Trafo wird heiß!

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mantaut
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 04. Jul 2009, 20:39
Hallo liebe Röhrenkenner,

der Netztrafo meines "Darling-Verstärkers" wird subjektiv sehr heiß! Gefühlte 3 Sekunden können die Finger am Kern verbleiben, ehe es dann doch etwas zu warm wird. Die Belastungswerte sind mit wirklicher Reserve versehen. Die Spannungen sind durchaus korrekt.
Was ich aber voraus schicken muss, ist, dass ich zu Anfang den Brückengleichrichter falsch angeschlossen hatte. Die Wechselstromanschlüsse der Dioden lagen an 240-0-240 V.
240-0 hätten gereicht. Der Kern wurde dadurch kurz ins Schwingen gebracht.

Worauf ich hinaus will, ist, wann würde man den Defekt eines Trafos bemerken, außer bei Kurzschluss? Könnten die Wicklungen in Mitleidenschaft gezogen worden sein?

Netten Gruß,
Manfred.
_ES_
Administrator
#2 erstellt: 04. Jul 2009, 21:18
Es wäre doch sehr hilfreich, wenn Du ein paar mehr Infos rüber rücken würdest..

Welcher Amp, welche Schaltung, etc..
Pimok
Stammgast
#3 erstellt: 04. Jul 2009, 21:50
_ES_
Administrator
#4 erstellt: 04. Jul 2009, 22:00
Jo...

Jedoch : Soll ich oder andere erstmal suchen ?

Ein klares Nö
hf500
Moderator
#5 erstellt: 04. Jul 2009, 22:03
Moin,
der Trafo hat einen (Fein-)Schluss erlitten, wenn er auch im Leerlauf deutlich warm wird.

Ansonsten ist es die natuerliche Erwaermung des Trafos. Bei modernen Isoliermaterialien kann man auf jeden Fall eine Erwaermung um 40K zulassen, wodurch der Trafo auf 65°C kommt.

"Beheizte" Metallkoerper kann man erfahrungsgemaess nicht mehr laenger beruehren, wenn deren Temperatur ueber etwa 42°C liegt. Es ist also notwendig, die tatsaechliche Temperatur des Trafos festzustellen.
Wie sind die Kuehlungsverhaeltnisse des Trafos?
Ist er freistehend oder gekapselt?

73
Peter
mantaut
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 05. Jul 2009, 05:20
Hallo zusammen,

also, der Trafo ist freistehend auf der Oberseite montiert.

Ich erwähnte auch mein Missgeschick, oder nennen wir es Dummheit, dass ich den Brückengleichrichter nicht richtig angeschlossen hatte. Daraufhin fing der Trafo an hörbar zu schwingen.
Die Anodenspannung beträgt, wie gesagt 240-0-240 V und für 100 mA. Er ist also eigentlich für eine 2-Weg-Gleichrichtung vorgesehen gewesen. Jetzt habe ich aber halt einen Brückengleichrichter einfachhalber eingebaut und diesen an 240-0 angeschlossen.
Oder ist dadurch vielleicht die Wicklung nur noch 50 mA wert, statt 100?
Ich könnte auch noch mit 2 Einzeldioden... aber dann ist doch die Siebung geringer, oder?
Jedenfalls dachte ich erst, dass der Trafo eventuell Schaden genommen hat, weil er so spürbar heiß wird. Aber wie Peter schon sagte, es könnte dann doch eine "normale" Erwärmung sein.

Die Schaltung ist übrigens halt eine 6SL7 mit der 1626.

Netten Gruß,
Manfred.
m-otto
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 05. Jul 2009, 08:04
Hallo Manfred,

ich denke mal dass der Tafo KEINEN Schaden erlitten hat.
Bei meinen Keschulls werden die Netztrafo's während dem Betrieb auch rel. heiß. Habe mal die Temperatur nach 2 Stunden mit ca. 60°C gemessen. Dies ist aber wohl volkommen normal und meine Endstufen laufen so seit ca. 2 Jahren ohne Probleme.

Gruß
Martin
mantaut
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 05. Jul 2009, 09:12
Hallo Martin,

das ist ja beruhigend zu wissen.

Ich dachte nur, der Trafo ist so stark nicht belastet, die Heizspannungen sind mehr als ausreichend dimensioniert. Wieso wird der trotzdem so heiß?

Kann mir, unabhängig davon, jemand sagen, was es mit der 2-Weg-Gleichrichtung auf sich hat? Würde das eine Entlastung für den Trafo bedeuten?

Nette grüße,
Manfred.
Ingor
Inventar
#9 erstellt: 05. Jul 2009, 11:30
Also du kannst natürlich auch zwei Dioden nehmen und hast dann auch eine enwandfreie Siebung. Wenn du nur eine Spule belastest, hast du natürlich auch nur die Leistung dieser einen Spule. Das könnte der Grund für den heißen Trafo sein. Dem Trafo ist es völlig egal, wo man den Brückengleichrichter anschließt. Dem Gleichrichter allerding nicht. Zwischen den beiden 240 Volt Wicklungen treten schließlich die doppelten Spannungen auf, wie zwischen 240 Volt und 0 Volt. Das kann den Tod des Gleichrichters bedeuten.
mantaut
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 05. Jul 2009, 11:41
Hallo Ingor,

das klingt logisch.

Eigentlich hatte ich ja vor mit einer Röhre das Netzteil aufzubauen. Deshalb die Situation mit der Symetrierung der Anodenspannung.

Ich denke, dass Beste wird sein, es mit der 2 Dioden-Lösung zumindest aus zuprobieren.

Nette Grüße,
Manfred.
mantaut
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 06. Jul 2009, 19:17
Hallo liebes Forum,

der Trafo hat seine Hitzigkeit etwas beruhigt. Seit er durch die 2 Wege-Gleichrichtung mit beiden Spulen arbeiten darf, wird er letztlich, nach 2 Stunden, nur noch gut warm, bis leicht heiß.

Allerdings musste ich den Siebwiderstand etwas im Wert verringern, da die Spannung leicht nach unten ging.

Dafür spielen sich die Röhren langsam warm und meine Ohren nehmen das dankbar wahr.

Nette Grüße,
Manfred.
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