Sansui 9090DB Tuner defekt

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zimmerma
Stammgast
#1 erstellt: 25. Aug 2009, 10:58
Ich besitze einen Sansui 9090DB dessen Tuner keinen Ton mehr von sich gibt, weder FM noch AM.
Wenn ich am Tuningknopf drehe bewegt sich auch bei der Signal Meter Volume Anzeige und bei der Tune Meter Volume Anzeige nichts.
Kann ich als Laie irgendwie ermitteln ob es sich um ein einfaches oder eher schwerwiegendes Problem handelt? Ich habe das Service Manual, indem das unten stehende Schema abgebildet ist. Allfällige Messwerkzeuge könnte ich besorgen.


Bin um jeden Rat froh.

Gruss André
tominz
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 25. Aug 2009, 15:50
Na da könnte doch einfach die Versorgungsspannung vom Netzteil fehlen, bloß wo Du da messen mußt, das müssen die Experten beisteuern.
Gruß
tominz
zimmerma
Stammgast
#3 erstellt: 25. Aug 2009, 16:25

tominz schrieb:
Na da könnte doch einfach die Versorgungsspannung vom Netzteil fehlen, bloß wo Du da messen mußt, das müssen die Experten beisteuern.
Gruß
tominz


Habe ich mir auch schon überlegt. Da aber der CD-Player über AUX und der Plattenspieler am PHONO Eingang funktionieren und ich beim Schema des Tuners keine Sicherung sehe, habe ich das Gefühl es muss etwas anderes sein.
hf500
Moderator
#4 erstellt: 25. Aug 2009, 16:37
Moin,
dass Vor- umd Hauptverstaerker funktionieren, der Tuner aber nicht, hat nichts zu sagen.

Ueblicherweise haengen die bei "besseren" Geraeten nicht an der gleichen Stromversorgung.
Die Verstaerker werden meist mit 30-50V versorgt, der Tunerteil mit 12-15V.
Ob _diese_ Spannung vorhanden ist, muss ueberprueft werden.

73
Peter
tominz
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 25. Aug 2009, 17:10
Darum habe ich das so angemerkt, dass wohl die Versorgungssspannung für den Tuner fehlt.
Bei mir war das bei einem Nikko 8085 mal genau so. Das Gerät lief quasi als Verstärker tadellos, der Tuner machte aber keinen Mucks. Armin hat dann festgestellt, dass die Versorgungsspannung fehlte und hat dies behoben. Danach lief auch der Tuner einwandfrei.
Gruß
tominz
armin777
Gesperrt
#6 erstellt: 26. Aug 2009, 08:37
Hallo Zimmerma,

im Netzteil gibt es irgendwo einen Transistor im TO-220-Gehäuse auf einem kleinen Kühlblech, der so um die 15 Volt an seinem Emitter haben soll. Falls diese fehlen, verhält sich das Gerät so, wie Du beschreibst. Ursache kann dieser Längstransistor selbst oder auch häufig eine Zenerdiode sein, die an der Basis dieses Transistors ansagt, wieviel Volt er am Emitter liefern soll. Am Kollektor (mitte) kannst Du prüfen, ob überhaupt Spannung anliegt - diese muss deutlich größer sein.

Wenn Du kein Oszilloskop besitzt und keinerlei Erfahrung, ist es vielleicht doch besser, fachmännische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Beste Grüße
Armin
zimmerma
Stammgast
#7 erstellt: 26. Aug 2009, 20:26

armin777 schrieb:
Hallo Zimmerma,

im Netzteil gibt es irgendwo einen Transistor im TO-220-Gehäuse auf einem kleinen Kühlblech, der so um die 15 Volt an seinem Emitter haben soll. Falls diese fehlen, verhält sich das Gerät so, wie Du beschreibst. Ursache kann dieser Längstransistor selbst oder auch häufig eine Zenerdiode sein, die an der Basis dieses Transistors ansagt, wieviel Volt er am Emitter liefern soll. Am Kollektor (mitte) kannst Du prüfen, ob überhaupt Spannung anliegt - diese muss deutlich größer sein.

Wenn Du kein Oszilloskop besitzt und keinerlei Erfahrung, ist es vielleicht doch besser, fachmännische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Beste Grüße
Armin
:prost


Hallo Armin



Besten Dank für deinen raschen Support.

Ich würde sofort fachmännische Hilfe in Anspruch nehmen wenn ich jemanden kennen würde. Ich wohne in der Schweiz in Zürich und da habe ich bis jetzt niemand gefunden, der fachkundig Reparaturen an alten Geräten durchführt.



Darf ich trotzdem nochmals deine Hilfe in Anspruch nehmen?

Ich habe im Service Manual mal gesucht, ob ich das Board finde auf dem sich die Zenerdiode und der Transistor befindet, den du beschrieben hast. Ich habe diese Kombination auf dem Board gefunden und den Bereich markiert:

F-2619 Power Supply Circuit Board of RF Section:



Kann ich die Messung nur mit einem Oszilloskop (habe ich nicht) durchführen oder geht auch ein Voltmeter? Wenn ja, an welchen Punkten muss ich die Messung durchführen? Wenn keine oder eine zu niedrige Spannung anliegt, muss ich beide Komponenten ersetzen oder nur eine?

Besten Dank für deine Unterstützung.

Grüsse aus der Schweiz
André
armin777
Gesperrt
#8 erstellt: 27. Aug 2009, 08:39
Hallo André,

es geht auch mit einem Voltmeter. Zunächst den Kollektor (mitte) messen, der wird offensichtlich über den 270 Ohm-Widerstand gespeist - hier müssen deutlich mehr als 15 Volt Gleichspannung anliegen. Dann die Basis (links) messen, hier sollten die 13 bsi 15 Volt plus 0,7V anliegen, falls ja arbeitet die Zenerdiode; falls nein, direkt an der Zenerdiode messen, hier sollte ebenfalls die gewünschte Spannung (+0,7V) anliegen. Falls nicht Z-Diode erneuern. Nun den Emitter (rechts) messen, dort sollten, wie bereits gesagt 13-15 V anliegen. Wenn an der Basis die Spannung vorhanden ist, am Emitter aber nicht, hat der Transistor Unterbrechung.

Gemessen werden soll immer gegen Masse.

Wenn auch am Emitter die Spannung anliegt musst Du sie verfolgen bis zum Tuner.

Beste Grüße
Armin
hf500
Moderator
#9 erstellt: 27. Aug 2009, 17:05
Moin,
ich fuerchte, ganz so einfach ist es nicht.
Das Netzteil besteht aus drei Transistoren und ist ausserdem auch noch einstellbar in der Spannung.

Das muss komplett ueberprueft werden, aber zwei bis drei Bauteile sind besonders verdaechtig.
Das ist der Laengstransistor auf dem Kuehlblech, die Z-diode und wenn ihr ein Kondensator parallel liegt (er unterdrueckt das Rauschen der Diode, sonst ist die Ausgangsspannng des Netzteiles verrauscht), kann er mit Kurzschluss auch das Netzteil "abschalten". Es ist C02 (mir scheint, er ist im Platinenbild verpolt eingezeichnet).
Die Z-diode hat 6V, sie ist die Referenzdiode des Regelverstaerkers TR03.
Tr01 und TR02 bilden ein Darlington-Paar.

Die beiden 270 Ohm/5W Widerstaende sind parallelgeschaltet, sie sollen den Laengstransistor TR01 etwas entlasten.

Gehoert das Schaltbild ueberhaupt zum Geraet? ;-)
In der Stueckliste zum Regelnetzteil sind diese Widerstaende mit je 33 Ohm/3W angeschrieben, eingesetzt ist fast der zehnfache Wert???
(Aenderungen, die dem Technischen Fortschritt dienen...)

Die Rohspannung kommt an Punkt 03 herein, Ausgang ist Punkt 01.


Ausserdem die Loetstellen der beiden 5W-Widerstaende und TR01 ueberpruefen, sie werden thermisch belastet.
Masseverbindung beim Sansui-schriftzug ueberpruefen, wird anscheinend irgendwie ueber die Schrauben erledigt.

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 27. Aug 2009, 17:06 bearbeitet]
zimmerma
Stammgast
#10 erstellt: 27. Aug 2009, 21:17
Hallo Armin, Hallo Peter

Ich habe mal ein paar messungen durchgeführt, soweit ich euren Ausführungen folgen konnte, da ich wirklich ein Laie auf diesem Gebiet bin.

Hier mal ein Paar Messresultate:
TR01 B=61.6 V
E= 0.0 V
K=62.0 V

TR02 B=61.5 V
E=61.0 V
K=61.6 V

TR03 B= 0.0 V
E= 0.0 V
K=61.4 V

ZD01 0.0 V

Punkt 01= 0.0 V
Punkt 02= 7.86V
Punkt 03=61.3 V

C02=61.7 V (hier bin ich nicht sicher, ob ich am richtigen Ort gemessen habe, bei R03?)

Das Schaltbild gehört schon zum 9090DB, aber wie Peter erwähnt hat stimmt das schema bei den Widerständen R01 und R02 nicht mit meinem Foto überein.

Heisst das nun, dass T03 nich in ordnung ist?

Besten Dank an euch,
Gruss André


[Beitrag von zimmerma am 27. Aug 2009, 21:18 bearbeitet]
armin777
Gesperrt
#11 erstellt: 28. Aug 2009, 09:01
Hallo André,

ich habe keinen Schaltplan zum Nachschauen, aber an TR 01 sollte am Emitter eine Spannung von rund 60,5 Volt anliegen.
Offenbar hat dieser Transistor eine Unterbrechung.

Beste Grüße
Armin


[Beitrag von armin777 am 28. Aug 2009, 17:58 bearbeitet]
hf500
Moderator
#12 erstellt: 28. Aug 2009, 17:12
Moin,
60V fuer die Tunerversorgung?

Alles ueber 15V ist da doch schon viel.
Die Basisspannung von TR01 ist so hoch, weil sie ueber TR02 und R03 "voll aufgerissen" wurde, da TR03 nicht arbeitet.

Jedenfalls, Armin hat schon mit TR01 recht, der hat eine Unterbrechung. Seine Basisspannung liegt etwa 60V ueber der Emitterspannung, bei funktionierenden Siliziumtransistoren liegt die Ube bei typischerweise 0,6-0,7V.
Bei Japantransistoren und Leistungstypen ist das in der Regel einfach zu messen, es sind die beiden aeusseren Beine des Transistors.

TR01 kann durch einen BD243C ersetzt werden, fuer die anderen beiden passt auch BC639.

TR03 und die Z-Diode haben keine oder falsche Spannungen, weil die Ausgangsspannung des Netzteiles fehlt.
Ursache dafuer ist TR01.

Bei Ersatz den mit Waermeleitpaste montieren, er hat es noetig. Sollte er tatsaechlich die 60V auf etwa 15V herunterkaempfen muessen, wird er mit schaetzungsweise 5W belastet, einen Teil davon uebernehmen die beiden "dicken" Widerstaende. Da kann er jede Hilfe gebrauchen ;-)

73
Peter
armin777
Gesperrt
#13 erstellt: 28. Aug 2009, 18:00
Klar, Peter - die 60 Volt haben wohl nix mit der Tunerspannung zu tun, jedenfalls nicht direkt. Ich hatte beim beantworten schon die ursprüngliche Frage aus den Augen verloren, und nur noch auf die Meßergebnisse reagiert. Sorry.

Bste Grüße
Armin
zimmerma
Stammgast
#14 erstellt: 29. Aug 2009, 21:48
Hallo Armin, Hallo Peter

Ich habe mir heute die Transistoren besorgt, ich habe mir alle drei besorgt aber nur TR01 und TR03 ersetzt. Der Tuner macht aber noch immer Keinen Wank.
Ich habe jetzt noch einmal durchgemessen und folgende Resultate bekommen:

TR01 (neu)
B= 9.0 V
E= 8.8 V
K=57.6 V

TR02
B= 9.4 V
E= 9.2 V
K=57.6 V

TR03 (neu)
B= 4.8
E= 5.6
K= 9.7

ZD01= 5.6 V

Punkt 01= 0.4 V
Punkt 02= 7.6 V
Punkt 03=60.3 V

Ich habe noch eine Frage zur Zener-Diode, sie hat auf der Seite von T03 5.6 V und auf der anderen Seite 0.0 V, ist das so richtig? Muss ich die Diode auch ersetzen?

Ich hoffe ich strapaziere eure Nerven nicht zu sehr.

Gruss André
hf500
Moderator
#15 erstellt: 29. Aug 2009, 23:38
Moin,
ja, das ist richtig. Die Diode liegt zwischen Masse und dem Emitter von T03.
An sich sollte es eine 6,2V Diode sein, aber 5,6V gehen auch.
(Aus verschiedenen Gruenden haben Z-Dioden um 6V eine hohe Stabilitaet, es gibt mit dieser Spannung auch besondere Referenzdioden.)

Die gesamte Ausgangsspannung des Netzteiles ist mit knapp 9V aber sehr gering und duerfte der Grund sein, warum der Tuner nicht arbeitet.

Auffaellig ist, dass die Ube von TR01 und TR02 so klein ist, dass die Transistoren nicht vernuenftig arbeiten koennen.
Mit 0,2V wird das fuer Siliziumtransitoren nichts.

Dafuer ist die Ube von TR03 mit 0,8V etwas sehr gross.

Wie gross ist der Spannungsabfall ueber R01 oder R02?
Wird TR01 warm?
Ist R03 in Ordnung? Er liefert den Basisstrom fuer TR02 und damit TR01, sowie den Kollektorstrom fuer TR03.
(ersetzen durch 2k7 Metallfilm 0,6W, mit etwas Abstand zur Platine einbauen).

Ach ja, die Spannungen immer gegen Punkt 01 messen, eigentlich sollte er gegen Masse keine Spannung haben.

Ich habe mal gerade die Schaltung zusammengepappt:
http://s1.directupload.net/file/d/1901/qm35tsha_gif.htm

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 29. Aug 2009, 23:47 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#16 erstellt: 29. Aug 2009, 23:47
Die Basisspannung an TR03 ist viel zu niedrig (U_be < 0!). R05 und Poti VR01 prüfen (auf Hochohmigkeit bzw. Dreck).
hf500
Moderator
#17 erstellt: 30. Aug 2009, 19:33
Moin,
Du hast recht, war wohl spaet gestern ;-)

Ich habe mich nur auf die Differenz Ub-Ue bezogen, ohne auf die Polaritaet zu achten.
Der Emitter ist positiver als die Basis, der Transistor ist _gesperrt_. Ist nun mal kein PNP-Typ ;-)

In dem Fall muesste seine Kollektorspannung allerdings bei 60V liegen, Schreib-/Uebertragungsfehler?

73
Peter
zimmerma
Stammgast
#18 erstellt: 30. Aug 2009, 20:43
Hallo Leute

Ich glaube ich muss das Handtuch werfen. Nachdem ich heute Morgen die Antwort von Peter und audiophilanthrop gelesen habe, machte ich mich wieder ans Messen. Zuerst habe ich die Widerstände überprüft und bei R05 hatte ich dauernd Schwankungen und zuletzt keine Spannung mehr. Dann habe ich die Lötstellen erneuert, hatte aber danach noch immer keine Spannung. Dann beim Nachmessen der anderen Komponenten war plötzlich wieder alles anders. Ich habe hier nochmals die Resultate, aber ich denke ich verstehe einfach zu wenig, um das Problem zu lösen.

TR01
B=61.8 V
E=61.4 V
K=62.2 V

TR02
B=62.2 V
E=61.8 V
K=62.3 V

TR03
B= 0.0 V
E= 0.0 V
K=62.1 V

ZD01= 0.0 V

Bei R01 bis R03 ist überall eine Spannung von 62.2 V drauf
R04, R05 und R06 haben keine Spannung

VR01 hat auch keine Spannung

P01= 0.0 V
P02=10.0 V
P03=62.2 V

D01 10.0 V

So wie es ausschaut ist TR03 wieder defekt, kann das sein.

Ich habe jetzt auch noch ein Schematic Diagram gefunden:


Falls ihr noch Lust habt, bin ich um jeden input froh. Ich kann aber leider erst am nächsten Donnerstag weiter machen.

Gruss André


[Beitrag von zimmerma am 30. Aug 2009, 21:15 bearbeitet]
hf500
Moderator
#19 erstellt: 30. Aug 2009, 21:18
Moin,
Basis und Emitter von TR03 koennen nur dann eine Spannung haben, wenn das Netzteil eine Ausgangsspannung hat.

Entweder ist wieder etwas gestorben, oder da steckt noch ein Wurm drin.
Ausserdem solltest du mal die Werte der Widerstaende nachmessen, nicht die Spannungen, die darueber stehen.
Es gelten die Werte, die auf den Bauteilen stehen, nicht die vom Schaltbild.
Feststellen, ob ZD01 oder C02 Kurzschluss hat.

Wass Bauteilewerte angeht, scheint man das Schaltbild echt knicken zu koennen. Einen schlimmeren Fall von "Technische Aenderungen vorbehalten" habe ich selten gesehen ;-)

Was auffaellt, am Kollektor von TR01 sind 14V angeschrieben.

Wenn die Rohspannung tatsaechlich 60V betraegt, dann stehen ueber R01/02 46V. Macht bei 135 Ohm 340mA und eine Verlustleistung von 15,6W, was die beiden Widerstanede garantiert _nicht_ aushalten, denn sie koennen nur je mit 5W belastet werden und erreichen dann eine Temperatur von weit ueber 100°C.

Ausserdem fallen dann ueber TR01 nur 1,5V ab, was fuer eine ordentliche Funktion eines Spannungsreglers reichlich wenig ist. 5V waeren das Mindeste, was ich hier erwarte.
340mA sind fuer einen Tunerteil auch etwas reichlich.

D01 ist ein Gleichrichter fuer eine Hilfsspannung, Stereolampe oder sowas?

Also, irgendetwas Grundlegendes stimmt hier nicht.

73
Peter
armin777
Gesperrt
#20 erstellt: 31. Aug 2009, 10:58
Hallo alle,

also wenn ich mir die gemessenen Spannungen so anschaue, komme ich zu dem Schluß, dass André nicht gegen Masse misst - sonst würde die ganze Schaltung schon längst abgeraucht sein.

Beste Grüße
Armin
zimmerma
Stammgast
#21 erstellt: 01. Sep 2009, 08:27

armin777 schrieb:
Hallo alle,

also wenn ich mir die gemessenen Spannungen so anschaue, komme ich zu dem Schluß, dass André nicht gegen Masse misst - sonst würde die ganze Schaltung schon längst abgeraucht sein.

Beste Grüße
Armin
:prost


Hallo alle,

Ich bin zwar der Meinung ich hätte gegen Masse gemessen. Kann das aber im Moment nicht prüfen, da ich bis Donnerstag weg bin. Ich melde mich dann wieder.

Gruss André
HOK
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 02. Sep 2009, 14:05
Also bei mir siehts ähnlich aus. 60V an den Transen (bzw. da wo noch durchgeschalten wird). Verdächtig ist bei mir, dass C01 auch mit 60V angebunden ist (spezifiziert bei 35V). Irgendiwe ist da echt der Wurm drin. Messen der Eingangsspannung der Platine: 60V.
zimmerma
Stammgast
#23 erstellt: 02. Sep 2009, 21:13
@ HOK
Läuft bei dir der Tuner auch nicht?

@ Armin
Ich habe jetzt nochmals nachgemessen (wirklich gegen Masse), die Messung stimmt.

@Alle
Ich habe jetzt mal versucht die Wiederstände R01 und R02 zu messen und zwar folgendermasen:
Multimeter auf Ohm geschaltete und auf beiden Seiten des Wiederstandes abgegriffen (ich denke das ist richtig so oder?). Ich habe aber lediglich einen wert von 136 Ω, es müsste aber 270 KΩ sein.

Gruss André


[Beitrag von zimmerma am 02. Sep 2009, 21:13 bearbeitet]
HOK
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 02. Sep 2009, 23:13
@zimmerma
ja, der Tuner ist defekt. Widerstände misst man meines wissens nach mit einem Beinchen ab. Defekte Widerstände erkennt man meist an einem unendlichen Widerstand.
hf500
Moderator
#25 erstellt: 03. Sep 2009, 00:18

zimmerma schrieb:

@Alle
Ich habe jetzt mal versucht die Wiederstände R01 und R02 zu messen und zwar folgendermasen:
Multimeter auf Ohm geschaltete und auf beiden Seiten des Wiederstandes abgegriffen (ich denke das ist richtig so oder?). Ich habe aber lediglich einen wert von 136 Ω, es müsste aber 270 Ω sein. ( hf500: Wertangabe korrigiert)

Gruss André


Moin,
der gemessene Wert ist fuer diese Widerstaende plausibel, aber es mangelt noch an Grundwissen.
Du hast den Gesamtwiderstand zweier _gleicher_ Widerstaende in Parallelschaltung gemessen.
Und der ist immer halb so gross wie der Wert eines Einzelwiderstandes.

Wenn man Messungen durchfuehrt, muss man immer wissen, _wie_ der Messwert zustandekommt und wie die Schaltung funktioniert, in der man misst.
Nur dann kann man die Plausibilitaet der Messwerte beurteilen, bzw daraus auf die Fehler in der Schaltung schliessen.
Und solche Kleinigkeiten wie das Ohmsche Gesetz sollte man immer im Hinterkopf haben.

Aber keine Bange, wenn sogar _ich_ das gelernt habe... ;-)
Man wird nicht duemmer dabei.

73
Peter
zimmerma
Stammgast
#26 erstellt: 03. Sep 2009, 08:58
Hallo Peter

Ich habe die zwei Widerstände nicht in Serie gemessen sondern einzeln (jeden am linken und rechten Beinchen). Ich habe bei jedem einzeln den Wert 136 Ω bekommen.
Ich habe gesehen du hast den Wert 270 ΩK korrigiert, es steht aber so auf den beiden Widerständen (siehe unten).


Ich habe die beiden Widerstände R01 und R02 jetzt auch noch in Serie gemessen (Linkes Beinchen R01, rechtes Beinchen R02, gemäss Bild oben) und habe wieder den Wert 136 Ω bekommen.

Habe ich die messung so richtig gemacht? Haben die Widerstände 270 ΩK oder nur 270 Ω? Sind die Widerstände OK?

Gruss André
armin777
Gesperrt
#27 erstellt: 03. Sep 2009, 09:28
Guten Morgen André,

der Peter hat schon Recht: Du hast die Widerstände unwissentlich parrallel gemessen, weil sie in der Schaltung parallel verwendet werden! Man tut dies um einen doppelt so großen Widerstand mit dem halben Ohmwert zu erhalten.

Das aufgedruckte 270 Ohm K bedeutet in diesem Fall Keramik (der Werkstoff, aus dem der Widerstand hergestellt wurde), stellst Du jedoch das k vor das Ohmzeichen (wie geht das eigentlich auf einer PC-Tastatur??) dann bedeutet das 270.000 Ohm (k für kilo = Tausend), deshalb hat Peter das korrigiert.

Da die Hälfte von 270 nun 135 ist, sind die Widerstände absolut in Ordnung.

Beste Grüße
Armin
zimmerma
Stammgast
#28 erstellt: 07. Sep 2009, 11:18

HOK schrieb:
@zimmerma
ja, der Tuner ist defekt. Widerstände misst man meines wissens nach mit einem Beinchen ab. Defekte Widerstände erkennt man meist an einem unendlichen Widerstand.


Hallo HOK

Hast du dein Tuner-Problem fixen können?

Gruss André
HOK
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 11. Sep 2009, 10:16
@zimmerma

nein, leider immer noch nicht. Bin aber auf jeden Fall noch dran. Werde bei diesem Teil nun nach der simplen Methode vorgehen ==> Tausch der Widerstände + Transistoren. Danach wäre alles getauscht. Gebe auf jeden Fall eine Rückmeldung ob sich dann wieder etwas tut.

Kann es sein dass bei dir evtl. der Tuner selbst einen kurzen hat und sich dadurch die Stromversorgung gleich wieder verabschiedet hat (ist mir dazu noch eingefallen)?
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