Leiernde Kassettendecks

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Zuendi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 15. Feb 2008, 17:27
Hallo,
vielleicht ergeht es mal jemanden, so wie mir. Ich habe ein gutes, altes Kassettendeck (Grundig MCF-600) von der Pieke auf an aufgearbeitet und dann Es leierte
Nun es ist schon das 10. Deck, welches ich überarbeitet habe und glaubt mir, ich bin zwar in Elektronik nicht die Leuchte, aber Feinmechanik - dafür habe ich ein gutes technisches Verständnis und kann einiges.
Ich fand den Fehler nicht, alles gemacht und dann gab mir jemand den entscheidenen Tip: "Vielleicht ist die Capstanwelle zu glatt geworden!" Was? Kann doch gar nicht sein! Wie geht das = Quatsch! Und es war so!
Also wie rauht man eine Capstanwelle auf, 1000er Schleifpapier = null Erfolg, geht nicht, rutscht genauso und bei dieser Methode könnt Ihr meckern, soetwas macht man nicht - richtig!

Dann gab mir jemand einen guten Lösungsvorschlag, der funktionierte sofort, die Capstanwelle zieht wieder wie ein Bär - nichts mit leiern und so. Diese Lösung ist so genial, das ich sie hier mit Genehmigung des Autors RRDS aus dem RFT HiFi-Forum veröffentliche.
Es mag Fachleute geben, die darüber lächeln werden und es nicht glauben, aber eins glaubt mir, bei mir hat es funktioniert, die Elektrolyse.
Zitat:
-----------------------------------------------------------------
Ja, das gab es auch zu DDR-Zeiten mit den Kassetten.
Da war mal das Band zu glatt .
Hier nun die Abhilfe:

Erstmal baust du die Schwungmasse aus dem Laufwerk. Dann nimmst du ein Plastikbecher (Johgurt o.ä. ) fullst es mit Wasser und machst 2 Teelöffel Salz rein. Rührst es gründlich um . Dann nimmst du ein Stück Kupferfolie oder abisoliertes Draht . Beim Draht machst du ein paar Schlaufen so klein ,daß diese bis zu dem Boden im Becher reichen .Das andere Ende muß am Rand aus dem Becher schauen. Jetzt kommt das von oben beschriebene Netzteil im Spiel. Das Kupferkabel verbindest du mit dem Minuspol des Netzteils. Zum testen nimm erst mal einen Nagel . Diesen tauchst du dann in die Salzlösung (ca.2cm) An den Nagel legst du dann kurzzeitig den Plus (ca 2 Sek) Die Lösung plubbert dann kurzzeitig ,nicht erschrecken. Hinterher den Nagel wieder aus der Lösung nehmen und die Stelle mit klaren Wasser abspülen. Schau dir dann den Nagel an ,er wird an der Stelle gleichmäßig rau sein . Mit der Schwungmasse machst du es genauso,nur vorher ausmessen wie weit die Andruckrolle darauf liegt (das sie voll dann auf das angeraute kommt ) und aufpassen,daß die raue stelle nicht ins Lager kommt.

viel Spaß beim durchführen dieser Aktion ,noch ein Tip ,falls du mit dem Ergebnis nicht zufrieden bist ,mit Chromglanz bekommst du die stelle wieder Glatt um es nochmal zu versuchen.( Übung macht den Meister)
----------------------------------------------------------------
Nachtrag: Mein Netzteil 12 V 5 A
Es geht auch ein Autobatterieladegerät, oder Eisenbahntrafo.

Ja was soll ich noch sagen, probiert es selber, insofern Ihr mal die gleichen Probleme habt, alle anderen Fehler ausgeschlossen werden können.

Ich habe auch gehört, das der Urheber, diesen Tip in irgendeinem Forum, ebenfalls als Hilfe anbot, dort wurde er sofort angegriffen und ausgelacht, von den angeblichen Fachleuten. Könnt Ihr gerne machen, Ihr könnt denken und äußern, was Ihr wollt, es hat bei mir Abhilfe gebracht, das ist Fakt und ob es jemand mit ähnlichen Problemen nachmacht, ist reinweg seine Sache.

Grüüse aus Potsdam - Frank


[Beitrag von Zuendi am 15. Feb 2008, 17:42 bearbeitet]
hf500
Moderator
#2 erstellt: 15. Feb 2008, 19:13
Moin,
je glatter eine Oberflaeche, desto groesser die Adhaesionskraefte, die auf eine andere, glatte Oberflaeche ausgeuebt werden.
Die meisten Cassettendecks haben polierte Capstanwellen und keine Probleme damit.

Wenn der Capstan die Ursache fuer Leiern ist und der Antrieb als Ursache ausfaellt, dann sind die Bandzuege und die Andruckkraft der Andruckrolle zu ueberpruefen.
Oft klemmt es naemlich hier. Erst wenn hier alles stimmt, kann man versuchen, die Capstanwellen aufzurauhen. Dabei ist die elektrochemische Methode dem
Abschleifen vorzuziehen.

Und dann gibt es noch schwergaengige Cassetten. Gegen die hilft kaum etwas.

Es gibt Laufwerke, die haben serienmaessig aufgerauhte Capstanwellen (z.B. Uher, Blaupunkt (Lenco), Becker). Das sind fast alle mobile Geraete, entweder tragbar (Uher) oder
fuers Auto, die auch unter erschwerten Bedingungen (Kaelte, Hitze, Vibration) einen anehmbaren Gleichlauf haben muessen.
Der Nachteil der Aufrauhung ist, dass sich die Oberflaeche schneller mit Bandabrieb zusetzt und haeufig gereinigt werden muss. Im verkleisterten Zustand traegt so eine
Welle jedenfalls auch nicht zum guten Gleichlauf bei.

73
Peter
Zuendi
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 15. Feb 2008, 20:43
Hallo Peter,
aber glaube mir bitte, alle anderen technischen Mängel waren speziell in meinem Fall absolut auszuschließen. Die gesamte Mechanik habe ich überholt, neue Andruckrolle, natürlich die Anpresskraft laut Serviceplan justiert. Den Tonkopf mühevoll (ohne Hilfsmittel) eingestellt, auch dessen Lage, oder wie man den Winkel zur Kassette beschreiben mag. das war schon ein kleiner Hit und ging nicht sooo schnell.
Das gesamte Laufwerk demontiert, gereinigt und wieder zusammengesetzt, natürlich auch neuer Riemen. Und die Grundig MCF-Mechanik ist sehr robust und einfach gehalten, da kann man nicht viele Fehler machen, insofern man weiß, was man da tut.
Und es leierte, bei jeder Kassette anders und verstärkte sich zum Ende der Kassette. Auch eine sehr gute Reineisen von TDK machte Schwierigkeiten und ich mit der Uhrmacherlupe, den Bandlauf und ähnliche beäugt - nichts!

Aber ich muß dazu sagen, ich habe auch (wie immer), die Schwungmasse + Capstan mit Chromglanz poliert, von wegen besseren Lauf in den Broncesinterlagern und das war es wohl, trotz Nachreinigung mit Spiritus.
Die originale Capstanwelle hat an der Spitze, wo das Band läuft auch eine etwas andere Farbe, sieht aus wie "angelaufen", nach dem polieren war alles weg.

Und das war es wohl!
Fazit: Da wird wohl das Grundig MCF von Hause aus einen relativ stumpfen Capstan besitzen und die Andruckrollenandruckkraft wird eben danach berechnet worden sein?! Und nicht auf einem glatten, polierten, wo höhere Adhäsionskräfte wirken könnten, wenn der Rest dafür diesen Parameter entsprechen würden?!

Grüsse aus Potsdam - Frank
Bertl100
Inventar
#4 erstellt: 15. Feb 2008, 22:29
Hallo zusammen!

Dieses Problem kenn ich auch. Hatte es mal u.a. bei meinem CF7500. Trat ganz plötzlich auf.
Da Riemen und Andruckrolle ok waren, griff ich geistig sofort auf alte Erfahrungen zurück: Capstan rutschig.
Das war vor ca. 10 Jahren, das Schwungrad war noch original lieferbar. Getauscht, sonst nichts gemacht - läuft seitdem wieder tadellos. Und ist sogar regelmäßig im Einsatz.
Also ich kann definitiv sagen, dass es den Fall gibt.
So wirklich offensichtlich sehen tut man an der alten Capstan nichts.


je glatter eine Oberflaeche, desto groesser die Adhaesionskraefte, die auf eine andere, glatte Oberflaeche ausgeuebt werden.

Das würde mich jetzt näher interessieren. Ich dachte, es geht hier mehr um Reibung als um Adhäsion?
Die Andruckrolle muß sich doch an Mikro-Rauhigekeiten der Capstan "einhängen", damit sie mitgenommen wird.

Ich kenne so ein ähnliches Problem z.B. auch von Kunststoff-Riemenscheiben. Z.b. Philips TB-Geräte wie das N4504 (1977) hatten für den Bandtellerantriebe (3 Motoren-Gerät) solche auf den Motorachsen. Diese "glätten" sich offenbar auch im Laufe der Jahre. Trotz neuem Riemen mit Original Abmessungen ist es da nicht möglich, ihn vom Durchrutschen abzuhalten. Natürlich wurden alle Scheiben und der Riemen gründlich entfettet.

Gruß
Bernhard
turbino
Stammgast
#5 erstellt: 16. Feb 2008, 14:33
Danke Zuendi, guter Tip

Dann werde ich mir bei Problemfällen den Capstan also näher betrachten.
Aber wie kann man den Bandlauf kontrollieren? Das ist auch so ein Problem. In einem anderen Fred hat jemand sich eine Kassette mit Spiegel hergestellt, aber geht das auch anders?

Turbino
hf500
Moderator
#6 erstellt: 16. Feb 2008, 19:14
Moin,
trotzdem frage ich noch einmal nach, Bandzuege wirklich in Ordnung? Wenn ich solche Probleme hatte, stimmte entweder der
Aufwickelzug nicht oder die Andruckkraft der Rolle. Der Abwickelzug war selten zu gross, viele Geraete haben dafuer auch keine Bremse.
Und Spiritus ist fuer mich auch ein Stichwort. Wer weiss denn schon, was da beigemischt wird, um ihn zu vergaellen?
Am Ende ist da noch etwas Rutschfaktor drin ;-)
Jedenfalls verwende ich seit Jahren keinen mehr fuer Bandgeraetereinigungen.
Das kann Kontakt WL viel besser und zwar an allen Stellen, die gereinigt werden koennen/muessen.

Zur Adhaesion, beide Mechanismen sind denkbar. Entweder Verhakungen der Oberflaechenrauhigkeiten oder die nackte "Klebkraft" zweier
glatter Oberflaechen aneinander.
Zu den verfaerbten Capstanwellen von Grundig, ich hielt das bislang immer fuer die Anlauffarbe durch das Anlassen nach der Haertung der Wellen.
Zur Bandlaufkontrolle, man kann wenigstens bei einer alten Cassette von einer Halbschale die trapezfoermige Verbreiterung herausschneiden,
damit sieht man wenigstens etwas vom Bandlauf.

Ach ja, mein Uher CR1600 leiert auch bei einigen C120 Baendern. Und dieses Geraet hat serienmaessig aufgerauhte Capstanwellen.
Wat nu? Ich will die Andruckkraft der A-Rollen nicht ins Uferlose steigern, die Andruckfeder habe ich schon umgehaengt.
Aufwickelkupplungen sind ok.

73
Peter
Zuendi
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 17. Feb 2008, 01:30
Hallo Turbino,
ja die Lösung mit Elektrolyse ist einfach und gut.

Und um den Bandlauf zu justieren, ich drehte das Gerät in allen Richtungen, 2 kräftige Arbeitsplatzleuchten, eine Uhrmacherlupe und zig Kassetten. Ich bin bald reingekrochen und trotzdem habe ich es kaum gesehen.

Ja wenn Du meine Antwort schnell bekommst, dann hast Du noch eine Chance, ich habe zugeschlagen, Ebay : 150213890943 . Ich habe mir eine gesichert, weil alles andere ist mühsam, aber machbar.

Hallo Peter,
die Bandzüge sind in Ordnung, wird eh beim MCF über Elektronik gesteuert und der zutreffende Einstellwiederstand hat beide Anschläge kennengelernt, es leierte so, oder so, natürlich mal mehr, mal weniger, Fakt ist es leierte und nun nicht mehr!

Die Andruckkraft der Andruckrolle, da sollte die Mechanik, die die Spannung mit einem Zugmagneten und Feder herstellt, laut Serviceplan 1 mm betragen und das beträgt sie! Wenn ich diesen Wert erhöhe, dann schafft es der Zugmagnet nicht mehr voll durchzuziehen, weil die Gegenkraft zu groß wird - also optimal und laut Serviceplan.

Und komisch das die Anlauffarben der Härtung nur vorne auf der Welle zu sehen ist, wo auch das Band transportiert wird, hinten wo es drauf ankommt (Sinterlager), da ist die Welle gleichmäßig silber. Gerade auch da sollte doch dann die Capstanwelle, die in Sinterbroncelager läuft hart sein, als Anlauffarben?! Eine Betrachtung durch ein sehr gutes Zeiss Mikroskop wäre möglich gewesen und wird später nachgeholt, vielleicht sehe ich da etwas?

Und eine mit Chromglanz polierte, sprich glatte Welle, ist IMHO nicht im Sinne des Erfinders und wurde sicherlich nicht so ausgeliefert. Glatt auf glatt erzeugt eine, wie schriebst Du - Adhäsionskraft. Ja dann werde ich mal Slicks auf meinen LKW aufziehen, damit er durch Adhäsion besser haftet auf Schnee, Masse - sprich Anpressdruck hat er ja genug, zumindest wenn er beladen ist

Und Spiritus hin und Spiritus her, ich weiß das Spiritus auf einer Brille Schlieren erzeugt, ich habe auch Ethanol, ich schrieb es nur nicht. Auch wird mit einem trockenen Microfasertuch nachgewischt, also das ist zu vernachlässigen. Ich persönlich halte nicht soviel von Kontakt WL, ich finde es schliert auch!


Aber ich will das Thema nicht totquatschen, es ist zwar interessant, sich mit jemanden, der da auch einsteigt, gegenteilige Meinungen auszutauschen, aber ob es andere auch interessiert, wenn wir hier bis ins "i" Tüpfelchen Spiritus zerlegen?

Zu dem Uher CR1600, ich kenne das Gerät überhaupt nicht, aber auf keinen Fall, die Anpresskraft der Andruckrolle bis ins uferlose steigern. Das kann nur ein kräftiger Capstanantrieb ab, der über genug Schwungmasse verfügt, ansonsten bremst das auch sicherlich alles aus und das Motörchen kämpft und kämpft.

Nun ist gut und ich begebe mich in die waagerechte - bis dennedenn - Frank
Bertl100
Inventar
#8 erstellt: 17. Feb 2008, 19:52
Hallo!

@Peter:


Ich will die Andruckkraft der A-Rollen nicht ins Uferlose steigern, die Andruckfeder habe ich schon umgehaengt.

Charakteristisches Zeichen für die "rutschige" Capstan ist, dass das Steigern der Andruckkraft NICHTS bringt. Es bleibt immer gleich schlecht.

Gruß
Bernhard
overonenigma
Stammgast
#9 erstellt: 10. Jan 2010, 11:35
Ich habe mal eine Frage bezüglich leiernden Kassetten.
Folgendes Problem:

Es gibt Kassetten, wenn ich diese mit meinen Sony WM-EX 621 abspiele, leiern ca. die ersten 2-3 Minuten der ersten Seite. Der Rest der Kassetten läuft einwandfrei. Habe die Kassetten auf meinem Yamaha Tape Deck abgespielt und da gibt es keine Probleme.
Kenn jemand das Phänomen und weiß woher das kommt?

Gruß
Thomas


[Beitrag von overonenigma am 10. Jan 2010, 17:42 bearbeitet]
Bertl100
Inventar
#10 erstellt: 11. Jan 2010, 20:49
Hallo,

nun, das kann erst mal alles mögliche sein:

u.a.
- verschlissene/rutschende Antriebsriemen
- verhärtete Andruckrolle.

Das sollte man als erstes prüfen.
Vorher natürlich den Bandlauf mal reinigen.
Mit Wattestäbchen und Isopropanol.
Aufpassen, dass kein Alkohol ins Capstanlager läuft. Das wäscht das noch vorhandene Öl nämlich aus.

Gruß
Bernhard
killnoizer
Inventar
#11 erstellt: 12. Jan 2010, 14:30
... eben diese Capstanlager lässt sich auch ölen , Gerät kippen und laufen lassen , ganz vorsichtig dünnes Öl ( evtl. vorgewärmt ) an die Gleitbuchse geben , selbst wenn das Leiern nicht von hier kommt , Laufgeräusche nehmen meist merklich ab .

Danach die Welle penibel reinigen , Alkohol oder entsprechende Kontakt Wäsche .

Bevor ich an 20 - 30 Jahre alten Geräten hier weitere Schäden riskiere und diese stelle trockenläuft , was einen nur durch Schlachtteile ersetzbaren problemfall bedeutet , lieber gleich schmieren !

Ach ja , meist verwende ich dafür ein spezielles Öl aus dem Flugmodellbau , von Graupner extra für Lagerstellen an Flugmotoren angeboten , sehr praktisch in einer Dosierflasche mit langer metallspitze , kostet um die 10 euro aber hält ja auch ewig bei der Verwendung .

Gerrit
hf500
Moderator
#12 erstellt: 12. Jan 2010, 16:54
Moin,
die Capstanwelle laeuft in Sinterlagern und dafuer gibt es Sinterlageroel.
Da viele Modellmotore Sinterlager haben, sollte dieses Oel fuer Sinterlager tauglich sein.

Man erkennt taugliches Oel daran, dass ein kleiner Tropfen, auf den Sinterkoerper gebracht, nach einiger Zeit verschwunden ist. Das poroese Lager hat ihn aufgesogen.

73
Peter
overonenigma
Stammgast
#13 erstellt: 12. Jan 2010, 16:57
Danke Euch dreien,
werde es mal ausprobieren.

Gruß
Thomas


[Beitrag von overonenigma am 12. Jan 2010, 18:44 bearbeitet]
armin777
Gesperrt
#14 erstellt: 12. Jan 2010, 17:43
Hallo THomas,

das an Deinem Walkman ist ein mechanisches Problem: der Bandzug ist etwas zu hoch. Versuche dies an der Feder im Aufwickelteller etwas zu reduzieren, dann verschwindet der Effekt. Das ist auch kein Leiern, es hört sich nur so an. Da läuft das Band nicht glatt über die Köpfe sondern schlingert etwas hin und her. Wenn der Wickel etwas größer geworden ist, geht es wieder. Tritt besonders mit BASF Chromdioxid-Kassetten aus, die sind sehr glatt.

Beste Grüße
Armin
overonenigma
Stammgast
#15 erstellt: 12. Jan 2010, 18:38
Ah, das könnte natürlich sein und würde erklären warum das nach einiger Zeit aufhört. Wo finde ich denn die Feder? Dafür muß ich sicher das Gerät aufschrauben oder?
Gruß
Thomas
armin777
Gesperrt
#16 erstellt: 12. Jan 2010, 18:44
Ich schrieb ja: "im Bandteller" !

Beste Grüße
Armin
overonenigma
Stammgast
#17 erstellt: 12. Jan 2010, 18:47
Ja, wer lese kann ist klar im Vorteil

Danke

Werde es mal in einer rühigen Minute angehen, d.h. muß mir erst mal einen geeigneten Schraubenzieher besorgen.

Gruß
Thomas
killnoizer
Inventar
#18 erstellt: 12. Jan 2010, 21:40
...oder auch zwei Schraubenzieher ??


Nur mal zur Definition , leiern bedeutet für mich ein schwanken der Tonhöhe ( durch veränderung der Abspielgeschwindigkeit ) , von manchen Menschen auch als jaulen bezeichnet , ?

Das eben grad geschilderte Problem ist doch ein Schwanken des Azimuth , oder ?

Ich glaube ich kann mich erinnern das es tatsächlich mit BASF häufiger vorkam , deutlich hörbar ist sowas mit feinen durchgehend eingespieleten HiHats die dann so seltsam zu wandern scheinen , das bringt mich um den Verstand ( tritt glücklicherweise derzeit bei keinem meiner Decks auf ) .


Achso , das genannte Öl ist ganz genau für Buntmetalllager , also Stahlwelle in Gleitbuchse aus zB. Messinglegierung mit selbstschmierenden eigenschaften .

Nach Erfahrungen aus anderen technischen Bereichen ( Fahrzeugtechnik ) ist hier das falsche Öl aber immer noch besser als eine trockene Buchse die zudem mit den Rückständen aus 30 Jahren verklebt ist , sind die Lagerflächen erstma eingelaufen und die Welle hat Spiel bekommen war's das nämlich ganz .
overonenigma
Stammgast
#19 erstellt: 12. Jan 2010, 22:53
Habe eben mal aus Versehen das Gerät etwas fester angepackt. Also Decke und Unterteil etwas stärker zusammen gedrückt. Dabei habe ich den Eindruck gewonnen dass das Leiern abnimmt wenn Druck auf dem Gehäuse ausgeübt wird. Was ja zu Armins Tipp passen würde.

Gruß
Thomas


[Beitrag von overonenigma am 15. Jan 2010, 19:40 bearbeitet]
overonenigma
Stammgast
#20 erstellt: 15. Jan 2010, 13:50
Hallo,
ein Bekannter hat mir jetzt sein DD33 angeboten. Optisch in einem guten Zustand, Kassetten laufen sauber, nur klackert das Gerät beim Abspielen. Ist da die Mechanik defekt?

Gruß
Thomas

Nachtrag:
habe mal gegoogelt und es ist wohl das Zahnradscheiben Problem:

http://testberichte....idZ10000000005578229


[Beitrag von overonenigma am 15. Jan 2010, 19:40 bearbeitet]
overonenigma
Stammgast
#21 erstellt: 30. Jan 2010, 14:50
Ich weiß das folgende Problem passt nicht zur Überschrift, ich stell es dennoch mal hier rein.

Wo könnte das Problem sein, wenn bei einem Sony DD der Vorspulknopf sich nur schwer eindrücken läßt?
Das Gerät lag bei einem Bekannt längere Zeit rum. Könnte es verhärtetes Fett sein?

Gruß
Thomas
overonenigma
Stammgast
#22 erstellt: 01. Feb 2010, 15:42

overonenigma schrieb:
Ich weiß das folgende Problem passt nicht zur Überschrift, ich stell es dennoch mal hier rein.

Wo könnte das Problem sein, wenn bei einem Sony DD der Vorspulknopf sich nur schwer eindrücken läßt?
Das Gerät lag bei einem Bekannt längere Zeit rum. Könnte es verhärtetes Fett sein?

Gruß
Thomas



Problem durch ein paar Tropfen Öl entlang der Knopfführung gelöst. Jetzt funzt er wieder einwand frei.


Gruß
Thomas
sibro
Stammgast
#23 erstellt: 01. Feb 2010, 19:08
..meine nur: aus Art, Höhe dh. Periodizität der Tonhöhenschwankung und Beobachtung der sich drehenden Teile, Riemen, Scheiben kann bald die Quelle gefunden werden...und diese dann anpacken..leider ist beim CC-Gerät alles relativ eng gepackt.. Quellen m.Erachtens:
1) Capstanwelle, Riemen/ Andruckrolle (zu alt u. hart?)
2)Friktion-Aufwickelspule
3)Friktion oder Gegenzug-Abwickelspule
4) einwandfreie Markenkassette z. Test nehmen
overonenigma
Stammgast
#24 erstellt: 01. Feb 2010, 20:36

sibro schrieb:
..meine nur: aus Art, Höhe dh. Periodizität der Tonhöhenschwankung und Beobachtung der sich drehenden Teile, Riemen, Scheiben kann bald die Quelle gefunden werden...und diese dann anpacken..leider ist beim CC-Gerät alles relativ eng gepackt.. Quellen m.Erachtens:
1) Capstanwelle, Riemen/ Andruckrolle (zu alt u. hart?)
2)Friktion-Aufwickelspule
3)Friktion oder Gegenzug-Abwickelspule
4) einwandfreie Markenkassette z. Test nehmen


Danke für die Tipps.
Interessant ist dass das leiernde Problem bei dem Gerät
nicht bei allen Kassetten auftritt und wenn dann meistens nur in den ersten 1 - 2 Spielminuten zu beginn. Die gleichen Kassetten laufen auf anderen Playern Einwand frei. Dem WM-EX631 wurde von Sony Rädchen zur Geschwindigkeits-Regulierung spendiert.
Bin z.Z. auf der Suche nach einem guten gebrauchten Walkman. Letztens war von Aiwa der HS-PX 910 in der Bucht. Leider war ich zu spät
Gruß
Thomas
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