Goodmans Magnum K Kondensatorenwechsel

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Maxweg
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 05. Jun 2020, 18:29
Hallo liebe Mitglieder,

vor kurzem habe ich mit der Restauration meiner Magnum K Lautsprecher von Goodmans angefangen. Nachdem die Lautsprecher jetzt optisch gut aussehen, ist natürlich auch die Technik zu überholen. Dazu möchte ich gerne die jetzt über 50 Jahre alten Kondensatoren des Crossovers tauschen (Einige sind schon korrodiert). Da ich dies zum ersten Mal mache, bin ich mir noch etwas unsicher welche Kondensatoren ich für den Austausch zu verwenden habe. Ich bin z.B. etwas verwirrt dass hierbei zum Teil Elkos verwendet wurden anstatt von Prolypropylen Kondensatoren (siehe Bilder, aus irgend einem Grund wurden verschiedene Wlkos in den zwei Crossovers verbaut, sie haben jedoch die gleiche Kapazität). Soll ich die alten Elkos mit Polypropylen austauschen? Und kann ich für die kleinen Elkos mit 4uf auch 4,7uf Typen verwenden? Ich wäre sehr dankbar, falls mir jemand die zwei verschiedenen Kondensatoren Typen (groß und klein) zum Ersetzen der alten bei Reichelt verlinken könnte Danke im Vorraus.

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Rabia_sorda
Inventar
#2 erstellt: 05. Jun 2020, 22:31
Hallo

Oha!.....Damit wurde wohl keine Party ausgelassen (aber die Party´s waren wohl ausgelassen ).
Sind denn die LS-Chassis noch i.O.? Wenn man sich die C´s so betrachtet, dann....?!

Ich würde weitgehendst zu MKP / MKT greifen. Diese sind spannungsfester und langlebiger.


Und kann ich für die kleinen Elkos mit 4uf auch 4,7uf Typen verwenden?


Kein Problem.

Mir scheint, als ob es noch gegenpolige Serienschaltungen von C´s gibt?! Dies war damals bei gepolten C´s noch gang und gäbe, um somit die erhältlichen gepolten C´s zu nutzen. Bi-polare C´s gab es früher nicht / kaum oder waren teu(r)er. Nun könnte man zwei der verschalteten C´s gegen einen einzelnen Bi-polaren C tauschen.


[Beitrag von Rabia_sorda am 05. Jun 2020, 22:33 bearbeitet]
Maxweg
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 06. Jun 2020, 09:53
Hallo,
danke für die Antwort. Nein keine Sorge, die Chassis der LS sehen nach meiner Restauration sehr gut aus, der Grund dafür, dass die Elkos so mitgenommen aussehen, ist dass ich sie mit relativ viel Kraft vom Kleber lösen musste, der sie festgehalten hat. Anstatt einen BiPolaren Kondensator zu nutzen, würde ich doch gerne wie zuvor zwei gepolte Kondensatoren in Reihe verwenden, um unter anderem die Metallklemme weiterhin nutzen zu können. Das sollte doch genau so gut funktionieren wie einen Bipolaren Kondensator zu verwenden, oder?
Maxweg
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 06. Jun 2020, 10:02
Da ich mich mit den verschiedenen Kondensatoren Typen noch schlecht auskenne, würde ich mich sehr freuen wenn du mir die benötigten Kondensatoren (vorzugsweise auf Reichelt) einmal verlinken könntest, ich habe da nur Tantal (?) Kondensatoren in der benötigten Kapazität gefunden


[Beitrag von Maxweg am 06. Jun 2020, 10:07 bearbeitet]
jehe
Inventar
#5 erstellt: 06. Jun 2020, 10:45
ich würde an deiner Stelle erstmal versuchen einen Weichenplan aus diesem Chaos zu erstellen.
Hast du das geschaft, wäre es vermutlich am sinnvollsten die noch verwertbaren Komponenten auszulöten, die defekten zu ersetzen und damit eine ordentliche, neue Weiche aufzubauen (Holzbrettchen, Platine oder frei verdrahtet)
Rabia_sorda
Inventar
#6 erstellt: 06. Jun 2020, 12:12

... würde ich mich sehr freuen wenn du mir die benötigten Kondensatoren (vorzugsweise auf Reichelt) einmal verlinken könntest, ...


Ich weiß doch nicht mal die Werte der C´s. Aus dem Wimmelbild suche ich mir das nicht zusammen.
Mache erstmal eine Liste ...
Maxweg
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 06. Jun 2020, 15:46
Ja natürlich, es sind im Prinzip nur zwei verschiedene Kondensatoren:
-20V 10uf
-20V 4uf

Der 10uf Typ ist dann jeweils zweimal auf einer Weiche gekoppelt, damit der Kondensator bipolar ist. Der 4uf Typ ist nur einmal pro Weiche vorhanden.
jehe
Inventar
#8 erstellt: 06. Jun 2020, 16:35
3,9 und 10uf MKT findest du zB. hier
Uwe_1965
Inventar
#9 erstellt: 06. Jun 2020, 16:36

jehe (Beitrag #5) schrieb:
ich würde an deiner Stelle erstmal versuchen einen Weichenplan aus diesem Chaos zu erstellen.


Volle Zustimmung
Mwf
Inventar
#10 erstellt: 06. Jun 2020, 16:36
Hi,

https://www.reddit.c...num_k_old_caps_left/

-- leider ohne Angaben der Kapazitätswerte und auch nicht klar sichtbar, ob original je 2 gepolte Elkos (gegenphasig) in Reihe geschaltet wurden (Vermutung hier) oder nicht,
d.h. auch für Spezis völlig unklare Situation (Faktor 2 Unsicherheit !) : (*)

-- ohne Schaltplan (Verbindungsplan) wird das nichts

Gruss,
Michael

-----------------
(*) = obwohl, noch mal nachgedacht:
Es ist egal ob man gepolte oder bipolare Cs in Reihe schaltet, Ergebnis ist die gleiche Halbierung des effektiv wirksamen Wertes, d.h. 5 bzw. 2 µF.
Und da die Kosten heute kaum eine Rolle spielen (selbst für Folien-Cs) ...
also los


[Beitrag von Mwf am 06. Jun 2020, 16:44 bearbeitet]
Maxweg
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 06. Jun 2020, 16:40
Einen Schaltplan gibt es leider nicht, sollte ich vielleicht doch lieber wie gehabt zwei Elkos für die 10uf Typen nehmen?
Uwe_1965
Inventar
#12 erstellt: 06. Jun 2020, 16:44

Einen Schaltplan gibt es leider nicht, sollte ich vielleicht doch lieber wie gehabt zwei Elkos für die 10uf Typen nehmen?

Nein.
siehe obige Posts.

Schema Beispiel FWQ

Das soll mal nur so als Anfangsskizze dienen, hat mir ein freundlicher Forumskollege (Danke Detlef) mal als Anreiz geliefert, wie man eine FQ zeichnet, sodaß sie andere auch verstehen.

Gruß Uwe


[Beitrag von Uwe_1965 am 06. Jun 2020, 16:45 bearbeitet]
Mwf
Inventar
#13 erstellt: 06. Jun 2020, 16:47

Maxweg (Beitrag #11) schrieb:
Einen Schaltplan gibt es leider nicht, ...

Dann musst du ihn selbst aufnehmen, aka die originale Verschaltung abzeichnen
hf500
Moderator
#14 erstellt: 06. Jun 2020, 19:55

Maxweg (Beitrag #11) schrieb:
Einen Schaltplan gibt es leider nicht, sollte ich vielleicht doch lieber wie gehabt zwei Elkos für die 10uf Typen nehmen?


Moin,
nimm 10µ in Folie. Denen ist auf jeden Fall die Polung egal, du hast also einen Freiheitsgrad mehr als bei evtl. gepolten Elkos. Die oben vorgeschlagenen MKT von Audaphon z.B. sind guenstig und werden uns auf jeden Fall ueberleben, solange man die Lautsprecher nicht mit Gewalt zu weiteren Partys schleppt ;-)

73
Peter
Maxweg
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 07. Jun 2020, 11:17
Okay, dann werde ich die genannten Folienkondensatoren verwenden, dann sollte ich durch die bipolare Polung beim Einbau auch nichts falsch machen können (richtig? :L). Dass heißt also für mich, ich nehme pro Weiche zwei der MKT Kondensatoren mit jeweils 10uf und muss sie nurnoch mit den alten ersetzen, wenn ich das richtig verstanden habe Eine Sache noch, die angegebenen Mkts liegen bei 160v, die alten jedoch nur bei 20... macht das etwas aus, oder kann ich auch problemlos diesen Typen verwenden?
Mwf
Inventar
#16 erstellt: 07. Jun 2020, 12:07

Maxweg (Beitrag #15) schrieb:
... und muss sie nurnoch mit den alten ersetzen, wenn ich das richtig verstanden habe

Ja.
Das gleiche gilt für den 4 µF (3.9).

..., die angegebenen Mkts liegen bei 160v, die alten jedoch nur bei 20... macht das etwas aus, oder kann ich auch problemlos diesen Typen verwenden?

Kannst du.
Das ist dann der Sicherheits- /Luxus-Zuschlag der sich aus gut 50 Jahren technischer Entwicklung nahezu gratis ergibt


[Beitrag von Mwf am 07. Jun 2020, 12:10 bearbeitet]
Maxweg
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 07. Jun 2020, 12:13
Alles klar Angeschlossen werde ich die Lautsprecher jedoch an einen relativ alten Marantz 2265B, also nur knapp 20 Jahre technische Entwicklung Aber auch hier sollte es kein Problem geben, oder?
hf500
Moderator
#18 erstellt: 07. Jun 2020, 12:39
Moin,
nein. Die neuen Kondensatoren sind von der Spannungsfestigkeit her belastbarer und nahezu "unsterblich". Eher wird man irgendwann mal den Receiver ueberholen muessen ;-)

160V DC bedeutet, dass diese Kondensatoren auf jeden Fall eine Gleichspannung von 160V aushalten koennen. Fuer eine (sinusfoermige) Wechselspannung entspraeche das immer noch etwas mehr als 100V. Die alten Elkos ertrugen nur 20V Wechselspannung.

73
Peter
Maxweg
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 07. Jun 2020, 12:43
Achs, vielen Dank für die Auskunft, wie man merkt bin ich noch ziemlicher Laie Ich habe soeben die 6 neuen Mkts bestellt, mal gucken wann sie ankommen. Vielen Dank nochmal an alle für die vielzähligen hilfreichen Antworten


[Beitrag von Maxweg am 07. Jun 2020, 12:44 bearbeitet]
jehe
Inventar
#20 erstellt: 07. Jun 2020, 12:46
dann hoffen wir mal das du uns hier berichtest ob alles funktioniert hat

und wie schon mehrfach erwähnt wäre es gut wenn du versuchen würdest einen Schaltplan der Weiche zu erstellen. Nur so wird richtig klar wie die vorhandenen Kondensatoren verschaltet sind.


[Beitrag von jehe am 07. Jun 2020, 12:52 bearbeitet]
Maxweg
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 07. Jun 2020, 12:49
Selbstverständlich, ich werde euch alle natürlich auf dem Laufenden halten
Maxweg
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 12. Jun 2020, 10:55
Hallo alle miteinander,

ich konnte nun endlich die von mir bestellten Kondensatoren verbauen und das Ergebnis hat mich echt umgehauen!! Der Klang der Lautsprecher hat sich nach dem Kondensatorenwechsel deutlich verbessert, besonders in den Höhen.

Dazu habe ich noch die verbauten Aluminium Kabel mit OFC-Kabel abgelöst. Die Weiche habe ich mit neuen Bananenstecker aufnahmefähigen Lautsprecheranschlüssen ausgestattet, da mir die DIN Verbindung nicht gefallen hat Dazu wurden die Plastikknöpfe der Potis mit hochwertigeren Metallknöpfen getauscht. Optisch sehen die LS nach abschleifen und neu lackieren der Vorder- und Rückseite nun auch wieder sehr gut aus. Anbei findet ihr ein paar Bilder

Vielen Dank an alle die geholfen haben!

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jehe
Inventar
#23 erstellt: 12. Jun 2020, 11:55
na wunderbar, sehen ja aus wie neu
Wenn klanglich auch noch alles passt, dann hast du da ein paar schöne über 50 Jahre alte Schätzchen stehen.
Rabia_sorda
Inventar
#24 erstellt: 12. Jun 2020, 20:14
Das freut mich

Dann wünsche ich noch lange Freude an / mit den "Teilen"!

hf500
Moderator
#25 erstellt: 12. Jun 2020, 21:32

Maxweg (Beitrag #22) schrieb:

Dazu habe ich noch die verbauten Aluminium Kabel mit OFC-Kabel abgelöst.


Moin,
Aluminium? Wirklich.
Sieht mir dafuer zu gut geloetet aus und Alu laesst sich nicht (so einfach) loeten.
Verzinnte Kupferlitze, also die einzelnen Litzrendraehte verzinnt, das ist gaengig.

73
Peter
Rabia_sorda
Inventar
#26 erstellt: 12. Jun 2020, 22:01

Aluminium? Wirklich.


Vmtl eher nicht
Das scheinen mir doch die originalen Litzen zu sein und wären somit lötbar.
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