Umgestaltung PC Setup; welches Audiointerface, KHV + Boxen

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24-7
Neuling
#1 erstellt: 13. Okt 2020, 19:35
Hallo liebe Mitstreiter der guten Akustik,

ich bin gerade dabei mein PC-Setup etwas aufzufrischen.

Momentan betreibe ich
1x Headset Sennheiser HD360 (über Klinke am PC) sowie
1x Project Audio DAC (optisch an PC) - Kopfhörerverstärker Hifiman EF5 (über Klinke an DAC) - Hifiman HE5LE/Sennheiser HD600 (über Klinke an KHV).

Zukünftig möchte ich mein Equipment erweitern und stehe vor der Entscheidung
1) ein vernünftiges Audiointerface zu kaufen welches meinen Wunsch erfüllt und als Dreh und Angelpunkt fungiert oder
2) alles einfach an PC zu hängen und wollte da auf eure Fachkenntnisse zurückgreifen:

Ich möchte mir gerne Lautsprecher (vermutl. Neumann KH120A) kaufen sowie ein Mikrofon (noch zu benennen). Mein Aufbau soll dann wie im unten angefügten Schema "mit Audiointerface" aussehen wobei das Audio Interface Zentral hängt und von den Zuspielern:
"1 - PC" (über USB?),
"2- Mikrofon Headset" (über Klinke?),
"3 - Mikrofon" (Eingang XLS?) und
"4 - noch zu überlegen für Zukunft" angespielt werden soll.

Das Audiointerface soll:
"1 - meine zukünftigen Lautsprecher" (habe mich etwas in die Neumänner verliebt, gerne aber auch weitere Vorschläge über XLS oder Klinke)
"2 - meinen Kopfhörer" (ist hier dann noch der KHV von nöten oder reicht das Audio Interface?) und idealerweise
"3 - mein Headset" bespielen können.

Fragen dazu:
1) Ist dies machbar? / Praktikabel?
2) Welches Audiointerface würdet ihr empfehlen (hatte mir z.B. das SPL Crimson 3 aufgrund der guten Bewertungen angeschaut, dort fehlt mir noch der Output für das Headset aber das könnte ich verkraften)
3) benötige ich dann zukünftig überhaupt noch den KHV (oder ggf. einen anderen wenn ich mein System upgraden möchte - ist langfristig auch noch geplant)

Oder soll ich lieber stumpf Lautsprecher mit Klinke über den DAC und ein USB Mikrofon kaufen und das an den PC dran hängen und damit "glücklich" werden?

Budget nur für das Audiointerface würde ich ca. mit 500€ angeben (wenn es empfehlenswert ist liegt die Schmerzgrenze wie ca. beim SPL also ~700€ +- ein paar € - ...Klar, die Lösung Lautsprecher + USB Mikrofon kaufen und an PC hängen ist billiger...)

Mein Ziel ist
1) das ganze natürlich bestklingend auf allen Ausgabekanälen zu erreichen und
2) das System praktikabel, leicht und angenehm zu handhaben.

*Edit - Okay der IMG Upload funktioniert leider nicht, wollte eigentlich ein Schema zum besseren Verständnis hinzufügen - Hoffe es ist verständlich genug so - bei Fragen einfach raus damit"

Ich danke euch jetzt schon für eure Unterstützung!
Sven


[Beitrag von 24-7 am 13. Okt 2020, 19:41 bearbeitet]
srabu
Stammgast
#2 erstellt: 13. Okt 2020, 22:06
Moin Sven,

das SPL Crimson kann ich aus Erfahrung empfehlen.
Die KH120 auch. Wir haben 4 davon, ein Paar Solo und eines mit KH805 Sub.

Die SPL Mic-Pres klingen amtlich finde ich, sind aber nicht übermäßig stark (Gain), also eher nicht für alte Bändchen oder sowas. Einen Can-Amp kannst du dir damit sparen. Bedienung ist super einfach, DAC clean. SPL halt, Qualität. Anschluss an PC oder Mac kein Problem, da Class-Compliant. Latenz dank Monitor-Mixer auch kein Thema.
Super Teil für nen Singer/ Songwriter, kleine (!) Recording-Sessions, Mixing ohne viel Outboard, Bedroom-Studio.

Wenn du allerdings demnächst viel mehr Mics anschließen willst, würde ich eher bei RME schauen. Nicht einfach zu bedienen, aber schwer flexibel.

Was genau will du damit machen?

Viele Grüße,
Stefan.


[Beitrag von srabu am 13. Okt 2020, 22:11 bearbeitet]
24-7
Neuling
#3 erstellt: 14. Okt 2020, 09:32
Hallo Stefan,

vielen Dank für das Feedback und die Bestätigung des SPL!
Bei den KH120 - wie ist deine Erfahrung mit dem Sub, ist er "notwendig" oder nur "Luxus" (bei Klassik, Rock oder auch leicht elektronisch)?

Mehrere Mikrofone sind neben dem Headset/ noch einem vernünftigen Großmembranmikrofon (zumindest vorerst) nicht geplant. Primär geht es mir tatsächlich darum vernünftig Musik zu hören bzw. abzuhören. Das Audiointerface ist dafür einfach die Schaltzentrale (welche hoffentlich dann KHV + DAC ersetzt) und worüber alles zusammengeführt werden soll. Das geplante Mikrofon ist für Videos und Streamen wo es dann unpraktisch ist dauerhaft ein Headset auf dem Kopf zu haben (mache ich aber nicht sehr viel).

Grundsätzlich möchte ich natürlich ein wenig "Reserve" haben, damit ich nicht in 1 Jahr wieder neu schauen muss - denke jedoch das dies mit dem SPL bereits gegeben sein sollte. Momentan würde mir vermutlich auch entweder ein kleineres Focusrite (oder ähnliches) bzw. sogar die Lösung Lautsprecher + Mikrofon einfach direkt an den PC zu hängen ausreichen.

Gibt es grundsätzlich günstigere aber dennoch qualitativ hochwertige Alternativen für mein Einsatzgebiet?

Das SPL wäre halt mein Kauf nach dem Motto "Lieber haben als vermissen"

Besten Dank!
Sven
srabu
Stammgast
#4 erstellt: 14. Okt 2020, 10:36
Moin Sven,

die Entscheidung zum Sub kann ich dir nicht abnehmen. Ich nutze die KH120 zum Komponieren, Arrangieren, Mixen. Dabei mag ich keinen Sub, das ist aber eher mein persönliches Ding. Starte doch mit den KH120 und schau dann, ob es reicht? Ich bin immer wieder erfreut, wie erwachsen die "Kleinen" im Nearfield tönen.

Das SPL Interface ist für deine Zwecke sicher eine Nummer zu groß. Es ist übrigens in freier Wildbahn auch ein Klotz auf dem Schreibtisch.

Das hier mag ich sehr gerne:
https://www.thomann.de/de/audient_id22.htm
Meine Kriterien zur Bedienung sind: Analoger Dreher für Lautstärke und Cans mit Anschlag, DIM, Mute, wenn möglich auch Mono und Mono+Phase als Taster. Und das alles blind gut zu ertasten - auch wie weit die Regler aufgedreht sind. Darf nicht vom Tisch rutschen. Für mich also perfekt.
Die MicPres des Audient sind amtlich. Allerdings typisch Audient, wie früher bei den Desks: Großer Regelbereich für Line, kleiner Regelbereich für Mic. Da du ja nicht täglich 3 verschiedene Mics auspegelst, sollte das kein Problem sein.

Darf es noch günstiger sein? Das hier kann das im Prinzip alles auch:
https://www.thomann.de/de/tascam_us_2x2.htm
DAC Sektion meiner Meinung nach amtlich. KH Amp schwächer als bei Audient, aber für meine Ohren nicht schlecht. MicPre ist weniger gut als bei Audient oder SPL.

Wir wissen ja noch gar nicht, was für ein Mic du anschliessen möchtest. Ein "vernünftiges Großmembranmikrofon" schreibst du. Hast du da schon eine Idee?

Ach ja: Alle 3 Interfaces sind Class-Compliant, du hast also kein Problem mit fehlenden Treibern oder sowas in der Zukunft, was echt nerven kann.

Viele Grüße,
Stefan.
24-7
Neuling
#5 erstellt: 14. Okt 2020, 12:06
Hallo Stefan,

vielen Dank erneut!

Ja das mit dem Sub hatte ich auch vor, der 805 ist ja leider auch wieder ne Investition... die Neumänner alleine haben mich vom Klang schon überzeugt, muss nur schauen wie die sich dann bei mir tatsächlich im Raum machen.

Die Größe hatte ich schon mal mit dem Zollstock gemessen aber vermutlich hast du Recht, dass das Gerät im echten Leben dann doch sehr einnehmend ist... Danke auf jeden Fall für die Vorschläge - ich merke, da lohnt es sich noch ein bisschen Zeit zu investieren um mich noch intensiver reinlesen. Du hast die Anforderungen bereits sehr gut Zusammengefasst. Momentan tendiere ich nach deiner Empfehlung tatsächlich zum Audient.

Wäre vermutlich der nächste Thread in der Mikrofonempfehlung geworden . Ich denke normale Nierencharakteristik ist für mich das beste - habe persönlich ganz gute Erfahrungen mit Rode gemacht und würde momentan zum NT1 tendieren (also klassisches Einsteigermikrofon direkt im Set mit Spinne etc...). Gibt natürlich bessere wie z.B. auch hier die Neumänner aber ich nutze das Mikrofon zu selten als das sich momentan Preise jenseits der 500€ für mich gefühlt "lohnen".

Besten Dank!
Sven
srabu
Stammgast
#6 erstellt: 14. Okt 2020, 12:28
Das Audient ID22 ist zwar alt, aber richtig solide. Das war der erste "Versuch" von Audient, in die Homerecording-Welt einzusteigen. Da haben sie nicht gepfuscht, sondern ordentliche Sachen verbaut wie in den Desks, für die sie berühmt sind. Für 350 € ist das echt ein Schnapper.

Das NT1 ist ein guter Einstieg. Wofür genau willst du es nutzen? Sprechstimme, Gesang, beides?
24-7
Neuling
#7 erstellt: 14. Okt 2020, 12:35
Sprechstimme, dass was bei mir an Gesang herauskommt möchte niemand hören

Aber eine gute "Vorleser und Moderationsstimme" wurde mir einst unterstellt
srabu
Stammgast
#8 erstellt: 14. Okt 2020, 12:52
Das NT1 ist sicher ein guter Start. Ich finde es relativ neutral. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat es auf jeden Fall, und im Zweifel auch einen guten Werterhalt. Lass dir nur nicht das NT1-A andrehen, ohne es ausprobiert zu haben: Das ist alles andere als "neutral" für meine Ohren
Im Zweifel würde ich es ausprobieren. Oder wirklich nen eigenen Faden für die Mic-Auswahl aufmachen. Mit Sprecher-Stimmen kenne ich mich nicht so gut aus.
24-7
Neuling
#9 erstellt: 14. Okt 2020, 13:12
Das NT1-A ist ja tatsächlich sehr bekannt für seine... äh ich sag mal "gehaltreiche" Aufnahme. Dachte auch an das NT1 (wobei das NT1-A auch tatsächlich nicht schlecht ist, wenn es nur um Stimmaufnahmen aus einer Quelle geht - nur halt sehr vordergründig präsent).

Ja ich bin tatsächlich mittlerweile so weit, dass ich einfach gerade alles einfach bestellt habe
Im Zweifelsfall kann ich es ja immer noch zurückschicken.

Vielen Dank auf jeden Fall für die Tipps!
Ich werde in den kommenden Tagen von meinem Glück berichten
srabu
Stammgast
#10 erstellt: 14. Okt 2020, 13:23
Na dann, viel Spaß mit den Geräten Sven!
Und wenn du Fragen hast: Ich kenne jemanden, der arbeitet damit seit Corona jeden Tag @home
http://www.hifi-foru...d=18341&postID=57#57
24-7
Neuling
#11 erstellt: 14. Okt 2020, 14:09
Schickes Setup und danke für das Angebot, komme ich gerne drauf zurück wenn es bei mir nicht so will wie ich

Hoffe, dass es trotz Corona gut geht und du/Ihr die Zeit gut überstehst!

Bei mir ist immer Chaos, wenn ich das aber mal beseitigt habe schaue ich auch mal ob es ordentlich genug für ein Foto ist
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