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Röhrenverstärker mit ausgeprägtem "Röhrenklang"

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bachelag
Ist häufiger hier
#584 erstellt: 23. Feb 2026, 11:30
Warum muss es die ewige Suche nach dem "perfekten" Klang sein? Gegen ein Livekonzert kommt man eh nicht ran. Und Musik geniessen kann man auch mit Anlagen die von High-Endlern als qualitativ gering eingeschätzt werden. Jeder Mensch ist einzigartig und hört unterschiedlich. Gerade hören Musiker meistens mit niederpreisigen Anlagen (meine Erfahrung). Ich bin nach wie vor begeistert von meiner Anlage. Trioden Endstufen (Monoblöcke) , selbst gebaut etc.

Gruss an Alle Heinz
trilos
Inventar
#585 erstellt: 23. Feb 2026, 11:50
Livekonzert?

Sorry.

Du kennst wohl diese Ankedote noch nicht.

Zwei Highender hören hochkonzentriert Musik.
Sagt der eine ganz leise: "Flaue Mitten, zischelnde Höhen, wummernde Bässe.... das klingt nach Nichts!"
"Ja, stimmt, ist echt mies. Ist halt nur live!"

Jetzt weißt du Bescheid.

Nein, Heinz, ich bin bei Dir:
Ein Live-Konzert, Klassik oder Jazz, ohne Mikros, PA-Anlage, also wirklich live und akustisch - das ist ein Erlebnis.


@ rat666:
Zitat: "Würdest du der Aussage "Alles was man hört kann man auch messen aber nicht alles was man misst kann man auch hören" zustimmen?"

Dem Grunde nach ja.
Nur:
Wenn man sich mit Audio-Messprofis unterhält, die regelmäßig Geräte und Boxen messen, dann sagen die einem:
Wir können viel, aber nicht alles.
Zudem: Es wird rein statisch gemessen, nicht das eingeschwungene Signal.

Zum Vergleich:
Heutzutage kann man Acrylamid messen (entsteht beim Erhitzen von stärkehaltigen Nahrungsmitteln, z.B. Teig oder Pommes bei über 200° C).
Vor 40 Jahren ging das noch nicht - das Messverfahren dafür gab es nicht.
Erst nachdem man das nachweisen konnte, messtechnisch, konnte man erkennen und empfehlen, dass bei Temperaturen über 200° C die Menge an Acrylamid (= krebserregend!), deutlich ansteigt, und man das meiden sollte, um die Belastung so klein wie nötig zu halten....

So long,
Alexander
8erberg
Inventar
#586 erstellt: 23. Feb 2026, 12:03
Hallo,

was will man denn wie messen?

Das man heute Bestandteile egal woraus im ppm-Teil messen kann ist inzwischen (Gott sei Dank) standard, denn die ganzen Altlasten an Schwermetallen, Lösungsmitteln und ähnlichen Hilfsstoffen die recht naiv und leichtsinnig über jahrzehnte eingesetzt wurden haben wohl mindestens 3 Generationen etliche Jahre gekostet (Blei im Benzin, Pflanzenschutzmittel im Boden erwähne ich noch nicht einmal).

Zeig mir jemand den nachgemessenen Fußwippfaktor... oder Feindynamik...

Statisch ist bei einer Messung doch nix, bei Lautsprechern wird seit Jahren längst nicht der Frequenzgang unter unterschiedlichen Winkeln gemessen sondern auch Impuls- und Sprungantwort, Klirrfaktor und einiges mehr.

Die absolut entscheidene Größe wird jeder der sich auch nur einen Hauch ernsthaft damit beschäfigt ist und bleibt Raum, Raum und nochmals Raum.

Liest denn keiner mehr Grundlegendes? Steckt die Nase bitte einmal intensiv in den "Dickreiter" (Handbuch für Tonstudiotechnik), oft sehr theoretisch aber man kann für die Praxis sehr viel ableiten - zusätzlich gibt es viele Hinweise in vertiefende Literatur.
Das erspart eine Menge Geld für Nonsens...

Peter
rat666
Inventar
#587 erstellt: 23. Feb 2026, 12:06

Wir können viel, aber nicht alles.


Gerade bei Audiogeräten bin ich mir ziemlich sicher, dass sogar deutlich mehr gemessen als gehört werden kann, es handelt sich um relativ einfache Schaltungen und relativ langsame Signale.

Im Umkehrschluss würde das ja auch bedeuten, dass es bei der Erstellung von Audioschaltungen sowas wie eine geheime klangverbessernde Zutat oder Technik geben würde, die weder erklär- noch messbar ist. Weiterhin wäre ja dann auch die Schlussfolgerung, dass einige meist kleine exklusive Hersteller das Rezept gefunden haben welches den großen R&D Abteilungen der Massenhersteller bisher verborgen blieb.

Dennoch bringt uns die philosophische Frage ob wir alles messen können oder nicht kaum beim Hörendruck weiter.
Umso wichtiger ist die Frage wie kann ich einen subjektiven von einem objektiven Eindruck unterscheiden


[Beitrag von rat666 am 23. Feb 2026, 12:24 bearbeitet]
selbstbauen
Inventar
#588 erstellt: 23. Feb 2026, 15:05

8erberg (Beitrag #580) schrieb:

an Baustellen wird schon genug Kabel geklaut...
Außerdem sollte da jemand mal in ein elektrotechnischer Fachbuch schauen anstatt Märchen von 1000 und einer Strippe zu erzählen.

Die findet man im Abfall auf Baustellen, denn die werden rausgerissen da nicht mehr gebraucht.
Und das muss man halt mal gehört haben - am besten im Vergleich mit 2x0,1mm Litze, verdrillt. Das ist genau das Gegenteil: Vordergründig, direkt, anspringend. Der Unterschied ist größer als zwischen dem Tausch von Röhren oder sogar Verstärkern. Halt mal ausprobieren, bevor man das lächerlich macht.
Und keine Angst vor der Zeit, die vergeht, wenn man die Kabel tauscht. Zumindest mein akustisches Gedächtnis reicht über Stunden und Tage. Ich kann auf eine Messe gehen, den Klangeindruck speichern und zuhause mit dem Klang dort vergleichen und Unterschiede erkennen. Die 7 Sekunden halte ich für eine einfache Behauptung.
8erberg
Inventar
#589 erstellt: 23. Feb 2026, 15:11
Hallo,

Supergoldohren kommen immer wieder an und scheitern beim ersten standardisierten Test...

Immer wieder wunderlich wie sich erwachsene im Leben stehende Menschen sich freiwillig zum Narren machen.

Zwingen tut sie niemand

Peter
rat666
Inventar
#590 erstellt: 23. Feb 2026, 15:22
Ich überlege gerade wie etwas klingt was vordergründig und direkt, anspringend spielt?
Das Gegenteil wäre dann hintergründig, indirekt, zurückspringend?

Und wie wan diese Klangbeschreibungen ins technische übersetzen kann?
Und wie das Kabel technisch dann sowas leisten können soll?
Und wie man sowas messen kann?
Und wenn man sowas nicht messen kann, ob und wann eine noch unentdeckte Messmethode dafür gefunden wird?
Fragen über Fragen


[Beitrag von rat666 am 23. Feb 2026, 15:31 bearbeitet]
trilos
Inventar
#591 erstellt: 23. Feb 2026, 15:42
Ja, ganz genau: Fragen über Fragen.

Die es nicht gäbe, wüßte man schon alles....

Mehr braucht man dazu nicht zu sagen!
Apalone
Inventar
#592 erstellt: 23. Feb 2026, 15:48

selbstbauen (Beitrag #588) schrieb:
......Halt mal ausprobieren, bevor man das lächerlich macht...


was glaubst du denn, was manche User hier die letzten 40 Jahre gemacht haben...

Erstens ist der v dir genannte Klangeindruck sehr gewagt und zweitens:

du willst tatsächlich behaupten, du würdest zwei v den kloppern an einen Eingang packen, um einen symm. Anschluss zu realisieren?!?

Das ist alles völlig sinnloses Zeug.
selbstbauen
Inventar
#593 erstellt: 23. Feb 2026, 16:06
Wenn man eine akustische Gitarre hört, dann ortet man bei der verdrillten Litze die Gitarre zwischen den Lautsprechern mit viel Obertonbrillanz. Beim 1KX ist sie mit zurückgenommenen Höhen weit hinter den Lautsprechern.
Bei XLR würde ich ein einfaches Kabel zwischen den Stecker und dem 1KX löten. Bei Cinch geht es direkt, denn der Schirm hat ohne Mantel nur 8mm Durchmesser und passt in entsprechende Stecker.
Natürlich kann man das messen: Die gleiche Sekunde des Musikstückes im Oszillogramm zeigt die Unterschiede. Aber: Ob besser oder schlechter ist nicht die Frage - es ist einfach anders. Und passt besser zu diesen oder jenen Lautsprechern, oder zu diesem oder jenem Musikstück. Breitbänder aktiv angesteuert eignen sich sehr gut für die verdrillten Litzen. Hörner oder eingewinkelte Lautsprecher passen besser zu den 1KX. Alle angebotenen Kabel bewegen sich zwischen diesen beiden Extremen. Unser Ohr ist einfach jeder Messmethode überlegen.
rat666
Inventar
#594 erstellt: 23. Feb 2026, 16:37
Ok, nur damit ich es richtig verstanden habe:

Ich "besorge" mir von der Baustelle ein altes TV Kabel, welches für Hifi offenbar derart ungeeignet ist, dass es sogar messtechnisch einen Höhenabfall erzeugt.
Dann löte ich an den 8mm Klopper irgendwelche Cich Stecker hin und freue mich über den nicht "vordergründigen" Klang.

Alternativ könnte ich auch einfach am Höhenregler drehen, einen EQ einsetzen oder meine Zielkurve im Einmessystem anpassen, nur dass das nicht so Highendig wie ein Kabeltausch wäre.

Habe ich was übersehen?
selbstbauen
Inventar
#595 erstellt: 23. Feb 2026, 17:26
Alles!
Du willst dich mit deinem Beitrag ja nur hämisch-besserwissend über andere erheben.
Aber im Einzelnen: Dass es einen messtechnischen Höhenabfall bewirkt, ist eine Behauptung. 3-dimensional aufgenommene Musik hat immer auch einen Höhenabfall, weil die Mikrofone weiter weg sind. Das 1KX stellt es vielleicht im Sinne des Toningenieurs richtig dar. Und wer große Fensterflächen und Steinfußboden hat, fährt damit besser. Der Lautsprecher muss aber auch in der Lage sein, eine Bühne nach hinten zu öffnen.
Wenn du Klangregelung hast, einen EQ oder Einmesssysteme nutzt, dann spielen solche Tuningmaßnahmen keine Rolle - aber wer will/hat das schon. Ich habe 2 mal 4 Kanäle Aktivboxen und kann einfach über die 8 Lautstärkeregler jeden beliebigen Klangcharakter einstellen. Aber was ist denn die Absicht des Tonmeisters gewesen?
8mm-Cinch Stecker gibt es in guter Qualität recht günstig und das Anlöten ist gar kein Problem. Innenleiter und Schirmung sind ja massiv, keine kleinen Äderchen die eingefangen werden müssen. Ist auch sehr viel billiger als ein EQ oder ein Einmesssytem.
Apalone
Inventar
#596 erstellt: 23. Feb 2026, 18:49

selbstbauen (Beitrag #595) schrieb:
.....Das 1KX ....


ist eine hochgradig nicht empfehlenswerte "Lösung", da die behaupteten klanglichen Auswirkungen faktisch nicht vorhanden sind und es so ziemlich die manuell am dämlichsten zu handhabende Kabelform ist....

Mannomann!
8erberg
Inventar
#597 erstellt: 23. Feb 2026, 18:53
Hallo,

hättest besser geschwiegen... Höhenabfall bei Mikrofonen ist vielleicht auch von der Kapazität im Schwingkreis abhängig? Wie beim Pickup an der Guitarre oder auch beim MM-Tonabnehmer am Plattenspieler?

Es wird amüsant...

Peter
Skaladesign
Inventar
#598 erstellt: 23. Feb 2026, 20:53
Alte Kabel von der Baustelle, sind bestimmt gut eingespielt.
Al1969
Inventar
#599 erstellt: 23. Feb 2026, 20:53

selbstbauen (Beitrag #595) schrieb:
Ist auch sehr viel billiger als ein EQ oder ein Einmesssytem.

Aha, Tonmeister mache das EQuing und die Einmessung ihrer Abhören über Kabeltausch. Wieder was gelernt!

Warum haben mir das meine Freunde aus dem Metier noch nicht verklickert? Geheimes Wissen vielleicht? Fagen über Fragen...
Silenced_Music
Stammgast
#600 erstellt: 12. Mrz 2026, 15:10
Hallo zusammen,

der Thread bekommt ein kurzes Update: Also ich habe einen Wiim pro plus gekauft und inzwischen ausgiebig mit dem PEQ experimentiert. Ich habe nun 3 Presets: leichte Oberbassanhebung, leichte Oberbassanhebung + dezente Höhenabsenkung (- 2 dB) und leichte Oberbassanhebung + etwas mehr Höhenabsenkung (- 4 dB). Das sorgt eigentlich dafür, dass ich wiklich entspannt und begeistert Musik hören kann. Der bleibt auf jeden Fall. Zumal die App besser als die von Atoll ist. So tendenziell zum pragmatischen Holzohr zu avancieren, bringt ein gewisses Maß an Ruhe mit sich...

Ferner hab ich mal das PKHarmonic VST Plugin in meinen foobar2000 integriert um an den harmonischen Verzerrungen zu spielen. Das ist eingebunden und lässt sich einstellen etc. Aber auch voll aufgedreht höre ich kein Unterschied. Hab einen 440 Hz Sinuston abgespielt und der blieb rein. Also scheint etwas nicht zu funktionieren. Egal, ist nicht so wichtig.

Dann habe ich noch den IEM R2R Thread der gerade läuft verfolgt. Es gibt ja den Fiio Warmer R2R DAC. Dazu gibts auch einen langen Thread im ASR-Forum über Sinn und Widersinn der am Ende wegen Streitereien geschlossen wurde. Ich denke ich hole mir den mal. 379 Öcken sind wirklich okay und über den Wiim könnte ich den Höhenabfall von dem ausgleichen und einen AB bzw. mit Hilfe sogar aufandsarm einen Blindtest machen. Das juckt mich, weshalb ich das wohl probieren werde. Wenn ich da keinen Unterschied höre, kann ich das Thema beruhigt abhaken.

Die zweite Hörprobe beim Freund mit Röhre ist auf Mitte April terminiert. Da bin ich mal gespannt was von dem ersten Eindruck noch übrig bleibt und wie sich das messtechnisch darstellt.

Grüße
Silenced_Music
Stammgast
#601 erstellt: 22. Mai 2026, 11:48
Moin,

Nun gibt es der Vollständigkeit halber ein finales Update:

Grundsätzlich: Ich bin mit WiiM, PEQ und dezenten raumakustischen Maßnahmen dort, wo ich hinwill. Klingt gigantisch. Etwas Wärme ermöglicht eine 1,5-dB-Absenkung ab 8 kHz und eine 1,5-dB-Anhebung < 200 Hz und fertig. Am Ende ist der FG damit relativ linear mit etwas Bassanhebung.

Der FiiO-„Warmer“ bringt nichts, ich höre keine Unterschiede und gemessen verändert sich auch fast nichts.

Ich habe die Röhre beim Freund seither noch zweimal gehört. Klingt super angenehm, aber nicht so wie beim ersten Mal, als wir die zusammen gehört haben. Daher nehme ich nun mit, dass es sich bei dem überwältigenden ersten Hören um ein primär psychoakustisches Phänomen gehandelt hat, das so ein paar Monate und viel Recherche/Austausch/Lesen hier im Forum später nicht reproduzierbar ist. Das hat schon etwas Heilsames und Entspannendes. Somit bin ich mit diesem Thema durch. Keine Röhre für mich.

Was ich mich aber frage: Die Röhre (PrimaLuna EVO 200i) macht im Vergleich zu einem Transistor an den Blumenhofer Tempesta 17 eine relevante Erhöhung (ca. 10 dB) um 65 Hz, während sie die Mode bei 43 Hz deutlich geringer anregt. Kann man das technisch erklären? Die BH sind ja explizit als röhrentauglich deklariert. Oder ist das dann ein Effekt, der erwünscht ist?

Bei mir hat sich am FG fast nichts geändert (sowohl im Bass- als auch im HT-Bereich so ca. 1 dB Absenkung, sonst deckungsgleiche Kurven). Und ich habe LS mit steilen Filtern (24 dB LR wahrscheinlich), was angeblich nicht so dolle zur Röhre passt.

Grüße
DB
Inventar
#602 erstellt: 22. Mai 2026, 15:16

selbstbauen (Beitrag #588) schrieb:
Zumindest mein akustisches Gedächtnis reicht über Stunden und Tage. Ich kann auf eine Messe gehen, den Klangeindruck speichern und zuhause mit dem Klang dort vergleichen und Unterschiede erkennen. Die 7 Sekunden halte ich für eine einfache Behauptung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Echoisches_Ged%C3%A4chtnis


selbstbauen (Beitrag #595) schrieb:
Wenn du Klangregelung hast, einen EQ oder Einmesssysteme nutzt, dann spielen solche Tuningmaßnahmen keine Rolle - aber wer will/hat das schon.

Andersherum -wer hat das nicht: Hifimasochisten.
selbstbauen
Inventar
#603 erstellt: 25. Mai 2026, 01:44
Hallo DB,
Danke, dass du eine Quelle gefunden hast, die den Unsinn mit den 7 Sekunden für das akustische Gedächtnis abgeräumt hat. Jetzt wissen wir auch, warum das unbewusste Hören von Musik im Hintergrund, wenn man etwas anderes tut, keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Gruß
sb
DB
Inventar
#604 erstellt: 25. Mai 2026, 13:04
(4...18) s sind nicht sonderlich lang. Du überschätzt Dein Gedächtnis für Klangeindrücke.
selbstbauen
Inventar
#605 erstellt: 25. Mai 2026, 16:01
Schade, hast es doch nicht verstanden. Die 4 bis 18 Sekunden ist die Zeit die man hat, ein unbewusst wahrgenommenes Ereignis ins Bewusstsein zu holen. Ein bewusst wahrgenommenes Ereignis kann man auf ewig abspeichern.
DB
Inventar
#606 erstellt: 25. Mai 2026, 16:14
Dazu gab es vor vielen Jahren schon Untersuchungen. Der Mensch kann sich Klangeindrücke nur kurz merken. Zum Herausfinden von Unterschieden ist man deshalb auf möglichst kurze Umschaltpausen angewiesen. Das wurde in dem länglichen Verstärkerklangthread vor -zig Jahren alles durchgekaut.
8erberg
Inventar
#607 erstellt: 25. Mai 2026, 17:59
Hallo

man kennt es auch von anderen Themen: Irgendeiner will wieder ganz vorne anfangen...

Die wollen es nicht kapieren, entweder weil sie viel Kohle reingesteckt haben oder machen wollen - oder wegen der allgemein naturwissenschaftlich feindlich eingestellten Ansichten in gewissen Kreisen - schon fast egal.

Peter
Silenced_Music
Stammgast
#610 erstellt: 25. Mai 2026, 20:42
N'Abend, falls jemand meine Frage in #601 beantworten kann würde ich mich freuen. Wenn nicht ist der Thread für dann mit ausreichend Erkenntnisgewinn erfolgreich abgeschlossen.
Grüße
DB
Inventar
#611 erstellt: 25. Mai 2026, 20:50
Wenn Du eine für dich zufriedenstellende Lösung gefunden hast, ist das doch schön.
Silenced_Music
Stammgast
#612 erstellt: 25. Mai 2026, 21:03
Ja schon, Röhre macht bei mir kein relevanten Unterschied und kann den FG ziemlich verbiegen. Warum auch immer. Und Suggestion wird klar unterschätzt. Würde mich natürlich schon mal interessieren wie so ein schmelziges 300B Röhrensetup klingt. Aber ich werde nicht danach streben.
DB
Inventar
#613 erstellt: 25. Mai 2026, 21:34
Wenn der Dämpfungsfaktor des Verstärkers zu niedrigen Frequenzen hin nachläßt, wird das Ausschwingen der Baßmembran schlechter bedämpft, was zu einer Überhöhung im Baß führt.
Silenced_Music
Stammgast
#614 erstellt: 25. Mai 2026, 22:05
Und das dies bei den den einen LS nicht so ist liegt an dem lineareren Impedanzverlauf? Und ist das etwas was manche schätzen oder sollte das eher nicht sein?
DB
Inventar
#615 erstellt: 26. Mai 2026, 07:10
Ja, der Impedanzverlauf des Lautsprechers spielt da auch hinein.
Diese sich bildenden Überhöhungen oder Einbrüche im Frequenzgang sind natürlich ungewollt. Deshalb hat man auch vielfach in den Verstärkern einen gewissen Aufwand getrieben, um den Innenwiderstand abzusenken (z.B. Kombination von Gegen- und Mitkopplung).
RoA
Inventar
#616 erstellt: 26. Mai 2026, 07:12
Röhrenverstärker mit geringem Dämpfungsfaktor bzw. hohem Innenwiderstand können empfindlich auf Lautsprecher reagieren, die einen weniger gutmütigen Impedanzverlauf haben. In diesem Video wird das gut und ausführlich erklärt:

https://www.youtube.com/watch?v=nbQZbMPin2c
Silenced_Music
Stammgast
#617 erstellt: 26. Mai 2026, 11:08
Okay danke. Hab ich mir angeschaut. Da geht es ja um Unterschiede von wenigen dB in Abhängigkeit von Dämpfungsfaktor und Impedanzverlauf. Soweit nachvollziehbar. Jetzt hab ich ja erlebt, dass da bei explizit als röhrentauglich ausgewiesenen LS eine Überhöhung von über 10 dB zu finden war. Nur abschließend: Kann es sein, dass da ein Defekt im Röhrenverstärker vorliegt (wenn der bspw. mal kurz im Unverstand ohne Last betrieben wurde) wenn die Überhöhung so ausgeprägt war? Oder ist das einfach dem Dämpfungsfaktor von 4 geschuldet und das Teil funktioniert gut, weil der Rest des FQ ist ja recht ähnlich?
DB
Inventar
#618 erstellt: 26. Mai 2026, 11:11
Wenn die Lautsprecher-Verstärker-Kombination in einem RAR (und nur das ist aussagekräftig) so gemessen wurde, liegt es am Zusammenspiel Verstärker-Lautsprecher. Ansonsten kommen noch Raumeinflüsse hinzu.
Defekte in Röhrenverstärkern äußern sich anders.


[Beitrag von DB am 26. Mai 2026, 11:12 bearbeitet]
Silenced_Music
Stammgast
#619 erstellt: 26. Mai 2026, 11:23
RAR = Reflexarmer Raum oder was?
Nein, hab das bei dem Zuhause am Hörplatz gemessen. Hab eine ältere Vergleichsmessung mit seinem alten laststabilen Transistor unter ähnlichen aber nicht identischen Bedingungen (selber Raum, selbe Lautsprecher, sehr ähnliche Aufstellung, gleiche raumakustischen Maßnahmen aber ein CD-Regal ist inzwischen weg, ggf. Vorhänge anders etc.). An den Moden ändert sich ja nichts und da hat´s halt den neuen Buckel bei so 65 Hz. Aber gut danke, wenn das dann die Amp LS-Interaktion ist, ist es ja okay. Ich will den auf keinen Fall unnötig verrückt machen. Dann passt das so.
Grüße
RoA
Inventar
#620 erstellt: 26. Mai 2026, 13:18
Wer misst, misst viel Mist.
Über 10db Überhöhung kann ich mir kaum vorstellen, das wäre ja mehr als die doppelte Lautstärke. Anyway, dem kann man begegnen mit einem Saugkreis bestehend aus einem Widerstand, einer Kapazität und einer Induktivität zur Impedanzlinearisierung. Wie das geht zeigt dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=ZKFXu0hf89U
tubescreamer61
Inventar
#621 erstellt: 26. Mai 2026, 17:53
Moin,

Wenn der Dämpfungsfaktor des Verstärkers zu niedrigen Frequenzen hin nachläßt, wird das Ausschwingen der Baßmembran schlechter bedämpft, was zu einer Überhöhung im Baß führt.


Meine Lösung des Problems: Mein EL84 Röhreneintakter mit 5,7W treibt einen 8cm Breitbänder (Lyeco /Dynavox LY 302F - fs = ca 90Hz) ab 400 Hz. aufwärts. Unterhalb 400Hz. treibt ein EL 156 Eintakter mit 15W einen 13cm Tiefmitteltöner (Visaton W 130S - fs = 50Hz) bis ca. 100 (80) Hz. Gehäusegüte Qtc 0,66 - natürlicher "Roll off" bei 80Hz.
Unterhalb 100 (80) Hz. übernimmt ein Subwoofer mit 2 Stück Visaton W 170S in "face to face" Compound-Bandpass (1fach ventiliert) mit 150W Halbleiterendstufe (Sanken 2SA....../2SC....... Bipolar Multi-Emitter Transen - die "können" richtig Strom ;-) ).
Keine Frequenzweiche zwischen Verstärkern und Lautsprecherchassis - Frequenztrennung über elektronische Aktivweiche (Übergangsfrequenz, Lautstärke der einzelnen Frequenzbereiche und Phasenlage kanalgetrennt einstell-/regelbar).

Im akustisch empfindlichsten menschlichen Hörbereich ab 500 Hz arbeitet ein (guter) Breitbänder, die Chassis der Hauptlautsprecher werden mind. 1ne Oktave oberhalb ihrer Resonanzfrequenz betrieben ........... "Röhrensound" hab` ich auch .......... Funktioniert gut.


[Beitrag von tubescreamer61 am 26. Mai 2026, 18:13 bearbeitet]
Silenced_Music
Stammgast
#622 erstellt: 26. Mai 2026, 18:20

RoA (Beitrag #620) schrieb:
Wer misst, misst viel Mist.
Über 10db Überhöhung kann ich mir kaum vorstellen, das wäre ja mehr als die doppelte Lautstärke.


Kann natürlich sein. Andererseits messe ich ständig einfach weil Spaß macht. Glaube nicht, dass es ein Messfehler ist. Vielleicht nehme ich das nächste mal einen kleinen Transistor mit und messe direkt nacheinander. Oder ich lass es einfach weil er zufrieden ist und ich auch es auch bin...
RoA
Inventar
#623 erstellt: 26. Mai 2026, 19:13
Es war nicht wirklich als Kritik gemeint. Wer heute einen Lautsprecher mit Frequenzweiche auf den Markt bringt, der solche impedanzbedingten Frequenzabweichungen mit sich bringt, tja...
Silenced_Music
Stammgast
#624 erstellt: 26. Mai 2026, 19:28
Alles gut...wer viel misst usw. sage ich selber regelmäßig. Lag halt Zeit dazwischen aber eigentlich müsste das passen. Was soll es sonst sein. Wie gesagt: vielleicht mache ich mir nochmal die Mühe. Wenn ja können wir das ja nochmal aufgreifen...Grüße und
Yttar
Ist häufiger hier
#625 erstellt: 27. Mai 2026, 15:31

Silenced_Music (Beitrag #612) schrieb:
Würde mich natürlich schon mal interessieren wie so ein schmelziges 300B Röhrensetup klingt.


kann meinen Hinweis aus letztem Jahr wiederholen: Dritte Dimension / Westend Audio Röhrenverstärker mit der 300B kannst Du in München, Bamberg, Bochum usw. anhören
Anbeck
Inventar
#626 erstellt: 27. Mai 2026, 15:35
Silenced_Music

Woher kommst du denn und wie weit bist du bereit dafür zu fahren?
Frage im Vorfeld mal nach....
Anbeck
Inventar
#627 erstellt: 27. Mai 2026, 15:46
Weiteres gerne auch über PM.
Silenced_Music
Stammgast
#628 erstellt: 27. Mai 2026, 15:51
Hi, sehr nette Angebote. Wohne im Rhein Neckar Kreis/ Kraichgau. Bin zeitlich oft begrenzt flexibel. Allerdings bin ich auch hier und da mal beruflich in D unterwegs. Also wer Bock hat auf ne Hörsession mit mir kann mir gerne ne PM mit ungefährem Standort schicken. Wenn es sich einrichten lässt komme ich mal vorbei. Bin grundsätzlich interessiert ausgereifte Anlagen zu hören. Egal ob messtechnisch optimiert oder Röhren. Da fehlt es mir an Vergleichen weil ich im Wohnraum nur meine und die vom besagten Freund kenne. Bei Händlern klang es immer schlechter als bei mir Zuhause. Da der Raum locker 50% des Klanges ausmacht wundert mich das aber nicht...

Grüße
tubescreamer61
Inventar
#629 erstellt: 27. Mai 2026, 17:57
Moin,
hier was zu lesen, von jemandem, der`s wirklich weiß.
Räumt mit vielen Mythen um die WE 300B auf.

https://www.frihu.co...au/300b_singleended/
speedhinrich
Inventar
#630 erstellt: 27. Mai 2026, 21:08
300 B? Die Vorführung meiner Acapella High Cellini an Thrax 300 B Monos (80.000 €) ging dem Vernehmen nach komplett in die Hose. Der Interessent hat die Lautsprecher dennoch gekauft, nachdem er sie an leistungsstarken, skandinavischen Transistorendstufen gehört hat. Es muss halt passen.
tubescreamer61
Inventar
#631 erstellt: 28. Mai 2026, 10:27
Moin,

Die Vorführung meiner Acapella High Cellini an Thrax 300 B Monos (80.000 €) ging dem Vernehmen nach komplett in die Hose


Ich kann mir auch vorstellen, warum ;-)

Man sollte auch moderne Lautsprechertechnik nicht mit alter Verstärkertechnik kombinieren wollen .......... obwohl`s selbst von (selbsternannten) Hifi-Fachmännern oft gemacht wird ............. ein hoher Kennschalldruck ist nur die "halbe Wahrheit", da spielen einige andere (und zumeist vernachlässigte) Faktoren eine Rolle (und damit meine ich nicht die Impedanzlinearisierung).
Die moderne Entwicklung von Lautsprecherchassis folgt ganz anderen Ansätzen als die damalige. Früher wurden Lautsprecherchassis mit möglichst leichten schwingenden Systemen - also Schwingspulen und Membranen - ausgestattet ........ natürlich waren diese Chassis deswegen auch nicht hoch belastbar.
Heutzutage, wo Ausgangsleistung aufgrund von Halbleitertechnik fast schon im Überfluss verfügbar ist, hat sich das genau in`s Gegenteil verkehrt.
Natürlich kann eine Kombination aus modernen Lautsprechern und "altertümlicher" Verstärkertechnik mitunter funktionieren .......... jedoch auch nicht wirklich perfekt.
Wer sich wirklich auf Röhrentechnik einlässt - und das Potential dieser Verstärkertechnik voll ausschöpfen möchte - der muss/sollte auch den zwangsläufig 2ten Schritt gehen und in entsprechende Lautsprechertechnik investieren.
Das bedeutet meistens große Breitbandchassis mit leichten, dünnen (Nawi-)Membranen und kurze, mit dünnem Draht gewickelte Schwingspulen ......... nicht unbedingt als Horntreiber - es gibt auch Baßreflex-Systeme, die den Chassis "untenrum" auf die Sprünge helfen (Irrglaube = Hörner machen Baß ......... real dienen sie nur der Anpassung des Strahlungswiderstandes auf die Lautsprechermembran der umgebenden Atmosphäre)
Jedenfalls sollten es Lautsprecherchassis mit leichten schwingenden Systemen sein, die einen hohen Kennschalldruck aufweisen. Die Frequenzweichen - sollte eine solche notwendig werden, weil ein Mehrwege-System - sollten sich auf eine Kapazität und eine Induktivität beschränken (Filter mit 6dB/Okt. Flankensteilheit).
Das bedeutet, die Lautsprecherchassis müssen von ihrer Charakteristik schon gut zueinander passen und nicht mittels aufwändiger Weichenschaltung "zusammengezwungen" werden.
Western Electric hat ja damals auch erst den 300B Verstärker entwickelt ......... und danach erst den passenden Lautsprecher dazu.

................ so zumindest meine langjährige Erfahrung mit Röhrentechnik und den dazugehörigen Lautsprechern ..... und das sind mittlerweile auch schon fast 50 Jahre.
Gruß
Arvid


[Beitrag von tubescreamer61 am 28. Mai 2026, 19:15 bearbeitet]
speedhinrich
Inventar
#632 erstellt: 28. Mai 2026, 22:14
Danke Arvid,

interessante Erläuterungen.
Ich wollte nur andeuten, dass auch zentnerschwere 300B Verstärker nicht automatisch bei jedem Hornlautsprecher passen.

Meine MC 1.25 KW spielen dagegen hier grandios. Mit 70 KG, mit 2000 Watt, tanzen sie wie der junge Cassious Clay. Nicht schwerfällig, wie Mike Tyson. Grandios. Aber gehört hier nicht hin. Mea maxima culpa


[Beitrag von speedhinrich am 28. Mai 2026, 22:15 bearbeitet]
tubescreamer61
Inventar
#633 erstellt: 29. Mai 2026, 11:42
Hallo Carsten,
ja - genau ............ nur weil`s ein Lausprecherchassis im Horngehäuse - und da gibt`s ja mehrere "Funktionen" (exponential, hyperbolisch) - ist, muss das noch lange nicht bedeuten, das es "Röhren-tauglich" ist.
So`n Horngehäuse ist ja auch nur ein Lautsprechergehäuse - wie auch closed Box, Bassreflex, TML/TQWT oder Bandpass.
Wer wirklich mal "was mit Röhren" ausprobieren möchte - eine kleine EL 84 Eintakt Pentodenschaltung (der Selbstbauer ist hier klar im Vorteil) mit wirklich "amtlich dimensionierten" Ausgangsübertragern - ich würde mal mind. EI 84 Kern vorschlagen und nicht so "Sparbrötchen" aus China - gepaart mit ein paar Visatönern BG 20 Breitbändern und obenrum TW6NG Konushochtöner - da gibt`s sogar Bauvorschläge für`n Expo-Backloaded-Horn im Net.
Kostet nicht allzuviel und man kann mal "in Röhren reinhören" - muss ja für den Anfang nicht immer ein 300B Amp sein.
Die kleine EL 84 ist - nach meiner Überzeugung - eine ganz hevorragende Audio-Röhre ........ nicht umsonst haben sehr viele kommerzielle Hersteller damals ihre Geräte mit dieser Röhre - oder deren amerikanisches Äquivalent 6BQ5 - in der Endstufe ausgestattet
Gruß
Arvid


[Beitrag von tubescreamer61 am 29. Mai 2026, 12:23 bearbeitet]
tubescreamer61
Inventar
#634 erstellt: 30. Mai 2026, 18:22
Noch`n "Nachschlag" zur vielgeschmähten EL 84
https://vacuumtubes.io/tube/6BQ5

........ wie bereits von mir geäussert: Sehr gute Verstärker-/Audio-Röhre, oftmals unterschätzt (och nööö, die hat ja viel zuwenig Leistung .......... oder: Iiih - ist ja eine Pentode).
Vorteil: Der Schaltungsaufwand ist gering, braucht keine hohe Anodenspannung ........ und klingt ganz hevorragend (wenn man nicht am AÜ spart).
tubescreamer61
Inventar
#635 erstellt: 12. Jun 2026, 17:39
....... und noch ein "Nachschlag" - betreffend die vielen "High-End" Röhrenverstärker aus PRC.
https://www.frihu.com/roehrentechnik/uebertrager/

.......... auch (Röhren)Verstärker kauft man "nach Gewicht" ;-) ........... weil Kupfer und Eisen eben schwer sind :-)
DB
Inventar
#636 erstellt: 13. Jun 2026, 16:59
Wer es mit weniger Text und ohne KI, aber mit Diagrammen mag: https://frank.pocnet.net/sheets/129/e/EL84.pdf
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