Verzerren bei alter Röhrenendstufe

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ratfink
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 18. Nov 2007, 13:51
Hallo hab vor kurzem eine alte Musiktruhe die für HT-,MT- und Tiefton mit eigenen Endstufen ausgestattet ist.HT und TT sind auf einem eigenen Chassis.TT ist eine Gegentakt mit 2x EL84 und HT eine EL84.MT wird mit der Endstufe des Radioschassis versorgt.Leider habe ich das Problem das einige Minuten nach dem einschalten TT und einige Zeit später MT zu verzerren beginnt,TT ist nach ca.10-12 min,ganz weg und MT verzerrt,HT kling ganz gut.Woran könnte es liegen?Leider bin ich elektrisch leider überhaupt nicht bewandert.Das Teil ist aus dem Jahre 1956.Die 3 Endstufen sind einzeln zu regeln ,sozusagen eine aktive Röhrenbox.Foto zeigt den Endstufenblock,auf dem TT und HT sitzen.
Gruss Dieter

Jeck-G
Inventar
#2 erstellt: 18. Nov 2007, 16:13
Wenn da noch nichts dran "renoviert" wurde, dann wären zumindest die Kondensatoren die ersten Kandidaten zum Austauschen.
ratfink
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 18. Nov 2007, 16:20
Das hab ich auch fast gedacht,wie gesagt leider bin ich elektronisch ein kompletter Laie.Mechanisch geht grade so.
Kann man die Kondensatoren testen oder nur auf Glück austauschen,wenn sie zB.optisch defekt sind(aufgequollen)?
Gruss Dieter
wastelqastel
Inventar
#4 erstellt: 18. Nov 2007, 18:57

leider bin ich elektronisch ein kompletter Laie



Röhrenverstärker arbeiten mit Spannungen die stellenweise weit über der “normalen“ Netzspannung liegen. Sollte man im Umgang mit solchen Spannungen nicht geübt sein, dann lässt man besser die Finger von der Interna und vertraut sich einem Techniker an, der von der Sache etwas versteht denn hierbei besteht LEBENSGEFAHR. Ein falscher Griff und das war's dann...

Auch bei ausgeschaltetem Verstärker kann es selbst Stunden später noch zu hohen Spanungsentladungen kommen, wenn man die Bauteile berührt. Die Ursache hierfür sind Elkos - primär in der Gleichrichtung - welche ihre Ladung über einen langen Zeitraum speichern können, sofern diese nicht mit einem "Bleeding"-Widerstand entladen werden
ratfink
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 19. Nov 2007, 15:08
Woran ausser den Kondensatoren könnte es noch liegen?Könnten es auch Schalter sein?Endstufenröhren wurden getestet auf nem Röhrenmessgerät und getauscht, da fast ganz tot.Jetzt gehts schon ein paar Minuten länger fängt aber wieder an zu verzerren.Genügen die normalen Kondensatoren vom gorrsen C oder sollten es bessere sein?
Gruss Dieter
pragmatiker
Administrator
#6 erstellt: 19. Nov 2007, 18:16
Servus Dieter,

neben den Kondensatoren kommen da noch abgefackelte Widerstände (z.B. Kathodenwiderstände der Endstufen), die Gleichrichterröhre AZ12 etc., etc. in Betracht.

Fakt ist allerdings auch, daß diese Arbeiten - insbesondere ohne Schaltbild - etwas für den Fachmann mit Röhrenhintergrund sind, wenn keine Gefahr für Leib und Leben bzw. Material heraufbeschworen werden soll.

Ferndiagnosen ohne Schaltbild sind schwierig und können in die Irre leiten - ich persönlich werde ohne Schaltbild, welches hier im Forum in lesbarer Form eingestellt ist, keine Fern-Diagnoseversuche zu dem Teil machen.

Also - auch wenn's schmerzt, weil's Geld kostet: Drück' das Teil einem Fachmann in die Hand.

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 19. Nov 2007, 18:17 bearbeitet]
ratfink
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 19. Nov 2007, 19:06
Schaltbild ist komplett vorhanden und Röhren wurden alle getestet und sind teilweise defekt,aber mittlerweile schon getauscht.Hab heute mit einem alten RAdiotechniker gesprochen,der sofort gemeint hat, das ich ich die Kondensatoren tauschen soll.
Gruss Dieter
ratfink
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 20. Nov 2007, 21:31
Weiß jemand wo ich die Kondensatoren herbekomme?Beim C hab ich nichts gefunden oder überlesen.Müssten 0,1 250V sein.Macht es etwas wenn sie mehr V haben?Ich denke mal nein oder?
Gruss Dieter
wastelqastel
Inventar
#9 erstellt: 20. Nov 2007, 21:58
Hi
Scheints doch nicht ganz unbegabt zusein
Probiere es mal bei Reichelt ,Pollin oder Intertechnik
Grüsse Peter
ratfink
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 20. Nov 2007, 22:13
Mithilfe des Forums und einigigen Bekannten(einer hat ein Röhrentestgerät)werden wir das Teil schon schaffen.Ich denke mal von der Qualität brauch ich nichts beachten,die heutigen ELkos werden doch besser sein als wie die verbauten oder?
mad-dog
Stammgast
#11 erstellt: 21. Nov 2007, 22:13
Hi.

Kondensatoren (Folienkondis) kriegst du am besten bei reichelt.
Bsp. MKT von siemens. die haben sehr enge toleranz, sind ausreichend spannungsfest und günstig.
oder MKP10 von WiMa, sehr gut, aber etwas teurer.

HV Elkos gibts günstig bei pollin.
Da mal zu stöbern lohnt immer, die haben echt günstige preise.

bis bald euer chris.
ratfink
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 23. Nov 2007, 19:34
Die ersten Kondensatoren sind getauscht,hört sich schon ganz gut an.Sobald es sich ausgeht werde ich die anderen auch noch austauschen.
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