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Plattenteller-Auflage

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karellen
Stammgast
#1 erstellt: 30. Dez 2006, 03:00
Ich habe für mein Laufwerk eine Auflage aus Filz und eine aus Gummi; kann aber zur Zeit wegen des defekten Tonarms noch keinen Hör-Vergleichstest machen.

Aus diversen Quellen hört man nun die unterschiedlichsten Meinungen... von "alles Voodoo" über Acryl sei das einzig wahre bis hin zu einer Kombination von Filz und Acryl obendrauf und und und...

Was benutzt bzw. empfehlt Ihr und warum? Gibt es einen sachlichen Grund, wie die Auflage den Klang beeinflussen kann (abgesehen davon, dass ich meine Platten nicht auf nacktes Metall legen möchte)?

Liebe Grüsse, Rainer
directdrive
Inventar
#2 erstellt: 30. Dez 2006, 04:18
Moin Rainer,

wenn Du Deine Platten schon nicht auf's blanke Metall legen magst: wo denkst Du ist da der Unterschied zu PVC, Vinyl, Acryl, Glas oder ähnlichen harten Auflagen? Bleiben also Leder, Gummi, Filz und Verwandtes - eine Gummimatte hat die angenehme Eigenschaft, Schwingungen/Resonanzen des Plattentellers zu bedämpfen/zu verhindern - warum also keine derartige Auflage wählen?

Viele Grüße, guten Rutsch von

Brent
Zitz
Stammgast
#3 erstellt: 30. Dez 2006, 08:59
ich habe mal ne Zeit lang ne Filzmatte benutzt.
Ungefähr 5 mal oder so, dann war ich die statische Aufladung Leid und hab sie wieder entfernt.
Derzeit benutze ich die einfache Gummiauflage die halt auf den Plattenteller gehört.
Habe aber vor demnächst mal ne Korkmatte auszuprobieren.
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 30. Dez 2006, 09:31
Hallo!

Wenn du den Teller durchlaufen lassen möchstest ist eine weiche Auflage z.B. Filzmatte für die Schallplatten wahrscheinlich schonender als ein härteres Material da sich beim Runternehmen/Auflegen die Platte an der unterlage reibt. Allerdings haben Filzmatten die unangenehme eigenschaft zuweilen an den Schallplatten kleben zu bleiben. Ich bevorzuge aus iesem Grund die zumeist mitgelieferten Gummimatten die in der Regel ausreichend sind. Bei Plattensielern mit Endabschaltung sind Filzmatten unnötig da diese Reibung nicht vorkommt, da würde ich auf jeden Fall eine Gummimatte benutzen.

MFG Günther
Rillenohr
Inventar
#5 erstellt: 30. Dez 2006, 10:30
Ich habe unlängst einmal eine Korkmatte auf meinem Thorens ausprobiert, weil mir diese jemand wämstens ans Herz gelegt hat und sie für wenige EUR zu haben war. Ok, dachte ich, versuchen tu ich's mal. Inzwischen bin ich wieder zur alten original Thorens-Gummimatte zurückgekehrt, weil diese viel wirksamer die statische Aufladung unterdrückt.
Zum Thema Klangunterschiede fällt mir bei Kabeln, Steckern, Matten u.ä. nur noch eines ein:
Zitz
Stammgast
#6 erstellt: 30. Dez 2006, 10:56
@ Hörbert

Genau aus diesem Grund ist die Filzmatte wieder weg.

bei nem Thorens mit Endabschaltung muss ich den Teller eh wieder neu anlaufen lassen, wenn ich die Platte drehe oder wechsle.
Von daher nicht zwingend nötig.
sound_of_peace
Inventar
#7 erstellt: 30. Dez 2006, 11:00
Hallo,

auch ich hatte den Spaß mit der Filzmatte gemacht, aber ich fand das auf meinem Thorens zwar sehr schön zum anschaun, aber jedesmal dieses wieder an der Platte Klebenbleiben...

Wenn Filz besser wäre, wäre das wohl schon bei meinem TD 147 dabei gewesen.
Also ab wieder zur Gummimatte.
Capitol
Stammgast
#8 erstellt: 30. Dez 2006, 11:50
Moin ! Ich habe auch Filz, Kork, Gummi ausprobiert. Filz bleibt an der Platte hängen. Kork war auch nicht dolles. Deshalb liegt die Gummimatte auf dem Teller. Und so bleibt es auch. Gruss Uwe
wastelqastel
Inventar
#9 erstellt: 30. Dez 2006, 12:35
Hi
Ich benutze Eine 4mm Starke Korkmatte (Diese ist zusätzlich noch lackiert)und oben auf noch eine Filzmatte
Habe deswegen keine größere Statischeaufladung und Die Matte ist noch nie hängengeblieben
Aber Klangglich kann ich nicht unbedingt vorteile ausmachen bilde es mir zwar ein das es sich besser anhört aber beweisen könnte ich es nicht
Aber solange ich es denke bleibt es so
Grüsse Peter


[Beitrag von wastelqastel am 30. Dez 2006, 12:39 bearbeitet]
TomSawyer
Stammgast
#10 erstellt: 30. Dez 2006, 13:08
Hallo,

da das Abspielen einer Schallplatte ein physikalischer Vorgang ist, in dem Schwingungen in elektrische Signale umgewandelt werden, ist der Einfluss der Auflage klar.

Aus meinen Versuchen mit verschiedenen Materialen habe ich folgendes für mich abgeleitet:

Je weicher die Auflage, desto mehr Schwingungen werden zusätzlich von der Auflage geschluckt, und weniger an den Tonabnehmer weitergegeben.
Abhängig vom Material sind es andere Freqenzen.

Das eine Extrem ist eine Auflage aus Glas (sehr hart).
Die Auflage nimmt so gut wie keine Schwingungen auf, hat aber zusätzliche Resonanzfrequenzen im hohen Bereicht.
Der Klang ist sehr detailliert, doch die S-Laute zischen sehr stark.

Beim anderen Extrem (Filz) habe ich beobachtet, dass vor allem die Bässe sehr schwammig werden und an Detail verlieren. Offensichtlich schluckt das Filz zu viel, was an den Tonabnehmer.

Also gilt es, etwas zu finden, was dazwischen liegt: hart genug, dass nicht zu viel geschluckt wird, weich genug, dass keine falschen Frequenzen durch Resonanz verrtärkt werden.

Da kann es verschiedene Lösungen geben, z.B folgende (von weich bis hart)

  • Filz
  • Leder
  • Gummi
  • Kork
  • Vinyl
  • Acryl
  • Metall
  • Metall
  • Glas


Wichtig dabei ist, in der Mitte eine Aussparung vorzusehen da das Label der Schalplatten erhöht ist. Wenn man die nicht hat, liegt die Platte nicht mit der vollen Fläche auf und schwingt eher frei mit.

Die Möglichkeiten erhöhen sich, wenn man kombiniert, z.B.

  • Fotokarton oder andere Papiere (schlucken hohe Frequenzen, mindern das Zischeln
  • Carbonmatten
  • diverse Folien/Matten aus Kunsttoff
  • usw...


Dazu gibt es viele Angebote und Abhandlungen im Internetz.

Erschwert/spannender gemacht wird das ganze dadurch, dass jede Auflage(Kombination) sich auf jedem Plattenspieler (Masselaufwerk, Subchassis, Brettspieler) und mit jedem Tonabnehmer anders verhält.

Da heisst es nur: Ausprobieren.;)

Ich bin nach vielen Versuchen mit meinem TD 320 wieder bei der guten alten Original-Gummimatte geblieben.
An zweiter Stelle lag Glas, das ich auf Dämpfern auf dem Teller hatte (damit der Metallteller nciht klingelt), mit einer Auflage aus Fotokarton.
Das klang zwar sehr detailliert (auch im Bass) und hatte keine scharfen s-Laute, doch die Gummimatte ist ausgewogener, der Klang ist voller.

Also wenn Ihr Zeit habt: Fröhliches Experimentieren!

LG

Babak


[Beitrag von TomSawyer am 30. Dez 2006, 13:11 bearbeitet]
Rillenohr
Inventar
#11 erstellt: 30. Dez 2006, 14:14
Fehlt eigentlich nur noch die Berücksichtung der Musikrichtung.
TomSawyer
Stammgast
#12 erstellt: 30. Dez 2006, 14:25
Hallo,


Rillenohr schrieb:
Fehlt eigentlich nur noch die Berücksichtung der Musikrichtung. :*


Hmm, eigentlich nicht.

Ich habe dabei von Barock über Blues bis Rock alles ausprobiert.
Fehlen die Details, wird alles fad egal ob ein Cello von Guarnieri gestrichen oder ein Fender Jazz Bass gezupft wird.
Das Zischeln stört auch, egal, ob bei Haydn's Schöpfung oder beim Hi-Hat von Neil Peart.

Statt der Musikrichtung würde ich den persönlichen Hörgeschmack des einzelnen berücksichtigen

LG

Babak
Rillenohr
Inventar
#13 erstellt: 30. Dez 2006, 14:36

TomSawyer schrieb:

Ich habe dabei von Barock über Blues bis Rock alles ausprobiert.
Fehlen die Details, wird alles fad egal ob ein Cello von Guarnieri gestrichen oder ein Fender Jazz Bass gezupft wird.
Das Zischeln stört auch, egal, ob bei Haydn's Schöpfung oder beim Hi-Hat von Neil Peart.


Nun ja, wir haben es ja immer mit Frequenzspektren zu tun, und da gibt es schon Unterschiede - freilich auch viele Überschneidungen. Du sprichst ja auch selbst, sinngemäß, von Resonanzen in gewissen Bereichen bei gewissen Materialien.
violette
Stammgast
#14 erstellt: 30. Dez 2006, 17:05
Hallo Rainer

Welcher Plattenspieler hast Du ?

Es gibt starke Unterschied je nach Chassisart oder Motor.

Ein Unterlage müsse erstmal wichtig Funktion erfüllen !

Man sollte nicht der "alte " Gummimatte unterschätzen besser als Gummi um Rumpel zu dampfen gibt es nicht.

Wer aber ein gut angesteuert Motor und ein Rumpelfrei Lager hat kann dieser Dampfung sehr reduzieren.(dünner Matte = mehr Dynamik + Lager Entlastung)

Gruß
Joel


[Beitrag von violette am 30. Dez 2006, 17:06 bearbeitet]
ratfink
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 20. Jan 2007, 17:27
Ich hab auf meinem lenco L77 die originale Gummimatte gegen eine Filzauflage getauscht.Danach hatte ich im Hochtonbereich Verzerrungen und wusste zuerst nicht woher sie kommen.Dachte erst mal an verdreckte Nadel oder ähnliches.Aber nach dem Wechsel auf die alte Gummimatte klang er wieder sauber und klarer.Ich machs in Zukunft nur mehr mit Gummi
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