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Türstopper? Absorber? Absurd? Wer hilft mir weiter?

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TFJS
Inventar
#1 erstellt: 17. Nov 2008, 12:23
Hallo Leute,

ich bin gerade am Boxenkauf und hierbei (immer) noch in der Phase intensiven Probehörens bei dem einen oder anderen Händler.

Dabei habe ich bei einem dieser Händler auf dem Verstärker so eine Art Türstopper (Aldi Süd bietet die gerade für 4,99 € an) stehen sehen. Auf meine Frage, was so ein Ding denn wohl brächte wurde ich vom Verkäufer aufgeklärt, es handle sich nicht um einen profanen Türstopper von Aldi sondern um einen sog. „Resonator“ für ein paar hundert Euro.
Der Sinn des ganzen wurde mir dann so erklärt:
„ Wenn in einem Magnetfeld ein metallischer, leitender Körper bewegt wird, würde dadurch bekanntlich ein Strom induziert. Dieser Strom flösse dann über den nächstbesten Leiter unkontrolliert ab.
Wenn also z.B. Metallgehäuse von HiFi-Elektronik im bekanntlich überall vorhandenen Magnetfeld der Erde vibrieren (etwa angeregt durch Lautsprecher- oder Trittschall), induzieren sie so einen Strom, der dann beim unkontrollierten Abfließen die äußerst empfindlichen Signale stören könnte.
Der „Resonator“ nimmt daher diese unerwünschten Schwingungen auf und verwandelt sie statt in Strom in Wärme, so dass die Energie schadlos an die Raumluft abgegeben werden kann.“

Aha, dachte ich, klingt ja im ersten Augenblick ganz gut. Und was ich noch von Physik weiß - aus der 10. Klasse Gymnasium und damit rund 30 Jahre her - funktioniert mit Magnet und bewegtem Metall irgendwie ja auch ein Trafo.

Der Typ trat dann auch gleich den „Beweis“ an. Wir hörten ein Probestück von meiner mitgebrachten CD. Mal mit, mal ohne den „Resonator“.
Der Verkäufer schwärmte mir was von „gesteigerter Durchzeichnung“ und „erhöhter Musikalität“ und „deutlich mehr Geschwindigkeit“ vor (natürlich immer dann wenn der komische Türstopper auf dem Verstärker lag).
Ich dagegen habe leider überhaupt gar keinen Unterschied gehört.

Ich halte das ganze ja für Scharlatanerie, aber ich bin halt auch kein Ingenieur oder Techniker sondern nur ein nichttechnisch ausgebildeter Bürokrat.

Also mal ganz im Ernst, all Ihr Techniker, Ingenieure und sonstige Fachwissende im Forum:
Wie wahrscheinlich ist es denn nun nach Euerer Erfahrung wirklich, dass durch die Bewegung vom metallischen Bauteilen im Erdmagnetfeld Ströme induziert werden, die geeignet sind, Signale so zu stören, dass diese Störung zu einem hörbaren Ereignis wird?
Und sind denn diese metallischen Bauteile nicht irgendwie geerdet, um genau so was zu vermeiden?
Und wenn man sich, so der Schluss aus dem Vortrag des Verkäufers, aussuchen kann, ob Vibrationen unerwünschten Strom oder unschädliche Wärme erzeugen, warum erzeugt dann das Verstärker-Gehäuse ausgerechnet Strom und nicht Wärme wie der „Resonator“?


Übrigens hingen in den Raumecken und über den Türen so Holzklötzchen mit Glöckchen kopfüber oben drauf. Sah aus wie eine Art Vogelbäder, aber so klein wie für Fliegen. Nach deren Daseinsberechtigung habe ich mich dann aber nicht mehr zu fragen getraut.





EDIT: 2-7 Rechtschreibfehler raus und wahrscheinlich 3 neue rein


[Beitrag von TFJS am 17. Nov 2008, 12:24 bearbeitet]
Hüb'
Inventar
#2 erstellt: 17. Nov 2008, 12:27
Hallo Thomas,

so wie Du den "Tathergang" schilderst, war das eine recht konkrete Aufforderung, zu einem seriösen Händler zu wechseln

Grüße

Frank
langsam
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 17. Nov 2008, 12:29
Das erinnert mich an ein UFO, dass ich im Showroom der letzten WOH im Bonner Maritim zum "Messe"-Sonderpreis von 330 Eus feilgeboten sah.
Erstaunlich welche schwachsinnigen "Erklärungen" für diesen Unfug herhalten müssen.
Auf deutsch, vergiß es, es ist real existierender Unsinn (sowohl die "Erklärung" als auch das Teil als solches).

Trau einfach deinem Gehör und gut ist's.

Gruß, l
TFJS
Inventar
#4 erstellt: 17. Nov 2008, 12:31
Hallo Frank,

Was heißt hier seriös? Meinst Du einen,der auch noch einen Yogi beschäftigt, um die Raumluft zu optimieren?

Dass ich bei dem Händler nix kaufen werde, ist ja wohl klar, aber was mich ehrlich interssiert: Wie ist das jetzt mit dem induzierten Strom, gibt's den wirklich oder ist das echter Blödsinn? Ich weiß es echt nicht (also rein technisch).


[Beitrag von TFJS am 17. Nov 2008, 12:31 bearbeitet]
WinfriedB
Inventar
#5 erstellt: 17. Nov 2008, 12:36
Man könnte jetzt natürlich hergehen und aus dem Magnetfeld der Erde und der Vibrationsamplitude eines Gerätegehäuses berechnen, was tatsächlich induziert wird.

Allerdings sagt mir meine Erfahrung, daß das, was dir der Händler erzählt hat, ziemlicher Humbug ist. Ich habe Meßschaltungen für Signale im Sub-mV-Bereich und Sub-mikro-Ampere-Bereich entwickelt und seltsamerweise traten da nie die Störungen auf, die dein Händler bei den "schwachen Signalen" einer Hifi-Anlage als störend bezeichnet.

Im übrigen müßten dann ja alle Teile des Signalwegs mit entsprechenden Resonatoren versehen werden. Z.B. der Tonkopf eines Tapedecks, an dem (bei Vollaussteuerung!) Spannungen im unteren mV-Bereich auftreten. Bei MC-Magnetsystemen sind sie noch geringer.

Daß man allerdings versucht, Aldi- und sonstige Türstopper als Tuningzubehör zu verticken, ist nix neues, wir hatten hier mal einen, der von einem Hifi-Händler hoch geschwärmt hat - auf der Webseite dieses Händlers sah man dann die altbekannten Türstopper (mit zusätzlicher Gewindebohrung) für xx EUR angeboten. Diesmal allerdings als Gehäusefüße, die natürlich auch "mehr Dynamik" bringen sollten (wie eigentlich alles, was dieser Händler verkaufte - ich bin beim Durchzählen auf 3 bis 4 Dynamiksteigerungen gekommen).
sound56
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 17. Nov 2008, 12:44

Übrigens hingen in den Raumecken und über den Türen so Holzklötzchen mit Glöckchen kopfüber oben drauf. Sah aus wie eine Art Vogelbäder, aber so klein wie für Fliegen. Nach deren Daseinsberechtigung habe ich mich dann aber nicht mehr zu fragen getraut.


Sei froh, dass man dir das nicht erklärt hat. Die bringen nämlich das, was bei der Aufnahme verloren geht, wieder zurück.
(O-ton FAST)

Wenn du mal möchtest, dann besorg dir 1 oder 2 Türstopper von Aldi und leg die auf das Gehäuse von Player/Amp.

Das beruhigt das Blech mechanisch und das kann man auch mal hören.

Gruß
Hüb'
Inventar
#7 erstellt: 17. Nov 2008, 12:45
Klar. Hatte mal das CD-Laufwerk von Camtech. Bei gehobener Zimmerlautstärke schwang der Deckel immer schön mit. Da kann ein 4-€-Türstopper wahre Wunder vollbringen.

Grüße

Frank


[Beitrag von Hüb' am 27. Nov 2008, 13:32 bearbeitet]
langsam
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 17. Nov 2008, 12:49

Hüb' schrieb:
Klar. Hatte mal das CD-Laufwerk von Camtech. Bei gehobener Zimmerlautstärke schang der Deckel immer schön mit. Da kann ein 4-€-Türstopper wahre Wunder vollbringen.

Grüße

Frank
:prost



Man könnte das Gehäuse auch mit Beton ausgiessen....
TFJS
Inventar
#9 erstellt: 17. Nov 2008, 12:49

WinfriedB schrieb:
Man könnte jetzt natürlich hergehen und aus dem Magnetfeld der Erde und der Vibrationsamplitude eines Gerätegehäuses berechnen, was tatsächlich induziert wird.


Au ja, wenn Du Zeit hast, mach das mal. Wäre sicher mal interssant, eine Zahl zu haben, mit der man solchen Leuten den Schneid abkaufen kann.


Allerdings sagt mir meine Erfahrung, daß das, was dir der Händler erzählt hat, ziemlicher Humbug ist. Ich habe Meßschaltungen für Signale im Sub-mV-Bereich und Sub-mikro-Ampere-Bereich entwickelt und seltsamerweise traten da nie die Störungen auf, die dein Händler bei den "schwachen Signalen" einer Hifi-Anlage als störend bezeichnet.


Eigentlich habe ich mir gedacht, dass solche Störungen, wenn es sie denn gäbe, auch in anderen Bereichen auftreten müsste. Dass man woanders aber noch nie was davon bemerkt hat, habe ich als technischer Laie aber nicht auzusprechen gewagt.


Im übrigen müßten dann ja alle Teile des Signalwegs mit entsprechenden Resonatoren versehen werden. Z.B. der Tonkopf eines Tapedecks, an dem (bei Vollaussteuerung!) Spannungen im unteren mV-Bereich auftreten. Bei MC-Magnetsystemen sind sie noch geringer.


Gutes Argument, werde ich mir für die nächste Qzuatsch-Lektion eines Händlers sicher merken!


Daß man allerdings versucht, Aldi- und sonstige Türstopper als Tuningzubehör zu verticken, ist nix neues, wir hatten hier mal einen, der von einem Hifi-Händler hoch geschwärmt hat - auf der Webseite dieses Händlers sah man dann die altbekannten Türstopper (mit zusätzlicher Gewindebohrung) für xx EUR angeboten. Diesmal allerdings als Gehäusefüße, die natürlich auch "mehr Dynamik" bringen sollten (wie eigentlich alles, was dieser Händler verkaufte - ich bin beim Durchzählen auf 3 bis 4 Dynamiksteigerungen gekommen).


Ich denke, ich habe das Ding auch schon in der einen oder anderen Zeitung gesehen (AUDIO; Stereo oder so), wo die Redakteure ganz begeistert waren, von -- na was wohl? -- der zusätzlichen Dynamik! Hurra
TFJS
Inventar
#10 erstellt: 17. Nov 2008, 12:51

Hüb' schrieb:
Klar. Hatte mal das CD-Laufwerk von Camtech. Bei gehobener Zimmerlautstärke schang der Deckel immer schön mit. Da kann ein 4-€-Türstopper wahre Wunder vollbringen.

Grüße

Frank
:prost


Lass das nicht Aldi-Süd lesen, sonst verkaufen die Türstopper nächstens als High-End Zubehör statt für 4,99 für 499.
kptools
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 17. Nov 2008, 12:53
Hallo,

das mit dem "Türstopper" war noch eine andere Geschichte. Hier geht es um dies hier. Und hier gibt es noch etwas von der Fachhochschule Dortmund dazu. Von dem was Dir Dein "Händler" dazu "erzählt" hat ist dort aber keine Rede.

Grüsse aus OWL

kp
sound56
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 17. Nov 2008, 12:54
wenn man den Gummiring wegmacht, dann geht das Teil echt für 499,- über´n Tisch
WinfriedB
Inventar
#13 erstellt: 17. Nov 2008, 12:55

TFJS schrieb:

WinfriedB schrieb:
Man könnte jetzt natürlich hergehen und aus dem Magnetfeld der Erde und der Vibrationsamplitude eines Gerätegehäuses berechnen, was tatsächlich induziert wird.

Au ja, wenn Du Zeit hast, mach das mal. Wäre sicher mal interssant, eine Zahl zu haben, mit der man solchen Leuten den Schneid abkaufen kann.



Abgesehen davon, daß mir meine Zeit dafür zu schade ist, wird man spätestens dann wieder das Argument hören, das sei alles von "lallenden Wissenschaftlern" ausgedacht (hatten wir hier schon wörtlich so) und man solle sich doch seine Zweifel durch eigenes Hören nehmen lassen.

TFJS schrieb:

Eigentlich habe ich mir gedacht, dass solche Störungen, wenn es sie denn gäbe, auch in anderen Bereichen auftreten müsste.


Ja, das wundert mich auch immer wieder, daß all diese Effekte nur bei Hifi-Anlagen auftreten, nur nicht in der Meßtechnik, die u.a. benutzt wird, um eben jene Anlagen zu testen und zu entwickeln.
TFJS
Inventar
#14 erstellt: 17. Nov 2008, 12:58

WinfriedB schrieb:

TFJS schrieb:

WinfriedB schrieb:
Man könnte jetzt natürlich hergehen und aus dem Magnetfeld der Erde und der Vibrationsamplitude eines Gerätegehäuses berechnen, was tatsächlich induziert wird.

Au ja, wenn Du Zeit hast, mach das mal. Wäre sicher mal interssant, eine Zahl zu haben, mit der man solchen Leuten den Schneid abkaufen kann.



Abgesehen davon, daß mir meine Zeit dafür zu schade ist, wird man spätestens dann wieder das Argument hören, das sei alles von "lallenden Wissenschaftlern" ausgedacht (hatten wir hier schon wörtlich so) und man solle sich doch seine Zweifel durch eigenes Hören nehmen lassen.


Schade, aber absolut verständlich und nachvollziebar.
sound56
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 17. Nov 2008, 13:02

das mit dem "Türstopper" war noch eine andere Geschichte. Hier geht es um dies hier. Und hier gibt es noch etwas von der Fachhochschule Dortmund dazu. Von dem was Dir Dein "Händler" dazu "erzählt" hat ist dort aber keine Rede.


Also ich weiß auch nicht, ob das Metallkreuz im Innern weiß, bei welcher Frequenz mein Gehäusedeckel schwingt??
Das ist doch nicht bei allen Geräten gleich. Daher würde ich eben max. die € 4,99 ausgeben und nicht die annähernd € 500,- die das Finite Teil kostet.
WinfriedB
Inventar
#16 erstellt: 17. Nov 2008, 13:05

kptools schrieb:
Und hier gibt es noch etwas von der Fachhochschule Dortmund dazu.


Der Text stammt keineswegs von der FH Dortmund, sondern vom Hersteller dieser Resonatoren. Daß man mit der F.E.-Methode Schwingungsverhalten optimieren kann, ist nix Neues. Mein letzter Brötchengeber hat das für Batterieregale für Notstromversorgungen in der (Kern-)Kraftwerkstechnik gemacht (die werden u.a. auf das Schwingverhalten bei Erdbebenstößen getestet).

Die Versuchsaufbauten und Meßergebnisse scheinen mir soweit auch OK zu sein. Ich glaube aber nicht, daß irgendein Mitarbeiter der FH Dortmund, sofern er sich nicht zur technischen Lachnummer machen will, etwas von "holografischer Dreidimensionalität" des Klanges daherschwurbeln würde. Ebenso würde sich die FH Dortmund vermutlich freundlichst bedanken, wenn man ihr unterschieben würde, daß die Anordnung der Resonatorteile bei allen Geräten auf den gleichen Stellen optimal sein soll - egal welche Schwingfrequenzen und Gehäuseresonanzen tatsächlich auftreten. Ich hätte mich jedenfalls nicht getraut, einen Laborbericht mit solchen "Schlußfolgerungen" im Grundstudiums-Praktikum abzugeben - hätte sich nicht gelohnt, den hätte ich eh neu schreiben müssen.


[Beitrag von WinfriedB am 17. Nov 2008, 13:13 bearbeitet]
KuNiRider
Inventar
#17 erstellt: 17. Nov 2008, 13:15

TFJS schrieb:
Und wenn man sich, so der Schluss aus dem Vortrag des Verkäufers, aussuchen kann, ob Vibrationen unerwünschten Strom oder unschädliche Wärme erzeugen, warum erzeugt dann das Verstärker-Gehäuse ausgerechnet Strom und nicht Wärme wie der „Resonator“?


Damit hast du eigentlich schon alles erklärt!

Der Grund für Metallgehäuse (und das haben ja halbwegs vernünftige Komponenten) ist die Schirmung gegen magnetische und elektromagnetische Einflüsse indem die induzierte Spannung sofort im Innern kurzgeschlossen also in Wärme umgewandelt wird.
Wenn dieser Resonator aus magnetischem Material ist, würde er sogar Erdmagnetlinien zusätzlich auf das Gehäuse bündeln und 1mm neben ihm ist auch seine Wirkung dahin
Von den 'riesigen' Auswirkungen des gigantisch starken Erdfelds (du hast bestimmt auch schonmal einen elektrischen Schlag beim Aussteigen aus dem Auto bekommen, nachdem du dieses schnell durch das Ermagnetfeld bewegt hast ) mal abgesehen ist es doch schon erstaunlich, dass gerade solche Händler ja auch sehr teure Plattenspieler verkaufen, die nochnichtmal einen Haube haben um das gegen Schalleinwirkung wirklich anfällige Tonabnehmersystem zu schützen!

Du kannst ja mal CD auf Pause und Verstärker voll aufdrehen und mit einem Magnete an deinem Verstärker (nicht an VCR + CCR!)rumfuchteln ob du was hörst
kölsche_jung
Inventar
#18 erstellt: 17. Nov 2008, 13:19

TFJS schrieb:
............
Der Sinn des ganzen wurde mir dann so erklärt:
„ Wenn in einem Magnetfeld ein metallischer, leitender Körper bewegt wird, würde dadurch bekanntlich ein Strom induziert. Dieser Strom flösse dann über den nächstbesten Leiter unkontrolliert ab.
.............


frag den VK doch mal, was dann mit einem PKW passiert, der sich uU erheblich mehr und schneller im Erdmagnetfeld bewegt.

ach so, deshalb war die DDR eigentlich doch überlegen.... RENNPAPPE

klaus
WinfriedB
Inventar
#19 erstellt: 17. Nov 2008, 13:21

kölsche_jung schrieb:


ach so, deshalb war die DDR eigentlich doch überlegen.... RENNPAPPE

klaus


Leider nicht, die Dinger hatten auch einen Stahlrahmen.
kölsche_jung
Inventar
#20 erstellt: 17. Nov 2008, 13:26

WinfriedB schrieb:

kölsche_jung schrieb:


ach so, deshalb war die DDR eigentlich doch überlegen.... RENNPAPPE

klaus


Leider nicht, die Dinger hatten auch einen Stahlrahmen.


aber zumindest schon mal auf dem richtigen weg, den verflixten mörderischen Induktionsströmen zu entkommen....
langsam
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 17. Nov 2008, 15:00

kölsche_jung schrieb:

WinfriedB schrieb:

kölsche_jung schrieb:


ach so, deshalb war die DDR eigentlich doch überlegen.... RENNPAPPE

klaus


Leider nicht, die Dinger hatten auch einen Stahlrahmen.


aber zumindest schon mal auf dem richtigen weg, den verflixten mörderischen Induktionsströmen zu entkommen....



Da fällt mir spontan die Nutzung für einen Hybridantrieb ein.... Moment, muß mal eben in USA ein Patent anmelden, die patentieren ja bekanntlich auch einen Klick als solchen ohne Beschreibung des Verfahrens, das dahinter steckt.

grins, l
hf500
Moderator
#22 erstellt: 17. Nov 2008, 19:45
@TFJS

Moin,
die anderen haben es schon gesagt, es ist vollkommener Humbug.
Hoert sich fuer den Laien schluessig an, jemand, der von der Technik etwas versteht, haette wahrscheinlich in dem Laden den Teppich gebohnert.
;-)

In einem Leiter, der sich in einem Magnetfeld bewegt, entsteht eine Spannung (oder ein Strom, wenn der Weg geschlossen ist).

In den Blechteilen des Gehaeuses wuerde ein Strom entstehen, naemlich ein Wirbelstrom. Der ist uebrigens der Grund dafuer, warum Trafokerne oder das Eisen von Motoren nicht massiv sind, sondern aus duennen Blechen, die gegeneindander isoliert sind, zusammengesetzt werden. (zusaetzlich wird Trafoblech siliziumlegiert, damit es schlechter leitet)

Also, in dem Gehaeuseblech entsteht ein Wirbelstrom. Der ist aber in sich geschlossen und denkt gar nicht daran, "irgendwo abzufliessen". Er kann es nicht, er ist schon kurzgeschlossen.

Der Hit an der Sache, der Tuerstopper ist ueberfluessig.
Der Wirbelstrom seinerseits erzeugt ein Magnetfeld, das dem aeusseren entgegengerichtet ist. Das sorgt dafuer, dass das Gehaeuseblech gebremst wird, die Schwingung wird gedaempft.
In jeden Generator muss man mechanische Energie hineinstecken, wenn man elektrische heraushaben will.
Dieser Generator ist kurzgeschlossen, man muss also _richtig_ Energie hineinstecken.

Ach ja, bei dem "gigantischen" Erdmagnetfeld funktioniert das Ganze nicht. Der Wirbelstrom ist so winzig, weil beides winzig ist, die Bewegung des Blechs und das Magnetfeld.
Da gibt es noch nichtmal Wirbelstroeme ;-)

Man kann natuerlich einen Tuerstopper auf das Geraet stellen, das verschiebt die Resonanzfrequenz des Gehaeusedeckels zu niedrigeren Frequenzen.
Besser waere es, den Deckel zu bedaempfen, habe ich auch schon gemacht. (Ein Kassettendeck klang bei Beklopfen etwas blechern, ein Schoenheitsfehler.)
Die Massnahme sah so aus, dass ich mit Pattex ganzflaechig den Pappruecken eines Zeichenblockes in den Deckel geklebt habe. Fertig ist der Schwingungsdaemper ;-)

Die Fliegenbaeder in dem Laden waeren dann die naechste Lachnummer...

73
Peter

ps. Die Autos laden sich elektrostatisch auf, hat mit dem Erdmagnetfeld nichts zu tun. Und in den meisten Faellen laedt man sich beim Aussteigen selbst auf, wenn man vom Sitz aufsteht. Je nach Sitzbezug und Klamotten kann man da prima Ladungen trennen...
RoA
Inventar
#23 erstellt: 17. Nov 2008, 20:17

Und was ich noch von Physik weiß - aus der 10. Klasse Gymnasium und damit rund 30 Jahre her - funktioniert mit Magnet und bewegtem Metall irgendwie ja auch ein Trafo.


Schlimm, schlimm, schlimm, aber wenn das Verständnis von den Zusammenhängen und Wirkungsweisen nicht weiter reicht, ist man natürlich anfällig für Resonatoren und ähnliches Zeug.

Gut, dass man in diesem Forum darüber schreiben kann.
sound56
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 18. Nov 2008, 08:52
Sobald die Garantie abgelaufen ist, kann man zur Bedämpfung des Gehäusedeckels auch eine Bitumenmatte von innen an den Deckel kleben. Sieht man nicht und wirkt auch.
TFJS
Inventar
#25 erstellt: 18. Nov 2008, 11:59
Also erstmal vielen Dank für die ernstgemeinten technischen Erklärungen .

Und auch für den nicht ganz so ernst gemeinten Rest

Dass das ganze mit dem Resonator irgenwie Unsinn ist, habe ich ja intuitiv schon geahnt, jetzt weiß ich auch warum es Blödsinn ist.

Dieses Wissen erleichtert es natürlich, bei künftigen Gesprächen dieser Art den Verkäufer als Scharlatn zu entlarven.
KuNiRider
Inventar
#26 erstellt: 18. Nov 2008, 13:28
Noch was zum Wappnen, wurde mir unlängst bei einem Hörtermin für Aktivboxen (für den Paarpreis gibt's auch nen netten, neuen Kleinwagen!) vorgetragen:
"Unsere Boxen haben natürlich nur symmetrische XLR Anschlüsse, weil die Anstiegsgeschwigkeit dadurch das + und - gleichzeitig steigen doppelt so hoch ist!

Ich habe mich dermaßen beherrschen müssen (ist ein Kunde von mir) , sowas von einem Rdf-TV-Meister


Gottes Physik schrieb:

- die maximale Anstiegsgeschwindigkeit ist proportional zur maximal übertragbaren Frequenz. (und ne Popel-Chinchleitung überträgt schon 5 MHz)
- verdopple ich bei einer Übertragung die Anstiegsgeschwindigkeit, verdopple ich auch die Frequenz oder ich verzerre einen Sinus zum beinahe Rechtecksignal




[Beitrag von KuNiRider am 18. Nov 2008, 13:40 bearbeitet]
destedter
Stammgast
#27 erstellt: 27. Nov 2008, 12:43
Hallo, Ihr Ungläubigen und Nichtwisser,

selbstverständlich resultieren aus den Induktionsströmen deutlich hörbare Einflüsse auf den Klang - um nicht zu sagen die Ganzheitlichkeit - der Anlage. Durch einen vollkommen simplen und leicht nachvollziehbaren Versuch kann jeder an seiner eigenen Anlage den Beweis führen! Dazu wird ein Lautsprecherkabel vom Verstärker abgenommen, das andere Ende verbleibt im Lautsprecher. Wichtig ist hierbei, daß das Kabel mindestens eine Länge von ca. 3m aufweist. Man nimmt nun das Kabel in die Hand, so daß 1-2m der nicht angeschlossenen Seite locker hinabhängen. Jetzt versetzt man mittels Schleuderbewegung das unangeschlossene Ende des Kabels in Rotation. Durch die immensen Induktionsströme, hervorgerufen durch die Bewegung des Leiters (LS-Kabel) im Erdmagnetfeld, ist nun ein deutliches Rauschen - mithin bis hin zu einem 'Pfeifen' - vernehmbar! Dieses wird durch die brachiale Induktionsspannung hervorgerufen, die nun am Lautsprecher anliegt. VORSICHT: Während des Schleudervorganges nicht die Anschlußkontakte am Lautsprecher berühren - je nach Schleuderintensität besteht akute Lebensgefahr! Je höher die Rotationsgeschwindigkeit, desto stärker der Effekt!

Viel Spaß beim Selbstversuch!

Destedter


[Beitrag von destedter am 27. Nov 2008, 13:11 bearbeitet]
KuNiRider
Inventar
#28 erstellt: 27. Nov 2008, 13:30

destedter schrieb:
Hallo, Ihr Ungläubigen und Nichtwisser,

selbstverständlich resultieren aus den Induktionsströmen deutlich hörbare Einflüsse auf den Klang - um nicht zu sagen die Ganzheitlichkeit - der Anlage. Durch einen vollkommen simplen und leicht nachvollziehbaren Versuch kann jeder an seiner eigenen Anlage den Beweis führen! Dazu wird ein Lautsprecherkabel vom Verstärker abgenommen, das andere Ende verbleibt im Lautsprecher. Wichtig ist hierbei, daß das Kabel mindestens eine Länge von ca. 3m aufweist. Man nimmt nun das Kabel in die Hand, so daß 1-2m der nicht angeschlossenen Seite locker hinabhängen. Jetzt versetzt man mittels Schleuderbewegung das unangeschlossene Ende des Kabels in Rotation. Durch die immensen Induktionsströme, hervorgerufen durch die Bewegung des Leiters (LS-Kabel) im Erdmagnetfeld, ist nun ein deutliches Rauschen - mithin bis hin zu einem 'Pfeifen' - vernehmbar! Dieses wird durch die brachiale Induktionsspannung hervorgerufen, die nun am Lautsprecher anliegt. VORSICHT: Während des Schleudervorganges nicht die Anschlußkontakte am Lautsprecher berühren - je nach Schleuderintensität besteht akute Lebensgefahr! Je höher die Rotationsgeschwindigkeit, desto stärker der Effekt!

Viel Spaß beim Selbstversuch!

Destedter


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