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Simba Chips zur Netzstromverbesserung

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Flauto_Magico
Stammgast
#1 erstellt: 11. Apr 2007, 14:13
Vor 10 Jahren war ich mal im Hig End Fieber. Es wurden "Simba Chips" angeboten, sahen aus wie große Wäscheklammern die auf die Netzkabel von Verstärkern und Quellgeräten geklemmt wurden. Sollten den Klang der Geräte verbessern.

Wie wird das heute von Fachleuten beurteilt ?
Kokolores oder ist was dran ?
kptools
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 11. Apr 2007, 15:01
Hallo,

dieses Thema ist nun wirklich nicht neu. Da hätte Dir die Forumssuche mehr als ausreichend Treffer geliefert.

Um es kurz zu machen: Absoluter Humbug und zu Recht vom Markt verschwunden.

Grüsse aus OWL

kp
Hörbert
Moderator
#3 erstellt: 11. Apr 2007, 22:03
Hallo!

Eigentlich besagt die Tatsache das diese Dinge wie der Simba-Chip nach einer Weile vom Markt verschwunden sind alles darüber aus, der Bestand an gutgläubigen unkritischen Usern die solche Mittelchen präferieren ist verhältnissmäßig klein und die offentsichtliche Wirkungslosigkeit zu offenbar daß diese Dinge eine weite Verbreitung finden, ihre User werden von ihrer Umgebung eher belächelt als ernstgenommen. Selbst die Voodoo Artikel mit größerem Bekanntheitsgrad müssen regelmäßig von den Herstellern mittels Werbefeldzügen "Refresht" werden um nicht Sang- und Klanglos vom Markt zu verschwinden. Ein gutes Beispiel ist die CD-Matte die alle paar Jahre in "verbesserter" Form mal wieder ausgegraben wird und für ein paar Wochen oder Monate als Zombi durch die "Fachpresse" geistert.

MFG Günther
Flauto_Magico
Stammgast
#4 erstellt: 11. Apr 2007, 22:40
Danke für diese ehrliche Meinung !

Also, ich habe mir vor ca. 10 Jahren bei einem prominenten Händler für ein Schweinegeld 3 Exemplare "Simba" gekauft. Glaube knappe 1000 DM. Die Rechnung habe ich noch.

Die Dinger liefen damals durch alle einschlägigen Zeitschriften und ich wurde infiziert. Die Meinungen waren schon damals sehr gespalten.

Die Wäscheklammern mit Chip haben ganz frühe zweistellige Seriennummern, sind aus der frühen Erstproduktion. Also 100% "echt", wenn man es so nennen will.

Hatte mal eine High-End Anlage bei der ich alles aureizen wollte was der Markt so zu bieten hat. Auch diese Platten mit eingebauten Seilzügen (Basement für Geräte), Bedini, Spikes, Dämpfer und Pucks aller Hersteller....Da die Geräte nicht mehr zu optimiern waren, habe ich auf "Zubehör" gesetzt.

Ging es anderen Teilnehmern auch mal so ?

Wenn ein Gläubiger oder ein Exeperimentierfreudiger Teilnehmer Interesse an den Simba Chips hat, würde ich mich für einen Bruchteil des ehemaligen Preises davon trennen.

Warum? Ich höre einfach nur noch gute Musik und mache selber welche.

Die wilden High End Jahre liegen hinter mir und das Leben mit neuen Aspektenvor mir :-)
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 12. Apr 2007, 17:01
Hallo!

Das kenne ich, einigen Leuten in meinem Umfeld ging (und geht) es so, bei der Mehrzal ist der "Krankheitsverlauf" sehr moderat, da mal ein Kabel, dort mal ein Spray. Aber immer Zweifel ob man das Optimum erreicht hat. Nach einigen Jahren schläft die Sache dann ganz ein und bei einigen davon ist leider dann auch der Spaß am Hobby weg und auf der Teueren Anlage läuft nur noch ab und an Hintergrundgedudel vom Ortssender mit dem irgendwann dazwischen angeschafften Mittelklassetuner der einst der Abrundung der Zweitanlage dienen sollte. Beim nächsten Umzug landet dann alles bei Ebay oder in dem Anzeigeteil der örtlichen Tageszeitung. Dann gibt es noch einige wenige "unheilbare Fälle" die seit Jahren unverzagt dem Optimum hinterherrennen und immer noch das ultimate Klangerlebniss alle paar Wochen verkünden, aber die sind sehr,sehr selten. Die meisten nur leicht "Infizierten" kommen irgendwann wieder zur Besinnung und hören wieder Musik.

MFG Günther
racinggreen
Stammgast
#6 erstellt: 19. Apr 2007, 13:12
Hi,
ich kann den Kommentierungen von Hörbert und kptools nicht ganz zustimmen.

Meiner Erfahrung nach haben diese Erfindungen durchaus Sinn. Sicher gibt es auch eine Menge Ausschuß darunter. Die Firmen, die im allgemeinen sehr klein sind und kaum finanzielles Back-up besitzen, sprechen zum einen eine sehr kleine Zielgruppe an und besitzen zudem ein schlechtes bzw. gar kein Marketing und auch keinen effizienten Vertrieb.

Beim Vertrieb geht es weniger um die Wertigkeit eines Produktes als um den Ertrag, den der Vertriebler einstreichen will/muß. D.h. er verkauft das Produkt mit der größten Spanne und welches am einfachsten in die Händlerregale zu stellen ist.

Die meisten Firmen verschwinden nach ausgehauchtem Lebenszyklus ihres Produktes wieder in der Versenkung, weil sie es nicht weiter als Mitläufer im Handel platzieren können.

Es ist also auch sinnvoll, hinter die Kulisse zu schauen und dann erst eine Bewertung vorzunehmen.

Viele Grüsse

Thomas
kptools
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 19. Apr 2007, 13:38
Hallo,

wobei das Ganze einen kleinen Schönheitsfehler hat. Es handelt sich eben nicht um "Erfindungen", die auch nur in irgend einer Weise innovativen Charakter hätten, sondern solche Produkte sind imho von vorn herein auf Nepp angelegt. Schöne Aufmachung und schwammige, hanebüchene Beschreibung inklusive. Wobei das Wichtigste ist, das es von jedem Laien problemlos und einfach angewendet werden kann und den "Spieltrieb" fördert. Den Rest erledigt dann schon die Konditionierung durch Marketing, Presse und "Mundpropaganda". Berufene mit besonderem Hörvermögen finden sich anscheinend immer. So jedenfalls die Hoffnung des Herstellers und / oder Vetriebs. Und auf dem HiFi-Markt funktioniert das anscheinend besonders gut, da hier jegliche kritische Instanz fehlt. Selbst unsere Fachzeitschriften ziehen da auf Gedeih und Verderb mit, anstatt dem ganzen Humbug ein Ende zu bereiten.

Ich habe mir dieses "Teil" sogar ersteigert, um es mal zu "testen", habe es anschließend durch meinen Bekanntenkreis gereicht und ich kann Dir versichern, da ist absolut nichts. Da braucht man selbst über einen Blindtest nicht mehr nachdenken.

Grüsse aus OWL

kp


[Beitrag von kptools am 19. Apr 2007, 13:48 bearbeitet]
racinggreen
Stammgast
#8 erstellt: 20. Apr 2007, 10:13
Hi,
danke für Deine Antwort.

Vielleicht war meine Aussage dazu auch zu pauschal.

Deine Ergebnisse mögen auf die Simba Chips zutreffen, Du hast sie ja schließlich getestet und darauf Deine Aussage aufgebaut.

Es gibt aber eine Menge an Firmen (Gilt nicht nur für den Hifi Bereich), die trotz innovativer Produkte wieder vom Markt verschwinden.

Der Konsument heute kauft im allgemeinen nur das, was umfangreiche Tests bestanden hat.

Das sichert uns auf der einen Seite zwar ab, aber versuch mal mit einem kleinen Unternehmen, die hoch angesetzten Anforderungen zu erfüllen.

Die Kosten für die Sachverständigen Institutionen und umfangreichen Testverfahren sind dann eine unüberwindbare Hürde.

Dieser Prüfungswahn verhindert in Deutschland seit den 60iger Jahren immer wieder bahnbrechende Informationen, die sich dann 30 Jahre später aus Asien kommend am Markt wiederfinden.

Wahrscheinlich ist das auch mit ein Grund dafür, dass sich die Klein-Anbieter einem weniger kritischen (Oder einem offeneren Publikum) stellen. Da finden sich allerdings auch eine Menge Spinner und Nepper. Da gebe ich Dir Recht.

Viele Grüsse

Thomas


[Beitrag von racinggreen am 20. Apr 2007, 10:14 bearbeitet]
Soundscape9255
Inventar
#9 erstellt: 20. Apr 2007, 13:04

racinggreen schrieb:

Die Kosten für die Sachverständigen Institutionen und umfangreichen Testverfahren sind dann eine unüberwindbare Hürde.


Ein "Glück", dass das in der Hifi-Welt anders läuft:

Die Kosten für die Werbung sind hoch - dafür schreiben dann auch die sogenanten "Sachverständigen" in "Fachmagazinen" Blumige durchweg gute Testergebnisse mit zweifelhaften Testverfahren - somit ist der Markterfolg dann keine Hürde mehr...
richi44
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 21. Apr 2007, 09:12
Hallo Thomas, angenommen, Du würdest per Zufall auf etwas stossen, das Dir den Hifi-Genuss vergrössert. Dabei stellst Du irgendwann fest, dass der Erfolg nicht Deinem Produkt, sondern einem Wattestäbchen zu verdanken ist.
Aber angenommen, Du hättest gestern das Hifi Pur Erlebnis gehabt.

Was tust Du? Du gründest eine Firma und beginnst mit der Produktion. Und wenn Du schlau bist, ist die Firma eine GmbH & Co KG. Da brauchst Du nicht viel Geld, kannst den Co rausschmeissen und nur die Hälfte einzahlen.

Jetzt machst Du in Fachzeitschriften etwas Werbung und schenkst dem "Journalisten" eine Flasche Wein für einen super Test. Und schon klingelt die Kasse. Und zwar so lange, bis alle Käsblattgläubigen Deine Erfindung gekauft haben.

Dann Lieferanten nicht mehr bezahlen, der Gattin, welche die Korrespondenz erledigt, ein fürstliches Salär bezahlen, Konkurs, neue Erfindung, neuer Tag, neues Glück und neue Firma und es geht von vorne los.

Viele Firmen überleben nicht, da hast Du recht. Aber viele ehemalige und gleichzeitig zukünftige Firmenbesitzer sehr gut.
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