negative Gittervorspannung ohne erhebliche Auswirkungen auf die Performance durch Heraufsetzung der Widerstände vor den Kathoden erreicht werden kann, scheint mir doch abenteuerlich.
Inzwischen hat sich der Chinese entschieden, seine Standardantwort zu ändern und auf das Thema einzugehen.
Er hätte leider bei Ebay nicht das neueste Modell beschrieben und abgebildet, dieses hätte jetzt nämlich einen choke in einem zusätzlichen schwarzen Kasten, und das sei eine erhebliche Verbesserung. Und wenn ich unbedingt EL34 statt der 6P6P einsetzen wolle, würde er mir diese schicken. Na prima, ich habe ihm geschrieben, choke hin oder her, ich wolle das haben, was ich gekauft hatte. Optional könne ich mich entschließen, das Ding zurückzubauen, wenn er mir die Schematics überlässt und den Kaufpreis reduziert.
Mal sehen, was er antwortet. Viel Hoffnung habe ich nicht, aber vielleicht will er ja Ärger bei Ebay und PayPal vermeiden und kommt wenigstens mit den Schematics rüber.
Gruß, Jan
pragmatiker
Administrator
#43 erstellt: 14. Sep 2005, 20:36

chris2178 schrieb:

Bestimmt hat da Herbert eine gute Idee???

Gruss Chris


Also, ich kenn' die 6C33 leider nicht - aber -100[V] Gitterspannung würd' ich bei diesem Stromniveau in jedem Fall nicht mehr mit Autobias machen, und zwar aus vielerlei Gründen:

- Der Kathodenwiderstand muß bei diesem Ruhestrom tatsächlich eine unangenehm hohe Belastbarkeit haben.
- Diese 16[W] Leistung fallen ja tatsächlich als Verlustleistung an - und zwar unter dem Chassis. Das verschärft die ohnehin schon nicht kleinen thermischen Probleme mit dieser Röhre nochmals.
- Diese 16[W] Leistung müssen zusätzlich vom Netzteil kommen.
- Und last but not least muß das Netzteil auch noch eine Ub liefern können, die 100[V] über dem Wert liegt, der mit fest eingestellter negativer Gittervorspannung notwendig wäre.

Also, meine Empfehlung: Betrieb mit fest eingestellter, negativer Gittervorspannung.

Grüße

Herbert
Gambia
Hat sich gelöscht
#44 erstellt: 14. Sep 2005, 21:24
Hallo zusammen, habe einen PSE-Vollverstärker (4x 6C33, Parallel-Single-Ended) von Klaus Barton (bei Jogi zu finden). Am Klipschorn die absolute Härte. Heisse Sache, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber macht Musik und sonst nichts. Unbedingt informieren und probieren. Wer mal reinhören will - Bereich Koblenz - einfach anmailen.
chris2178
Gesperrt
#45 erstellt: 15. Sep 2005, 00:13
Abend Herbert

Oh ,das sind ja doch erheblich viele Nachteile mit dem Autobias der 6c33c wie ich das jetzt so sehe, dann doch lieber ohne.



Gruss Chris
chris2178
Gesperrt
#46 erstellt: 15. Sep 2005, 00:22
Hallo Gambia

Hast du ihn selber gebaut?welche Ausgangsübertrager(Firma)sind da verbaut?

Letzterzeit höre ich auch nur noch mit der 6c33c , am Anfang war ich nicht so begeistert war viel Fummelarbeit(Arbeitspunkt,Betriebsspannung einstellen bis es gut klingt u.s.w.)

Aber der Sound ist jetzt glasklar ,Stimmen kommen so Körperhaft da bleibt einem die Spucke weg absolut Traumhaft(OK meine Jerichos sind ja auch daran angschlossen).Aber auch die Klangliche rämlichkeit die ich früher vermisst habe ist jetzt voll da.:angel

Jetzt weiss ich auch das eine Triode der Pentode auf jeden Fall vorzuziehen ist.


Wenn ich mal wieder flüssig bin dann , werde ich mir einen zweiten Amp bauen dann aber nur allerbeste Teile.

Gruss Chris


[Beitrag von chris2178 am 15. Sep 2005, 00:42 bearbeitet]
Justfun
Inventar
#47 erstellt: 15. Sep 2005, 10:35
@Chris+Herbert,
hab jetzt noch mal über die Autobias Geschichte nachgedacht.
Möglicherweise bin ich da komplett auf dem Holzweg, wenn ich das recht verstanden habe, hängt da jetzt ein etwa 600 Ohm großer Widerstand zwischen Kathode und Masse.
Damit hab ich erst mal eine Konstantstromquelle gebaut, damit das Ganze auch AC verstärken kann, liegt über dem Widerstand ein Kondensator.
Die Größe für einen Kathodenwiderstand wird im Datenblatt der Röhre mit 35 Ohm angegeben, also hier sind wir dann um Faktor 20 höher.
Jetzt frag ich mich allerdings wie sich so eine Roßkur auf den Klang auswirkt, der Innenwiderstand der Röhre ist jetzt ja eigendlich 600 Ohm höher, passt der Übertrager da denn überhaupt noch optimal ?
So rein aus dem Bauch raus möchte ich meinen ich erkauf mir mit dieser Schaltung noch mehr Probleme als die von Herbert genannten.
Hatte bei meinem Amp auch über Autobias nachgedacht, versuchsweise hatte ich für eine Röhre die Schaltung schon fertig.
Allerdings habe ich mit einem Differenzverstärker die Spannung am 1 Ohm Kathodenwiderstand gemessen und dann mit einem MOS die Gitterspannung eingestellt.
Schlußendlich war mir das dann aber zuviel Sand im Amp, jetzt stell ich über Potis per Hand ein.
Gruß
Manfred
pragmatiker
Administrator
#48 erstellt: 15. Sep 2005, 10:51
Servus Manfred,


Justfun schrieb:
hängt da jetzt ein etwa 600 Ohm großer Widerstand zwischen Kathode und Masse.


Könnte bei so um die 160[mA] Ruhestrom und einer Ug von -100[V] hinkommen.



Damit hab ich erst mal eine Konstantstromquelle gebaut, damit das Ganze auch AC verstärken kann, liegt über dem Widerstand ein Kondensator.


Ja, der Widerstand ergibt mit der Röhre zusammen näherungsweise eine Konstantstromquelle - wenn auch keine sehr gute.



Die Größe für einen Kathodenwiderstand wird im Datenblatt der Röhre mit 35 Ohm angegeben, also hier sind wir dann um Faktor 20 höher.
Jetzt frag ich mich allerdings wie sich so eine Roßkur auf den Klang auswirkt, der Innenwiderstand der Röhre ist jetzt ja eigendlich 600 Ohm höher, passt der Übertrager da denn überhaupt noch optimal ?


Die näherungsweise 600[Ohm] sind ja nur gleichspannungsmäßig wirksam - wechselspannungsmäßig liegt die Kathode der Röhre ja über den Überbrückungskondensator an Masse (ist also nicht gegengekoppelt), und damit wirkt sich das auf den Innenwiderstand im Audiofrequenzbereich nicht aus.



Allerdings habe ich mit einem Differenzverstärker die Spannung am 1 Ohm Kathodenwiderstand gemessen und dann mit einem MOS die Gitterspannung eingestellt.
Schlußendlich war mir das dann aber zuviel Sand im Amp, jetzt stell ich über Potis per Hand ein.


Solange die Regelzeitkonstante dieser Anordnung hinreichend groß ist (d.h. weit unter der untersten zu übertragenden Audiofrequenz liegt), sollte so eine Anordnung - auch wenn sie mit Halbleitern bestückt ist - doch klanglich keinerlei Relevanz haben.

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 15. Sep 2005, 10:51 bearbeitet]
buja85
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 15. Sep 2005, 14:34
Ich hab das Wunderding jetzt wieder aufgemacht.
Und vor Einschalten hätte ich selbiges mit meinem Gehirn tun sollen.
Denn von den 260 V kamen an der Anode nur 100 V an, der Rest wurde im Ausgangsübertrager verbraten. Kein Wunder, dass die Kiste zum Ofen wurde.
Der Ohmsche Widerstand des AÜ ist 320 Ohm. Ist das überhaupt ein irgendwie praxisnaher Wert?
Der Kathodenwiderstand hat tatsächlich nur 50 Ohm. Ein schönes Teil von Dale. Und hat sogar 50 Watt.
Parallel sitzen 440 MF (2 x 220 Elko parallel). Ist das in Ordnung?
Der Kathodenwiderstand ist wohl definitiv zu niedrig. Das Gerät hat nie eine Endkontrolle gesehen.
Ich werde jetzt mal mit höheren Werten experimentieren. Glücklicherweise verfüge ich über einen reichlichen Vorrat an passiven und aktiven Bauelementen, da ich eine kleine Sammlung von Flippern habe, die es in Stand zu halten gilt.
Gruß, Jan
Justfun
Inventar
#50 erstellt: 15. Sep 2005, 15:04
Hallo Jan,
also ich würde die 260V an die Anode legen und das Gitter über Poti mit einer negativen Vorspannung versorgen.(Ca.-100V)
Dem Autobias traue ich bei der Röhre nicht über den Weg.
Da wird einfach viel zu viel Leistung verbraten.
Da ja der Anodenstrom (AC) erst mal über den Kondensator muss, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass dieser Kondensator einen enormen Einfluß auf den Klang hat.
Mein Bauchgefühl meldet sich auch wieder mal und sagt die L-C Kombination, Kondensator über Kathodenwiderstand und Übertrager kann eigendlich auch nur Ärger machen, aber da kann Herbert mit Sicherheit mehr zu sagen.
Gruß
Manfred
pragmatiker
Administrator
#51 erstellt: 15. Sep 2005, 15:11

buja85 schrieb:

Der Ohmsche Widerstand des AÜ ist 320 Ohm.


Das halte ich angesichts der Daten dieser Röhre für etwas zu hochohmig....da bleiben bei 160[mA] Ruhestrom ja immerhin so
um die 50[V] im Übertrager hängen...obwohl, ganz aus der Welt ist dieser Wert nicht...vielleicht ist es ein High-End-Übertrager mit einer sehr hohen Primärwindungszahl, damit einer sehr hohen Leerlaufinduktivität und X-fach verschachtelt. Kannst Du hier mal ein paar Photos zu diesem Thema reinstellen? Und hast Du die Möglichkeit, die Primärinduktivität zu messen?

Und das mit den 50[Ohm] Kathodenwiderstand könnte dann stimmen, wenn es für die Endröhre eine eigene negative Gitterspannungserzeugung gibt. In diesem Fall wäre der 50[Ohm] Widerstand dann vermutlich der Meßwiderstand für den Anodenstrom und würde gleichzeitig eine leichte Stromgegenkopplung für den Gleichstrombetrieb darstellen, was den Arbeitspunkt möglicherweise etwas stabilisiert (an dem fallen ja bei 160[mA] immerhin 8[V] ab). Was allerdings etwas zu denken gibt, ist die -3[dB] Frequenzgrenze des 50[Ohm] Widerstands und des 440[µF] Elkos, die ja immerhin bei ca. 7[Hz] liegt - so daß der Verstärker erst bei ca. 70[Hz] keinen durch dieses RC-Glied bedingten Amplitudenabfall und keine Phasendrehung mehr macht.

Und wenn dann die negative Gitterspannungserzeugung (aus welchem Grund auch immer) ausfällt (und damit am Gitter nur noch der Spannungsabfall am Kathodenwiderstand ansteht), dann macht dieses Rohr natürlich "voll auf", was auch die nur noch ca. 100[V] Anodenspannung erklären würde - mal abgesehen davon, daß aufgrund der dann fließenden Ströme (müssen ja bei 160[V] Spannungsabfall an einer 320[Ohm] Primärwicklung so um die 500[mA] sein) natürlich alles knalleheiß wird und das Netzteil zusammenbricht....

Ich würde also erstmal schauen, ob es in dieser Kiste doch eine eigene, negative Gittervorspannungserzeugung gibt und ob diese auch spielt. Wenn sowas nämlich vorhanden ist und auch funktioniert, könnten die restlichen Bauteilewerte und von Dir gemessenen Werte durchaus stimmen....


Grüße

Herbert



Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 15. Sep 2005, 15:18 bearbeitet]
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