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Tobi's Variant - Viel Druck, aber bitte versteckt :D

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Wasamolle
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 15. Jul 2019, 22:23
Hallo zusammen,

ich bin gefühlt schon eine Ewigkeit Mitleser im HiFi-Forum und lese hier sehr gerne über die Projekte der Nutzer und auch die Themen rund ums Fachwissen. Da ich die Projekt-Threads immer sehr spannend finde und bei mir zur Zeit auch ein Projekt in Planung ist, dachte ich, ich lasse euch daran teilhaben und erhoffe mir vielleicht auch ein paar gute Tipps, wie ich meinen Plan am Besten in die Tat umsetze.

Kurz zu meiner Person:
Mein Name ist Tobi(as), ich bin zur Zeit 24 Jahre alt und mache ein duales Studium in Mechatronik & Informationstechnologie. Ich habe mich schon immer für Elektrik, Musik und Musikanlagen interessiert, sodass ich in meinem Wagen, direkt als ich ihn bekommen habe, bereits einige Sachen gemacht habe.

Aktueller Stand:
Fahrzeug: Golf 3 Variant
HU: Alpine CDE-175R
FS: 2-Wege Komposystem von MB Quart (habe ich mit dem Wagen übernommen)
HS: Koaxial-Lautsprecher von Sony (waren ebenfalls schon verbaut)
Endstufe Lautsprecher: Massive Audio NX-4 (4x100W@4Ohm, 4x200W@2Ohm)
Subwoofer: Eton Force F10-800BR (2x2 Ohm, 700W)
Endstufe Subwoofer: Crunch GPX2200.1D (1100W@1Ohm)

Als ich den Wagen bekommen habe, habe ich zuerst nur die NX4 und die HU gekauft, und - wie es oft genug empfohlen wird - die vorderen Türen innen und außen mit Alubutyl gedämmt und einen Holz-Ring-Adapter mit Karosseriekleber und Epoxid-Harz befestigt. An Kabeln habe ich das Big3 in 25mm2 ausgeführt und nach hinten 2x35mm2 gelegt (ich möchte Masse lieber komplett separat verlegen). Ich hatte dann zunächst nur das FS an der NX4, um die Option auf einen Subwoofer offen zu lassen. Der Bass war mir dann tatsächlich schnell zu wenig und ich habe mir den Eton gekauft, der sich dann relativ problemlos mit anschließen ließ.
Nach einer Weile war mir der Bass dann wieder zu wenig und ich habe einfach nur die GPX gekauft und den Eton daran angeschlossen, die hinteren Lautsprecher sind dann noch mit an die NX4 gekommen. Soweit der Stand bis jetzt.

Reserveradmulde - Stand Mitte 2019

So siehts in der Reserveradmulde aus (bitte nicht schimpfen wegen der fehlenden Sicherungen, die werden im Zuge dieses Projektes ergänzt).

Subwoofer im Kofferaum

Anschluss Subwoofer
Der Eton steht hinter der Rücksitzbank in der Ecke und ist durch ein Brett mit passendem Ausschnitt fixiert, für den Anschluss habe ich eine Speakon-Buchse verbaut, damit ich ihn schnell rausnehmen kann.

So, soviel erstmal zum aktuellen Stand, morgen abend verrate ich dann, was geplant ist

Ich hoffe, es war nicht zu viel zu lesen und freue mich schon auf Meinungen

Liebe Grüße,
Tobi
Wasamolle
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 16. Jul 2019, 19:12
Hallo zusammen,

wie angekündigt folgt nun die Projektplanung. Aus verschiedenen Gründen habe ich mich entschieden, wieder was zu machen:
-Ich bin mit dem Verhältnis Endstufenleistung zu Belastbarkeit des Subwoofers nicht ganz zufrieden
-Die Verkabelung würde ich gerne nochmal schöner gestalten (und vor allem noch einzeln absichern )
-Ich hätte gerne mehr Bassreserven
-Ich wollte schon immer mal selber ein Subwoofergehäuse bauen
-Ich möchte den Subwoofer so verbauen, dass er keinen Nutzraum beansprucht (fahre häufiger mal viele/große Sachen durch die Gegend und ohne den Subwoofer ist der Bass wirklich mager)
-Beim Stöbern in den Kleinanzeigen habe ich ausversehen eine Emphaser EA1600D (2000W@1Ohm) gekauft

Kurz zusammengefasst möchte ich also einen Subwoofer so unterbringen, dass er immer drin bleiben kann und ein Chassis wählen, dass die Leistung der Endstufe auch sicher verträgt. Meine erste und bisher einzig sinnvolle Idee war es nun, den zukünftigen Subwoofer zu den Endstufen in die Reserveradmulde zu gesellen. Dort habe ich (unten) etwa folgenden Umriss:

Maße Reserveradmulde

Die Maße sind nur grob aufgenommen (eher etwas zu klein, damit es keine Überraschungen gibt). Wie man auf dem vorherigen Bild der Reserveradmulde sehen kann, habe ich auf einer höheren Ebene nach links noch etwas mehr Platz (müsste ich ggf. nochmal genauer nachmessen). Bis zur Unterkante des Kofferraumbodens sind es etwa 180-200mm. Da die Emphaser 275mm breit ist und sehr wahrscheinlich quer eingebaut werden muss, bleiben also noch 245mm, womit (höchstens) ein 20cm-Chassis in Frage kommt. Auf der Suche nach etwas geeignetem bin ich auf den Hersteller Ground Zero aufmerksam geworden, der im Verhältnis zum Preis recht stark belastbare Subwoofer vertreibt. Im Speziellen hat mich der GZHW20SPL überzeugt, bei einer Größe von 20cm und 2x1Ohm verträgt er eine Leistung von 1000W. Davon würde ich theoretisch 2 Stück in der Reserveradmulde unterbringen können. Folgendes Layout habe ich mir vorgestellt:

Reserveradmulde Layout

Wenn ich das Gehäuse aus 22mm MDF baue und die Chassis mit 2 Zusatzplatten anhebe, liegen diese etwa genau so hoch wie die Endstufen. Wenn ich dann noch 15mm Luft für die Rückseite des Chassis lasse, komme ich auf eine Gesamthöhe von 169mm und ein Gehäusevolumen von jeweils etwa 6.5l Netto, womit ich in der Herstellerempfehlung von 4-15l GG liege. Auf diese Weise könnte ich also wahrscheinlich einfach eine Platte mit passenden Ausschnitten und Schutzgittern direkt in den Kofferraum legen und müsste den Boden noch nicht einmal anheben.
Das ist bisher (in meinen Augen) die beste Lösung, die mir eingefallen ist, ich kriege alles in der Reserveradmulde unter und Endstufenleistung und Belastbarkeit der Chassis passen perfekt zusammen, wobei ich von der 1Ohm-Stabilität Gebrauch machen kann.

Ein Gedanke, der mir noch kam, war nur ein Chassis im Bassreflexgehäuse zu verbauen, wobei ich fürchte, dass ich nicht genug Volumen zusammen bekomme, auch wenn mich das gereizt hätte. Ich bin mir auch nicht sicher, ob das Bassreflexgehäuse soviel rausholt, dass ich mit der Hälfte der Leistung dasselbe Resultat erziele...

Eine weitere Idee war es, die Türen z.B. mit einem GZHW16SPl zu bestücken (2x2Ohm, 500W) und im Amaturenbrett Mittel- und Hochtöner unterzubringen. Mitteltöner trennt man aber wahrscheinlich höher, als bei 100Hz, oder? Und ich bezweifle irgendwie, dass sich Türen wirklich gut als Subwoofergehäuse eignen, wenn man nicht gerade einen Riesenaufwand betreiben möchte. Dicht bekommt man sie ja leider eher nicht...

Achja, die Stromversorgung:
Anfang August verbaue ich einen anderen Motor, welchen ich bereits mit einer anderen Lichtmaschine (120A statt 90A) bestückt habe, und ich werde in diesem Zuge auch direkt 70mm2 Stromkabel an allen Stellen verlegen. Der Kofferraumausbau wird dann wahrscheinlich auch etwas später stattfinden (so ein Motorumbau ist ganz schön teuer ), aber ich plane gerne weit im Vorraus, da einem mit der Zeit immer doch noch mal andere Ideen kommen
In der linken Seitentasche sollte ich dann zu gegebener Zeit auch noch eine kleine Zusatzbatterie unterkriegen, um dem System noch eine bessere Stromversorgung zur Verfügung stellen zu können.

Das wäre also das, was ich mir bisher überlegt habe, und nun wollte ich einfach mal fragen, was ihr davon haltet, ob es Verbesserungsvorschläge gibt oder vielleicht sogar ganz andere Ideen. Ich bin für alle Anregungen offen

Liebe Grüße,
Tobi
Neruassa
Inventar
#3 erstellt: 17. Jul 2019, 14:03
6,5 Liter pro Chassi? Das ist schon arg wenig.
Bekommst du nicht mehr aus der RRM raus?

Warum eigentlich nur so wenig?

Ich habe es bisher nur überflogen, aber sind deine verstärker und alles mit in der mulde? Oder eine Etage höher?

Ich werde auch ein Gehäuse in die RRM bauen, 2x8" im BR, an 1.2kW, die sind auch verhältnismäßig günstig in der Anschaffung. Aber das Gehäuse wird auch 40l+.

Ich glaub nicht, dass du mit 2x6,5l bzw 1x13l zufrieden wirst...

Mitteltöner fürs armaturenbrett gibt's sicherlich, die ab 100 Hz spielen. 10cm dann.
Aber Subwoofer für in die Türe? Es gibt Kandidaten, die sind aber eher 20cm Format. Und ersetzen können sie es auch nicht.

Ich würde mir überlegen, wie ich die gesamte RRM fürs Gehäuse nutzen kann und der Rest eine Etage höher baue. Und den gesamten Boden anhebe bis zur Ladekante, wenn möglich.
st3f0n
Moderator
#4 erstellt: 17. Jul 2019, 14:24
Alternativ kann man die Stufen, falls der Platz ausreicht auch unter den vorderen Sitzen unterbringen. Ist halt mit mehr Arbeit und Kabeln verbunden.
Wasamolle
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 17. Jul 2019, 17:23
Hallo,

vielen Dank erstmal für die Antworten!

@Neruassa
Laut Datenblatt wird im geschlossenen Gehäuse 4-15l empfohlen, da werden die -3dB zwischen 60-70Hz geschnitten, stimmt soweit auch mit WinISD überein. Naja, ich müsste mal genauer nachmessen, vermutlich ist etwas mehr Fläche drin, höher könnte ich immernoch gehen.
Das Gehäuse soll quasi auf dem Boden stehen und die Endstufen werden oben draufgeschraubt. Um möglichst flach zu bleiben, wollte ich dann die Subwoofer über Ringe o.ä. anheben, sodass die Oberkante der Endstufen in etwa auf gleicher Höhe mit den Chassis ist.

Die Befürchtung habe ich auch, aber ich wüsste nicht, wie ich noch mehr Volumen rausholen sollte, ohne die Endstufen woanders hinzupacken.

Ja, ich dachte mir auch schon, dass das mit den Subwoofern in der Tür eher eine Schnappsidee ist

Eine Ladekante habe ich leider nicht, ich könnte höchstens den gesamten Boden anheben...
Welche Chassis verbaust du denn? Und wie sehen die Port-Dimensionen aus?

@st3f0n
Unter den Sitzen ist leider schlecht, da ist über die gesamte Höhe eine Querstrebe drunter, die NX4 würde ich da vielleicht noch hinbekommen, aber die EA1600D mit Sicherheit nicht. Möchte auch nach Möglichkeit erreichen, dass vom dem Einbau nichts zu sehen ist. Trotzdem Danke für die Idee!

Liebe Grüße,
Tobi
Neruassa
Inventar
#6 erstellt: 17. Jul 2019, 19:31
Variant ist doch ein Kombi.

Ist die RRM so klein?

Selbst bei meinem focus 2 war da mehr als 15l rauszuholen.

Mach mal paar Fotos.

Ich hab 2 DD608. Die kommen ins BR. Berechnen tue ich das, sobald das Gehäuse gebaut und ausgelitert wurde.
Aber das geht in die Richtung 45-55l Netto.
Wasamolle
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 18. Jul 2019, 07:39
Morgen nachmittag habe ich Zeit, dann mache ich mal ein paar Schablonen und messe mal genauer nach.
Joze1
Moderator
#8 erstellt: 18. Jul 2019, 13:15

Wasamolle (Beitrag #5) schrieb:
Laut Datenblatt wird im geschlossenen Gehäuse 4-15l empfohlen, da werden die -3dB zwischen 60-70Hz geschnitten


Öhm ja, aber das sind dann keine Subwoofer, das sind dann grad mal Tieftöner und nicht mal wirklich brauchbare... Beim Woofer-Konzept würde ich definitiv nochmal umdisponieren, vielleicht eher ein Gehäuse längs an der Rückbank? Da kannst du mehr Volumen zusammenbekommen und kannst dennoch alles an Platz davor nutzen.
Wasamolle
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 20. Jul 2019, 22:29
Hallo zusammen,

ich habe mir ein paar Gedanken gemacht und gestern abend nochmal etwas rumprobiert. Dabei ist folgendes Layout herausgekommen (entschuldigt bitte die Qualität, es war schon dunkel...):

RRM Anordnung

Die Pappe links soll die neue Position der NX4 darstellen, in der Mitte ist die EA1600D und rechts wäre der Subwoofer. Tatsächlich würde ich es in dieser Anordnung schaffen, einen GZRW 12XSPL unterzubringen (25cm Durchmesser, 2x2Ohm, max. 1500W).

Anschließend habe ich eine Schablone vom unteren Boden erstellt, die ich vernünftig ausmessen konnte:

RRM Schablone

Wenn ich nun noch den gesamten Bereich rechts von der EA1600D so anhebe, dass das Chassis und die Endstufen auf einer Höhe liegen und ich trotzdem noch in der Mulde bleibe, sind sogar ca. 40l drin. Laut Herstellervorgabe lägen die -3dB dann erst bei 35Hz an (EDIT: Im geschlossenen Gehäuse), was in meinen Augen schonmal deutlich besser aussieht, als die erste Anordnung. Außerdem hätte ich oberhalb vom Chassis noch Platz, um einen Port unterzubringen und könnte mich doch mal an einem Bassreflexgehäuse versuchen. Eine kurze Spielerei mit WinISD hat folgendes ergeben:

RRM Bassreflex (GZRW 12XSPL, 40l)

Habe mich zum Thema Bassreflex noch nicht so eingelesen, kann hier jemand gute Quellen nennen? Was ist generell erstmal von dem Aufbau zu halten? Ich finde jedenfalls, es wirkt deutlich vielversprechender.

Liebe Grüße, Tobi


[Beitrag von Wasamolle am 21. Jul 2019, 00:04 bearbeitet]
Neruassa
Inventar
#10 erstellt: 21. Jul 2019, 00:35
40l (was in deinem Fall Brutto wäre) ist viel zu wenig (selbst bei Netto) für einen 12" im BR.

Ich würd da eher auf ein GG setzen.

B2 Rage 12
DD712

Beides Kandidaten für GG und spielen ganz gut dort.
Wasamolle
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 21. Jul 2019, 01:37
Kann man pauschal sagen, wie viel Liter ein BR in etwa (wenigstens) haben sollte, abhängig vom Chassis-Durchmesser? Wenn ja, wie viel wäre das für 10/12"?
Oder andersherum gefragt: Wie wirkt sich ein zu kleines Bassreflexgehäuse aus?

GG würde sicher auch schon gut gehen, ich denke vor allem mit einem 12" gegenüber den 10".

Woran kann man festmachen, dass die von dir empfohlenen Subwoofer besonders gut für GG geeignet sind?
Und ist der 12XSPL schlecht(er) geeignet?
Der DD712 fällt leider raus, der sprengt meine Budgetvorstellung völlig, die übrigens bei etwa 200-300€ liegt (ganz vergessen ).
Den Rage 12 könnte ich mir preislich vielleicht noch vorstellen, aber er ist natürlich schon eine ganze Ecke teurer, und baut auch 46mm höher auf als der 12XSPL, wodurch ich auf jeden Fall irgendwie meinen Boden (über die Ladekante hinaus) anheben müsste. Ist er klanglich (oder in anderer Hinsicht?) so viel besser, dass sich die Mehrkosten und der Mehraufwand lohnen?


[Beitrag von Wasamolle am 21. Jul 2019, 01:39 bearbeitet]
Neruassa
Inventar
#12 erstellt: 21. Jul 2019, 02:55
Der DD passt doch vom Budget, knapp.

https://mtaudio.eu/d...edanz-d2_doppel_2ohm

An den Parametern.



Qtc (Einbaugüte)
Um so niedriger die Einbaugüte, um so flacher fällt die Flanke aus,
der Bassbereich wird leiser, dafür auch tiefer (siehe f3),
zudem steigt die Impulstreue
Die lineare Auslenkung steigt, die Belastbarkeit nimmt ab.
Oft gewählte Werte:
- Qtc = 0,5 Linkwitz-Charakteristik - dynamisch perfekt, kritisch bedämpft.fc entspricht -6dB
- Qtc = 0,577 Bessel-Charakteristik - gutes Impulsverhalten, keine Überschwinger in der Sprungantwort.
- Qtc = 0,707 Butterworth-Charakteristik - Flache Amplitude, gute Allroundeigenschaften. fc=f3 = -3dB
- Qtc > 0,707 Chebyshev-Abstimmung, ab hier treten langsam Überschwinger in der Amplitude auf.
- Qtc > 0,8 Von Carhifi-Freaks oft gewählt um maximalen Pegel zu erhalten.
- Qtc > 1,0 Sehr schlechte Impulstreue. fc entspricht hier 0dB, dafür maximaler Wirkungsgrad und Belastbarkeit.

EBP (Efficiency Bandwidth Product)
Um so niedriger der Wert, desto besser eignet sich ein Chassis für das Geschlossene Gehäuse,
bis hin zur Free-Air-Tauglichkeit. Die Werte dienen als grobe Hilfe für Bässe und sind nicht maßgeblich.
- EBP <40 Transmissionsline Gehäuse.
- EBP <60 & Qts >0,5 Free-Air-Eignung
- EBP 40-70 geschlossenes Gehäuse
- EBP 50-80 einfach ventiliertes Bandpass Gehäuse.
- EBP 70-120 Ventiliertes Gehäuse (Bassreflex)
- EBP >120 Horn- und 6th order Bandpass Gehäuse.

Auch anhand des Qts kann man schon grob ausmachen, für welches Gehäuseprinzip
sich ein Lautsprecher eignen könnte:
- Qts < 0,3 Horn-Konstrukte.
- Qts 0,3- 0,4 Ventilierte Gehäuse.
- Qts 0,4-0,6 Geschlossene Gehäuse
- Qts >0,7 Free-Air, offene Schallwand oder Transmissionline


Zumal Joze den im GG laufen hatte und sehr zufrieden war. Auch was Tiefgang betraf.

Pauschal, schwierig. Aber grob:
10" 35-45l Netto
12" 50-65l Netto

Aber halt Netto. Abzüglich Port, woofer und Verstrebungen.

Hier der thread: http://www.hifi-foru...=1943&postID=525#525


[Beitrag von Neruassa am 21. Jul 2019, 03:00 bearbeitet]
Joze1
Moderator
#13 erstellt: 21. Jul 2019, 08:41
Ich war zufrieden, hatte aber auch sehr viel mehr Leistung anliegen. Und laut genug war es mir auch nicht

Ich würde bei 40 Liter brutto innen einen 10" im BR einsetzen. Ich würde hier auf gar keinen Fall auf Biegen und Brechen einen 12" unterbringen wollen, auch wenn das im GG sicher möglich ist. Ist dann eben auch leiser.

Hängt am Ende viel zu sehr von den Ansprüchen ab. Was spricht gegen den GZRW 10XSPL? Oder einen B2 Audio Riot10? Oder einen DD Audio Redline 710d?
Wasamolle
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 21. Jul 2019, 10:53
@Neruassa

Super, die Seite hatte ich gar nicht auf dem Schirm, ansonsten sind B2 und DD kaum zu finden über die üblichen Seiten
Ich habe da nur eine Seite gefunden, die den DD anbietet, und das für 550€

Aber die Chassis bauen leider trotzdem beide sehr hoch auf, solange ich noch an der Komplettintegration in der RRM festhalte, sind die für mich eher raus.

@Joze1
Ein einzelner 10" im Bassreflexgehäuse hört sich glaube ich gar nicht so schlecht an, ich hatte bisher nur kein Chassis gefunden, was so hoch belastbar ist. Aber vielleicht brauche ich das jar gar nicht? Wie ist Spitzenbelastbarkeit zu verstehen? Könnte ich bei einer angegebenen Spitzenbelastbarkeit von 1500W auch mal ein Lied lang die EA1600D voll ausfahren?
Ansonsten finde ich, der B2 Audio Riot10 hört sich recht vielversprechend an. Ließe der sich gut in den ca. 40l brutto als Bassreflex unterbringen?

Vielen Dank nochmal an dieser Stelle für die ganzen Vorschläge!

Liebe Grüße,
Tobi
Joze1
Moderator
#15 erstellt: 21. Jul 2019, 11:05
Die EA1600D bringt gemessen sogar gut 2kW an 1 Ohm. Aber davon solltest du dich nicht zu sehr irritieren lassen. So lange du nicht das Chassis durch hartes Clipping quälst und den Bass etwas mit Bedacht regelst, funktioniert das durchaus sehr gut. In der Regel gilt ohnehin die Faustregel, dass man Subwoofer eher mit zu viel Leistung ansteuern sollte, als eine Endstufe mit wenig Leistung zu wählen und diese dann ständig zu übersteuern, wodurch Woofer und Verstärker schaden nehmen können...

Da du auch auf "Druck" aus bist, wärst du mit einem 12" im GG schlechter dran, als mit einem 10" im BR. Der Resonator im Bassreflex-Gehäuse bedeutet einen Wirkungsgrad-Anstieg um bis zu 6dB, das kann das bisschen Mehr an Membranfläche des 12" nicht rausreißen.

Sagen wir mal so: Ich glaube schon, dass der Riot10 in 40 Liter brutto gut funktioniert. Für einen optimalen Betrieb wäre etwas mehr Volumen sicher nicht verkehrt, aber da beißen sich bei dir einfach auch zu viele Maßgaben des Projekts. Viel Belastbarkeit, kleiner Platz und "viel Druck"... Das ist alles zusammen schon etwas schwierig. Da muss man am Ende dann einen Kompromiss eingehen.

Ich bleibe dabei, dass ich wohl eher über die Breite der Rückbank bauen würde. Aber ich kann auch verstehen, wenn du alles in der Mulde verstecken willst, weil du das als praktischer empfindest.
Wasamolle
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 21. Jul 2019, 13:00
Okay, mit Bedacht eingesetzt kann die Stufe sicher nicht schaden, das denke ich auch. Sie wäre wahrscheinlich auch definitiv der mit 1100W angegebenen Crunch GPX2200.1D vorzuziehen (zumal ich Crunch da eine grobe Schönung der Werte zutraue...).

Mir ist klar, dass der Aufbau in der Mulde natürlich ein riesiger Kompromiss ist, aber ich will natürlich trotzdem das Beste rausholen
Ich denke, ich werde die Speakon-Buchse auch mal verbaut lassen, falls ich nach einer Weile vielleicht doch mal ein größeres Gehäuse im Kofferraum probieren möchte - dann muss das halt wieder für größere Transporte raus.
Für dieses Projekt möchte ich aber definitiv mal probieren, alles in der Mulde unterzubekommen.
Da ich bisher nur den Eton (BR) hatte, fehlt mir leider jeglicher Vergleich, aber gerade bei 10" ist BR dann wahrscheinlich zu bevorzugen, oder?
Vor allem, wenn man den Bass gerne im Rücken spürt.

Dann würde ich fürs erste gerne mal den Riot10 ausprobieren, denke ich, der ist ja recht günstig und scheint gut geeignet, verträgt dabei auch einiges.
Oder hat eventuell jemand noch einen Alternativvorschlag, wo er jetzt sagen würde, dass der nochmal eine Ecke besser ist (und vielleicht nicht all zu teuer)?

Wie wäre dann jetzt die Vorgehensweise?
Ich würde zunächst ein Gehäuse in die Mulde bauen, wo die Endstufen drauf und das Chassis reinpassen, mit möglichst großem Volumen. Anschließend würde ich dann das erreichte Volumen irgendwie bestimmen (Holz mit Wasser ausgießen geht wohl schlecht, oder?) und darauf basierend den Port berechnen, richtig?
Und danach wird der Port dann noch getunt, so wie ich das bisher gehört habe, ich denke mal über die Länge, oder?
Macht man das nach Gehör, gibt es da spezielle Methoden, oder wäre Messequipment nötig?
Joze1
Moderator
#17 erstellt: 21. Jul 2019, 13:21
Die Crunch ist auch gar nicht soo schlecht, ist aus einer Serie, die relativ gut und stabil gebaut ist.

Ja, ich würde bei dem 10", wie jetzt mehrfach geschrieben, definitiv auf BR gehen.
Denkbar wäre übrigens auch ein Sundown Audio SA10. Nur, um noch eine Alternative zu nennen

Als allererstes: Alles bauen und Gehäuse so groß wie eben geht. Dann auslitern (geht zum Beispiel mit Füllmaterial für Verpackungen) und dann alles weitere
Tunen kannst du entweder vorher schon recht genau, wenn du weißt, wie. Oder im Nachhinein per Gehör/Popometer.
Wasamolle
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 21. Jul 2019, 13:45
Da fehlt leider wieder auch ein Vergleich zu anderen Endstufen, gegenüber der NX4, die gebrückt an 4Ohm 400W abgibt, steht die Crunch natürlich um Welten besser da, das habe ich damals beim Umrüsten sofort gemerkt. Aber mehr Leistungsreserven schaden ja nie, also soll auf jeden Fall die EA1600D rein.

Gut, dann steht das fest, 10" BR, Chassis kann ich ja noch etwas drüber grübeln.

Wie ich eingangs geschrieben hatte, steht ja Anfang August erstmal der Motorumbau an, wobei schonmal die Verkabelung ein Upgrade erhält - davon kann ich bei Interesse gerne ein paar Bilder posten.
Danach schaue ich mal, was nach den Eintragungen an Geld übrig bleibt, für ein Gehäuse sollte es aber noch reichen, das werde ich dann wohl im Anschluss bauen und anschließend schonmal berichten. Zum Thema Abstimmung werde ich in der Zwischenzeit noch ein bisschen lesen und würde mich dann hier nochmal melden, wenn es soweit ist.

Bis dahin schonmal vielen lieben Dank und ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße,
Tobi
Audiklang
Inventar
#19 erstellt: 23. Jul 2019, 01:54
hallo

die kleine 400er kannst im seitenteil rechts problemlos verstecken , wenn die substufe eventuell noch links in´s seitenteil passt ist die dann auch raus aus der mulde und du hättest mehr platz für den sub

ich kenn leute die fahren auch schonmal nen 18 zoll PA woofer in der radmulde "ohne gehäuse" aber das ist ne spezielle einbauart die nicht jeder durchführen will

Mfg Kai
Wasamolle
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 15. Aug 2019, 18:46
Hallo zusammen,

der Motorumbau ist durch und zumindest die neue Stromversorgung ist fertig. Leider war das ganze Projekt teurer als gedacht, weswegen das Gehäuse und der Subwoofer auf den nächsten Monat verschoben werden müssen. Dennoch möchte ich euch die Bilder von der Stromversorgung nicht vorenthalten.

Im Motorraum gehen jetzt einmal 70mm2 von der 120 A - Lichtmaschine zum Anlasser und von da aus weiter zu einer Potentialschiene:

Verkabelung-01

Verkabelung-02

Verkabelung-03

Unterhalb von der Potentialschiene sitzt die Sicherung für die Endstufen:

Verkabelung-05

Als zentraler Massepunkt dient eine M10-Schraube, die ich großzügig am Längsträger angeschweißt habe:

Verkabelung-06

Verkabelung-07

Alle wichtigen Erzeuger und Verbraucher kommen hier mit jeweils 70mm2 zusammen, die Motorsteuerung etc. wird dann klassisch über die Karosseriemasse versorgt.

Und hier kommen die Kabel in der Reserveradmulde an:

Verkabelung-08

@Audiklang:
In der rechten Seitentasche ist kein Platz, da sitzt die Pumpe für die Zentralverriegelung. Die linke Seitentasche möchte ich mir für eine Zusatzbatterie offen halten.

Ich denke, die 2,5 kW sollten so im Kofferraum erstmal ausreichend versorgt sein, oder?
Und wenn nicht, wie gesagt, muss halt noch eine weitere Batterie her.

Ich melde mich dann wieder, wenns ans Gehäuse geht

Liebe Grüße,
Tobi
Matth82
Stammgast
#21 erstellt: 15. Aug 2019, 21:33
Ich wäre erst zur Schiene und dann von der Batterie dann zum Anlasser gegangen. Mir gammelt es am Anlasser einfach zu sehr, der hängt da quasi immer im Dreck und deine Versorgungsleitung somit auch.
st3f0n
Moderator
#22 erstellt: 15. Aug 2019, 21:38

Ich denke, die 2,5 kW sollten so im Kofferraum erstmal ausreichend versorgt sein, oder?

Mit einer 120A Lima ohne Zusatzbatterie halte ich das für äußerst grenzwertig. Vom Passat 3C gibts eine 180A Lima, die passt meistens PlugnPlay. Dazu dann noch eine Zusatzbatterie und du bist auf der sicheren Seite.
Wasamolle
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 15. Aug 2019, 23:09
@Matth82
Ja, das stimmt schon, dass die Stelle mit der Zeit von außen nicht mehr so schön aussieht - allerdings liegen die Kabelschuhe ja flächig aufeinander und sind mehr oder weniger durch die Mutter verpresst, ich denke nicht, dass da großartig Schmutz reinkommt.

@st3f0n
Dass ich später eine Zusatzbatterie verbauen möchte, hatte ich ja bereits gesagt. Nochmal eine größere LiMa zu verbauen, ist ja auch kein großer Akt. Hier ging es mir hauptsächlich um die Verkabelung, und da sollten die 70mm2 ja wohl reichen, oder?
st3f0n
Moderator
#24 erstellt: 15. Aug 2019, 23:10

und da sollten die 70mm2 ja wohl reichen, oder?

Jawoll. Da hätten aber auch 50mm² vollkommen ausgereicht.
Wasamolle
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 24. Aug 2019, 18:08
Hallo zusammen,

heute wollte ich mal ein kleines Update geben.
Anfang der Woche habe ich Holz besorgt und im Laufe der Woche immer mal am Gehäuse gearbeitet und schonmal etwas Ordnung in die Verkabelung gebracht.

Zwecks Platzgewinnung sind die Frequenzweichen unter die Rücksitzbank gewandert und von da aus geht jetzt ein Kabelstrang, den ich auf einer Seite steckbar gemacht habe, zu den Endstufen. Die Stecker sind vor allem momentan sehr vorteilhaft, so kann ich immer schnell das aktuelle Brett rausnehmen und das neue Gehäuse probesitzen

Hier ist der Kabelstrang für die Lautsprecher sowie Remote:

Verkabelung 01

Hier sieht man die Frequenzweichen:

Verkabelung 02

Passt ganz gut unter die Sitzbank:

Verkabelung 03

Im Kofferaum wirds langsam ordentlich:

Verkabelung 04


Für das Gehäuse habe ich durchweg 22mm MDF verwendet, mit Ausnahme der Bodenplatte, die ich um ein bisschen Höhe zu gewinnen nur aus 16mm MDF gefertigt habe. Ich habe versucht, möglichst gut die Form der Mulde nachzubilden, es war zwar echt viel Arbeit, aber jeder Liter Gehäusevolumen ist ja wertvoll

Hier einmal die Bodenplatte und die Wandelemente:

Gehäuse 01

Erstes Probesitzen mit den Wandelementen:

Gehäuse 02

Einmal die Emphase probegelegt, es wird eng, aber es passt

Gehäuse 03

Im linken Bereich habe ich noch zwei senkrechte Stützen gesetzt:

Gehäuse 04

Im rechten Bereich kommt eine Querverstrebung rein:

Gehäuse 05

Und neue Bretter als Kofferraumboden habe ich auch bereits zugesägt, aus 22mm Spanplatten:

Gehäuse 06

Es geht also voran, Montag mache ich dann wahrscheinlich die Ausschnitte für Chassis und Bassrelfexrohr. Dann wollte ich nochmal alle Fugen mit Holzleim auffüllen und anschließend alle Übergänge etwas glattschleifen und zum Schluss das Gehäuse einfach schwarz lackieren.
Die Bodenplatten werde ich dann mit schwarzem Filz beziehen und über Subwoofer und Bassreflexrohr kommen Gitter.

Stichwort Bassreflexrohr: Am ehesten wird wohl ein Durchmesser von 10cm in Frage kommen, richtig? Ist das dann das Außenmaß? In dem Bereich, wo die Endstufen sind, habe ich nämlich genau 100mm Höhe.
Und wo kauft man Bassreflexrohr üblicherweise?

Gibt es irgendwelche Kritik, oder stimmt die Richtung erstmal so?

Liebe Grüße,
Tobi
Neruassa
Inventar
#26 erstellt: 24. Aug 2019, 19:00
Welcher Woofer ist es denn jetzt?

Das Gehäuse solltest du noch auslitern. Wegen der Länge des Ports.
z.B. mit sowas: https://www.ebay.de/...r-/362273517578?var=

Wegen Port:
10cm ist der Innendurchmesser.
Man kauft sich entweder Aeroports, oder Abflussrohre ausm Baumarkt, oder baut sich n Viereckigen aus Holz.
Wasamolle
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 25. Aug 2019, 01:59
Ich habe mich jetzt für den B2 Riot10 entschieden, ich finde ihn von den Werten gut und irgendwie gefällt mir auch die Optik, beim Preis kann man denke ich auch nichts sagen.

Das Gehäuse wollte ich auf jeden Fall noch auslitern. Das von dir verlinkte Zeug wirkt ganz gut, ich hätte allerdings zufällig zur Zeit genügend Sand zum Auslitern da. Oder kriegt man den schlecht wieder raus?

Hmm, sehe ich das richtig, dass im Grunde egal ist, woraus ich den Port baue, nur der Querschnitt muss stimmen? Dann mache ich mir da nochmal Gedanken, wie ich das am Besten angehe.
Audiklang
Inventar
#28 erstellt: 25. Aug 2019, 02:05
hallo

bei sand gut auspusten mit druckluft am besten und staubsauger aussaugen

port kann man auch als schacht bauen so kann der auch das gehäuse noch verstärken , nur mit der länge spielen ist etwas schwieriger aber nicht unmöglich

wenn der port um die ecke geht , dann noch nen diagonalbrettchen mit rein oder ne richtige rundung bauen

Mfg Kai
Neruassa
Inventar
#29 erstellt: 25. Aug 2019, 02:42

Hmm, sehe ich das richtig, dass im Grunde egal ist, woraus ich den Port baue, nur der Querschnitt muss stimmen? Dann mache ich mir da nochmal Gedanken, wie ich das am Besten angehe.

Ja. Und beim Rohr ist der halt "fix". Bei einem Schacht, kann man da genau bauen, so wie man es möchte.
Wasamolle
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 25. Aug 2019, 16:17
Hallo zusammen,

ich denke, ich werde es zunächst mal mit Abflussrohren probieren, die sind ja wahnsinnig günstig, dann ist es auch egal, wenn ein oder zwei Versuche erstmal nicht hinhauen. Werde dann wie gesagt jetzt im Laufe der Woche die äußere Form fertig gestalten, die Ausschnitte machen und das Gehäuse auslitern. Wäre ein Durchmesser von 9cm kritisch, oder kann man das noch machen?

Was ist eigentlich von Dämmung in Bassreflexgehäusen zu halten?

Und ich habe einen interessanten Bericht gefunden, wo jemand sich mal die Mühe gemacht hat, die simulierte Länge von Bassreflexrohren und die tatsächlichen Auswirkungen zu vergleichen. Dabei ist rausgekommen, dass die reelle Länge immer etwas kürzer ausfällt.

Link

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Ich bin schon echt gespannt, was am Ende bei rumkommt.

Liebe Grüße,
Tobi
Audiklang
Inventar
#31 erstellt: 25. Aug 2019, 22:53
hallo

für einen 10 zoll reicht das rohr

die länge ist eben sinnvoll wenn man da etwas testet

Mfg Kai
Joze1
Moderator
#32 erstellt: 26. Aug 2019, 10:20

Wasamolle (Beitrag #30) schrieb:
Wäre ein Durchmesser von 9cm kritisch, oder kann man das noch machen?


Nö, das sollte eigentlich passen. Runde das Rohr am besten gut ab.


Wasamolle (Beitrag #30) schrieb:
Was ist eigentlich von Dämmung in Bassreflexgehäusen zu halten?


Von Dämmung gar nichts. Was du meinst ist wahrscheinlich Bedämpfung. Das bringt tatsächlich das Tuning runter, je nach Intensität. Macht aber auch leiser.


Wasamolle (Beitrag #30) schrieb:
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?


Nein, im Gegenteil. Meine Berechnungen stimmen laut Impedanzmessung immer recht genau mit dem Ergebnis hinsichtlich Abstimmung überein.
Wasamolle
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 16. Sep 2019, 23:30
Hallo zusammen,

inzwischen gibt es mal wieder ein Update, es ist leider andernweitig viel dazwischen gekommen, aber mit der Zeit habe ich dann doch etwas geschafft.
Das Gehäuse ist inzwischen verbaut und auch die Emphaser habe ich in Betrieb genommen.
Aber erstmal ein paar Bilder

Als ich die Emphaser samt Gehäuse reingelegt hatte, musste ich feststellen, dass die Cinch- oder die Stromanschlüsse nicht zugänglich sind, je nach dem, wie ich es lege. Ich habe dann kurzerhand ein Stück aus der Ladekante rausgeflext und konnte so die Cinch-Stecker "versenken":

01 - Ausschnitt

Für die Stromverteilung habe ich Stehbolzen in das Holz geschraubt und passende Kupferstücke angefertigt:

02 - Strom oben

Auf der Rückseite habe ich die Schrauben versenkt:

03 - Strom unten

Für den Subwoofer habe ich M6 Schrauben durch die Gehäusewand geführt und außen mit 10mm2 angeschlossen:

04 - Subwoofer außen

Innen gehen dann 2 mal 4mm2 weg - das sollte ja wohl reichen

05 - Subwoofer innen

Hier einmal die Gesamtansicht (mal wieder mit Belichtungsproblemen, sorry dafür... )

06 - Gesamt

Und einmal die Endstufen aus der Nähe:

07 - Endstufen

Ich bin mit der Optik sehr zufrieden, habe jetzt auch alles sauber abgesichert und es passt soweit alles - ich denke, viel mehr lässt sich aus der Mulde so auch nicht rausholen

Ich habe das Gehäuse vor dem Einbau natürlich ausgelitert und komme auf 34 Liter Brutto.
Davon gehen noch 3 Liter für das Chassis ab und bei einer angenommenen Rohrlänge von 40 cm nochmal ca. 2.5 Liter, bleiben also 28. Liter Netto.
Das ist schon grenzwertig, denke ich, aber nicht aussichtslos oder?
Aber ich hatte diesen Kompromiss ja gewollt

Ich hatte mal davon gelesen, dass man zur Bassreflex-Abstimmung zunächst ein geschlossenes Gehäuse mit dem selben Volumen berechnet. Anschließend wählt man die Frequenz bei -3dB als Tuningfrequenz für das Bassreflexgehäuse.
Wenn ich das mit WinISD so durchführe, komme ich auf eine Tuningfrequenz von 50Hz und eine Portlänge von 20cm. Dann habe ich zwar einen schönen Ausschlag bei etwa 50Hz, allerdings liegen die -3dB dann bereits bei etwas unter 40Hz an...ich kann jetzt aber schlecht beurteilen, ob das tief ist.
Mein Bauchgefühl sagt mir, dass 30Hz als untere Grenzfrequenz anzustreben wären, liege ich da etwa richtig?
Mit einer Tuningfrequenz von 40Hz käme ich da schon eher hin (-3dB etwas über 30Hz), was einer Portlänge von 35cm entspräche.

Bei der Emphaser sind mir übrigens zwei Sachen aufgefallen:
1. Bei vollem Gain ist der Subwoofer nun leiser als mit der Crunch. Ich hätte jetzt gedacht, da die Emphaser ja theroetisch das Doppelte leisten kann, dass sie dann bei gleichem Eingangspegel auch lauter ist - muss ich mir da Sorgen machen, oder kann es sein, dass sie einfach weniger empfindlich ist und eine entsprechend höhere Eingangsspannung haben möchte?
2. Wenn ich nun das Radio ausschalte, ploppt der Subwoofer einmal - kann man da irgendwas machen, oder ist das eine Eigenheit der Endstufe, mit der ich leben muss?

@Joze1
Das hört sich für mich so an, als wäre es sinnvoller, den Port zu verlängern, um die Tuningfrequenz runter zu bekommen, oder schluckt das auch Schall? Und ja, ich meinte wohl Bedämpfung.
Gut, dann vertraue ich da mal auf deine Erfahrung und werde mich auf die Berechnung verlassen

Das dürfte dann soweit erstmal alles sein - als nächstes müssen dann noch die Bretter zur Abdeckung abgeschlossen und das Chassis gekauft werden, das Ziel scheint also näher zu kommen. Und natürlich eine sinnvolle Abstimmung...

Liebe Grüße,
Tobi
Ocramj
Stammgast
#34 erstellt: 17. Sep 2019, 07:43

Wasamolle (Beitrag #33) schrieb:
Ich habe dann kurzerhand ein Stück aus der Ladekante rausgeflext

ich liebe pragmatische Lösungen


Wasamolle (Beitrag #33) schrieb:
2. Wenn ich nun das Radio ausschalte, ploppt der Subwoofer einmal - kann man da irgendwas machen, oder ist das eine Eigenheit der Endstufe, mit der ich leben muss?

Kannst du im DSP eine Ausschaltverzögerung einstellen?
Wasamolle
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 17. Sep 2019, 08:24
Naja, was hätte ich sonst tun sollen?

Einen DSP habe ich gar nicht, aber bei mir ist die Sache eh etwas anders:
Sowohl das Radio als auch die Endstufen erhalten ihr Einschaltsignal von einem Relais, das wahlweise über die Zündung oder einen Schalter eingeschaltet wird. Aber ich könnte ja eine kleine Schaltung entwerfen, mit der eines der Geräte verzögert abgeschaltet wird. Nur was genau soll den verzögert abgeschaltet werden, bzw. was zuerst?
Joze1
Moderator
#36 erstellt: 17. Sep 2019, 09:35

Wasamolle (Beitrag #33) schrieb:
Ich hatte mal davon gelesen, dass man zur Bassreflex-Abstimmung zunächst ein geschlossenes Gehäuse mit dem selben Volumen berechnet. Anschließend wählt man die Frequenz bei -3dB als Tuningfrequenz für das Bassreflexgehäuse.


Nee. Das ist im Freifeld ein Ansatz, aber im Auto nicht sonderlich sinnvoll.


Wasamolle (Beitrag #33) schrieb:
Mein Bauchgefühl sagt mir, dass 30Hz als untere Grenzfrequenz anzustreben wären, liege ich da etwa richtig?


Joa, allroundig sollte die Richtung passen. Hängt am Ende auch stark von der Musik ab. Da du nicht viel Volumen hast, musst du am Ende in jedem Fall einen Kompromiss eingehen...


Wasamolle (Beitrag #33) schrieb:
@Joze1
Das hört sich für mich so an, als wäre es sinnvoller, den Port zu verlängern, um die Tuningfrequenz runter zu bekommen, oder schluckt das auch Schall?


Ja, mehr Volumen oder längerer Port ist immer sinnvoller.


Wasamolle (Beitrag #33) schrieb:
1. Bei vollem Gain ist der Subwoofer nun leiser als mit der Crunch. Ich hätte jetzt gedacht, da die Emphaser ja theroetisch das Doppelte leisten kann, dass sie dann bei gleichem Eingangspegel auch lauter ist - muss ich mir da Sorgen machen, oder kann es sein, dass sie einfach weniger empfindlich ist und eine entsprechend höhere Eingangsspannung haben möchte?


Das sollte so tatsächlich eigentlich nicht sein... Kannst du da nochmal etwas mehr ausführen?


Wasamolle (Beitrag #35) schrieb:
Sowohl das Radio als auch die Endstufen erhalten ihr Einschaltsignal von einem Relais...


Dann ist das schon dein Problem. Schalte die Verstärker über den Remote-Ausgang des Radios, dann verzögert sich das Einschalten des Verstärkers und du hast nicht mehr das einschaltploppen des Radios.


[Beitrag von Joze1 am 17. Sep 2019, 15:48 bearbeitet]
Wasamolle
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 17. Sep 2019, 15:36
Allroundig hört sich gut an, höre "leider" sehr gemischt, Reggae, Hip Hop, Metal, Techno, "Radiocharts" und noch viele Weitere, je nach Lust und Laune...

Hier mal die Grafik von 40Hz Tuningfrequenz:

winisd-40Hz

Sieht das so schonmal gut aus? Also sollte ich dann mit dem Port bei 35cm anfangen zu probieren, und dann hauptsächlich in Richtung länger?
Das mit dem Bedämpfen verwerfe ich dann erstmal.

Also, ich habe weder die Crunch vorher, noch jetzt die Emphaser in irgendeiner Form eingepegelt, sondern den Gain einfach voll aufgedreht und mich auf mein Gehör bzw. Gefühl verlassen, ob es vielleicht zu viel ist. Am Radio habe ich die Möglichkeit, den Subwooferpegel zwischen "0" und "15" einzustellen, da habe ich jetzt eigentlich seit langem 10 eingestellt. Nachdem ich jetzt die Emphaser verbaut habe, ist der Bass, ebenfalls bei 10, weniger stark im Verhältnis zur Musik. Es ist jetzt nicht so, dass er jetzt sehr schwach wäre, aber eben im Vergleich zu vorher schwächer. Wenn ich am Radio auf 15 anhebe, würde ich sagen, es ist nur noch etwas leiser als zuvor mit der Crunch und Level 10. Wenn ich dann das Radio weiter aufdrehe, geht der Bass auch ohne Probleme oder Verzerrungen mit, aber ich muss halt für den selben Effekt wie zuvor am Radio lauter stellen. Ich bin da jetzt schon etwas verunsichert...
Meine HU hat im übrigen 2V Ausgänge...ich habe schon überlegt, ob ich mal die Eingangsspannung mit der Ausgangsspannung an der Endstufe vergleiche, habe auch ein kleines Oszilloskop, könnte also auch ggf. Clipping feststellen. Im Idealfall ist zwischen Eingang und Ausgang ein konstanter Faktor, oder?
Die Frage ist jedoch, wie aussagekräftig die Spannungen sind, wir reden ja von Wechselspannung und Induktivität+Gleichstromwiderstand...
Oder mache ich mir da einfach zu viele Gedanken?

Das Ploppen tritt beim Ausschalten auf, nicht Einschalten, macht das einen Unterschied?
Aber dann werde ich das mal probieren.
Audiklang
Inventar
#38 erstellt: 17. Sep 2019, 18:17
hallo

den gain auf rechtsanschlag stellt man nicht ! du solltest dir dazu nochmal die grundlagen einlesen

Mfg Kai
Neruassa
Inventar
#39 erstellt: 17. Sep 2019, 18:18
Der Faktor ist Gleich 1.

Eingangsspannung und Ausgangsspannung werden durch den Gainregler angepasst. Im Idealfall auf das Identische.
Hast du ne Möglichkeit ein Oszi zu verwenden, tu dies!
Wasamolle
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 17. Sep 2019, 18:35
@Audiklang
Das ist doch per se nichts Schlimmes, oder? Nach meinem Wissen werden dadurch lediglich Störeinflüsse schneller hörbar und die Gefahr von Clipping / Verzerren der Lautsprecher steigt, muss ja aber nicht zwangsweise eintreten, wenn man den Lautstärkeregler mit Verstand einsetzt. Korrigier mich, wenn ich da falsch liege.

@Neruassa
Der Faktor kann doch nicht 1 sein. Vielleicht reden wir ja aneinander vorbei, aber ich meine das Verhältnis von der Spannung, die eingangsseitig an den Cinch-Anschlüssen der Endstufe anliegt, zu der Spannung, die ausgangsseitig an den Lautsprecherklemmen anliegt. Die Idee der Endstufe ist doch gerade, die Spannung (gegenüber dem Bordnetz von 12V) anzuheben, um in der gegebenen Impedanz eine höhere Leistung umsetzen zu können. Wenn wir jetzt mal von 1 Ohm ausgehen, sollte bei 2kW wegen P=U^2/R ca. 45V anliegen, in meinem Fall idealerweise bei einem Eingangssignal von 2V. Das wäre dann ein Faktor von 22.5. Außer Acht gelassen habe ich jetzt dabei die etwas komplexeren Zusammenhänge der Wechselspannung, aber zumindest die Größenordnungen sollten hinkommen. Ich werde das dann bei Gelegenheit mal mit dem Oszilloskop nachprüfen.
Joze1
Moderator
#41 erstellt: 17. Sep 2019, 18:50

Wasamolle (Beitrag #40) schrieb:
Das ist doch per se nichts Schlimmes, oder? Nach meinem Wissen werden dadurch lediglich Störeinflüsse schneller hörbar und die Gefahr von Clipping / Verzerren der Lautsprecher steigt, muss ja aber nicht zwangsweise eintreten, wenn man den Lautstärkeregler mit Verstand einsetzt.


Nö. das stimmt so. Aber genau die beiden Punkte sind die, die man durch ein korrektes Einstellen verhindern will und sollte.


Wasamolle (Beitrag #40) schrieb:
Außer Acht gelassen habe ich jetzt dabei die etwas komplexeren Zusammenhänge der Wechselspannung, aber zumindest die Größenordnungen sollten hinkommen.


Ja, auch das ist im Groben so absolut korrekt. Aber wenn du schon ein Oszi hast, pegel das ganze doch einfach sinnvoll ein
Ich gehe im Übrigen auch davon aus, dass das Phänomen bei dir durch die verschiedenen Regelbereiche der Eingangsempfindlichkeit der Verstärker zu erklären ist.
Audiklang
Inventar
#42 erstellt: 17. Sep 2019, 21:08
hallo

man nähert sich immer von unten ans limmit , so geht nix kaputt

Mfg Kai
Joze1
Moderator
#43 erstellt: 17. Sep 2019, 21:29
Hier hatte ich noch vergessen, zu antworten:


Wasamolle (Beitrag #37) schrieb:
Sieht das so schonmal gut aus?


Ein klares Jain. Zuerst finde ich Simus ohne Einbezug der Fahrzeugeinflüsse nicht sonderlich aussagekräftig. Im fixierten Beitrag auf meiner Facebook-Seite habe ich mal einen Leitfaden zu meinem Vorgehen einer Gehäuse-Berechnung geteilt, den ich auf unserer Team-Seite mal erstellt habe. Vielleicht ist das für dich noch interessant.
Ansonsten wird das sicher relativ gesehen recht pegelstark laufen, unter Umständen etwas dröhnig.
Wasamolle
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 17. Sep 2019, 22:54
@Audiklang
Du hast natürlich Recht, wenn man es vernünftig einpegelt, ist man immer auf der sicheren Seite.

@Joze1
Wie gesagt, werde ich mir dann mal mein Oszi schnappen und mal nachschauen, was so aus dem Radio rauskommt, und was die Emphaser daraus macht.
Ich bin immer für Wissen zu haben, bin jedoch nicht bei Facebook. Gibt es eventuell auch andere Wege, an den Leitfaden zu kommen? Das würde mich dann ja doch interessieren.
Wenn sich das Dröhnen in Grenzen hält, könnte ich wahrscheinlich damit leben. Welche Parameter sind denn da entscheidend, bzw. was führt am ehesten zum Dröhnen?
Neruassa
Inventar
#45 erstellt: 17. Sep 2019, 23:25

Ich bin immer für Wissen zu haben, bin jedoch nicht bei Facebook.

Ist egal, der Link geht trotzdem. Ist öffentlich.
Wasamolle
Ist häufiger hier
#46 erstellt: 29. Sep 2019, 22:27
Hallo zusammen,

ich wollte mal wieder ein kleines Update geben, da sich wieder etwas getan hat. Und zwar habe ich günstig ein Alpine CDE-178BT gekauft, was mein CDE-175R ersetzt. Beide stammen aus der selben Serie und sind auch fast identisch - mit dem feinen Unterschied, dass ich nun nicht mehr über einen externen Bluetooth-Empfänger am AUX-Eingang Musik höre, sondern über integriertes Bluetooth. Der Klang ist tatsächlich voller und klarer, vor allem aber sind sämtliche Störgeräusche, die der externe Empfänger erzeugt hat, Geschichte. Bei leisen Passagen und Liedwechseln haben diese echt genervt. Ein weiterer Unterschied ist, dass ich nun Ausgänge mit 4 statt 2 Volt habe.

Nachdem das Radio eingebaut war, habe ich mir heute mal ein stilles Örtchen im Grünen gesucht und mal alles vernünftig eingepegelt. Ich bin dabei wie folgt vorgegangen:
Zuerst habe ich alle Endstufen ausgeschaltet und an den Subwoofer-Ausgang mein Oszi angeschlossen. Anschließend habe ich einen 50 Hz-Testton abgespielt und die Lautstärke am Radio auf 30 (von 35) und den Subwoofer auf 15 (von 15) gestellt. An den Ausgängen kamen etwas über 7 V raus, allerdings war das Signal in den Maxima stark verzerrt. Ich habe dann für die Quelle den Pegel so eingestellt, dass noch etwa 5 V rauskamen, bei etwa 6.5 V wäre das Signal bereits sauber gewesen, dass sollte so also schonmal passen.
Dann habe ich die Emphaser eingeschaltet und das Oszi an den Ausgang für den Subwoofer (Leistungsseite) angeschlossen. Dann habe ich langsam den Gain aufgedreht, bei etwa 48 V (was ca. 2.3 kW entspräche), wurde das Signal dann unsauber.
Dann habe ich wieder zurückgedreht, sodass ich etwa auf 45 V (ca. 2 kW) komme, da geht schon ganz schön die Post ab und das sollte wirklich erstmal reichen.
Um die Lautsprecher einzupegeln, habe ich dann am Radio auf eine normale Hörlautstärke runtergedreht und den Subwoofer auf 10 (von 15) eingestellt, um später ein paar Bassreserven zu haben. Habe dann ein normales Lied angemacht und die vorderen Lautsprecher soweit aufgedreht, bis mir das Verhältnis von Musik und Bass gefallen hat. Anschließend habe ich dann die hinteren Lautsprecher soweit aufgedreht, bis mir das Gesamtbild gepasst hat. Zum Schluss habe ich dann nochmal mit einem 500 Hz Ton auf 30 gestellt und an den Ausgängen der NX4 gemessen, ob das Signal noch sauber ist. Dann habe ich nochmal ein Lied auf 30 angemacht und gehört, ob sich das Ganze irgendwie unsauber anhört - hat aber alles gepasst. Somit ist jetzt auch diese Baustelle abgeschlossen und ich kann mit Sicherheit sagen, dass die Emphaser ihre Leistung bringt.
Ach ja - ich habe die Endstufen an den Remote-Ausgang der HU gehangen und siehe da, das Ploppen ist weg.

@Joze1
Du sagst ja generell, dass die Aussagekraft einer Simulation ohne Fahrzeugeinflüsse nicht sonderlich hoch ist. Die Fahrzeugeinflüsse lassen sich aber schlecht in die Simulation einbringen, nehme ich an. Du meinst damit wahrscheinlich eher, dass die richtige Abstimmung immer erst im Fahrzeug erfolgen kann, richtig? Im Idealfall mit entsprechendem Messequipment, ansonsten nach Gehör, oder?

Liebe Grüße,
Tobi
Joze1
Moderator
#47 erstellt: 30. Sep 2019, 08:37
Wenn du dir den Link anguckst, den ich gepostet habe, klärt sich deine Frage von selbst, da habe ich eine sinnvolle simu ausfürhlich erklärt. Der steht da nicht nur zur Dekoration
Wasamolle
Ist häufiger hier
#48 erstellt: 01. Okt 2019, 19:29
Aaaah, endlich habe ich auch den Inhalt gefunden...mir musste erst klar werden, dass der Inhalt an den Bildern dran steht.
Okay, ich muss also "nur" ein Filter mit +3-4dB bei der Resonanzfrequenz meines Wagens, und einen mit +9-10dB bei der halben Frequenz hinzufügen, und dann bin ich schon ein ganzes Stückchen näher an der Wahrheit?
In der Serie war leider keine Erklärung, wie ich an diese Frequenz komme, also habe ich mal selber versucht, etwas herauszufinden.
Wenn jetzt jemand zufällig den selben Wagen gehabt und die Frequenz ermittelt hätte, wäre das schon ein großer Glücksfall gewesen, da habe ich natürlich nichts gefunden.
Auf der Suche nach einer Methode, um diese zu bestimmen, bin ich auf einen Thread im Klangfuzzi-Forum gestoßen (Verweise auf andere Foren sind okay?), wo zwei mögliche Methoden, die mir sinnvoll vorkamen, vorgestellt wurden.

Bei der ersten, wohl eher eine grobe Schätzung, misst man die Distanz von der vorderen Scheibe zur Heckscheibe. Wenn man nun die Schallgeschwindigkeit (unter üblichen Bedingungen ca. 343 m/s) durch diese Distanz teilt, so hat man die zweite Längsmode. Teilt man diese Frequenz nochmal durch 2, so hat man die erste, was wohl die wesentliche Resonanz sein soll, wenn man von einem Subwoofer ( <= 100 Hz) ausgeht.

Die zweite Methode wäre es, von einem vorhandenen Subwoofer einmal den Frequenzgang im Freifeld aufzunehmen, und einmal im Fahrzeug. Bildet man nun die Differenz der beiden Frequenzgänge, hat man den gesamten Frequenzgang des Fahrzeugs und kann ggf. sogar noch mehr als zwei Filter bei der Simulation einsetzen. Dieses Verfahren schätze ich mal pauschal schon bei unsauberer Durchführung als deutlich genauer ein, als das erste. Tatsächlich hätte ich die Möglichkeit, einen aufgenommenen Tonverlauf auszuwerten, die Frage ist nur, wie hochwertig das Aufnahmeequipment sein müsste, um hier eine gute Aussagekraft zu erhalten. Ich hätte Wahlweise einen Laptop und einen Stimmenrekorder - dazu hätte ich einmal ein relativ gutes Mikrofon (für Sprachaufnahmen) und ein Einmessmikrofon von meinem AV-Receiver zu Hause - lässt sich damit schon was anfangen? Oder reicht schon die Methode mit dem Maßband?

Liebe Grüße,
Tobi
Joze1
Moderator
#49 erstellt: 01. Okt 2019, 20:22
Die Reso deines Fahrzeugs wird zwischen 46 und 48Hz liegen

Übrigens messe ich sowas tatsächlich einfach mit einem Woofer in einem GG mit Qtc 0.7. Da dann einfach einen Sweep drüberlaufen lassen, den messen und dann schauen, wo der Peak ist.
Wasamolle
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 02. Okt 2019, 09:03
Methode 3: Erfahrungswerte

Okay, dann werde ich nachher mal ein bisschen mit den Werten spielen

Wenn man einen GG zur Verfügung hat, ist das natürlich noch einfacher
Wasamolle
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 02. Okt 2019, 21:38
Hallo zusammen,

ich habe dann jetzt mal ein bisschen mit WinISD rumgespielt:
1. Parametric EQ mit fc = 46 Hz und Gain = 3 dB
2. Parametric EQ mit fc = 23 Hz und Gain = 9 dB
Ich habe dann Kurven für Tuningfrequenzen von 20, 30, 40 und 50 Hz erstellt und Folgendes kam dabei raus:

winisd-filter

Wenn ich das nun richtig verstanden habe, ist zum Musik hören ein möglichst flacher Verlauf am Besten, also in meinem Fall so im Bereich 20-30 Hz, ist das richtig?
Für eine Tuningfrequenz von 30 Hz benötige ich laut Simulation eine Portlänge von 67cm, ich schätze mal, dass ich in etwa 70cm unterkriegen werde. Daraus ziehe ich den Schluss, dass ich das Rohr so lang machen sollte, wie es geht. Wie viel Abstand sollte ich in etwa zur Wand lassen?
Stimmt das soweit?
Dann wollte ich noch fragen, ob man den Port später mit Stoff abdecken kann (wollte diesen über einen Ring spannen und den dann in der Bodenplatte über dem Port versenken), ansonsten würde ich wohl hin und wieder das Gehäuse öffnen und leeren müssen...
Ach ja, und den Sub Sonic Filter sollte ich dann wohl etwa auf 20 Hz einstellen, oder?

Liebe Grüße,
Tobi
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