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Neuling kauft Thorens 145 MK II und braucht ein wenig Rat

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Beitrag
Tippfeler
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Aug 2010, 09:03
Liebe Leute,

ich habe mich entschlossen, von meinem absoluten Highend-Plattenspieler DUAL 430, der mich bei ebay 4,61 € gekostet hat, zu verabschieden und ein wenig aufzurüsten

Nach Recherche hier im Forum habe ich mich für dieses Angebot bei ebay entschieden:

http://cgi.ebay.de/w...geName=STRK:MEWAX:IT

Meint ihr, das war ein guter Kauf für 140,-€ ?

Das wichtigste wäre mir zu erkennen, ob der Spieler in einem guten Zustand ist. Auf was kann ich als Laie achten, bzw. was kann ich erkennen nach Lieferung? Ich werde leider kaum in der Lage sein, den Spieler richtig einzustellen etc. Aber vielleicht gibt es ja offensichtliches, worauf ich achten kann (Ich habe den Verkäufer bereits um sicherste Verpackung gebeten).

Weiterhin würde ich den Spieler gerne an meinem Panasonic Receiver anschließen. Brauche ich einen Vorverstärker? Wenn ja, welchen könnt ihr empfehlen?

Und was muss ich generell noch beachten, um nichts falsch zu machen. Wie gesagt, leider habe ich noch nicht wirklich Ahnung von sowas und kann gerade mal einen Cinch von einem DIN-Anschluß unterscheiden

Vielen Dank für die Hilfe!

Edit: Link funktioniert hoffentlich jetzt!


[Beitrag von Tippfeler am 19. Aug 2010, 18:49 bearbeitet]
juergen1
Inventar
#2 erstellt: 19. Aug 2010, 18:04
Hallo,
da wäre z.B. der sog. Pustetest, um die Leichtgängigkeit des Tonarmlagers zu prüfen:
Tonarm in die Schwebe bringen, also Auflagekraft auf Null und Antiskating auf Null, dann seitlich ganz leicht auf den Tonabnehmer pusten. Er sollte ohne Rucken sich so nach innen bewegen lassen. Hierbei kannst Du auch gleich die Einstellung für die Auflagekraft "nullen". Wenn der Tonarm schwebt, muß die Skala genau auf Null stehen. Falls nicht, muß man das justieren.
Der schwebende Tonarm muß auch gut auf eine leichte vertikale Kraft reagieren; also z.B. Papierschnipsel, die man auf den Tonabnehmer fallen lässt.
Dann den Plattenteller von Antrieb trennen, also bei einem riemengetriebenen den Riemen abnehmen. (Den link zu Deinem Modell konnte ich nicht öffnen, kenne mich auch mit den einzelnen Modellen nicht aus.) Wenn man jetzt den Plattenteller von Hand in Bewegung setzt, sollte er eine angemessene Zeit nachlaufen. (Ich glaube, das ist in etwa eine gute Minute...?)
Hierbei auch auf Laufgeräusche des Lagers achten.

Gegebenenfalls (oder auf jeden Fall) über neues Lageröl nachdenken.

Die Nadel mit einer starken Lupe auf Abnutzung untersuchen.

Gruß
Jürgen

edit: sehe gerade, es ist ja ein Thorens; also riemengetrieben.


[Beitrag von juergen1 am 19. Aug 2010, 18:09 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#3 erstellt: 19. Aug 2010, 19:13
Hallo!

Neben dem schon beschriebenen Puste- und Schnipseltest der dir Aufschluß über die Unversehrtheit der Tonarmlager geben wird solltest du noch die Endabschaltung und die Geschwindigkeitsumschaltung testen. Falls sich die beiden Geschwindigkeiten einstellen lassen und das Gerät damit einwandfrei läuft. (Hier gibt es Stroboskopscheiben mit denen sich die Geschwindigkeit ermitteln läßt: http://www.vinylengine.com/strobe-discs.shtml) brauchst du vorerst keinen neuen Transmissionsriemen.

Falls die Endabschaltung ebenfalls funktioniert hast du ein technisch noch gut im Schuß stehendes Gerät erwischt. Dann kannst du dich mit unserer Hilfe gleich an die Einstell- und Justagearbeiten machen.

MFG Günther
Tippfeler
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 21. Aug 2010, 11:36
Lieber Jürgen, lieber Günther,

zunächst einmal vielen herzlichen Dank für die Tipps!
Der Spieler ist heute angekommen, war auch in einem gut gepolsterten, extrem großen Paket verpackt.
Leider wurden weder die Sicherugnsschrauben angezogen noch das Gegengewicht entfernt... Das ist schonmal nicht so gut, oder?
Ich habe den Riemen abgenommen und der Plattenteller dreht sich manuell gut angedreht locker über eine Minute weiter. Bezüglich Laufgeräusche ist ein leichtes Schleifen zu hören.

Bezüglich des Tonarms (der zum Transport leider nur umwickelt wurde) ist es so, dass ich es schonmal sehr schwer finde, ihn nur mittels des Gegengewichts auf Höhe des Plattentellers zu bringen. Wenn man ihn seitlich anpustet bewegt er sich Richtung Tellermitte und wenn man einen Papierschnipsel drauffallen lässt, so gibt er ein klein wenig nach unten nach.
Jedoch zieht er stark nach rechts Richtung Tonarmhalterung weg. Das heisst, wenn ich ihn so einstelle, dass er in etwa auf Höhe der Platte schwebt, dann zieht er fast schon weg, nur bei starker Verstellung des Gegengewichts nach unten bleibt er in seiner Position zwischen Teller und Halterung.
Auflage-und Antiskating sind auf 0.

Leider bin ich mir nun etwas unsicher, vor allem ob des Transports, ob der Spieler in akzaptablem Zustand für den Preis ist.. Sollte oder kann ich ihn irgendwo kostengünstig mal überprüfen lassen?

Ach ja, weiterhin höre ich die Platte in Zimmerlautstärke, wenn ich meinen Receiver voll aufdrehe. Ist das ohne Vorverstärker normal?

Vielen, vielen Dank für Eure Hilfe, aber selbst die 140,-€ sind für mich schhon eine ziemliche Investition, die ich nicht so einfach in den Sand setzen möchte..
juergen1
Inventar
#5 erstellt: 21. Aug 2010, 12:41

Tippfeler schrieb:
..der Plattenteller dreht sich manuell gut angedreht locker über eine Minute weiter. Bezüglich Laufgeräusche ist ein leichtes Schleifen zu hören.
....
Jedoch zieht er stark nach rechts Richtung Tonarmhalterung weg. Das heisst, wenn ich ihn so einstelle, dass er in etwa auf Höhe der Platte schwebt, dann zieht er fast schon weg,
....
Ach ja, weiterhin höre ich die Platte in Zimmerlautstärke, wenn ich meinen Receiver voll aufdrehe. Ist das ohne Vorverstärker normal?

Hallo,
das ist schwer zu beurteilen, inwieweit die Laufgeräusche noch normal sind. Aus welcher Entfernung hört man sie noch?
Bei so einem alten Gerät aus zweiter Hand würde ich eigentlich grundsätzlich das Lageröl erneuern.
Bei violette(joel) hier aus dem Forum kriegst Du passendes Lageröl. Es muß zum Material und zum Zustand des Lagers passen.

Daß der Tonarm auch bei AS Null ganz leicht nach außen zieht, ist, glaube ich, normal...?
Ist eigentlich eh egal, solange diese Kraft geringer ist als die benötigte. AS sollte man sowieso besser nach Gehör als nach Skala einstellen.

Daß Du den Spieler auch ohne PhonoVorverstärker über AUX-Eingang hören kannst, dürfte ebenfalls normal sein. Der Ton ist halt deutlich leiser. Und natürlich ist der Klang dann sehr schlecht!, da ja das PhonoSignal über den speziellen PhonoEingang entzerrt werden muß.

Bisher spricht eigentlich nichts dafür, daß Dein Gerät einen schwerwiegenden Schaden hat.

Ach ja, nochwas: Funktioniert die Umschaltung auf 45er Geschwindigkeit? Falls nicht, könnte ein neuer Riemen fällig sein. Wär aber kein Beinbruch.

Gruß
Jürgen
raphael.t
Inventar
#6 erstellt: 21. Aug 2010, 14:27
Hallo T.!

Ein TD 145 MK II um 140,- ist zwar kein Schnapp, aber der Thorens ist doch ein ernsthafter Plattenspieler.
Umso bedauerlicher ist es, wenn unsachgemäß versandt wird.
Das Sub, wild schwingend und das Gegengewicht, beständig an den Vertikallagern zerrend, keine schöne Vorstellung!
Beim Werfen von Paketen wirken die Massen auf- und gegeneinander, ein bloß lose aufgelegter Teller bekommt eine Zerstörungskraft, die man besser nie kennen lernt!

Das alles ist weniger gut, und es könnte erklären,
warum dein Arm in der Nullschwebe kaum pendelt.
Wichtig beim Auspendeln ist allerdings, dass der Plattenspieler völlig waagrecht aufgestellt ist.
Zunächst mal die silberne Zarge mit einer Wasserwaage messen, und zwar Länge und Breite, dann das Subchassis, indem man den Teller misst.
Wenn der nicht waagrecht ist, wird das Sub nicht schön schwingen, was es aber soll, um zu wirken.
Dann hilft nur noch die Justierung von unten mit den drei Federn.
Vorher unbedingt in die Problematik einlesen!

Dass bei einem Magnet-Antiskating, wie beim TD 145, auch bei Null schon geringe Kräfte wirken, kann vorkommen, schließlich kann man den Magneten in seiner Stellung justieren. Die Horizontallager dürften also in Ordnung sein.

Die Vertikallager wären ja ebenfalls justierbar, doch ohne geeignetes Werkzeug und Erfahrung, geh` da lieber nicht ran!
Außerdem bekommt man auch durchs Neueinstellen ev. Riefen nicht mehr aus der Kegelspitze.

Das alles muss nicht sein, wenn man ordentlich versendet.
Ich hoffe für dich, dass du den Tonarm hinbekommst!
Welcher Tonabnehmer ist montiert?

Mit freundlichen Grüßen
Raphael


[Beitrag von raphael.t am 21. Aug 2010, 14:31 bearbeitet]
silberfux
Inventar
#7 erstellt: 21. Aug 2010, 14:28
Naja aber ein "leichtes Schleifen" ist bei einem intakten Dreher absolut nicht angesagt. Wenn das vom Lager kommen sollte, dann gute Nacht, es würde wohl auch das beste Öl nicht mehr helfen. Aber das ist eher unwahrscheinlich. Trotzdem ist neues Öl sicherlich empfehlenswert.

Leg doch mal den Teller umgedreht auf den Subteller und lass laufen. Dann kannst Du möglicherweise die Stelle, wo es schleift, besser orten.


Bezüglich des Tonarms (der zum Transport leider nur umwickelt wurde) ist es so, dass ich es schonmal sehr schwer finde, ihn nur mittels des Gegengewichts auf Höhe des Plattentellers zu bringen.


Das verstehe ich nicht. Das Gegenwicht ist nicht dazu bestimmt, den Arm auf Höhe des Plattentellers zu bringen, sondern um den Arm auszutarieren.

BG Konrad
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 21. Aug 2010, 14:32
Hallo!

Das dein Kontergewicht nur dazu dient den Tonarm auszutarieren ist dir klar? Das Auflagegewicht wird mit den kleinen Rädchen am oberen Tonarmende eingestellt.

Welches System ist eigentlich verbaut?

Das der Tonarm selbst bei austarierem Tonarm leicht nach aussen zieht hat erstmal gar nichts zu besagen. Möglicherweise steht der Plattenspieler respektive das Subchassis nicht ganz "im Wasser". Das Schleifen deutet auf ein zu tief eingestelltes Subchassis hin, hier sollten die Federn etwas angezogen werden, dabei läßt sich das Subchassis auch gleich so einstellen das der Thorens gleichmäßig kolbenförmig schwingt.

MFG Günther
Tippfeler
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 21. Aug 2010, 16:47

das ist schwer zu beurteilen, inwieweit die Laufgeräusche noch normal sind. Aus welcher Entfernung hört man sie noch?


Ich habe das nocheinmal genauer angehört. Wenn man den Riemen entfernt und den Subteller schnell dreht, hört man ein leises Schleifen, wenn man sehr nah mit dem Ohr herangeht. Wenn man den Riemen wieder montiert und den oberen Teller wieder auflegt, so hört man bei der dann langsameren GEschwindigkeitgar nichts. Ganz so schlimm scheint dies wohl nicht zu sein.


Ach ja, nochwas: Funktioniert die Umschaltung auf 45er Geschwindigkeit?


Das funktioniert tadellos, ob die 45er Geschwindigkeit korrekt läuft, kann ich leider nicht testen, da ich nur die großen Platten habe..



Daß Du den Spieler auch ohne PhonoVorverstärker über AUX-Eingang hören kannst, dürfte ebenfalls normal sein. Der Ton ist halt deutlich leiser. Und natürlich ist der Klang dann sehr schlecht!, da ja das PhonoSignal über den speziellen PhonoEingang entzerrt werden muß.


Ich hatte gedacht, dass man auch ohne Vorverstärker "vernünftig" etwas hören kann. Aber nach ein wenig testen ist klar, dass der Ton deutlich zu leise ist und auch fürchterlich klingt. Dann brauche ich also noch einen Vorverstärker. Welche kann man da empfehlen und wie teuer sind die günstigen mit noch akzeptabler Qualität?


Wichtig beim Auspendeln ist allerdings, dass der Plattenspieler völlig waagrecht aufgestellt ist.

Ich habe den Spieler jetzt auf eine sehr ebene Unterfläche gestellt und laut Wasserwaage ist alles austariert. Wenn ich den Arm in die "Schwebe" bringe, zieht er weiterhin relativ stark nach rechts, was ich halt nur verhindere, indem ich das Gewicht so verändere, dass der Tonarm ganz hinten aufliegt.


Ich hoffe für dich, dass du den Tonarm hinbekommst!
Welcher Tonabnehmer ist montiert?

Danke! Ich bin leider wirklich blutiger Anfänger. Das wird man meinen Posts bestimmt auch schnell ansehen.. Tut mir wirklich leid! Aber ich bin auch jedenfall lernwillig und lese auch hier schon fleißig Beiträge. Dennoch ist es natürlich alles eine ganz neue Welt für mich..
Auf dem Tonabnehmer steht "Ortofon FF 15 0 MK II"



Leg doch mal den Teller umgedreht auf den Subteller und lass laufen. Dann kannst Du möglicherweise die Stelle, wo es schleift, besser orten.

Das habe ich ausprobiert, wenn ich den Spieler normal mit Riemen laufen lasse, hört man nichts mehr. Nur wenn man ohne Riemen recht schnell manuell andreht ein leises Schleifen.



Das dein Kontergewicht nur dazu dient den Tonarm auszutarieren ist dir klar? Das Auflagegewicht wird mit den kleinen Rädchen am oberen Tonarmende eingestellt.


Hmmm.. Ich hatte es laut Anleitung so verstanden, dass man AS und Auflagegewicht auf jeweils 0 stellen soll und das Gegengewicht so einstellt, dass die Nadel auf "Spielstellung" und zwischen Tonarmraste und Tellerans auf Höhe der Plattentellers "schwebt". Das geht sehr schwer finde ich, es genau so schwebend zu bekommen, dass die Nadel auf Höhe der Platte bleibt. Und zum anderen zieht der Tonarm dann in der Schwebe so stark nach rechts, dass er die Platte nicht spielen würde, sondern selbst beim Absinken auf diese Richtung Tonarmraste zurückpendelt. Ich hoffe, ich drücke mich einigermaßen verständlich aus.


Selber etwas anziehen oder am Chassis zu verstellen traue ich mir ehrlich gesagt nicht zu.. Habe ich das mit dem Gegengewicht und dem Tonarm denn dann wirklich falsch verstanden? Und ist es also normal, dass der Spieler ohne Vorverstärker auf höchster Anlagenlautstärke leise klingt und auch relativ fürchterlich? Ach ja, weiterhin bewirkt selbst die kleinste Erschütterung ein Springen auf der Platte. Selbst wenn ich am Tisch nur langsam vorbeigehe.
Ich fürchte, ich habe die ganze Geschichte ein wenig unterschätzt...

Jan
Klausek
Stammgast
#10 erstellt: 21. Aug 2010, 17:03
Ich habe das nocheinmal genauer angehört. Wenn man den Riemen entfernt und den Subteller schnell dreht, hört man ein leises Schleifen, wenn man sehr nah mit dem Ohr herangeht. Wenn man den Riemen wieder montiert und den oberen Teller wieder auflegt, so hört man bei der dann langsameren GEschwindigkeitgar nichts. Ganz so schlimm scheint dies wohl nicht zu sein.

Hallo,
es könnte sein das die Tellerachse minimal "durchgerutscht" ist. Man kann das erkennen wenn um das Lager direkte Schleifspuren des Tellers zu erkennen sind. Falls ja, den Innenteller mit der Achse zwischen zwei Bretter legen und LEICHT mit dem Hammer auf die Achse hauen. Aber UNBEDINGT ein Stück Holz zwischenlegen. Also nicht direkt auf Metall hauen!! Normalerweise reichen leichte Schläge. Es dürfte nur ca. 1 mm sein, maximal. Aber auf die richtige Seite schlagen. Die Achse muß wenn nach unten!!
Gruß
Klaus
juergen1
Inventar
#11 erstellt: 21. Aug 2010, 17:56

Tippfeler schrieb:

Hmmm.. Ich hatte es laut Anleitung so verstanden, dass man AS und Auflagegewicht auf jeweils 0 stellen soll und das Gegengewicht so einstellt, dass die Nadel auf "Spielstellung" und zwischen Tonarmraste und Tellerans auf Höhe der Plattentellers "schwebt". Das geht sehr schwer finde ich, es genau so schwebend zu bekommen

Wenn der Tonarm bei Auflagekraft Null (annähernd)schwebt, ist soweit alles soweit richtig eingestellt. Es geht ja darum, daß die Skala richtig justiert ist, daß also bspw. bei Stellung 1,5g auch wirklich eine Auflagekraft von 1,5g ausgeübt wird.
Und das kann halt nur hinhauen, wenn bei Stellung Null auch null Auflagekraft wirkt. Auch keine negative (der Tonarm also nicht nach oben gehoben wird). Das Schweben ist natürlich nicht einfach hinzubekommen. Ist aber eher ein gutes Zeichen für ein leichtgängiges Lager.

Gruß
Jürgen
juergen1
Inventar
#12 erstellt: 21. Aug 2010, 18:01

Tippfeler schrieb:
..weiterhin bewirkt selbst die kleinste Erschütterung ein Springen auf der Platte. Selbst wenn ich am Tisch nur langsam vorbeigehe.

Das darf natürlich nicht sein.
Was für eine Auflagekraft hast Du eigentlich eingestellt?
Du spielst doch hoffentlich nicht ..... mit dem schwebenden Tonarm???
Gruß
Jürgen
Tippfeler
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 21. Aug 2010, 20:00

Das darf natürlich nicht sein.
Was für eine Auflagekraft hast Du eigentlich eingestellt?
Du spielst doch hoffentlich nicht ..... mit dem schwebenden Tonarm???


Das wäre mir in der Tat zuzutrauen! Wie gesagt, es ist mein erster Plattenspieler, bei dem man was einstellen kann.. :-)
Zuerst dachte ich auch, es müsste so sein, dass man den Arm schwebend hinbekommt und die Platte auch bei 0 Auflagekraft spielt. Aber da dann der Arm immer stark nach rechts zog, kam ich dann doch dahinter, dass das so nicht sein kann.

Ich habe jetzt eine Auflagekraft von 0,75 eingestellt. Dann zieht der Tonarm beim Absenken nicht mehr nach rechts und die Platte springt nicht mehr so stark wie bei 0,5. Bei 1.0 kann ich schon am Tisch vorbeigehen, ohne dass sie springt. Ich habe ja aber auch keine Ahnung, was zu viel Auflagekraft ist...



Wenn der Tonarm bei Auflagekraft Null (annähernd)schwebt, ist soweit alles soweit richtig eingestellt. Es geht ja darum, daß die Skala richtig justiert ist, daß also bspw. bei Stellung 1,5g auch wirklich eine Auflagekraft von 1,5g ausgeübt wird.
Und das kann halt nur hinhauen, wenn bei Stellung Null auch null Auflagekraft wirkt. Auch keine negative (der Tonarm also nicht nach oben gehoben wird). Das Schweben ist natürlich nicht einfach hinzubekommen. Ist aber eher ein gutes Zeichen für ein leichtgängiges Lager.


Super, vielen Dank. Das ist sehr gut erklärt. Ich habe es jetzt einigermaßen hinbekommen, dass bei 0 Auflagekraft ein Schwebezustand eintritt. Zwar zieht der Arm dann nach rechts und stößt an die Tonarmraste. Wie gesagt, das gibt sich aber, wenn ich die Auflagekraft erhöhe. Dann bleibt der Tonarm in seiner Position. So sollte es dann doch einigermaßen richtig eingestellt sein? Antiskatin habe ich auf 0 gelassen, das muss ich erstmal richtig verstehen.

Und wie ist das mit dem Vorverstärker? Was muss ich da beachten?

Schon und noch einmal vielen, vielen Dank für die Hilfe und auch für die Nachsicht, die man mir zuteil kommen lassen muss. WIe gesagt, der schwebende Tonarm erschien mir zu anfangs als Option!

Jan
juergen1
Inventar
#14 erstellt: 21. Aug 2010, 21:10

Tippfeler schrieb:

Ich habe jetzt eine Auflagekraft von 0,75 eingestellt. Dann zieht der Tonarm beim Absenken nicht mehr nach rechts und die Platte springt nicht mehr so stark wie bei 0,5. Bei 1.0 kann ich schon am Tisch vorbeigehen, ohne dass sie springt. Ich habe ja aber auch keine Ahnung, was zu viel Auflagekraft ist

....... Antiskatin habe ich auf 0 gelassen, das muss ich erstmal richtig verstehen.


0,75 ist immer noch sehr wenig.
Wenn Du die Bezeichnung für Deinen Tonabnehmer nennst, kann Dir bestimmt jemand die vorgeschriebene Auflagekraft nennen.
Es gibt auch in verschiedenen Foren Datenbanken hierüber. z.B new-hifi-classic. Kein Problem das rauszufinden.

Beim Antiskating sollte man erstmal in etwa den gleichen Wert einstellen, wie bei der Auflagekraft.
Und genauer nach Gehör: Verzerrt der rechte Kanal-AS erhöhen und umgekehrt.

Daß der Tonarm infolge des AS beim Absenken nach außen driftet, ist normal. Etwas Abhilfe kann man schaffen, indem man das Bänkchen, auf dem der Tonarm ruht, entfettet (Spiritus) oder mit Sandpapier etwas aufrauht.
Und darauf achten, daß das Bänkchen nicht unnötig hoch ist; also nicht, daß die Nadel in abgehobenem Zustand sich 2 Zentimeter über der Platte befindet. Je länger der Absenkeweg, desto mehr driftet der Arm nach außen.

Phonovorverstärker gibts wohl einige gute für wenig Geld. kenn mich da aber nicht aus.

Nachschauen, ob Du einen MC (Moving Coil) Tonabnehmer hast; die brauchen einen besonderen Phonovorverstärker.

Gruß
Jürgen
Tippfeler
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 22. Aug 2010, 08:21

juergen1 schrieb:

0,75 ist immer noch sehr wenig.
Wenn Du die Bezeichnung für Deinen Tonabnehmer nennst, kann Dir bestimmt jemand die vorgeschriebene Auflagekraft nennen.

Phonovorverstärker gibts wohl einige gute für wenig Geld. kenn mich da aber nicht aus.

Nachschauen, ob Du einen MC (Moving Coil) Tonabnehmer hast; die brauchen einen besonderen Phonovorverstärker.


Vielen Dank Jürgen,

Also auf dem Tonabnehmer steht "Ortofon FF 15 0 MK II".

Hier die Bilder dazu:
Bild 1

Bild 2

Vielleicht kann mir ja jemand genauer wegen Auflagekraft und Vorverstärker helfen? Wie wäre es mit dem Hama PA 506 beispielsweise?


[Beitrag von Tippfeler am 22. Aug 2010, 08:23 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#16 erstellt: 22. Aug 2010, 10:47
Hallo!

@Tippfeler

Der bei deinem Plattenspieler verbaute TP-16/II ist ein dynamisch ausbalancierter Tonarm. Die Auflagekraft stellt man bei einem solchen nicht durch verstellen des Kontergewichtes ein. Hierfür hat der Tonarm eine Federkonstruktion dessen Einstellrädchen und -skala sich oberhalb des Tonarmrohres über der Lagerkonstruktion befindet.

Diese Konstruktion könnte allerdings infolge ihres Alters nicht mehr einen 100% genauen Einstellwert garantieren deswegen sollte man das Ergebniss mit einer Tonarmwaage oder einer sonstigen Feinwaage überprüfen.

Das bei dir verbaute Systen ist ein normales Magnetsystem das wohl schon bei der Auslieferung verbaut war und benötigt eine Auflagekraft von etwa 2 Gramm, das Antiskating sollte auf den gleichen Wert eingestellt werden.

Die BDA und das Service Manual deines Plattenspieler kannst du dir im Übrigen hier nach der Anmeldung kostenlos als PDF herunterladen: http://www.vinylengine.com/library/thorens/td145.shtml

MFG Günther
Tippfeler
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 22. Aug 2010, 15:11

Hörbert schrieb:

Der bei deinem Plattenspieler verbaute TP-16/II ist ein dynamisch ausbalancierter Tonarm. Die Auflagekraft stellt man bei einem solchen nicht durch verstellen des Kontergewichtes ein. Hierfür hat der Tonarm eine Federkonstruktion dessen Einstellrädchen und -skala sich oberhalb des Tonarmrohres über der Lagerkonstruktion befindet.

Das bei dir verbaute Systen ist ein normales Magnetsystem das wohl schon bei der Auslieferung verbaut war und benötigt eine Auflagekraft von etwa 2 Gramm, das Antiskating sollte auf den gleichen Wert eingestellt werden.


Danke Dir Günther, das mit der Auflagekraft und dem Kontergewicht habe ich verstanden. Wie bereits oben beschrieben, konnte ich den Arm mittels des Kontergewichts in die Schwebe bringen und spiele jetzt mit 1,75g Auflagegewicht. AS habe ich auch so eingestellt. Die Nadel springt hierbei nicht mehr, nur noch, wenn ich an den Tisch stoße.
Der Klang ist natürlich weiterhin mies, was am mangelnden Verstärker liegen wird. Erst, wenn ich den habe, werde ich wohl letztlich beurteilen können, was für ein Zustand der Spieler hat.

Wenn mir jemand diesbezüglich helfen könnte, vielen Dank!
Der günstigste Vorverstärker, den ich bei Amazon sah, ist der Hama PA 506. Ist das überhaupt, was ich suche?

Danke schön für die bisherige Hilfe,
Jan
Hörbert
Moderator
#18 erstellt: 22. Aug 2010, 16:35
Hallo!

Der Hame ist aufgrund der hohen Stückzahlen und der langen Verfügbarkeit des Gerätes (seit 2006) zwar recht günstig aber nicht unbedingt schlecht. Zumindestens für den Anfang dürfte er durchaus ausreichend sein.

Hier noch ein Link zu einer Page auf der die Justage des Abtastsystems beschrieben wird und auf der sich auch eine ganze Reihe von kostenlosen Justageschablonen finden läßt: http://www.vono.ch/akustik/ersteHilfe/plattenspieler/index.html

Ich denke mal das diwese Problematik als nächstes bei dir ansteht, zumindestens auf den von dir verlinkten Bildern des Abtastsystems scheint mir das es leicht schiefsteht. Bei einer Korrektur sollte sicherheitshalber gleich die gesamte Justage neu vorgenommen werden.

MFG Günther
Tippfeler
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 02. Sep 2010, 13:28

Hörbert schrieb:
Hallo!

Der Hame ist aufgrund der hohen Stückzahlen und der langen Verfügbarkeit des Gerätes (seit 2006) zwar recht günstig aber nicht unbedingt schlecht. Zumindestens für den Anfang dürfte er durchaus ausreichend sein.


Lieber Günther, ich habe mir jetzt den Hama-Vorverstärker besorgt und endlich kann man den Klang auch genießen. Es ist jetzt ausreichend laut und nicht mehr verzerrt.. Hier gibt es also schonmal nur Positives zu berichten.


Hörbert schrieb:

Ich denke mal das diwese Problematik als nächstes bei dir ansteht, zumindestens auf den von dir verlinkten Bildern des Abtastsystems scheint mir das es leicht schiefsteht. Bei einer Korrektur sollte sicherheitshalber gleich die gesamte Justage neu vorgenommen werden.


Ich habe mich in den letzten Tagen ein wenig mit der Materie beschäftigt, mir das Service-Handbuch durchgesehen und über die Justage informiert. Ich fürchte, ich würde es alles eher nur schlimmer machen und verbasteln.

Ich habe nochmal ein paar Bilder gemacht, vielleicht könnt Ihr anhand derer Beurteilen, ob ich den Dreher behalten soll. Ich kann ihn immer noch 2 Wochen lang zurücksenden, ich hatte ja schon erwähnt, dass er nicht ordnungsgemäß verpackt war.

Hier die Bilder:

http://img375.imageshack.us/img375/4748/dsc04355b.jpg

http://img375.imageshack.us/img375/4748/dsc04355b.jpg

http://img835.imageshack.us/img835/674/dsc04358t.jpg

Was ich mit Euere hilfe schon überprüft habe:
-Plattenteller läuft ohne Riemen gut und bei normaler Abspielgeschwindigkeit ist kein Schleifen zu hören.

-Umschalten der Geschwindigkeiten funktioniert tadellos

-Der Tonarm läßt sich in die Schwebe bringen auf Höhe der Platte bei Stellung "Abgesenkt"

Was mir auffällt:

-Platten oder Plattenteller eiern ein wenig.. Bei manchen Platten mehr, bei anderen weniger. Aber wenn man den Spieler auf "Augenhöhe" betrachtet, fällt es auf.

Und nun die Frage aller Fragen: Behalten (Gekauft für 140.-€) oder zurück damit?

Danke schön!

Jan
Hörbert
Moderator
#20 erstellt: 02. Sep 2010, 14:09
Hall!

Eiern werden wohl eher die Schallplatten selbst, das ist allerdings völlig normal da es kaum eine unverwellte Platte gibt, ebensowenig wie eine mit einem exakt zentrischem Mittelloch.

Da hilfts nichts, durch die Einstell- und Justagearbeit mußt du durch, wer das nicht lernt ist immer auf die Hilfe dritter angewisen. Aber das nicht soo schwierig wie es zunächst aussieht.

Auf der Page die ich dir schon verlinkt habe gibt es unter anderem auch eine gut bebilderte Schritt-für Schritt Justageanleitung. Damit solltest du eigentlich zurechtkommen.

MFG Günther
Tippfeler
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 02. Sep 2010, 14:28

Hörbert schrieb:
Hall!
Da hilfts nichts, durch die Einstell- und Justagearbeit mußt du durch, wer das nicht lernt ist immer auf die Hilfe dritter angewisen. Aber das nicht soo schwierig wie es zunächst aussieht.

Auf der Page die ich dir schon verlinkt habe gibt es unter anderem auch eine gut bebilderte Schritt-für Schritt Justageanleitung. Damit solltest du eigentlich zurechtkommen.


Die Seite habe ich mir schon durchgelesen und die Schablone erstellt.. Dann werd ich mich da mal ranmachen.. Oha..

Und Du plädierst dann also auch nach Ansicht der Bilder und meiner Beschreibungen fürs Behalten? Was meinen die anderen?

Lieber Gruß,
Jan
Hörbert
Moderator
#22 erstellt: 02. Sep 2010, 18:38
Hallo!

Was sonst? Für die 140 € bekommst du garantiert allenfalls etwas gleichwertiges aber nichts besseres.

Wenn auch der verbaute TP-16/II garantiert nicht der beste Tonarm der Welt ist so ist er doch schon recht ordentlich. Nicht nur das er eines der heutzutage seltenen und bis auf eine Ausnahme (RB-300) recht teueren Exemplare mit dynamisch geregelter Auflagekrafteinstellung ist, hat er auch recht gute Lager. Das es ein ausgesprochner Leichtonarn ist (7,5 Gramm) sollte man nicht allzu tragisch nehmen, es gibt immer noch einige recht gute Systeme die damit ein ausgezeichnetes Ergebniss erbringen können.

Das Laufwerk ist ebenfalls recht massiv und zudem eine so einfache Konstruktion das eigentlich nix daran kaputtgehen kann. Das Tellerlager läßt sich mit Joes Tuning-Kit und seinem Hartmetallspiegel leicht wieder in einen Zustand versetzen das der Plattenspieler läuft wwie frisch aus dem Werk.

MFG Günther
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