Reparaturvorhaben Braun Audio 308 / L500/1

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verstärke-er
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 25. Jul 2018, 14:12
Guten Tag,

ich habe ein Braun Audio 308 zusammen mit passenden Lautsprechen (L500/1) erworben und möchte die Geräte gerne wieder in einen brauchbaren Zustand versetzen. Im Vorfeld des Kaufes habe ich gelesen, dass es hier einige Braun-Experten gibt, die wirklich jedes Gerät und jedes noch so kleine Detail kennen. Ich hoffe, dass auch mir etwas unter die Arme gegriffen werden kann.

Zunächst habe ich die Lautsprecher mal einen Yamaha-Verstärker gehängt und muss sagen, dass der Klang überraschend gut ist. Hier scheint nichts defekt zu sein. Die Lautsprecher sind jedoch optisch in einem eher schlechten Zustand. Deshalb möchte ich zunächst die Schadstellen spachteln und den Lautsprecher neu lackieren (im originalen grauen Farbton natürlich).
Außerdem haben die Lochbleche, die vorne als Blenden montiert sind Flecke und Beulen. Es sieht für mich so aus, als wäre dort mal etwas drauf gespritzt und eingetrocknet. Dann müsste ich sie also nur reinigen. Andernfalls würde ich auch diese neu lackieren.

Zum Ausbeulen, habe ich gelesen eignen sich wohl zwei Holzstücke recht gut, mit denen das Bleck wieder glatt gezogen wird. Die eigentliche Frage ist jedoch: Wie kann ich sie überhaupt ausbauen?

Das Lautsprecherkabel ist auch in einem erbarmungswürdigen Zustand (vermute, dass die Lautsprecher in einer Werkstatt standen, sieht für mich nach Ölresten aus) und ich würde es gerne tauschen, allerdings ist es lautsprecherseitig fest montiert und an der Rückseite kann ich keine Schrauben finden. Insofern denke ich, dass diese Seite verklebt ist? Ist dann ein Austausch überhaupt verhältnismäßig?

Den Audio 308 habe ich bisher noch nicht testen können, jedoch weiß ich vom Verkäufer dass nur ein Kanal funktioniert. Als erste Maßnahme wollte ich ihn erst mal öffnen und begutachten, sowie die Potis reinigen. Nun gibt es auch hier keine Schrauben und ich habe gelesen, dass man das Gerät aufhebeln muss. Ist das korrekt? Wie gehe ich dazu vor?

Und für wen das vielleicht zu lang ist, hier noch mal die Fragen in aller Kürze:

1. Wie können die Frontblenden der Lautsprecher demontiert werden?
2. Wie hat der Austausch der Lautsprecherkabel stattzufinden? Ist er verhältnismäßig, wenn die Kabel an sich schadlos sind?
3. Audio 308: Wie ist das Gehäuse zu öffnen? Aufhebeln im Spalt zwischen schwarzem Oberteil und grauem Unterteil?

Ich danke schon im Vorfeld für jegliche Antworten!
shabbel
Inventar
#2 erstellt: 25. Jul 2018, 19:17
Die Bleche dürften mit einem teerartigen Zeug geklebt sein. Erwärmen mit dem Fön könnte das Klebezeugs wieder weicher machen. Die Blenden lösen sich gaaanz langsam. Du must Geduld haben.
Mit Danklorix 1:4 verdünnt (Handschuhe) läßt sich bei Schleiflack viel erreichen. Sehr gründlich mit klarem Wasser abwischen. Danach mit Autopolitur überpolieren.
Der Hörtest entscheidet, ob die Elkos der Frequenzweiche erneuert werden sollten. Wenn bestimmte Tonhöhen nervlich laut sind, solltest Du darüber nachdenken.

Die Lautsprecherkabel sind ja nichts anderes als dreckig, warum tauschen?
verstärke-er
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 25. Jul 2018, 21:14
Hallo shabbel,

vielen Dank für diese aufschlussreiche Antwort. Eigentlich erst mal schade, dass die Geräte so wartungsfeindlich gebaut sind und alles verklebt ist, wenn ansonsten der Fokus der Braun Gestaltung sehr auf der Bedienbarkeit und Klarheit liegt - warum sie mir ja auch so gut gefallen. Natürlich gibt es dafür aber auch keine einzige sichtbare Schraube.
Das mit den Elkos der Frequenzweiche ist schon mal ein guter Tipp und ich werde noch mal genauer hinhören, bei einem kurzen Test konnte ich aber nichts auffälliges hören.

Auch mit Danklorix ist ein guter Tipp, sicherlich auch gegen die Verfärbung und werde ich mir in jedem Fall merken. Hier gibt es aber auch einige Macken und einen kleinen Riss, die ich auch gerne spachteln würde. Oder findest du es grundsätzlich besser die originale Farbe zu erhalten?

Zu den Lautsprecherkabeln: Man merkt natürlich auch, dass der Kunststoff nicht neu ist, es ist auch leicht porös (wobei insgesamt noch flexibel und es löst sich nicht auf). Aber Recht hast du! Dann werde ich es gründlich reinigen (hier wäre Danklorix doch wohl schon eine gute Idee?) und vielleicht hinterher mit etwas Silikonöl wieder etwas flexibler machen.

Herzlichsten Dank!
shabbel
Inventar
#4 erstellt: 26. Jul 2018, 16:02
Die Lautsprecherkabel kannst Du mit jeder Kunststoffpflege bearbeiten. Zum wieder geschmeidig machen eignen sich am besten die Tiefenpfleger von A1 oder Nigrin.

Schleiflack ist sehr aufwendig. Selbst beim Nachlackieren trifft man schwer den Originalfarbton.

Ich hatte schonmal die L800. Bei meinem Modell war die Dichtungmasse der Rückwand so ausgehärtet, das es gar nicht möglich war sie zu öffnen.
verstärke-er
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 26. Jul 2018, 18:42
Den genauen Farbton zu treffen wird wohl in der Tat schwer werden, leicht daneben wäre mir aber immer noch lieber als der derzeitige.
Alles klar, dann werden die Kabel entsprechend behandelt!

Den Braun Audio 308 habe ich nun geöffnet, es war gar nicht so schwer. Hier eine Anleitung, falls noch mal jemand danach suchen sollte:
1. Die Transparente Abdeckung kann aus der Halterung gelöst und dann abgenommen werden. Dazu kann links und rechts jeweils der äußere Halter nach außen geschoben werden. Die Abdeckung kann dann herausgezogen werden.
2. Auf der Geräterückseite sind zwei Schrauben zu lösen.
3. Der Plattenspieler ist zu entfernen. Dazu zunächst den Plattenteller abnehmen. Anschließend die Fixierschrauben lösen (gut daran zu erkennen, dass sie im Gehäuseinneren in zwei Stifte führen). Bei mir griffen die Schrauben anfangs nicht in das Gewinde, ich habe dann leicht an dem Plattenspieler gezogen. Alternativ kann man wie ich hier im Forum gelesen habe wohl auch die Bodenplatte unter dem Plattenspieler öffnen und dann von unten drücken.
4. Die Knöpfe, die offensichtlich das Abheben der Platte verhindern müssen abgezogen werden, das sind die Schieberegler und der Drehregler des Radios.
4. Dann kann man den oberen Teil des Gehäuses ablösen. An der Rückseite sind einige Schlitze, die man zum Hebeln nutzen kann. Bei mir war das nicht nötig und ich konnte die beiden Hälften mit den Fingern auseinanderziehen. In den Schlitzen der Unterseite greift jeweils ein kurzer Stift (im Prinzip wie Nut und Feder) aus der Oberseite.


Ich habe dann alles etwas gereinigt und auf die Potis etwas Balistol gegeben. Zudem habe ich auf offensichtlich defekte Teile (Kondensatoren) geschaut, konnte jedoch nichts finden. Lediglich eine Glühbirne ist ausgebrannt.

Leider funktionierte beim in Betrieb nehmen nur ein Lautsprecher, von Lautsprecherpaar 1 der rechte. Alle anderen bleiben Stumm oder es brummt.
Nun brauche ich also noch mal Hilfe:

- Wo kann ich weiter nach Fehlern suchen?
- Wie öffne ich die Bodenplatten? Besonders unter dem Verstärker kann man damit sicherlich noch mal einiges mehr sehen.

Zum Schluss noch einige Fotos des Innenlebens:

2018-07-26 18.41.11
2018-07-26 18.41.03
2018-07-26 18.40.58
2018-07-26 18.40.52
shabbel
Inventar
#6 erstellt: 27. Jul 2018, 10:36
Wenn eine Endstufe nicht geht, sind oft die Leistungstransistoren betroffen. Weil im Endstufenbereich höhere Spannungen und Temperaturen vorliegen, tritt dort eher ein durchgebrannter Halbleiter (Transistor) auf als woanders. Ursache sind meist gealterte Elkos. Hier im Gerät gibt es hauptsächlich orange Plastikelkos. Alle Elkos im Endstufebereich zu erneuern ist das wichtigste. Die Leistungstransistoren T611/711 und T609/709 kannst Du mit dem Diodentest eines Multimeters im eingebauten Zustand messen. Ich glaube, es gibt nur eine zentrale Sicherung und das Gerät läuft ja.

Hier gibt es das Manual: https://www.hifiengine.com/manual_library/braun/audio-308.shtml
Du müßtest Dich dazu registrieren. Im Manual ist die gesamte Demontage beschrieben.

Ob Du Dir die Reparatur zutraust, ist eine andere Sache.
Bertl100
Inventar
#7 erstellt: 27. Jul 2018, 13:34
Hallo zusammen,

oje. Jede Menge orange ERO Elkos im Kunststoffbecher. Ob man die nicht besser ALLE mal tauscht, bevor man überhaupt anfängt?

Gruß
Bernhard
verstärke-er
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 27. Jul 2018, 19:59
Hallo,

vielen Dank erst mal für die Antworten.
Alle Elkos würde ich ungerne direkt tauschen, hf500 schrieb hier (http://www.hifi-forum.de/viewthread-185-4621.html), dass die Elkos der Endstufe wohl eher schwach sind.

Als erstes würde ich diese also durch 63V Elkos tauschen. Also erst mal weitere Demontage. Vielen Dank fürs Manual, ich muss mal schauen, ob die beiliegende Anleitung nicht sogar schon ausreichend ist.

Erkenne ich den durchgebrannten Transistor in der Regel nicht mit dem bloßen Auge oder hilft hier tatsächlich nur das Messen?

Zur Sicherung: Soweit ich es sehen kann, gibt es tatsächlich nur eine zentrale Sicherung, die auch von der Rückseite des Gerätes zugänglich ist.


[Beitrag von verstärke-er am 27. Jul 2018, 20:08 bearbeitet]
shabbel
Inventar
#9 erstellt: 28. Jul 2018, 11:50
Sei froh, daß Du die Transistoren im ausgeschaltet eingebauten Zustand messen kannst.

Hier gibt es eine Anleitung: http://www.hobby-bastelecke.de/halbleiter/transistor_pruef.htm

Man kann sowohl mit einer Widerstandsmessung als auch mit der Diodenprüfung messen.
verstärke-er
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 28. Jul 2018, 20:08
Gut, dann bin ich froh drum und werde mich daran machen!

Aus dem Manual, das ich heruntergeladen habe, kann man noch Hinweise zur Demontage ergänzen:
- Zum Abnehmen der Oberverkleidung: "Gehäuse-Unterteil auf der Rückseite im Bereich des Aussparungen so weit eindrücken, dass die Rastnasen [ein schönes Wort] das Oberteil freigeben (ggf. Schraubenzieher zur Hilfe nehmen". Das mit dem Drücken ist genau der richtige Hinweis, brachiales Hebeln ist gar nicht nötig.

Im Bereich der Endstufe habe ich übrigens noch die Sicherung "si801" gefunden. Nicht gefunden habe ich bisher die "Leistungstransistoren T611/711 und T609/709" - noch mal einen Tipp wo ich schauen soll?

Bodenplatte bekomme ich auch weiterhin nicht geöffnet. Es fehlt auch ein Hinweis dazu. Wahrscheinlich ist es im Grunde sehr leicht.
Update: Bodenplatte nun doch bezwungen. Platte mit einem Schraubenzieher vorsichtig über die Rastnasen hebeln und dann nach links schieben.


[Beitrag von verstärke-er am 28. Jul 2018, 21:49 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#11 erstellt: 29. Jul 2018, 01:43

Nicht gefunden habe ich bisher die "Leistungstransistoren T611/711 und T609/709" - noch mal einen Tipp wo ich schauen soll?


Ich habe den Schaltplan nicht, aber wenn du die Leistungstransistoren meinst, die als Endstufen fungieren, dann solltest du dir mal einen Blick auf den großen Kühlkörper gönnen.
seychellenmanus
Stammgast
#12 erstellt: 30. Jul 2018, 21:16
Im ohmmessbereich funktioniert das Transistortesten aber normalerweise nicht. Messspannung zu niedrig.
verstärke-er
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 01. Aug 2018, 08:43
Dann schaue ich im Bereich der Kühlkörper noch mal.

seychellenmanus: Das heißt, wie messe ich stattdessen?
shabbel
Inventar
#14 erstellt: 01. Aug 2018, 10:13
Schau mal auf Seite 25 im Manual. Da siehst Du unten rechts die Transistoren, wie sie real aussehen.

Wenn Du jetzt ein Multimeter im Diodentest-Modus hast, müßtest Du alle 3 Pole in jeder Richtung messen. (Der Braun darf nicht in der Steckdose stecken!) Die Übersichtlichkeit gestattet es hier, die Messungen direkt mit den benachbarten Transistoren der anderen Seite zu vergleichen. T609 und T709 sind indentisch, ebenfalls T611 und T711.

Der Diodentest zeigt 3 Dinge an. Entweder keinen Wert => hochohmig. Oder 1 => niederohmig. Oder eine Durchbruchsspannung im Breich von 100-900. Die Durchbruchsspannung ist bei baugleichen Transistoren immer ähnlich. Wo der eine 1 anzeigt, sollte auch der andere 1 anzeigen. Wo kein Wert angezeigt wird, gilt das gleiche.
verstärke-er
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 01. Aug 2018, 11:20
Vielen Dank schon mal, ich habe die Transistoren gefunden. Sie sind nicht auf der Platine montiert, sondern wie angemerkt auf dem Kühlkörper. Mit dem Messen tue ich mich noch etwas schwer, mein Multimeter stellt den Messbereich automatisch ein (kann man wohl sicher auch umstellen).

Zum Aufbau: Messregler steht auf Ohm, schwarz (Minus) am COM-Port, rot (Plus) am Volt, Ohm, Hz Port.

Ich habe zuerst den Plus-Pol (rot) außen links angelegt und dann nach ganz rechts gemessen.

T709: pendelt erst und dann bei 183 Ohm eingependelt
T711 : 179 Ohm
T611: 179 Ohm
T609: pendelt erst sehr lange und pendelt sich dann bei 0.183 kOhm ein, also auch 183 Ohm.


Plus-Pol rechts außen zu Minus-Pol links außen:
T709: 183 Ohm
T711: 179 Ohm
T611: 179 Ohm
T609: 0,183 kOhm (wieso wird hier wieder dieser Bereich gewählt?)

Plus Pol Mitte, Minus pol rechts:
T709: pendelt, bis zu 20,9 kOhm
T711: 1,5 kOhm
T611: 3,49 mOhm
T609: 4,1 mOhm

Plus Pol Mitte, Minus pol links:
T709: steigt und steigt, < 13 kOhm
T711: 1,78 kOhm, pendelt
T611: 2,1 mOhm
T609: ca. 4,5 mOhm, pendelt

Plus Pol rechts, Minus Pol Mitte:
T709, pendelt, < 7,9 kOhm
T711: 1,72 kOhm
T611: ca. 8 mOhm
T609: ca. 12 mOhm

Plus pol links, Minus Pol Mitte:
T709: pendelt, < 16 kOhm
T711: ca. 1,5 kOhm
T611: 6,19 mOhm
T609: pendelt zw. 17 und 19 mOhm

Nur zum Verständnis: die Mitte ist die Basis, links ist der Kollektor und rechts der Emitter?

Ich hoffe die Ergebnisse sind so aussagekräftig. Schon wegen der unterschiedlichen Ergebnisse würde ich mal vermuten, dass sicher einige der Transistoren defekt sind.
T709 hat eine schimmernde, kristalline Oberfläche, ist also mit Sicherheit durch.

Die Sicherung habe ich dann auch mal entnommen und gemessen, es tut sich nichts. Die ist wohl also auch defekt. Auf der Sicherung steht T200/ 250 V.

Also zur Einkaufsliste:
- 4 x Transistoren TIP 3055 (https://www.reichelt.de/bipolartransistor-npn-60v-15a-90w-to-247-tip-3055-stm-p21496.html)
- 1 x Feinsicherung 5 x 200, Spannung 250 V, nur wie viel Ampere?


[Beitrag von verstärke-er am 01. Aug 2018, 11:42 bearbeitet]
seychellenmanus
Stammgast
#16 erstellt: 01. Aug 2018, 13:22
Es ist zwingend der Diodentetmodus zu nutzen nicht der Ohm Mnessbereich.
verstärke-er
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 01. Aug 2018, 14:13
Links nach rechts:
T709: 0,105 V
T711: 0,105 V
T611: 0,105 V
T609: 0,107 V

Rechts nach links:
T709: 0,105 V
T711: 0,105 V
T611: 0,105 V
T609: 0,107 V

Links nach Mitte:
T709: 0,586 V
T711: 0,423 V
T611: 0,433 V
T609: 0,57 V

Mitte nach Links:
T709: 0,445 V
T711: 0,6 V
T611: steig bis 0,99 V, dann .0L
T609: 0,463 V

Rechts nach Mitte:
T709: 0,557 V
T711: 0,421 V und Piepen
T611: 0,457 V
T609: 0,57 V

Mitte nach Rechts:
T709: 0,564 V
T711: 0,55 V
T611: steigt bis 0,99 V, dann .0L
T609: 0,571 V

Und hier noch Bilder der Transistoren und Verlötungen. Auf den Bildern ist mir auch aufgefallen, dass Basis, Kollektor und Emitter auf der Platine beschrieben sind.

2018-08-01 14.11.01
2018-08-01 14.11.08
2018-08-01 14.11.16
2018-08-01 14.11.23


[Beitrag von verstärke-er am 01. Aug 2018, 14:13 bearbeitet]
shabbel
Inventar
#18 erstellt: 02. Aug 2018, 00:22
Nach 3 Flaschen Bier bekomme ich das nicht ganz auf die Reihe. Der T611/711 müßte der npn Transistor sein. Mitte/Rechts ist dann Basis-Emitter, müßte in beide Richtungen hochohmig sein. Meines Erachtens müßten T611 und T711 nochmal im ausgelöteten Zustand gemessen werden. Aus dem Bauch heraus würde ich tippen, die Transistoren sind in Ordnung und ein Elko ist defekt. Besser, jemand anderes überprüft das nochmal.
verstärke-er
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 02. Aug 2018, 08:32
Vielen Dank für deinen vollen Einsatz.

Die Anschlüsse sind Links - Basis, Mitte - Kollektor, Rechts - Emitter, jedenfalls steht das (B, C, E) auf der Platine.
Das der Transistor auf dem letzten Foto in Ordnung ist, kann ich mir nicht vorstellen. Der sieht ausgesprochen durchgeschmort aus und hat eine kristalline Oberfläche.

Die anderen Transistoren werde ich auslöten und dann noch mal messen.

Nachtrag: Hier die Werte aus dem ausgebauten Zustand. Meiner Vermutung nach ist also tatsächlich nur der T709 defekt (der auch äußerlich nicht so aussieht, als könnte er noch funktionieren).

Links nach Rechts
T709: .0L
T711: 0.49 V
T611: 0.49 V

Rechts nach Links
T709: 0.54
T711: .0L
T611: .0L

Mitte nach Rechts
T709: .0L
T711: .0L
T611: .0L

Rechts nach Mitte
T709: .0L
T711: .0L
T611: .0L

Links nach Mitte
T709: .0L
T711: 0.49
T611: 0.51

Mitte nach Links
T709: .0L
T711: .0L
T611: .0L

Trotzdem würde ich alle Transistoren der Endstufe (sind ja nun eh draußen) und alle Elkos sowie die Sicherung wohl austauschen.

- Hat jemand noch etwas zu diesen Messergebnissen oder zum geplanten Vorgehen anzumerken?
- Stimmen die Komponenten der Einkaufsliste?

Einkaufsliste:

- 4 x Elko
Beschriftung Original: Elko 2200, 50 V EF2200/50,
Ersatz: nach http://www.hifi-forum.de/viewthread-185-4621.html mit 63 Volt also z.B.
https://www.reichelt...7.html?&trstct=pos_2

- 4 x Transistor
Beschriftung Original: TIP 3055
Ersatz: TIP 3055 (https://www.reichelt.de/bipolartransistor-npn-60v-15a-90w-to-247-tip-3055-stm-p21496.html

- 1 x Sicherung
Beschriftung Original: Feinsicherung 5 x 200, Spannung 250 V
Ersatz: Welche Ampere-Zahl? Auch im Manual in der Ersatzteilliste habe ich dazu nichts gefunden.


Auf der gleichen Platine sind übrigens auch noch folgende Elkos:
1 x 22/40
1 x 100/35
1 x 47/40
2 x 220/ 25
4 x 100 / 25 V

Sind diese auch zu tauschen? Was ist mit anderen Kondensatoren wie C807, C806 etc.


[Beitrag von verstärke-er am 02. Aug 2018, 14:04 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#20 erstellt: 02. Aug 2018, 19:21
Der Transistor würde mir optisch auch schon suspekt vorkommen und ihn allein nur deshalb schon tauschen. Überprüfe auch die beiden Zementwiderstände. Erwähnen muss ich wahrscheinlich nicht, das die Bzng. R47 keine 47 ohm, sondern 0,47ohm bedeuten.
verstärke-er
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 02. Aug 2018, 21:49
Welche Widerstände sind das? Ohmmessung im eingebauten Zustand?

Nachtrag: Nach Studium des Gerätes und Plans vermute ich, dass R708 und R608 gemeint sind? Das sind zwei runde Platten?
Widerstand pendelt sehr stark, sodass hier im Grund kein Wert abzulesen war, mehrere Hundert Ohm bis 0,XX.

Nachtrag 2: Okey, was auch immer ich gemessen habe, nun habe ich die beiden Zementwiederstände direkt vor dem T709 gefunden und gemessen:

1. 0.6 Ohm
2. 0.6 und 0.9 Ohm, pendelt etwas

Scheinen also ok zu sein, die Unterschiede sind ja sicher auf den Toleranzbereich meines Gerätes zurückzuführen.

Das ganze gibt es dann nochmal rechts neben dem T609:
da ist bei beiden nur OL, trotz mehrfachem messen. Also defekt?
Nachtrag 3: Nach mehrmaligem Testen beim oberen nun doch 0.8 Ohm gemessen. Anderes immer noch OL.


Welche Teile soll ich nun kaufen? Oder sind weitere Messungen durchzuführen?


[Beitrag von verstärke-er am 02. Aug 2018, 22:31 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#22 erstellt: 03. Aug 2018, 00:23
Ich persönlich messe Bauteile erst im eingebauten Zustand. Erst wenn die Messwerte unplausibel sind, löte ich sie aus und messe erneut.

"Zement"-Widerstände nenne ich sie nur wegen der grauen Optik, aber das sind eigentlich Keramik-/Draht-Widerstände.


1. 0.6 Ohm
2. 0.6 und 0.9 Ohm, pendelt etwas


Sollten i.O. sein.


Das ganze gibt es dann nochmal rechts neben dem T609:
da ist bei beiden nur OL, trotz mehrfachem messen. Also defekt?


Siehe meinen ersten Text. Also auslöten und erneut messen.


Nachtrag 3: Nach mehrmaligem Testen beim oberen nun doch 0.8 Ohm gemessen. Anderes immer noch OL.


Siehe meinen ersten Text. Also auslöten und erneut messen .

Bei einem Defekt der Widerstände misst du ausgebaut dann OL (unendlich).
Bei einer Erneuerung sollten diese dann auch wieder 0,47 ohm und min. 4W haben.
Wenn sie aber defekt sind, könnten noch weitere Bauteile defekt sein. Daher sollten dazu noch reichlich Messungen vorgenommen werden.


Welche Teile soll ich nun kaufen? Oder sind weitere Messungen durchzuführen?


Nur so als Info:
Falls du auch nur ein einziges defektes Bauteil vergessen solltest, kann u.U. der Verstärker sofort wieder durchbrennen.


[Beitrag von Rabia_sorda am 03. Aug 2018, 00:26 bearbeitet]
verstärke-er
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 03. Aug 2018, 10:37
Na das will ich natürlich nicht!

Beide Widerstände habe ich ausgelötet und gemessen: zw. 0.5 und 0.8 Ohm und damit sicher in Ordnung? Was mir noch aufgefallen ist, ist das der T801 auf der Platinenunterseite ziemlich schwarze Spuren hat. Was macht der überhaupt?

Hier noch mal der Diodentest für T801:

Rechts B, Mitte C, Links E

Links (E) nach Rechts (B): OL
Rechts (B) nach Links (E): 0,608 V
Links (E) nach Mitte(C): 0L
Mitte(C) nach Links(E): 0.9 V
Mitte(C) nach Rechts(B): 0.5 V
Rechts(B) nach Mitte(C): 0.6 V

Also, ich werde nun alle Elkos im Bereich der Endstufe erneuern und auch die 4 Transistoren der Endstufe tauschen, die Widerstände passen ja. Nur mit der Sicherung weiß ich immer noch nicht weiter, welche brauche ich da?

Noch mal die aktualisierte Einkaufsliste:

- 4 x Elko
Beschriftung Original: Elko 2200, 50 V EF2200/50,
Ersatz: nach http://www.hifi-forum.de/viewthread-185-4621.html mit 63 Volt also z.B.
https://www.reichelt...7.html?&trstct=pos_1

- 4 x Transistor
Beschriftung Original: TIP 3055
Ersatz: TIP 3055 (https://www.reichelt.de/bipolartransistor-npn-60v-15a-90w-to-247-tip-3055-stm-p21496.html

- 1 x Sicherung
Beschriftung Original: Feinsicherung 5 x 200, Spannung 250 V
Ersatz: Welche Ampere-Zahl? Auch im Manual in der Ersatzteilliste habe ich dazu nichts gefunden.

und weitere Elkos:

1 x 22/40, radial
bisher nicht gefunden, ersatzbar durch 50V?
https://www.reichelt...6.html?&trstct=pos_0

1 x 47/40, radial
nicht zu finden , ersetzbar durch 50V?
https://www.reichelt...5.html?&trstct=pos_7

1 x 100/35, radial
https://www.reichelt...3.html?&trstct=pos_2



2 x 220/ 25, axial
https://www.reichelt...9.html?&trstct=pos_0

4 x 100 / 25 V, axial
https://www.reichelt...7.html?&trstct=pos_0


[Beitrag von verstärke-er am 03. Aug 2018, 17:10 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#24 erstellt: 03. Aug 2018, 16:15

Beide Widerstände habe ich ausgelötet und gemessen: zw. 0.5 und 0.8 Ohm und damit sicher in Ordnung?


Hört sich erstmal nicht so falsch an, wobei die 0,8 ohm doch schon recht ausarten. 10% Toleranz der Widerstände ergeben aber nur +/-0,047 ohm. Wenn nun dein Messgerät auch noch Abweichungen aufweist.....
Prüfe es bitte nocheinmal.


Was mir noch aufgefallen ist, ist das der T801 auf der Platinenunterseite ziemlich schwarze Spuren hat. Was macht der überhaupt?


Bild?!
K.A. was der macht. Ich besitze keinen Schaltplan.


Also, ich werde nun alle Elkos im Bereich der Endstufe erneuern und auch die 4 Transistoren der Endstufe tauschen,


Achte auf die richtige Polung der Elkos und auch auf die Glimmerscheiben + Schraubenisolatoren an den Transistoren. Erst die Transistoren mit neuer Kühlpaste auf die Glimmerscheiben schrauben und hinterher von dem mittleren Pin zu Kühlkörper eine Ohmsche Messung durchführen! Er muss unendlich (OL) sein, ansonsten hast du einen Kurzschluß und es wurde die Glimmerscheibe beschädigt, oder der Isolator.

Wenn ein Endtransistor defekt war, könnten u.U. noch reichlich andere Halbleiter (Transistoren, Dioden, Z-Dioden) dieser Sektion defekt sein.


[Beitrag von Rabia_sorda am 03. Aug 2018, 16:21 bearbeitet]
verstärke-er
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 03. Aug 2018, 17:07
Von oben und unten:

2018-08-03 16.57.34
2018-08-03 16.57.46

Messwerte siehe oben.
Widerstände noch mal in stabilerer Position gemessen, pendelt nun zw. 0.4 und 0.5 Ohm, also im Grunde genau richtig!

Einbauhinweise: Gelesen und werden berücksichtigt. Vielen Dank dafür.
Kannst du dir vielleicht auch noch die Fragen zur Bestellung ansehen? Passen die ausgewählten Teile zu den genannten Anforderungen (insbesondere der Ersatz von 40V durch 50V) und vielleicht auch welche Ampere-Zahl für die Sicherung zu wählen ist.


[Beitrag von verstärke-er am 03. Aug 2018, 17:08 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#26 erstellt: 03. Aug 2018, 17:29

- 4 x Elko
Beschriftung Original: Elko 2200, 50 V EF2200/50


Die Spannungsfestigkeit kann immer höher gewählt werden, aber die Kapazitäten sollten die originalen Werte behalten.
Daher richtig und die restlichen Kondensator-Fragen sind damit auch beantwortet.


- 4 x Transistor
Beschriftung Original: TIP 3055


Nein - falsch.
Du brauchst 2x den TIP 3055 und 2x seinen komplementären "Kumpel" TIP 5530.


- 1 x Sicherung
Beschriftung Original: Feinsicherung 5 x 200, Spannung 250 V


Auf der originalen Sicherung steht tatsächlich 5 x 200
Schaue nochmals genau auf die Sicherung. Dort sollte eine Buchstaben-/Ziffernfolge ersichtlich sein (Beispiel.: T5A).


Was mir noch aufgefallen ist, ist das der T801 auf der Platinenunterseite ziemlich schwarze Spuren hat.


Dort scheint schonmal gelötet geworden zu sein und es ist verbranntes Kolophonium. Dies könntest du mal vorsichtig abkratzen und ggfls. nachlöten, sowie auch hier, denn hier scheint es eine kalte Lötstelle zu geben:

2018-08-03-16-57-34_877219


[Beitrag von Rabia_sorda am 03. Aug 2018, 17:35 bearbeitet]
verstärke-er
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 03. Aug 2018, 20:17
Gut, die Kapazitäten habe ich ja immer gewahrt und bin hier einen erheblichen Schritt weiter.

Ein genauerer Blick auf die Sicherung:
ESKA T200/250V - Kann man damit etwas anfangen?
200 mA ist wohl gemeint, also passender Ersatz z.B.
https://www.reichelt...6.html?&trstct=pos_0 ?

Guter Hinweis mit dem TIP 5530, das hätte ich versemmelt.

Vielen Dank auch für die Analyse der Brandstelle, werde ich alles so handhaben. Passten denn die Werte des Transistors, der dort zu sehen ist? Im Zweifel tausche ich den lieber auch gleich, so wie es aussieht wurde der ja aber mal getauscht.

Rechts B, Mitte C, Links E

Links (E) nach Rechts (B): OL
Rechts (B) nach Links (E): 0,608 V
Links (E) nach Mitte(C): 0L
Mitte(C) nach Links(E): 0.9 V
Mitte(C) nach Rechts(B): 0.5 V
Rechts(B) nach Mitte(C): 0.6 V


[Beitrag von verstärke-er am 03. Aug 2018, 20:21 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#28 erstellt: 03. Aug 2018, 21:57

200 mA ist wohl gemeint, also passender Ersatz z.B.
https://www.reichelt...6.html?&trstct=pos_0 ?


Passt.


Passten denn die Werte des Transistors, der dort zu sehen ist? Im Zweifel tausche ich den lieber auch gleich, so wie es aussieht wurde der ja aber mal getauscht.


Sorry, aber ich bin gerade ziemlich gar von den 30 Grad in meiner Bude, um da jetzt genauer nachzuforschen. So sieht das aber nicht so verkehrt aus, aber das zählt nicht allein für die Funktion eines Transistors.
Und bevor man einfach irgendwas tauscht, sollte man nur die defekten Teile tauschen. Nur das macht später den Erfolg aus.
shabbel
Inventar
#29 erstellt: 03. Aug 2018, 22:15
Im Manual steht auf Seite 27 etwas von "Schmelzeinsatz" 0,8 A träge. Das wäre für eine Hauptsicherung auch ein vernünftiger Wert. Sind mehrere Sicherungen in dem Braun?

Hast Du die Spannungen des kleinen Dreibeiners im eingeschalteten Zustand gemessen? Du mißt übrigens in beide Richtungen immer den gleichen Wert mit umgekehrten Vorzeichen. Solange etwas auf dieser Verstärkerseite nicht in Ordnung ist, ist auf Spannungsmessungen kein Verlass. Falls Du den Transistortyp billig bekommst, kaufe einen oder zwei ein. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, daß ein "Treibertransistor" beim Betriebstest andere Transistoren mitreisst. Du kannst eigentlich den Betriebstest mit den neuen Leistungstransistoren abwarten.

Im Hifimuseum sind Austauschtypen angegeben.

für Tip5530: BD246C, BD250C, BD258/100
und Tip3055: BD245C, BD249C, BD257/100

Im Notfall kannst Du auch nach diesen Typen suchen.
verstärke-er
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 03. Aug 2018, 22:36
Schön auch von dir noch mal etwas zu hören, shabbel.

Nein, ich habe jetzt immer den Diodentest des Multimeters bei ausgeschaltetem Gerät genutzt.

Sicherung: Ja - es gibt noch eine zweite Sicherung, die si801 auf der Platine der Endstufe. Die Hauptsicherung läuft ja.

Tip3055 bekommt man bei Reichelt, für den anderen verwende ich einen der angegebenen Austauschtypen. Auch dies noch mal ein sehr wichtiger Hinweis. Spätestens bei der Bestellung hätte es sonst wohl nicht geklappt.

Den T801 (BD137) gibts auch, bestelle ich also mal mit, werde es aber nicht direkt tauschen.

Lieben Dank für den Einsatz - auch bei 30 Grad in der Bude.

Bestellung ist raus, etwas über 21 Euro inklusive Versand. Ich werde mich nach dem Einbau melden, wird wohl einschließlich Versand wohl erst in knapp einer Woche sein.


[Beitrag von verstärke-er am 03. Aug 2018, 22:52 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#31 erstellt: 04. Aug 2018, 12:41

Ich werde mich nach dem Einbau melden,


Na das hoffen wir doch!
Und vergesse nicht die von mir markierte (Pfeil) Lötstelle zu reparieren.
Beim löten bitte zügig vorgehen und nicht "herum braten"! Die Bauteile und Leiterbahnen verzeihen einem das sonst nicht.
verstärke-er
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 04. Aug 2018, 17:39
Wird gemacht!
shabbel
Inventar
#33 erstellt: 05. Aug 2018, 08:37
Von mir kommt noch was. Unter dem roten Pfeil von Rabia Sorda gibt es deutlich Korrosion. Die Platinen sollten an solchen Stellen bereinigt werden. Das geht mit einem harten Pinsel und etwas Rostlöser oder Kontaktspray. Nachher mit Spiritus/Isopropanol hinterherpinseln verbessert die Reinigung deutlich, kann aber einen unangenehmen Geruch auslösen, der zumindest Tage anhält.
Rabia_sorda
Inventar
#34 erstellt: 05. Aug 2018, 12:28
Kann dort keine Korrosion erkennen.
Das "Fleckige" auf der Platine ist doch nur schlecht gemachte Beschichtung.


[Beitrag von Rabia_sorda am 05. Aug 2018, 12:29 bearbeitet]
verstärke-er
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 08. Aug 2018, 15:30
Schlechte Neuigkeiten: Ich habe die entsprechenden alten Teile ausgelötet und durch die entsprechenden Neuen ersetzt. Dabei die Hinweise (Polung, Geschwindigkeit) eingehalten. Kalte Lötstelle ebenfalls neu gelötet.

Bei der Inbetriebnahme ist mir das Gerät abgeraucht, nun bekommt es keinen Saft mehr. Nach Herkunft des Rauches und optischer Begutachtung war es C510, also nicht mal auf der selben Platine.

Nun bin ich natürlich ziemlich enttäuscht. Kann ich nun noch etwas tun, oder hat sich der Fall damit für mich erledigt?

Bildschirmfoto 2018-08-08 um 15.37.19


[Beitrag von verstärke-er am 08. Aug 2018, 15:38 bearbeitet]
DB
Inventar
#36 erstellt: 08. Aug 2018, 17:11
C510 gehört zu der Beschaltung des Lautstärkenpotis, ich wüßte nicht, wie der abrauchen können sollte. Daran liegen keinerlei Gleichspannungen an.
Wenn das Gerät komplett tot ist, dann wird eine Sicherung ausgelöst haben. Dafür sind Fehler im Netzteil bzw. den Leistungsverstärkern denkbar, z.B. durchlegierte Endtransistoren.

MfG
DB
Rabia_sorda
Inventar
#37 erstellt: 08. Aug 2018, 18:10
Dann war da immer noch nicht alles i.O.,.....


Wenn ein Endtransistor defekt war, könnten u.U. noch reichlich andere Halbleiter (Transistoren, Dioden, Z-Dioden) dieser Sektion defekt sein.


.... oder du hast falsche/gefakte Bauteile bekommen, oder du hast selbst noch Fehler eingebaut.

Leider scheint es so, dass das alles ein wenig anspruchsvoller ist, als du es dir eingestehst
Kennst du niemanden der das mal nachschauen kann?
Im Grunde gibt es in dem Braun ja nichts Aufwendiges und lässt sich eigentlich "einfach" reparieren.
verstärke-er
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 08. Aug 2018, 18:45
Falsche Bauteile denke ich nicht, ich habe immer vor dem Einbau noch mal kontrolliert, ob die Angaben des ausgelöteten Teils mit denen auf dem Neuen Teil übereinstimmen. Ich vermute also, dass ich den Fehler selbst eingebaut habe oder dass wie du zuvor schon schriebst noch andere Teile defekt sind.

Ein kurzer Verdacht: Ich habe ja die Stelle mit der verbrannten Leiterplatte nachgelötet, es könnte sein, dass ich dabei direkten Kontakt zwischen den Beinchen herbeigelötet habe. Kann ich nicht genau sagen, es war auf jeden Fall grenzwertig. Wäre dieser direkte Kontakt problematisch (ein Kurzschluss?).

Ich habe nachgesehen und wie DB sagte, ist auf jeden Fall die Hauptsicherung hin. Die C510 erscheint mir ja auch seltsam, zumal es gar nicht auf der selben Platine ist.



Leider scheint es so, dass das alles ein wenig anspruchsvoller ist, als du es dir eingestehst

Es ist ja nicht so, dass ich es mir nicht eingestehe. Es ist nur so, dass ich es trotzdem versuchen wollte. Inzwischen hat mich natürlich auch etwas der Ehrgeiz gepackt.

Kennen tue ich niemanden, der sich mit Hifi / Elektrik auskennt.

Damit bleiben also diese Fragen:

- Könnte der direkte Kontakt (siehe oben) einen Kurzschluss herbeigeführt haben? Wenn ja: Was wäre die Folgen? Wäre es mit einer Bereinigung der Lötstelle und einer neuen Sicherung getan?
- Wenn der Fehler nicht durch mich herbeigeführt wurde sondern auf eines der vorher schon defekten und nun nicht getauschten Teile zurückzuführen wäre: Wieso hat es vorher die Sicherung nicht zerissen? Wäre dieses Verhalten plausibel, oder kann man eher davon ausgehen, dass der Sicherungsfall durch einen Fehler in der Reparatur verursacht wurde?
- Wie wäre ansonsten weitervorzugehen?
- Nachtrag: Kanns an den Widerständen liegen? Die habe ich einfach irgendwie eingelötet, in dem Glauben, dass die Richtung keine Rolle spielt.


Ich danke ganz herzlich.


Falls du auch nur ein einziges defektes Bauteil vergessen solltest, kann u.U. der Verstärker sofort wieder durchbrennen.


[Beitrag von verstärke-er am 08. Aug 2018, 19:07 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#39 erstellt: 08. Aug 2018, 22:44
Dann bringe die Lötstelle erstmal wieder i.O. und Messe hinterher zwischen den Lötstellen auf Kurzschluss.
Erneuerte die Sicherung und dann Augen zu und durch......

Den Widerständen ist es egal
shabbel
Inventar
#40 erstellt: 09. Aug 2018, 14:50
Und eine 60-Watt Glühbirne vorschalten. Das heißt, eine Birnenfassung so mit einer Steckdose (mit Verlängerungskabel) kombinieren, daß der Strom auf einer Zuleitung zuerst durch die Birne fließt. Dazu wird eine Zuleitung der Verlängerung aufgetrennt und die Lampenfassung dazwischen geklemmt.

Die Glühbirne hat die Eigenschaft, bei intakten Verstärkern einmal leicht aufzuleuchten und dann minimal zu glimmen. Sollte etwas in dem Braun kurzgeschlossen sein, leuchtet die Glühbirne hell auf. Dabei klaut sie dem Verstärker den größten Teil der 230 Volt Spannung. Das hat zwei Vorteile. Erstens brennt so schnell nichts durch und man erkennt einen Fehler vorzeitig am Verhalten der Glühbirne.

Vor der Inbetriebnahme nochmals alle ausgetauschten Bauteile auf Polung und festen Sitz überprüfen. Und eine Sichtprüfung der Lötstellen durchführen.

Ich drücke mal die Daumen!
verstärke-er
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 09. Aug 2018, 16:27
Also die nachgearbeitete Lötstelle hat es leider noch nicht richten können. Die Glühlampen im Verstärker leuchteten zwar kurz auf (2 - 3 Sekunden), dann war jedoch sofort wieder die Sicherung durch.
Ich habe dann noch mal die Teile die ich eingebaut habe besichtigt und kontrolliert und die Verpolung stimmt (jedenfalls wenn ich nichts übersehe).
Gut, also habe ich dann noch mal von den Transistoren zum Kühlkörper gemessen und ich hatte nicht bei allen eine OL, bei einem zeigte das Gerät sogar nahezu 0-Ohm an, das wäre ja dann ein Kurzschluss? Ich habe dann probehalber unter den Transistor vor der Glimmerplatte noch einen Streifen Isolierband aufgelegt und weiterhin den gleichen Messwert erhalten. Wie kann das sein?
Außerdem ist der kleine Transistor bei dem vorher die schwarzen Flecken waren sowieso ganz ohne Isolierung (weder Scheibe, noch isolierte Schraube) auf den Kühlkörper geschraubt. Ist das korrekt so? Foto unten.

Shabbels Ratschlag habe ich leider nicht rechtzeitig gelesen. Ich hatte es gleich am Morgen noch mal versucht. Könnte ich notfalls beim nächsten mal machen. Das heißt: Verlängerungskabel in der Mitte aufschneiden, Fassung Minus zu Kabel Minus und Fassung Plus zu Kabel Plus, Erde einfach ganz lassen (alle Fassungen die ich habe, haben nur zwei Pole), isolieren?

photo_2018-08-09_16-06-04 (2)
photo_2018-08-09_16-06-04
photo_2018-08-09_16-06-05
Rabia_sorda
Inventar
#42 erstellt: 09. Aug 2018, 18:47

Ich habe dann noch mal die Teile die ich eingebaut habe besichtigt und kontrolliert und die Verpolung stimmt


Ich hoffe, dass die Polung stimmt. Vmtl. war das aber auch gemeint.


Gut, also habe ich dann noch mal von den Transistoren zum Kühlkörper gemessen und ich hatte nicht bei allen eine OL, bei einem zeigte das Gerät sogar nahezu 0-Ohm an, das wäre ja dann ein Kurzschluss?


Ja, ist ein Kurzschluss.
Wurden die Transistoren auch nicht vertauscht?
Was misst du, wenn der Transistor nicht mehr montiert ist?


Ich habe dann probehalber unter den Transistor vor der Glimmerplatte noch einen Streifen Isolierband aufgelegt und weiterhin den gleichen Messwert erhalten. Wie kann das sein?


Deine neuen Transistoren haben eine andere Bauart.
Sind sie hinten aus Kunststoff?
Die Alten waren hinten metallisch und daher leitend. Wenn die Neuen nun hinten aus Kunststoff sind, werden nun keine Glimmerscheiben und Schraubenisolatoren mehr gebraucht und sie sollten sogar verschwinden. Die Hitzeentwicklung wird ohne Glimmer besser an den KK abgeleitet.
Kühlpaste muss natürlich dennoch (dünn!) auftragen werden.
Wenn die Neuen nun dennoch hinten metallisch sind, könnte die Glimmerscheibe beschädigt und/oder verschoben/verdreht sein. Evtl. ist sogar der metallische Körper breiter und berührt nun den KK.
Der Fehler kann nun aber auch an dem einen neuen Transistor liegen (defekt), und/oder wie gehabt...


Falls du auch nur ein einziges defektes Bauteil vergessen solltest,......


Hier hilft nur messen, messen, messen und aber auch mit den Messdaten umzugehen wissen.


Außerdem ist der kleine Transistor bei dem vorher die schwarzen Flecken waren sowieso ganz ohne Isolierung (weder Scheibe, noch isolierte Schraube) auf den Kühlkörper geschraubt. Ist das korrekt so?


Ja, denn er ist von hinten aus Kunststoff.


Shabbels Ratschlag habe ich leider nicht rechtzeitig gelesen. Ich hatte es gleich am Morgen noch mal versucht. Könnte ich notfalls beim nächsten mal machen. Das heißt: Verlängerungskabel in der Mitte aufschneiden, Fassung Minus zu Kabel Minus und Fassung Plus zu Kabel Plus, Erde einfach ganz lassen (alle Fassungen die ich habe, haben nur zwei Pole), isolieren?


Das wäre zwar auch mein Ratschlag, aber den habe ich mir extra verkniffen. Als Elektroinstallateur gibt man solche 230V Netzspannungs-"Basteleien" nur ungern weiter, wenn man selbst nicht daneben steht, oder die Person persönlich kennt.
Das fängt hier nämlich allein schon mit dem Anschließen einer Fassung an. An ihr muss ausnahmslos immer der Außenleiter an den Fußkontakt! Dazu muss man auch vorher den Außenleiter an dem Kabel messen, denn je nach Schuko-/Euro-Steckerdrehung wandert er entweder zu braun(/sw) oder blau....dies muss zugeordnet werden!
Strom macht nämlich leider u.U. sehr tot.


[Beitrag von Rabia_sorda am 09. Aug 2018, 19:36 bearbeitet]
verstärke-er
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 10. Aug 2018, 12:53
Klar, Polung war gemeint!

Transistoren vertauscht?
Links und rechts außen (T709 und T609): BD246C (1804) als Austauschtyp für Tip5530
Mitte (T711, 611): TIP3055

Entspricht wenigstens dem Einbau wie zuvor.


Kurzschlüsse?
Also an T709 messe ich von B, C, E auch mit abgelöstem Transistor zum Kühlkörper 0 Ohm.

Die BD246C hat das Gehäuse SOT-93, TIP3055: TO-247. Die Rückseite ist komplett mit dem metallischen Kühlkörper (nehme ich an?) bedeckt, insofern kann ich ja nicht sehen, ob der Transistor selbst isoliert oder metallisch ist oder?

Bei T801 messe ich 15 Ohm, die Rückseite ist metallisch.

Jedenfalls ist hier doch schon irgendetwas faul und erspart mir ggf. erst mal Basteleien mit Netzspannung.
DB
Inventar
#44 erstellt: 10. Aug 2018, 13:52
Hallo,


verstärke-er (Beitrag #43) schrieb:

Kurzschlüsse?
Also an T709 messe ich von B, C, E auch mit abgelöstem Transistor zum Kühlkörper 0 Ohm.

dann ist er defekt. In dem Zusammenhang solltest Du die ganzen Kleinleistungstransistoren des betreffenden Kanals auch gleich mit untersuchen.


verstärke-er (Beitrag #43) schrieb:

Die BD246C hat das Gehäuse SOT-93, TIP3055: TO-247. Die Rückseite ist komplett mit dem metallischen Kühlkörper (nehme ich an?) bedeckt, insofern kann ich ja nicht sehen, ob der Transistor selbst isoliert oder metallisch ist oder?

Die metallische Rückseite ist mit dem Kollektor verbunden. Dort muß eine Isolierung vorgesehen sein.



verstärke-er (Beitrag #43) schrieb:

Bei T801 messe ich 15 Ohm, die Rückseite ist metallisch.

Von wo nach wo mißt Du den Widerstand? Bei eingebautem oder ausgelötetem Transistor?
Wenn der Transistor eine metallische Rückseite hat, gehört auch hier zum Kühlkörper hin eine Isolierscheibe.
T801 ist der Längsregeltransistor für die +25V.

Um das nächste Mal gefahrlos einschalten zu können, wirst Du dennoch Vorsichtsmaßnahmen treffen müssen. Ein Stelltrafo wäre nett.


MfG
DB


[Beitrag von DB am 10. Aug 2018, 13:58 bearbeitet]
verstärke-er
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 10. Aug 2018, 14:34
Noch mal vielen Dank an alle die hier so eifrig helfen.


dann ist er defekt. In dem Zusammenhang solltest Du die ganzen Kleinleistungstransistoren des betreffenden Kanals auch gleich mit untersuchen.

Ich habe nicht zwischen B,C,E gemessen, sondern von den entsprechenden Anschlüssen auf der Platine zum Kühlkörper. Der Transistor selbst ist ja neu.


Die metallische Rückseite ist mit dem Kollektor verbunden. Dort muß eine Isolierung vorgesehen sein.

Gut, aber trotzdem messe ich ja keinen Widerstand von dort zum Kühlkörper, weder mit Glimmerscheibe noch mit zusätzlichem provisorischem Backpapier / Isolierband.



Von wo nach wo mißt Du den Widerstand? Bei eingebautem oder ausgelötetem Transistor?

Den Widerstand messe ich vom Transistor zum Kühlkörper, also mit eingebautem Transistor. Hier liegt also keine Isolierung vor, aber: Sie vor meinen Arbeiten lief das Gerät ja ohne Durchbrennen der Sicherung - hier war vorher also auch keien Isolierung, die Schraube selbst ist ja auch metallisch ohne zusätzliche Isolierung.
DB
Inventar
#46 erstellt: 10. Aug 2018, 14:46

verstärke-er (Beitrag #45) schrieb:

Ich habe nicht zwischen B,C,E gemessen, sondern von den entsprechenden Anschlüssen auf der Platine zum Kühlkörper. Der Transistor selbst ist ja neu.

War neu. Bau den Transistor aus, miß ihn durch. Dann sehen wir weiter.


verstärke-er (Beitrag #45) schrieb:

Gut, aber trotzdem messe ich ja keinen Widerstand von dort zum Kühlkörper, weder mit Glimmerscheibe noch mit zusätzlichem provisorischem Backpapier / Isolierband.

Das würde dann eintreten, wenn der T711 auch nackt auf dem Kühlkörper sitzt.
Ach so, noch was: überprüfe mal bitte, ob der Kühlkörper selbst wirklich Verbindung mit der Schaltungsmasse hat. Manche Hersteller hatten bisweilen ganz merkwürdige Vorstellungen über die Zuführung von 0V bzw. Betriebsspannungen...
verstärke-er
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 10. Aug 2018, 17:58

Das würde dann eintreten, wenn der T711 auch nackt auf dem Kühlkörper sitzt.

Nackt saß da ja sowieso keiner, es war immer eine Glimmerscheibe drunter und nachdem ich die Kurzschlüsse gemessen habe, hatte ich es sogar zunächst mit Isolierband und dann mit gefaltetem Backpapier provisorisch aufgedoppelt.
Ich habe jetzt T711 auch vom Kühlkörper entfernt und messe trotzdem noch 0 Ohm. Wie kann denn das sein?
Bei den beiden ganz rechten messe ich immer OL oder auch mal einen sehr sehr hohen Widerstand, im M Ohm Bereich.



Ach so, noch was: überprüfe mal bitte, ob der Kühlkörper selbst wirklich Verbindung mit der Schaltungsmasse hat. Manche Hersteller hatten bisweilen ganz merkwürdige Vorstellungen über die Zuführung von 0V bzw. Betriebsspannungen..

Wie ist das zu tun?


Und was mit T801 ist, ist mir immer noch schleierhaft, der war und ist nicht isoliert und sorgte zuvor nicht für einen Kurzschluss.
Rabia_sorda
Inventar
#48 erstellt: 10. Aug 2018, 22:20

Ich habe jetzt T711 auch vom Kühlkörper entfernt und messe trotzdem noch 0 Ohm. Wie kann denn das sein?
Bei den beiden ganz rechten messe ich immer OL oder auch mal einen sehr sehr hohen Widerstand, im M Ohm Bereich.


Um plausible Messwerte zu erlangen, müssen die Transistoren wieder komplett abgelötet werden. Ansonsten misst du die Schaltung (auf der Platine) des Transistors mit.
Evtl. ist nun min. schon ein neuer Transistor defekt, da vmtl. noch irgendwo Treibertransistoren auf der Platine defekt sind......oder halt was anderes.
Man muß halt alles richtig messen und dazu gehören ALLE Bauteile der defekten Sektion, so wie auch die Spannungen.
Nur weil man an einem Bauteil (meist Halbleiter und auch Kondensatoren) nicht einen totalen Kurzschluss messen kann, muss dieser nicht zwangsweise auch i.O. sein!
Wenn ich defekte Endstufen bekomme/habe, dann ersetze ich gnadenlos ALLE Halbleiter der Sektion. Ich habe solche Erfahrungen, wie du sie nun (durch)machst, auch hinter mir.


Und was mit T801 ist, ist mir immer noch schleierhaft, der war und ist nicht isoliert und sorgte zuvor nicht für einen Kurzschluss.


Auf (d)einem Bild ist eine Glimmerscheibe dahinter montiert zu erkennen und daher isoliert (gewesen).
Die Schraube braucht hier bei der Bauform keinen Isolator, da der Transistor im Schraubenloch durchgehend aus Kunststoff ist.


Wie ist das zu tun?


Alle Transistoren komplett vom KK lösen und dazu mal vom mittleren Beinchen eines Transistors zum KK messen.

Aber so richtig kann ich dir nun nicht mehr weiterhelfen. Dazu müsste ich leider das Gerät selbst vor Ort haben, um einige Messungen durchzuführen.


[Beitrag von Rabia_sorda am 10. Aug 2018, 22:39 bearbeitet]
verstärke-er
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 10. Aug 2018, 23:30

Ich habe solche Erfahrungen, wie du sie nun (durch)machst, auch hinter mir.

Das zu hören ist dann doch mal sehr aufbauend! Es wäre nur schade, nun aufgeben zu müssen und das ganze ohne Erfolg aufzugeben.


Auf (d)einem Bild ist eine Glimmerscheibe dahinter montiert zu erkennen und daher isoliert (gewesen).

Als ich dahinter schaute, sah es für mich mehr nach einer Metallscheibe aus. Werde ich morgen aber auch noch mal prüfen. Ansonsten natürlich plausibel.


Aber so richtig kann ich dir nun nicht mehr weiterhelfen. Dazu müsste ich leider das Gerät selbst vor Ort haben, um einige Messungen durchzuführen.

Also an den Messungen soll es nicht scheitern, ich weiß "nur" nicht, was und wie ich messen soll.

Ich werde morgen erst mal die Transistoren auslöten und von dem mittleren Bein der Platine zum Kühlkörper messen und die Transistoren durchmessen. Dann sieht mal wohl weiter.


[Beitrag von verstärke-er am 10. Aug 2018, 23:36 bearbeitet]
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