Kann ich die MT's von ca. 25 Jahre alte Boxen ersetzen?

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Sven_2209
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 27. Aug 2007, 20:54
Hallo HiFi Fans!

..eins vorweg, wenn sich meine beschreibungen seltsam anhören, liegt es daran dass ich mehr von PC als von HiFi verstehe

Ich habe 1 Paar 3-Wege Boxen von meiner Tante bekommen,
diese haben Insgesamt einen ausgeglichenen und räumlichen Klang(subjektiv). ABER...
meiner Meinung nach ist der mittelton im oberen bereich etwas schwach, es fehlt ein klein wenig Dynamik und deshalb würde ich nun gerne wissen ob ich diese durch modernere Konus-Mitteltöner wie zB. den Visaton M 10 ersetzen kann. Ich versuche euch die Boxen so gut wie möglich zu beschreiben und hoffe die daten genügen, um Antwort geben zu können.

Optimus-15

32-21000Hz
8 Ohms
Continous Power: 80watts
Music Power: 110watts
Sensitivity: 91dB at 1 w/1m
Efficiency: 3.2watts
Volume: 35 litres
Weight: 10.8 Kg

Costum Manufactured in Denmark for TANDY
Neupreis(paar): 1.000 DM

Die Box ist geschlossen, hat eine Hochtonkalotte mit 6 Ohm(optisch wie Visatons G25FFL) und einen Mittelton Konus von Seas der zwar einen offenen Stahlkorb hat aber keine Schwingungen erzeugen kann, daher schätze ich die Resonanzfrequenz auf 400-900Hz, der Tieftöner (25cm) gibt die tieferen mittelton frequenzen wieder(räumlich warm).

Watt, Ohm, Resonanzfrequenz vom MT kann ich leider nicht ablesen, die Seriennummer kann ich mir sicherlich sparen (bei google findet man auch nichts).

Ich möchte das Klangbild natürlich nicht zum Negativen beeinflussen, deshalb wende ich mich an euch



Ps:Bitte geht nicht zuu fachmännisch an die Sache ran, bin kein Profi in diesem Gebiet, danke für eure Zeit;)
audiophilanthrop
Inventar
#2 erstellt: 27. Aug 2007, 21:26
10,8 kg kommt mir für 3-Weger fast ein wenig knapp vor, andererseits haben die ja auch nur 35 Liter. Müßten größere Regalboxen sein, oder?

Dein Anliegen ist ja ziemlich advanced... da würde man mindestens die Weiche anpassen müssen. Und wer weiß, ob es überhaupt der Frequenzgang ist, der für den beschriebenen Effekt sorgt, und nicht etwa das Abstrahlverhalten (was durch Treibertausch wenig beeinflußt würde). Das wäre ein Fall für die Freaks in der DIY-Abteilung. Man würde die Böxli überhaupt mal durchmessen wollen.

Wenn du unbedingt was machen willst, würde ich mir die Weiche vorknöpfen und alle Elkos tauschen... mindestens bipolare Elkos ("Tonfrequenzelkos"), möglichst hochwertig, bei den kleineren geht oft auch Folie, jeweils auf genügende Spannungsfestigkeit achten. Wenn durch abgeschlaffte Elkos die Übernahmefrequenzen nicht mehr passen, wird der Klang sicher nicht besser.


[Beitrag von audiophilanthrop am 27. Aug 2007, 21:29 bearbeitet]
Sven_2209
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 27. Aug 2007, 21:52
Danke erstmal für die schnelle Antwort...

mh da fängts auch schon an mit den begriffen^^

..aber elkos müssten die elektro bauteile von der weiche sein, stimmts?

eine gute idee die schuld der Weiche zu geben, immerhin sind 25 Jahre keine kurze Zeit, kann gut sein das die "Elkos" nachlassen, obwohl die Boxen über die Jahre relativ wenig benutzt wurden, und wenn dann nur mit niedrigem pegel^^ Habe das gefühl, dass der Bass durch meine Musik erst richtig "eingeweiht" wird.

Da ich überhaupt keine Ahnung habe wie man eine weiche richtig einstellt, müsste ich diese zu einem Audio Händler bringen,am besten gleich beide Boxen, was dann sicherlich kostenspielig wird.

Ich frage mich aber immernoch ob die alten mitteltöner, der heutigen Technik unterlegen sind.
Oder ist die Dynamik gleich geblieben?
Wenn ja kann es nur an der Weiche liegen.

Gruß:
Sven
Sven_2209
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 27. Aug 2007, 21:55
zu der größe...
50x34x24
H B T
CyberSeb
Inventar
#5 erstellt: 27. Aug 2007, 23:14
Mein gut gemeinter, ehrlicher Rat: Nicht dran rumbasteln, die Dinger werden wohl einfach so klingen!

Ich kenne deine Boxen nicht und weiß auch nicht, wie hochwertig die sind usw. Aber evtl. sind die Boxen etwas gesoundet, d.h. im Bass und Hochton etwas angehoben. Vielleicht ist es das, was dich stört.

Es kann schon sein, dass die Elkos gealtert sind. Trotzdem, wenn es nicht wirklich daneben klingt sind die sicherlich OK. Elkos haben Toleranzen zwischen 20-50% und die Weichen sind sicherlich darauf ausgelegt.

Was ich sagen will: Wenn dir die Dinger nicht gefallen, schau dich nach was anderem um!

Kleine Geschichte: Ich hatte bzw. habe hier zwei Grundig-Boxen von 1977, die werden inzwischen irre hoch im eBay gehandelt. Auf jeden Fall sind die sehr hochwertig gebaut (Gewebekalottenhoch- und mitteltöner, tolle Chassis und Frequenzweichen) und sollen laut Aussage einiger im Forum - von denen ich sehr viel halte - sehr gut und neutral klingen.

Ich finde sie graußam!

Ok, das ist etwas übertrieben, aber irgendwas im Hochton hat mich gestört. Ich bin nun auf einfachere SABAs von 1971 umgestiegen, edles Echtholzfurnier, 2 Tieftöner und ein Kalottenhochtöner (aus Plastik!) von Philips. Tja, die klingen einfach toll!

Also verlasse dich ruhig auf dein Gehör. Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, wenn du an den Boxen herumbastelst - ganz ehrlich!

Gruß, Sebastian
audiophilanthrop
Inventar
#6 erstellt: 27. Aug 2007, 23:54

Sven_2209 schrieb:
Danke erstmal für die schnelle Antwort...

mh da fängts auch schon an mit den begriffen^^

..aber elkos müssten die elektro bauteile von der weiche sein, stimmts?

Oje. Hattest du denn noch nie ein Board am Wickel, das Ärger gemacht hat, weil eben jene Dinger ausgetrocknet oder gar ausgelaufen waren? Ich glaube, du liest dir mal besser was zu Kondensatoren, Spulen und Widerständen durch (alle drei dürfte man auf so einer Weiche finden), und dann noch zu Bauformen der ersteren. Ansonsten, wie CyberSeb sagt, besser nichts dran machen und bei Bedarf nach anderen Boxen umsehen, die dir besser gefallen.

eine gute idee die schuld der Weiche zu geben, immerhin sind 25 Jahre keine kurze Zeit, kann gut sein das die "Elkos" nachlassen, obwohl die Boxen über die Jahre relativ wenig benutzt wurden, und wenn dann nur mit niedrigem pegel^^ Habe das gefühl, dass der Bass durch meine Musik erst richtig "eingeweiht" wird.

Kann schon sein, daß die Baßtreiber erst ein bißchen eingespielt werden wollen, wenn sie nie großartig benutzt wurden. Ich würde allerdings mal nachsehen, aus was die Sicken sind (das sind diese Einfassungen und die eigentlichen Membranen drumherum) - die müssen noch schön elastisch sein, dann wohl es wahrscheinlich Gummisicken. Alte Schaumstoffsicken neigen dagegen zum Zerbröseln.

Gerade wenn die Boxen wenig benutzt wurden, dürften die Elkos nie viel Spannung abgekriegt haben und mindestens ein bißchen Formieren nötig haben, da ist Betrieb gar keine schlechte Idee. Wenn denn Elkos drin sind - ich würde bei einem günstigen Produkt mal davon ausgehen, aber ggf. findet man auch Folien-Cs.

Da ich überhaupt keine Ahnung habe wie man eine weiche richtig einstellt, müsste ich diese zu einem Audio Händler bringen,am besten gleich beide Boxen, was dann sicherlich kostenspielig wird.

Da ist nichts einzustellen, sondern zu löten.


Ich frage mich aber immernoch ob die alten mitteltöner, der heutigen Technik unterlegen sind.

Nun ja, die besten Treiber werden damals etwas weniger gut gewesen sein und die schlechtesten deutlich schlechter. Highend werden die Dänen damals sicher nicht verbaut haben, aber der M10 ist ja nun auch sehr deutlich im unteren Preissegment angesiedelt (kein Wunder, daß mich der Frequenzgang nicht wirklich umhaut). Würde mich nicht wundern, wenn der Tausch unter "Verschlimmbesserung" fiele.


Oder ist die Dynamik gleich geblieben?

Was verstehst du denn darunter? Hören ist bekanntlich höchst subjektiv, und wat den een sin Uhl... Ein Abgleich mit meßbaren Parametern erfordert einiges an Hörerfahrung. Womit vergleichst du eigentlich, und wie sieht es mit Aufstellung und Raumakustik aus?


zu der größe...
50x34x24
H B T

Also wie vermutet. Dazu paßt auch das Gewicht.


[Beitrag von audiophilanthrop am 27. Aug 2007, 23:59 bearbeitet]
Sven_2209
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 28. Aug 2007, 10:37
Vielen Vielen Dank für euern Rat,

werde mich drann halten und am besten garnichts rumwerkeln, denn für sowas fehlt mir anscheinend viel erfahrung. Vieleicht übertreibe ich auch und erwarte zuviel von den dingern, habe mich ein wenig von meinem Cousin mitreißen lassen, er liebt seine Realistics über alles "damals waren die boxen noch abgestimmt, nicht so wie heute" sagt er, wie immer muss man alles Subjektiv sehn, das habe ich wohl nicht.

Was Spulen, Kondensatoren und Widerstände sind weiß ich ja, hatte damals Physik unterricht doch ich komme auch nur sehr schlecht an die Weiche ran, der Dämmstoff ist nämlich sowas von angepresst dass selbst das kabel eingequetscht ist und sich nicht rausziehen lässt, seine gründe wird das schon haben.

Und ja... Bass und höhen Dominieren ein wenig, was seine vorteile haben kann besonders bei kleinen partys.

Ich werde mich zufrieden geben, denn es klingt ja alles andere als schlecht, ich war einfach nur zu streng mit dem Klang bzw. weiß vieleicht auch garnicht wie es klingen muss

Dass mit der Dynamik müsst ihr so sehn..
ich denke coole höhen cooler bass, gute räumlichkeit, doch bei hohem gesang bleibt die gänsehaut weg, also fehlt es für mich an Dynamik oder Detail bei den höheren mittel frequ.,wie auch immer, aufallen tut es nur bei den wenigsten musik stücken.

Zu den Gummisicken..
es sind sehr große GUMMIsicken, errinern mich an meinem Teufel Sub CEM PE die halten auch sehr viel Bass aus, war sehr überascht als ich den bassregler voll aufdrehte, für ein 35liter gehäuse ein ganz schön tiefer und gleichzeitig knackiger bass, hatte ich zuvor noch nie gehabt, liegt wohl daran dass es meine ersten geschlossenen Boxen sind.

Die Aufstellung ist wegen dem schlechten Platzangebot vieleicht nicht Perfekt, aber dem umständen entsprechend die beste Lösung, auf der Couch bekommt man alle Bässe ab, das heißt beide boxen sind auf den Hörplatz gerichtet, jedoch ist eine box ca. 30 cm höher wie die andere, vorher waren es mehr, doch das vergessen wir einfach.

In ein paar jahren wenn es heißt "meine knapp 40 jahre alten Boxen..." werde ich sie mal den Profis übergeben und die veraltete elektronik erneuern lassen.
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