Synthese Angara 2 und Ophelia - ein Traumlautsprecher?

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Cappi-
Gesperrt
#1 erstellt: 28. Jun 2014, 23:52
Hi folks,

eine Konstruktion wie die Angara 2 wäre so richtig etwas für meine Ohren. Im Hörtest der K&T wird der Hochtonbereich auch mit "aberwitziger Spielfreude" gelobt, die "selbstverständliche Räumlichkeit" war auch zu erwarten, aber die Qualität im unteren Frequenzbereich bleibt trotz weiterer beschriebener Qualitäten ohne Erwähnung.

Erwünscht und gesucht ist ein Lautsprecher, der die Qualitäten der Angara 2 mit der Bassperformance einer Ophelia kombiniert. Troels hat die Ekta Grande im Portfolio, aber der Audaphon AMT 1i ist schon ein lecker HT , der sehr kultiviert Musik macht. Wenn eine Kombination mit einem Bass- und Mitteltonbereich auf gleichem Niveau realisiert würde, für Räume so zwischen 30 und 40qm, dann hätte meine Fräse wieder einen Job! Der LS soll natürlich "einfach nur exakt das reproduzieren, was ihm als elektrisches Signal zugeführt wird"; ich möchte das hören, was an der Mischkonsole als authentisch betrachtet wurde.

Existiert bereits eine Kombi mit AMT und Scan Speak TMT's?

Wäre auch nett, wenn jemand Links zu bewährten Lösungen mit AMT und adäquatem Unterbau postet - fixiert auf dänische Treiber bin ich nicht. Nur auf der Suche nach einem LS, der AMT 1i-Merkmale zum unteren Frequenzende fortsetzt.

RU


[Beitrag von Cappi- am 29. Jun 2014, 00:00 bearbeitet]
Black-Devil
Gesperrt
#2 erstellt: 29. Jun 2014, 01:53
Hallo RU,

auch wenn es in der K&T vielleicht nicht extra erwähnt wurde, die Wavecor TMT sind imho mit das beste, was es derzeit in dieser Klasse gibt (und ich meine nicht die Preisklasse!). Die müssen sich auch nicht vor den TMT der Ophelia verstecken. Und mit genug Luft im Rücken gehen die Linear bis an die 30Hz Grenze!
Die Gründer der Firma Wavecor sind übrigens ehemalige Vifa/ScanSpeak Entwickler.

Dass die Angara 2 "aberwitzige Spielfreude" bietet, schreibe ich erst einmal dem zum HT ansteigenden Frequenzgang zu. Auch wenn das natürlich nur ein Aspekt ist, halte ich die Abstimmung für zu höhenbetont. Und der AMT 1i spielt ohnehin schon sehr direkt und nicht gerade zurückhaltend. Den LS sollte man daher imho eher nicht in relativ spärlich eingerichteten Räumen einsetzen und eher nicht auf den Hörer ausrichten.

Es gibt übrigens auch eine aktive Box mit nahezu genau der Angara 2 Bestückung vom Forenmitglied "Chlang", die Chlang3. Die konnte ich bereits ausführlich hören und was die beiden Wavecor TMT im Bass veranstalten, ist schon großes Kino. Im gut bedämpften Hörraum bei Quint-Audio haben sie jedenfalls auch bei sehr hohen Pegeln noch keine Anzeichen einer Limitierung erkennen lassen. Auch wenn 30-40m² natürlich nicht gerade wenig sind, wenn man mehr Bass braucht als die 4 Wavecor liefern (können), dann muss man zu Chassis mit größerem Durchmesser greifen, was auf einen 3-Weger hinaus laufen würde, oder Subwoofer einsetzen.

In dieser Preisklasse würde ich auch nichts mehr ohne aktive Raumanpassung machen. Acurate oder Dirac kosten zwar erst einmal ordentlich Geld - wenn man aber bedenkt, für was man oft viel Geld ausgibt, um minimale Verbesserungen zu erreichen, ist diese Investition lächerlich im Vergleich zur klanglichen Verbesserung.

Wie sieht denn bei dir die Ausgangslage aus?
Raumakustik und Aufstellung?
Musik?
Rest der Anlage?
Hörgewohnheiten?
Budget?

Cappi-
Gesperrt
#3 erstellt: 01. Jul 2014, 21:52
Dieser Diablo ist nicht so schwarz wie es scheint... Manchem scheint es teuflisch wenn jemand eine Meinung hat. Vielleicht adressiert sich dieser Nick an die Leser - wäre mal etwas anderes

RU = read you, freue mich von dir zu lesen

Zu deinem post:

Ich wollte an den Wavecor-TMT's nichts kritisieren; kann mir vorstellen, dass sie exzellent sind.

"...zum HT ansteigender Frequenzgang" sagt mehr als eine paradoxe Metapher. Die Abstimmung ist vor allem eine Frage des Geschmacks und des individuellen Hörempfindens - darüber kann man diskutieren, muss aber nicht sein. Mein "Traum-LS" sollte jedenfalls nur das wandeln, was elektrisch ankommt - das gilt ebenso für die Elektronik davor. Ich will hören was auf der CD ist, alle anderen Komponenten müssen Neutralität wahren (...also Hifi / audiophile Wiedergabe im engeren Sinn).

Mit der Raumanpassung muss ich mich befassen; habe bereits einiges gelesen, das mein Interesse weckt! Leuchtet auch ein wenn man realisiert, dass der Raum nach den LS die zweitwichtigste Einflußquelle ist.

Raum hat rechteckigen Grundriss, LS vor der kurzen Wand und Fenster "im Rücken"
Musik: höre ich meist konzentriert, selten nebenbei; Steinway, Stradivari, Stratocaster oder Gibson Les Paul mit Band, Faith No More, Esbjorn Svensson Trio, Beethoven, Demis Roussos, Maceo Parker, Melody Gardot - also das Spektrum an Stimmen und Instrumentarium ist wirklich breit; es müssen Ohren und Geschmack aus drei Generation zufriedengestellt werden!

Geräte: Vintage DCD-3560, paar brauchbare integrierte Watt aus Duisburg, LS wird gesucht

Hörgewohnheiten: technisch und/oder sozial? Selten laut, meist zu zweit, im Wechsel Teenager oder Senioren...

Budget: Wenn der LS dauerhaft zur Familie gehört würde ich sagen ~3k€ für ein DIY-Projekt sind nicht zuviel. Wenn es für ~2k€ funktioniert wär's ein Schnäppchen. Im Visier: ATS-4 von TG. Manche schreiben, die Be-Lotte hätte einen Hang zur Schärfe/Härte. Ob die Beschaltung oder andere Faktoren ursächlich sind kann man per Ferndiagnose nicht beurteilen.
Black-Devil
Gesperrt
#4 erstellt: 02. Jul 2014, 10:53

Cappi- (Beitrag #3) schrieb:
RU = read you, freue mich von dir zu lesen

Wieder was gelernt!


Cappi- (Beitrag #3) schrieb:
Musik: höre ich meist konzentriert, selten nebenbei; Steinway, Stradivari, Stratocaster oder Gibson Les Paul mit Band, Faith No More, Esbjorn Svensson Trio, Beethoven, Demis Roussos, Maceo Parker, Melody Gardot - also das Spektrum an Stimmen und Instrumentarium ist wirklich breit; es müssen Ohren und Geschmack aus drei Generation zufriedengestellt werden!

Gerade dafür ist Dirac ein Segen. Durch die 4 Presets kann man die Lautsprecher auf die unterschiedlichen Geschmäcker und Musikstile anpassen und per Mausklick/Knopfdruck abrufen.
Wenn dann noch der Lautsprecher selbst keine groben Fehler macht, ist man schon sehr nahe dran am perfekten Klang.

Bei dem Budget ist im Selbstbau natürlich nahezu alles möglich. Die ATS-4 könnte aber eine der Wenigen sein, die die 3k€ übertrifft.

Ich kenne bisher nur die andere Be-Kalotte und die spielt wunderbar, wenn sie richtig beschaltet ist - keine Spur von Schärfe.
Cappi-
Gesperrt
#5 erstellt: 04. Jul 2014, 14:48
Presets um die Original-Signale dem anzupassen, was ich hören will...? Dadurch wird eine Realität geschaffen, die anders ist als auf der CD... Ob das meine Philosophie ist Vielleicht hast du auch etwas anderes gemeint, und zwar die Möglichkeit, Raumeinflüsse zu kompensieren. Dadurch kommt man dem Original näher, das ist das Ziel. Wenn man Störungen/Fehler wegregeln kann ohne neue zu erzeugen macht das m.E. Sinn!

Die Eindrücke aus dem Probehören bei K&T am 14.06. legen aber nahe, dass eine Kombination der SS-TMT's mit einem (dem) AMT enormes Potential besitzt. Hat jemand mal so etwas konstruiert? SS kenne ich bisher in Kobination mit den unterschiedlichsten Kalotten, aber einen AMT hat denen noch keiner gegönnt - oder bin ich unzureichend informiert?

off topic: 2-1 für Schland!

RU
Black-Devil
Gesperrt
#6 erstellt: 04. Jul 2014, 16:54

Cappi- (Beitrag #5) schrieb:
Vielleicht hast du auch etwas anderes gemeint, und zwar die Möglichkeit, Raumeinflüsse zu kompensieren. Dadurch kommt man dem Original näher, das ist das Ziel. Wenn man Störungen/Fehler wegregeln kann ohne neue zu erzeugen macht das m.E. Sinn!

So wars gemeint!
Erst einmal werden die Raumeinflüsse kompensiert. Dazu kannst du eine Soll-Kurve erstellen (lassen), die dem theoretischen Optimum entspricht und Dirac korrigiert dann auf die Zielkurve hin.
Daneben gibt es dann noch 3 Presets, in denen du die Soll-Kurve an den Geschmack von dir, den anderen Hörern oder auch auf spezielle Musik hin angepasst werden kann. In Preset 1 also ausgewogen, Preset 2 für den Sprössling, der gerne Rock etwas deftiger hört, Preset 3 mit zurückhaltendem Bass für späte Abendstunden usw.

Du kannst also mit der perfekt ausgewogenen Abstimmung hören und direkt im Anschluss kann der Sprössling Rock einlegen und per Mausklick seine Abstimmung mit leicht angehobenem (Kick-)Bass und etwas abgesenktem Präsenzbereich, damits richtig Spaß macht, abrufen.

Komplett ausgewogene Abstimmungen mit korrigierten Raummoden sind für sehr viele Leute zu bassarm - das wird nicht jeder mögen. Und da bei dir ja mehrere Geschmäcker bedient werden wollen, ist Dirac hier schon super.

Von den Eindrücken hab ich noch garnichts gelesen - muss ich mal gucken.
Klar hat die Kombi SS+AMT sehr großes Potential - eine solche Box ist mir aber auch noch nicht bekannt.

OT: Im Tippspiel der Arbeit muss ich ein wenig Risiko gehen, daher 5:4 im Elfmeterschießen für uns!
Cappi-
Gesperrt
#7 erstellt: 06. Jul 2014, 14:52
Um mal wieder auf die Anfangsfrage zu kommen: Wer entwickelt eine Kombination aus Scan Speak plus AMT?


[Beitrag von Cappi- am 06. Jul 2014, 14:52 bearbeitet]
Black-Devil
Gesperrt
#8 erstellt: 06. Jul 2014, 19:42
Die Frage ist dann wohl eher, was dir das wert wäre!?
Können tun das einige User hier, aber es ist eben nicht in 2 Stunden erledigt und wird daher nicht ganz billig.

Es gibt aber auch fähige Entwickler, mit denen man darüber reden kann, z.B. Alex Heißmann, der sehr gute Arbeit abliefert und diesen Service anbietet. Da würde ich einmal nachfragen an deiner Stelle.
Cappi-
Gesperrt
#9 erstellt: 08. Jul 2014, 09:02
Die Frage würde ich anders stellen: Fühlen sich die Entwickler der bekannten DIY-Magazine oder auch ein AH oder RF durch die fokale Frage inspiriert? Wenn es bislang keine derartige Kombination gab wäre dies eine Marktlücke!

Black-Devil
Gesperrt
#10 erstellt: 08. Jul 2014, 15:43
Um das zu erfahren, müsste man sie erst einmal darauf ansprechen.

Marktlücke würde ich das nicht unbedingt nennen. Sonst wären ja alle Chassiskombinationen, die noch nicht zufällig von Jemandem für einen Bausatz benutzt wurden, auch Marktlücken - da wäre der Markt ganz schön löcherig.

Ich glaube, wenn du bereit wärst, in das Chassismaterial zu investieren und ernsthaft nachfragst, dann könnte das den Einen oder Anderen durchaus reizen. Nur umsonst und auf die Schnelle geht da natürlich nichts - aber das ist dir bestimmt schon klar.
Cappi-
Gesperrt
#11 erstellt: 08. Jul 2014, 16:31
...ein Emmentaler hat weniger Löcher

Der Selbstbauer hat Zeit und ist ökonomisch orientiert - zumal eine Grundversorgung von Troels gegeben ist. Das "mehr wollen" ist also jammern auf hohem Niveau

Punxsutawney_Phil
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 10. Jul 2014, 03:01
Das klingt alles sehr interessant. Wenn so ein Projekt umgesetzt werden sollte, wäre ich daran auch äußerst interessiert.

Im Fertigsektor gibt es die Kombination Scan Speak TMT + Mundorf AMT übrigens bereits:
ASW Chelys

Es sind zwar die Illuminator-TMT und meiner Meinung nach ist die Trennfrequenz auch etwas hoch gewählt, ein Ohr zu riskieren dürfte aber nicht schaden.
Optisch gefallen mir diese Lautsprecher auch richtig gut.

Übrigens kann ich über die Wavecor TMT auch nur Gutes berichten. Gerade das auf symmetrischen Antrieb optimierte Design ist in meinen Augen ein unbestreitbarer Vorteil gegenüber vielen anderen Chassis.
Cappi-
Gesperrt
#13 erstellt: 10. Jul 2014, 23:06
Danke für den Tipp und, WOW, die wäre so richtig nach meinem Geschmack!

An meinen LS dürfen nur die Chassis schwarz sein, die Box muss ansonsten den Charakter einer Skulptur besitzen - das ist bei den Chelys schön gelöst.

DAS bitte als Variante für alle, die einen Lötkolben am richtigen Ende anfassen
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