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neues System für Universum 6000

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Beitrag
Thore78
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 27. Mai 2013, 14:58
Hallo Analogfreunde,

ich habe mir vor kurzem einen Universum 6000 gekauft, da das originale AT11 doch am Ende ist, und ich aufrüsten möchte, stellt sich die Frage nach einem neuen System. Ich habe das Ortofon 2M red im Auge, weil es mir optisch gefällt und weil es in mein Budget (max. 100,- €) passt. Ist das System zu empfehlen? Gibt es andere (gleichteure) Empfehlungen für meinen Dreher?
Ich höre vorwiegend Rock, 70er Jahre, mit einem kleinen Teil Elektro und Synthie-Musik zwischendurch.

Danke für eure Antworten

PS: Die Suchfunktion habe ich natürlich bemüht, aber keine konkreten Infos finden können.


[Beitrag von Thore78 am 27. Mai 2013, 14:59 bearbeitet]
akem
Inventar
#2 erstellt: 27. Mai 2013, 16:20
Das 2M Red ist nicht zu empfehlen. Für 100 Euro ist es überhaupt schwierig, was gutes zu bekommen. Vielleicht am ehesten
http://www.zum-shop....17-549_p12231_x2.htm
(hab ich selber noch nie gehört; ist ein Audio Technika AT95-Body mit einer hyperelliptischen Nadel; eine Shibatanadel gibt's auch noch dafür - da würde ich dann aber ein normales AT95 plus Nadel kaufen)
http://www.zum-shop....17-337_p12063_x2.htm
(eher "warm" abgestimmt, kein Auflösungswunder, tonal aber sehr stimmig und läßt sich bei Bedarf auch mit besseren Nadeln ausrüsten)
http://www.zum-shop....17-319_p12356_x2.htm
(soll sehr gut sein für's Geld und ist mit dem beigelegten Adapter auch als normales Halbzollsystem zu verwenden)

Das 2M Red hat eine gebondete elliptische Standardnadel und ist für das Gebotene schlicht überteuert. Technisch entspricht es einem OM10 für 39,50 Euro, ist nur mehr Plastik dran...
Mein Tip: der Universum 6000 hat was besseres verdient. Die damaligen Universum waren Technics oder Mikro Seiki. Ein Denon DL110 sollte es schon sein und das schlägt jedes mir bekannte System unter 200 Euro deutlich.

Gruß
Andreas
Thore78
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 27. Mai 2013, 17:58
Hallo Andreas,

danke erst einmal für deine Einschätzungen. Das Denon DL110 ist sicherlich sehr gut, nur fast doppelt so teuer, wie eigentlich als Investsumme gedacht... Die anderen Alternativen werde ich mir mal anschauen.

Sonst noch Vorschläge?
grendia
Stammgast
#4 erstellt: 27. Mai 2013, 19:48
Ich würde noch ein Nagaoka MP110 in rennen werfen

http://www.zum-shop....nehmer_p11994_x2.htm

Ist als MI System genauso einsetzbar wie ein MM System.

Momentan gibt es bei phonophono die Grado mit Sonderrabatt.
http://www.phonophon...-prestige-blue1.html

Ich weiß jedoch nicht, wie sich der 6000 direktantrieb und das Grado Vertragen (Brummen).

Ich mag auch sehr gerne sphärische Nadeln. Da könnte das Sumiko Oyster oder Black Pearl noch in frage kommen.

http://www.zum-shop....nehmer_p13696_x2.htm

http://www.zum-shop....317-345_p7134_x2.htm
akem
Inventar
#5 erstellt: 28. Mai 2013, 07:05
Der Tonarm dürfte deutlich zu schwer sein für die Grados. Daher auch meine Empfehlung für das DL110. Die Nagaokas haben entweder Rundnadel oder elliptische Nadel mit 11x18µm. Die 11x18µm hat das von mir verlinkte ADC auch und ich hab auch dazu geschrieben, daß es schlecht auflöst. Bei einer Rundnadel ist das entsprechend noch stärker der Fall. Aus einem S wird halt dann entweder ein SSSSSSS oder ein SCH...

@ Thore78:
Ein Plattenspieler im allgemeinen und ein Tonabnehmer im speziellen sind nun mal feinmechanische Präzisionsgeräte... Und Feinmechanik kostet leider Geld, so sie denn was taugen soll Das DL110 ist imho für 200 € ein Best-Buy. Ich habe für einen vielfachen Preis schon deutlich schlechtere TA gehört und alle anderen genannten Kandidaten spielt es mit links an die Wand...
Ich kann Dir nur empfehlen, was Gescheites zu kaufen. Denn billig kaufen heißt im Analogbereich meistens zweimal kaufen (oder anders ausgedrückt: billig kaufen heißt teuer kaufen...). Außer Du bist vollkommen anspruchsfrei

Gruß
Andreas
Thore78
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 28. Mai 2013, 07:39
@Andreas:
Nun, ich folge deiner Argumentation zu 100%. Sicherlich kann man für mehr Geld gerade in diesem Bereich immer mehr rausholen. Vielleicht lasse ich mir das Denon DL110 zum Geburtstag schenken. Leider ist halt Hifi nicht das einzige (teure) Hobby, was ich habe. Anspruchsfrei bin ich mitnichten, sonst würde ich das AT11 dran lassen und damit hören, es ist ja schließlich nicht der einzige Dreher im Hause...

Ich werde auf jeden Fall berichten - und danke nochmal für die Tipps.
Jaws1974
Stammgast
#7 erstellt: 28. Mai 2013, 10:46
Das Denon hätte als High-Output MC auch den Vorteil, dass man nicht wie bei MMs die Kapazität im Auge behalten muss.
Das auch genannte Digitrac ist ein sehr gutes System, v.a. wenn man die Nadel in einen OM-Body von Ortofon steckt.
Problem ist aber die Compliance von 35(!!!). Passt nicht zum eher schweren Arm des Universum.
An einem leichten Thorens-Arm ist es dagegen ganz hervorragend für den Preis.
Ich würde also auch zum Denon raten.

Grüße Bernd
Bepone
Inventar
#8 erstellt: 28. Mai 2013, 10:53
Hallo,


Aus einem S wird halt dann entweder ein SSSSSSS oder ein SCH...

Aus der Praxis-Erfahrung heraus hat das sehr wenig mit der Schliffform an sich zu tun.
Auch "grob" elliptische oder Rundnadeln können sehr wohl S-Laute absolut sauber abtasten. Wenn es zischelt, hat das andere Gründe, die ich noch nicht herausgefunden habe. Habe auch "scharfe" Nadeln hier, die extrem zum zischeln neigen, ein paar einfache Rundnadeln dagegen wiederum überhaupt nicht.

Was bei Rundnadeln und den gröberen elliptischen (auch noch bei scharfen elliptischen) problematisch ist, ist die Abtastung gegen Plattenende. Vor allem Rundnadeln gelangen hier ganz ganz schnell ins Schleudern und geben die Musik nur noch verzerrt, grob, schlecht aufgelöst wieder. Je schärfer der Schliff, desto besser wird das.


Gruß
Benjamin
boozeman1001
Inventar
#9 erstellt: 28. Mai 2013, 10:59
Da der Universum 6000 ja (soweit ich das noch in Erinnerung habe) einen S-Tonarm hat, würde ich auch zum genannten DL110 raten. Ich habe es bei mir auf einem Metz-Dreher, ebenfalls mit S-Tonarm, laufen und da spielt es mit großem Abstand am besten von allen getesteten Drehern.
Also: sparen oder schneken lassen und einmal richtig kaufen. ;-)

Gruß,
Kai
grendia
Stammgast
#10 erstellt: 28. Mai 2013, 19:46
Dank an Bepone. Meine rundnadeln, auch von Nagaoka können ein s wiedergeben.

ich wiedersprechen nur zum "Ende der Platte". Die Erfahrung der Verzerrung oder schlechten Auflösung habe ich nicht gemacht.

Den Tonarm des 6000 kenn ich nur grob. Habe momentan ein Grado blue an einem Sony FA 515. geht sehr gut und der Arm sollte auch nicht,zu leicht sein. Zuvor an einem Audio Technica PL. 120 auch ohne Probleme bei der Abtastung, jedoch mit Brumm zur Plattenmitte.
Wuhduh
Inventar
#11 erstellt: 28. Mai 2013, 22:24
Die Universum' hatten auch ein AT12XE teilweise eingebaut. Das neuere AT120E in der zweiten Nachfolge-Generation ist natürlich auch recht teuer geworden. Aber bei weitem nicht so krank wie die Denon.

Bei unter 100 Euro könnte ich mich zwischen einen kleinen Nagaoka und dem Grado Blue 1 aus der Sonderaktion nicht recht entscheiden.

MfG,
Erik
Thore78
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 29. Mai 2013, 07:46
So, jetzt haben wir also noch grado im Rennen, wird echt interessant hier... In 2 Wochen hab ich Geburtstag, dann werde ich zuschlagen, bin mir nur noch nicht schlüssig, ob ich das Geld für das Denon investieren will. Der Universum ist auf Cinch umgebaut und hängt an einem modernen AV-Receiver - ist das eigentlich auch relevant?
Jaws1974
Stammgast
#13 erstellt: 29. Mai 2013, 08:05
Das ist sogar sehr relevant. Wenn du einen MM-Tonabnehmer fährst, ist die Eingangskapazität von Interesse. Die neuen AVRs dürften mindestens 220pF Kapazität haben, was mit Zurechnung der Kabelkapazität des Universums schon viel zuviel für manche Tonabnehmer ist z.B. viele von AT, fast alle Nagaokas und alle derzeit erhältlichen MMs/MIs von Goldring. Zu dem Grado Blue finde ich keine Angabe.
Das Denon 110 wäre als High-Output-MC hiervon nicht betroffen.
Noch eins zum Grado: Ist das nicht eher ein gutes System für Klassik? Passt das bei Rockmusik?

Grüße Bernd
akem
Inventar
#14 erstellt: 29. Mai 2013, 13:29
Eher nicht. Ich hatte mal ein Prestige Gold als Originalbestückung an einem Thorens TD2001 (Einzelpreis damals 500 DM für das System). Klang war lahm, langweilig und wischiwaschi. Der Klang kam von überall und nirgends, eine Bühnendarstellung fand nicht statt. Ein paar Jahre später ist es mal zufällig unter dem Nadelmikroskop eines Händlers gelandet - die Nadel stand etwa 45° schief... Bei einem willkürlich aus dem Regal gefischten Black oder so war es nicht viel anders, nur daß da der Nadelträger so weit verbogen war, daß der Diamant wieder gerade in der Rille stand...
Seither sind Grado Tonabnehmer für mich gestorben.

Gruß
Andreas
Wuhduh
Inventar
#15 erstellt: 29. Mai 2013, 15:58
Bitte nicht die Bauhöhe des Digitrac bzw. der Ortofon OM(B)- Familie übersehen:

Da könnte es mit dem Universum-Arm sehr knapp werden mit dem Abtastwinkel = vorne zu hoch.

MfG,
Erik
Archivo
Inventar
#16 erstellt: 29. Mai 2013, 16:06
Meine unwesentliche Meinung hierzu: DL-110 - und gut is...

Habe diverseste TAs ausprobiert, und an einem mittelschweren bis schweren Arm in der Preisklasse bis 200 Euro nichts Besseres gehört.

Allerdings habe ich meine beiden Denons auch noch um ca. 120 Euro (inklusive Versand...) bekommen. Eines habe ich leider beim letzten Umzung zerstört (Nadel ab... ), das zweite dann bei einem Händler hier in Österreich noch um 123 Euro ergattert, als die UVP für das DL-110 von Denon bereits auf utopische 249 (!!!) Euro geschraubt worden war.

Derzeit gibt es den TA z.B. beim Thakker um 186 Euro.

Mein DL-110 läuft an einem Mitsubishi DP-86DA mit mittelschwerem S-Tonarm - und das zu meiner vollsten Zufriedenheit:

IMG_1970

IMG_1975

IMG_1984

IMG_1974 klein

LG, Ivo


[Beitrag von Archivo am 29. Mai 2013, 16:10 bearbeitet]
grendia
Stammgast
#17 erstellt: 29. Mai 2013, 18:10
Geiler Plattenspieler.
Wuhduh
Inventar
#18 erstellt: 29. Mai 2013, 18:25
If you say it !
Thore78
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 29. Mai 2013, 20:38
so, nun habe ich hier ja echt viel response erhalten - Dank erst einmal an alle, die sich die Mühe gemacht haben, zu antworten. in 2 Wochen weiß ich mehr - ich werde berichten!

Schönen Abend an alle!
Thore78
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 01. Jul 2013, 22:00
es ist vollbracht - der Wechsel von AT 11 auf Nagaoka MP 11 hat den Wert des Players ca. um 150 % erhöht, der Klangzugewinn ist indes "unbezahlbar" - ich gebe zu, ich bin a bissl begeistert, und die Doors laufen gerade zur Höchstform auf
P7013661

P7013672
Wuhduh
Inventar
#21 erstellt: 02. Jul 2013, 21:02
Nabend !

Den AHA-Effekt mit dem kleinen Nagaoka kann ich nachempfinden.

Ist der Tonarm so gut wie parallel zur Plattenoberfläche beim Abspielen ? Die Perspektive könnte täuschen ....

MfG,
Erik
Thore78
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 02. Jul 2013, 21:38
Ja, ist nahezu parallel. Ich habe ein bisschen experimentiert, aber jetzt sollte es passen. Auf jeden Fall sind die Kanäle gleich laut, das ist ja schon einmal ein gutes Zeichen. Und ja - der AHA Effekt war wirklich vorzüglich Danke nochmals für den Tipp!
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