Sovereign "The First" braucht Hilfe

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Matthias_M!
Stammgast
#1 erstellt: 22. Sep 2012, 16:24
Moin, moin,

vor einigen Monaten ist mir eine gebrauchte Endstufe Sovereign The First zugelaufen, die u.a. mit den Worten: "Eine Überholung/Reparatur hat es nicht gegeben. Die einzige Veränderung ist ein Kippschalter, mit dem die Endstufe an- und ausgeschaltet wird." beschreiben worden war.

Zuhause habe ich dann gemerkt, die Geräteseiten - das Alu-Gehäuse dient als Kühlkörper - werden unterschiedlich warm. Die eine lauwarm, die andere heiß.
Also habe ich mal rein geschaut und dachte, mich tritt ein Pferd. Umfangreiche Lötarbeiten überall, ein leerer IC-Sockel auf der Netzteil-Platine, und zwei Treiber-Endstufen-Kombinationen, mit unterschiedlicher Bestückung: Auf der einen Seite finden sich zwei Elkos und eine Drahtbrücke auf der Endstufen-Platine, auf der anderen sind diese Bauteile nicht vorhanden. Original? Wohl nicht!

Eine Anfrage an den Hersteller, Aaron, hat ergeben, die geben keine Informationen heraus, sind aber gerne bereit das Gerät in Ordnung zu bringen; das könne allerdings deutlich über tausend Euro kosten. Ich dürfe aber auch ein Neugerät kaufen.
Bei solchem Service kaufe ich garantiert kein Neu-Gerät.

Meine Frage an Euch: Hat jemand eine solche "The First" herumstehen und kann mir Bilder vom Innenleben schicken, damit ich mir einen Eindurck machen kann, wie das Teil von innen original aussehen soll.
Kann mir jemand von Euch mit dem Ruhestrom weiter helfen?

Tschüß, Matthias
fmmech_24
Stammgast
#2 erstellt: 22. Sep 2012, 22:35
..also, ich würde gerne mal ein paar Innen-Hochglanz-Pic's von diesem Alu-Trumm sehen.

Im ganzen WWW gibt's da nur sehr spärliche Info's dazu..(laststabil bis 0,5 Ohm..)

Da das Teil vermutlich symetrisch aufgebaut sein sollte, dürfte die Fehlereingrenzung/Bauteilebestimmung ja nicht allzuschwer werden..(ausser, die Firma hat die Bauteilbezeichnung unkenntlich gemacht..)
seychellenmanus
Inventar
#3 erstellt: 22. Sep 2012, 23:28
unkenntlich gemacht

Das wird wahrscheinlich der Fall sein. Es ist wirklich unglaublich das irgendjemand sowas kauft.
Poetry2me
Inventar
#4 erstellt: 23. Sep 2012, 08:25
Ich habe folgende englische Übersetzung eines polnischen Review gefunden:

http://www.6moons.com/audioreviews/sovereign/glory.html

Darin ist ein Bild des Inneren, allerdings nur von oben.

Es war zu erwarten, dass eine Firma, die solche High-End Boliden herstellt, keine Unterlagen oder auch nur Reparaturtipps rausgibt.

@Matthias_M!: Es wäre wirklich interessant, von Deinem Gerät die Verstärker-Platinen und die Leistungstransistoren mal auf (hochauflösenden) Bildern zu sehen. Kannst Du das mal fotografieren und hier einstellen?

- Poetry2me
-scope-
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 23. Sep 2012, 08:53
Der Hersteller ist dafür bekannt, Bauteile abzuschleifen und keinerlei Informationen herauszugeben. Zwar ist es für Versierte kein allzugroßes Problem, diese Geräte auch so wieder instandzusetzen, aber -ich für meinen Teil- möchte so´n "Dingsda" aus dieser "Schmiede" nicht in meinem Regal sehen.

Achso:
"The First" und "Glory" sind m.E. zwar ähnlich, aber nicht identisch....


[Beitrag von -scope- am 23. Sep 2012, 09:21 bearbeitet]
seychellenmanus
Inventar
#6 erstellt: 23. Sep 2012, 09:15
Scope das sehe ich genauso wie du. Das ist einfach ein unerträgliches Verhalten.
bukongahelas
Inventar
#7 erstellt: 23. Sep 2012, 14:02
Man sollte solche Hersteller immer wieder nennen.
Vielleicht hört diese Praxis dann auf.
Hilft dem TE aber nicht weiter.

Man muß also bei Null anfangen und Detektiv spielen:
- An den Lötstellen sieht man welche noch unangetastet bzw welche Bauteile noch original sind. Beide Kanäle so bestücken.
- Auch wenn die Platine unbeschriftet ist , kann man Widerstände über ihren Farbcode im Wert prüfen und über ihre Leiterbahnverbindungen auf Position in der Schaltung lokalisieren.
- Wer viel Zeit hat zeichnet den Schaltplan auf Grundlage der Platine.
- Abgeschliffene IC (meist Operationsverstärker) entlarvt man über ihre Stromversorgungsanschlüsse , denn zum Glück werden meist single(mono) oder Dual(stereo) OP verbaut. Beide Sorten sind quer über alle Hersteller pinkompatibel. Für Single OP empfehle ich als Ersatz NE5534 , für Dual OP den NE5532 .
- Transistoren sind verschieden groß (stark) und von 2 Sorten: NPN und PNP Typen. Da auf beiden Kanälen nicht alle durchgebrannt sein werden,
kann man einen überdimensionierten Ersatztypen einbauen.
Polarität(N oder P) sowie Pinfolge kann man durch Messung ermitteln.
Die Maxspannung hängt von der tatsächlich vorkommenden Spannung ab.
ZB End- und Treibertransistoren brauchen nicht spannungsfester zu sein als die Summe beider +-Railspannungen plus 10% Reserve.
Kleinere T lassen sich durch Standardtypen wie 2SC2240 BC639 BC550 ersetzen.
Hat man die Schaltung möglichst original restauriert , folgt die vorsichtige Inbetriebnahme . Netzstelltrafo , Kontrolle von DC und Bias beim langsamen PowerOn.
Irgendwann läuft das Gerät dann zumindest wieder , ob es exakt genauso klingt wie original ist nicht sicher , aber wenn der abschließende Meßtest keine Abhormitäten zeigt , ist es OK.
Man hat ja bei diesen Experimenten wenig zu verlieren , schlimmstenfalls brennt das soeben neu eingebaute Zeug wieder durch.
Schutzbrille wird bei Inbetriebnahme empfohlen.

Gerade wer es nötig hat Bezeichnungen abzuschleifen , zeigt daß er auch nur mit Wasser kocht.
bukongahelas
bukongahelas
Inventar
#8 erstellt: 23. Sep 2012, 14:11
Wenn der Amp so einfach aufgebaut ist wie auf den Linkfotos ,
wird auch klar warum abgeschliffen wurde:
Einfache Standardschaltungen auf kleinen Platinen , der Rest nur Leere bzw heiße Luft.
Innen Standard , aber ein "tolles" Gehäuse und ein Namensungetüm.
Genau richtig für Leute die unbedingt "was besseres" brauchen.
Ich kann hier weder etwas souveränes oder gar erstklassiges entdecken.
Einen Vorteil hat diese Sparbestückung: Die Anzahl der abgeschliffenen=zu erratenden Bauteile ist gering.
bukongahelas
paga58
Inventar
#9 erstellt: 23. Sep 2012, 17:11
Hallo,

ich habe ein solches Ding schon einmal repariert.
Zu meiner großen Freude gab es dabei zerschnittene Finger, weil das Gehäuse zwar außen edel-protzig ist, aber innen scharfe Grate waren.

Zum Rumwuchten von Paketen hätte ich zwar kein Lust, aber gib mal deinen Wohnort an. Der Rep Preis des Herstellers ist zu unterbieten, allerdings hat das Teil einen Wert, der keinen Anlass zu "Freundschaftspreisen für arme Musikfreunde" gibt.

Gruß

Achim
-scope-
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 23. Sep 2012, 17:20

Der Rep Preis des Herstellers ist zu unterbieten


Davon ist auszugehen....Selbst wenn man in dem Gehäuse "alles" auswechselt.

Achja....Und "er" kommt aus Hamburg.....Sofern er korrekte Angaben gemacht hat.


[Beitrag von -scope- am 23. Sep 2012, 17:22 bearbeitet]
paga58
Inventar
#11 erstellt: 23. Sep 2012, 17:24
Joh, mehr als 300 EU kostet sowas in keinem Fall. Hatte nicht auf den Wohnort geachtet, aber nach Hamburg fahr ich sicher nicht...
Poetry2me
Inventar
#12 erstellt: 23. Sep 2012, 18:56
Also wenn er schon einmal da steht, sollte er auch funktionieren.
Ist ja nicht zwangsläufig ein schlechtes Gerät, bloß weil das Marketing so dermaßen übertrieben wurde

Falls sich auf die Schnelle kein Reparateur findet, könnte man ja tatsächlich mal Bilder machen und anschauen was sich erkennen lässt.

- Poetry2me
Matthias_M!
Stammgast
#13 erstellt: 24. Sep 2012, 16:49
Moin, moin,

dank für Eure rege Beteiligung.

Um Missverständnisse zu vermieden: Es geht hier nicht um unkenntlich gemachte Bauteile. Es geht darum, daß ich keine Ahnung habe, was von dem, was ich im Innern der Endstufe sehe, überhaupt original ist!

Ein Beispiel.
Es steckt nur ein Ringkern-Trafo drin. Daneben ist große Leere und mitten drin ein Befestigungsloch im Gehäuseboden, das für einen weiten Trafo geeignet wäre. Resultiert das aus einer ökonomischen Gehäuse-Fertigung, so daß dieses Gehäuse auch für eine größere Variante von Sovereign genutzt werden könnte, oder hat hier der Vorbesitzer einfach einen Trafo herausgenommen?
Die Endstufen-Platinen sind jeweils mit sechs Transistoren bestückt. Vorhandene Bohrlöcher in der Platine erlauben den Einbau von weiteren vier Transistoren je Seite. Fehlen diese vier Elemente, oder ist diese Konstruktion so realisiert, um bei späteren Modellen mit der gleichen Platine stärkere Verstärker bauen zu können?

Die Qualität der Verarbeitung, Lötarbeiten, Kabel-Isolierung etc., ist extrem unterschiedlich. Vielleicht sind die Treiber-Platinen von einem professionelen Bestücker gefertigt und der Rest in Handarbeit vom "Hersteller"? Oder hat da einer wirklich umfangreich gebastelt, stammen vielleicht ganze Platinen garnicht mehr von Sovereign?
Insofern würde mich ein Blick auf ein "originales" Gerät interessieren, damit ich weiß, was ich überhaupt vor mir habe.

Ich will jetzt auch die Leute von Sovereign nicht beleidigen, indem ich etwas, was jemand anders vermurkst hat, als Ihre Arbeit ausgebe. Deswegen möchte ich an dieser Stelle noch keine "hochauflösenden Bilder" einstellen, bis ich weiß, das das, was ich sehe, einigermaßen authentisch ist.

Sovereign The First (Innen-Ansicht, stark verbastelt)

Übrigens habe ich überhaupt keine Hemmungen mit einer Endstufe, von Hamburg aus, durch Deutschland zu fahren. Mir ist halt wichtig, daß am Ende nicht "irgendwas" bei raus kommt - dann könnte ich mir auch einen Elektor-Bausatz ins Gehäuse pflanzen - sondern eine Sovereign. Ganz egal, was man von der tatsächlich zu halten hat

Tschüß, Matthias
fmmech_24
Stammgast
#14 erstellt: 24. Sep 2012, 17:23
..Hallo!

Matthias, versteh mich mich falsch, ich will hier keinen Hersteller kompromittieren.

Nur kann ich die Problematik besser verstehen, wenn ich Bilder sehe.

Und das, was ich sehe, wird wohl das Werk eines Bastlers gewesen sein.

Leider besitze ich keine Endstufe dieses Herstellers, aber jemand aus dem Forum wird dir sicher helfen können.

Über die Such-Funktion gibt es schon mal einige Hinweise, wer da wohl in Frage kommt..

mfg..
Grundi69
Inventar
#15 erstellt: 24. Sep 2012, 17:52
Hallo!

Mir geht's genauso.
Ehrlich...für mich schaut das auch eher so aus wie das, was die Jungs so im DIY-Bereich zusammenwerkeln bzw. sieht das bei denen meist noch akkurater aus - wenn ich mir auf dem Bild so die Front-LED anschaue, wie die Anschlussdrähte da abstehen, unisoliert.
Aber ich mag mich ja auch täuschen
Auf jeden Fall fehlen rechts schon mal die beiden grün-weißen Kondensatoren.

Groomy


[Beitrag von Grundi69 am 24. Sep 2012, 18:01 bearbeitet]
Matthias_M!
Stammgast
#16 erstellt: 24. Sep 2012, 18:11
Moin, moin,

der Kippschalter und die LED sind sicher Umbauten von handwerklich zweifelhafter Qualität. Über die Beinchen der Dioden gehören zumindest Isolierungen, damit da kein Kurzschluß entstehen kann.

Mich interessieren eher das Netzteil und die gegenüber, hochkant an die Seitenwände geschraubten Platinen.
Fehlen da die Kondensatoren oder sind auf der einen Seite welche eingebaut, die da nicht hin gehören? Beide Endstufen-Seiten tönen, nur die mit den "beiden grün-weißen Kondensatoren" wird heiß.

Wie gesagt hoffe ich auf jemanden, der die The First kennt und mir sagen kann, was da original hinein gehört.
Ein Verstärker-Profi, der die Endstufe nicht kennt, der hilft mir da nicht weiter.

Tschüß, Matthias

@ fmmech_24:
wollte ich nicht behaupten. Aber wenn ich Bilder von offensichtlichen Basteleien veröffentliche und dazu schreibe, das hat der prominente Herr Schmidt gemacht, doch er war das nicht, sondern ein Herrn Meier unter Verwendung des Schmidt'schen Gehäuses, dann begehe ich möglicherweise eine Verleumdung. Und das will ich nicht.
Haiopai
Inventar
#17 erstellt: 24. Sep 2012, 18:34

Matthias_M! schrieb:


Ein Beispiel.
Es steckt nur ein Ringkern-Trafo drin. Daneben ist große Leere und mitten drin ein Befestigungsloch im Gehäuseboden, das für einen weiten Trafo geeignet wäre. Resultiert das aus einer ökonomischen Gehäuse-Fertigung, so daß dieses Gehäuse auch für eine größere Variante von Sovereign genutzt werden könnte, oder hat hier der Vorbesitzer einfach einen Trafo herausgenommen?
Die Endstufen-Platinen sind jeweils mit sechs Transistoren bestückt. Vorhandene Bohrlöcher in der Platine erlauben den Einbau von weiteren vier Transistoren je Seite. Fehlen diese vier Elemente, oder ist diese Konstruktion so realisiert, um bei späteren Modellen mit der gleichen Platine stärkere Verstärker bauen zu können?



Tschüß, Matthias


Moin Matthias , bei ein paar Dingen kann ich dir weiter helfen , ich hab nämlich auch mal so ein Teil besessen für ein paar Wochen .
Ich hatte auch mal Detailphotos vom Innenleben , leider ist mir die Festplatte gecrasht , wo die drauf waren , von daher also so gut es geht aus der Erinnerung .

Vorab , das allgemeine Erschrecken , wie ich die Kiste aufgemacht hab , war bei mir genauso groß weil die First tatsächlich aussieht , wie ne billig zusammen geschusterte Eigenbau Endstufe .

Also fangen wir mal an mit dem was original ist .

1) 1 Netztrafo ist richtig , ebenso wie die Vorbereitung für den zweiten schon vorhanden ist .
Schaust du in den anderen Link mit der Glory wird auch klar warum , die Bodenplatten auf
denen montiert wurde sind identisch .

2) Die merkwürdige Alukonstruktion mit dem Riesenelko ist auch original

3) Die Leerplätze für weitere Endstufen Transistoren sind ebenso original

4) Der Platinen Aufbau links und rechts hinten über Eck ist original
Ob die grün weißen Kondensatoren aber original vorhanden waren ,
daran kann ich mich nicht erinnern .

Nicht original ist definitiv die komplette Platine neben dem Netztrafo ,
das weiß ich so bestimmt noch , weil da normal mittig eine absolut windige
Alukonstruktion sitzt , wo dieser Diodenschalter drauf montiert war ,
mit dem die Endstufe ein und ausgeschaltet wird .

Das der Vorgänger daran rumgebastelt hat , wundert mich nicht ,
dieser völlig unterdimensionierte und gerne klebende Schalter ,
hat bei mir beim zweiten Einschalten für einen 170 € Schaden
gesorgt .
Weswegen die Kiste nach der Reparatur auch sofort wieder schwimmen
gegangen ist .

Ich werd mal in den nächsten Tagen in meinen alten Papieren wühlen und schauen
ob ich die Adresse von dem Techniker finde , der sie mir damals repariert hat , der
saß in Hamburg Altona , sollte ich die finden schick ich dir ne PM .

Gruß Haiopai

P.S. Ein gut gemeinter Rat , solltest du sie wieder hinbekommen , sieh zu das du sie
schnell los wirst , das Einzige was nett ist an dem Gerät ist der Kasten drumrum ,
vom Innenleben her ist jeder T-Amp hochwertiger aufgebaut , die Kiste ist der Blender
schlechthin .
-scope-
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 24. Sep 2012, 19:41
Uff....Ob sich da jemand für eine Reparatur finden wird?
hf500
Moderator
#19 erstellt: 24. Sep 2012, 20:29
Moin,
da entstand bei mir eine Frage:
Wie passt der Preis, der da im HiFi-Wiki steht, zu dem, was ich da sehe?

73
Peter
Matthias_M!
Stammgast
#20 erstellt: 24. Sep 2012, 21:02

hf500 schrieb:
... Wie passt der Preis, der da im HiFi-Wiki steht, zu dem, was ich da sehe? ...



Hallo Peter,

gute Frage!

Ich hatte nach einer "laststabilen" Endstufe für die Ansteuerung eines Paares Audio Exklusiv P3 gesucht.
Da schienen mir die überall genannten "0,5 Ohm" attraktiv.

Am Wochenende hat ein Ingenieur, der vor allem mit PA-Endstufen zu tun hat, einen Blick in die Sovereign geworfen und sich mit ehrlicher Bestürzung im Gesicht am Kopf gekratzt und mich gefragt, "und das ist die Super-Endstufe, von der Du geredet hast?"
Da war nicht die von ihm gewohnte Hähme, sondern nur eine Art Fassungslosigkeit in der Stimme.
Er hat auch die 0,5 Ohm deutlich in Frage gestellt.

Mir ist auch nicht klar, was an dem Verstärker besonders sein soll, außer der Einkunftsmöglichkeit für den Hersteller.

Eigentlich sollte man gewarnt sein, wenn man auf einem Ende der Achtziger gebautem Gerät noch etwas von "220V" ließt...

Tschüß, Matthias
Poetry2me
Inventar
#21 erstellt: 25. Sep 2012, 06:35
Ganz ehrlich, nachdem ich das Bild gesehen und Deinen Bericht gehört habe: Das könnte ein Prototyp sein, keinesfalls sieht das wie ein Seriengerät aus.

Vielleicht ist hier der Name Programm: "The First".

Auf der Homepage von Aaaron findet man Hinweise zum Werdegang, mit ausdrücklicher Erwähnung des Prototypen von The First:
http://aaron.hifi.net/german/history.html

- Poetry2me
winfried_heinrich
Neuling
#22 erstellt: 05. Dez 2012, 10:15
Hallo ich habe so eine Endstufe Orginal ist innen fast überhaupt nichts mehr. vileicht der Trafo ich werde Bilder machen
winni
fmmech_24
Stammgast
#23 erstellt: 05. Dez 2012, 10:24
..hallo!

Wieso ist innen fast nichts mehr original?
winfried_heinrich
Neuling
#24 erstellt: 07. Dez 2012, 09:13
In der mitte sitzt ein dicker TRAFO davor dicke fette Kondesatoren in blau
links und rechts die Endstufen. Wenn alles in Ordnung ist gibst du das ding nie mehr ab. Ich betreibe damit seit Jahren meine Kappa 9a es ist ein erlebnis. winni
Haiopai
Inventar
#25 erstellt: 07. Dez 2012, 09:28
Na dann scheint es da wohl bei der geringen Stückzahl mehrere Versionen gegeben zu haben

Ich hab diese Endstufe ebenfalls besessen und die sah vom Aufbau her GENAU so
aus , wie das der TE zeigt .
Der Trafo sass NICHT in der Mitte , sondern wie da zu sehen seitlich und auf der
anderen Seite war schon die Bohrung für einen zweiten vorgesehen .

Das passt auch , wie man in den anderen Links sehen kann , da es ein weiteres
Modell im gleichen Gehäuse gab , in dem dann beide Trafoplätze belegt waren .

Gruß Haiopai
Steve0576
Neuling
#26 erstellt: 08. Dez 2012, 15:58
Das sind die Bilder aus dem Gerät das ich grad auf dem Tisch stehen hab.
Ein Kanal ist defekt. Mehrere Widerstände sind abgebrannt und die
Transistoren sind unkenntlich gemacht.
Naja wenigstens kann man Vergleichsmessungen machen.

Gruß

IMG_1898

IMG_1899

IMG_1900
Poetry2me
Inventar
#27 erstellt: 09. Dez 2012, 09:19

Matthias_M! schrieb:
Sovereign The First (Innen-Ansicht, stark verbastelt)


Völlig anderer Aufbau der Schaltung. Hier sitzt die eigentliche Schaltung auf einer senkrecht aufgesteckten separaten Platine.

Seltsam, dass solche Unterschiede bei gleicher Modellbezeichnung bestehen.

- Poetry2me
Haiopai
Inventar
#28 erstellt: 09. Dez 2012, 11:35
Jo , verblüfft mich jetzt auch , zumal die Photos jetzt eher nach ner Prototypen Ausführung
der Glory aussehen , wenn man sie mal weiter oben mit dem Link vergleicht .

Auf jeden Fall ein ganz schönes Durcheinander , wobei ich jetzt bei meiner damals immer
noch den stillen Verdacht gehabt hab , daß da jemand böse rumgespielt hat , zwei Mal
nahezu die gleiche Spielerei , wie sie beim TE zu sehen ist , wäre aber ziemlich unwahrscheinlich .

Gruß Haiopai

P.S. @ Steve , auf deinem Bild ist auch so eine merkwürdige Konstruktion der Platine
mit dem Ein/Ausschalter zu sehen , die ist ja auch schon ziemlich durchgebogen .
Das würde ich an deiner Stelle ändern , denn durch diese Labberkonstruktion ist es
bei mir auch zum Schaden gekommen , weil der Schalter klebte .
Matthias_M!
Stammgast
#29 erstellt: 18. Dez 2012, 15:06
Moin, moin,

für mich wird die Angelegenheit inzwischen etwas lichter ...

Der Aufbau meiner Endstufe entspricht einer, die die HiFi Vision (sehr erfolgreich) getestet und im Bild gezeigt hatte. Es fehlen lediglich auf einer Seite die zusätzlichen Kondensatoren auf der Endstufen-Platine.

Es wird kolportiert, im Laufe der Serie hätte der Hersteller gewechselt: Auf der Aaron Homepage steht etwas davon, die Produktion wäre in die Niederlande verlegt worden. Auf der anderen Seite gab es die Trennung von den Entwicklern. Zeitgleich? Hat letzteres ersteres bedingt?
Zumindest könnten sich so unterschiedliche Designs erklären. Der zweite Trafo war sicherlich gegen Aufpreis erhältlich.

Das Herstellungs-Niveau meiner The First ist auf jeden Fall zweifelhaft. So hat der Fertiger einfach mal eine Leiterbahn durchbohrt, als er Löcher für die Platinen-Befestigung gemacht hat. Da wurde dann ein Umweg aufgelötet.
Da ist auch bei der Herstellung einer Platine etwas verrutscht, so daß eine der Leiterbahnen nur zu zwei Dritteln ihrer Breite auf der Treiber-Platine gelandet, also dünner ausgefallen ist, als auf der anderen Endstufen-Seite. Normalerweise sortiert man solche Platinen aus!
Zudem wurden nachträglich Leiterbahnen unterbrochen. Vielleicht wurde die Schaltung umkonstruiert?

Ich werde mir überlegen müssen, ob ich die Platinen neu herstelle oder z.T. mit Kabeln flicke. Mal schauen.

Nach Angaben des Entwicklers hatte er übrigens nicht die Freiheit eine "beste Lösung" zu entwickeln, sondern hatte hier und da einschränkende Vorgaben des Auftraggebers zu erfüllen.

Tschüß, Matthias
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