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Unterschiedliche Plattenteller Auflagen

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Autor
Beitrag
guycalledfrank
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 02. Nov 2012, 00:35
Moin zusammen,

kann mir jemand erklären, welche (physikalische) Eigenschaften unterschiedliche Plattenteller-Auflagen haben/haben könnten/haben sollen? ...und wie sich diese Eigenschaften in der Theorie/Praxis auf den Klang auswirken können/sollen?

-Gummi
-Filz
-Leder
-Acryl
-Korg
-...

Alles nur HiFi Voodoo oder hörbare Unterschiede?

Gruß
Frank
luckyx02
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 02. Nov 2012, 05:48
...nicht ganz. Wenn der Dreher im 3.Plattenspielerschwingkreis schlecht entkoppelt ist, kann man zwischen ganz hart und ganz weich schon was eindeutig reproduzieren. Nur ist das eben direkt von der Hardware abhängig. Alles andere ist voodoo.

Hier gibts dazu mal was zu lesen :

http://www.oyla.de/c...1365&userid=92470357
Detektordeibel
Inventar
#3 erstellt: 02. Nov 2012, 07:41
Gummi schluckt Schwingungen und Resonanzen und ist antistatisch, deswegen haben 99% der Plattenspieler ab Werk ne Gummimatte verpasst gekommen.

Ja, ist so ziemlich alles Voodoo.

Filz lädt sich gerne auf und klebt an der Platte. Ist so ziemlich das doofste imho was man drauf machen kann.
directdrive
Inventar
#4 erstellt: 02. Nov 2012, 08:34
Moin,

klar gibt es hörbare Unterscheide zwischen Tellermatten, jedoch werden diese - typisch für Hififans - generell überbewertet.
Die Platte sollte satt und möglichst mit ihrer gesamten Fläche aufliegen, um Schwingen und Resonieren zu verhindern. Da die meisten LPs aber nicht 100%ig plan sind, ist dies bei harten und unflexiblen Auflagen kaum zu erreichen.
Am einfachsten lässt sich dies mit einer eher weichen, elastischen Matte bewerkstelligen, also Gummi oder Kunststoff. Als Hilfsmittel, die auch die Verwendung harter Auflagen ermöglichen, haben sich Plattenklemmen, Gewichte oder auch Ansaugvorrichtungen etabliert. Ein alternativer Ansatz war der Versuch, mittels nur weniger Auflagepunkte (z.B. Rega Planet, Transrotor) Vibrationen der Platte zu verhindern.

Die oft wahrgenommenen Vorteile "harter" Matten, wie Metall, Glas, Acryl etc. können womöglich lediglich durch erhöhten Klirr bedingt sein.

Neben der Bedämpfung der Resonanzen der Platte ist die Bedämpfung des Plattentellers ein weiterer Aspekt, der zu betrachten wäre. Auch hier verhält sich eine Matte aus Werkstoffen wie Gummi ganz anders als eine Filz- oder Glasmatte.

Die Nummer mit dem "3.Plattenspielerschwingkreis" vergisst Du besser, das halte ich für Nonsens.

Grüße, Brent


[Beitrag von directdrive am 02. Nov 2012, 09:24 bearbeitet]
Moorkind
Stammgast
#5 erstellt: 02. Nov 2012, 08:35
@luckyx02: Sehr guter/interessanter Link! Ansonsten: Ich hatte bei meinem PS eine Filzmatte dabei. Das Ding war die reinste Katastrophe. Jedesmal beim Abnehmen der Platten hing die Filzmatte mit an den Scheiben dran. Habe daher jetzt die originale schwarze Gummimatte drauf, obwohl diese von der Optik nicht so dolle ist, bin ich sehr zufrieden damit.
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 02. Nov 2012, 08:44
Hallo!

Lege doch ganz einfach einmal eine Schallplatte auf den blanken Plattenteller, stelle den VTA korrekt ein und nimm ein Musikstück mit dem Rechner auf.

Das gleiche inclusive korretem VTA machst du jetzt mit Matte. Natürlich mit dem gleichen Musikstück das du ebenfalls aufnimmst.

Nun normalisierst du die beiden Aufnahmen und brennst sie auf CD.

Schalte deinen CDP ein lege die gebrannte CD ein und schalte zwischen den beiden Tracks sooft hin und her wie du willst.

Höre einfach zu und urteile selbst wie bedeutent oder wichtig du den eventuellen Unterschied hörst.

Wenn du dir nicht sicher bist überhaupt einen Unterschied festzustellen lasse jemand anders hin und her schalten, dabei solltest du die Reihenfolge nicht kennen und nicht wissen welcher der beiden Tracks gerade läuft.

MFG Günther
luckyx02
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 02. Nov 2012, 11:47

Nun normalisierst du die beiden Aufnahmen und brennst sie auf CD


Ich kenn deinen Rechner nícht oder was du sonst als zur digitalisierung verwendest. Würde aber pauschal behaupten das man da schon an Qualität verliert. Jede Konvertierung einés Formats ergibt Datenverluste. Das dein Sony CDP X77 das recht gut wieder gibt ist nicht das Thema.....sondern WAS ?

Aber für VTA Unterschiede brauch ich nicht so einen Zirkus zu machen. Oder machst du das auch um die Auflösung eines DL103 im Vergleich zu einem Benz Micro zu untersuchen ....? Wenn ja, würde ich mir Gedanken um dein Hörvermögen machen.


[Beitrag von luckyx02 am 02. Nov 2012, 11:47 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 02. Nov 2012, 11:57
Hallo!

@luckyx02

Du scheinst den Tread blos Quergelesen zu haben?

Mein Vorschlag betrifft den Treadersteller bezüglich des von ihm erfragten Unterschiedes zwischen Tellermatten.

Zur Verfahrensweise:

Sollte es Datenverluste geben würden sie gleichmäßig beide Vergleichdateien betreffen, -wären also somit für einen direken Vergleich irrelevant.

Es geht hier um die Auswirkung von Plattentellermatten ohne daß der unterschiedliche VTA eine Rolle spielt, -deswegen der Abgleich-.

Ich denke nicht daß ein direkter Test mit zwischenzeitlicher Umbauphase hier noch Aussagekraft hätte, -sehr wohl aber das direkte Umschalten zwischen zwei Tracks-.

MFG Günther
luckyx02
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 02. Nov 2012, 12:10


Lege doch ganz einfach einmal eine Schallplatte auf den blanken Plattenteller, stelle den VTA korrekt ein und nimm ein Musikstück mit dem Rechner auf.


Hallo Günther wenn du die Platte auf den "blanken" Teller legst MUSS der VTA anders sein, als wenn eine wie auch immer aussehende Matte aufliegt........
Bepone
Inventar
#10 erstellt: 02. Nov 2012, 13:06
Deswegen empfiehlt Günther ja auch die Korrektur des VTA, lieber Lutz

Vielleicht nochmal lesen?


Gruß
Benjamin
Hörbert
Moderator
#11 erstellt: 02. Nov 2012, 13:50
Hallo!

@luckyx02

Eben deswegen soll er ja auch den VTA jeweils, -also mit Matte und ohne Matte korrekt einstellen.

Einen größeren Unterschied als einmal ganz ohne Matte und einmal mit egal welcher Matte ist kaum denkbar. Um hier jeden möglichen zusätzlichen Effekt von Vornherein auszuschließen empfehle ich jeweils denVTA korrekt einzustellen.

Somit bleibt alleine die klangliche Auswirkung der fehlenden respektive der aufgelegten Matte übrig.

Durch die Möglichkeit zwischen den beiden aufgenommenen Versionen des gleichen Musikstückes auf der gebranntenCD schnell umzuschalten eliminiert man die Umbaupausen und kann sich bequem die eventuell vorhandenen Unterschiede so oft anhören wie man mag.

Durch die Normalisierung wird gewährleistet das jede Datei gleich laut ist, so werden z.B. Kompressionseffekte recht deutlich vernehmbar.

Zuden besteht jederzeit auch die Möglichkeit die beiden Files in einem Sound-Editor übereinanderzulegen und so eventuelle Unterschiede sichtbar zu machen.

alles klar?

MFG Günther
luckyx02
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 02. Nov 2012, 13:57
Da bin ich absolut deiner Meinung. Auch die Methode ist auf jeden Fall richtig. Leider sind die wenigsten Arme höhenverstellbar. Mit ein Grund warum sich die Anzahl meiner Dualdreher drastisch reduziert hat. Die festgeklebten Matten auf den auch noch konvexen Tellern machen es einen da unheimlich schwer.
kempi
Inventar
#13 erstellt: 02. Nov 2012, 14:59

directdrive schrieb:
.............Ein alternativer Ansatz war der Versuch, mittels nur weniger Auflagepunkte (z.B. Rega Planet, Transrotor) Vibrationen der Platte zu verhindern..........


Funzt bei meinem Dreher Audio Linear TD4001 ganz super


[Beitrag von kempi am 02. Nov 2012, 16:10 bearbeitet]
luckyx02
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 02. Nov 2012, 15:43
Vibrationen hat man damit garantiert nicht verhindert, ganz im Gegenteil. Es geht vorrangig darum den akustischen Kurzschluss zwischen Nadel-Arm-Chassis-Teller-Nadel (3.Plattenspielerschwingkreis) zu unterbinden. Dafür gibt es zahlreiche auch grundverschiedene technische Lösungsmöglichkeiten.

Genau so wie es elektrische Kurzschlüsse gibt, gibt es in der analogie der Akustik welche. Dieser hier beim Plattenspieler ist nahezu klassisch ! Funktioniert es doch mechanisch und elektrisch wie eine grosse "Schweisszange". Da musste man grundsätzlich gegensteuern..

Die Lehren die man aus den extrem "mechanisch" lauten Kristallfräsen der 50er gezogen hatte war ein akustisch "totes" Chassis hinzubekommen. Einmal durch leisere Tonabnehmer, das andere waren Gusschassis wie die von PE oder Thorens.

Die gesamte Akustik lässt sich mit analogen elektrischen Schaltungen vergleichen und formelmässig beschreiben. Also alles reine Physik, nix voodoo.


[Beitrag von luckyx02 am 02. Nov 2012, 16:13 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#15 erstellt: 02. Nov 2012, 15:45
Hallo!

@luckyx02

Nun, wenn es nicht gerade ein 5-10 Millimeter-Matte ist hilft da ein Distanzplättchen weiter.

Bei nicht höhenverstellbaren S-Tonarme mit SME-Kompatibler Headshell kann man auch mit unterschiedlich hoch bauenden Headshells arbeiten, -nur hat die halt nicht jeder zur Hand-.

MFG Günther
luckyx02
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 02. Nov 2012, 16:05
das würde kontrapproduktiv die bewegten massen erhöhen. Deshalb scheiden alle Veränderungen am Tonkopf die mit anderen Gewichten verbunden sind aus.

Gerade Spacer aus Carbon und anderes haben hier wesentlich mehr Einfluss in Richtung Klang des 2.)Plattenspielerschwingkreis, wie die Tellerauflage auf den 3.)


Moderation: Vollzitat auf Direktantwort entfernt. Bitte zukünftig beachten!


[Beitrag von Pilotcutter am 02. Nov 2012, 16:07 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#17 erstellt: 02. Nov 2012, 16:26
Hallo!

Auch hier sehe ich kein Problem, um Effekte durch das Distanzplättchen auftreten könnten zu eliminieren kann man es ja beim anschließenden Test mit Matte auf der Oberseite der Headshell mit verschauben, genau wie bei den Unterschieden die durch die Aufnahme auftreten könnten wäre dieser Effekt dann in beiden Aufnahmen mit enthalten.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 02. Nov 2012, 16:32 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#18 erstellt: 02. Nov 2012, 19:43
Gummimatten sind am besten.
Wuhduh
Inventar
#19 erstellt: 02. Nov 2012, 23:32
Nabend !

Habe mir gerade diese hier gegönnt:

Tischsets aus Silikon von PROTECTED

Loch inna Midde paßt auf Tellerachse, aber der Anbieter hat vergessen in der Beschreibung zu erwähnen, daß die Rillen wirklich existieren und nicht nur als Struktur angedeutet werden.

Man sollte also die Matte umdrehen = Glatte Seite oben !

Bin aber noch am mehrschichtigen Experimentieren bei einem Direktriebler ....

MfG,
Erik
guycalledfrank
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 03. Nov 2012, 15:51

Hörbert schrieb:
(...) Nun normalisierst du die beiden Aufnahmen und brennst sie auf CD. (...)

Das klingt nach einer sehr sinnvollen Herangehensweise! Glücklicherweise habe ich einen höhenverstellbaren Tonarm. Ich habe nur noch nie Platten aufgenommen und dann normalisiert. Welche Softwaretools könnt Ihr mir hierzu empfehlen? Wie funktioniert das mit dem "normalisieren"?

Dank auch noch einmal an die anderen Tipps & Links! Sehr aufschlussreich!

Gruß
Frank
Hörbert
Moderator
#21 erstellt: 03. Nov 2012, 21:28
Hallo!

Ich dokumentiere und überprüfe schon seit 1998 auf diese Art und Weise jede wichtige Veränderung an meinem Equipment ( ausser natürlich bei Lautsprechern und beim KH ) das ist für mich mittlerweile ein unerläßlicher Schritt, auch nehme ich das Umschalten (bei verdecktem Player-Display) nie selbst vor um möglichst objektive Urteile fällen zu können. (Gelingt zwar wohl nicht immer aber die Wahrscheinlichkeit mit meinem Urteil richtig zu liegen liegt so ungleich höher als mit jeder mir bekanntenn anderen Methode)

Ich gehe mal von einem Home-Rechner mit On-Boar-Sozund aus. Als Hardware brauchst du im Prinzip nicht mehr akls ein gut geschirmtes normales Kabel 2 X Cinchstecker auf 3 5 Klinkenstecker.

Als Software kommt das kostenlose Audacity in Frage: http://audacity.sourceforge.net/?lang=de, Zum Brennen das alte aber sehr gute: http://www.feurio.net/

Das Normalisieren dient dazu beide Dateien auf die gleiche Maximallautstäke zu bringen. Eigentlich ein Schritt den man als überflüssig ansehen könnte, aber er entlarvt beim übereinanderlegen der beiden Dateien Kompressionseffekte und andere gravierende Unterschiede sofort.

Die Absolute Qualität der beiden Files ist fast egal solange sie bis auf den Mattenunterschied respektive den Unterschied zum blanken Teller gleich sind. Einen Unterschied der die kleine theoretisch mögliche Verschlechterung bei der Aufnahme nicht übersteht ist es m.E. kaum wert daß man ihn weiter beachtet, da bringt es wesentlich mehr das Geld beim nächsten Systemkauf mit zu investieren.

Was nicht heißen soll daß es keinen Grund gibt sich eine Matte zuzulegen weil sie einem optisch besonders gut gefällt oder einfach das Laufwerk optisch aufwertet. Einer meiner Bekannten hat z.B. eine dunkelerote Ledermatte azuf einem Mahagoni-TD-320, das sieht für ihn halt einfach edel aus. Über klangliche Auswirkungwen macht er sich da hingegen keine Gedanken, würde er Zweifel hegen näme er einfach die alte grau gewordene Gummimatte zum Musikhören.

MFG Günther
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