Klein aber fein, einfach und billig,

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elserful
Neuling
#1 erstellt: 23. Nov 2011, 19:10
Hendrik hat mich ermutigt, einen thread über meine Entwicklung zu beginnen, die ich bei seiner „Triptychon“-Vorstellung schon kurz beschrieben habe.
http://www.hifi-foru...d=335&postID=220#220

Mir ist klar, daß die Triptychon kaum zu überbieten ist, weder im Klang noch im finanziellen und materiellen Aufwand, und dazu noch mit hochwertigen Verstärkern betrieben, das muß einfach gigantisch klingen.
Es gibt jedoch viele Musikliebhaber, die nicht so einen Aufwand betreiben können, aber trotzdem gern optimale Klänge aus einer preiswerten Anlage wünschen. Zu denen gehöre ich, und mit Anregungen aus „Klang+Ton“ und „Hobby-Hifi“ habe ich nach einigem Experimentieren eine Möglichkeit gefunden, meine Ohren mit wesentlich einfacheren Mitteln zufrieden zu stellen.

Das Herzstück meiner Schallwandler ist der Breitbänder Tang Band W4-1320, der auch bei realistischen Lautstärken ein ungewöhnlich sauberes, ausgewogenes Klangbild von ca. 65Hz bis 10000 Hz liefert. In einer 5l-BR-Box könnte er fast als Alleinunterhalter hohe Ansprüche befriedigen, aber natürlich fehlt unten eine ganze Oktave für Pauken, Kontrabässe und die tiefen Orgeltöne. In den Höhen ist die Grenze nur durch einen leichten „Schleier“ bemerkbar, der kaum auffällt.
Um diese Mängel zu beheben, habe ich zuerst 2 alte Tieftöner (20cm, 4Ohm), die ich aus HECO-Boxen von 1960 gerettet hatte, in ein W-Ripol verwandelt.
Sie sind in Serie mit 8,2mh, parallel mit 470 mikrofarad unter 100 Hz begrenzt, und sie bekommen Signale aus einem Denon-Receiver DRA 345.
Der Denon hat einen kräftigen Verstärker und kann zwei Lautsprecherpaare füttern. Der Ripol ist deshalb einfach über den zweiten Kanal angeschlossen und kann abgeschaltet werden, z. B. bei Sprachsendungen. Ein zusätzlicher Bassverstärker ist nach meinem Gehör nicht nötig, ich habe noch nie so realistische Pauken und Kontrabässe gehört, und Techno-partys will ich nicht damit beschallen. Der Effekt des Ripols lässt sich durch an- und abschalten jederzeit demonstrieren, er passt im Frequenzgang perfekt und macht ein extrem sauberes Fundament,
der Raum wird unten rum deutlich größer. Eine Tiefton-Weiche für den W4-1320 ist nicht nötig, weil der unter 100 Hz von selbst abfällt.
Den „Schleier“ im Hochtonbereich konnte ich experimentell sehr leicht wegziehen. Ich habe noch zwei Bändchen-Hochtöner von Expolinear (NDLR-81), die ich einfach über 1 Mikrofarad ab 10000 Hz angekoppelt habe, und nun klingt die Kombination völlig realistisch im Obertonbereich.

@Hendrik, als Trompeter weiss ich, daß ein Horn einen mächtigen Wirkungsgrad hat,aber auch sehr ausgeprägte Resonanzen, die ganze Naturtonscala schwingt da kräftig mit, und deshalb ist es ohne Messinstrumente sehr schwer, einem Horn-Lautsprecher diese Resonanzen glattzubügeln. Außerdem sind Hörner, die sehr tief gehen, auch sehr groß (Tuba), und ich brauche in der Küche kleine Boxen mit großem Klang.
Die 5liter-Boxen nehmen auch noch den Bändchen-HT mit auf und die w-Ripol-Kiste ist mit 30x40x30 cm =36 Liter gut küchengeeignet.
Zur experimentell gewählten sehr hohen Kopplung des Bändchen-HT : Mir gefällt es so, weil es so sehr einfach geht, weil es eine kompliziertere Weiche im Präsenzbereich einspart und der W4-1320 im ganzen Bereich beste Ergebnisse bringt, und weil meine Ohren sagen: So klingt es richtig.

Inzwischen habe ich den W4-1320 mit Bändchen-HT auch als Paar im Wohnzimmer, ein Omnes audio MT 202 wurde experimentell mit 1Mikrofarad seriell, 0,1mh parallel und einem Spannungsteiler angepasst und auch er zieht den Schleier weg, der über dem Tang Band-Orchester liegt.
Im Bass wird diese Kombination z.Z. noch ergänzt durch zwei TQWT-Kisten „Mindstorm“, in denen nur der TT angeschlossen ist, das klingt auch ganz gut zusammen. Das Ripol-Konzept hat mich aber überzeugt und deshalb soll auch ein W-Ripol fürs Wohnzimmer gebaut werden. Ich habe dafür gerade zwei Mivoc AW 3000 von strassacker bekommen, vor mir stehen Tage mit Stichsäge, Holzleim und Lötkolben.
Im Wohnzimmer sorgt der Denon DRA 735 für Wohlklang (wenn ich nicht gerade Trompete spiele).
Soweit mal meine experimentelle Entwicklung, vielleicht sind Anregungen für jemand drin.
Photos meiner unlackierten MDF-Kisten möchte ich nicht zeigen, ich übersehe ihr mieses Aussehen, wenn ich sie höre.
DYNABLASTER
Inventar
#2 erstellt: 24. Nov 2011, 12:55
Bildeeeeeeeeer!
sayrum
Inventar
#3 erstellt: 24. Nov 2011, 20:54

elserful schrieb:
Hendrik hat mich ermutigt, einen thread über meine Entwicklung zu beginnen, ...

daumen hoch für hendrik


elserful schrieb:

Es gibt jedoch viele Musikliebhaber, die nicht so einen Aufwand betreiben können, aber trotzdem gern optimale Klänge aus einer preiswerten Anlage wünschen. ...

wunderbare idee! mehr details würden (nicht nur) mich freuen.


elserful schrieb:

Photos meiner unlackierten MDF-Kisten möchte ich nicht zeigen, ich übersehe ihr mieses Aussehen, wenn ich sie höre.

kann ich nachvollziehen, bei mir steht auch noch ein thread über meine kodex aus...

doch entwickeln tut man sich durch herausforderungen - face your fears- ...
Towny
Inventar
#4 erstellt: 24. Nov 2011, 20:55

DYNABLASTER schrieb:
Bildeeeeeeeeer! :D


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