Beta 91 oder Beta 52 für BD?

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Lukas-jf-2928
Inventar
#1 erstellt: 22. Mrz 2012, 15:03
Hallo,

Welches Mikrofon würdet ihr nehmen?
Wo liegen die Unterschiede?

Habe gelesen das Beta 91 soll mehr Kicken und das Beta 52 eher Tiefbass bringen und dass diese oftmals zusammen benutzt werden.
Kann man die auch einzeln einsetzen ohne Probleme oder fehlt dann was?

Danke schonmal!
Fenderbender
Inventar
#2 erstellt: 24. Mrz 2012, 19:20
Was ich sehr gerne mache ist eine Grenzfläche in die BD legen die dann für den Schub untenrum sorgt und z.B. ein D112 oder ein Beta 52 für den Kick und den Knack

Zum Beta 52 kann ich dir sagen das das einen ziemlich "modernen" Sound hat, speziell im Vergleich zu einem D112. Aber an Kick hab ich bei dem Teil (auch alleine eingesetzt) nie etwas vermisst. Für meinen persönlichen Geschmack würde ich das 52er jedoch eher in der Rockabteilung einsetzen als in der Jazz oder Bluesecke (da würde ich eher auf ein D112 setzen).
Das Beta 91 hab ich noch nicht in der Hand gehabt.
DaRuLe2
Inventar
#3 erstellt: 25. Mrz 2012, 03:46
eigentlich hast du eher die grenzfläche für den kick und das PG oder E602 oder sonst was zur Abnahme des Tiefbasses in der Öffnung...aber naja ;-)
Lukas-jf-2928
Inventar
#4 erstellt: 25. Mrz 2012, 11:35
Wir spielen eher Rockiges, dennoch steh ich auf BD die richtig schön satt klingen anstatt so ein töck töck Sound. Mit welchen Mikros lässt sich sowas am besten realisieren? Einfach nur AKG oder Schure benutzen?
Wie darf ich mir den "modernen sound" des shures vorstellen?
Fenderbender
Inventar
#5 erstellt: 25. Mrz 2012, 12:53
@DaRuLe2: Stimmt, da hatte ich was verdreht, ist auch eine Weile her das ich so ein Setup hatte.

@Lukas: Den "modernen" Sound kannst du dir in etwa wie die BD in diesem Song vorstellen:

klick

Das 52er hab ich als sehr voluminös untenrum und mit einem schönen Knack obenrum im Ohr. Dafür war der Kick halt nicht so gut. Aber für Rock nehme ich das immer wieder gerne. Der Verleiher meines Vertrauens benutzt das quasi als Standard für Rockbands. Als Anlage stehen dann immer TSE Subs von Acoustic Line
the_flix
Inventar
#6 erstellt: 26. Mrz 2012, 19:23
Warum beschränkst du dich in deiner Auswahl auf Shure? Die machen sicher gute Mikros für deine Anwendung, aber ich würde mir auch mal das Audix D6 und das Beyerdynamic TG D70d anschauen. Letzteres hat ein abschaltbares Filter, damit kann man quasi zwischen "modernem" und "linearem" Sound wechseln.
Lukas-jf-2928
Inventar
#7 erstellt: 26. Mrz 2012, 19:59
Ich schwanke zwischen denen, da es doch (soweit gelesen) die "Standard" Mikrofone dafür sind, ich nebenbei ja auch das Equipment verleihe und mir denke dass das dafür auch vorteilhaft ist.

Wenn die BD so schön Satt wie in dem verlinktem Video mit dem höheren "knack" Anteil zum klingen bekommen könnte wär das schon sehr nah an meinen Vorstellungen.

Jetzt tauchen hier 4 Mikros auf:
- AKG D112
- Shure Beta52
- Audix D6
- Beyerdynamic TG D70d

welches davon würde meine Wünsche wohl am ehesten erfüllen?

Danke schonmal für die Antworten


[Beitrag von Lukas-jf-2928 am 26. Mrz 2012, 20:00 bearbeitet]
*xD*
Moderator
#8 erstellt: 26. Mrz 2012, 21:13
Hi

Prinzipiell kannst du wohl mit jedem BD-Mikrofon einen "guten" Sound erzeugen, solange du passende Möglichkeiten zur Klangregelung hast. Mit den üblichen 4 vollparametrischen Wegen von Digitalpulten ist das kein Problem, mit Analogpulten ist das etwas schwerer.
Was nun ein guter Sound ist, ist von Musikrichtung bis sogar zum Titel und natürlich auch zum Zuhörer verschieden.

Hier hast du mal eine unbearbeitete und ungefiltere Aufnahme mit dem AKG D 112. Die BD (Pearl) hat keine Öffnung im Resonanzfell, das Mikro stand deswegen etwa 3 cm entfernt mittig vor dem Resonanzfell, deswegen das recht lange Ausschwingen und die vielen tiefen Frequenzanteile.

http://www.file-upload.net/download-4215356/AKG-D112.wav.html
Lukas-jf-2928
Inventar
#9 erstellt: 27. Mrz 2012, 09:22
Hab zwar kein Digitalpult, aber das Soundcraft Spirit Studio 24 mit nem recht großzügigem EQ und zweifach regelbaren parametrischen Mittenbereich.
Würde es evtl helfen noch einen EQ dazwischenzuschalten um sich den gewünschten Sound nochmal zusätzlich hinzubiegen oder ist das eher unüblich?

Werd das auf jeden Fall nochmal testen und ausprobieren bevor der Auftritt ist.

Welches Mikrofon würdest du denn nehmen, auch aus der Verleihersicht gesehen?

Bleibt auch noch die Frage nach Overhead Mikros, hatte da an das Rode NT5, das "Matched Pair" gedacht.
Das AKG C1000S hatte ich schonmal hier, sehr begeistert war ich nicht.
shure
Stammgast
#10 erstellt: 27. Mrz 2012, 10:26
Zum Unterschied Beta 52A und Beta 91(A)

Das 52er ist dynamisch und das 91er ist ein Kondensator-Mikrofon. Das bedeutet, dass das Beta 52 wärmer klingt - und das Beta 91 neutraler mit mehr Details.

Das 52er klingt schon nach Bass Drum. Also einfach rein und fader hoch und die wirst einen recht ordentlichen Bass Drum Sound haben.

Das Beta 91(A) nimmt den Klang in der Bass Drum originaler auf. D. h. bei einer gut gestimmten Bass Drum mag das sofort zu einem guten Sound führen ... aber generell muss man mit dem Beta 91 eher am EQ drehen,.
Den hochwertigeren Klang bringt das Beta 91(A) - aber es bedarf genauerer EQ-Einstellungen.

Hoffe das hilft weiter.

Besten Gruß

PS: nicht zu vergessen ist immer die Positionierung. Aber das trifft auf beide Modelle zu.


[Beitrag von shure am 27. Mrz 2012, 10:27 bearbeitet]
*xD*
Moderator
#11 erstellt: 27. Mrz 2012, 12:26

Lukas-jf-2928 schrieb:
Hab zwar kein Digitalpult, aber das Soundcraft Spirit Studio 24


Oh ja, das sind / waren super Pulte.



Würde es evtl helfen noch einen EQ dazwischenzuschalten um sich den gewünschten Sound nochmal zusätzlich hinzubiegen oder ist das eher unüblich?


Das ist zumindest bei kleinen Geschichten unüblich. Was da bei "großen" Bands teils für ein Aufwand getrieben wird...
Ich denke, mit deinen Möglichkeiten kommst du auch ohne extra EQ aus. Ein Gate, ein Kompressor oder noch besser beides sollte aber unbedingt sein. Ich persönlich halte das Gate für wichtiger, gerade um das lange Nachschwingen (bei unbedämpften BDs) zu unterdrücken. Ist alles Geschmackssache und hängt auch wie gesagt maßgeblich vom Schlagzeug ab, man sollte es aber meiner Meinung nach zumindest dabei haben. Einen Kompressor benutzt man hauptsächlich, um die Spiellautstärke konstant zu halten.



Welches Mikrofon würdest du denn nehmen, auch aus der Verleihersicht gesehen?


Du machst mit den gängigen Modellen nichts falsch. Wenn du möglichst universell sein willst, sollte es was alteingesessenes dynamisches wie das Beta 52, das D112, das M88 (Beyerdynamic) oder auch das RE-20 (EV) sein.

Das kommt dran und du hast schonmal etwas, was grundsätzlich nach BD klingt. Wie Jürgen schon sagte, erfordert das Beta 91 mehr Einstellarbeit, dafür ist das Signal auch vorsichtig gesagt das "bessere", schon ganz einfach deswegen, weil eine dicke und große Tauchspule deutlich träger ist als eine dünne Kondensatorfolie.

Du kannst aber natürlich auch etwas "neues" ausprobieren und eines von Sennheiser, Audix oder ein neueres EV ausprobieren. Im PA-Forum habe ich auch schon von einem super Sound in Verbindung mit dem Beyerdynamic Opus 51 gelesen.
WIe gesagt glaube ich aber nicht, dass sich die Mikros der üblichen Hersteller untereinander allzuviel schenken, einen brauchbaren Sound wirst du mit jedem bekommen, der Rest ist dann Sache des EQs, der Dynamikeffekte und des Tonis



Bleibt auch noch die Frage nach Overhead Mikros, hatte da an das Rode NT5, das "Matched Pair" gedacht.
Das AKG C1000S hatte ich schonmal hier, sehr begeistert war ich nicht.


DPA, was sonst?

Nein, natürlich ist das eine Budgetfrage. Zu beantworten ist die folgendermaßen: Im Prinzip völlig latte. Unterschiede gibt es zweifelsfrei, die lassen sich aber auch nur im direkten Vergleich ausmachen. Grundsätzlich tut es da auch das recht günstige Beyerdynamic MCE 530.
Interessant finde ich das Haun-Pärchen, leider ist da wegen der fix eingebauten Filter aber das Anwendungsgebiet recht eingeschränkt.
Persönlich gute Erfahrungen habe ich mit dem Sennheiser E914 als Allrounder, das ist aber halt auch preislich etwas heftiger, da ist man vom MCE 930 auch schon nicht mehr so weit entfernt.

Wenn das Budget Richtung NT5-Pärchen geht, bist du damit wohl auch nicht so schlecht beraten (was dann sogar zumindest auf dem Papier ein Echtkondensator ist... fürs Gewissen ).
Lukas-jf-2928
Inventar
#12 erstellt: 27. Mrz 2012, 14:34
Ich werd mir zu Hause von der Shure Seite das Video einmal angucken, aber so gefiel mir das Beta 52 vom Klang her besser als das 91, da einfach Satter.

Einen Kompressor werde ich zwischenschalten, das Gate werde ich mir wohl ggf. dazu mieten, da ich mir das jetzt nicht auch noch leisten kann und dann hab ich wenigstens ein ordentliches Teil.
Aber erstmal testen testen testen und gucken ob ich mit dem Mikro dann zufrieden bin.
Zur Not miete ich mir auch die Overhead Mikros dazu und spare dann noch etwas um mir dann gleich gute Mikros zu kaufen und hab bei dem Auftritt dann auch gute Mikros am start und kann mir schonmal einen Eindruck verschaffen

Dann bedanke ich mich erstmal für eure Antworten
*xD*
Moderator
#13 erstellt: 27. Mrz 2012, 21:02
Ich halte das massenweise Anschaffen von Dynamikeffekten nicht mehr für wirtschaftlich. Sowas ist digital um Größenordnungen günstiger, die Vermietpreise für analoge Teile sind im Keller und werden auch dort bleiben.
Imho ist da der nächste Schritt ein Digitalpult, das Analoge hat man immer noch als Summen- oder Submixer oder auch für kleine Sachen ohne Siderack. Das Angebot in Sachen Digital ist ja mittlerweile sehr groß.

Lukas-jf-2928
Inventar
#14 erstellt: 27. Mrz 2012, 22:07
Ja das Stimmt, aber noch ist es bei mir nicht nötig sich was Digitales anzuschaffen.
Werde mir den Kram wenn ich ihn brauche erstmal zumieten und mir irgendwann den Traum eines kompakten Digitalpultes erfüllen
Erstmal möchte ich jetzt nur, dass unser Auftritt mit dem Material auch gut klingt, das ist ja auch das wichtigste


[Beitrag von Lukas-jf-2928 am 27. Mrz 2012, 22:07 bearbeitet]
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