Yamaha A-S 1000 Schutzabschaltung

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DrMcCoy83
Neuling
#1 erstellt: 10. Mrz 2026, 18:41
Moin Zusammen,

der A-S 1000 ist ein tolles Teil, wenn er läuft

Das Gerät geht nach dem ersten Einschalten in die Schutzabschaltung. Laut DoKu Temp Protect.
Die Spannungen an P.C.B. 1 und 64 sind plausibel. Die HIFi-Werkstatt hat den Verdacht, das die IC502 defekt ist.
Kann ich nicht 100% nachvollziehen, da das Gerät auch mal störungsfrei läuft.

Dazu war zuletzt auch der Line In Wahlschalter am spinnen, dazu gibt es ja bereits ein Thema.
Darum werde ich mich zuerst kümmern.

Kann das Ganze zusammenhängen? Ich vermute ein Problem mit der Versorgungsspannung des IC502.

Munter bleiben
CarlM.
Inventar
#2 erstellt: 10. Mrz 2026, 20:34
Würdest Du bitte präziser mitteilen, was Du machst/beobachtest?

Ich verstehe Dich so, dass das Gerät funktioniert, wenn Du das Gerät nach dem ersten Einschalten wieder ausschaltest und nach einigen Sekunden wiederum einschaltest. Korrekt?

Wo hast Du Spannungen gemessen und welche Werte hast Du erhalten? Was für Testpunkte sollen PCB 1 und 64 sein?

Welches Blinkmuster wird im Fehlerfall angezeigt? Wieviel mal blinkt es im 1/2-Sekundenrhythmus bis sich etwas ändert?
Siehe Seite 26 des Service Manuals.

https://elektrotanya.com/yamaha_a-s1000_sm.pdf/download.html
DrMcCoy83
Neuling
#3 erstellt: 10. Mrz 2026, 21:19
Danke für die Rückmeldung.

Habe eine Momentaufnahme bei YT hochgeladen

https://youtube.com/shorts/NB3p8yHpAQg?si=NR4eytdZj6EGMnrD


Wenn das Gerät länger spannungslos ist, zwei drei Tage. Lässt es sich "manchmal" normal einschalten.
Alternativ starte ich im Modus ohne Sicherheit und starte nach etwa 15 Minuten neu. Das Gerät läuft dann. Klappt auch nicht immer, 50/50 Chance.

Dem bin ich nachgegangen:

TMP protection L/Rch
Cause : Abnormal temperature of heat
sink
Normal value : 0.200 to 1.550V
Detection port : THML (FRONT P.C.B. 1 pin of
microprocessor IC502)
THMR (FRONT P.C.B. 64 pin of
microprocessor IC502)
Detected at : PRDL (Heat sink temperature
detection Lch IC202 of MAIN
P.C.B.)
PRDR (Heat sink temperature
detection Rch IC202 of MAIN
P.C.B.)

Die Werte lagen bei 0,8 Volt


[Beitrag von DrMcCoy83 am 11. Mrz 2026, 14:43 bearbeitet]
CarlM.
Inventar
#4 erstellt: 10. Mrz 2026, 21:45
Leider lässt sich auf dem Video das Blinkmuster nicht mitzählen, weil Du zu schnell wieder abschaltest ....

Wenn das Gerät läuft, solltest Du den DC-Offset überprüfen:
Lautstärke auf 0 und jeweils an den Lautsprecher-Terminals die Spannung messen. Sollwert: so gering wie möglich.
Werte >100 mVDC können ein Hinweis auf einen Endstufenschaden sein.

Prüfen würde ich dann noch, ob die Spannung +5M (Standby-Netzteil-Platine) schnell genug und ordnungsgemäß generiert wird.
gst
Inventar
#5 erstellt: 11. Mrz 2026, 13:33
Den Hinweis von Carl zur Betriebsspanung +5M würde ich nochmal überprüfen, wieviel liegen dort bei einem Fehler und wieviel beim Funktionieren des Geräts an?.
Die Werte von Pin1 des ICs mit 0,8V waren ungefähr gleich mit den Werten von Pin 64? Denn gerade die ICs 102 und 202 werden direkt von Spannung +5M gespeist und geben ihren Wert der Temperatur an den Prozessor an Pin 1 und Pin 64 weiter. Ggf Steckverbindung W103 ein paar Mal abziehen und aufsetzen und auch wieder die Versorgung +5M direkt an IC 102 und 202 überprüfen.
DrMcCoy83
Neuling
#6 erstellt: 11. Mrz 2026, 15:01
Danke nochmals

Das Video hab ich neu hochgeladen und den Link geändert.

An den Lautsprecher Terminals konnte ich heute 0,04V und 0,01V messen.

Die +5M versuche ich morgen zu verfolgen.

Gestern Abend ließ sich das Gerät normal starten, heute Morgen nicht.
Abgeklemmt auf den Tisch gestellt, Netzstecker rein. Kein Fehler.
Wieder zurückgebaut. Fehler .
Kurz ohne Sicherheit laufen lassen, Neustart i.O.
DrMcCoy83
Neuling
#7 erstellt: 16. Mrz 2026, 11:12
Den Line In Schalter habe ich gereinigt und die +5M an verschieden Punkten gemessen, alles Plausibel auch im Fehlerfall.

Die Spannungen von IC 102 und IC 202 lagen bei identischen 0,8 Volt
gst
Inventar
#8 erstellt: 16. Mrz 2026, 13:33

DrMcCoy83 (Beitrag #3) schrieb:

Dem bin ich nachgegangen:

TMP protection L/Rch
Cause : Abnormal temperature of heat
sink
Normal value : 0.200 to 1.550V
Detection port : THML (FRONT P.C.B. 1 pin of
microprocessor IC502)
THMR (FRONT P.C.B. 64 pin of
microprocessor IC502)
Detected at : PRDL (Heat sink temperature
detection Lch IC202 of MAIN
P.C.B.)
PRDR (Heat sink temperature
detection Rch IC202 of MAIN
P.C.B.)


woher hattest du den Text, von alleine kann das Gerät das ja nicht ausgeben?

Die Spannung von 0,8V ist völlig im Normalbereich laut eigener Angabe des Gerätes (0,2V...1,55V)
Die Fehlermeldung "Abnormal temperature of heat sink" ist deshalb völlig blöde.
Ich hätte noch die Vermutung, dass ein Firmware-Update vielleicht helfen würde - unsicher.
CarlM.
Inventar
#9 erstellt: 16. Mrz 2026, 14:10
Firmware würde ich als letztes antasten. Vorher würde ich den Goldcap C5022 0,33F 5.5V tauschen.
Front(1) P.C.P. Seite 48 (von 85).

Dieser Yamaha besitzt ja einen Netzschalter. Ist der bei Dir permanent auf ON oder hängt das Gerät an einer Steckdosenleiste, die ggf. abgeschaltet wird?
DrMcCoy83
Neuling
#10 erstellt: 17. Mrz 2026, 10:02
[quote="gst (Beitrag #8)"][quote="DrMcCoy83 (Beitrag #3)"]

kann das Gerät das ja nicht ausgeben?

[/quote]

Das hatte ich aus dem Service Handbuch.

Firmware hatte ich auch schon auf dem Schirm, doch wer macht sowas?

Das Gerät hängt an einer Steckdosenleiste, wird bei Bedarf geschaltet.
Der Netzschalter ebenfalls bei Bedarf.

@CarlM. einst du den C5002?

In der Vergangenheit hatte ich schon mal einen Harmann Aktiv Sub, der sich nicht mehr einschalten ließ. Dafür gab es Ersatzteile (Kondensatoren) mit Einbauanleitung bei Ebay.
Kurze Zeit später hatte mein Nubert Sub ein ähnliches Fehlerbild, Kondensatoren der Steuerspannung erneuert, da lief er wieder.

Vom Alter des A-S1000 würde es passen
CarlM.
Inventar
#11 erstellt: 17. Mrz 2026, 13:09
Ich meinen den vertikalen Goldcap ...
https://elw-elektron...52/Products/00511285

Der Goldcap liefert die Spannung für die IC, damit diese "nichts vergessen" - wie ein Akku oder eine Stützbatterie. Im Betrieb wird er geladen. Ist das Gerät längere Zeit nicht am Netz, ist sie irgendwann leer. Beim ersten Wiedereinschalten könnte dann kurzzeitig die Ladespannung von 5,5V einbrechen und das Fehlerbild verursachen. Dies gillt auch, wenn der Goldcap defekt ist.
gst
Inventar
#12 erstellt: 17. Mrz 2026, 14:18

CarlM. (Beitrag #11) schrieb:
Ich meinen den vertikalen Goldcap ...
https://elw-elektron...52/Products/00511285

Beim ersten Wiedereinschalten könnte dann kurzzeitig die Ladespannung von 5,5V einbrechen und das Fehlerbild verursachen. Dies gillt auch, wenn der Goldcap defekt ist.


Das müsste man doch messen können. Auf welcher Seite des Schaltplans ist denn der Goldcap eingezeichnet?
CarlM.
Inventar
#13 erstellt: 17. Mrz 2026, 14:52

gst (Beitrag #12) schrieb:
Auf welcher Seite des Schaltplans ist denn der Goldcap eingezeichnet?


siehe #9
gst
Inventar
#14 erstellt: 17. Mrz 2026, 16:48
Dank an Carl!
C5026 und C5030 halte ich dann auch für ggf. bedenkliche Kandidaten, da besonders der C5030 nur mit 6,3V angegeben ist.
Poetry2me
Inventar
#15 erstellt: 18. Mrz 2026, 00:11
Vielleicht hilft es, alle Protection-Pins am Prozessor auf korrekte Spannung zu prüfen:


Details of Protection Information 

PS (Power Supply) protection 
Cause:           The voltage in the power supply section is abnormal. 
Normal value:    0.804 to 1.604V
Detection port:  PRV (FRONT P.C.B. 40 pin of microprocessor IC502) 
Detected at:     CB21 , CB22 and CB23 of power transformer, +18V,
                 +12C of FUNCTION P.C.B., MC +/-20V, MM +/-25V,
                 LINE-1 +/-25V, LINE-2 +/-25V, VOL1 +/-12V and VOL2 +/-12V of FRONT P.C.B. 

PS AMP source protection 1/2 
Cause:           Abnormal voltage of amplifier power source 
Normal value:    LOW (0V)
Detection port:  PSVAI (FRONT P.C.B. 48 pin of microprocessor IC502)
                 PSVA2 (FRONT P.C.B. 47 pin of microprocessor IC502)
Detected at:     PSVAI (CB24 and CB26 of power transformer)
                 PSVA2 (+/-B1, +/-B2, +/-B3 and +/-B4 of MAIN P.C.B.) 

Amplifier DC voltage protection L/Rch 
Cause:           Abnormal DC voltage of amplifier output L/R 
Normal value:    0.332 1.028V
Detection port:  PRDL (FRONT P.C.B. 3 pin of microprocessor IC502)
                 PRDR (FRONT P.C.B. 2 pin of microprocessor IC502) 
Detected at:     PRDL (Amplifier output Lch of MAIN P.C.B.)
                 PRDR (Amplifier output Rch of MAIN P.C.B.) 

Headphone DC voltage protection L/Rch 
Cause:           Abnormal DC voltage of headphone output LIR 
Normal value:    0.229 to o.635V
Detection port:  HPPRDL (FRONT P.C.B. 62 pin of microprocessor IC502)
                 HPPRDR (FRONT P.C.B. 63 pin of microprocessor IC502) 
Detected at:     PRDL (Headphone amplifier output Lch of MAIN P.C.B.)
                 PRDR (Headphone amplifier output Rch of MAIN P.C.B.) 

I protection L/Rch 
Cause:           Excess current flow into amplifier 
Normal value:    LOW (0V
Detection port:  PRIL (FRONT P.C.B. 21 pin of microprocessor IC502) 
                 PRIR (FRONT P.C.B. 20 pin of microprocessor IC502) 
Detected at:     PRIL (Amplifier output Lch of MAIN P.C.B.)
                 PRIR (Amplifier output Rch of MAIN P.C.B.) 

TMP protection LIRch 
Cause:           Abnormal temperature of heat sink 
Normal value:    0.200 to 1.550V
Detection port:  THML (FRONT P.C.B.  1 pin of microprocessor IC502)
                 THMR (FRONT P.C.B. 64 pin of microprocessor IC502) 
Detected at:     PRDL (Heat sink temperature detection Lch IC202 of MAIN P.C.B.)
                 PRDR (Heat sink temperature detection Rch IC202 of MAIN P.C.B.) 



I steht natürlich für Strom.
Poetry2me
Inventar
#16 erstellt: 18. Mrz 2026, 00:27
Auf dem Blockdiagramm kann man ebenfalls die eingezeichneten Prozessor-Pins sehen, außerdem sind Stromversorgungen bzw. Versorgungsspannungen symbolisch erkennbar.

Im Original ist es nicht farbig. Das Diagramm war mal für einen anderen Zweck entstanden.



Wir sollten den "Prozessor" lieber "Controller" nennen, denn er hat A/D-Wandler an manchen Eingängen. Er kann also den Spannungswert an diesen Eingängen auslesen. Dies wird für die Protection-Funktion ausgenutzt.
Auch können mehrere zu überwachende Spannungen über ein Netzwerk aus Widerständen mit jeweils passend festgelegten Werten zu einem einzigen Signal zusammengefasst (aggregiert) werden. Damit werden u.a. mehrere Spannungsquellen in einer Signalleitung überwacht. Sinkt oder steigt deren Signalspannung, dann weiß man zumindest ungefähr, in welchem Aggregat von überwachten Spannungsquellen der Fehler liegt.

- Johannes


[Beitrag von Poetry2me am 18. Mrz 2026, 02:25 bearbeitet]
DrMcCoy83
Neuling
#17 erstellt: Gestern, 17:03
Ist das richtig, dass man die orangenen "Stecker" nicht von der Platine lösen kann?
Rabia_sorda
Inventar
#18 erstellt: Gestern, 17:16

DrMcCoy83 (Beitrag #17) schrieb:
Ist das richtig, dass man die orangenen "Stecker" nicht von der Platine lösen kann?


Normalerweise sind Kabelstränge nur an einem Ende gesteckt.
Wenn also einer der vermeintlichen "Stecker" gelötet ist dann sollte am anderen Ende des Kabels ein Stecker sein.
DrMcCoy83
Neuling
#19 erstellt: Gestern, 18:38
Ich habe es befürchtet, also alles demontieren
Rabia_sorda
Inventar
#20 erstellt: Gestern, 18:49
Im Service-Manual sollte sich eine Explosionszeichnung befinden (ich habe nicht geschaut) und die könnte dir eine Hilfestellung sein.
CarlM.
Inventar
#21 erstellt: Gestern, 20:13

Rabia_sorda (Beitrag #20) schrieb:
Im Service-Manual sollte sich eine Explosionszeichnung befinden (ich habe nicht geschaut) und die könnte dir eine Hilfestellung sein.


Es gibt sogar eine Anleitung zum Auseinanderbauen (ab Seite 9 im Service Manual).
Zusätzlich kann man sich die Platinenlayouts ansehen (ab Seite 36).
Steckverbindungen sind mit "CB" bezeichnet, gelötete Verbindungen mit "W"
Beispiel:
W3006 (Funktion(2)) geht nach CB59 (Front (12)). Man kann das Kabel also an der Front-Platine abziehen.
Rabia_sorda
Inventar
#22 erstellt: Gestern, 20:19

Steckverbindungen sind mit "CB" bezeichnet, gelötete Verbindungen mit "W"


CB = Connector Board/Block.
W = Wire/Wiring oder Weichgelötet.

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