CD-Kopfhörerausgang zu laut am Yamaha CDX-497

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juppschmitz1970
Neuling
#1 erstellt: 06. Aug 2012, 01:09
Erstmal Hallo zu euch allen. Euer Forum ist echt toll; ich habe schon viele interessante Dinge gelesen und besonders die Bildergalerien eurer Anlagen, Selbstbauracks etc. finde ich einfach klasse.

Jetzt aber genug geschleimt , zu meiner Frage:
Per Zufall (echt jetzt) habe ich entdeckt, dass der Kopfhörerausgang an meinem CD-Player eigentlich einen prima Sound bietet. Bisher habe ich hauptsächlich per Kopfhörer (Senni HD600) an meinem Verstärker Musik gehört - ich finde mittlerweile den "Klang" vom CD-Player aber besser.

Nun denn, mein Problem ist, dass sich die Lautstärke des Kopfhörerausgangs am CDX-497 zwar digital in 35 Stufen regeln lässt; aber schon bei Stufe 3 haut es mir fast die Ohren vom Kopf, wobei Stufe 2 wiederum zu leise ist.

Gibt es da vielleicht irgendein "magisches Teil" was der Hifi-Outsider wie ich nicht kennt um die Lautstärke zu drücken so dass ich mehr Einfluss nehmen kann? Oder passt die Kombination Yamaha CDX497 und HD600 technisch einfach nicht zusammen? Der Senni ist - glaub ich - ein 300 Ohm Kopfhörer.

Hoffe ihr kennt 'ne Lösung.
VG
Jupp
cr
Inventar
#2 erstellt: 06. Aug 2012, 04:02
Man kann einen Spannungsteiler basteln, wo ich etwa ein maximal 50 bis 100 Ohm-Poti vorschlagen würde, damit nicht der Innenwiderstand des Potis den Frequenzgang ändert. An sich keine Hexerei.
Der digitale Regler verschlechtert dagegen sofort, sobald man damit herunterregelt.
Das Poti sollte 100mW aushalten, auch kein Problem.
juppschmitz1970
Neuling
#3 erstellt: 06. Aug 2012, 18:06
Hallo cr,

danke für die schnelle Antwort. Leider bin ich elektrotechnisch ein Laie; ich habe mal eine Zeichnung gemacht:

Test Poti

Ist es so wie du dass gemeint hast? Ich bräuchte dann aber doch für jeden Kanal einen separaten Poti, oder? Poti mit 100 oder 50 Ohm sind anscheinend auch kaum zu bekommen; sind nur wenige im Sortiment von Conrad oder Völkner.

VG
Jupp
cr
Inventar
#4 erstellt: 06. Aug 2012, 22:35
Nein so gehts nicht ganz, das bringt keine ausreichende Dämfung.

1. Man braucht ein Stereopoti, logarithmisch wäre günstiger wegen dem besser genützten Drehbereich.
2. Die beiden bei dir nicht angeschlossenen Enden kommen beide auf Masse. Erst dann entsteht ein Spannungsteiler. Bei deiner Zeichnung ist das Poti nur ein Vorwiderrstand von 0 bis 100 Ohm. Das hilft bei 300 OHM KH so gut wie nichts.

Man muss nur aufpassen, dass man die richtigen Enden erwischt, sonst ist es auf 8 Uhr laut und auf 16 Uhr leise.
D.h. ist das Poti im linken Anschlag (8h), ist der KH praktisch kurzgeschlossen, dann passts.
cr
Inventar
#5 erstellt: 06. Aug 2012, 22:48
Anscheinend gibts keine Sterepotis 100 Ohm

Was ich noch gefunden habe: SpeaKa Professional Klinke Kopfhörer-Verlängerungskabel Klinkenstecker 3,5 mm / Klinkenbuchse 3,5 mm Schwarz 6 m (Conrad)

Stecker könnte man ummontieren. Leider ist nicht erkenntlich, ob hier ein geeigneter Widerstand verwendet wird.

Die Sache stellt sich doch schwieriger an, als ich dachte.
cr
Inventar
#6 erstellt: 06. Aug 2012, 22:59
Einfacher wäre fast noch, dir folg. KHV zu bestellen (ich verwende solche und sie sind auf jeden Fall so gut wie die im Player verbauten):
http://www.thomann.de/de/millenium_hp1_headphone_amp.htm

Wenn du bereits genug Cinchkabel hast, benötigst du zwei solche Steckeradapter dazu:
http://www.thomann.de/de/the_sssnake_1820_adapter.htm
juppschmitz1970
Neuling
#7 erstellt: 07. Aug 2012, 14:58
Hallo cr,

vielen Dank für die guten Tips. Den kleinen Kopfhörerverstärker kannte ich noch gar nicht. Ich möchte jedoch erstmal die Bastellösung ausprobieren.

In meiner Grabbelkiste habe noch ein abgeschnittenes Kopfhörerkabel vom Senni und eine abgeknapste Buchse gefunden. Und wie es der Zufall so will hatte ich auch noch 2 alte Poti aus einem uralten mistigen Kopfhörer drin rumfliegen. Mein Messgerät zeigte ca. 47 Ohm an - dass war ja fast einer der Werte, die du mir empfohlen hattest!

Ich hab dann mal was nach meiner Zeichnung und deinem Hinweis mit den Masseanschlüssen zurechtgestümpert und ....es funktioniert!!!

Testkabel

(Bitte nicht lachen...)

Selbst wenn ich die beiden Poti jetzt um 50% aufdrehe kann ich am CD-Player die Lautstärke auf 20 von 35 stellen und es ist nicht mehr unangenehm laut.

Klasse, ich werde jetzt noch ein kleines Gehäuse, eine Klinkeneinbaubuchse und probehalber mal 2 Poti mit je 100 Ohm kaufen und dann .... nur noch Musik genießen, yeah.

Nochmals vielen Dank für die Hilfe cr, von selbst wär' ich nicht darauf gekommen.

Viele Grüße
Jupp


[Beitrag von juppschmitz1970 am 07. Aug 2012, 15:58 bearbeitet]
cr
Inventar
#8 erstellt: 08. Aug 2012, 22:53
Aber wie bekommst du mit 2 Potis die Lautstärke je Kanal parallel hin?
Oder verstellst du sie nur selten?
PS: Wenn man wirklich kein niederohmiges Stereopoti bekommt, sind zB Schiebepotis eine Lösung, die man einfach nebeneinander montiert.


[Beitrag von cr am 08. Aug 2012, 22:53 bearbeitet]
juppschmitz1970
Neuling
#9 erstellt: 11. Aug 2012, 16:04
Hallo cr,

das was ich da gebastelt habe ist ja nur ein Prototyp.
Ich hatte mir das so vorgestellt, dass ich mir auf dem Gehäuse Markierungen an der Stelle mache, wo die Regler nach dem messen 25, 50, 75 und einen gemeinsamen Maximalwert anzeigen. Die benötigten Teile habe ich jetzt von Conrad bekommen.

Je nachdem welche CD ich habe stelle ich dann einen der Werte ein. Die Feinjustage wollte ich dann per Fernbedienung am CD-Player vornehmen; es sind dort ja 35 Stufen vorhanden.

Jetzt am Wochenende will ich das ganze etwas ordentlicher machen und in ein Gehäuse verfrachten. Bei meinem jetzigen Testaufbau stell ich die Poti nach Gehör ein; man hört ja auch so wenn ein Kanal zu laut oder zu leise ist.

Was mir aufgefallen ist, dass die beiden Poti, die ich mir bestellt habe, gar keine 100 Ohm Widerstand haben sondern der eine 92 Ohm und der andere 97 Ohm. Ist das eigentlich normal?

Ok, wenn ich die Bastelei fertig habe mache ich nochmal Bilder davon.

Viele Grüße
Jupp


[Beitrag von juppschmitz1970 am 11. Aug 2012, 16:06 bearbeitet]
cr
Inventar
#10 erstellt: 11. Aug 2012, 22:56
Billige Potis haben oft große Toleranzen, +/-10% wäre dann denkbar.
juppschmitz1970
Neuling
#11 erstellt: 14. Aug 2012, 21:48
Hallo cr,

am WE habe ich alles in ein kleines Modulgehäuse verfrachtet; die Friemelei hat richtig Spass gemacht. Der Unterschied der 100 Ohm Poti zu den 50 Ohm Poti ist nur sehr gering. Trotzdem kann ich jetzt endlich prima die Lautstärke einstellen und brauch' außer dem CD-Player (und dem Senni natürlich ) kein anderes Gerät.

Hier die Bilder:


DSCF1207


DSCF1208


DSCF1217


Eine Skala auf dem Gehäuse werde ich doch nicht anbringen, da auch so die Lautstärke ohne Probleme eingestellt werden kann. Das Projekt ist hiermit abgeschlossen.

Für deine Hilfe cr möchte ich mich nochmals herzlich bedanken.

Viele Grüße
Jupp
cr
Inventar
#12 erstellt: 14. Aug 2012, 22:26
Etwas basteln kann schon Spaß machen (ich habe auch schon diverse Lautstärkeregler und Lautsprecher-Wahlschalter gemacht sowie einen Adapter für den AKG K1000, der ja an Endverstärkern betrieben wird, aber eigentlich auch einen Spannungsteiler benötigt, damit er nicht allzu leicht überlastet wird, bei mir 12:12 Ohm Zementwiderstände 10W).

Du könntest die beiden Achsen mit je einem Kettenzahnrad versehen und eine Kette (so was wie Fahrradkette, aber in feiner) anbringen, dann würden sie relativ parallel laufen

50 und 100 Ohm bringt deshalb kaum Unterschied, weil das Poti als Spannungsteiler arbeitet.
Je höher aber sein Gesamtwiderstand ist, desto eher kann, je nach Kopfhörer Impedanzverlauf, der Frequnzgang etwas verändert werden (was auch die Ursache ist, dass sich manche KHV klanglich leicht unterscheiden, je nach ihrer Ausgangsimpedanz)
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