Sat-Receiver mit HighEnd Sound

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OnkyoFan28
Neuling
#1 erstellt: 02. Jan 2015, 19:59

Hallo, ich bin als Beitragsschreiber ganz neu hier, aber das Forum hat mir schon ein paar Mal gut geholfen.
Heute habe ich folgende Frage:

Ich bin mit meinem UKW-Empfang hier in Bornheim (Rheinland) klangtechnisch nicht sehr zufrieden, vor allem bei meinen Lieblingssendern SWR1 und SWR3.
Da ich im eigenen Haus wohne, besitze ich aber eine sehr gute SAT-Anlage mit Multiswitch.
Jetzt überleg ich die Anschaffung eines separaten SAT-Receivers nur für die ONKYO HighEnd-Anlage.
Natürlich sollte der Sound auch entsprechend sein. Da der Receiver nur für den Radioempfang gebraucht wird, sind die Video-Eigenschaften uninteressant. Der Anschluss an die Anlage könnte analog (über Cinch) oder auch digital (koaxial) erfolgen.
Hat jemand einen Tipp für einen SAT-Receiver mit richtig gutem Ton ?
(Früher hatte ich mal einen analogen Kathrein mit Panda-Wegener Schaltung, der war ganz in Ordnung. Nur eben rein analog, gibts so was jetzt auch als digitalen Receiver ?
Oder gibt es vielleicht sogar einen Radio-Tuner, speziell für SAT-Empfang, Internet-Streaming wäre auch möglich, aber irgendwie hab ich mehr Vertrauen in die SAT-Welt.

Für Eure Hilfe im Voraus herzlichen Dank - und allen ein frohes Neues Jahr.
dialektik
Inventar
#2 erstellt: 02. Jan 2015, 20:20

oder auch digital (koaxial)

Dann ist doch "Klang" keinerlei Kriterium für den Sat-Receiver.
Such Dir einen aus, den man weitgehend ohne Monitor bedienen kann (Radio-Taste am Gerät/Fernbedienung) sowie Full-Matrix-Display und vorzugsweise SPDIF-Koax-Ausgang.
Kathrein und Technisat sind dafür Kandidaten.

Es gibt auch Leute, welche ein kleines Display (z.B. für Rückfahrkamera) an analogen Videoausgang der Receiver zu besseren Bedienung gebastelt haben.
Mir reicht nach Einrichtung das Display eines Technisat vollkommen.


[Beitrag von dialektik am 02. Jan 2015, 20:48 bearbeitet]
Bollze
Inventar
#3 erstellt: 03. Jan 2015, 11:24
Klangtechnisch ? Oder meinst du ein gestörten Empfang auf UKW, der sich durch Rauschen oder Verzerrungen äussert ?
Von der klanglichen Abstimmung klingt DVB-S kaum anders als UKW. Also verlustarm digital 1:1 vom Studiomischpult gibt es auch über DVB-S derzeit nicht, erst muss der Ton auch für DVB-S durch das Soundprozessing. Was den Klang massiv verändert und den typischen UKW - Sound ausmacht.
DVB-S bietet hier nur den Vorteil der Rauschfreiheit und den geringeren übertragungsbedingten Verzerrungen.

In Prinzip geben die meisten Receiver die digitalen Signale ohne Beeinflussung aus. Es gibt aber Receiver, die die digitalen Signale noch einmal durch einen Prozessor jagen, um z.B. die Lautstärkerregelung auch bei den digitalen Ausgang zu ermöglichen, da gibt es Verluste.
In Prinzip kannste mit den bereits erwähnten Technisatreceiver hier kaum was falsch machen, als gebrauchte SD- Geräte werden diese einen billig hintergeworfen bei ebay. Die Geräte mit nur nummerischen Kanalanzeigen an der Gerätefront, setzen meist ein kleines "r" in das Display beim Radiobetrieb, was das blinde Bedienen ohne Bildschirm ein bisschen vereinfacht.
Bollze


[Beitrag von Bollze am 03. Jan 2015, 11:29 bearbeitet]
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 03. Jan 2015, 22:57
SWR 1 und SWR 3 klingen - wie allgemein die meisten Unterhaltungswellen der ARD - auch auf Satellit lausig. Wenn es Dir nicht um besseren Empfang (falls UKW rauscht), sondern wirklich um besseren Klang gehen sollte, ohne Soundprocessing, ohne das Gewummer und Gedröhne, dann müßtest Du erstmal nett beim SWR darum bitten, daß sie das saubere Signal auf Astra aufschalten und nicht den für UKW verbogenen Mulm.

Ansonsten: von einigen TechniSat habe ich in Erinnerung, daß sie am Digitalausgang auch die Lautstärke regelbar haben - das ist nicht besonders schön, wenn man digital weitergehen will. Aber es gibt Geräte in 43 cm, falls die Anlage so breit sein sollte.

Kathrein hat ebenfalls was in 43 cm Breite (es sind leider immer die teuersten Receiver, die dieses Gehäusemaß haben), da kenne ich Qualität und Bugs nicht.

Der vermutlich am billigsten zu habende mit 43 cm Breite und Sendernamensanzeige ist der Technotrend TT-select S845 HD+, gebraucht in der Bucht oft unter 50 EUR. Schlank, sauber verarbeitet, angenehme Fernbedienung. Lauter Plopp beim Ein- und Ausschalten am Analogausgang, ansonsten kann ich über die dort ausgegebene Tonqualität kein bißchen klagen. Sie ist um Lichtjahre besser als fast alles, was die ARD so absondert (mit Ausnahme der Kulturwellen) - und auch die kommen sauber. Anschluß über Digitalausgang ist möglich (optisch und koaxial), damit hat sich das Problem erledigt. Leider ist bei den Kulturwellen keine digitale Stereo-Ausgabe der AC3-Spur möglich, die bei manchen Programmen noch besser klingt als die MP2-Spur. Man muß sich dann mit der MP2-Spur begnügen oder den Analogausgang nehmen. Bei dem scheint aber das AC3-Decoding zu laut zu sein, Übersteuerungen fand ich bislang aber keine. Das Gerät hat etliche Bugs, u.a. den einer funktionslosen Ethernet-Buchse. Ich nutze so eine Kiste als Radiotuner und bin dennoch sehr zufrieden. Aufnahme auf USB-Speicher ist möglich und bei Radio mit nem simplen USB-Stick ganz einfach. Aufnahmen erfolgen dabei verlustfrei und lassen sich am PC auslesen und in MP2-Originaldaten konvertieren. Da gebraucht unter 50 EUR, kann man nicht viel falsch machen.

Nicht alle Receiver sind klanglich top - auch nicht im Digitalzeitalter. Es gibt auch welche, bei denen man am Analogausgang z.B. die CPU sirren hören kann oder das Display leise tuckern. Muß man halt ausprobieren. Mit dem Technotrend bin ich da sehr zufrieden, die Bedienung ist auch ok, nur daß er im Low-Power-Standby nicht am Gerät selbst anschaltbar ist (nur über die Fernbedienung), finde ich doof. Sendernamen werden angezeigt, aber kein RDS (Titel, Interpret). Das geht wiederum bei manchen TechniSat.


[Beitrag von Radiowaves am 03. Jan 2015, 23:04 bearbeitet]
GokuSS4
Stammgast
#5 erstellt: 08. Jan 2015, 13:05
Gibt es eine alternative zu UKW, bzw. DVB-S. Wenn sogar da ein Postprocessing stattfindet, wird es doch bei DAB und IP Radio genauso sein, oder?
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 08. Jan 2015, 14:11
Ja, ist leider so. Soweit ich das überblicke, sind nur beim Saarländischen Rundfunk (wenn überhaupt noch) die digitalen Wege (DVB, DAB) frei von UKW-Processing. Bei den anderen Anstalten ist immer ein deutliches Processing auf DVB drauf, das wohl meist identisch dem UKW-Processing ist. DAB will man so schlecht halten wie UKW ist, damit beim Umschalten keine klangliche Veränderung eintritt, was für ein Irrsinn. Wozu dann DAB?

Ein guter Weg, dem zu entgehen (auf allen Empfangswegen, sogar auf UKW): konsequent nur hochwertige Programme hören. Die ARD-Kulturwellen, der DLF und D-Kultur sind selbst auf UKW auf minimale (notwendige!) Bearbeitung beschränkt und damit auch auf DVB und DAB gut anhörbar. Bei DLF und D-Kultur ist DVB sogar der beste Weg. Manche ARD-Kulturwellen bieten auf DVB (Sat und Kabel, aber nicht bei Kabel Deutschland) noch eine AC3-Spur, die völlig unbearbeitet ist und zu ausgewählten Sendungen in 5.1 Raumklang läuft, ansonsten aber das Stereosignal überträgt, aber nichtmal mit UKW-Processing beaufschlagt. Hier sieht man das an einem Beispiel von BR Klassik:

BR-Klassik: Dynamikkompression und Limiting auf DVB

Das Peak Limiting (hier sogar unsymmetrisch abgeschnitten wirkend durch Unsymmetrie in der Sprecherstimme) und die leicht höhere Dynamikkompression der MP2-Spur (identisch zum UKW-Feed) ist oben deutlich zu erkennen. Unten (AC3) das unbearbeitete Signal. Und diese MP2-Spur ist hochwertig, man kann nur im Direktvergleich einen minimalen Vorteil von AC3 erkennen. Das sieht schlimmer aus, als es sich anhört, es ist angehört beinahe identisch.

Also einfach die Schweinepop-Programme unbeachtet liegenlassen und alles ist gut. Popmusik halt auf Tonträger kaufen (da ist sie oft schon kaputt genug) und man erspart sich auch gleich noch den kleinen Nils, das geheimnisvolle Geräusch, die alle 4 Minuten wiederholte Ansage, man höre gerade die vielste Meistfalt in der besten Mischung, das Horoskop, den vertonten Stau-Atlas, das "Nachrichten"stakkato und die Werbung. Man kann dabei nur gewinnen.

Alternativ: neben das Funkhaus ziehen und um eine Direktleitung ab Mischpultausgang bitten. Selbst da sind die Mikrofonwege aber meist schon kaputtverbogen bei den Popwellen.


[Beitrag von Radiowaves am 08. Jan 2015, 18:46 bearbeitet]
fotoralf
Inventar
#7 erstellt: 08. Jan 2015, 23:56

dialektik (Beitrag #2) schrieb:

oder auch digital (koaxial)

Dann ist doch "Klang" keinerlei Kriterium für den Sat-Receiver.


Denkste. Hier ist vor kurzem eine Dreambox rausgeflogen, weil wohl wegen schlampiger MP2-Decodierung der Klang auch am Digitalausgang bescheiden war. Dünner Bass und total verzischelte Höhen.

Dagegen läuft als Zweitreceiver für Radioempfang eine olle Digitalbox Imperial HD2 plus mit alphanumerischem Display völlig ohne Probleme und klingt einwandfrei. Nimmt außerdem programmierbar auf einem angeschlossenen USB-Stick auf. Die gibt es wohl nicht mehr neu, sollte aber gebraucht für kleines Geld zu kriegen sein.

Das Nachfolgemodell hat sich hier wiederum als totale Katastrophe erwiesen. Geräte mit einer derart instabilen Software zu verkaufen, ist schon eine verdammte Frechheit.

Ralf


[Beitrag von fotoralf am 09. Jan 2015, 00:00 bearbeitet]
Nick11
Inventar
#8 erstellt: 13. Jan 2015, 10:53

OnkyoFan28 (Beitrag #1) schrieb:
Internet-Streaming wäre auch möglich, aber irgendwie hab ich mehr Vertrauen in die SAT-Welt.

Ging mir auch so. Erst in den letzten Wochen / Monaten entdecke ich Internetradio. Da gibt es natürlich tausende Müll-Streams, aber auch ein paar Perlen. Lohnt sich wie ich finde! Das ist aber ein anderes Thema und ich bin da auch noch auf der Suche.


Radiowaves (Beitrag #6) schrieb:
Also einfach die Schweinepop-Programme unbeachtet liegenlassen und alles ist gut. Popmusik halt auf Tonträger kaufen (da ist sie oft schon kaputt genug) und man erspart sich auch gleich noch den kleinen Nils, das geheimnisvolle Geräusch, die alle 4 Minuten wiederholte Ansage, man höre gerade die vielste Meistfalt in der besten Mischung, das Horoskop, den vertonten Stau-Atlas, das "Nachrichten"stakkato und die Werbung. Man kann dabei nur gewinnen.

Alternativ: neben das Funkhaus ziehen und um eine Direktleitung ab Mischpultausgang bitten. Selbst da sind die Mikrofonwege aber meist schon kaputtverbogen bei den Popwellen. ;)

Oder: Spotify für'n 10'er im Monat, da gibts dann neben Millionen anderer Songs auch den "Schweinepop" (jedenfalls fast alles) in 320 kBit und ohne Reingelaber und UKW-Prozessing.
-effect-
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 13. Jan 2015, 11:30

Nick11 (Beitrag #8) schrieb:

OnkyoFan28 (Beitrag #1) schrieb:
Internet-Streaming wäre auch möglich, aber irgendwie hab ich mehr Vertrauen in die SAT-Welt.

Ging mir auch so. Erst in den letzten Wochen / Monaten entdecke ich Internetradio.


Da kommt es aber auch auf das Gerät, oder eher den darin verbauten DAC an.

Meine Frau und ich hören sehr viel das "Musicalradio" übers Internet.
Wir haben zwei Internet-Empfangsgeräte: Den Telekom-Mediaraceiver 303 und ein älteres Revo Heritage(in der Küche unterwegs).
Während es sich über den Telekom-Hobel wie aus dem Kübel anhört, hab ich beim Revo eine klare, "schöne" Wiedergabe.



Gruß


[Beitrag von -effect- am 13. Jan 2015, 11:34 bearbeitet]
Nick11
Inventar
#10 erstellt: 13. Jan 2015, 12:23

-effect- (Beitrag #9) schrieb:
Da kommt es aber auch auf das Gerät, oder eher den darin verbauten DAC an.

Das ist klar und gilt ja auch für andere Übertragungswege.
Weil ich mich lange nicht damit beschäftigt hatte war ich selbst nur überrascht, wie gut es auch aus dem WWW klingen kann. Von der Auswahl mal ganz abgesehen.....
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 13. Jan 2015, 12:43

Nick11 (Beitrag #8) schrieb:
Oder: Spotify für'n 10'er im Monat, da gibts dann neben Millionen anderer Songs auch den "Schweinepop" (jedenfalls fast alles) in 320 kBit und ohne Reingelaber und UKW-Prozessing.


Siehste mal: da ich immer noch meist mit Schmalband-Internet unterwegs bin, hatte ich diese Variante ganz unterschlagen, obwohl ich schon einmal Spotify im Einsatz erlebt habe und erstaunt war, was es da alles gibt, wieviel unendlich mehr als die typischen 150-Titel-Playlisten der Popwellen. Daß es 320 kbps sind, wußte ich nicht. Sowas wird den Popfunk gewiß recht bald killen. Zu Recht.
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