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Bantams "Onyx"

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audio.novize
Stammgast
#51 erstellt: 10. Dez 2020, 14:05
Das Holz ist schon da - mal kurz zusammengeklemmt: Passt!

Bantams - Holz ist da Bantams - Holz ist da

Bantams - Holz ist da Bantams - Holz ist da
olnima
Stammgast
#52 erstellt: 10. Dez 2020, 14:18
Uuuups, für die angedachten Fasen hast Du die oberen Ecken aber schon unterfüttert, oder?
Ansonsten kriegste 2 schöne Löcher ...

Nochmal - lass' Dich von allen "Bedenken" und Messungen nicht verrückt machen. Deine Ohren sind entscheidend und für Dich, der mit den Boxen glücklich werden soll, auch Deine besten Meßmikros !!!!!!!! ...
audio.novize
Stammgast
#53 erstellt: 10. Dez 2020, 14:44

olnima (Beitrag #52) schrieb:
Uuuups, für die angedachten Fasen hast Du die oberen Ecken aber schon unterfüttert, oder?


Bisher nicht (kenne aber die Vorgehensweise von Donhighend-Seite bei der Little Yellow Cab), weil die Fase nur im 30°-Winkel verläuft und daher nach SketchUp-Skizze genau auf der Ecke/Kante endet.

30°-Winkel Fase:
Bantams - Fase von oben

Sollte ich lieber einen größeren Winkel nehmen? Dann bräuchte ich auf jeden Fall eine Unterfütterung ...
audio.novize
Stammgast
#54 erstellt: 10. Dez 2020, 16:09
Ja, ist denn heute schon Weihnachten?

Bantams - Zubehör
audio.novize
Stammgast
#55 erstellt: 10. Dez 2020, 16:48

olnima (Beitrag #52) schrieb:
Nochmal - lass' Dich von allen "Bedenken" und Messungen nicht verrückt machen. ...

Danke & stimmt - und mittlerweile habe ich mich auch daran gewöhnt, dass die Messung unter realen Bedingungen, d.h. im Raum, am Schreibtisch und ohne Smoothing in der Regel erstmal für Ernüchterung sorgt.

Aber ich kann ja auch einfach die Skalierung anpassen und die psychoakustische Glättung einschalten, dann sieht's gleich ganz anders aus ...

Dieselbe Messung wie oben, aber im Maßstab -250 bis +200 dB mit psychoakustischer Glättung - sieht doch super aus!
Microspeaker S - Messung im Raum am Schreibtisch - 200 bis 600 Hz - große Skalierung - psychoakustische Glättung


[Beitrag von audio.novize am 10. Dez 2020, 16:53 bearbeitet]
audio.novize
Stammgast
#56 erstellt: 10. Dez 2020, 20:50

olnima (Beitrag #52) schrieb:
Uuuups, ...

Das Uuuups hab ich erst jetzt verstanden - ich habe noch nix verleimt, nur mal kurz zusammengestellt und geklemmt.

Das ist dann doch immer was anderes, wenn das Holz tatsächlich so vor einem liegt, insbesondere wenn man sich zuvor in SketchUp mit den Ausmaßen beschäftigt hat. Auch wenn die Bantams jetzt länger sind, so sind sie doch immer noch kompakt. Am Bildschirm bzw. in SketchUp verliert man dafür manchmal etwas das Gefühl ...

Das passt auf jeden Fall von den Ausmaßen schon mal gut auf dem Schreibtisch ...

Gibt es denn noch Meinungen zum Fasen-Winkel? Derzeit (sozusagen passend zur Schallwandstärke von 21 mm) sind es ca. 30°, siehe dazu z.B. auch hier.

Meine Überlegungen dazu:
- Da ich wegen der Weichenabstimmung im Zweifel ja gar nicht so massiv in den Frequenzgang eingreifen möchte, sind 30° ein guter Kompromiss, auch nach der Simulation. Und ja, das hätte den positiven Nebeneffekt, dass ich nicht in den Deckel und Seitenwände sägen müsste (in der Hoffnung, dass ich die Kante auch halbwegs treffe)

- Im Zweifel hat die Schallwandgestaltung - zumindest nach der Simulation - auch nicht so einen großen Einfluss, weil der HT erst ab 6,75 kHz dazu kommt

- Im Originalbauplan, den ich auch so umgesetzt habe, hat der HT eine kleine Fase, respektive Mini-Schallführung; auch deshalb gehe ich davon aus, dass sich die Schallwandgestaltung nur bedingt auswirken wird
bizarre
Inventar
#57 erstellt: 10. Dez 2020, 22:12
30° sind OK, siehe auch hier :
audio.novize
Stammgast
#58 erstellt: 10. Dez 2020, 22:30
Danke!

Guter (allgemeiner) Merksatz aus dem Artikel, finde ich:

„Mach die Fasen 25-35° steil und positioniere Sie so nahe an den Hochtöner wie nur möglich“
audio.novize
Stammgast
#59 erstellt: 13. Dez 2020, 01:27
Heute waren schon mal die Chassis-Ausschnitte an der Reihe ...

... Ausschnitt für Passivmembran:
Die Ausschnitte habe ich mit einem Kreisschneider vorgenommen, was (wieder mal) gut geklappt hat.

Bantams - Ausschnitte Bantams - Ausschnitte

... Probe-Ausschnitt für Hochtöner:
Der Ausschnitt für den Hochtöner muss bei den Bantams genau erfolgen - also lieber erstmal ein Probe-Auschnitt samt Einkleben des Dichtbands zum Probesitzen des Hochtöners. Erstaunlicherweise hat gleich der erste Probe-Ausschnitt gepasst!

Bantams - Ausschnitte

... Ausschnitte auf Schallwand
Danach ging's an die "echte" Schallwand. Das hat mit dem Kreisschneider gut geklappt, aber 21 mm sind da durchaus schon eine Ansage ...

Bantams - Ausschnitte

Ausschnitte erledigt - und für heute zufrieden ...

Bantams - Ausschnitte


EDIT: Noch ein Hinweis für die Arbeit mit dem Kreisschneider:
- Immer von beiden Seiten schneiden, sonst besteht die Gefahr, dass das MPX auf einer Seite ausbricht
- Den finalen Schnitt immer von der Rückseite aus vornehmen, sonst besteht die Gefahr, dass man mit dem Kreisschneider auf der Vorderseite anstößt und Macken verursacht


[Beitrag von audio.novize am 13. Dez 2020, 01:36 bearbeitet]
audio.novize
Stammgast
#60 erstellt: 15. Dez 2020, 20:28
Wieder ein kleines Update: Heute war das Ausklinken für den TMT dran.

Während ich das in der MDF-Version der Bantams noch per Hand rausgefeilt hatte, wollte ich mir das bei MPX und 21 mm Materialstärke nicht antun. Daher habe ich mir einen Dremel-Clon zugelegt (den ich ohnehin schon immer mal ausprobieren wollte) und damit mein Glück versucht.

Tja, was soll ich sagen? Ab jetzt nur noch so - das Ausklinken ging leicht und kontrolliert von der Hand. Und dabei hat die Aktion keine 10 min. gedauert.

Ausklinken einfach gemacht:
Bantams - Ausklinkung Bantams - Ausklinkung

Bantams - Ausklinkung Bantams - Ausklinkung


[Beitrag von audio.novize am 15. Dez 2020, 20:31 bearbeitet]
bizarre
Inventar
#61 erstellt: 16. Dez 2020, 01:35
Hi, wie siehts denn beim Tieftöner von hinten aus, kann der in der dicken Schallwand denn noch genug "atmen" ?
audio.novize
Stammgast
#62 erstellt: 16. Dez 2020, 01:51
Aktuell kann er noch nicht atmen, er würde den Erstickungstod sterben ...

Aber er bekommt noch entsprechende "Hinterfräsungen" (nennt man das so?) - so wie bei den schon gebauten Bantams.

Ich muss aber in der Tat mal schauen bzw. testen, mit welchem Fräser ich das bei 21 mm Materialstärke (bei gleichzeitig sehr kompakten Innenmaßen) gut hinbekomme ... ich habe aber zum Glück auch einen Kumpel "um die Ecke", der Fräser-mäßig bestens ausgestattet ist und mir aushelfen kann, wenn ich mit meinen "Standard-Fräsern" nicht weiterkomme bzw. nicht zufrieden bin ... ich werde berichten ...
audio.novize
Stammgast
#63 erstellt: 16. Dez 2020, 23:19
Und wieder einen kleinen Schritt weiter: Die "Hinterfräsungen" (falls man das so nennt) sind geschafft.

Im Vergleich zu den "normalen" Bantams war das schon etwas Arbeit: Zuerst mit der Oberfräse mit einem 45°-Fräser die Grundlagen geschaffen und dann mit dem "Dremel-Clon" (s.o.) noch nachgearbeitet. Mit dem Ergebnis gewinne ich zwar keinen Schönheitspreis, aber auf der Rückseite gilt: Form follows function.

Nee, ernsthaft: So hat der TMT mindestens so viel Platz zum Atmen wie bei den "normalen" Bantams, die ich gebaut habe (eher mehr).

Bantams - \ Bantams - \

Achso, der Hochtöner hat auch noch seine kleine Fase bekommen:

Bantams - HT - Fase
audio.novize
Stammgast
#64 erstellt: 18. Dez 2020, 18:59
Nächstes Update: Die Gehäuse sind teilverleimt - es fehlen noch Schall- und Rückwand:

Bantams - Verleimung

Bantams - Verleimung

Aufgrund des kompakten Formats habe ich bewusst erstmal nur die Seiten verleimt, damit ich ausreichend Platz für's Aufkleben der Bedämpfung und das Einkleben der Strebe habe. (Wahrscheinlich hätte ich auch gleich die Schallwand verleimen können, aber hinterher ist man ja immer schlauer ... ).

Wie man auf den Fotos erkennen kann, habe ich für die Passivmembran zusätzlich noch eine kleine Ausklinkung/Fräsung vorgenommen. Gleiches werde ich auch noch für den TMT auf der Vorderseite machen und das Ganze dann wieder mit dem Dremel-Clon nachbearbeiten/glätten. Aber für den Demel-Clon musste ich jetzt erstmal neue Schleifaufsätze bestellen ...

Keine Ahnung, ob das noch etwas bringt. Aber meine Denke ist ja (für den gesamten Bau): Wo möglich noch ein klein wenig optimieren, denn im Ergebnis macht Kleinvieh auch Mist ...
audio.novize
Stammgast
#65 erstellt: 19. Dez 2020, 02:12

olnima (Beitrag #46) schrieb:
... Ein weiteres potentielles Problem ist aber auch, dass die Schreibtischplatte den Schall bündelt (er kann ja nicht nach unten weg). Erfahrungsgemäß bringt Dir das einen hörbaren Buckel (~ +3dB) im F-Gang bei ca. 200-500 Hz (Stimmen klingen "bauchiger"). ...

Ich kann zwar immer noch nicht messen, aber ich habe mal ein großes Stück Noppenschaum "aus Spaß" auf die Schreibtischplatte gelegt (ist teilweise für einen Sub geplant).

Vielleicht unterliege ich ja auch einem psychoakustischem Voodoo-Effekt, aber ich meine einen Unterschied heraus zu hören: Stimmen klingen in meinen Ohren nach unten hin tatsächlich "abgerundeter" und etwas "weicher". Insgesamt würde ich auch sagen, dass es noch etwas klarer und harmonischer klingt. Das sind zwar alles keine Riesenunterschiede, aber doch hörbare Nuancen.

Oder ich bilde mir das nur ein ... egal: Auf jeden Fall werde ich mir für bewusstes Hören noch ein Stück Noppenschaum zulegen ...

"Desk Hack":
Desk Hack
trilos
Inventar
#66 erstellt: 19. Dez 2020, 13:35
Damit minimierst Du die erste schallstarke Reflexion.
Das sollte sich klanglich positiv auswirken.

In etwa vergleichbar mit dem Erfahrugswert, dass ein Teppich, z.B. 200 cm * 300 cm vor den Boxen liegend, also zwischen den Lautsprechern und dem Hörplatz, in aller Regel die Akustik deutlich positiv beeinflußt: Es klingt besser, da die erste schallstarke Reflexion minimiert wird (Mittel-Hochton-Bereich).

Beste Grüße,
Alexander
audio.novize
Stammgast
#67 erstellt: 19. Dez 2020, 15:05

trilos (Beitrag #66) schrieb:
Damit minimierst Du die erste schallstarke Reflexion. ...

Danke für die Erläuterung!

(Das motiviert mich denn auch - allerdings nach Fertigstellung der Bantams Onyx - dazu, die geplanten Raummaßnahmen anzugehen. Geplant sind hier z.B. schon seit Ewigkeiten "Acoustic Panels" für die Decke ...).
olnima
Stammgast
#68 erstellt: 20. Dez 2020, 17:44
Moin, allerdings wirkt Noppe ers bei höheren Frequenzen. Basotec sollte da im relevanten Frequenzbereich noch bessere Ergebnisse bringen.
audio.novize
Stammgast
#69 erstellt: 20. Dez 2020, 20:14

olnima (Beitrag #68) schrieb:
... Basotec ...

Danke, gut zu wissen!
Was würde sich denn für eine Stärke empfehlen? Siehe z.B. hier (zwischen 2 - 10 cm).
audio.novize
Stammgast
#70 erstellt: 20. Dez 2020, 22:03

bizarre (Beitrag #44) schrieb:
Zur "Entkopplung" : die Box muss möglichst "weich" stehen.. Gut funktioniert das Silicon Gel ( Schuheinlagen ...) ...

Ich hab da mal ein wenig recherchiert und "rumgespielt" - und bin zu folgendem Ergebnis (= Testaufbau) gekommen:

Bantams - Ständer

Der Aufbau wäre also:
- Lautsprecher
- 10 mm Gel-Matte
- 2 mm Aluplatte (im Bild: 3 mm und nicht die richtige Breite)
- umgedrehte Spikes (zum Anwinkeln, ca. 30 mm)
- Antidröhnmatte (mindestens 12 mm zum Verschrauben der Spikes, im Bild: 20 mm)

Zur Gel-Matte: Inspiriert von bizzares Hinweis habe ich mich online auf die Suche nach passendem Material gemacht. Nach einiger Sucherei (Schuhsolen, Orthopädie-Bedarf etc.) bin ich dann auf die obige Gel-Matte gestoßen, die eigentlich aus dem DIY-Bereich für Motorradsitze stammt (siehe z.B. hier).

Zu den umgedrehten Spikes: Hier habe ich im wahrsten Sinne des Wortes den Spieß einfach umgedreht, denn in das Gummigranulat der Antidröhnmatte lassen sich die Spikes mehr oder weniger wie in Holz einschrauben. Das hält schon so stabil, ggf. könnte man das mit Montagekleber im "Bohrloch" noch weiter stabilisieren.

So würde ich die Maximalhöhe (wg. Fensterelement hinter den Lautsprechern) einigermaßen einhalten - und vom Aussehen finde ich das auch OK (die gelbe Gel-Matte ist nicht ganz zufällig gewählt, aber mehr dazu zu einem späteren Zeitpunkt ...). Die Aluplatte würde ich dann noch in schwarz lackieren (und weil Alu vorher mit einer entsprechenden Grundierung versehen).

Meinungen?
bizarre
Inventar
#71 erstellt: 20. Dez 2020, 23:40
Meine aktuellen Boxenfüße sind kpl DIY. Töpfchen mit 15mm Dmr und 20mm Höhe ( 3D Drucker ) mit 1K Silicon gefüllt, nach ein paar Tagen dann die oberen 15mm "Topf" abgeschnitten...
Damit die Tischplatte möglichst wenig angeregt wird, muß die Eigenresonanz der Box sehr niedrig liegen, heißt unter 20, besser 10Hz... Meine schätz ich unter 5Hz....Faustregel : Frequenzen > 10x Fres werden dann praktisch nicht mehr übertragen....


[Beitrag von bizarre am 20. Dez 2020, 23:42 bearbeitet]
audio.novize
Stammgast
#72 erstellt: 22. Dez 2020, 15:48

bizarre (Beitrag #71) schrieb:
... kpl DIY. ...

Respekt! Tja, 3D-Drucker ist auch so ein Thema, das ich seit Ewigkeiten vor mir her schiebe ...


bizarre (Beitrag #71) schrieb:
... Eigenresonanz der Box ...

Daran arbeite ich ja (Damping, "Stoßdämpfer-Innenverstrebung", Sand ...) ... bin selbst mal gespannt, ob bzw. wie gut das funktioniert ...
audio.novize
Stammgast
#73 erstellt: 22. Dez 2020, 16:16
So, die Gehäuse sind (fast) fertig! Im Ergebnis habe ich die Fasen etwas anders umgesetzt als ursprünglich geplant. Aber der Reihe nach ...

Zunächst wurden der schon vorbereitete "Rahmen" mit der Schallwand verleimt und dann das Damping 10 eingeklebt. Beim Damping 10 war der (vorherige) Zuschnitt aufgrund der kompakten Maße und Aussparungen nicht ganz einfach. Mit einer stabilen Schere lässt sich Damping 10 zwar gut schneiden, aber für die Aussparung der Innenstrebe ging es nur mit Skalpell, was angesichts eines Maßes von ca. 8 x 16 mm trotzdem eine Herausforderung war ...

Auch das Einkleben der Strebe mit Montagekleber war eine neue Erfahrung: Am Anfang ist Montagekleber von der Konsistenz her ja eher so wie Zahnpasta. Es dauert dann etwas, bis der Kleber angezogen hat. Daher ist die Positionierung der im Vergleich zum Innenmaß 1 cm kürzeren Strebe auch etwas "tricky". Der Montagekleber fungiert hier ja als "Stoßdämpfer", weshalb der Montagekleber üppig aufgetragen werden muss - sowohl in den vorbereiteten Ausschnitt im Damping 10 als auch auf der Strebe.

Zu guter Letzt wurde dann die Rückwand verleimt. Das Ganze sah dann so aus (man beachte auch die nicht schönen, aber funktionalen "inneren Abrundungen", damit der TMT Platz zum Atmen hat):

Bantams - Gehäuse - eckig

Bantams - Gehäuse - eckig

So weit, so gut. Aber ich bin halt einfach kein Freund von Ecken und Kanten. Also habe ich alle Kanten mit einem Abrundfräser (r = 6,3 mm) abgerundet: Schon besser! Hmm, aber was tun mit der Schallwand?

Eckig lassen und schauen, wie es dann mit den Fasen aussieht? Dann könnte man ja immer noch mit der Oberfräse ran ... halt, vielleicht auch nicht! Ich hatte glücklicherweise den Thread zur Twiggy gelesen. Dort schreibt herr_der_ringe:


hinweis: diese schattenfugen sollten unbedingt vor dem herstellen der fasen ausgeführt werden, da bei verwendung einer oberfräse die gefahr des verkippelns ansonsten - außer bei verwendung einer stationären fräse mit auflagetisch - praktisch unausweichlich ist.


Also, Mut zum Risiko: Von einem Kumpel habe ich mir einen großen Abrundfräser geliehen und die Schallwand großzügig verrundet - das sah dann so aus:

Bantams - Gehäuse - abgerundet

Bantams - Gehäuse - abgerundet

Bantams - Gehäuse - abgerundet

Ehrlich gesagt, habe ich mir zu diesem Zeitpunkt die Frage gestellt, ob ich überhaupt noch Fasen anbringen will. Bis hierhin hatte das alles erstaunlich gut geklappt. Soll ich es, sozusagen im letzten Arbeitsschritt, noch risikieren, das Gehäuse zu verhunzen?

Tja, was soll ich sagen? No risk, no fun! Ich habe mir das vorgenommen, also zieh ich das jetzt auch durch!

Das Anbringen der Fasen ist zwar (gemäß Anleitung) im Prinzip "ganz einfach". In der Umsetzung war es dann doch einiges an (Hand-)Arbeit - inklusive "Schockmoment"!

Für die Fasen bin ich wie folgt vorgegangen:

Fixieren der Führungsschienen mit doppelseitigem Klebeband:

Bantams - Gehäuse - Fasen

Bantams - Gehäuse - Fasen

Festzwingen der Führungsschiene mit Schraubzwingen - und sägen:

Bantams - Gehäuse - Fasen

Bantams - Gehäuse - Fasen

Nach der Sägearbeit stellte sich dann auch der "Schockmoment" ein. Warum? Ich hatte noch Aluschienen da, in 3 mm Stärke. Tja, die 3 mm Stärke haben dazu geführt, dass der gewinkelt angesetzte Schnitt deutlich versetzt war. Zur angezeichneten Linie war da ein Versatz von ca. 6 mm.

Deutlich zu wenig abgesägt - und nix mit sauberer Schnittkante:

Bantams - Gehäuse - Fasen

Im ersten Moment wollte ich mir schon selbst in den Hintern treten - ahhhh, jetzt habe ich es doch verk*ckt!

Stopp - so oder so muss ich das Ganze ja noch schleifen, vielleicht lässt sich das noch retten? Also Schleifblock und Schleifpapier geschnappt und angefangen zu schleifen - und gefühlt gar nicht mehr aufgehört.

Rückblickend würde ich sogar so weit gehen zu sagen: Alles richtig gemacht!

Warum? Zum einen hatte ich doch recht stark ausgeprägte Riefen vom Sägen. D.h. man braucht ohnehin etwas Material, um so viel wegschleifen zu können, dass die Riefen ausgeglichen werden. Zudem kann man ohnehin nicht so genau schneiden (bzw. ich nicht), dass es direkt so passen würde. Schließlich wollte ich ja "organische" Kanten und Übergänge - das lässt sich, glaube ich, ohnehin nur per Handschliff erledigen.

Dafür das ich das zum ersten Mal gemacht habe und das auch noch überwiegend per Handschliff, kann sich das Ergebnis in meinen Augen sehen lassen:

Bantams - Gehäuse - (fast) fertig

Bantams - Gehäuse - (fast) fertig

Bantams - Gehäuse - (fast) fertig

Bantams - Gehäuse - (fast) fertig

Bantams - Gehäuse - (fast) fertig

Und das auf beiden Seiten einigermaßen gleich:

Bantams - Gehäuse - (fast) fertig

Jetzt müssen die Gehäuse noch final geschliffen werden ... und vorher leicht gewässert, weil ich ja beizen werde ...
bizarre
Inventar
#74 erstellt: 22. Dez 2020, 21:23
Bei meinem ersten Versuch mit Blechschienen hab ich natürlich auch so Rattermarken produziert. Egal, man muß eh noch drüber schleifen...

Ansonsten : der Aufwand hat sich gelohnt, sieht jetzt schon top aus
audio.novize
Stammgast
#75 erstellt: 23. Dez 2020, 01:40

bizarre (Beitrag #74) schrieb:
Bei meinem ersten Versuch mit Blechschienen hab ich natürlich auch so Rattermarken produziert. Egal, man muß eh noch drüber schleifen...

Besonders schön war das Wechselbad der Gefühle dabei. Zuerst: Ich tu's jetzt, wird schon gut gehen. Dann: Ahh, sh*t, hätte ich es besser nicht gemacht. Anschließend: Puh, ist ja noch mal gut gegangen. Und schließlich: Eigentlich noch besser als erwartet (wie die Rundung von oben in die Fase läuft und sich dann in die Rundung verjüngt ...).


bizarre (Beitrag #74) schrieb:
Ansonsten : der Aufwand hat sich gelohnt, sieht jetzt schon top aus :prost

Danke!
trilos
Inventar
#76 erstellt: 23. Dez 2020, 02:17
Glückwunsch!

Ist doch bis jetzt sehr gut geworden.

Bin schon auf die finale Ausgestaltung gespannt.

Beste Grüße,
Alexander
BananaJoe
Stammgast
#77 erstellt: 23. Dez 2020, 13:38
Doch gut geworden!

Ja, so ist das beim Boxenbau- theoretisch kann man sich auch noch alles zum Schluss versauen- zum Bsp. beim Fräsen!
audio.novize
Stammgast
#78 erstellt: 23. Dez 2020, 20:21

trilos (Beitrag #76) schrieb:
Glückwunsch!


BananaJoe (Beitrag #77) schrieb:
Doch gut geworden!

Danke!

BananaJoe (Beitrag #77) schrieb:
theoretisch kann man sich auch noch alles zum Schluss versauen ...

Oder beim Beizen ... ... nee, so schlimm ist es nicht, aber die Beize ist eher schwarz-braun als schwarz ... ich habe schon mit einem Rest schwarzer Beize drübergebeizt ... die gute Nachricht: Es funktioniert, die schlechte Nachricht: Ich habe keine schwarze Beize mehr und muss jetzt erstmal warten, bis die Bestellung eintrifft, was über die Feiertage etwas dauern kann ...

Tja, dann werde ich einfach mit der Frequenzweiche weitermachen ... das wird auch noch eine (kleine) Herausforderung, denn der Platz beschränkt sich auf 10,7 x 8,3 cm. Aber wie heißt es doch so schön: Man wächst mit seinen Aufgaben ...

P.S.
Diese Beize hier kann ich - zumindest wenn man es schwarz haben will - nicht empfehlen. Zwar ist der Auftrag schön gleichmäßig, aber ich wollte nun mal kein schwarz-braun ...
olnima
Stammgast
#79 erstellt: 23. Dez 2020, 22:33
Auch von mir einen "Etappen-Glückwunsch" (noch isse ja nich feddich) und ein "klasse", wie Du hier alles spannend dokumentierst.
Es wäre auch langweilig, wenn gleich alles perfekt klappen würde, so lässt's für's nächste Mal noch "Luft nach oben".
Die Fasen kann man auch per Oberfräse machen, die man dann auf den aufgespannten Leisten auflegt und führt. Geht nicht unbedingt schneller, wird aber ziemlich sauber.
Weiterhin "Glückauf" und allen hier eine schöne Weihnacht !!!
audio.novize
Stammgast
#80 erstellt: 26. Dez 2020, 01:38
Auch von mir: Frohe Weihnachten (in diesen seltsamen Zeiten ...)!

Kurzes Status-Update:


audio.novize (Beitrag #78) schrieb:
P.S.
Diese Beize hier kann ich - zumindest wenn man es schwarz haben will - nicht empfehlen. Zwar ist der Auftrag schön gleichmäßig, aber ich wollte nun mal kein schwarz-braun ...

Nach dreimaligem Beizen sah es (im Vergleich) immer noch so aus:

Bantams - Beize

Eigentlich wollte ich das Gehäuse nach dem Beizen ölen/wachsen. Das wäre mein erstes Mal gewesen. Aber bei dem Beiz-Ergebnis war es mir dann doch lieber, auf meine "Anders-Standard-Methode" zu wechseln: Nach dem Klarlacken einfach noch mal komplett beizen, leicht schleifen und wieder Klarlack (was mehrfach wiederholt werden kann). Das ergibt eine sehr homogene Oberfläche (wie ich durch Zufall bei den Microspeakern µ herausgefunden habe).

Jedenfalls: Nach der ersten Klarlack-Schicht wurde es tiefschwarz! Ich nehme meine obige Aussage zur Beize wieder zurück - zumal auf der Packung auch ausdrücklich steht:


... ist die Oberfläche zwingend ... zu versiegeln.


Das habe ich bisher so noch nicht erlebt. Das man zum Schutz versiegeln muss, war mir schon klar, aber nicht, dass so auch erst die Farbe voll zur Geltung kommt.

Die Oberfläche geht so jedenfalls genau in die Richtung, wie ich mir das vorgestellt hatte: Ein tiefes, sattes und mattes schwarz, bei dem die Struktur/Verläufe nur noch leicht durchschimmern (was man auf dem Foto kaum erkennen kann, weil drinnen & dunkel ...):

Bantams - Zwischenstatus

Wie man auf dem Foto sieht, sind mittlerweile auch die Frequenzweichen fertig & getestet.

Die Komponenten der Frequenzweiche habe ich auf 2 mm Plexiglas per Heißkleber geklebt. Unter dem Plexiglas sind Filzgleiter, auf denen die FW später im Fach eingeklebt wird (mit Sekunden- oder Heißkleber). Die Anordnung der FW ist angelehnt an den Originalaufbau, allerdings hatte ich etwas mehr Platz zur Verfügung und musste daher nicht ganz so "stapeln":

Bantams - FW

Bantams - FW

Bantams - FW

Bantams - FW

Da ich eigentlich ölen/wachsen wollte, habe ich nicht genug Klarlack da ... also hier jetzt erstmal warten ... dann 1 - 2 x beizen, schleifen, klarlacken ... und zum Schluss polieren ... (so jedenfalls der Plan) ...

P.S. - Edit:
Wollte noch kurz ergänzen, dass sich der Dremel-Clon auch beim Zuschnitt des Plexiglases (das ich noch da hatte) bezahlt gemacht hat - mit dem Trennschleifer-Aufsatz war das schnell gemacht (und wahrscheinlich hätte man das auch noch ordentlicher hinbekommen, wenn man es denn gewollt hätte). Kurz: Den behalt ich, der ist echt praktisch!


[Beitrag von audio.novize am 26. Dez 2020, 01:54 bearbeitet]
audio.novize
Stammgast
#81 erstellt: 31. Dez 2020, 14:40
So, ich bin heute um 0:30 Uhr mit dem Lautsprecher fertig geworden - Ständerkonstruktion steht aber noch aus, daher stehen die Lautsprecher provisorisch auf Iso-Pads und sind per Basotec angewinkelt. Dokumentation & detaillierte Eindrücke folgen noch (habe gestern - ohne die Zeit wahrzunehmen - noch bis 2:30 Uhr gehört ... ).

Im Überschwang der Erstbegeisterung muss ich das in diesem Jahr aber noch ganz schnell loswerden:

- Höreindruck? OHR-GASMUS!
- Und ein riesiges Dankeschön an alle fleißigen Mitleser und Foristen, die mir auf dem Weg geholfen haben - Ihr seid die Besten!

Dann war 2020 am Ende des Tages ja eigentlich gar nicht so schlecht ... ... Euch einen guten Rutsch!
audio.novize
Stammgast
#82 erstellt: 02. Jan 2021, 17:40
Nach der Erstbegeisterung und dem "Jetzt-Erstmal-Fertig-Werden-Wollen" findet sich nachfolgend die Dokumentation der letzten Arbeitsschritte samt Baufazit und Höreindruck.

Gehäuse und Aufstellung auf dem Schreibtisch

Das Gehäuse hatte ich zu Beginn mit 240er-Körnung (per Exzenterschleifer) geschliffen. Wenn man beizt, soll man wohl bewusst nicht so fein schleifen, weil die Beize sonst nicht so gut eindringen/wirken kann. Eigentlich sollten es, glaub ich, 180er-Körnung sein, aber die hatte ich nicht mehr da.

Nach der Beize folgte die erste Klarlack-Behandlung. Als Klarlack habe ich Kunstharz von Dupli-Color aus der Dose verwendet. Das hat wieder gut funktioniert: Im Abstand von jeweils 2 - 3 Minuten wird jeweils eine dünne Schicht aufgetragen. So bekommt man ca. 3 - 5 dünne Schichten aufgetragen, bis es dann erstmal trocknen muss.

Das Lackieren war angesichts der kalten Temperaturen etwas aufwändiger: Erst in der Garage lackieren - und dann nach dem ersten Antrocknen die Lautsprecher wie rohe Eier ins Arbeitszimmer verfrachten, damit diese dort zu Ende trocknen können ...

Danach folgte wieder ein Schliff mit 320er-Körnung. Den Schliff habe ich per Hand vorgenommen, denn gerade bei den Kanten der Fasen und beim Übergang in die abgerundeten Seiten wollte ich lieber "fühlen", wo und wie viel ich abtrage. Dann habe ich wieder - direkt über den geschliffenen Klarlack - gebeizt. Und zum Schluss wieder Klarlack.

Das sah dann so aus:

Bantams - Versiegelung mit Kunstharz

Bantams - Versiegelung mit Kunstharz

Eigentlich wollte ich danach noch einen kompletten Durchgang mit 400er-Körnung machen. Aber ...

... erstens war ich zu ungeduldig.

Und zweitens war ich mit dem Ergebnis ganz überwiegend so zufrieden*. Die Oberfläche ist ziemlich genau so geworden, wie ich mir das gewünscht hatte.

* Als Laie muss man auch wissen, wann man besser aufhört. Ja, es ist nicht alles perfekt geworden. Aber wegen eines einzelnen Staubkorneinschlusses werde ich jetzt nicht das ganze Gehäuse wieder schleifen, beizen, klarlacken. Denn bei all diesen Arbeitsschritten steigt - mit Heimwerker-Mitteln - auch die Gefahr, dass etwas (größeres als ein Staubkorneinschluss) daneben geht ...

Die Lautsprecher machen im Ergebnis jedenfalls weniger durch ihre Farb- als vielmehr ihre Formgestaltung und Oberfläche auf sich aufmerksam. Das zeigt sich gerade auch in einem kleinen, aber effektvollem Detail, dem Schattenwurf: Obwohl es nur schwarz ist, hat man immer mindestens vier verschiedene Abstufungen (Fasen, Front, Stirn, verrundete Seiten). Und bei den Fasen, den Seiten und der Stirn sieht man noch ganz leicht die MPX-Struktur, was wiederum mit dem "Grill" beim HT harmoniert.

Der Oberflächen-Effekt ist mit einem ausgeschalteten LED-Monitor vergleichbar: ein mattes, tiefes schwarz. Dadurch wirken die nur auf- und eingesetzten Chassis deutlich harmonischer - zumindest in meinen Augen. Zudem wirken die Lautsprecher neben dem Monitor wie aus einem Guss.

Für den finalen Touch habe ich dem schwarzen Gehäuse vergoldete, Innenkant-Schrauben gegönnt. Getreu dem Motto: Betone, was Du nicht verbergern kannst.

Zwar ist gold jetzt nicht unbedingt meine Lieblingsfarbe, aber der HT hat mich darauf gebracht: Der ist nämlich auch gelb-golden (sowie leicht metallig) und schaut einem in angewinkelter Position freundlich entgegen. Die vergoldeten Schrauben greifen das auf und setzen so ein kleines optisches "i-Tüpfelchen".

Die Lautsprecher stehen dabei - vorne auf schwarzen Spikes (s.o.) - angewinkelt auf 12 mm MPX-Brettchen. Die hatte ich noch da und habe diese ebenfalls abgerundet, geschliffen, gebeizt und geklarlackt.

Um das dezente "Farbspiel" auch hier aufzugreifen, betten sich die Brettchen auf gelben Gel-Pads (s.o.: eigentlich für DIY Motorradsitze). So ist im Ergebnis ein ebenso funktionales wie optisch abgestimmtes "Gesamtkonzept" entstanden (wozu gerade auch der Sand im Sockel zählt, aber dazu später noch).

Mir gefällt's so richtig gut! Oder um es mit Hannibal aus dem A-Team zu sagen: Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert ...

Habe fertig - und sorry für die Qualität der Aufnahmen, aber ich hatte einfach keine Lust mehr, die Lautsprecher noch mal nach draußen zu tragen ...
... vielleicht mache ich das noch ... und schwarz ist halt nicht einfach abzulichten ...

Bantams - Fertig
(Hier noch mit Iso-Pads und Basotec-Anwinklung)

Bantams - Fertig

Bantams - Fertig

Bantams - Fertig

Frequenzweiche im Sockel (inkl. Quarzsand)

Die Frequenzweichen hatte ich ja schon aufgebaut und getestet- s.o.

Jetzt mussten nur noch alle Kabel und Anschlüsse verlötet werden. Ich hatte zunächst noch überlegt, ob ich Kabelschuhe verwenden soll. Aber nö, wenn ich wirklich noch mal ran muss, dann kann ich die Kabel auch wieder auseinanderlöten. Gerade weil die Frequenzweiche in Sand liegt, hatte ich ein besseres Gefühl, wenn alles "fest" verlötet ist. Zusätzlich habe ich alle Lötstellen in Elektriker-Isolierband "eingewickelt". Keine Ahnung, ob das was bringt, aber schaden kann es auch nicht ...

Den Sockel-Innenraum habe ich - da ich ja eh gerade beim Lackieren war - mit Klarlack versiegelt. Auch hier weiß ich nicht, ob das was bringt, aber da hier Sand reinkommt, habe ich mir gedacht, dass eine Versiegelung nicht verkehrt sein kann.

Was für die Bantams allgemein gilt, trifft auch für die Frequenzweiche im Sockel zu: Genaues Arbeiten ist die Gunst der Stunde Denn die FW ist auf einem 10,7 x 8,3 cm großen Plexiglas aufgebaut (s.o.), die im Sockel zu allen Seiten ca. 1 mm Spiel hat.

Bantams - FW im Sockel

Für den "Außenanschluss" kommen Einpressbuchsen zum Einsatz: Die sparen Platz und sind einfach einzubauen: 7 mm Loch bohren und per Gummihammer oder mit Holzunterlage einschlagen, fertig! Bei mir kommen die Einpressbuchsen übereinander, nicht nebeneinander zum Einsatz, was dem Aufbau der Frequenzweiche geschuldet ist (weil so die Verkabelung zur FW einfacher ist).

Bantams - Einpressbuchsen

Bantams - Einpressbuchsen

Bevor die verschraubbare (Teil-) Rückwand geschlossen werden konnte, muss nun erst einmal der Quarzsand eingefüllt werden.

Bantams - Rückwand

Bantams - Rückwand

Ich hatte - weil ich den eh brauche - feuergetrockneten, organfreien Quarzand in 0,1 - 0,3 mm Größe geordert: Das ist fein, sogar superfein - und staubtrocken. Da kommt Spielsand, jedenfalls den ich noch da habe, nicht ansatzweise mit. Ich bin froh, dass ich es gar nicht erst versucht habe ...

Für das Um- und Einfüllen genügte ein küchenüblicher Messbecher - aber ich gestehe, dass es sich irgendwie komisch anfühlt, die FW im Sockel in Sand zu "ertränken".

Bantams - Sandbefüllung

Bantams - Sandbefüllung

Ich habe in jeden Sockel ca. 720 g Quarzsand einfüllen können. Das klingt nach wenig, macht aber bei einem ansonsten nur 2 kg schweren Lautsprecher fast ein Drittel aus, der damit insgesamt knapp 2,8 kg auf die Waage bringt (pro Stück).

Bantams - Gewicht

Bantams - Gewicht

Hinweis: So feiner Quarzsand ist die "Hölle", weil superfein und von der Wirkung her wie Schmiergelpapier. Daher kann ich nur den Tipp geben, den Sand schön langsam und "nach und nach" einzufüllen. Ich hatte mir den entsprechenden Hinweis von Trilos (Alexander) zu Herzen genommen - und kann das auch nur bestätigen. Bei mir etwa hat es 4 - 6 Anläufe gebraucht, bis der Sand unter dem Plexiglas der FW aufgefüllt war (Stärke der Filzgleiter ca. 2,7 mm). Zwischendurch habe ich mit einem Brieföffner etwas nachgeholfen.

Obwohl ich eigentlich vorsichtig gearbeitet habe, ist mir offensichtlich auch etwas Quarzsand daneben gegangen - und zwischen Küchentuch (zum Schutz) und Front gekommen, so dass leichte Kratzer sichtbar waren. Doof, aber egal: Durch die Kunstharz-Beschichtung lässt sich so etwas relativ leicht "reparieren". Ich habe die entsprechende Stelle (ca. 1,5 x 1,5 cm) einfach ganz leicht mit der Hand geschliffen (eher "gestreichelt"), gebeizt und mit 2 Schichten Klarlack versiegelt. Hat glücklicherweise super funktioniert!

Ein- und Aufsetzen der Chassis

Der HT muss eingesetzt und fixiert, der BB ohne Fräsen nur aufgesetzt und verschraubt werden.

Die Besonderheit beim HT ist die fehlende Verschraubmöglichkeit. Der HT muss also anderweitig eingesetzt und fixiert werden.

Für das Einsetzen und Einpassen dient gemäß Bauvorschlag Dichtungsband, das ich diesmal in 2 mm Stärke genommen habe (vorher 1 mm, aber da muss man super genau arbeiten). Das klappt problemlos - mit leichtem Druck lässt sich der HT in Position bringen. Wie beim letzten Mal auch habe ich den HT von hinten mit Knetmasse abgedichtet und fixiert. Das hat den großen Vorteil, dass die Front mit dem Korpus gemeinsam bearbeitet werden kann.

Das Ergebnis ist kein Kunstwerk, aber es funktoniert bestens und sieht ja eh keiner:

Bantams - HT Fixierung

Baufazit

Um es kurz zu machen: Es hat sich alles gelohnt ...

... der Gehäuse-Eigenbau

... die Bedämpfung mit Damping 10

... die Innenstreben (inkl. "Stoßdämpfer")

... die Fasen samt großzügiger Kanten-Verrundung (r = 15 mm) an der Schallwand

... die Beschwerung mit Quarzsand

... die angwinkelte Aufstellung mit Spikes

... die Aufstellung auf Gel-Pads

... das Upgrade der Kondensatoren (auf 1% Toleranz)

Vom Höreindruck bin ich schlichtweg begeistert. Ich kann zwar nicht sagen, welche Optimierung wie viel gebracht hat. Aber ehrlich gesagt, ist mir das im Augenblick auch schnurz, es kommt eh auf den Gesamteindruck an - und der passt wunderbar (dazu später noch)!

Als Fazit für den Bau der Bantams gilt grundsätzlich: (relativ) genaues Arbeiten, weil alles doch recht kompakt in den Abmessungen ist. Der Lautsprecher ist ja trotz ca. 1/3 Sockel nur 24 cm hoch, 11,5 cm breit und 14,6 cm tief.

Gerade wenn man - wie ich - beizt, sollte man versuchen, relativ genau zu arbeiten. Denn hier ist die Verwendung von Kleber und Füllspachtel etc. eher unerwünscht. Beize wirkt typischerweise nicht oder nur äußerst eingeschränkt bei Klebe- und sonstigen Rückständen auf der Holzoberfläche, auch wenn es nur ganz dünner Film ist. Nach einigen Versuchen in Teststücken kann ich allerdings sagen, dass Holzspachtel (von Molto) noch ganz gut auf Beize reagiert.

Aufgrund der Größe war es u.a. durchaus eine Herausforderung, den HT von hinten mit Knetmasse abzudichten oder die Komponenten der FW passgenau anzuordnen. Teilweise verdeht man sich die Finger schon etwas. Aber gerade dann gilt die Devise: In der Ruhe liegt die Kraft ...

Von Vorteil ist aufgrund der Größe sicherlich auch ein Dremel (Clon) - ohne diese Unterstützung wären einige Arbeitsschritte jedenfalls nicht möglich gewesen, wie z.B. die zusätzlichen Aussparungen für den BB und die PM oder auch das "Schneiden" vom Plexiglas.

Ich würde es jedenfalls genau so noch einmal tun - vielleicht mit einer Einschränkung: Birke-MPX neigt schon etwas zum Ausreißen (was wg. Beizen nicht ohne weiteres "repariert" werden kann). Insofern würde ich evtl. versuchen, Buche-MPX zu bekommen (oder vielleicht auch die Fräser mal schleifen lassen ...).

Höreindruck

Ich bin schwer begeistert!

Na klar: Ich habe die Lautsprecher gebaut: Psychoakustisch muss ich die Lautsprecher ja einfach toll finden!

Das stimmt wahrscheinlich - und dennoch sage ich: Hammer!

Was Desktop-Lautsprecher angeht, bin ich sozusagen mit meiner Version der Bantams "angekommen". Dazu gehört bei mir aber grundsätzlich auch ein Sub - und konkret der Portosub 8 (und, wenn's geht, im Moment ein Stück Noppenschaum auf der Tischplatte ... ).

Hören ist ja zwangsläufig höchst subjektiv, ich versuche dennoch, die für mich prägnanten Unterschiede zu beschreiben, d.h. warum mich der Höreindruck so begeistert.

Platt gesagt: Es ist "alles" besser geworden, aber der Reihe nach ...

... Die Bühne ist absolut homogen: von oben nach unten, von links nach rechts und über das gesamt Frequenzspektrum hinweg. Ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll. Etwas blumig würde ich sagen, dass es "energiemäßig" absolut ausgeglichen klingt, sprich Hoch-, Mittel- und Tiefton malen ihre Tonfarben mit der gleichen Intensität und Prägnanz auf einer akustischen (3D) Leinwand.

... Alle Instrumente haben noch mehr Platz und sind noch deutlicher für sich hörbar. Das klingt - abermals über das gesamt Frequenzspektrum - absolut klar, unterscheidbar und gleichzeitig wie aus einem Guss.

... Die räumliche Staffelung ist schon fast greifbar und die Stereo-Abbildung ist übergangslos. Insbesondere elektronische und "ausproduzierte" Stücke, die in Richtung Sound-Design gehen, machen richtig Spaß, gerade wenn sich zig unterschiedliche "Bleeps" und "Blonks" im Raum verteilen, Pads im Hintergrund anschwellen oder sich Effekte von links über die Mitte nach rechts verschieben.

... Alles spielt noch etwas präziser, pointierter und dynamischer. Jedenfalls machen Tracks auf Tidal in Master-Qualität jetzt noch mehr Sinn, denn das klingt insgesamt noch "einnehmender" und plastischer. Mit dem ZDF würde ich sagen: Mittendrin statt nur dabei. Oder in Audio-Werbesprech: Das Hörerlebnis ist noch "immersiver".

... Das Zusammenspiel von Bantams und Portosub ist eigentlich kein Zusammenspiel, es klingt als wäre das 2.1-System ein 2.0-System. Die Satelliten koppeln nahtlos an den Sub an. Ich höre den Sub gar nicht als solchen, sondern merke nur, dass etwas fehlt, wenn ich ihn ausschalte. (Dabei muss man wissen, dass ich ein ziemlicher "Bass-Head" bin ... ).

... Der Bass ist insgesamt klarer und "punchiger", so klingen Snare Drums z.B. straffer und Metal Drums (nicht als Musikrichtung, sondern als Klangart) metallischer, während der Übergang von Mittel- und Tiefbass (siehe zuvor) absolut fließend verläuft. Gleichzeitig "spielt" der Bass mehr als dass er "nur" klingt.

... Stimmen klingen wunderbar natürlich und überzeugend - von zart bis kraftvoll, von Schmelz bis Schmerz, von Anette Askvik (Liberty) über David Draiman (Sound of Silence) bis Lauryn Hill (Forgive them Father). Das, was mir schon an den "normalen" Bantams so gut gefallen hatte, ist jetzt in meinen Ohren noch etwas besser geworden: Stimmen grenzen sich im besten Sinne von der übrigen Instrumentierung ab und stehen wunderbar für sich.

Ernsthaft: So habe ich Musik am Schreibtisch noch nicht gehört. Und wenn das alles ein psychoakustischer Voodoo-Effekt sein sollte, sei es mir auch recht: Das klingt in meinen Ohren einfach verdammt gut!

Naja, die Optimierungen werden schon ihren Anteil am Ergebnis haben. Das lässt sich - für mich - besser erahnen, wenn ich mir die Ausmaße relativ vergegenwärtige: 15 mm Materialstärke, 21 mm Schallwand, knapp 1/3 Sockelvolumen mit und Gewicht durch Quarzsand, (doppelte) Innenverstrebung (alle 7 cm), 1 cm Bedämpfung an den Seiten und ca. 4 cm Noppenschaum im Deckel - bei Außenmaßen von HBT 24 x 11,5 x 14,6 cm.

Dazu wage ich auch abschließend einfach mal eine steile These als Laie: Die Bantams sind jedenfalls keine gewöhnlichen 2-Weger, vielmehr wird hier ein BB per Passivmembran im Tiefton erweitert und (relativ "spät", nämlich erst ab ca. 6,75 kHz) im Hochton per AMT unterstützt. Vielleicht ist das ja auch ein Grund, warum mir die Bantams so gut gefallen: Die Vorzüge eines BB nach oben und unten, jeweils genau an den richtigen Stellen, erweitert ...

Zum Abschluss aber auch die Stimme der Vernunft: Die Verbesserungen, die ich oben beschrieben habe, bewegen sich "gefühlt" so bei 10% - 20% (sofern man das überhaupt irgendwie quantifizieren kann). Das klingt wenig, ist aber je nach Ausgangsniveau auch schon viel. D.h. das sind jetzt zwar keine komplett neuen Hörwelten, aber doch deutlich mehr als Nuancen. Der gesamte Klangeindruck ist schlicht im o.g. Sinne "besser" und insbesondere auch "bässer" geworden.

Aber ein Stück bewahrheitet sich hier auch das Pareto-Prinzip: Um die letzten 20% auszuschöpfen, braucht man 80% des Aufwandes. Relativ betrachtet (s.o.), ist da was dran: Das ist schon einiges an Aufwand für einen so kleinen Lautsprecher.

Aber wie schon gesagt: Ich würde es sofort wieder tun und werde meine Suche nach dem "optimalen" Desktop Lautsprecher (im 2.1-System) bis auf weiteres guten Gewissens ruhen lassen. Stattdessen möchte ich mich noch mehr mit dem Thema Raumakustik auseinandersetzen (Stichwort: DIY Decken Panels - s.o.).

Zum Schluss noch einmal einen ganz besonderen Dank an bizzare, trilos und olnima für das Mitdenken und die Unterstützung - es hat sich definitiv gelohnt, dickes Dankeschön dafür!

P.S.
Einen "Pferdefuß" gibt es aber auch bzw. eigentlich zwei:

- Schlechte Audio-Qualität wird von den Lautsprechern gnadenlos offengelegt, sprich schlechtes Ausgangsmaterial tut genau das: schlecht klingen, egal ob es die Qualität nicht hergibt oder das Stück einfach schlecht produziert ist

- Im direkten Hörvergleich werde ich mittelfristig auch an meinem zweiten Arbeitsplatz das 2.1-System* optimieren müssen ... aber das hat absolut keine Eile ...

* Das Problem dürfte hier sein, dass der Sub (= oldy, but goldy = Braun Atelier SW2 mit 30 cm Chassis und eigenem 3-Wege-Verstärker) eine feste Übernamefrequenz von 120 Hz hat und der Übergang zu den Satelliten (die bis 60 Hz spielen = Microspeaker S) nur bedingt gelingt. Zwar erzeugt der SW2 ordentlich Druck und geht (mit Hilfe von Equalizer APO) auch ordentlich tief, ohne zu dröhnen. Aber der obere Bassbereich, sprich der Übergangsbereich von Satelliten und Sub, klingt einfach nicht so sauber, sondern eher etwas "verwaschen" ... dafür können die Microspeaker S mit dem SW2 auch bei Filmen bedarfsweise ordentlich "einheizen" und machen je nach Musik auch so großen Spaß ...
audio.novize
Stammgast
#83 erstellt: 03. Jan 2021, 20:24
Hatte ich schon erwähnt, dass ich von den Bantams "Onyx" begeistert bin?

Ehrlich, was ein "popeliges" 3,5 Zoll bzw. 8,9 cm Chassis bei etwas über 1 l Volumen hier leistet, ist einfach unglaublich! Ich habe mich im Beitrag zuvor ja bemüht, halbwegs objektiv und vergleichend zu schreiben. Aber eigentlich bin ich hin und weg, zumal die Chassis jetzt so langsam eingespielt sein dürften. Was mich "fertig macht": Gerade der Bass kommt furztrocken, druckvoll und super sauber rüber (zumindest auf die kurze Hördistanz am Schreibtisch)!

Dafür muss der ND91-4 aber auch arbeiten - zum Beweis einmal in Zeitlupe ...

bizarre
Inventar
#84 erstellt: 03. Jan 2021, 23:11
Jo, deine Begeisterung wundert mich nicht.. Ich spiel auch gerade mit einem ähnlichen TT (SLS85) und 4" PM.. +- 5mm Hub bei nem 3" sehen ähnlich aus wie +- 20 mm bei nem 12"....
Meine Testboxen sind leicht, nur Filzpads drunter, bei passenden Tracks und laut wandern die über den Schreibtisch.. Die Schreibtischplatte selber fängt schon vorher an , hörbare Töne zu produzieren.. Deine Lösung mit der Sandfüllung und der Gelplatte ist da genau richtig..
Je schwerer, desto besser... Die Membranen rappeln gewaltig an der Box rum...( vor allem die PM ), wesentlich mehr als bei einer ähnlichen BR Box..
Je weicher, desto tiefere Frequenzen werden isoliert ( nicht von der Box auf die Tischplatte übertragen ). Ich würde vorn und hinten nur je 1cm Streifen Gel nehmen...

Cheers, , Manfred


[Beitrag von bizarre am 03. Jan 2021, 23:25 bearbeitet]
audio.novize
Stammgast
#85 erstellt: 03. Jan 2021, 23:33

bizarre (Beitrag #84) schrieb:
... Ich würde vorn und hinten nur je 1cm Streifen Gel nehmen...

Danke, das werde ich auf jeden Fall testen!


bizarre (Beitrag #84) schrieb:
... mit einem ähnlichen TT (SLS85) ...

Ist das der hier (aus den Microspeakern µ bzw. S)?

bizarre
Inventar
#86 erstellt: 03. Jan 2021, 23:52
Jo, genau der... Soll ja Leute geben, die solche Davids als "Schlammschieber" abkanzeln.. ( zu 90% ohne die jemals gehört zu haben ) - Bullshit
audio.novize
Stammgast
#87 erstellt: 04. Jan 2021, 00:03
Na, dann bin aber mal auf das Ergebnis gespannt - wird es dazu evtl. auch etwas hier im Forum zu lesen geben?

Und wer die "Kleinen" einfach ungehört in eine bzw. die falsche Schublade steckt, hat halt einfach etwas verpasst ...
audio.novize
Stammgast
#88 erstellt: 04. Jan 2021, 13:46

bizarre (Beitrag #84) schrieb:
... Je weicher, desto tiefere Frequenzen werden isoliert ( nicht von der Box auf die Tischplatte übertragen ). Ich würde vorn und hinten nur je 1cm Streifen Gel nehmen...

Getestet und für besser befunden* - tatsächlich werden so (noch) weniger Vibrationen an die Tischplatte abgegeben! Super, danke!

Meine (Laien-) Denke war: "viel hilft viel", tatsächlich gilt an dieser Stelle aber: "richtig umgesetzt hilft weniger mehr" ...

* Neben dem akustischen Effekt gefällt es mir so optisch auch besser - die Lautsprecher "schweben" förmlich auf dem Tisch ...
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