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Röhrenverstärker mit ausgeprägtem "Röhrenklang"

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DB
Inventar
#636 erstellt: 13. Jun 2026, 16:59
Wer es mit weniger Text und ohne KI, aber mit Diagrammen mag: https://frank.pocnet.net/sheets/129/e/EL84.pdf
8erberg
Inventar
#637 erstellt: 15. Jun 2026, 12:23
Hallo,

der klassische Plan vom Jogi nicht vergessen

https://www.jogis-roehrenbude.de/Verstaerker/EL84-6W.htm

Peter
RoA
Inventar
#638 erstellt: 15. Jun 2026, 13:25
Dieser Verstärker ist Stand der Technik um 1960 und hat mit high-fidelinen Ansprüchen wenig zu tun, denn der Frequenzgang wird an vielen Stellen gehörig verbogen, und das auch noch sehr hochohmig. Viele Bauteile wie hochohmige Potis mit Abgriffen für gehörrichtige Lautstärke wird man in neu kaum finden, höchstens gebraucht oder als NOS. Nimmt man irgendwelche AÜs aus geschlachteten Radios - 'ne nette Bastelei. Wenn ich aber schon über 100 Tacken für einen halbwegs brauchbaren AÜ hinlege, würde ich die Schaltung nach aktuellem Stand der Technik auslegen und statt der EF86 z.B. eine halbe ECC83 nehmen, die hat mehr als genug Wumms. Ohne Klangregelung kommt man dann mit 1/3 der Bauteile aus. Im Prinzip landet man dann bei sowas hier:

https://www.jogis-roehrenbude.de/Verstaerker/Testamp/Testamp.htm

Mehr braucht es für einen Eintakter nicht (ausser vielleicht noch einer Gegenkopplung, Gridstoppern), und das kann auf viele Röhrentypen übertragen werden. Im Netz gibt es etliche Schaltungsvorschläge, die genau so aufgebaut sind.
tubescreamer61
Inventar
#639 erstellt: 15. Jun 2026, 17:56
@ RoA
Moin, "im Prinzip" ist der von dir verlinkte EL 84 Eintakter genau das, was hier bei mir bereits seit Jahren - immer noch zu meiner vollsten Zufriedenheit - ohne Probleme läuft.
Ich halte ja bekanntermaßen nicht viel von "blumigen" Klangbeschreibungen (und kritisiere dieses zumeist auch bei den Artikeln diverser Hifi-Gazetten), aber wie bereits gesagt hat die kleine EL 84 klangliche Vorteile, die ich bei vielen anderen Verstärkerröhren vermisse.
Ich kann nur jedem, der an "Röhrenverstärkung" interessiert ist, empfehlen diesen kleinen Verstärker mal aufzubauen ......... auch, wenn ich mich damit wiederhole.
Und bevor ich einen EL 34 (Gegentakt)Verstärker aufbauen würde, täte ich dieses lieber - um annähernd die gleiche Ausgangsleistung zu erhalten - mit 4 Stück EL 84 (statt 2 Stück EL 34).
Und auch im Eintakt-A Betrieb würde ich eher mit 2 Stück EL 84 `ne PSE bauen, statt `ner EL34 SE ........... die kleine EL 84 ist wirklich sooo viel besser als die EL 34 (oder 6V6) - sieht "optisch" eben nur nicht so "fett" aus, wie `ne EL 34 (oder 6V6) ........... aber wer Klang vor Optik setzt
Das A und O sind aber in jedem Fall die AÜ´s ......... und da darf man wirklich keine Kompromisse eingehen.
Für die EL 84 SE hat z. Bsp. der Jan Wüstens einen "netten" Ausgangsübertrager: ATRA 0288 - kostet mit knapp 64 € incl. Märchensteuer pro Stück (ohne Versandkosten) auch nicht "die Welt" ................. ist aber das mindeste, was ich an Kupfer und Eisen einsetzen würde.
http://www.askjanfirst.de/dindex.htm
Von irgendwelchen ausgeschlachteten Übertragern aus alten Röhrenradios oder "PRC-Krempel" würde ich dringendst abraten !!
........... Koppel C´s Wima MKP 4 mit 630V Spannungsfestigkeit (zur Sicherheit) - wer denn unbedingt möchte, kann diese ja noch mit kleinen Mica`s "brücken" ........... Widerstände 1 W Metallschicht (wo keine höhere Belastbarkeit gefordert ist) - fertig ist die Laube ......... "Zauberwiderstände" und "Wunderkondensatoren" braucht`s nicht ...... das ist "rausgeschmissenes Geld".

Gruß
Arvid


[Beitrag von tubescreamer61 am 15. Jun 2026, 18:42 bearbeitet]
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