Ich benötige eine zuverlässige UKW Antenne

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zackenbarsch75
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: Gestern, 16:44
Moin zusammen,

ich benötige für einen älteren AKAI AT-3000 RDS STEREO TUNER eine Antenne, um ordentliches UKW Radio zu empfangen. UKW über Kabelnetz (Vodafone) wurde ja leider vor einiger Zeit abgeschaltet, von daher sehe ich keine Alternative als eine "Zimmerantenne".

Hinweise: Eine Dipolantenne (Wurfantenne) habe ich versucht und vollständig ausgebreitet an die Wand geklebt. Es verbessert das Signal von ungenügend auf mangelhaft. Also leider keine wirkliche Option.

Wir haben noch eine Kathrein DVB-T-Antenne aktiv BZD 30, vermutlich aber gar nicht geeignet, da das notwendige UHV Band gar nicht mit abgedeckt ist. Außerdem fehlt der Verstärker mit 5V, ok, den könnte man noch günstig beziehen.

Langes Geschwafel kurzer Sinn: Kann irgendjemand eine Zimmerantenne benennen (die nicht gleich optisch dick aufträgt, aber unserer Tuner noch mit gutem Signal versorgt?) Oder eine andere Idee?

Ein DAB+ Radio von "was auch immer" dahinzustehen ist dabei keine Option.

Vielen Dank und frohe Ostern,

Zacke
Yamm
Stammgast
#2 erstellt: Gestern, 16:50
Hallo, was ist das UHV Band?
Es gibt zwar UHF aber das hat mit UKW nix zu tun.
Wenn eine Dipolantenne im Haus nichts bringt, braucht es evtl. eine Aussenantenne wenn es schon UKW sein muss..


[Beitrag von Yamm am 04. Apr 2026, 16:51 bearbeitet]
Sunlion
Inventar
#3 erstellt: Gestern, 16:52
Meines Wissens gibt es nur eine Zimmerantenne als Dipol mit einer Schenkellänge von jeweils 70 bis 75 cm (zusammen also 1,5 m) oder eine Antenne auf Dach bzw. Balkon. Die Schenkel sollen waagerecht ausgerichtet sein, so hoch wie möglich und in Richtung des Senders (im Sinne von – nicht auf der anderen Seite des Hauses).
Zimmerantennen mit eingebautem Verstärker bringen nichts, wenn das Signal zu schwach ist. Der Verstärker würde nur das Rauschen verstärken.
In Deinem Fall wird also vermutlich nur eine Dachantenne weiterhelfen.


[Beitrag von Sunlion am 04. Apr 2026, 16:53 bearbeitet]
zackenbarsch75
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: Gestern, 17:30
Danke für die fixen Rückmeldungen.

Yamm: ich bin kein Experte, ich meine den Frequenzbereich von 87,50 - 108,00 MHz. Ich glaube, das trifft den Kern. Also klassisches UKW Radio, sonst nix. Mir geht es auch nicht um die Bandbreite an Sendern, es reicht schon, wenn man auf WDR die Bundesligakonferenz verfolgen kann. Das aber ohne andere Tuner.

Sunlion: Auf das Dach (Balkon) kommen wir von den Örtlichkeiten her leider nicht.

Gibt es noch was anderes? Irgendwie Transceiver, der ein DAB+ Signal in UKW Frequenzen übersetzt etc.?
Oder etwas, was man noch an den Vodafone Kabelanschluss dranhängen kann? Da muss es doch was Pfiffiges geben?
Yamm
Stammgast
#5 erstellt: Gestern, 17:44
Es wäre so einfach mit Internetradio aber ich merke schon, du hängst am UKW Tuner.
Am besten, du probierst mit einem Dipol am Fenster wo du sozusagen den Sendeturm "sehen kannst".
Wenns am Fenster nichts bringt, da wird es mit grosser Wahrscheinlichkeit auch mit einer anderen Antenne nichts bringen (wo nichts ist, kann nichts verstärkt werden.)
Es gibt auch Umsetzer von DAB+ zu UKW. Habe ich aber nie ausprobiert, da es heute einfachere Möglichkeiten gibt. Aber vielleicht hat noch jemand eine gute Idee.

Oder einfach mal googeln, da gibt es viele Vorschläge.


[Beitrag von Yamm am 04. Apr 2026, 17:47 bearbeitet]
Sunlion
Inventar
#6 erstellt: Gestern, 18:56

zackenbarsch75 (Beitrag #4) schrieb:
Gibt es noch was anderes? Irgendwie Transceiver, der ein DAB+ Signal in UKW Frequenzen übersetzt etc.?

Ja, gibt es. Kleine Geräte, die an den Antenneneingang des Tuners gesteckt werden, Digitalradio empfangen und dieses über eine bestimmte UKW-Frequenz ausgeben, die Du dann am Tuner einstellst. Ich hab aber vergessen, wie die Dinger heißen, frag mal bitte Google.


[Beitrag von Sunlion am 04. Apr 2026, 18:56 bearbeitet]
DerHilt
Inventar
#7 erstellt: Gestern, 19:08
Die Frage, was reicht, hängt natürlich von deinem Standort ab. In deinem Profil steht bei Herkunft i]aus‘m Pott[/i]. Komm ich auch her und bin ich auch noch (also im Pott) und habe für deinen Zweck hier immer nur ne Wurfantenne gebraucht. Auf den Mittelkontakt der Antennenbuchse gesteckt, und feddich. Allenfalls musste ich mit dem Draht mal etwas hin und her an der Wand probieren.
Wenn du allerdings nicht im Kreuzfeuer von WDR Essen und WDR Dortmund bist, könnte das nicht reichen.
Radiowaves
Inventar
#8 erstellt: Gestern, 20:33
Vodafone überträgt Radio nur noch via DVB-C und DLF, DLF Kultur, DLF Nova sowie DRadio DokDeb auf Wunsch des DRadios NICHT mehr. Für DVB-Radio brauchst Du einen DVB-Kabelreceiver. Also entweder den, der im Fernseher sowieso drin ist (Radio über den Fernseher hören, ggf. lässt sich das Display abschalten, bei der ARD gibt es aber, so HbbTV aktiv ist, Zusatz-Infos auf dem TV-Screen zum Radio) oder einen externen DVB-Kabelreceiver (muss LC-AAC als Audiocodec können, sonst sind die über 60 ARD-Radios bis auf NDR Kultur stumm) oder ein dafür vorgesehenes Gerät, das letztlich ein DVB-Kabelreceiver ohne Videoverarbeitung ist. Das wären dann z.B.

https://www.kleinanzeigen.de/s-vistron-vt855/k0

oder

https://www.kleinanzeigen.de/s-cablestar-100/k0

- die es alle jeweils AAC-tauglich und bei älteren Exemplaren AAC-untauglich gibt, wenn untauglich, kann man für 15 EUR ein Upgrade auf USB-Stick vom jeweiligen Hersteller erwerben und aufspielen. Der TechnISat Cablestar 100 spielt aber auch in der neuen Version bzw. in der Version mit Upgrade kein NDR Kultur, weil die AC-3 verwenden.

Eine Umsetzung DVB-Kabelradio auf UKW ist nicht sinnvoll, weil man weder von den Gerätekosten her noch von den Stromkosten her z.B. eine Auswahl von 24 DVB-Radioprogrammen auf das UKW-Frequenzband bezahlen will. Sowas kostet grob 4000 EUR, es gibt sowas immerhin (kann in diesem Fall aber nur LC-AAC in UKW umsetzen, spielt also wiederum nicht mit den bei der Vodafone im Kabel übertragenen Privatradios, die in MP2 laufen):
https://axing.com/produkt/skf08200/

Man könnte nun ein DVB-Kabelradio (siehe weiter oben) hernehmen und einen kleinen UKW-.Sender dahintersetzen, den man in den AKAI einspeist. Das geht, aber Programmwahl ist dann am DVB-Kabelradio und nicht am AKAI. Da kann man den AKAI und den UKW-Sender auch weglassen und das DVB-Kabelradio statt des AKAI an die Anlage anschließen. Damit hat man den qualitativen Flaschenhals von UKW rausgenommen.

DAB+ das gleiche: geht auch mit Vorschaltgerät, aber Programmwahl dann an diesem und nicht am AKAI. Da kann man gleich einen DAB-Tuner hernehmen und statt des AKAI anschließen. Die Audioqualität wird dadurch besser (UKW-Umwandlung und UKW-Rückempfang entfallen), aber DAB+ ist bei den meisten Programmen qualitativ sowieso dürftig.

Streaming wäre eine Idee. Ich kann leider bislang kein Gerät benennen, das halbwegs billig wäre und die ARD-Radiostreams in höchster Qualität spielen würde. Im Gegenteil: die besten ARD.Streams (192 kBit/s LC-AAC bei allen Programmen) sind wohl bislang nur mit Smartphones, Tabelts, laptops etc. zu hören, nicht mit reinen "Radiogeräten". Die verwenden HLS, ein recht neues und seltener unterstütztes Streamingverfahren, zu allem Überfluss auch mit 2 bis 5 Stunden "Rückspulzeit", was es für die mir bekannten standalone-Internetradios komplett unmöglich macht, quasi "live" zu spielen. Die hängen dann 2 bis 5 Stunden hinterher. Ansonsten hat man technisch überall unterstützte Streams außer bei den Kulturwellen meist nur in mageren 128 kBit/s MP3.

Die UKW-Antenne... der AKAI hat einen unsymmetrischen 75-Ohm-Antenneneingang. Da gehört eigentlich ein "desymmetrisierter" gestreckter Dipol ran, als Kompromiß mit nur geringer Fehlanpassung ein gestreckter symmetrischer Dipol. Dazu nimmt man Koaxkabel schließt das eine Ende an die Buchse des AKAI an, mantelt das andere Ende innen und außen etwas ab, rödelt das Schirmgeflecht zusammen und lötet an das Schirmgeflecht einen Draht von ca. 75 cm Länge. An den massiven Innenleiter lötet man auch einen Draht von ca. 75 cm Länge.

gestreckter Dipol symmetrisch 75 Ohm mit Koaxstecker (was eigentlich falsch ist)

Das spannt man (in Deutschland) nun waagerecht als "T" auf), quer zur Empfangsrichtung des gewünschten Senders. Idealerweise draußen, ansonsten innen z.B. hinter der Gardinenstange (so die nicht metallisch ist).

Die im Handel erhältliche UKW-Wurfantennen sind soweit ich das blicke Schleifendipole mit Koaxstecker ohne Anpassglied und damit völlig fehlangepasst.

Eine richtige UKW-Antenne mit etwas Gewinn und Richtwirkung (Abschattung nach hinten, wichtig gegen Reflexionen im bebauten Gelände) wäre dann sowas:

https://www.iskra.eu/en/Radio-Antennas/Radio-Antennas-FM-30-F/

Aber wer will das im Wohnzimmer haben?
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