| HIFI-FORUM » Reparatur & Wartung » Elektronik (Stereo&Surround) » The t.Amp S150 erzeugt Störgeräusche | |
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The t.Amp S150 erzeugt Störgeräusche+A -A |
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Schmids-Gau
Stammgast |
#1
erstellt: 05. Jan 2026, 17:01
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Hallo Zusammen, ich benötige mal wieder Hilfe bei einem Elektronik-Problem. Gerät: t.Amp S150 Fehlerbeschreibung: Das Gerät erzeugt sporadisch auf beiden Kanälen Störgeräusche, die sich wie eine Mischung aus kratzen und (weißem) Rauschen anhören. Am ehesten wie wenn ein Chassis defekt wäre oder ein Kabel einen Wackelkontakt hat. Die Störungen treten nur auf, wenn ein Pegel anliegt. Sie sind nicht gezielt reproduzierbar, treten aber häufig auf. Es sind beide Kanäle unabhängig betroffen. Tritt ab geringen Ausgangsleistungen von unter 0,5 Watt/Kanal auf Geprüft wurde:. - Lautsprecher sind i.O. (Fehler via Kreuztausch bestätigt) - Keine offensichtlich defekte Komponenten im Verstärker (aufgeblähte Kondensatoren, Schmorspuren, ...) - Potis wurden mit Kontaktspray gereinigt - Prüfung auf kalte Lötstellen an den Ein- und Ausgangsbuchsen Einen Schaltplan gibt es hier: https://medias.audio...mp-s-150-1277915.jpgAn dem Punkt sind meine Elektronikkenntnisse am Ende. Danke und Grüße! |
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CarlM.
Inventar |
#2
erstellt: 05. Jan 2026, 17:09
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Wenn es weg ist, nachdem man den Pegel kurzzeitig erhöht hatte, würde ich auf die Lautsprecher-Relais tippen. Grundsätzlich sollte man bei solchen Fehlerbildern versuchen, den Fehler zu provozieren. Dazu kann man mit einem Holz-oder Plastikstab an Bauteilen klopfen/drücken. Ggf. kann auch Wärme (Fön) oder Kälte(spray) hilfreich sein. |
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Schmids-Gau
Stammgast |
#3
erstellt: 06. Jan 2026, 15:27
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Hab versucht das ganze via den Input meiner Soundkarte zu messen. Die Verkabelung mit Krokodilklemmen ist zwar nicht ganz sauber, dürfte aber trotzdem aussagekräftig sein. Setup: - Soundkarte -> Verstärker -> Line-In - Testfrequenz: 340 Hz Sinus - Messpunkte: -- Masse: immer am Lautsprecherterminal -- Signal: Wechselnd am Terminal und an P1 (Output der Verstärkerplatine) Ergebnisse: Zwischen P1 und Terminal gibt es keine Unterschiede, deswegen würde ich das Relais ausschließen. i.O.-Messung. Kein Unterschied, ob die LS angeschlossen sind oder nicht: ![]() ![]() n.i.O. an P1, kein Lautsprecher angeschlossen: ![]() ![]() n.i.O. an P1, mit Lautsprecher: ![]() ![]() Eine Möglichkeit den Fehler gezielt zu reproduzieren habe ich noch nicht gefunden. |
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CarlM.
Inventar |
#4
erstellt: 06. Jan 2026, 17:46
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Wie gesagt ... es kann viele mögliche Ursachen geben. Penetrationstests hatte ich ja schon angesprochen. Du solltest auch externe "Störenfriede" auf dem Schirm haben wie z.B. Wechselrichter von Solarmodulen (Balkonkraftwerke) etc. Ich hatte einmal ein Gerät, das jeden Scan des MRT eines benachbarten Krankenhauses eingefangen hat. |
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stoneeh
Inventar |
#5
erstellt: 06. Jan 2026, 21:46
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Bingo. Sehr wahrscheinlich. Zum Vergleich, ich hab hier zB vor Jahren schonmal ähnliche Effekte an zwei anderen t.amps, und einem weiteren günstigen PA-Amp, dokumentiert: klickEntsprechende Textstelle rauszitiert:
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Valenzband
Inventar |
#6
erstellt: 07. Jan 2026, 13:55
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Wenn tatsächlich immer beide Kanäle gleichzeitig betroffen sind, kommen netzgebundene oder frei eingestrahlte Störungen naturgemäß infrage. Allerdings sollten diese dann pegelunabhägig auftreten, insbesondere auch bei offenem Eingang. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass einer oder beide Ruheströme viel zu klein, bzw. faktisch Null, sind. In diesem Fall wird die Verstärkung der Ausgangsstufe sehr klein und vor allem nichtlinear, solange, bis sie durch ausreichende Aussteuerung erst wieder höhere Verstärkung erlangt. In den Übergangsbereichen muss sich die gesamte Schaltung jedesmal erst einmal wieder "einschwingen", was die Kratzgeräusche erklären könnte. Dabei treten oft temporäre Instabilitäten auf, die auch ein Rauschen erzeugen können. Insgesamt passt das ganz gut zu deiner Beschreibung. Dass beide Kanäle primär davon betroffen sind erscheint zwar unwahrscheinlich, aber es gibt bei Auftreten der Instabilität ("HF", "Rauschen") eine naheliegende Erklärung für ein Übersprechen der Kanäle. Die Ruhestromregelung erfolgt hier mit Trimmer VR103. Wenn dessen Schleifkontakt etwas stärker oxidiert kann der Ruhestrom durchaus auf Null fallen. Selbst ohne Abgleichanweisung kann man einen gesunden Ruhestrom von ca. 20mA je Ausgangstransistor annehmen, mithin etwa 8mV über jedem der vier 0.39R Emitterwiderstände (ohne weitere Bezeichnung im Plan), gemessen ohne Lautsprecher oder sonstige Last nach ca. 15 Minuten Aufwärmzeit. 20% Abweichung sind kein Problem. BTW: R138 und R139 wurden sehr wahrscheinlich falsch dokumentiert; Deren "innere" Anschlüsse gehen sicher nicht gegen Masse, sondern wohl auf den Ausgang. [Beitrag von Valenzband am 07. Jan 2026, 13:56 bearbeitet] |
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Schmids-Gau
Stammgast |
#7
erstellt: 11. Jan 2026, 14:37
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Den Ruhestrom hab ich geprüft, zwischen 8 und 20 mV gibt es keinen nennenswerten Unterschied. Externe Einflüsse kann ich inzwischen auch ausschließen, es gibt ein Muster: - Der Fehler tritt auf, sobald die Ausgangsspannung an P1/Terminal ~2,0...2,1 V überschreitet -- Die mechanische Poti-Position kann ich ausschließen -- Genaue Spannung konnte ich zwecks der Poti-Rasterung noch nicht ermitteln - Der Fehler tritt unabhängig der Frequenz auf (getestet mit Sinus) - Peaks sind immer um 2f auseinander 100 Hz: ![]() ![]() ![]() ![]() 800 Hz: ![]() ![]() ![]() ![]() Ob das Verhalten bei beiden Kanäle identisch ist kann ich noch nicht sagen, Kanal 2 stellt sich gerade tot. Die Dokumentation von R138/R139 sollte passen, der Durchgangsprüfer zeigt keine Verbindung zu P1. |
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Valenzband
Inventar |
#8
erstellt: 11. Jan 2026, 15:24
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Das sieht ganz nach symmetrischer Begrenzung aus. Evtl. sind die Ausgangstransistoren oder deren Treiberstufen beschädigt.
Die f-Skala ist "gewöhnungsbedürftig", sie ist weder linear noch logartihmisch. Insbesondere zwischen 1kHz und 10kHz kann man nur erahnen. was die Frequenz sein soll. Unterhalb 1kHz ist beim 100Hz Signal (input) aber erkennbar, dass praktisch nur die ungeradzahligen Oberwellen auftreten (300Hz, 500Hz, 700Hz...) was für eine mehr oder weniger rechteckige Spannung typisch ist und die symmetrische Begrenzung widerspiegelt.
Na toll... Genau das hattest du doch eingangs behauptet... Leider ist kaum nachzuvollziehen, was du wo hörst oder misst. Schwierig dir zu helfen. M.E. ist es mittlerweile angesagt, das Teil in professionelle Hände zu geben, bevor am Ende durch endloses Gebossel noch mehr futsch geht.
Das macht jedenfalls wie dargestellt keinen Sinn. Evtl hast du das falsche Ende von R138 erwischt und der Durchgangspieper hat mit 47R noch nicht angesprochen. Ausgeschaltet war die Kiste dabei, hoffentlich ... |
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Schmids-Gau
Stammgast |
#9
erstellt: 11. Jan 2026, 17:36
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War das erste Programm für Linux welches, ein FFT-Spectrum ausgibt. Die kleinen Teilstriche sind Abstufungen *1-9 der jeweilige Potenz. Deine Beobachtung ist korrekt.
Bleib entspannt, der Verstärker scheint noch ein Problem auf der Eigangsseite zu haben. Im Parallel-Modus bekommen beide Endstufen ein Signal und verhalten sich identisch. An den Collectoren der Leistungstransisoren T110 bis T115 liegt das Störsignal schon an. Ebenso an den Collectoren von T106 und T108. Bei den im Signalweg davorliegenden greift die Schutzschaltung, wenn ich versuche das Signal via Soundkarte abzugreifen. Was mich etwas wundert, ist das an Emitter und Base von T106 und 108 keine Spannung anliegt, werden darüber nicht die nachfolgenden Stufen versorgen? |
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Valenzband
Inventar |
#10
erstellt: 11. Jan 2026, 18:38
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You get what you pay for. Das ist jedenfalls Murks.
Ja, so eine Überraschung...
Dort sollte überall gar kein Signal anliegen, sondern die Gleichspannung aus dem Netzteil.
Nee jetzt im Ernst? Du gehst mit dem Eingang einer Soundkarte einfach in der Schaltung spazieren. Das ist ja nun wirklich mal ein kreativer Ansatz. Mach weiter so und du schrottest auch noch die Soundkarte. Wahrscheinlich hast du ohnehin schon Teile des Amps mit der Methode gekillt.
[Beitrag von Valenzband am 11. Jan 2026, 18:39 bearbeitet] |
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Schmids-Gau
Stammgast |
#11
erstellt: 11. Jan 2026, 19:07
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Es überrascht mich, dass du in deiner grenzenlosen Weisheit noch nicht auf die Idee gekommen bis, dass das Risiko bei einem defekten Verstärker und billiger Soundkarte überschaubar ist. Vor allem bei bekannter Spannung und Eingangsimpedanz.
Geh am besten raus, eine Runde im Schnee spielen oder spazieren, das kühlt ab. |
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alex560
Stammgast |
#12
erstellt: 11. Jan 2026, 22:01
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Ich hatte letztens ein übersteuertes Signal ZUM Verstärker geschickt. Ich hatte aus Versehen im DSP einen zu hohen Gain bei einem der vielen Filter eingestellt. Das hat sich auch sehr komisch angehört und ich hab ne Weile gebraucht, bis ich drauf gekommen bin. Die Pegelanzeige auf der Eingangsseite hat es mir NICHT gezeigt. Also check vielleicht mal, ob du wirklich alles im grünen Bereich hast - am besten mal alle Regler ausschalten. |
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Schmids-Gau
Stammgast |
#13
erstellt: 12. Jan 2026, 19:45
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Das Input Signal habe ich überprüft, das passt. Aber den Input muss ich noch gegenchecken, nicht das der Line-In einfach ab 2V übersteuert. Danke für den Denkanstoß! |
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Schmids-Gau
Stammgast |
#14
erstellt: 02. Feb 2026, 18:39
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Das sollte Output heißen. Neue Erkenntnis: Der Line-In einer Soundkarte fängt wohl bei ca.2,0...2,1 V an zu übersteuern... Dafür bin ich inzwischen bei der Theorie von @CarlM. An den LS-Out lässt sich ein sehr unschöner 440Hz-Sinus messen: ![]() ![]() An P1/P2 sieht es sauber aus. Aber ich kann keinen Sinus mehr hören und den Trigger richtig zu erwischen ist tricky. Mal versuchen, ob ich das Relais zerstörungsfrei geöffnet und gereinigt bekomme. |
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Schmids-Gau
Stammgast |
#15
erstellt: 05. Feb 2026, 18:56
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Hatte gerade Zeit, das Relais auszulöten. Das Gehäuse ist nur geklipst, lässt sich einfach öffnen. Die Kontakte wurden mit Entlötlitze gereinigt, bis jetzt hört sich alles gut an. |
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