Wiederbelebung Philips CD303

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franjo87
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 09. Feb 2009, 19:20
Hallo, ich habe das Gerät vom Dachboden geholt und mich brav gefreut, aber so ganz in Ordnung ist es nicht:

1)Nach dem Einschalten knistert/brummt es minutenlang
...sind das die besagten tauben elkos am Netzteil? kann man kaputte elkos irgendwie erkennen/messen?

2)Der Spieler liest nur wirklich perfekte Cds. (Andere fangen erst garnicht an sich zu drehen..was genau tut das gerät; versucht der laser im stillstand zunächst mal zu fokussieren?) ist das angeboren oder deutet das auf einen müde werdenden laser hin?

danke für eure antworten
hf500
Moderator
#2 erstellt: 09. Feb 2009, 20:03
Moin,
wenn er minutenlang brummt und knistert, kann das auf gealterte Elkos im Netzteil hinweisen. Die zu tauschen (gegen 105°C Typen) waere kein Fehler.
Dann haben die Geraete oft kalte Loetstellen.

Es war eine der hervorstechenden Aigenschaften der Philips der ersten Generation (CD100-CD303), dass sie auch mit ziemlich schlechten CDs zurechkamen (Abtastsicherheit, Fehlerkorrektur).

Das Problem sollte nach der Revision des Netzteiles und Beseitigung kalter Loetstellen verschwunden sein.
Eine saubere Linse ist natuerlich vorausgesetzt.

73
Peter
franjo87
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 23. Feb 2009, 00:28
wo finde ich diese elkos denn? muß ich dafür an diesen lochblech-käfig ran oder sind das die blauen töpfe auf der platine die an den kühlrippen hängt?
Monsterle
Inventar
#4 erstellt: 23. Feb 2009, 09:24
Mein Vorschlag wäre, sich zuerst den Schaltplan zu besorgen, dann erst in das Gerät eingreifen.

Nur nach dem Schema zu agieren "Dieser blauen Topf könnte ein Übeltäter sein, den schmeiß ich jetzt raus!" ist wenig zielgerichtet und macht deswegen kaum Sinn.

Gruß Monsterle
airmax78
Stammgast
#5 erstellt: 23. Feb 2009, 12:11
Hallo!

Man kann den Spieß auch einfach umdrehen... die beiden 100 Microfarad Elkos für den -18V Stabi sind immer und grundsätzlich fällig... wenn nicht heute, dann morgen... die kleineren 10/22/33 Microfarad Elkos an den Ausgängen der Regler kann man dabei ruhigen Gewissens ebenfalls pauschal ersetzen... wenn dann auch noch die Lötpunkte rund um die Spannungsregler (der angeschraubte Isolierstreifen an der Unterseite der Netzteilplatine unbedingt entfernen und nachsehen!) nachgearbeitet worden sind, dann kann man das Thema Netzteil in der Regel erstmal abhaken.
Ich drück dir schonmal beide Daumen, dass das Display für die Spieldaueranzeige intakt ist...

Viel Erfolg!

maurice
franjo87
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 23. Feb 2009, 15:14
also danke für die hilfe, daß erscheint mir auch sinnvoll, gleich alles zu machen.

weiß nur nicht so recht wo das alles ist, aber wenn ich alles auswechsle was blau ist bin ich nicht ganz verkehrt oder ?

Netzteilplatine = das teil wo die kühlrippen dranhängen?
wie macht der experte das, nimmt er das teil ganz raus und löst dafür diverse lötstellen?

irgendwelche tipps, wie man den käfig aufbekommt?

die spieldaueranzeige geht so halb, sie leuchtet und zeigt sich verändernde zahlen an aber nicht vollständig korrekt..
Monsterle
Inventar
#7 erstellt: 23. Feb 2009, 20:26

franjo87 schrieb:
also danke für die hilfe, daß erscheint mir auch sinnvoll, gleich alles zu machen.

weiß nur nicht so recht wo das alles ist, aber wenn ich alles auswechsle was blau ist bin ich nicht ganz verkehrt oder ?

...Eben deshalb habe ich empfohlen, zuerst das Service-Manual oder wenigstens den Schaltplan zu besorgen. Da stehn nämlich solche Informationen drin.

Gruß Monsterle
detegg
Inventar
#8 erstellt: 24. Feb 2009, 11:44

Monsterle schrieb:
...wenigstens den Schaltplan zu besorgen. Da stehn nämlich solche Informationen drin.

... leider sind Schaltpläne seltenst in Farbe

@franjo87
... kannst Du einen elektr. Schaltplan lesen?

Gruß
Detlef
bukongahelas
Inventar
#9 erstellt: 24. Feb 2009, 12:09
Ein PHILIPS CD-101 , der mit der CD-Klappe oben auf dem Deckel, hatte Abtastprobleme. Aufgeschraubt und mich ans Netzteil rangearbeitet. Alle Elkos, vor und hinter den Spannungsreglern erneuert. Die SPReg , die auf dem Kühlkörper angeschraubt waren, ausgelötet, erneuert. Noch ein paar kritische thermisch hochbelastete Lötstellen nachgelötet, die erkennt man an ihrer grauen körnigen Struktur, gute Lötstellen sollen hochglänzend sein.
Danach lief er wieder einwandfrei. Tastet sogar CDs und überraschenderweise auch CDR (obwohl die im Herstellungsjahr 1984 noch garnicht erfunden waren) ab, die andere wesentlich modernere CD-Player verweigern.
Vorige Woche auf dem Elektroschrott noch so einen gefunden,
wird genauso saniert. Momentaner Fehler: CD dreht nicht.
Evtl auch ein Netzteilproblem. Oder weiss jemand, was es sein könnte, wenn die NT-Revision nichts bringt ?
bukongahelas
airmax78
Stammgast
#10 erstellt: 24. Feb 2009, 13:30
Hallo!

Das Netzteil beim CD 303 ist in der Tat jene Baugruppe mit Kühlkörper in der hinteren Gerätecke... 2 Torxschrauben links und rechts am Kühlkörper hearusdrehen und die gesamte Platine samt Kühlkörper vorsichtig herausschwenken... es kann jedoch nicht schaden, zuerst den Gerätedeckel abzunehmen und den etwas wilden Drahtverhau in der Nähe des Netzteiles aufzuräumen... man bleibt da recht schnell irgendwo hängen, spätestens beim Wiedereinbau...
Zum Entfernen der Abschirmbleche müssen zuerst die Trägerplatine und die (recht empfindlichen!!) Leiterfolien entfernt und zur Seite gelegt werden... hier kann eine kleine Unachtsamkeit eine langwieriege Suche nach passenden Ersatzteilen nach sich ziehen... anschliessend zuerst das obere Abschirmblech lösen (von der linken Seite aus beginnend, je nachdem, wie fest das gute Stück sitzt, kann es schonmal nötig sein, einige der zahlreichen Halteklammern gaaaaaanz vorsichtig mit einem kleinen Schraubendreher ein wenig aufzubiegen... wenn man einmal den Anfang hat, kann man sich vorsichtig von links nach rechts "vorarbeiten" und zum Schluss die rechte Seite des Abschirmbleches "ausklinken"... das untere Abschirmblech lässt sich genauso ausbauen... grundsätzlich gillt: vorsichtig herantasten und allzu grosse Krafteinwirkungen vermeiden! Auch die zahlreichen Steckverbinder im Geräteinneren VOR dem Trennen eindeutig markieren... das erspart später so manches Ratespiel... die Kabelfarben bieten keinerlei Hilfestellung....

Grüße,

maurice
bukongahelas
Inventar
#11 erstellt: 24. Feb 2009, 15:09
Diese elenden harten Kabel und mickrigen verwechlungsfreudigen Steckverbinder...
Die von Philips sollten sich mal ein Beispiel am Innenaufbau von Yamaha Geräten nehmen.
Philips: Gut im Erfinden (CD, MC, ...) , aber schlecht in der Produktionsqualität ihrer eigenen Produkte.
Sparen um jeden Preis, zuviel Plastik, miese Verarbeitung.
Deshalb mag ich als Reparateur kein Philips.
bukongahelas
franjo87
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 01. Okt 2009, 17:19
in der zwischenzeit habe ich alle elkos im netzteil ausgetauscht, und das gerät funktioniert tadellos - allerdings nur für etwa eine halbe stunde, dann fängt es an zu krachen (auf die gleiche art, wie es vorher nur einige minuten direkt nach dem anschalten gekracht hatte).
was bedeutet das nun?
hf500
Moderator
#13 erstellt: 01. Okt 2009, 18:35
Moin,
Netzteilplatte auch nachgeloetet?
Die beiden Hauptplatinen nachgeloetet?
(alle ICs, die REED-Relais, Endstufentransistoren der Antriebe, alle Loetstellen die sich sonst noch verdaechtig machen, man sollte einen netzgetrennten Loetkolben haben)

Danach wird es schwierig, es kann auch sein, dass eins der ICs einen Knacks hat. Normalerweise werden Elkos besser, wenn warm, Halbleiter dagegen zeigen oft erst dann ihre Macken.
Dann kann man nur versuchen, den Schuldigen mit Kaeltespray zu finden.

73
Peter
airmax78
Stammgast
#14 erstellt: 01. Okt 2009, 19:00
Hallo!

Aufgrund der hohen thermischen Beanspruchung und des Alters kommen bei diesen Geräten sehr oft kalte/gebrochene Lötpunkte vor... und zwar überall, also nicht nur dort, wo hohe Ströme fliessen oder eine Wärmeeinwirkung zu erwarten ist... hier hilft nur geduldiges Suchen und umsichtiges Nachlöten. Im Zweifelsfall ist jeder einzelne Lötpunkt suspekt... Auch sind gebrochene Leiterbahenen an allen Prints möglich (besonders fies, weil oft kaum sichtbar...) Kritisch wird es, wenn das Gerät in der Vergangenheit schon einmal mit einem "Dachdeckerlötkolben" bearbeitet worden ist... Weitere neuralgische Punkte sind Kontaktprobleme an den zahlreichen IC Sockeln und an den 3 Leiterfolien in Richtung Laufwerk... ein Patentrezept gibt es leider nicht...
Im Moment habe ich das Schwesterschiff Marantz CD 73 in Arbeit... so langsam wirds was...

Grüße,

maurice
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