SONY CDP-101: Schubladenproblem normal?

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Django8
Inventar
#1 erstellt: 05. Aug 2008, 07:06
Ich bin im Besitz eines SONY CDP-101. Dieser CD-Player funktioniert auch nach 25 Jahren noch einwandfrei, das einzige Problem ist, dass sich die Schublade häufig nicht auf Anhieb öffnet – meistens braucht es mehrere Versuche. Bis jetzt habe ich's aber immer noch geschafft, so dass ich keinen Grund hatte, mich ernsthaft damit zu befassen. Nun habe ich aber festgestellt, dass offenbar so gut wie jeder SONY CDP-101, der in der Bucht oder sonst wo angeboten wird, mehr oder weniger von diesem Problem betroffen ist....
Hat jemand Erfahrung damit? Was ist die Ursache dieses Problems? Würde es sich lohnen, ggf. mal in den CD-Player reinzuschauen?
bukongahelas
Inventar
#2 erstellt: 07. Aug 2008, 23:34
Evtl wird der Schubladenantrieb von einem Motor über einen Gummiriemen angetrieben. Der Riemen könnte gealtert,gelängt erschlafft sein und durchrutschen.
Gummiriemen erneuern, dazu muss evtl das Laufwerk teilzerlegt werden.
bukongahelas
tri-comp
Stammgast
#3 erstellt: 14. Aug 2008, 19:43
Hi,

I don't have the service-manual for this CD-player but AS FAR AS I REMEMBER, it has no rubber-belt for the CD drawer. It was made with some motor and gear-system I think.
If I'm correct the motor could be defective, the gears worn out or it could just need to be cleaned and re-lubricated.

mfg,

/tri-comp
airmax78
Stammgast
#4 erstellt: 14. Aug 2008, 21:13
Hallo!

Wenn ich es richtig mitgelesen habe, sitzt bei diesen CD Playern ein (etwas dickerer) Widerstand im Stromkreis der Schubladensteuerung, der aufgrund thermischer Beanspruchung schonmal hochohmig werden kann... Ergebnis: Der Schubladenmotor läuft langsamer als vorgesehen. Es muss hier also nicht unbedingt immer ein rein mechanisches Problem sein, wie z.B. ein ausgeleierter Antriebsriemen oder verharztes oder eingetrocknetes Fett

Grüße,

Maurice
Django8
Inventar
#5 erstellt: 22. Aug 2008, 12:01
Habe das Teil gestern mal aufgeschraubt - und danach gleich wieder zugemacht. Da ist so viel Zeug drin (Platinen etc. - jetzt weiss ich, weshalb das Teil so schwer ist), dass der Mechanismus nicht mal zu sehen war.... Man müsste eine ziemlich grosse Zerlegung machen, um ggf. überhaupt erkennen zu können, woran's liegt. Das Riskiko gehe ich nicht ein....
Kann bei Interesse ja mal ein Foto einstellen.
chrissy70
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 22. Aug 2008, 13:18
na hi an alle
ich habe das selbe problem mit meinem x777 es und wäre für hilfe dankbar.
mfg chrissy
Django8
Inventar
#7 erstellt: 25. Aug 2008, 05:51
So sieht es übrigens im Innern des CDP-101 aus. Ganz schön viel Zeug da, oder...?
hf500
Moderator
#8 erstellt: 25. Aug 2008, 16:03
Moin,
das kommt davon, wenn man auf dem Weg vom Labormuster zum Fertigprodukt auf halbem Wege stehenbleibt ;-)
(was gemeinsames Kennzeichen der jap. CD-Spieler der ersten Generation ist)

In einem Philips CD100 ist aehnlich viel Technik, aber dort schon sehr viel kompakter. Schon die Philips der ersten Generation war ziemlich ausentwickelt, man sieht es daran, dass die Technik mit eher geringen Aenderungen eine ganze Weile weitergebaut werden konnte.
Zusaetzlich hat der Philips Oversampling und zwei A/D-Wandler.
(Und auf das Relais ohne Kontakte, das den Tastenklick emulieren soll, hat man ganz verzichtet...)

Meine CDP-101 haben jedenfalls das Schubladenproblem nicht, einer dafuer aber eine defekte Focusendstufe :-( und die Verriegelung der Schublade musste nachgebaut werden.

Was mir zum Fehlerbild einfaellt:
Schubladen-, Andruckmechanismus mechanisch in Ordnung?
Auswurftaste gibt zuverlaessig Kontakt?
Kabel zu dieser Taste ok?
Endschalter ok?
Kalte Loetstellen?
Motorendstufen ok?

(das ist eins der beiden Single-in-Line ICs am hinteren Rand der oberen Platine. Das andere ist fuer Vorschub und Focus, und nach dem, was ich bisher erfahren habe, sind diese Hybridschaltkreise gerne defekt. Es gibt sie in drei mechanischen Ausfuehrungen, von einfacher getauchter Umhuellung bis zu Gehaeuse mit Kuehlflaeche. Wegen der nur kurzzeitigen Beanspruchung sollte die Endstufe des Lademechanismus nur selten defekt sein, aber wer weiss, was passiert, wenn man zu oft die Schublade blockiert..
Schwierig ist allerdings der Ersatz dieser ICs, schwer zu bekommen und nicht billig. Es gibt hier im Forum aber jemanden, der das in TDA2030 geaendert hat. Mehr als ein doppelter Leistungs-OP ist so ein Endstufen-IC naemlich nicht. Seine Besonderheit ist lediglich eine getrennte Stromversorgung fuer Vor- und Endstufen.)

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 25. Aug 2008, 20:25 bearbeitet]
Django8
Inventar
#9 erstellt: 26. Aug 2008, 05:33

das kommt davon, wenn man auf dem Weg vom Labormuster zum Fertigprodukt auf halbem Wege stehenbleibt ;-)
(was gemeinsames Kennzeichen der jap. CD-Spieler der ersten Generation ist)

In einem Philips CD100 ist aehnlich viel Technik, aber dort schon sehr viel kompakter. Schon die Philips der ersten Generation war ziemlich ausentwickelt, man sieht es daran, dass die Technik mit eher geringen Aenderungen eine ganze Weile weitergebaut werden konnte.

Naja - zumindest von aussen erscheint mir der SONY CDP-101 jedoch viel mehr ein "echter", moderner CD-Player zu sein als der Philips: Infrarotfernbedienung, Schublade, LCD-Anzeige mit Track-Nummer, Zeit etc. statt "primitiver" LEDs welche lediglich das gerade gespielte Stück anzeigen.
hf500
Moderator
#10 erstellt: 26. Aug 2008, 18:05
Moin,
das sind aber nur Ausstattungsgimmicks, die mit dem grundsaetzlichen technischen Aufbau nichts zu tun haben.
Und die beiden LED-Ketten des CD100 zeigen mir auf einem Blick, wo der Spieler gerade ist. Ergonomisch die bessere Loesung...

Im elektrischen wie mechanischen Aufbau sind die "1st-Generation" Spieler aus Japan, die ich hier habe, weit aufwendiger als die Philips.
Die Kreuzrollenfuehrung der riesigen Lasereinheit des Hitachi DA-1000 z.B. ist ein sehr interessantes Stueck Technik.
Und der Aufbau eines Sharp DX-3 eine Katastrophe, wenn man nur die Riemen wechseln will, von Reparaturen an der Elektronik nicht zu reden. Dafuer hat er ein interessantes Uebersichtsdisplay.
Fuer Leute wie mich, die sich fuer konstruktive Loesungen interessieren, sind die alten Japanspieler natuerlich toll, aber nuechtern betrachtet sind sie konstruktiv noch nicht fertig, weil eben viel zu aufwendig.
Und das Ergebnis hat den Aufwand kaum gerechtfertigt. Die Philips waren in der Abtastsicherheit so gut wie immer besser als die Japanspieler.
Philips musste eine moeglichst einfache konstruktive Loesung finden. Hier in Westeuropa waere es wirtschaftlicher Selbstmord gewesen, so wie in Japan zu bauen. Der CD100 wurde fuer 2000,-DM verkauft, aber man haette es sich trotzdem nicht leisten koennen, an den Fliessbaendern sowas wie die damaligen jap. Laufwerke aus unzaeligen (winzigen) Einzelteilen zusammenzubauen.
Also gab es ein Druckgusschassis und ein vergleichsweise genial einfaches Laufwerk, das hervorragende Leistungen zeigte. Es ist wirtschaflicher _einmal_ gruendlich (und teuer) nachzudenken, als weniger zu denken und immer wieder teuer zu bauen.


Zurueck zum Thema, hat der CDP-101 schon ein paar Geheimnisse herausgerueckt?

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 26. Aug 2008, 18:18 bearbeitet]
Django8
Inventar
#11 erstellt: 27. Aug 2008, 05:28

Zurueck zum Thema, hat der CDP-101 schon ein paar Geheimnisse herausgerueckt?

Nein - und die Geheimnisse kann er vorerst auch für sich behalten. Solange die Schublade noch irgendwie aufgeht, lasse ich alles wie es ist.... Der CDP-101 hat derzeit keine Priorität. Ich meine, funktionieren tut er ja.


[Beitrag von Django8 am 27. Aug 2008, 05:29 bearbeitet]
sound_of_peace
Inventar
#12 erstellt: 12. Feb 2010, 06:13
Hatte genau das gleiche Probelm:

Bei mir hat die Schublade sehr oft gehangen, ist garnicht erst rausgefahren. Schuld daran war dieser Bolzen, der seine Position verändert, wenn das Laufwerk geschlossen ist, um wohl zu verhindern, dass die Lade beim Betrieb geöffnet werden kann.

http://img41.imageshack.us/i/img6820gh.jpg/

Bewegt man diesen ein paar mal hin und her und fettet oder ölt man diesen danach leicht, ist er wieder deutl. leichtgängier als zuvor - bei mir hats das gebracht.
Bruce_Tri
Neuling
#13 erstellt: 14. Feb 2010, 21:11
Hi,

da bei meinem CDP 101 auch die Schublade klemmt, habe ich ihn gleich aufgemacht und mal versucht, diesen Hebel zu bewegen. Der sitzt bei eingefahrener Schublade allerdings bombenfest. Hast Du den zum Fetten noch irgendwie freigelegt? Ich höre allerdings auch keinerlei Motorbrummen mehr, wenn ich die Schublade öffnen will. Vielleicht ist doch der Widerstand des Motors mittlerweile durchgebraten...:-/
sound_of_peace
Inventar
#14 erstellt: 16. Feb 2010, 22:55
Hallo,

du solltest mal schauen, dass du auf "open" drückst und dann gleich das Gerät ausschaltest, so hat es dann bei mir dann funktioniert,erst dann lies sich der Hebel bewegen.Saß bei mir auch bombenfest.

hf500
Moderator
#15 erstellt: 16. Feb 2010, 23:00
Moin,
eben, dieser Hebel wird vom Plattenandruckmotor bewegt und verriegelt die Schublade.

73
Peter
termman
Inventar
#16 erstellt: 23. Okt 2011, 17:08
In der Hoffnung, dass vielleicht noch jemand in den Thread reinschaut.

Hab heute meinen "holzgetäfelten" 101 das erste Mal unter Strom gesetzt und dabei kam (mangels User Manual) die folgende Frage auf:

Ist es normal, dass der 101 "fehlende CD" bemängelt und deshalb die Schublade von allein wieder öffnet, wenn man die CD rausnimmt und die Schublade schliessen lässt?

highendler
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 07. Jan 2012, 18:14
Schau mal ,wenn die CD eingelegt ist,ob bei ca 3 Uhr eine rote Leuchtdiode auf der CD wiedergespiegelt wird(unter einer kleinen Platine) ??
Wenn ja dann schraub diese Platine ab (2 Kreutzschlitzschrauben),Leuchdiode mit Wattestäbchen und etwas Spüli reinigen !
Visavis der Leuchtdiode sitzt eine Fotozelle(auch reinigen),diese sollte von der Leuchtdiode angestrahlt werden,bei nichteingelegter CD...............das sollte das problem beheben !

Grüsse
termman
Inventar
#18 erstellt: 08. Jan 2012, 12:25
Hi highendler,

danke für die Antwort.

Allerdings läuft es schon seit 3 Wochen wieder.
Nachdem ich das erste Mal das Gehäuse aufgemacht hatte, hab ich auch gleich diese Lichtschranke (aber ohne rotes Leuchten) gefunden.

Falls nochmal jemand mit demselben Problem über diesen Thread stolpert und nix rot leuchtet:

Die Schraube, mit der die obere (Sende-)Leiterplatte am CHassis angeschraubt ist, einmal lösen und dann wieder festschrauben.
Das ist neben Befestigung gleichzeitig die Masse(-Minus-)verbindung für die LED und meine hatte keinen Kontakt mehr (Oxydation an der Verzinnung).

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