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Röhrenverstärker mit ausgeprägtem "Röhrenklang"

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Autor
Beitrag
Rolf_Meyer
Inventar
#384 erstellt: 30. Nov 2025, 14:01
Moin,

Nur mal nebenbei...
Wenn sich in der Vergangenheit nicht hin und wieder jemand um die Theorie gesorgt hätte, könntest Du sicher z.Z. nicht hochzufrieden Musik hören.
Aber, ja, diese tiefschürfenden Diskussionen sind in diesem Thread und auch im Röhrenstammtisch nicht wirklich gut aufgehoben.
Vielleicht kann ja der Herbert die bisherigen Beiträge zum Thema in einem neuen Thread unter einem entsprechenden Thema zusammenfassen.

Zu diesem Thread...
Warum suchen alle immer nur nach "Fehlern" von Röhrenverstärkern, wie Klirr, Hochohmigkeit etc. Warum kommt niemand auf die Idee, daß Röhrenverstärker auch irgendetwas ganz richtig machen können? Darüber sollte vielleicht mal diskutiert werden... nicht über Exciter oder Softwarefilter, die künstlich irgendwelche "Röhrenfehler" nachmachen, und dabei sowas von "am Thema vorbei schrammen"

Ich höre hier nebenbei auch hochzufrieden Musik... Mit selbst gebautem 845 Röhrenverstärker... nahezu ohne Verzerrungen und passend zu den Lautsprechern.

Schönen ersten Advent an Alle,
Gruß, Matthias
Silenced_Music
Ist häufiger hier
#385 erstellt: 02. Dez 2025, 13:01
Hallo zusammen,

also für mich ist das Thema grundsätzlich genug bearbeitet worden. Ich habe einen groben Überblick über Röhrenverstärker und werde in aller Ruhe weiter testen. Ich plane aktuell schon einen mit EL84 zu besorgen um zu schauen, wie es mit wenig Watt funktioniert. Ich werde auch Updates posten, dauert halt immer etwas.

So ganz klar ist ja wohl nicht, warum die anders klingen (können). Das mit den Eisenkernen...bisher nur hier einmal gelesen. Wenn es harmonische Verzerrungen sind, finde ich das ja mit dem EL84 heraus der mit wenig Watt mehr harmonische Verzerrungen beisteuern sollte. Wie ist das denn: Wenn die 2. harmonische einer Verdopplung der Frequenz gleichzusetzen ist, gibt es dann jenseits der 10 kHz (bei angenommener Hörgrenze bei 20 kHz) keine hörbaren harmonischen Verzerrungen weil die außerhalb des Hörbereichs liegen?
Und entsprechend jenseits der 6666 Hz keine hörbaren 3. harmonische Verzerrungen und bei 5000 Hz keine 4. usw.?

@Rolf_Meyer: müsste ein perfekter Röhrenverstärker ohne hörbare Verzerrungen nicht theoretisch exakt wie ein Transistor klingen?

Am Ende spielt es auch keine Rolle woran das alles liegt. Behalten wird, was gefällt. Und wenn ich keine Röhre finde, die zu meinen LS passt, gibt es mittel- bis längerfristig eine Zweitanlage.

Grüße
8erberg
Inventar
#386 erstellt: 02. Dez 2025, 14:19
Hallo,

wobei das mit dem "Klang" immer so eine Sache ist.

Ich sprech lieber von Wiedergabequalität.

Denn ob eine Produktion für einen persönlich "klingt" oder nicht liegt eher an der Produktion. Das "Schlimme" ist aber, das dies das Original ist, denn nach dem Tonereignis kommt erst die Produktion des Masters, dann die Post-Produktion und erst dann der Tonträger, der daher das Vorbild ist.

"Wie das Original" bedeutet also nicht als wäre man bei der Aufnahme dabei sondern bei der Fertigung des Tonträgers.

Peter
GüntherGünther
Inventar
#387 erstellt: 02. Dez 2025, 19:10
Guten Abend,


Silenced_Music (Beitrag #385) schrieb:
Ich plane aktuell schon einen mit EL84 zu besorgen um zu schauen, wie es mit wenig Watt funktioniert.


Je nachdem, wie weit Du von 08xxx oder 09xxx weg wohnst, kann ich Dir zum Probehören auch mal meinen ECC99 Gegentakter mit 2x 5Weff ausleihen. Ist seit Jahren mein Schreibtischverstärker. ECC99 ist eine Doppeltriode, hat also einen deutlich niedrigeren Innenwiderstand als eine EL84.


Silenced_Music (Beitrag #385) schrieb:
So ganz klar ist ja wohl nicht, warum die anders klingen (können). Das mit den Eisenkernen...bisher nur hier einmal gelesen.


Naja, das ist ja irgendwo logisch. Es findet eine galvanische Trennung von Verstärker und Lautsprecher statt, es gibt eine Haupt-, Streu- & Sekundärinduktivität, es gibt div. parasitäre Kapazitäten.. das sind alles Sachen, die nur ein Ausgangsübertrager mit sich bringt.


Silenced_Music (Beitrag #385) schrieb:
müsste ein perfekter Röhrenverstärker ohne hörbare Verzerrungen nicht theoretisch exakt wie ein Transistor klingen?


Ein perfekter Verstärker klingt nicht. Ein perfekter (=idealer) Verstärker verstärkt das Eingangssignal, ohne es zu verändern. Da "klingt" dann nichts.
8erberg
Inventar
#388 erstellt: 03. Dez 2025, 09:22
Hallo,

man kann aber sagen das ein guter Hifi-Verstärker dem Ideal schon verdammt nahe kommt...

Natürlich gibt es immer "gesoundete Exemplare" die mit Lautheit-Regelungen (wie bis in die 80er Jahren bei vielen Herstellern üblich) "satter" und "wämer" klangen.

Peter
DB
Inventar
#389 erstellt: 03. Dez 2025, 11:52
Eine physiologische Lautstärkenregelung sollte aber selbstverständlich sein. Wer hat schon die Chance, mit Referenzabhörpegel zu hören?
trilos
Inventar
#390 erstellt: 03. Dez 2025, 12:59
Ich höre oft und gerne mit realistischen Pegeln. Bass- und Höhenregler oder Loudness-Regler bzw. Loudness-Taste braucht es dann nicht.

Dank 40 qm großem HiFi-Raum im Einfamilienhaus sind auch Live-Pegel kein Problem, gerade erst gestern am späteren Abend die klanglich herausragend remasterte 2025er-Version von Deep Purples Made in Japan gehört.

Rein klanglich ist solch einen Regelung auch immer mit Phasendrehungen verbunden, und daher klanglich nicht zuträglich.
Wer jedoch an sonsten nur leise hören könnte, für den ist das natürlich ein Kompromiss, Loudness bzw. Bass- und Höhenregler doch zu nutzen, weil es an sonst auch nicht gut klingt, bei so niedrigen Pegeln....
8erberg
Inventar
#391 erstellt: 03. Dez 2025, 14:04

DB (Beitrag #389) schrieb:
Eine physiologische Lautstärkenregelung sollte aber selbstverständlich sein. Wer hat schon die Chance, mit Referenzabhörpegel zu hören?


Vor allen Dingen in Miet- oder auch Reihenhaus...

Die menschliche Hörfläche hat eben seine Beschränkungen, vor allen Dingen im Bassbereich. Natürlich ist es besser eine daran angelegte Lautheitkorrektur zu haben.

Ich glaube kaum das jemand in einem Raum mit 40 m2 Fläche in der glücklichen Lage ist in Originalpegel (naja, in den 70ern waren die Anlagen der Bands längst nicht so laut wie heute) zu hören wenn der Raum nicht kräftigst akustisch angepasst ist.

Ich muss mich doch das nächste mal mit "meinem" Tonmeister darüber unterhalten wie man ein Rockkonzert abmischt... Decca-Tree halt ich für wenig geeignet

Peter
hifi_raptor
Inventar
#392 erstellt: 03. Dez 2025, 14:21

Waren das nicht Deep Purple die einem in den 70zigern das Ohrenschmalz in das Gehirn gedrückt haben.
Mag sein das Status Quo in den 90zigern mit ihren Marshall Brickwalls noch mehr Druck gemacht haben. Mir hat nach dem Konzert der ganze Körperr geschmerzt
Aber Deep Purple hatte schon die Schmerzgrenze überschritten.
Gruß
jandus
Stammgast
#393 erstellt: 03. Dez 2025, 14:37
Nur als Info

Die lauteste Band: Manowar
Die US-amerikanische True-Metal-Band Manowar stellte 2008 beim ihrem Soundcheck auf dem Magic Circle Festival in Bad Arolsen den Weltrekord für das lauteste Konzert aller Zeiten auf. Dabei erreichten sie den Dezibel-Wert von 139 dB – bei 120 dB liegt übrigens die Schmerzgrenze des menschlichen Ohres.

https://www.radiobob.de/musik/rockfakten/15-rockige-weltrekorde
hifi_raptor
Inventar
#394 erstellt: 03. Dez 2025, 14:49

139 dB ist also schon vorsätzliche Körperverletzung
Ein Glück das ich kein Manowar Fan bin. Dann wäre HiFi kein Thema mehr.
Aber hey Leute - mehr Röhrenklang geht definitiv nicht.
trilos
Inventar
#395 erstellt: 03. Dez 2025, 14:54
Kranke Pegel braucht es sicher nicht!

Aber live-nahe Pegel, gerade im Bassbereich, die richtigen Lautsprecher und leistungsfähige Endstufen vorausgesetzt, das geht sehr wohl.

Und natürlich sollte der Hörraum optimiert sein, am besten schon bauseitig raumakustisch gut geschnitten sein, und die Lautsprecher ideal positioniert sein.
Hier im Hause konnte ich das von Anbeginn so planen.
8erberg
Inventar
#396 erstellt: 05. Dez 2025, 09:49
Hallo,

die Aufnahmen haben eine Dynamik von max. 55 dB... Was ist daran "live nah"?

Höhere Dynamikwerte werden überwiegend von der Kundschaft abgelehnt. Es gab einige Versuche mit CDs und hohen Dynamikwerten.

Ein recht bekanntes Beispiel ist "Will power" von Joel Jackson Titel 1 "No pasaran", aber bitte die Originalversion von 1987. Danach schmissen irgendwelche Heinis mal wieder den Kompressor an weil angeblich "unhörbar".

Da gehts einige Minuten mit ppp "los" und es "plätschert die Musik" und dann aus dem fast-nix "man richtig feste". Viele drehen den Lautstärkeregler nach rechts und bekommen schlagartig eine Herzattacke.
So geht "Dynamik"....

Peter
trilos
Inventar
#397 erstellt: 05. Dez 2025, 09:59
Das Thema "loudness war", die Neigung alles kräftig zu komprimieren, damit es auch über die popeligste Anlage noch irgendwie "druckvoll" klingen möge, der Wunsch der Radiosender auf´s erste Reinhören "knallig" zu klingen, damit der Hörer dabei bleibt, und nicht weiter-skippt - das ist ja alles zu Genüge bekannt.

Wer wirklich auf TOP-Level Musik hören möchte, muss daher sehr genau die "Software" auswählen, und nicht die zu-Tode-remasterte Version kaufen oder zu streamen, sondern die Version, mit möglichst originaler Dynamik.

Das kann mal die Erst-VÖ sein, mal ein gelungenes Remaster.

Ich selbst kaufe nie, ohne mich zuvor zu informieren, u.a. hier:
https://dr.loudness-war.info/
hifi_raptor
Inventar
#398 erstellt: 05. Dez 2025, 10:11

Ich verstehe ja den Hang zu Laut. Muss doch die Musik gegen Altagsgeräusche wie herannahende Trambahnen, die auch noch komische Klingelgeräusche machen, anstinken.


Das ist das Problem wenn man nur noch mobil Musik hört. Hätte nie gedacht das Musik hören lebensgefährlich ist.
Warum setzt man sich nicht mehr vor eine Stereoganitur, wie auch immer geartet, schließt die Augen und HÖRT wirklich Musik.

Dann nehme ich mir halt mal die Zeit! Alle labern von Entschleunigung und was weiß ich nicht alles, aber Kunst - hier Musik - wird to go *genossen ".

Oder ich bin zu alt für den Sch....

Schönes Wochenende
8erberg
Inventar
#399 erstellt: 05. Dez 2025, 10:18
Hallo,

im Konzertsaal wenn Tschaikowskis 1812 gespielt wird hörst auch nicht wenn im Foyer jemand einen Sprengsatz zündet...

Musik kann selbst für die Musiker gefährlich sein https://www.deutschl...en-vorsorge-100.html

Peter


[Beitrag von 8erberg am 05. Dez 2025, 10:18 bearbeitet]
hifi_raptor
Inventar
#400 erstellt: 05. Dez 2025, 10:29
In welchem Konzertsaal gibt es Tramhaltestellen?

Das bestimmte Musiker allerspätestens am Ende ihrer Karriere schwersthörig sind ist nicht neu.
Und es gibt bestimmt Musiker die sich db-Killer in die Ohren stopfen.
Kann ich auch als Zuhörer.

Daheim auf 16qm brauche ich keine Konzertlautstärken.
Würde gerne noch länger meine Fehler beim Gitarre spielen hören.

Schönes Wochenende
8erberg
Inventar
#401 erstellt: 05. Dez 2025, 10:45

hifi_raptor (Beitrag #400) schrieb:
In welchem Konzertsaal gibt es Tramhaltestellen?


Die KVB fährt in Köln irgendwann nach 2028 unter dem Saal, in 2010 hatten Tests ergeben das noch immer eine Geräuschkullisse von jedem vorbeifahrenden Zug zu hören waren (Originalton "unbefriedigend")



Daheim auf 16qm brauche ich keine Konzertlautstärken.
Würde gerne noch länger meine Fehler beim Gitarre spielen hören.

tja, wie sagte ich früher als ich noch in einer Mietwohnung wohnte "Meine Nachbarn hören gute Musik, ob sie wollen oder nicht"



Schönes Wochenende


Danke, auch so.

Peter
trilos
Inventar
#402 erstellt: 05. Dez 2025, 11:36
Ich höre Musik immer zuhause über eine meiner Anlagen.

Unterwegs läuft im Auto auch mal das Radio, dann aber zumeist DLF, BR-24, hr-Info, NDR-Info u.ä.

Ab und zu läuft auch mal Musik, und wenn, dann Rock-Antenne z.B.

Zumeist telefoniere ich jedoch die dienstliche Anrufe- bzw. Rückrufeliste ab, die mir mein Sekretariat mit auf den Weg gegeben hat....


[Beitrag von trilos am 05. Dez 2025, 11:37 bearbeitet]
Silenced_Music
Ist häufiger hier
#403 erstellt: 26. Jan 2026, 08:46
Morgen zusammen,

der Thread hat ein kurzes Update verdient: Ich hatte den kleinen Cayin MT 12L zu Hause. Die 7 Watt haben tatsächlich ausgereicht, um meine gewohnten Lautstärken m. E. unverzerrt wiederzugeben. Der Klang war aber auch nicht wesentlich anders als bei meinem Transistorverstärker.

Dann hatte ich noch die Primaluna 300 4T-Endstufe zu Hause. Sie klang glasklar und war ohne Musik totenstill, also mit einem pechschwarzen Hintergrund. Somit klang sie genau so, wie ich mir eigentlich einen Transistor vorstelle. Die extreme Klarheit kam durch eine Anhebung der Höhen, was auf Dauer anstrengend war.

Das heißt für mich nach dieser kleinen Odyssee, dass dieser Röhrenklang, den ich an Röhre plus Hornlautsprecher kennengelernt habe, mit meinen Lautsprechern so nicht möglich ist. Dieses holografisch-plastische scheint sich aus der Interaktion von Lautsprecher und Röhrenverstärker und nicht einfach nur aus K2-Klirr zu ergeben.

Ich überlege jetzt, ob ich als letzten Schritt einmal eine Röhrenvorstufe versuche oder es einfach gut sein lasse.

Grüße und einen guten Wochenstart
RoA
Inventar
#404 erstellt: 26. Jan 2026, 09:36

Silenced_Music (Beitrag #403) schrieb:
Dieses holografisch-plastische scheint sich aus der Interaktion von Lautsprecher und Röhrenverstärker und nicht einfach nur aus K2-Klirr zu ergeben.


So sieht's aus.


Röhrenvorstufe


Eine gut gemachte Röhrenvorstufe kommt einem verstärkenden Draht schon recht nahe, auch wenn sie sich um eine Zehner-Potenz schlechter misst als ein Transistor. Und klingt somit nicht.
Al1969
Inventar
#405 erstellt: 26. Jan 2026, 09:40

Silenced_Music (Beitrag #403) schrieb:
Dieses holografisch-plastische scheint sich aus der Interaktion von Lautsprecher und Röhrenverstärker und nicht einfach nur aus K2-Klirr zu ergeben.


Das holographisch plastische ergibt sich aus Lautsprecher, dessen Aufstellung, dem Raum und seiner Behandlung, der Abhörposition (und Achtung Sakrileg: einer Entzerrung auf der Frequenz- und Zeitebene). Der Verstärker ist daran, solange er sauber konstruiert ist, vollkommen unbeteiligt.
8erberg
Inventar
#406 erstellt: 26. Jan 2026, 10:41
Hallo,

das verlangt aber eine sehr gute Aufnahme und Abmischung.

Bei kaum einer Produktion hat dazu jemand Zeit/Muße - und (leider) sind immer seltener Know-how vorhanden.

Man denke stets daran: wir hören bestenfalls das was der Tonmeister an seiner Abhöre hört. Thats all.

Daher frag ich mich oft warum dann die die "absolut echten Klang" hören wollen das Equipment der Profis niedermachen...

Peter
trilos
Inventar
#407 erstellt: 26. Jan 2026, 12:03
Weil die echten Profis TOP-Equipment nutzen..... und nichts von Behringer & Co.
8erberg
Inventar
#408 erstellt: 26. Jan 2026, 13:01
Hallo,

welche Studiotechnik-Hersteller sind denn genehm?

Peter
trilos
Inventar
#409 erstellt: 26. Jan 2026, 13:55
Das hat nichts mit "genehm" oder "nicht genehm" zu tun....
Silenced_Music
Ist häufiger hier
#410 erstellt: 27. Jan 2026, 12:06

Eine gut gemachte Röhrenvorstufe kommt einem verstärkenden Draht schon recht nahe, auch wenn sie sich um eine Zehner-Potenz schlechter misst als ein Transistor. Und klingt somit nicht.


Dann könnte ich das natürlich lassen. Vielleicht ergibt sich ja einmal die Möglichkeit sich eine zu leihen. Neugierig bin ich schon aber nach den Versuchen der letzten Monate ist die Motivation aktuell begrenzt.
Al1969
Inventar
#411 erstellt: 27. Jan 2026, 12:15
...sorry aber Du klingst wie jemand, der sich der Suche nach wirksamen Globuli verschrieben hat.
Silenced_Music
Ist häufiger hier
#412 erstellt: 27. Jan 2026, 13:45

Das holographisch plastische ergibt sich aus Lautsprecher, dessen Aufstellung, dem Raum und seiner Behandlung, der Abhörposition (und Achtung Sakrileg: einer Entzerrung auf der Frequenz- und Zeitebene). Der Verstärker ist daran, solange er sauber konstruiert ist, vollkommen unbeteiligt.


Ich kann ja nur meine subjektiven Eindrücke mitteilen. Ich war bei einem Freund dessen Blumenhofer Tempesta 17 an einem Transistor gut aber für meinen Geschmack zu hart, kühl und mit zu wenig Tiefenstaffelung spielten. Die stehen frei und Erstreflexionen sind soweit möglich akustisch behandelt. Hab den Raum auch einmal mit REW gemessen. Der ist ganz gut was Frequenzgang, NHZ und Impulsfenster anbelangt. Nicht perfekt aber man erkennt schon, dass da was gemacht wurde. Der Wechsel auf die Röhre hat das m.E. phänomenal verbessert. Sprich „echte“ Tiefe, keine Härte mehr, warme, leuchtende Klangfarben, greifbar plastische Darstellung. Klaro, muss ich auf jeden Fall noch ein zweites Mal hören und da kommt dann auch der Laptop mit um mit REW mal zu messen. So war der Eindruck. Nicht mehr und nicht weniger als „ich höre es doch“.

Mein Raum ist messtechnisch etwas besser im Sinne etwas geringerer NHZ, QRD-Diffusoren an den Erstreflexionspunkten. Hab eigentlich nur mit SBIR zu kämpfen, weil meine Wände extrem schallhart sind und die Tieftonenergie im Raum bleibt. Ich habe eine ziemlich ausuferne Bühnentiefe die z.T. gefühlt eine Armlänge vor mit beginnt (ECM-Becken) und 1-2 m hinter der Grundlinie endet (Kontrabass). Das ist fantastisch und macht unheimlich Spaß. Klingt aber nicht so plastisch. Ich würde sagen der Unterschied ist übertragen auf ein Foto wie wenn man bei einem hochaufgelösten Bild die Sättigung erhöht, es leicht weichzeichnet und einen HDR-Filter hinzufügt. Besser kann ich das nicht beschrieben. Ich hätte am liebsten auf Knopfdruck beide Optionen. Ist aber auch okay wenn das so einfach nicht geht…
Silenced_Music
Ist häufiger hier
#413 erstellt: 27. Jan 2026, 14:36

Al1969 (Beitrag #411) schrieb:
...sorry aber Du klingst wie jemand, der sich der Suche nach wirksamen Globuli verschrieben hat.


mhhh. Globuli enthalten soweit ich weiß keinen Wirkstoff weshalb es keine Rationale gibt, daran zu glauben. zudem gibt es einen gehörigen Body of Evidence der genau das bestätigt.

Röhrengeräte zeigen messtechnische Unterschiede und entsprechend gibt es eine hörphysiologische Rationale für wahrnehmbare Unterschiede und meines Wissens keine wissenschaftlichen Untersuchungen. Daher hinkt der Vergleich meiner Meinung nach.

Aber ich nehme den Kommentar gerne auf um auf dem Boden zu bleiben
Al1969
Inventar
#414 erstellt: 27. Jan 2026, 15:30
[quote="Silenced_Music (Beitrag #412)"]Nicht mehr und nicht weniger als „ich höre es doch“.[/quote]
Give me a penny for every time I've heard that.
Was denkst Du wie oft mir schon recht kostspielige Neuerwerbungen beim Erstversuch besser gefallen haben. Einfach weil meine Erwartungshaltung befriedigt werden wollte. Beim Zweitversuch legte sich die Euphorie. Simple Psychologie.

"Jetzt kommt die Röhre! Hör genau hin wie räumlich und entspannt die klingt!". "Oh, jaaa!"

Passiert jedem....


[Beitrag von Al1969 am 27. Jan 2026, 15:31 bearbeitet]
Silenced_Music
Ist häufiger hier
#415 erstellt: 27. Jan 2026, 15:42

Al1969 (Beitrag #414) schrieb:
Was denkst Du wie oft mir schon recht kostspielige Neuerwerbungen beim Erstversuch besser gefallen haben. Einfach weil meine Erwartungshaltung befriedigt werden wollte. Beim Zweitversuch legte sich die Euphorie. Simple Psychologie.

"Jetzt kommt die Röhre! Hör genau hin wie räumlich und entspannt die klingt!". "Oh, jaaa!"

Passiert jedem....


Ich bin da prinzipiell ganz bei dir. Vor allem weil ich mit Kabeln ja genau das hinter mir habe. Unterschiede hören, irgendwann zurück auf die alten wechseln und nichts mehr zu hören. Oder mal ist das eine mal das andere besser. Also nicht reproduzierbare Unterschiede. Hab da inzwischen auch abgerüstet. Daher schrieb ich auch, dass ich das definitiv ein zweites mal hören muss. Es war nur wirklich sehr krass, der Unterschied. So viel Kreativität traue ich meinem Unterbewusstsein eigentlich nicht zu.

Ich kann die zweite Runde hören ja mal abwarten. Bin parallel eh noch an der Raumakustik dran...hab also Möglichkeiten meine wenige Freizeit zu füllen
Al1969
Inventar
#416 erstellt: 27. Jan 2026, 18:38
8erberg
Inventar
#417 erstellt: 28. Jan 2026, 08:20

Silenced_Music (Beitrag #413) schrieb:

Al1969 (Beitrag #411) schrieb:
...sorry aber Du klingst wie jemand, der sich der Suche nach wirksamen Globuli verschrieben hat.


mhhh. Globuli enthalten soweit ich weiß keinen Wirkstoff weshalb es keine Rationale gibt, daran zu glauben. zudem gibt es einen gehörigen Body of Evidence der genau das bestätigt.

Röhrengeräte zeigen messtechnische Unterschiede und entsprechend gibt es eine hörphysiologische Rationale für wahrnehmbare Unterschiede und meines Wissens keine wissenschaftlichen Untersuchungen. Daher hinkt der Vergleich meiner Meinung nach.

Aber ich nehme den Kommentar gerne auf um auf dem Boden zu bleiben ;)


Doch, es ist "Wirkstoff" drin, jedoch so auf ppm verdünnt - da war der Vergleich mit "wenn ein Junge in den Bodensee pinkelt" schon passend.

Das wird vielfach in Hifi-Kreisen so angewandt. Kein Mensch ist in der Lage den Unterschied zwischen 33,333333 und 33,33335 zu hören aber es wird ein Riesenfass aufgemacht. Anstatt das alles etwas gelassener und aus einer ruhigen Perspektive zu betrachten ...

Naja, solche Leute findet man nicht nur im Hifi-Zirkus. Ich bin mit mehreren Winzern befreundet und hatte früher auch "Fachzeitschriften" in dem Bereich im Abo. Auch da wird - mit Verlaub - vielfach ein Firlefanz geredet... Heute sag ich: Flasche auf den Tisch und dann weiter...

Peter
Just_music
Stammgast
#418 erstellt: 15. Feb 2026, 13:17

jandus (Beitrag #208) schrieb:

t.



ein lustiger Lautsprecher in der Vintage Anlage Da klingt mit SICHERHEIT alles gleich, wie du immer mitteilst


[Beitrag von Just_music am 15. Feb 2026, 13:20 bearbeitet]
trilos
Inventar
#419 erstellt: 15. Feb 2026, 15:54
@ Just_music

Danke Dir.


Die aus stumpf aufeinander geklebtem MDF gebaute Needle ist als günstige Einsteigerbox OK - und wenn sie jetzt beim Sohn eines Kumpels spielt, ist das schon mal besser, als die bei Kindern und Jugendlichen so oft zu sehenden Bluetooth Brüll-Böxchen....

Hinter der Needle verstecht sich die Dynaudio Special Forty - das ist schon klar besser, keine Frage.

Ob die Dynaudio Special Forty, solide Mittelklasse und erfreulich angenehm klingend, am Ende jedoch der audiophile Prüfstein ist, nun ja....

Aber in sich stimmig dürfte das, je nach Raumakustik und Raumgröße, durchaus sein.

Schönen Sonntag,
Alexander
jandus
Stammgast
#420 erstellt: 15. Feb 2026, 16:11

Ich hatte gerade die Needles zum Hörtest frei im Laden aufgestellt, als gleichzeitig das Telefon schellte und Michael den Laden betrat. Beim Telefonieren schaltete ich meinen KT 88 ein, legte “Acoustic Live” von Nils Lofgren in den CD-Player und ließ kommentarlos “Keith don’t go” laufen. Als ich mich dann zu meinem Besucher setzen konnte, meinte er im Konjunktiv: “Wenn es die damals schon gegeben hätte, als ich meine Duetta gebaut habe, wär die auch für mich in Frage gekommen.” Nun muss man dazu wissen, dass eher zufällig neben den Needle meine neu beweichte Minuetta stand, die Michael für die Schuldige am Klangvergnügen hielt. Sein ungläubiges Gesicht hatte etwas von dem leicht verschämten Ausdruck, den es immer trägt, wenn man auf dem falschen Fuß erwischt wird, als ich ihm zeigte, wo die Kabel angeschlossen waren. “Naja, mit Gitarrenmusik hast du mich ganz nett herein gelegt, aber wenn auch nur ein Quäntchen Bass dabei gewesen wäre, hätte die kleine Kiste schön versagt.” Der Anfang von Patricia Barber’s “Use me” mit gezupftem Kontrabass und schnarrenden Saiten, die sehr vernehmlich auf Holz trafen, verschlug ihm glatt die Sprache.

https://www.acoustic.../needle_aufgewaermt/
Nur als Info

Nachtrag:

Wen es interessiert, hier die erwähnte "Minuetta" https://www.acoustic...nks-minuetta-teil-2/

Ist zwar OT,vielleicht kann man das stehen lassen?


[Beitrag von jandus am 15. Feb 2026, 16:43 bearbeitet]
Just_music
Stammgast
#421 erstellt: 16. Feb 2026, 09:28

trilos (Beitrag #419) schrieb:
@ Just_music

Danke Dir.


Die aus stumpf aufeinander geklebtem MDF gebaute Needle ist als günstige Einsteigerbox OK

Hinter der Needle verstecht sich die Dynaudio Special Forty - das ist schon klar besser, keine Frage.

Ob die Dynaudio Special Forty, solide Mittelklasse und erfreulich angenehm klingend, am Ende jedoch der audiophile Prüfstein ist, nun ja....

Schönen Sonntag,
Alexander


Ich finde es immer wieder äusserst problematisch, wie Jandus auf Basis dieses Equipments immer wieder in Abrede stellt, dass bei nun wirklich deutlich höherwertigen Anlagen unterschiede bei z.B. Digitalen Quellen, DACs, Kabeln usw. möglich bzw. vorhanden sind.

Ich würde mich als Golf Fahrer auch nicht fachlich negativ zu Porsche äußern.


[Beitrag von Just_music am 16. Feb 2026, 09:29 bearbeitet]
jandus
Stammgast
#422 erstellt: 16. Feb 2026, 09:44

Al1969 (Beitrag #414) schrieb:
Was denkst Du wie oft mir schon recht kostspielige Neuerwerbungen beim Erstversuch besser gefallen haben. Einfach weil meine Erwartungshaltung befriedigt werden wollte. Beim Zweitversuch legte sich die Euphorie. Simple Psychologie.

"Jetzt kommt die Röhre! Hör genau hin wie räumlich und entspannt die klingt!". "Oh, jaaa!"

Passiert jedem....

trilos
Inventar
#423 erstellt: 16. Feb 2026, 10:14
Ach jandus,

es bringt dich nicht weiter, hier hilflos AI1969 zu zitieren.

Denn seine "Warnung" vor der sich selbst erfüllenden Prophezeihung ist natürlich keine Einbahnstrasse:
So wie der, der unbedingt Unterschiede hören will, sie auch hört, hört derjenige, der keine Unterschiede hören will, auch keine Unterschiede.

Und was ist, wenn das "bessere Gefallen" nicht nur beim Erstversuch gegeben ist, sondern auch beim Drittversuch, beim Zwölftversuch, oder beim....?

Das Schöne für mich ist, dass ich sehr entspannt genau das an CD/SACD-Player, Amp und Boxen wählen kann, was mich klanglich überzeugt.
Ich kann aus (fast) jeder Preisklasse das wählen, was klanglich TOP ist, und es ist mir egal, was auf dem Gerät draufsteht, ob es viel, wenig oder "mittendrin" kostet.

Design und Optik sind zweitrangig für mich, am liebsten ist mir form followes function.
Wenn dann der 4.200 EUR CD/SACD Player den 18.500 EUR CD/SACD Player schlägt, oder absolut gleichwertig ist, dann spare ich gerne etwas Geld.
Sonst hätte ich auch nicht den 225 EUR günstigen WIIM Pro Plus Streamer, der via optischem dig-out an meinen YAMAHA CD-S3000 sein Signal liefert.... denn der WIIM PRO Plus klang so verkabelt genau so gut, wie Streamer für 2.500 EUR und für 6.000 EUR, die ich zum Vergleich hörte, und "links liegen liess".

Schau, du hast eine nette, solide Anlage.
Damit kann man gut Musik hören.
Sei zufrieden....

So long,
Alexander
Just_music
Stammgast
#424 erstellt: 16. Feb 2026, 10:33

jandus (Beitrag #422) schrieb:

Al1969 (Beitrag #414) schrieb:
Was denkst Du wie oft mir schon recht kostspielige Neuerwerbungen beim Erstversuch besser gefallen haben. Einfach weil meine Erwartungshaltung befriedigt werden wollte. Beim Zweitversuch legte sich die Euphorie. Simple Psychologie.

"Jetzt kommt die Röhre! Hör genau hin wie räumlich und entspannt die klingt!". "Oh, jaaa!"

Passiert jedem....

:prost


Moin Jandus,

du antwortest eigentlich immer mit links, Zitaten anderer, Videos usw.

Ich würde mich freuen, wenn Du deine eigene Meinung mal in eigenen Worten zum Ausdruck bringst. Wäre viel persönlicher und machen alle anderen in der Regel auch.
Al1969
Inventar
#425 erstellt: 16. Feb 2026, 11:03

trilos (Beitrag #423) schrieb:
Denn seine "Warnung" vor der sich selbst erfüllenden Prophezeihung ist natürlich keine Einbahnstrasse:
So wie der, der unbedingt Unterschiede hören will, sie auch hört, hört derjenige, der keine Unterschiede hören will, auch keine Unterschiede.

Das habe ich so nicht geschrieben. Ich wollte bloß auffordern, sich nicht auf die Erstwahrnehmung zu verlassen. Diese ist öfter falsch als richtig, daher ist irgendeine Form der Validierung (messen, erneut hören, Notizen machen...) immer ratsam.


trilos (Beitrag #423) schrieb:
Und was ist, wenn das "bessere Gefallen" nicht nur beim Erstversuch gegeben ist, sondern auch beim Drittversuch, beim Zwölftversuch, oder beim....?

Ganz einfach: Dann darf das neue Trumm eben bleiben.


trilos (Beitrag #423) schrieb:
Design und Optik sind zweitrangig für mich, am liebsten ist mir form followes function.

De gustibus non est disputandum! Eine Serblin zum Beispiel kauft man nicht nur wegen ihres Klangs. Das geht auch in deutlichst günstigeren Gehäusen.
Soll doch jeder kaufen, was ihm gefällt.

Mir stossen dann in Diskussionen tatsächlich beide Standpunkte sauer auf. Die einen schreiben ihren Preziosen schon mythische Eigenschaften zu während die Opposition jeden Euro verteufelt, der ihrer Ansicht nach zuviel ausgegeben worden ist.

Wie ich doch in einem anderen Forum belehrt worden bin, dass mein Händler schlecht ist und ich wahrscheinlich schlecht höre, weil ich zwischen meinem alten Netzteil und dem neuen für meinen LP12 keinen Unterschied gehört habe (und deshalb nicht aufgerüstet habe). Den neuen, durchaus kostspieligen Tonabnehmer empfand ich sofort als Verbesserung.
Hier musste ich mich gleich einnmal rechtfertigen überhaupt einen LP112 zu haben, wo doch ein Thorens vollkommen ausreicht...


trilos (Beitrag #423) schrieb:
Wenn dann der 4.200 EUR CD/SACD Player den 18.500 EUR CD/SACD Player schlägt, oder absolut gleichwertig ist, dann spare ich gerne etwas Geld.
Sonst hätte ich auch nicht den 225 EUR günstigen WIIM Pro Plus Streamer, der via optischem dig-out an meinen YAMAHA CD-S3000 sein Signal liefert.... denn der WIIM PRO Plus klang so verkabelt genau so gut, wie Streamer für 2.500 EUR und für 6.000 EUR, die ich zum Vergleich hörte, und "links liegen liess".

Wo soll denn bei der Verwendung als Bridge auch nur irgendein Unterschied herkommen (können)? Da werden Nullen und Einsen übertragen und that´s it! Ein Gerät, dass dies nicht kann ist nur eines: nämlich kaputt.
Bridges kauft man nach der Software und dem persönlichen Einsatzzweck. Multiroom mit Günstigteilen kann man machen (und auch funktional gut hinpfriemeln) muss man aber nicht.
trilos
Inventar
#426 erstellt: 16. Feb 2026, 11:27
@ AI1969

Danke für deine differenzierte Betrachtung.

Klar kann man für eine besondere Optik auch mal mehr Geld ausgeben.

An verschiedenen Anlagen nutze ich die optisch sehr schlichen, aber klanglich exzellenten Verstärker von WBE Audio aus Baden-Württemberg.
Im Schlafzimmer jedoch spielt eine McIntosh MC312 Stereo-Endstufe - da sollte es diese besondere Optik sein.

Und wenn du für deinen LP12 diverse Netzteile ausprobierst, und dann nicht das Neueste kaufst..... ja, Ähnliches erlebte ich auch schon.

Beim WIIM Pro Plus testete ich bewußt "quer durch die Preisklassen", da ich mit dieser Gerätegattung keine Erfahrungen zuvor hatte, und wissen wollte, ob beim digitalen Anschluss es Unterschiede gibt.
Ich fand sie da nicht, also wurde es der günstigste Kandidat.

Was ich jedoch tat, war das mitgelieferte 5 EUR Schaltnetzteil des WIIM gegen ein analoges Linearnetzteil von Audiophonics (aus Frankreich) zu tauschen. Kostenpunkt: 75,- EUR - somit preislich sehr überschaubar und qualitativ TOP.
Zudem mit "hartem Netzschalter" gesegnet.

So long,
Alexander


[Beitrag von trilos am 16. Feb 2026, 11:28 bearbeitet]
Just_music
Stammgast
#427 erstellt: 16. Feb 2026, 12:12
zwei schöne sachliche Beiträge Volle Zustimmung

Bei digitalen Quellen habe ich jedoch ganz andere praktische Erfahrungen gemacht. Bin da mit einem Innuos Zenith MK 3 unterwegs gewesen und vor einigen Monaten auf einen Innuos Statement NG gewechselt. Da gibt es ich hochpreisigem Bereichf schon deutliche Unterscheide, die auch nach mehreren Vergleich bestand haben. Interessehalber müsste ich eigentlich mal ein Wimm zum Vergleich bestellen und berichten.

Grüße


[Beitrag von Just_music am 16. Feb 2026, 12:13 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#428 erstellt: 16. Feb 2026, 14:44
Hallo,

wenn nicht Rosenmontag wäre...

Peter
Just_music
Stammgast
#429 erstellt: 16. Feb 2026, 15:00

8erberg (Beitrag #428) schrieb:
Hallo,

wenn nicht Rosenmontag wäre...

Peter



sprich dich ruhig aus. am besten mit eigenen praktischen Erfahrungen und nicht mit Theorie oder pauschal anderer Meinung
jandus
Stammgast
#430 erstellt: 16. Feb 2026, 16:10

8erberg (Beitrag #428) schrieb:
wenn nicht Rosenmontag wäre...



Satire zum Rosenmontag muss sein...

Der ganz normale Wahnsinn, oder ein Tag im Leben von Harry Goldohr.

Man darf Harry Goldohr durchaus schon als sehr fortgeschrittenen High-Ender bezeichnen. Durch sein Hobby hat er inzwischen auch schon mehr über die wirklichen physikalischen Zusammenhänge gelernt als jeder Physik-Professor mit seinem Schulwissen je lernen konnte.
Und er ist stolz darauf einige Visionäre aus der HiFi-Branche persönlich bei Produktvorführungen kennengelernt zu haben.

Er besucht regelmäßig HiFi-Messen, hat fast alle Testzeitschriften im Abo und tauscht, sofern noch Zeit verbleibt, seine Erfahrungen gerne in entsprechende Internetforen aus. Nur das HiFi-Forum meidet er in letzter Zeit, da ihn immer danach Zweifel plagten. Nur ab und zu wagt er noch einen Blick auf dieses Forum und schaut nach Goldohren, die sich da wacker verteidigen.

Dabei hatte alles harmlos angefangen. Wie jeder normale Mensch hat er, wenn er von der Arbeit kam, mal eben den Receiver eingeschaltet und zusammen mit seiner Frau einfach nur Musik gehört. Aber das ist schon lange her. Inzwischen hat sich viel geändert. Über die Jahre ist durch Testzeitschriften und Foren im Internet mit seinem Verständnis und Wissen über HiFi und die wahren Hintergründe auch seine Anlage gewachsen.

Das Wohnzimmer wurde komplett umgebaut. Zentral und unübersehbar befindet sich jetzt regelrecht ein Altar mit hochwertigen Anlagenkomponenten. Alles steht auf Basen, Spikes und Absorbern. Der Strom kommt über eine Klangsicherung im Verteilerkasten, wird über Trenntrafos und Netzfiltern über hochwertige Netzleisten verteilt und über die besten Netzkabel die es gibt an die Geräte weitergeleitet. Die korrekte Ausphasung ist ebenso selbstverständlich, wie die Verwendung von Klangsicherungen in den Geräten. Fast alle Geräte sind von einem Tuner optimiert worden, damit u.a. HF-Anteile nicht ihr Unwesen treiben können. Überall wurden mögliche Resonanzen mit Filzplättchen Einhalt geboten. Die Lautsprecher wurden mit C37-Lack behandelt und natürlich wurden über die Jahre viele Kabel gegen noch bessere getauscht.

Als High-Ender kommen natürlich nur Röhrenverstärker in Frage, der CD-Player wird mit einem Riemen angetrieben, alle CDs sind angefast und am Rand geschwärzt. Vor kurzem hat er noch einige Klangschalen und einen Raumharmonisierer aufgestellt. Auch die Verwendung von Noise Exterminatoren (für die freien Steckdosen) hat nochmal eine deutliche Steigerung gebracht. Z.Zt. denkt er über die Verwendung von Klangchips, Room Pads und den Artkustik Power Animator nach, aber es gibt noch nicht so viele Anwenderberichte darüber. Nur den Boxen-Energietransformator, da ist er sich sicher, den hat er sich schon bestellt.

Die über 10.000 Euro teuren LS-Kabel (natürlich laufrichtungsgebunden) hat er erst kürzlich angeschafft und sorgfältig auf die schon länger vorhandenen Kabelständer angebracht. Inzwischen hat er schon über 20 verschiedene Kabel im Einsatz gehabt, doch die jetzigen schlagen alle anderen um Längen. Man kann ihn ohne Zweifel schon als einen sehr erfahrenden Kabelexperten bezeichnen. Aber ihn plagt der Gedanke, dass er die neuen Kabel ggf. doch länger hätte einbrennen lassen sollen, vielleicht hätte sich dann die Bühne in seinem Wohnzimmer noch mehr ausbreiten können.

Natürlich sind die Zeiten vorbei, als Harry Goldohr einfach die Anlage einschaltete und Musik hören konnte. Heute muss zunächst auf vieles geachtet werden, bevor der Klang sich richtig entfalten kann.
Da vergeht schon einige Zeit bis alles stimmt. Da müssen die Geräte erst einmal so 10 Minuten „hochfahren“, bis sie auf ihren optimalen Betriebspunkt kommen. CDs müssen erst einige Zeit in einer Klangschatulle verbringen und danach kurzzeitig zunächst auf Fichtenholz und dann auf einen CD-Stein gelegt werden, bevor sie, natürlich mit einer CD-Matte versehen, in den Player eingelegt werden können.

Um effektiver zu werden hat sich Harry Goldohr eine Checkliste angefertigt, die vorgibt was wann zu tun ist, um in jedem Fall das Optimum der Klangentfaltung sicherzustellen. So ist z.B. vorgesehen, dass alle 3 Tage alle Steckverbindungen zu lösen sind und vor dem erneuten einstecken mit Soundgel behandelt werden, um die Kontaktwiderstände zu minimieren. Auch wird täglich die Ausphasung erneut überprüft, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Reinigungskraft (z.B. beim Anschluss eines Staubsaugers) die Stecker hinterher wieder richtig reingesteckt hat. Auch die korrekte Ausrichtung der Shakti Hollographen wird täglich überprüft. Auch ist zu überprüfen, ob der Raum kurz zuvor gelüftet wurde, da der Raumharminisierer ca. 1 Stunde braucht um die „Fischluft“ wieder klanggerecht zu harmonisieren.

Und bis vor kurzem war Harry Goldohr sich sicher, dass er noch vor seinem Ableben das ultimative Klangerlebnis erfahren würde. Doch dann hatte er eines Tages dennoch mal in diesem Forum wieder reingeschaut (der Teufel muss ihn wohl geritten haben) und er ist auf die Beiträge eines Users namens Jakob gestoßen. Harry Goldohr war entsetzt, da dieser User permanent behauptet, dass Nichts wirklich sicher sei. Er hat sofort das Forum verlassen und sich unverzüglich nochmals alle Testberichte zu seinen Produkten durchgelesen und seine Freunde angerufen. Danach hatte er sich wieder von dem Schrecken erholen können.

Doch der gestrige Abend hat Harry Goldohr erneut aus der Bahn geworfen. Kommt doch seine Frau aus der Küche gerannt, nein nicht weil er wieder was Klangsteigerndes eingebaut hat, nein sie hält einen Zeitungsauschnitt in der Hand, in dem von einem Tuner über die klangvernichtende Wirkung von Fußbodenheizungen berichtet wurde und Harry Goldohr hat eine Fußbodenheizung! Bei ihm ist sofort die komplette Bühne regelrecht eingebrochen! Er hat da sofort bei dem Tuner angerufen aber so spät am Abend hat er keinen mehr erreicht! In seiner Not ist er ins Internet gegangen um über sein Problem in seinen Lieblingsforen zu berichten. In seiner Verzweiflung hat er auch in diesem Forum darüber berichtet. Sofort hat sich ein User namens Janus bei ihm per mail und PM gemeldet und behauptet er könne das mit BBSI erklären und ihm unentgeltlich helfen, wenn er sich zu seinen HiFi-Freunden zählen lassen würde und am besten gleich einen Ortstermin mit ihm ausmachen würde, da er noch weitere Optimierungen bei ihm vornehmen könne.

Doch Harry Goldohr hat Angst, da er befürchtet um Jahre zurückgeworfen zu werden, um dann alles wieder erneut, diesmal jedoch nur mit seiner Einbildungskraft, aufbauen zu müssen. Zudem befürchtet er, von seinen alten HiFi-Freunden dafür verstoßen zu werden. Und soll er zukünftig die HiFi-Messen meiden, die Abos kündigen und soll er seine teuer erworbenen Erfahrungen leugnen? Sicher nicht! Doch es wird wieder Wochen brauchen, bis er wieder Stressfrei und frei von jedem Zweifel Musik hören kann. Hoffentlich kommt nicht noch seine Frau in den nächsten Tagen wieder mit so einer Horrormeldung aus der Küche. Und hoffentlich gibt es solange auch keine Sensationsmeldungen von den Testzeitschriften. Gott sei Dank ist die nächste HiFi-Messe ja erst in zwei Monaten. Und bis dahin hat er auch wieder genug Geld angespart.

Zwischendurch hatte Harry Goldohr auch mal überlegt nur noch einen Halbtagsjob zu machen, damit ihm mehr Nettozeit zum Musikhören verbleibt, aber dann hätte er wiederum ein zu geringes HiFi-Budget um sich weiter entwickeln zu können. Und manchmal, wenn wieder alles über ihn hereinbricht, denkt er an alte Zeiten zurück, wo Musikhören einfach nur Spaß gemacht hat, Hobbys noch Hobbys waren und wo er noch Sinn vom Unsinn unterscheiden konnte.

Als HiFi_Angel werde ich heute Abend Harry Goldohr in meine Gebete einschließen.

http://www.hifi-foru...ad=1824&postID=10#10
Helau und Alaaf...und ein Dankeschön an @hifi_angel
trilos
Inventar
#431 erstellt: 16. Feb 2026, 16:24
Das ist ja wohl ein Witz!

Der Typ gibt bloß vor, ein GOLDOHR zu sein.

Aber bei diesem kleinen Aufwand, den er da bereibt, reicht das doch nicht einmal für den Status Silberohr!

Es fehlen die Harmonix room-tune Klebepunkte - ohne die, ist das alles nix!

Ferner: Lautsprecherkabel, das ist der letzte Dreck.
Wer wirklich konsequent ist, hat in den Estrich 6 Leitungen fräsen lassen (Tri-amping selbstverständlich), die mit flüssigem Quecksilber gefüllt sind. Nur das ist wirklich monokristallin!

Es fehlt zudem die wöchentliche Fürbitte im Hörraum durch die drei christlichen Priester (ev., kath., und orthodox).
Und: Wo ist die Weihe der Anlage durch den zuständigen Rabbi und Muhezzin?

Sorry, Leute, SO WIR DAS NIX.

Wenn, dann konsequent.

Dann kommt nämlich nicht nur die Frau aus der Küche gerannt, dann kommen auch alle Nachbarn des Neubaugebietes angerannt.

So geht das!

Helau & Alaaf,
Alexander
Just_music
Stammgast
#432 erstellt: 16. Feb 2026, 16:38
Jandus, leider wieder nur das übliche...

kopieren, einfügen, Links , Videos.... fällt es dir zu schwer etwas in eigene Worte zu fassen ?
Skaladesign
Inventar
#433 erstellt: 16. Feb 2026, 17:18
Sauber Jandus, danke dafür.
Just_music
Stammgast
#434 erstellt: 16. Feb 2026, 18:25
großartig
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