Brauche Hilfe bei Wlan-Vernetzung

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Amperlite
Inventar
#1 erstellt: 07. Jan 2013, 12:19
Hallo!

Ich hinke mit meiner Hausvernetzung per Wlan dem Stand der Technik hinterher und setze noch einen Linksys WRT-54G ein, der bisher für die Internetübertragung ausgereich hat.
Nun wird aber ein Streaming-Client eingesetzt, der seine Daten drahtlos von einem NAS beziehen soll.

So sieht die Situation auf 3 Stockwerken aus. Bisher besteht die Hardware im Erdgeschoss noch nicht. Hier bin ich mir nicht sicher, wie ich das Netz am besten aufbaue, um genügend Bandbreite für das Streaming von HD-Film-Inhalten bereitzustellen.

Wlan-Netz
Der Router im Keller ist ein G-Modell, muss also vermutlich ersetzt werden.
Der Empfänger im Erdgeschoss soll Gigabit-Lan-Ports besitzen. Am besten 2 bis 3 Stück.

Hier kommt der Knackpunkt:
  • 1. Die Geräte zwischen Keller und Ergeschoss sollten direkt miteinander kommunizieren können, ohne den Umweg zum weit entfernten Internetrouter im Obergeschoss nehmen zu müssen.
  • 2. Gleichzeitig muss aber der Router im Keller eine Internetverbindung zum Obergeschoss aufrechterhalten. Die Bandbreite ist hier nicht wichtig.
  • 3. Der Router im Obergeschoss ist nicht mein Eigentum und kann daher nicht von mir administriert werden.

    Mit welchen Geräte setze ich das um?
  • A. Der Router im Keller wird wohl wieder durch einen aktuellen DD-WRT-fähigen Router mit N-Standard ersetzt, da kommt ich sowieso nicht drum herum.
  • B. Reicht mir im Erdgeschoss ein Repeater (wie der Fritz Repeater 300E, nur mit mehr Lan-Ports).
  • C. Über Powerline habe ich auch schon nachgedacht, aber wenn möglich möchte ich bei einer Technik bleiben (Wlan wird für Mobilgeräte gebraucht).


  • [Beitrag von Amperlite am 07. Jan 2013, 12:24 bearbeitet]
    Drexl
    Inventar
    #2 erstellt: 07. Jan 2013, 20:18
    PowerLine und WLAN schließen sich ja nicht aus. Ich betreibe auch beides parallel.
    Von der Bruttodatenrate wird auch bei n-WLAN über die Stockwerke nicht mehr viel übrig bleiben. Insbesondere vom Keller ins Erdgeschoß wird über die vermutliche Betondecke das Signal stark gedämpft.
    Außerdem wirst Du so, wie Du es aufgezeichnet hast, überhaupt kein n-WLAN bekommen. Der Router im Client-Modus im Keller kann nicht gleichzeitig im AP-Modus laufen, d.h. der Repeater im EG kann höchstens das Signal von OG verstärken. Dann hast Du vom NAS zum TV den denkbar schlechtesten Übertragungsweg: KG --WLAN-g--> OG --WLAN-g--> EG

    Ich würde in jedem Stockwerk eine PowerLine-Steckdose installieren. Im Keller dann nur noch ein Gbit-Switch, an dem per Kabel NAS, PC, Drucker, etc. angeschlossen werden.
    Im Erdgeschoß dann ein WLAN-n-Router im AP-Modus, mindestens 5 Kanäle Abstand zum Kanal des WRT54G (die Routing-Funktion wird brachliegen, da der Internetzugang über den Router im OG hergestellt wird). Per Kabel kann hier TV, etc. angeschlossen werden. Andere Geräte verbinden sich über WLAN.

    Vom Keller zum EG hast Du dann "PowerLine"-Geschwindigkeit.
    Amperlite
    Inventar
    #3 erstellt: 08. Jan 2013, 21:24
    Gibt es denn wirklich keine Lösung, um eine direkte Kommunikation zwischen den Geräten in Keller und Erdgeschoß zu ermöglichen, ohne den Umweg über den Router im Obergeschoss zu gehen? Stichwort

  • WDS?
  • Client-Repeater-Mode mit DD-WRT auf einem neuen Draft-N-Wlan-Router?


    Im Zweifel müsste ich mich mit Powerline anfreunden. Die Auswahl an Adapter mit mehr als einem Gigabit-Port ist ja überschaubar.
    Wenn sich jetzt noch ein Adapter fände, der auch noch als Wlan-Client arbeiten kann (der "dLAN 200 AVpro Wireless N" kann das zum Beispiel, ist aber noch nicht aus der neuesten 500er-Generation), wäre das u.U. eine brauchbare Lösung.

    Edit:
    Gerade auf folgendes gestoßen:


  • [Beitrag von Amperlite am 08. Jan 2013, 23:40 bearbeitet]
    Drexl
    Inventar
    #4 erstellt: 08. Jan 2013, 21:39

    Amperlite schrieb:
    Gibt es denn wirklich keine Lösung, um eine direkte Kommunikation zwischen den Geräten in Keller und Erdgeschoß zu ermöglichen, ohne den Umweg über den Router im Obergeschoss zu gehen? Stichwort

  • WDS?

  • WDS reduziert die mögliche Bandbreite zusätzlich, da in vielen Fällen das Signal zweimal (oder sogar dreimal) über WLAN übertragen wird. WDS setzt zwingend denselben Kanal für alle WDS-Repeater voraus.

  • Client-Repeater-Mode mit DD-WRT auf einem neuen Draft-N-Wlan-Router?

  • Im "Draft" ist 802.11n schon lange nicht mehr. Der Standard ist seit 2009 verabschiedet.
    Wie viele WLANs möchtest Du denn im Haus betreiben? Im 2.4-GHz-Netz ist Platz für höchstens 3 unabhängige WLAN-Netzwerke, und drei auch nur, wenn man sich bei n-WLAN auf 150 Mbit/s brutto beschränkt. 5 GHz können noch immer nur sehr wenige Endgeräte.


    Im Zweifel müsste ich mich mit Powerline anfreunden.

    Ich weiß nicht, was Du gegen PowerLine hast. Wenn Du das bereits getestet und festgestellt hast, daß das Hausstromnetz für PowerLine ungeeignet ist, könnte ich das verstehen. Aber PowerLine schon von vornherein so wehement auszuschließen verstehe ich nicht.

    Die Auswahl an Adapter mit mehr als einem Gigabit-Port ist ja überschaubar.

    Einportadapter und dahinter ein 5-Port-Switch für 20 EUR anschließen. Im EG hast Du ohnehin durch den WLAN-Router bereits zusätzliche LAN-Ports.
    Amperlite
    Inventar
    #5 erstellt: 08. Jan 2013, 22:17
    Warum ich auf ein schnelles Wlan anstatt Powerline setzen will:
    Die Mobilgeräte können schlecht an Powerline angeschlossen werden. Trotzdem möchte ich aber mal ein Festplattenimage oder ein Backup auf mein NAS rüberschieben.

    Einen zusätzlichen Switch möchte ich keinesfalls auch noch dazustellen. Mich regt der Wandwarzen-Netzteil-Zoo jetzt schon auf...
    Amperlite
    Inventar
    #6 erstellt: 08. Jan 2013, 23:08
    Aha, meine Wunschlösung kommt vermutlich erst mit dem neuen Wlan-Standard:

    http://www.heise.de/...-MBit-s-1572343.html




    Direct Link Setup

    Der IEEE-Standard 802.11e für Dienstgüteunterstützung (Priorisierung für verschiedene Verkehrstypen, QoS) enthält ein Verfahren, das Stationen in einem Infrastructure BSS direkte Kommunikation erlaubt. So müssen diese ihre Daten nicht erst zum AP senden, der sie dann zum Empfänger weiterreicht, was Performance frisst, weil die gleichen Daten zweimal durch die Luft gehen. Deshalb drängt sich Direct Link Setup (DLS) geradezu auf, wenn der HD-Fernseher direkt neben dem Blu-ray-Abspieler steht. So kann das Video statt zwei mal den langen Weg zum AP im Flur nur einmal die viel kürzere, folglich weniger gedämpfte und somit schnellere Direktverbindung nehmen.
    Drexl
    Inventar
    #7 erstellt: 09. Jan 2013, 09:37

    Amperlite schrieb:
    Warum ich auf ein schnelles Wlan anstatt Powerline setzen will

    Was heißt hier "anstatt"? Natürlich kannst Du beides parallel betreiben.
    Amperlite
    Inventar
    #8 erstellt: 09. Jan 2013, 17:47

    Drexl schrieb:
    Was heißt hier "anstatt"? Natürlich kannst Du beides parallel betreiben.

    Das habe ich verstanden. Ich sträube mich trotzdem noch gegen den Einsatz beider Techniken, weil ich die Daten von den Mobilgeräten wieder nur mit geringer Bandbreite rauf- und runterbekäme. Eventuell lasse ich mich aber doch noch überzeugen, ich bin noch am schauen, welche Techniken und Kombinationen es derzeit gibt.

    Idee mit Universal Repeater Mode, der ein weiteres Netz aufspannt (wenn ich das richtig verstanden habe):
    wlan Universal repeater mode

    Und mit Powerline:
    Powerline


    [Beitrag von Amperlite am 09. Jan 2013, 18:23 bearbeitet]
    Drexl
    Inventar
    #9 erstellt: 09. Jan 2013, 18:12

    Amperlite schrieb:
    Ich sträube mich trotzdem noch gegen den Einsatz beider Techniken, weil ich die Daten von den Mobilgeräten wieder nur mit geringer Bandbreite rauf- und runterbekäme.

    Die Bandbreite mit PowerLine (500er Adapter) ist fast immer höher als auch mit n-WLAN.

    Mobilgeräte können in den seltensten Fällen die 40 MHz breiten Kanäle von n-WLAN nutzen und haben dadurch schon eine maximale Bandbreite von 150 Mbit/s brutto. Netto bleiben davon rund 30-40% übrig, durch Repeater und Dämpfung durch (Beton?) Kellerdecke eher noch weniger.

    Noch dazu ist die Störanfälligkeit von WLAN höher als die von PowerLine. Läuft in der Küche die Mikrowelle, bricht der Durchsatz um bis zu 90% ein.

    Für WLAN wirst Du von mir definitiv keine Empfehlung bekommen, das ist nur Murks. Ich habe es bei mir zu Hause auch zuerst über WLAN versucht, aber der Durchsatz war (auch mit n-WLAN in 5 GHz) einfach nur grottig. Zwei PowerLine-Adapter gekauft und Ruhe war.
    roger23
    Inventar
    #10 erstellt: 09. Jan 2013, 18:20
    Was die Verkabelung zwischen den Etagen angeht, setze ich auf eine Lösung "Line21" einer Fa. namens Rutenbeck. Da bekomme ich echte 100 MBit zwischen den Etagen auf Basis einer 4-adrigen Telefonleitung, und die Nutzung eines Analogtelefons parallel ist noch möglich. Also sternförmig aus dem Keller.

    Und in den Etagen bei Bedarf Dualband-Access-Points mit identischer SSID und Passwort. Der Internet-Router steht bei mir jedoch im Keller und hat WLAN abgeklemmt.

    Ist teuer, läuft aber stabil. Powerline habe ich an einer Stelle eingesetzt, bei dem WLAN durch Nachbarn so verseucht ist, daß kein stabiler Betrieb möglich war (2.4 GHz).
    Amperlite
    Inventar
    #11 erstellt: 09. Jan 2013, 18:28
    *grübel*

    Dann werde ich mich mal auf die Suche nach 500er-Powerline-Adaptern machen, von denen
    1. einer einen eingebauten Switch hat mit mind 3 Gigabit-Ports
    2. der andere nach Möglichkeit einen eingebauten Wlan-Empfänger hat, der sich im Client-Modus betreiben lässt.
    Drexl
    Inventar
    #12 erstellt: 09. Jan 2013, 18:46

    Amperlite schrieb:
    2. der andere nach Möglichkeit einen eingebauten Wlan-Empfänger hat, der sich im Client-Modus betreiben lässt.

    Ein WLAN-Client ist ein WLAN-Client und kein AP. Die WLAN-Endgeräte werden sich also zwangsläufig an den WLAN-Router im OG verbinden, mit max. 11g.

    Um einen zusätzlichen 11n-Router kommst Du also nicht herum. Wenn Du im OG neben dem Internet-Router noch eine dritte PowerLine-Steckdose setzen kannst, sparst Du Dir den WLAN-Client, um Zugang zum Internet zu bekommen.

    Ich bin nicht nicht sicher, ob ein WLAN-Repeater ein WLAN-Netz verbessern kann (d.h. aus einem 11g-Netzwerk vom WRT54G ein 11n-Netzwerk zaubern). Gut möglich daß Du, wenn Du das WLAN des WRT54G repeaten willst, in 11g gefangen bleibst.
    Ganz abgesehen davon, daß Repeating die Bandbreite von WLAN zusätzlich reduziert. Repeating ist hauptsächlich dazu da, große Distanzen zu überbrücken. In Deinem Fall tun sich die WLAN-Clients vielleicht sogar ungewollt am WRT54G anmelden statt am WLAN-Router in EG.

    Daher kein WLAN-Repeater, sondern ein separates Netz mit eigener SSID und mindestens 5 Kanäle Abstand zum WRT54G.
    Amperlite
    Inventar
    #13 erstellt: 09. Jan 2013, 23:15
    Ich denke, ich werde mal zwei Powerline-Adapter bestellen.
    Der Router (im Client-Modus) wandert ins Erdgeschoss und brückt das Wlan-Signal ins Powerline-Netz.

    Im Keller wird ein Powerline-Adapter mit integriertem Switch installiert.
    Somit habe ich volle Bandbreite zwischen NAS und Streaming-Client.
    Die Anbindung ans Wlan besteht dann weiterhin nur aus einer schlechten Wlan--Verbindung, aber fürs Internet reichts.

    Falls der Laptop ein Festplattenimage wegspeichern soll, dann muss ich ihn eben alle paar Wochen mal per Ethernet-Kabel anklemmen und der Rest läuft dann über inkrementelle Backups, die nicht so groß sind.
    DUSAG0211
    Inventar
    #14 erstellt: 10. Jan 2013, 10:57
    Devolo hat die 3er Switch Technik allerdings mit 500Mbps. Gleichzeitig funkt das Teil als Access Point. Gigabit habe ich noch nirgends gesehen.

    ----

    Gibt es dann auch als Lösung mit einem Anschluss und WLAN AP

    Devolo
    Amperlite
    Inventar
    #15 erstellt: 14. Jan 2013, 17:41
    Ich werde jetzt folgendes probieren:
    - Anschaffung zweier Dualband-Router, die simultan auf beiden Bändern (2,4 und 5Ghz) funken können (Linksys E2500)
    - Aufspielen von DD-WRT
    - Versuch einer abenteuerlichen Konfiguration:
    1. Der erste Router arbeitet bei 2,4 Ghz als Repeater-Bridge und spannt auf 5 Ghz einen Access-Point auf
    2. Der zweite Router (im Keller) arbeitet als Client-Bridge und übernimmt das Streaming zum Ergeschoss auf 5Ghz.
    [Ob man simultan auch noch auf 2,4 Ghz funken könnte, ist erst mal unwichtig. Die Konfiguration ist so schon ziemlich anspruchsvoll. ]



    labs.anandtech.com schrieb:
    I actually do that in my home. Using DD-WRT I have a WDS network setup with 3 dual radio routers. Clients connect on the 2.4GHz antennas and the routers talk to each other over the 5GHz antennas.

    PS3, Xbox, Dish DVRs connect with ethernet and get a 5Ghz connection to the internet router, perfect for streaming from Netflix or Dish.

    This eliminates the issue with 1/2 the bandwidth when using the same radio to talk to clients as you use for repeating to the main router, which is what is happening for most repeaters in the market.


    Edit: Hinfällig. Die aktuelle DD-WRT-Version kann noch nicht auf dem 5-Ghz-Band funken.


    [Beitrag von Amperlite am 16. Jan 2013, 23:36 bearbeitet]
    danyasd
    Stammgast
    #16 erstellt: 14. Jan 2013, 18:00
    Was spricht denn dagegen, wenn du ein Powerline Adapter oben bei dem Internet-Router und unten bei deinem WLAN Router platzierst, unten im Keller dann nen richtigen Router (wenn du einen wirklich schnellen haben willst, RT-N66U). Falls du dann im Wohnzimmer den Fernseher ins Netzwerk bekommen willst und er kein WLAN hat, nimmst den WNCE3001 von Netgear (gibt bestimmt auch noch paar andere). Bestimmt hab ich was übersehen, wär ja auch zu einfach.
    Drexl
    Inventar
    #17 erstellt: 14. Jan 2013, 18:10

    danyasd schrieb:
    wär ja auch zu einfach.

    Mittlerweile habe ich auch das Gefühl: Wozu einfach, wenn es auch kompliziert geht?
    Amperlite
    Inventar
    #18 erstellt: 14. Jan 2013, 18:37

    danyasd schrieb:
    Was spricht denn dagegen, wenn du ein Powerline Adapter oben bei dem Internet-Router und unten bei deinem WLAN Router platzierst

    Der Internet-Router gehört nicht mir. Ich habe darauf keinen administrativen Zugriff und bin an das Internet per "Gastnetz" angebunden.

    Drexl schrieb:
    Mittlerweile habe ich auch das Gefühl: Wozu einfach, wenn es auch kompliziert geht?

    Ich gebe zu, dass ich die Realisierung mittlerweile etwas "sportlich" sehe.
    Frei nach dem Motto "Es gibt zigtausend Funkstandards- und -varianten, da muss doch was für mich dabei sein!".

    Ganz nebenbei hätte es kostengünstige Nebeneffekte, ausschließlich auf Wireless zu setzen, denn ich könnte meine veralteten Router und (Non-Gigabit-) Switches ersetzen und der Verwandschaft überlassen.


    [Beitrag von Amperlite am 14. Jan 2013, 18:43 bearbeitet]
    danyasd
    Stammgast
    #19 erstellt: 14. Jan 2013, 18:40
    Wie schnell ist denn deine Internetverbindung?

    Brauchst ja keinen administrativen Zugriff. Reicht ein LAN Anschluss.
    Amperlite
    Inventar
    #20 erstellt: 14. Jan 2013, 18:44

    danyasd schrieb:
    Brauchst ja keinen administrativen Zugriff. Reicht ein LAN Anschluss.

    Mir fällt gerade ein, dass die Fritzbox vielleicht auch einen Gastzugang per Kabel realisieren kann. Das muss ich mal prüfen, vielleicht kann man den Routerbesitzer doch dazu überreden, einen Powerline-Adaper zu installieren.


    [Beitrag von Amperlite am 14. Jan 2013, 18:44 bearbeitet]
    Amperlite
    Inventar
    #21 erstellt: 16. Jan 2013, 23:33
    Gerade ist erfreulicherweise auf meine Anfrage

    Ich habe zwei Fragen zu Ihrem Produkt "dLAN® 500 AV Wireless+":

    1. Verfügt das Gerät über GIGABIT-PORTS oder ist die Geschwindigkeit auf 100 Mbit (Fast Ethernet) begrenzt?
    Ihrer Homepage und Bedienungsanleitung ist diesbezüglich keine Information zu entnehmen.

    2. Ist dieser Adapter als Wlan-CLIENT benutzbar? Beim Gerät "dLAN 200 AVpro Wireless N" war dies möglich.

    eine Antwort von Devolo hereingeflattert:


    devolo Support-Team schrieb:
    Sehr geehrter Herr Amperlite,

    der o.g. Adapter ist mit drei Fast-Ethernet Ports ausgestattet und kann nicht als Client betrieben werden.


    Da frage ich mich: Was soll der Aufdruck "500 Mbit", wenn am Lan-Port doch sowieso nur max 100 Mbit rauskommen können. Ich fühle mich ein wenig veräppelt.


    [Beitrag von Amperlite am 16. Jan 2013, 23:33 bearbeitet]
    Amperlite
    Inventar
    #22 erstellt: 16. Jan 2013, 23:35
    Nun, o.g. ist letztlich auch egal, ich habe mich nun entschieden, folgende Lösung zu testen:

    Asus RT-AC66U
    http://www.asus.de/Networks/Wireless_Routers/RTAC66U/
    als "Media Bridge" konfiguriert im Keller.

    Asus EA-N66
    http://www.asus.de/Networks/Wireless_Adapters/EAN66/
    als "Repeater Bridge" im Erdgeschoss.

    Ich werde berichten, wie es läuft...
    cbv
    Inventar
    #23 erstellt: 17. Jan 2013, 13:20

    Amperlite schrieb:
    Was soll der Aufdruck "500 Mbit", wenn am Lan-Port doch sowieso nur max 100 Mbit rauskommen können.

    Drei LAN-Ports a 100, über die Stromleitung gehen jedoch (theoretisch) 500.
    Amperlite
    Inventar
    #24 erstellt: 17. Jan 2013, 15:03

    cbv schrieb:

    Amperlite schrieb:
    Was soll der Aufdruck "500 Mbit", wenn am Lan-Port doch sowieso nur max 100 Mbit rauskommen können.

    Drei LAN-Ports a 100, über die Stromleitung gehen jedoch (theoretisch) 500.

    Korrekt. Jedoch ist in der Anwendungsumgebung dieses Adapters das Szenario ziemlich unrealistisch, dass drei parallele Streams volle Leistung fahren. Üblicherweise müssen hier massiv Daten über nur einen Port laufen (z.B. Streaming) und an den anderen hängt mal ein Drucker und hier gehen ein paar Megabyte im Monat drüber.

    Im SOHO-Bereich interessanter ist die andere Verwendung: Wenn die Kiste eh schon 3 Ports hat, dann kann man doch seinen alten Switch in Rente schicken.
    Zwei Geräte mit richtig massivem Datenaustausch würde man dann nebeneinander auf den integrierten Switch klemmen (z.B. NAS+Streamer oder BackupNAS+Hauptrechner).
    Hier wären dann die Gigabit-Ports mehr als sinnvoll, zumal nahezu alle aktuellen Rechner über ebensolche verfügen.


    [Beitrag von Amperlite am 17. Jan 2013, 15:06 bearbeitet]
    DUSAG0211
    Inventar
    #25 erstellt: 17. Jan 2013, 15:21
    Wobei beim Streaming ja auch nur max 30 MBit oder so drüber laufen.
    Oder was streamst du?
    Amperlite
    Inventar
    #26 erstellt: 17. Jan 2013, 16:28
    Blue Ray Datenrate: 36 Mbit/s
    Plus Protokolloverhead...

    Meinen Streamer habe ich neulich mal per Gigabit-Kabel direkt ans NAS geklemmt. Knapp über 100 Mbit netto genehmigt der sich zwischendurch schon - allerdings nur beim Abruf von Listen oder beim Buffern.
    Drexl
    Inventar
    #27 erstellt: 17. Jan 2013, 17:41

    Amperlite schrieb:
    Blue Ray Datenrate: 36 Mbit/s

    Es sind sogar 54 Mbit/s: 40 Mbit/s Video, 48 Mbit/s Video+Audio, 54 Mbit/s Video+Audio+Gedöns (Untertitel, PiP, etc.)

    Nur sind das kurzfristige Peaks. Die durchschnittliche Datenrate einer Blu-ray liegt eher im Bereich von 20-25 Mbit/s.
    Ich hatte über PowerLine bisher noch nie Probleme, selbst mit sehr hohen Bitraten nicht. Über WLAN dagegen schon (auch 11n, auch 5 GHz).
    Und mein PowerLine-Adapter geht im zweiten Raum erst in einen WRT54G (den ich nur noch als Switch nutze), also max. Fast Ethernet für den PC.
    Amperlite
    Inventar
    #28 erstellt: 17. Jan 2013, 18:13

    Drexl schrieb:
    ... einen WRT54G (den ich nur noch als Switch nutze), also max. Fast Ethernet für den PC.

    Ebendiesen habe ich vorgestern auch ausprobiert - NAS und Streamer per Kabel direkt am WRT.
    Reicht zum stabilen Blue Ray streamen definitiv locker aus. Beim Buffern und Verzeichnisaufbau erschien mir das Gigabit-Ethernet aber nochmal schneller. Allerdings nicht so extrem viel schneller, dass es nicht auch Einbildung gewesen sein könnte.
    Ich werde berichten, wie sich das Asus-Gespann schlägt.
    Amperlite
    Inventar
    #29 erstellt: 18. Jan 2013, 19:08
    So, die Asus-Teile sind angekommen und ich habe den ersten Test gemacht.

    Die erste Konfiguration: EA-N66 als Repeater. Gesamtes Netz läuft auf 2,4 Ghz.
    NAS -> EA-N66 -> WlanStrecke 2,4Ghz innerhalb eines Raumes ->RT-AC66U -> Laptop

    Ergebnis: 9,79 Megabyte/Sekunde (ja, Megabyte, nicht Megabit)

    Jetzt werde ich die Konfiguration ändern:
    Der RT-AC66U wird im Keller das Signal vom Internet-Router per 2,5Ghz empfangen.
    Der Streaming-Traffic läuft dann über das 5Ghz-Netz, das der RT-AC66U neu aufspannt. Der EA-N66 steckt dann am Streamer als einfacher Adapter.

    Edit: Whoops, ich merke gerade, dass der Laptop nur 100Mbit-Netzwerkport hat. Im selben Raum und 3 Meter Abstand lastet die Wlan-Verbindung jedenfalls den 100Mbit-Port vom Laptop zu 100% aus.
    Ergebnis: 10,7 Megabyte/sek


    [Beitrag von Amperlite am 18. Jan 2013, 19:12 bearbeitet]
    Amperlite
    Inventar
    #30 erstellt: 21. Jan 2013, 12:54
    So sieht die Sache jetzt aus:
    netzwerk 802.11n

    Internetverbindung
    Die Internetverbindung läuft (unverändert) über das 2,4 Ghz-Band. Alle Mobilgeräte wählen sich ins gleich Netz ein, wie bisher.
    Der Asus RT-AC66U empfängt mit seinem 2,4 Ghz-Modul das Internet und stellt es für die per LanKabel angeschlossenen Geräte zur Verfügung (Hauptcomputer, NAS, Drucker, ...)


    Streaming
    Für große Bandbreite wird vom Asus-Router ein neues Netz im 5 Ghz-Band aufgespannt. Dieses stellt zum Ethernet-Adapter (Asus EA-N66) einen eigenständigen Kanal dar, der nur zum Streamen genutzt wird.

    ______

    Vorteile dieser Konfiguration:
    - Kein Gerät muss als Repeater arbeiten und vermindert dadurch den Durchsatz
    - Die bandbreitenintensive Streaming-Verbindung ist vollständig vom restlichen Netz entkoppelt und kann daher mit "Vollgas" fahren. Dadurch, dass es im bisher wenig genutzten 5Ghz-Band läuft, ergeben sich auch kaum Störmöglichkeiten durch Nachbar-Wlans.
    - Die Internetverbindung wird vom Asus-Router vom 2,4 auf das 5Ghz-Band problemlos durchgeleitet.
    - Die bisherige Verbindung der Mobilgeräte muss nicht geändert werden, es gibt weiterhin nur ein Netz
    - Es ist für die Internetverbindung egal, wenn ich den Ethernetadapter oder den Router im Keller vom Strom trenne. Das einzige nötige Gerät ist weiterhin der Internetrouter im Obergeschoss.


    Nachteile:
    - Ich belege jetzt zwei Funkbänder. Da der 5Ghz-Kanal aber bisher kaum benutzt wird, habe ich dabei kein schlechtes Gewissen.
    - Der Laptop muss weiterhin über den Router im Obergeschoss Verbindung aufnehmen, weil er keinen 5Ghz-Funk kann. Riesige Datenmenge können über den also nicht laufen, aber das brauche ich auch garnicht.


    Fazit:
    Die Verbindung vom Keller ins OG ist mit dem neuen Router wesentlich besser geworden als mit dem alten WRT54G. Die drei Antennen am Asus schaffen 25 Mbit über zwei Stockwerke. Für Internet völlig ausreichend. Die 5Ghz-Verbindung schafft über 110 Mbit, genauer muss ich ggf. nochmal messen.
    Anmerkung: Der Asus-Router kann schon den neuesten AC-STandard, der Ethernetadapter kann aber nur N-Standard. Reicht aber selbst für Blue Ray Streaming aus. Ich würde schätzen, dass auch zwei parallele Blue-Ray-Streams noch funktionieren dürften.


    Die Konfiguration der Asus-Geräte war für mich einfach. Ich würde sogar einem Laien zutrauen, diese Verbindung einzurichten. Es sind keine komplizierten Portweiterleitungen nötig und es ist extrem viel einfacher, als z.B. auf einen Router eine alternative Firmware zu flashen (z.B. DD-WRT).

    Bin also recht zufrieden bisher.

    Nachtrag: Durch den Gigabit-Switch im Asus-Router kann ich nun auch meine Backups vom Hauptrecher sehr schnell auf das NAS ziehen. 110 Megabyte pro Sekunde habe ich gestern übers Kabel erreicht.


    [Beitrag von Amperlite am 21. Jan 2013, 12:58 bearbeitet]
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