SVS SB-2000 Innenleben & butterweiche Rückplatte abschrauben

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Soulite
Stammgast
#1 erstellt: 04. Apr 2019, 07:12
Hi zusammen (edit: das sollte eigentlich in den Subwoofer-Bereich, sorry, bitte verschieben!),

da mein Subwoofer keinen Mucks mehr von sich gegeben hatte, aber leuchtete, also ein Signal erhielt (am gleichen Kabel funktioniert mein alter Teufel CEM Magnum Power klangvoll, dieser sagt mir klanglich aber tatsächlich gar nicht mehr zu lol), bekomme ich jetzt von hificorner einen neuen "Verstärker" zugeschickt.

Da hificorner zunächst unter .eu nicht mehr zu erreichen war, aber meine 2-Jahre-Gewährleistung abgelaufen ist, hatte ich zunächst SVS angeschrieben. Die meinten, ich solle den Subwoofer gern einschicken, aber die 5 Jahre Garantie würde nicht greifen, weil hificorner.eu kein zertifizierter SVS-Händler sei, Reparatur hätte ich also selbst zahlen dürfen.

Als meine Panik etwas abgeklungen war, 800 Euro in die Mülltonne geschmissen zu haben oder noch einige Hunderter (gemutmaßt) drauflegen zu müssen, habe ich dann doch gecheckt, dass hificorner tatsächlich nur noch über .nl zu erreichen aber der gleiche Shop ist.
Und was steht da? Zertifizierter SVS-Händler. Keine Ahnung, ob dem MA von SVS da einfach ein kleiner Fehler unterlaufen ist, wohlwollend nehme ich das an...

Wie auch immer, ich bekomme nach Kommunikation mit dem VK also einen neuen Verstärker zugeschickt. Dafür wollte hificorner Bilder vom Subwoofer-Innenleben, warum, weiß ich nicht, die wissen doch, was ich bestellt habe, aber egal. Also sollte ich die Rückplatte abschrauben. Muss ich ja eh für den neuen Verstärker (der aber noch nicht angekommen ist).

Ich weiß nicht, ob es Pech war, aber in einem dazu passenden youtube-Video schrieben mehrere User, dass sie Probleme hätten,die Platte zu entfernen, da sie bombenfest sitzt und es durch die Einlassung quasi keine Möglichkeit gibt, einzuhaken. Nachdem ich also die 12 8er Torx (?) gelöst hatte, wollte die doofe Platte nicht abgehen.
Ich habe es über 3 Tage immer wieder mit verschiedenen Mitteln minimalinvasiv versucht (wollte ja auch nichts kaputt machen). Im Endeffekt habe ich rabiater an mehreren Schraublöchern einen Schraubenzieher angesetzt, um die Platte mit vorsichtiger Gewalt abzuhebeln.

Leider ist das Metall scheinbar weich wie Knetgummi. Ich habe also etliche verbogene Schraublochkanten, Kratzer und Kerben und an einer Stelle ist das Holz des Korpus ein wenig aufgebogen. Aber gut, sie wollten es so. Ich hoffe es tut der Funktionalität keinen Abbruch und ich kann die Platte am Ende trotzdem wieder ordentlich befestigen.

Ich dachte nur, vielleicht gibt es hier Menschen, die interessiert, wie so ein Subwoofer von innen aussieht. Es ist ein Winterwonderland mit bestimmt einem Liter Kleber.

Außerdem weiß eventuell jemand, warum auf dem einen Teil "Firmware PB-2000" steht, obwohl ich einen SB habe? hificorner konnte mir das jedenfalls nicht beantworten.

Viel Spaß mit den Fotos, vielleicht kann jemand was damit anfangen oder es interessiert einfach. Und betet, dass Ihr nie die Rückseite abnehmen müsst und wenn, dann hofft, dass Ihr geschickte Bastler mit entsprechendem Equipment seid (ich bin es nicht).

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[Beitrag von Soulite am 04. Apr 2019, 08:15 bearbeitet]
Volker#82
Inventar
#2 erstellt: 04. Apr 2019, 10:59

Soulite (Beitrag #1) schrieb:
Außerdem weiß eventuell jemand, warum auf dem einen Teil "Firmware PB-2000" steht, obwohl ich einen SB habe? hificorner konnte mir das jedenfalls nicht beantworten.

Und betet, dass Ihr nie die Rückseite abnehmen müsst und wenn, dann hofft, dass Ihr geschickte Bastler mit entsprechendem Equipment seid (ich bin es nicht).


Wegen der Aufschrift PB 2000 musst du dir keine Gedanken machen. Die Ersatzendstufen werden geflasht und dann kann aus einer PB 2000 Endstufe eine SB 2000 Endstufe werden und die alte Aufschrift bleibt erhalten. So die Erklärung von Hr. Eichbladt (SVS Service).

Meine beiden Endstufen gingen auch nach Lösen der Schrauben recht schwer raus, liegt an der Dichtung, die klebt sich mit der Zeit etwas fest. Einfach mit einer Zange z.B. am Pin der Strombuchse oder / und an einem Regler ziehen, da passiert nichts. Du kannst auch einfach eine Kappe von einem Regler abziehen und dann stärker ziehen, die sind mit einer Mutter gekontert und richtig fest.
Soulite
Stammgast
#3 erstellt: 04. Apr 2019, 12:05
Interessant, danke, sollte das jemals wieder notwendig sein, werde ich mich daran erinnern... ich hatte versucht herauszufinden, wie man die Platte am besten demontiert und ich glaube sogar es war hier im Hifi-Forum – in einem Thread stand, dass man auf keinen Fall an den Reglern ziehen soll, ging da aber auch um einen anderen Subwoofer.
Volker#82
Inventar
#4 erstellt: 04. Apr 2019, 12:28
Das geht schon, die schwarzen Kappen kann man leicht abziehen und dann ggf. vorsichtig mit einer Zange an den Metallstiften ziehen. Die Dinger sind vorne und hinten mit einer Mutter gekontert, da passiert nichts so schnell. Eine andere Möglichkeit zum Ziehen hat man auch nicht wirklich. Manchmal sitzen die Module halt eben fester und manchmal gehen die quasi von alleine raus. Die Beschädigungen hättest du auf jeden Fall vermeiden können aber was solls.

Schlimmer noch fand ich das Lösen der Steckverbindungen, da war bei mir eine dicke grüne Klebeschicht drauf, die zuerst mal mühevoll abgekratzt werden musste und ich hatte trotzdem nachher das Gegenstück mit in der Hand

Zudem war bei dem neuen Modul die Strombuchse (Kunststoffgehäuse) nicht richtig verklebt und es ist hörbar aus der Entfernung Luft ausgetreten. Also nach dem Einbau, anschließen und einmessen wieder aufgeschraubt und vernünftig abgedichtet, dazu musste aber die obere Platine komplett gelöst werden um da dran zu kommen, hätte das Teil beinahe kaputtgetreten und in die Tonne geworfen.

Darf in der Preisklasse eigentlich nicht sein aber ich hatte den Eindruck, dass bei meinen Austauschmodulen ein paar Bauteile schon einmal erneuert worden sind, dass sah man alleine schon an den Lötstellen und der Strombuchse. Wollte das Teil aber nicht wieder zurücksenden, weil es schlussendlich funktioniert hatte.


[Beitrag von Volker#82 am 04. Apr 2019, 13:35 bearbeitet]
Soulite
Stammgast
#5 erstellt: 04. Apr 2019, 21:30
Oh weia, glaub ich dass das richtig nervig war,
bin ja schon gespannt, vor sowas graute und graut mir ja auch. Kriege ich das weiße Board neu oder ist es das Grüne? Oder nur ein Teil davon?

Warst Du denn noch in den 2 Jahren Händlergewährleistung oder den 5 Jahren Herstellergarantie?
Volker#82
Inventar
#6 erstellt: 05. Apr 2019, 15:26
Das war direkt zu Beginn wegen relativ lautem Rauschen...
Soulite
Stammgast
#7 erstellt: 05. Apr 2019, 15:42
Oh okay...
ich habe eben gerade eine ganze neue Rückplatte inklusive allen Platinen ausgepackt, muss nur die Kabel dranstecken und festschrauben. Sieht ähnlich schmuddelig und mit Zeug zugekleistert aus wie die alte. ;D
Bin mal sehr gespannt...

Muss ich die Audissey-Einmessung dann eigentlich neu machen?
Volker#82
Inventar
#8 erstellt: 05. Apr 2019, 15:46
Ich würde nur den Pegel kontrollieren, ansonsten ändert sich ja nichts mit der neuen Endstufe.
Soulite
Stammgast
#9 erstellt: 06. Apr 2019, 13:49
Na super, eingebaut und festgeschraubt und nach wie vor kein Ton.
Also nochmal auf und Kabel kontrollieren...
Rabia_sorda
Inventar
#10 erstellt: 07. Apr 2019, 00:06

Na super, eingebaut und festgeschraubt und nach wie vor kein Ton.


Und?! Läuft er wieder?

Evtl ist ja "nur" der Lautsprecher/Tieftöner defekt......
Wenn es so ist, kann er aber auch durch eine defekte Endstufe durchgebrannt sein - muß aber nicht.
Messe mal den Widerstand des TT.
Soulite
Stammgast
#11 erstellt: 07. Apr 2019, 06:24
Tut sich leider gar nichts und Möglichkeiten Widerstände zu kontrollieren habe ich leider nicht.

Geht nicht sowas wie an den Cinch-Eingang des Subwoofers ein Kabel anzuschließen und vom Handy oder so Musik laufen zu lassen?
Mwf
Inventar
#12 erstellt: 07. Apr 2019, 07:25
Hi,
Soulite (Beitrag #11) schrieb:
... Möglichkeiten Widerstände zu kontrollieren habe ich leider nicht. ...

Ein preiswertes Multimeter a.d. Baumarkt tut es schon (vorher mind. 1 Anschlußader von der Elektronik trennen).


Soulite (Beitrag #11) schrieb:
... Geht nicht sowas wie an den Cinch-Eingang des Subwoofers ein Kabel anzuschließen und vom Handy oder so Musik laufen zu lassen?

Ja klar,
das bringt nur keine neuen Erkenntnisse ob Endstufe oder Treiber defekt.

Du könntest aber den Treiber komplett von der Endstufe trennen und versuchsweise direkt an irgendeinen anderen Verstärker hängen.

Gruss,
Michael
Soulite
Stammgast
#13 erstellt: 07. Apr 2019, 15:36
Danke, ich weiß die Hilfestellung echt zu schätzen ,
aber args, urks und ohweia
Ein preiswertes Multimeter a.d. Baumarkt tut es schon (vorher mind. 1 Anschlußader von der Elektronik trennen).

überfordert mich schon, da ich eine komplette Elektronik-Nulpe bin
und

Treiber komplett von der Endstufe trennen und versuchsweise direkt an irgendeinen anderen Verstärker hängen

bedeutet das die beiden blau braunen Kabel auf meinem 8. Foto müssen McGyver-Style zu einem Cinch-Kabel gebaut werden und direkt an den AV-Receiver?

Ohjemine. Ich denke ich werde den für mich sicheren Weg gehen und morgen erstmal mit hificorner Rücksprache halten. Natürlich wäre es geil wenn ich denen direkt sagen könnte, was kaputt ist.
Mwf
Inventar
#14 erstellt: 07. Apr 2019, 16:33

Soulite (Beitrag #13) schrieb:
... bedeutet das die beiden blau braunen Kabel auf meinem 8. Foto müssen McGyver-Style zu einem Cinch-Kabel gebaut werden und direkt an den AV-Receiver? ...

Oh nein,
ohne eigene Endstufe (Power) muss der Treiber an eine andere Endstufe (= Kabelklemmen für passive Lautsprecher = Großsignal = Power), nicht an einen Kleinsignal-Line-Ausgang (Cinch, f. Aktiv-LS).

Meine Formulierung
Mwf (Beitrag #12) schrieb:
... versuchsweise direkt an irgendeinen anderen Verstärker hängen ...
war nicht eindeutig genug. Sorry.
Soulite
Stammgast
#15 erstellt: 02. Jul 2019, 07:46
Heyho,
falls noch jemand interessiert ist: Das Drama ist beendet (und hätte auch dem Ratschlag den TT zu messen hier folgend deutlich schneller gelaufen sein können ).
Es hat sich herausgestellt, dass die neue Endstufe, die mir zugeschickt worden ist, defekt war; von Anfang an war es aber der Tieftöner, der gewesen ist. Nach einem viertel Jahr habe ich also wieder guten Sound, jippie!
(Der Austausch-Tieftöner wurde aus Amerika geordert, ging aber wohl verloren und musste neu geordert werden, das hat gedauert. Und die Kulanz-Überprüfung des marantz NR 1607 auch, denn da ich die neue Endstufe eingebaut gelassen habe, hat der SW nach Einbau des neuen TT immer noch nicht funktioniert gehabt.) ( marantz, sehr peinlich 4 me).
Soulite
Stammgast
#16 erstellt: 12. Jan 2020, 11:00
Hey Leute,
irgendwie habe ich total vergessen, mich darum zu kümmern. Ich habe hier ja immer noch eine mutmaßlich defekte Endstufe und einen mutmaßlich defekten Tieftöner des SVS SB 2000 herumfliegen.

Hat jemand 'ne Ahnung, ob und was man noch an Kohle erwarten könnte beim Verkauf?
Ich überlege sehr, ob es sich eventuell lohnt, die Teile noch zu einem Elektriker zu bringen und reparieren zu lassen und danach erst zu verkaufen. Ich gucke ja auch gern youtube-Videos von Elektrikern, die defekte Elektronik (zum Beispiel Konsolen) billig einkaufen, easy reparieren, weil sie sowas halt können, und dann deutlich teurer wieder verkaufen.
Habe bei einem Elektrikerservice angerufen und pro Teil sind allein schon für die Diagnose 39 Euro fällig. Natürlich würde ich keine Dienstleistung gratis erwarten, die mir einen Vorteil verschaffen soll, aber bei 80 Euro komme ich schon ins Grübeln. Was, wenn eine Rep. gar nicht möglich ist?

Ich kann leider überhaupt nicht abschätzen, ob es sich lohnen könnte. Ich meine, es handelt sich immerhin um einen fast 1000 Euro Subwoofer, und vom Chassis und der Dämmung abgesehen sind es die beiden einzigen Teile, die ihn ausmachen...

Wahrscheinlich kann da niemand per Ferndiagnose irgendetwas sagen und es ist dämlich, sowas zu fragen, oder?
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