Brauche Hilfe um aus CT222 ein F.A.S.T. zu machen

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maho61
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 05. Apr 2014, 22:59
Hallo,

ich habe mir eigentlich für den mobilen Einsatz beim Grillen oder im Park ein Paar CT222 in eine gemeinsame Box mit getrennten Kammern gebaut. Sie laufen an einem Dynavox DA-30 mit Batterien.

Ich bin aber so dermaßen vom Klang beeindruckt, dass ich sie gerne auch zu Hause am Schreibtisch benutzen würde. Dazu fehlt aber natürlich der Tiefgang. Ich würde jetzt gerne aus den vorhandenen Lautsprechern ein F.A.S.T. machen und für den Bass dann z.B. den Tang Band W6-1139SIF oder den W5-1138smf benutzen. Für letzteren gibt es ja auch schon einen Bauvorschlag (Dschinn Sub-Sat-System). Gründe warum ich mir die Chassis ausgesucht habe sind Preis, Optik, der Hub und der Bauvorschlag, der mit recht wenig Volumen aus kommt. Da das Ganze auf dem Schreibtisch Platz finden soll, würde ich mich über eine kompakte Bauweise freuen. Bis zu 50x30x30 (HxBxT) kann ich mir aber MAXIMAL vorstellen.

Eigentlich habe ich auch schon über einen Aktivsubwoofer nachgedacht, habe aber irgendwie nicht wirklich Lust drauf, vor allem weil ich mir die Trennung bei mindestens 100Hz vorstelle und ich mir keinen Subwoofer auf dem Tisch vorstellen kann. Deswegen möchte ich bei einem einfachen 2.0-System bleiben.

Als erstes würde ich gerne wissen, ob die Chassis auch zu den CT222 passen und ob mein Vorhaben überhaupt so einfach realisierbar ist. Ich stelle mir das eigentlich ähnlich wie im Auto vor, eine passive Frequenzweiche, von da dann jeweils zu den Tieftönern und den Omnes. Ich habe allerdings keine Ahnung von der Berechnung und würde mich da über Hilfe freuen.

Mein Ziel ist jetzt nicht brutaler Pegel, ich höre eigentlich nur in etwas gehobener Zimmerlautstärke. Allerdings höre ich gerne tief. Meine Samson Media One 5a können mich nicht mehr befriedigen
herr_der_ringe
Inventar
#2 erstellt: 06. Apr 2014, 10:04
moin, ich geh mal davon aus, daß der bb3.01 gesetzt ist?

dann gibts das was du suchst bereits als fixfertigen bausatz (und damit allen erforderlichen bauteilen): klick. bautiefe kann auch etwas verringert werden und dafür in der höhe zugegeben, die schallwandbreite plus abstand des BB zur gehäuse-oberkante sollte jedoch auf +/- 10% genau eingehalten werden.

oder plan B: dschinn BB plus dschinn-sub (bei der kombination des bb3.01/ct222 plus dschinn-sub dürften meines erachtens die flankensteilheiten nicht passen. aber ruf da einfach mal bei oaudio an, die jungs sind ganz fit und beissen nicht )


sofern dir jedoch eine eigenkreation vorschwebt: du hast messequipment (wie z.b. ein kalibriertes messmikro, etc.), erfahrung damit sowie genügend bauteile?

nein?

dann würde ich an deiner stelle zur variante mit aktivmodul raten.

eine möglichkeit: gehäusebreite der ct222 wieder bis auf +/- 10% übernehmen, dann passt der sperrkreis.
der bb3.01 macht mit vorgeschalteten 600µF in 0,4 ltr ein F3 von 150hz, diese bauteile werden zusätzlich zwischen sperrkreis und chassis eingebracht.

dazu entweder:
ein basschassis und das ganze als monosub
oder
je ein basschassis zu den LS dazu. diese werden parallel zum aktivmodul geschalten, weshalb diese chassis 8Ω haben müssen (oder das aktivmodul 2Ω-stabil sein muss).
maho61
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 06. Apr 2014, 10:39
Erst mal vielen Dank für die Antwort.

Der New Orange Bausatz wäre mir zu teuer, der Preis war ja mit ein Grund warum ich die Chassis ausgesucht hatte. Den Dschinn komplett nachzubauen fällt dann auch weg. Die Variante mit Mono-Subwoofer habe ich ja auch schon abgehakt.

Ich möchte die vorhandenen CT222 weiter benutzen, vllt. war das nicht ganz deutlich erklärt. Ich würde gerne 2 weitere Gehäuse für die einzelnen Tieftöner bauen (bzw. die vorhandenen CT222 -Gehäuse ergänzen) und dann einen Tieftöner und einen CT222 pro Kanal anschließen, halt so wie im Auto. Die Variante mit Aktivmodul hört sich interessant an, die fertigen sind nur zu teuer und bei den Bausätzen blicke ich leider nicht ganz durch, bin da aber für Vorschläge offen. Preislich würde ich mit Modul max. 100€ pro Box ausgeben bzw. ergänzen wollen. Die CT222 sind ja schon fertig.

Ich hatte eher an einen Hochpass beim CT222 und einen Tiefpass beim Dschinn-Sub vorgestellt. Funktioniert das nicht so einfach wie ich es gern hätte?

Zu der Impedanz: Das hatte ich noch nie ganz verstanden, wenn der Omnes 4 Ohm hat, wieso muss der Tieftöner dann 8 Ohm haben?
herr_der_ringe
Inventar
#4 erstellt: 06. Apr 2014, 11:28

Ich möchte die vorhandenen CT222 weiter benutzen

aaaha. ok

jedoch: ganz so einfach, wie du dir das vorstellst, funktioniert das leider nicht
(weshalb das so ist, kannst du hier nachlesen.)

einem subchassis einfach einen tiefpass vorzuschalten, funktioniert zudem ebenso nicht so wirklich einfach, da du genau im bereich der grössten impedanzschwankungen bewegst. dies macht ein impedanzkorrekturglied unumgänglich - mit den entsprechend großen bauteilwerten. (dschinn mit sub abzüglich 2x dschinn macht ~190€ für die bassunterstützung; wie vorhin geschrieben: da würd ich direkt mal bei oaudio anrufen, ob das ginge.)
oder bedingt ein aktivmodul, welches genauso wie das subchassis durchaus auch gebraucht sein kann. mit etwas geduld gibts sowas z.b. im biete-bereich

ps: die 8Ω benötigst du, wenn du je seite ein subchassis einsetzen willst, diese jedoch aus kostengründen an einem gemeinsamen aktivmodul betreiben möchtest. aufgrund der parallelschaltung werden hieraus dann 4Ω. schaltest du zwei 4Ω-chassis parallel, so können für das modul gefährliche 2Ω ankommen.
nachteil an 2Ω-stabilen modulen: die liegen deutlich ausserhalb deines budgets.
maho61
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 06. Apr 2014, 13:39
OK, also kann ich das getrost wieder vergessen Es sei denn, jmd. der Ahnung hat simuliert mir da was, in dem Link scheint er ja auch in ein paar Minuten was brauchbares hinbekommen zu haben ^^ Würde mich auf jeden Fall sehr freuen.

Ansonsten 2 8 Ohm Tieftöner parallel schalten und über ein Aktivmodul laufen lassen, welcher dann die Übergangsfrequenz regelt? Wo ist dann da der Unterschied? Ist das dann nicht genauso klanglicher Unfug? Ich meine Das Aktivmodul hat ja auch irgendeine Frequenzweiche darin oder nicht?
herr_der_ringe
Inventar
#6 erstellt: 06. Apr 2014, 19:30
die simulation aus dem link war ein schnelles herumprobieren mit in der datenbank hinterlegten visaton-chassis. das ergebnis solch einer simulation gehört zudem immer messtechnisch überprüft (deine nächste hürde )

hauptproblem dürfte in deinem fall sein, den bb3.01 datenbankkonform einzulesen
(anmerkung: mir ist ad hoc zudem niemand/kein thread bekannt, wo dies gemacht wurde.)


bei passivtechnik (frequenzweiche) wird das signal verstärkt, und mittels der frequenzweichenbauteile (kondensator/spule/widerstand) entsprechend den frequenzen aufgeteilt. (ein verstärker für alles)
bei aktivtechnik (modul) wird das signal erst in seine frequenzbereiche aufgeteilt, und dann erst verstärkt. (jeder zweig hat seinen eigenen verstäker)

bei einem aktivmodul hängt das chassis also direkt am verstärker, impedanzschwankungen sind damit weitestgehend banane. zudem ist es so, daß die besseren module auch einen hochpass mit an bord haben (allerdings nur auf cinch/low-level), wodurch dann weiter die satelliten aktiv entlastet werden können.
sehr viele module können ihr signal auch aus einer lautsprecherleitung (hi-level) entnehmen, weshalb ein vorverstärker nicht zwingend erforderlich ist. jedoch sollte sofern möglich dem low-level der vorzug gegeben werden.
sayrum
Inventar
#7 erstellt: 06. Apr 2014, 20:03
Nabend
so weit ich verstehe: einen Breitbänder mit passiver Tieftonunterstützung zu kombinieren wird immer etwas kostspieliger, denn je tiefer die Übernahmefrequenz (also den BB sein ganzes Können bis ca 300Hz ausspielen lassen) desto größer werden die Spulen in der Weiche sein müssen -> viel Kupfer welches in den letzten Jahren sehr teuer gewrorden ist.
Viel kostengünstiger als zB die New Orange wird es dadurch nicht werden können.



[Beitrag von sayrum am 06. Apr 2014, 20:04 bearbeitet]
herr_der_ringe
Inventar
#8 erstellt: 06. Apr 2014, 20:12
so in etwa stimmt das. ein beispiel: hab mir letztens ne andere weiche für den TT-MT-zweig meiner duettas geordert. waren "mal so eben" fluffige vierhundert tacken, trotz dem ich einige bauteile weiterverwende
maho61
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 06. Apr 2014, 21:04
Alles klar, verstanden! Du bist ne Hilfe :thumbsup: Dann wirds wohl doch ein Aktivmodul. Wenn es aber eines mit aktivem Hochpass für die Satelliten ist dürfte es kein Problem mehr geben oder? Dann kann ich theoretisch jeden x-beliebigen Aktivsubwoofer mit Low Level In und Out nehmen? Bzw. mir halt mit solch einem Modul einen basteln?

Fazit: Wenn ich also 2 Tieftöner haben will muss ich entweder 2 Aktiv-Module kaufen, ein 2 Kanal Modul (wenn es so etwas bezahlbar gibt) oder die Tieftöner parallel laufen lassen, dann müssen es aber 8 Ohm Lautsprecher sein und ich hab im Tiefton kein Stereo mehr...
herr_der_ringe
Inventar
#10 erstellt: 06. Apr 2014, 21:49
die allerwenigsten musikstücke sind im tiefbassbereich in stereo abgemischt. nur eines: wenn du die trennfrequenz über 100~120hz hast, dann ist der sub zwingend zwischen die satelliten zu stellen, das würde sonst nämlich ortbar werden.

ansonsten passts, und die satelliten benötigen keine zusätzlichen bauteile mehr. (welcher verstärker? der dynavox?)
aber bitte aufpassen, daß der hochpass beim modul dezidiert mit aufgeführt ist!
maho61
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 06. Apr 2014, 22:07
Ja wegen dem Hochpass für die Satelliten fallen da einige günstige Modelle weg. Deswegen schau ich mich auf dem Gebrauchtmarkt um.

Jetzt weißt du warum ich den Gedanken an einen einzelnen Subwoofer verworfen habe. Ich möchte bzw. kann ihn nämlich nicht zwischen die Satelliten stellen. Ich müsste die Trennfrequenz tiefer wählen, wobei die CT 222 unter 100 Hz nicht wirklich was von sich geben. Daher die Entscheidung für 2 Tieftöner. Naja, du warst mir ne große Hilfe, ab hier komme ich alleine klar denke ich
herr_der_ringe
Inventar
#12 erstellt: 06. Apr 2014, 22:31
ergo bleiben nur zwei chassis mit je 8Ω...dann gehts auch wieder
maho61
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 06. Apr 2014, 22:54
Ich denke für den Anfang gerade doch über einen einzelnen Subwoofer nach. Einfach weil mir die Tang Band so gut gefallen wegen dem Hub und der Möglichkeit sie in sehr kleine Gehäuse zu bauen. Mit 8 Ohm Impedanz finde ich aber nur den 8 Zoller W8-670, der dann allerdings bei 2 Chassis wohl zu viel Leistung bräuchte. Dann würde das Aktivmodul wieder teurer werden müssen, daher bleibe ich erstmal beim W5-1138SMF und schaue wie tief ich mit der Übernahmefrequenz gehen kann. Mit der Ortbarkeit werde ich dann erstmal leben müssen und überlege mir in Zukunft noch mal was.

Wäre dann wieder die Frage, ob und was ich da vorschalten sollte zwecks Entzerrung? Ich kann im Netz leider nichts dazu finden, wenn du da auch nichts hast, rufe ich morgen mal bei oaudio an und hoffe ich kriege kompetente Beratung
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