Telefunken RT 200 RT200 startet nicht korrekt

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Tunneleffekt
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 28. Apr 2009, 17:11
Hallo allerseits,

der Tuner zeigt nur 88888 im Display und reagiert nicht. Ich weiss, das Thema wurde hier schon besprochen. Leider helfen mir diese Beiträge aber nicht weiter.

Ich vermute, dass es auch bei mir an der 5V Spannungsversorgung liegt. Daher habe ich auch gleich den T236 gegen einen BD135 ausgetauscht. Leider war danach das Verhalten und auch alle gemessenen Spannungen fast genau wie zuvor. Das merkwürdige ist, dass die Spannung höher ist als im Schaltplan. Dort soll sie direkt nach dem Regeltransistor 5,8V betragen. Bei mir sind das 6,25V. Dennoch habe ich das Gefühl, dass es trotzdem zu wenig ist. Lasse ich den Tuner etwa eine Minute am Netz steigt die Spannung auf 6,32 Volt an. Jetzt erscheint schon mal das E im Display. Warte ich noch Mal steigt die Sapnnung auf 6,37 Volt und die Uhr lässt sich stellen. Manchmal startet er dann sogar und empfängt dann auch gut. Ich habe alle Spannungen direkt an den ICs nachgemessen. Diese sind immer etwas höher als im Plan angegeben.
Die Basisspannung des Regeltransistors von 7,1V passt bei mir exakt

Wie würdet ihr jetzt weiter vorgehen?

Vielen Dank für jeden Rat
Jan
Monsterle
Inventar
#2 erstellt: 28. Apr 2009, 19:15
Wurde denn das Akku-Pack bereits getauscht? Siehe hier: [klick mich]

Gruß Monsterle
Tunneleffekt
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 06. Mai 2009, 18:45
Hallo Monsterle und vielen Dank für den Rat.

Habe den Akku getauscht. Der alte war schon hochohmig. Leider hat das keine Abhilfe geschaffen, eher im Gegenteil. Durch den Akku sinkt die Spannung etwas ab. Jetzt startet das Gerät wieder mit dem Aufleuchten aller Segmente und es dauert wesentlich länger bis das E erscheint. Dies ist wieder der Fall, wenn die Spannung 6,3 Volt überschritten hat. Auch nach langem Warten (24h) steigt die Spannung durch den Ladestrom nicht mehr und weder die Uhr lässt sich stellen, noch das Gerät sich starten. Kappe ich die Verbindung zum Akku steigt die Spannung sofort auf 6,37 Volt und es ist wie zuvor beschrieben.

Was kann ich jetzt tun. Es hat vom Gefühl her mit dieser Spannung zu tun?!
Gruß Jan
Monsterle
Inventar
#4 erstellt: 07. Mai 2009, 23:36
Hmmm... jetzt sollte man den Schaltplan haben...
Von den relativ neuen Telefunken-Geräten, besonders von denen aus der Thomson-Ära, habe ich leider keine Unterlagen

Denken könnte ich mir aber, daß es möglicherweise gealterte Lötstellen gibt, oder auch, daß der eine oder andere Elko schlapp macht. Einfach drauflos tauschen ohne das Schaltbild daneben liegen zu haben ist aber sicher keine sonderlich gute Idee...

Gruß Monstele
hifibastler2
Stammgast
#5 erstellt: 13. Mai 2009, 20:17
Da ich schon über 10 RT200 mit diesem Fehler billig erstanden und repariert habe, gebe ich nun schweren Herzens den Geheimtip raus, womit 90% aller RT200 dann für den Rest ihres Lebens einwandfrei laufen. Das wird zwar die Preise bei ebay für die defekten RT200 möglicherweise in die Höhe treiben, sei es drum, ich habe genug und brauche keine mehr. Die Lösung heißt:
Die betreffende Zenerdiode um eine mit dem nächsthöheren Spannungswert austauschen. Viel Spaß mit dem intakten RT200!
Es ist einer der besten Tuner mit praktischer Schaltuhr und superscharfen Design ever built!
Die Austauscherei T236 ist nonsens, dieser Transistor wird keinesfalls überlastet, man muß ihn nur einmal im Dauerbetrieb anfassen, lauwarm.


[Beitrag von hifibastler2 am 13. Mai 2009, 20:20 bearbeitet]
Tunneleffekt
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 13. Mai 2009, 22:54
Hallo,

vielen Dank. Ich war ja selber schon auf der Spur, dass die Spannung zu niedrig ist. Das hat mich nur einfach gewundert, da sie eh schon um einiges höher ist als im Schaltplan angegeben. Aber ich hab auch schon überlegt die Spannung so zu erhöhen, denn das würde zu meinen Beobachtungen passen

Werde das morgen nochmal mit einem Labornetzgerät testen und dann die nächstgrößere Diode einbauen.

Vielen Dank für den Tipp!
Werde berichten ob es klappt
Jan

PS: Habe auch gemerkt, dass der Tausch des Transistors null,nix gebracht hat. Das ist allerdings der erste Ratschlag den man überall liest...
MSE
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 21. Okt 2009, 13:05
Hallo zusammen,

ich habe auch wieder ein Problem mit meinem RT 200. Nach längerer Standzeit habe ich keinen Empfang mehr, da heisst, man hört nichts und auch die Empfangsstärken-Anzeige schlägt nicht aus.
Zudem liefert der rückseitige Stromanschluss anscheinend keine Strom mehr für den angeschlossenen Verstärle (RA 200).

Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte?
Monsterle
Inventar
#8 erstellt: 21. Okt 2009, 17:13
Ich hätte da die üblichen "Verdächtigen" im Visir: Sicherungen und Netzteil im RT200. Möglicherweise ist dort auch noch ein oder mehrere Selengleichrichter verbaut. In Betracht könnten dort außerdem noch defekte Elkos kommen.

Gruß Monsterle
hifibastler2
Stammgast
#9 erstellt: 23. Okt 2009, 16:27
Hallo, es sind definitiv keine Selengleichrichter verbaut.
Sicherungshalter schwächeln manchmal.
MSE
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 23. Okt 2009, 16:52
Vielen Dank für die Antworten, bleibt nur die Frage, wie ich jetzt am besten vorgehen sollte.

Die Sicherungshalter scheinen fest zu sein.
bastelboy
Neuling
#11 erstellt: 01. Jul 2012, 15:10
ich habe mir einen RT 200 ersteigert. Ich glaube, ich muss das netzteil reparieren. Einen Schalplan habe ich bestellt. Die beiden 400 mA sicherungen brennen immer durch. Was für eine Zehnerdiode und welche muss ich austauschen?
hf500
Moderator
#12 erstellt: 01. Jul 2012, 16:57
Moin,
willkommen im Forum.
Eine defekte Z-diode wird kaum fuer das durchbrennen der 400mA-Sicherung verantwortlich sein, dafuer ist ihr Vorwiderstand zu gross. zuerst muss herausgefunden werden, warum die Sicherungen nicht ueberleben, dann kann man sich um die Z-Dioden kuemmern. Akku noch fit? Der Originalakku duerfte wohl inzwischen tot sein, man braucht zum Ersatz einen vierzelligen NC(NiMH) Akku mit wenigstens 200mAh. Praktisch sind da die Akkupacks fuer aeltere Schnurlostelefone.

73
Peter
purp
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 12. Feb 2013, 16:40
Welche Zenerdiode soll getauscht werden? Meine drei Geräte und ich würden uns über eine Antwort freuen.
fmmech_24
Stammgast
#14 erstellt: 12. Feb 2013, 16:59
rt200netzteilwfu4u
hifibastler2
Stammgast
#15 erstellt: 16. Feb 2013, 17:00
Hallo, es ist die Zenerdiode, die die 5V-Versorgung regelt. (D228 ganz unten im Bild) Mal einen Schritt höher gehen (auf 7,5, glaube ich) und testen, ob der Fehler weg ist.
Gruß
Thomas


[Beitrag von hifibastler2 am 16. Feb 2013, 17:01 bearbeitet]
hf500
Moderator
#16 erstellt: 16. Feb 2013, 22:55
Moin,
was ist Q236 denn fuer ein Ding? Eine UBE von 1,3V laeuft bei mir unter Defekt, oder haben wir es hier mit einem Darlington zu tun?
Nachgesehen, es ist ein BC639-Klon, der nur 30v Spannungsfestigkeit hat. Damit sind die Spannungsangaben im Schaltbild aeusserst seltsam, denn 7,1V Diodenspannung minus 0,7V Ube sind immer noch 6,4V, die am Emitter stehen muessen.
Selbst, wenn du sagst, der Transistor wird nicht ueberlastet, ich habe ihn seinerzeit dennoch getauscht. Irgend ein TO126 Typ, ich meine, BD189. Es sollte jeder NPN-Siliziumtransistor genuegen, der die erforderliche Belastbarkeit und Anschlussfolge (also Kollektor in der Mitte) hat. Ein BD189 ist jedenfalls stark ueberdimensioniert.

73
Peter
hifibastler2
Stammgast
#17 erstellt: 17. Feb 2013, 00:43
Hallo, der Q236 ist nicht das Problem. Ich habe ihn auch zuerst gemäß den Vorschlägen des Telefunkenexperten mit seiner wirklich tollen Webseite gegen einen BD136 oder 135? ersetzt. Aber das hilft nicht weiter. Meine Zenerdiodenmethode ist auch nur Improvisation, denn früher liefen ja alle Geräte mit der Orginalspannung. Warum inzwischen immer mehr RT200 ein paar 100 Millivolt mehr brauchen, damit sie nicht mehr spinnen, habe ich trotz intensiver Suche nie herausgefunden. Irgendwie muß es mit Bauteilealterung zusammenhängen, vermute ich, aber ich kenne die wirkliche Ursache leider bis heute nicht.
Jedenfalls habe ich mit meiner Methode ca. 20 Geräte reanimiert.
Gruß Thomas
Bertl100
Inventar
#18 erstellt: 17. Feb 2013, 18:30
Hallo zusammen,

letztlich müßte man die Betriebsspannung des MN1455LF nachmessen.
Möglicherweise geht ja "unterwegs" noch etwas an Spannung verloren!
Es sind ja noch einige Dioden dazwischen, wenn ich das richtig sehe!

Gruß
Bernhard
purp
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 26. Feb 2013, 19:28
Vielen Dank für die Angabe der Zener-Diode. Nach dem Tausch gegen eine mit 7,5V sind alle drei Geräte einwandfrei. Zusätzlich habe ich auch den Transistor Q236 getauscht, da im Forum auf diesen als Fehlerursache hingewiesen wurde, obwohl sich dadurch nichts mehr geändert hat.
hifibastler2
Stammgast
#20 erstellt: 26. Feb 2013, 19:31
Dieser Transistor sollte nur getauscht oder mit einem Kühlblech versehen werden, wenn man einen höheren Ladestrom für die Accus einstellt.
Ansonsten ist ein Tausch völlig unnötig.

Gruß
Thomas
purp
Schaut ab und zu mal vorbei
#21 erstellt: 02. Mrz 2013, 19:59
Nachdem zunächst alle drei Empfänger mit einer 7,5V Zener-Diode funktionierten, mußte ich bei einem eine mit 8,2V einlöten, denn beim zweiten Einschalten zeigte sich der alte Fehler wieder. Jetzt ist alles in Ordnung.
hifibastler2
Stammgast
#22 erstellt: 02. Mrz 2013, 23:45
Ja, das kommt vor, ich glaube, bei einem Gerät bin ich schon bei 9,1V.
Du wirst wahrscheinlich dann auch dort irgendwann 5 Accuzellen brauchen.
Gruß
Thomas
purp
Schaut ab und zu mal vorbei
#23 erstellt: 03. Mrz 2013, 16:57
Danke für die Antwort. Als Maschinenbauer wußte ich nicht, ob die höhere Spannung zulässig ist. Der Akku ist neu von Bürklin für 4,8V und 250mAh.
Aufgeladen ist er mit 5,4V.
Dieser Empfänger hat noch einen zweiten Fehler. Bei korrekt eingestelltem UKW Sender zeigt nicht die Mittenfrequenzdiode an sondern die linke. Mit einem Frequenzzähler habe ich den Quarzoszillator von ca. 4,499935 auf 4,49998 MHz gezogen, aber der Fehler ist geblieben. Zum Erreichen der genauen Frequenz müßte ein Keramikkondensotor getauscht werden, da der Bereich des Trimmerkondensators nicht ausreicht.
Aber ist das die Fehlerursache oder gibt es andere Gründe?
Viele Grüße
Ulrich Piefke
hifibastler2
Stammgast
#24 erstellt: 03. Mrz 2013, 20:51
Hallo, da muß eine Spule nachgetrimmt werden, ich habe das irgendwo in einem ähnlichen Thread schon mal beschrieben. Wenn man an der Frequenz rumfummelt, geht die Uhr falsch :-(

Gruß
TS
Bertl100
Inventar
#25 erstellt: 03. Mrz 2013, 22:43
Halllo zusammen,

der Fehler deutet darauf hin, dass der UKW-Diskriminator etwas verstimmt ist.
Das ist die Spule L201.

Allerdings hat diese einen Primär- und einen Sekundärkreis.
Der Primärkreis wird auf Nulldurchgang eingestellt - dann wird auch Sendermitte angezeigt.
Den Sekundärkreis nicht verstellen, er muß auf Klirrminimum abgeglichen werden!
Dafür braucht man "erweiterte" Messtechnik!

Gruß
Bernhard
purp
Schaut ab und zu mal vorbei
#26 erstellt: 04. Mrz 2013, 00:44
Hallo Bernhard,
danke für die prompte Antwort, aber bitte was sagt einem Maschinenbauer Nulldurchgang?
Am Quarz-Oszillator habe ich die Frequenz mit einem hochgenauen Frequenzzähler nachgestellt, zu dem ich auch ein Frequenznormal habe. Die Genauigkeit dieses Racal Dana 1998 liegt bei einer Torzeit von 20 sec. bei einigen hundertstel Hertz.
Viele Grüße
Ulrich
Bertl100
Inventar
#27 erstellt: 04. Mrz 2013, 14:30
Hallo Ulrich,

nun, im Service Manual ist der von mir genannte Abgleich auf Seite 7 beschrieben.
ZF-10.7MHz - Abgleich mit Messsender.
Nulldurchgang an TP202/201 mit Spule L201-Primär einstellen.
Nulldurchgang heißt, dass links von der optimalen Stellung des Kerns in der Spule die Spannung negativ ist, rechts davon positiv, oder umgekehrt.

Gruß
Bernhard
purp
Schaut ab und zu mal vorbei
#28 erstellt: 04. Mrz 2013, 15:34
Hallo Bernhard,
Einen Meßsender habe ich nicht. Es müßte doch auch mit einem Sender 98,7 MHz gehen und einem um 90 MHz?
Gruß
Ulrich
Bertl100
Inventar
#29 erstellt: 04. Mrz 2013, 17:19
Hallo zusammen,


Es müßte doch auch mit einem Sender 98,7 MHz gehen und einem um 90 MHz?

Nein, einfach das Gerät auf einen bekannten Sender abstimmen. Und zwar exakt nach Frequenzanzeige.
Danach wird die Spule L201 auf besagten Nulldurchgang eingestellt.

Gruß
Bernhard
purp
Schaut ab und zu mal vorbei
#30 erstellt: 07. Mrz 2013, 19:47
Hallo,
die Mittenfrequenzanzeige ließ sich mit SWR 1 auf 98,7 MHz einwandfrei einstellen. Allerdings nur optisch, denn die angezeigte Spannung war 5,2V und die ließ sich nur um einige zehntel Volt ändern. Danach kam das nächste Problem. Nach dem antippen der Frequenzeinstelltaste (nicht im Autoscan) lief die Frequenz durch und ließ sich nur durch ziehen des Netzsteckers stoppen. Und jetzt ist alles wie vorher. Sollte ich es noch mit einer Zenerdiode mit 9V versuchen?
Gruß
Ulrich
hifibastler2
Stammgast
#31 erstellt: 07. Mrz 2013, 20:26
Anscheinend gehen ja von den 3 Geräten 2 nach Anhebung des Zenerdiodenwertes um nur einen Schritt. Das ist ja schon mal ein toller Erfolg. Auch ich habe nie alle reparieren können und habe ein paar Leichen davon im Keller liegen. Diese Geräte habe nicht nur diesen Fehler, möglicherweise liegt es an was anderem. Man muß auch bedenken, daß wenn man das Gerät vom Netz trennt und die Pufferakkus den Prozessor speisen, diese gepimpten RT200 mit nur vier Akkuzellen potentiell instabil werden. Das Problem mit der Sendermitte ist Pippifax und erfordert keine Meßgeräte, man muß nur an dem richtigen, von Bernhard beschriebenen und sinnvollerweise markiertem Spulenkern um ein paar Winkelgrad drehen.

Gruß
Thomas
Bertl100
Inventar
#32 erstellt: 07. Mrz 2013, 22:13
Hallo zusammen,


denn die angezeigte Spannung war 5,2V und die ließ sich nur um einige zehntel Volt ändern.

Wo hast du denn diese 5.2V gemessen? Die 0V (Nulldurchgang) müssen ZWISCHEN den beiden angegebenen Testpunkten gemessen werden.

Gruß
Bernhard
purp
Schaut ab und zu mal vorbei
#33 erstellt: 08. Mrz 2013, 18:35
Hallo,
das kommt davon, wenn man nicht genau liest. 5,2V gegen Masse, der Wert war von beiden Testpunkten gleich aufs zehntel Volt.
Nun bin ich am überlegen, es mit einer 9,1V Zenerdiode zu versuchen.
Gruß
Ulrich
purp
Schaut ab und zu mal vorbei
#34 erstellt: 08. Mrz 2013, 23:01
Hallo,
nun geht auch der driite Empfänger wieder. Ich habe statt der Zener Diode 8,2V wieder eine für 7,5V eingelötet.
Bei der Frequenzeinstellung läuft die Suche noch manchmal los, aber was soll es.
Die Mittenfrequenz ließ sich über die beiden Testpunkte auch sehr gut einstellen. Also genau lesen und nicht ungeduldig anfangen.
Eine Einstellmöglichkeit für L 108 habe ich nicht gefunden. Muß man dazu die Abschirmung abnehmen?
Für die wirklich besonders nette und geduldige Hilfe insbesondere von Bernhard und Thomas vielen Dank
und beste Grüße.
Ulrich
Bertl100
Inventar
#35 erstellt: 09. Mrz 2013, 00:38
Hallo Ulrich,

auf dem Bestückungsplan sieht L108 wie eine Luftspule aus.
Also einfach z.b. 5 Windungen Draht frei in der Luft.
Sowas wird durch Biegen abgeglichen.

Das richtige Werkzeug hierfür hätte ich jetzt auch nicht, dürfte aber eine Art Kunststoff-Pinzette oder
Kunststoff-Spitzzange sein.
Der Abgleichvorgang erfolgt so, dass man quasi die Windungen der Spule etwas näher zusammendrückt (so dass der Abstand zwischen ihnen kleiner wird) bzw. auseinanderzieht.
Es müssen nicht alle Abstände gleich sein.
Ein Metallteil schadet der Spule nicht (wenn man nicht grob arbeitet), aber es verstimmt alles während des Biegevorgangs. Man muß also jedes mal Werkzeug wegnehmen, schauen, ob man richtig liegt.
Schlimmer dabei ist aber, dass man mit einem Metallteil auch die Spule gegen den Schirmbecher kurzschließen kann. So wie ich es sehe liegen die betr. Spulen zwar alle auf Masse, aber wer weiß das schon sicher!

Vorsicht! Du steigst jetzt in den Zweipunkt-Abgleich im HF-Teil an. Da muß immer L108 und C124 wechselseitig abgeglichen werden. Das kann lästig werden, wenn man es noch nicht so oft gemacht hat!
Mit einem Abgleich nur von C124 kannst du nicht beide Abgleichpunkte (88MHz und 108MHz) weitgehend genau einstellen?

Gruß
Bernhard
purp
Schaut ab und zu mal vorbei
#36 erstellt: 09. Mrz 2013, 16:58
Hallo Bernhard,
der Abgleich von L 108 ging ganz einfach mit einem Abgleichschraubendreher. Da die Windung ganz rechts etwas breiter war, habe ich sie durch drehen der Klinge noch etwas erweitert und so die vorgeschriebene Spannung eingestellt. Es sind nur hundertstel mm nötig, um eine Änderung von 0,1V zu erreichen.
Gruß
Ulrich
Bertl100
Inventar
#37 erstellt: 09. Mrz 2013, 17:58
Hallo Ulrich,

super! Das heißt, du bist jetzt am Ziel?

Gruß
Bernhard
hifibastler2
Stammgast
#38 erstellt: 09. Mrz 2013, 19:57
Hallo zusammen!
Wieso L108, die Spule für die Mitte ist doch L201???
Gruß
Thomas
Bertl100
Inventar
#39 erstellt: 10. Mrz 2013, 01:17
Hallo zusammen,

ja schon. Aber ich habe verstanden, dass Ulrich auch noch einige andere Punkte der Abgleichanweisung durchführen wollte. Und bei der zuletzt besprochenen Aktion (L108...) wird der Lokaloszillator so eingestellt, dass die Abstimmspannung bestimmte Werte erreicht.
L201 wurde schon nachgeglichen.

Gruß
Bernhard
hifibastler2
Stammgast
#40 erstellt: 10. Mrz 2013, 12:58
Alles klar, anbei ein ästhetischer Turm, der Rest ist in Anlagen der Familie integriert [Angebermodus Ende]
Telefunken RT200
Bertl100
Inventar
#41 erstellt: 10. Mrz 2013, 13:53
Hallo hifibastler,

na, da zeigen ja einige Uhren 10.46 statt 10.45 an :-)
Schöner Turm!!

Gruß
Bernhard
purp
Schaut ab und zu mal vorbei
#42 erstellt: 11. Mrz 2013, 22:24
Bloß gut, daß unser Enkel nicht dem Turm zu Leibe rücken konnte.
Es scheint, daß die kaum zu stoppende Frequenzsuche an den Auf- und Abwärtstasten liegt. Anscheinend sind die Rückstellfedern zu schwach. Kennt jemand das Problem oder hat einen Schalter abzugeben?
hifibastler2
Stammgast
#43 erstellt: 12. Mrz 2013, 14:55
Gibt es da solche Federn? Die darunterliegenden Taster stellen sich i.d.R. selbst zurück.
Ich tippe eher auf ein Verkanten der sichtbaren Flügel. Das Problem hatte ich auch schon mal, weiß aber nicht mehr, wie ich es gelöst habe.
Gruß
Thomas
Bertl100
Inventar
#44 erstellt: 12. Mrz 2013, 15:25
Hallo zusammen,

wenn es die Tasten/Flügel sind, die sich verkanten, dann würde ich die Reibflächen (zwischen Frontplatte und Taste) ganz leicht und dünn mit Schmiermittel behandeln. Z.b. Vaseline.
Man kann die Vaseline nach dem Auftragen auch trocken wieder abwischen. Der verbleibende ultradünne Film reicht aus, um ein "Zwicken" nachhaltig zu verhindern.

Gruß
Bernhard

PS: Das Schmiermittel muß natürlich für Kunststoff geeignet sein. Also kein Nähmaschinenöl oder Mehrzweckfett!


[Beitrag von Bertl100 am 12. Mrz 2013, 15:26 bearbeitet]
purp
Schaut ab und zu mal vorbei
#45 erstellt: 12. Mrz 2013, 21:09
Hallo,
die Tasten funktionieren wieder einwandfrei. An die Rückseite der Aufwärtstaste hatte jemand eine Folie, ca. 0,2mm dick und etwa 8x8mm groß, geklebt, die ich entfernt habe, denn auf der Abwärtstaste waren keine Klebstoffspuren zu sehen. Außerdem habe ich entsprechend Bernhards Rat die Berührungsflächen am Tastenumfang leicht mit Ballistol eingerieben. Das verharzt nicht und greift auch nicht an.
hifibastler2
Stammgast
#46 erstellt: 13. Mrz 2013, 00:13
Ballistol, aha wohl ein Jäger!
purp
Schaut ab und zu mal vorbei
#47 erstellt: 13. Mrz 2013, 01:00
Aber nicht im Wald und auf der Heide!
Ulrich
hifibastler2
Stammgast
#48 erstellt: 17. Nov 2013, 15:15
Hallo zusammen,
ich will diesen Thread wieder mal aus aktuellem Anlass versuchen zu beleben.
Inzwischen habe ich einen RT200, der auf PIN 39 von MN1455LF , gleichzeitig PIN 7 vonMN6147 mindestens 6,5 Volt braucht, um sich nicht aufzuhängen, sprich man konnte ihn nicht mehr Einschalten obwohl die Uhr einwandfrei weiter läuft, oder Ausschalten.
Eine Netz- und Pufferbatterietrennung i.V.m. Erhöhung der Pufferspannung durch Erhöhung der Zellenzahl reanimiert ihn.
Meines Wissens sind die Spezifikation dieser ICs bez. Versorgugspannung so von 4-5,5V, das RT200 Manual schreibt 4,7V.
Weiter sind keine einfachen Bauteile auszumachen, die dort defekt sind. Es wurden bisher auch im Netz von mir nichts gefunden.
Können ICs durch Alterung überhaupt eine höhere, weit über der Spezifikation liegende Versorgungspannung zur korrekten Arbeitsweise verlangen, ohne "durchzubrennen"? Macht das irgendeinen materialkundlichen Sinn?
Irgendwie müßte es doch möglich sein, die Ursache für diese Seuche letztendlich wissenschaftlich eindeutig zu ermitteln. Schließlich hängt das dauerhafte Überleben wohl hunderttausender dieser an sich exzellenten Tuner mit der praktischen Schaltuhr davon ab.
Wer hat eigentlich diese Schaltung entworfen? Lebt er/sie noch?
Natürlich gilt es C274 mit 6,3V im Auge zu behalten, aber er scheint Reserven zu haben und zieht die Spannung nicht runter, weil ich immer an PIN 39 messe.
Möglicherweise hat sich in den letzten zwei Jahren noch jemand anderes mit diesem Thema beschäftigt.

Gruß
Thomas


[Beitrag von hifibastler2 am 17. Nov 2013, 15:16 bearbeitet]
purp
Schaut ab und zu mal vorbei
#49 erstellt: 11. Jul 2018, 16:46
Hallo,
mit Hilfe des Forums konnte ich fünf RT 200 am Leben erhalten. Bei zwei Tunern mußte ich Zenerdioden mit 9,1 V einlöten.
Beide Geräte brummen jetzt in den angeschlossenen Kopfhörern, nicht auf dem Chassis.
Weiß jemand Abhilfe.
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