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Dual 505-3, originales System gegen anderes tauschen

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Beitrag
CarstenO
Inventar
#1 erstellt: 30. Sep 2013, 04:39
Guten Morgen,

ich habe einen Dual 505-3, der mit dem originalen Dual-/Ortofon-System bestückt ist. Bekannter Maßen ist der Tonarm dieses Drehers recht leicht und verlangt wohl nach Systemen mit hoher Nadelnachgiebigkeit. Da ich mich mit der Justage eines OMB-5/10 immer schon schwer tat, möchte ich gerne ein anderes System einbauen. Der Markt bietet überwiegend Systeme an, derem Nadelnachgiebigkeit zwischen 10 und 20 mm/µN liegt. Das Ortofon OMB 10 hat aber 25 mm/µN bei einem Systemgewicht von 5 g. (Ich möchte keine Nadel 10, 20 oder 30, sondern ein anderes System.)

Frage:

Reicht es für einen Ersatz, dass Nadelnachgiebigkeit und Systemgewicht gleich sind, um ein optimales Gespann aus Tonarm und Tonabnehmer zu erzielen (von der Klang-geschmacklichen Frage abgesehen)?

Folgende Modelle kämen dann in Frage:

Ortofon 520 Mk II (baugleich VM Red, oder?)
Philips GP 406 III (wiegt 5,5 g)
ADC QLM-32 Mk III (30 mm/µN, 5,75 g)

Viele Grüße,

Carsten
Fhtagn!
Inventar
#2 erstellt: 30. Sep 2013, 05:45
Moin Carsten,

505-X hatte ich schon einige hier. Der Arm ist recht gutmütig, darum passt eigentlich alles ab einer Compliance von 18 aufwärts, ideal ist 25 bis 40.
Konkrete Erfahrung habe ich von den drei genannten mit dem Ortofon 520/VM Red, welches sehr gut zum Tonarm des 505-3 passt. Mir gefällt das 530 allerdings besser.
Tief im Inneren ist auch diese Serie übrigens eine OM Abwandlung.
Wuhduh
Inventar
#3 erstellt: 30. Sep 2013, 07:26
Moin, Carsten !

Philips + ADC sollten wegen des Alters und der Qualität der Nachbaunadeln - ja, Originale sind selten und genauso alt - nicht angeschafft werden.

Falls Du evtl. das Anschlußkabel tauschen oder kürzen willst, um die Kapazität zu verringern, könnte das Nagaoka MP-110 ein Leckerli sein. Ist schön kantig !

Ein Ebayer bietet gerade dieses unsägliche Shure M97XE fürn erträgliches Startgebot an. 70 Euro oder so.

Eventuell ein AT13EAX mit guterhaltener Originalnadel ?

Das Ortofon 520MK2 alias VM Red wäre durchaus noch ein Gebraucht-Alternative. JAJA, gleich kommt noch der übliche Hinweis auf die Aufrüstbarkeit mit der 530er-BLUE-Nadel !

Hinweis: Es könnte bei dem Tonarm aber ein Problem mit dem Ausbalancieren geben, wenn das System relativ schwer ist.

MfG,
Erik
8erberg
Inventar
#4 erstellt: 30. Sep 2013, 07:47
Hallo,

die einfachste Methode ist am Ortofon OM eine Digitrac-Nadel dran, am Besten natürlich eine Nadel 300 SE.

Dann kommt der kleine Dual ganz groß raus.

Peter
CarstenO
Inventar
#5 erstellt: 30. Sep 2013, 10:59
Hallo Haakon,

vielen Dank für Deine Antwort, sie enthält die angefragte Information.

Hallo Erik,

weder das Nagaoka MP-110, noch das Shure M-97 xE sind für diesen Tonarm geeignet. Beide System sind/waren in meinem Bestand. Die Daten des AT 13 eax (was ich vor Kurzem abgegeben hatte) eignet sich genau so wenig. Warum müsste ich das Ortofon 520 Mk II gebraucht kaufen? Das gibt es doch für 139 EUR neu.

Hallo Peter,

wie im Eingangspost geschrieben lehne ich das OMB 10 ab, weil ich es mit Schön-Schablone nicht justiert bekomme. Das ist also nicht die einfachste Methode.

Grüße, Carsten


[Beitrag von CarstenO am 30. Sep 2013, 15:23 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#6 erstellt: 30. Sep 2013, 11:11
Bei den OM klebe ich immer eine Bleistiftmine an die Vorderseite der Montageplatte oben. Ist immer noch nicht ideal, aber es klappt einigermaßen.
akem
Inventar
#7 erstellt: 30. Sep 2013, 11:42
Man kann sich auch am Nadelträger orientieren. Außerdem sollte man daraus auch keine Doktorarbeit machen. Die Geometrien der unterschiedlichen Tonarme unterscheiden sich schließlich auch, dann sind die Nulldurchgänge halt ein bischen woanders.
Das ADC klingt übrigens ein wenig "warm", muß man mögen.
Ich würde noch das Sonus Blue Gold ins Rennen werfen. Ist zwar NOS aber ich hab zwei davon und keine Probleme mit verhärteten Gummis.
Das VM Red gefällt mir nicht, verzerrt mir zu sehr.

Gruß
Andreas
CarstenO
Inventar
#8 erstellt: 30. Sep 2013, 15:22

akem (Beitrag #7) schrieb:
Außerdem sollte man daraus auch keine Doktorarbeit machen. ... Ich würde noch das Sonus Blue Gold ins Rennen werfen.


Hallo Andreas,

das wird auch mit dem jeweiligen Klanganspruch zusammen hängen. Deshalb lege ich auf die Justage viel Wert.

Vielen Dank für den Tipp mit dem Sonus Blue Gold. Welche Compliance und welche Eigengewicht hat dies und wo kann ich es kaufen? Thakker bietet nur Nadeln dafür an.

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 30. Sep 2013, 15:23 bearbeitet]
akem
Inventar
#9 erstellt: 30. Sep 2013, 15:52
Die Compliance liegt laut Beipackzettel bei 50. Wäre also bestens für einen ULM-Arm geeignet.
Von diesem System gibt es nur noch Restbestände. In Deutschland nicht mehr zu kaufen. Aber probier's mal mit der Suchfunktion, hier sind immer wieder mal Bezugsquellen genannt worden, mind. eine davon führt das System auch dauerhaft. Ist ein Händler in Nordeuropa, ich weiß aber nicht mehr, wer das war. Kannst auch mal im www.analog-forum.de schaun. Oder einfach googeln... Kostet irgendwas zwischen 100 und 150 Euro und ist den Preis mehr als wert. Ein VM Red ist teurer und erheblich schlechter

Gruß
Andreas
lini
Inventar
#10 erstellt: 30. Sep 2013, 18:15
Carsten: Das QLM32III passt nicht so recht - das sollte für den ULM-Arm besser ein QLM36III sein. Philips GP406III passt, Ortofon 520II/VM Red ebenfalls - allerdings bauen beide schon etwas hoch. Weitere Möglichkeiten wären das AT120E(/T) oder AT440MLa von Audio Technica - besser wär da allerdings 'ne Kombination aus 'nem Body der 120er-Familie (aber keine der schweren Luxus-Varianten, denn die liegen tendenziell schon außerhalb des Balance-Bereichs!) mit einer der klassischen Nadeln ab der ATN130E/132EP aufwärts...

Das M97xE hätte aber eigentlich zumindest ohne Dämpfer ganz gut funktionieren sollen - und das AT13EaX eigentlich auch wenigstens noch einigermaßen gut (besser aber mit 'ner richtigen ATN13...).

Grüße aus München!

Manfred / lini

P.S.: Gibt's irgendeinen besonderen Grund, warum Dir speziell an der Justage per Schön-Schablone gelegen ist? Ich nehm da einfach den roten Plastik-Ömmler, denn die originale Geometrie ist offenbar eh fast hundertprozentig identisch mit dem, was nach Baerwald/Loefgren A mit DIN-Radien herauskäme (Abweichungen praktisch vernachlässigbar, also innerhalb dessen, was sich mit "Otto-Normal-menschlicher Präzision" erreichen lässt...).


[Beitrag von lini am 30. Sep 2013, 18:26 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#11 erstellt: 30. Sep 2013, 21:26

Der Arm ist recht gutmütig, darum passt eigentlich alles ab einer Compliance von 18 aufwärts, ideal ist 25 bis 40.


Mir kommt es so vor, als würde die Nadelnachgiebigkeit hier gar nicht so wichtig gesehen:

AT 120 E = 20mm/µN
AT 440 MLa = 10mm/µN

Hat Haakon jetzt unrecht?


Gibt's irgendeinen besonderen Grund, warum Dir speziell an der Justage per Schön-Schablone gelegen ist?


Ich komme mit der Schön-Schablone an meinen anderen Plattenspielern zum optimalen Ergebnis, außer beim Ortofon OMB.


[Beitrag von CarstenO am 30. Sep 2013, 21:26 bearbeitet]
Passat
Moderator
#12 erstellt: 30. Sep 2013, 22:04

CarstenO (Beitrag #11) schrieb:
Ich komme mit der Schön-Schablone an meinen anderen Plattenspielern zum optimalen Ergebnis, außer beim Ortofon OMB.


Die Schablone braucht es beim 505-3 nicht.

Der 505-3 hat ab Werk eine Einbaulehre dabei.
Wenn man die verwendet, ist der Tonabnehmer perfekt justiert.

Im Übrigen ist das serienmäßige ULM 65 E auch nur eine Abwandelung des OM10.

Im Übrigen gibt es die perfekte Schablone nicht.
Jede Schablone hat ihre Vorteile und Nachteile.

Grüße
Roman
CarstenO
Inventar
#13 erstellt: 01. Okt 2013, 04:09
Hallo Passat,

bevor ich zum Schluß komme, möchte ich noch Deine Anmerkungen kommentieren:


Die Schablone braucht es beim 505-3 nicht. Der 505-3 hat ab Werk eine Einbaulehre dabei.


Meinen habe ich gebraucht, quasi direkt aus der Rumpelkammer gekauft. Da war keine Einbaulehre dabei. Die Schönschablone ist neben Bleistiftminen, eletronischer Tonarmwaage und diversen Messschallplatten vorhanden.


Im Übrigen ist das serienmäßige ULM 65 E auch nur eine Abwandelung des OM10.


Das ist mir bekannt und ich dachte, aus meiner Eröffnung ging hervor, dass ich in Sachen Plattenspieler nicht ganz ohne Vorbelastung bin.

Siehe auch hier: http://www.hifi-foru...m_id=26&thread=13315


Im Übrigen gibt es die perfekte Schablone nicht. Jede Schablone hat ihre Vorteile und Nachteile.


Für mich ist nach meinen Hörerfahrungen die Schönschablone die perfekte Schablone. Mit ihr habe ich an meinen jetzigen Plattenspielern bis zum Rillenende einen gleichmäßig verzerrungsarmen Klang. Ich bin mir sicher, dass User anderer Schablonen oder User, die gar keine Schablone (zu) benötigen (glauben) für sich auch zu diesem Ergebnis kommen.

Guten Morgen zusammen,

meine Frage ist beantwortet. Vielen Dank an Euch, insbesondere an Haakon für die Unterstützung.

Der Dual 505-3 ist im renovierungsbedürftigen Zustand (brauche noch eine Haube!) zu mir gekommen. Neben einer intensiven Reinigung (Nikotinbude) benötigt er einen neuen Riemen. Der Kaufpreis war aber wirklich niedrig genug und ich konnte das Gerät selbst abholen.

Die Feiertagsbeschäftigung ist gesichert. Wenn das Gerät einen zufriedenstellenden Zustand erreicht, werde ich ein oder zwei Tonabnehmer beim bekannten Bottroper Versender bestellen und Probe hören.

Also, noch einmal Danke und viele Grüße,

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 01. Okt 2013, 04:21 bearbeitet]
lini
Inventar
#14 erstellt: 01. Okt 2013, 23:22
Carsten: Nachgiebigkeit ist nicht gleich Nachgiebigkeit - denn viele der japanischen Hersteller geben lediglich eine bei 100 Hz ermittelte dynamische Compliance an. Die 20 cu etwa, die der Thakker fürs AT120E nennt, wirst Du so auch nicht in den originalen AT-Spezifikationen finden - sondern das ist schon eine Umrechnung (oder besser Umschätzung - denn eine lineare Umrehnung ist da nicht wirklich möglich, sodass der Umrechnungsfaktor je nach System/Nadel so etwa zwischen 1,5 und 2,5 liegen kann...). Gerade auf Händler-Seiten sind diese Specs aber gerne mal unvollständig angegeben - entsprechend rate ich Dir da generell zu einem zusätzlichen Blick aufs empfohlene Auflagegewicht. Siehe etwa am Beispiel AT440MLa: 10 cu bei 10 Hz würden einfach nicht zu 1,4 g passen (und auch nicht zu den zusätzlich im Manual angegeben 40 cu für die statische Nachgiebigkeit...) - in diesem Fall also ein ziemlich narrensicherer Indikator dafür, dass es sich hier um einen 100-Hz-Japan-Style-Wert handeln muss.

Grüße aus München!

Manfred / lini
CarstenO
Inventar
#15 erstellt: 02. Okt 2013, 03:44
Hallo Manfred,

die unterschiedlichen Datenangaben sind mir schon aufgefallen. Bei den von mir im Eröffnungspost genannten Systemen sollte es sich um die Nadelnachgiebigkeit handeln.

Carsten
CarstenO
Inventar
#16 erstellt: 02. Okt 2013, 16:10
Thema hat sich erledigt. Das Gerät ist ein Totalschaden.
volvo740tius
Inventar
#17 erstellt: 02. Okt 2013, 16:19
Hallo,

wie kommt es?

Gruß Thomas
CarstenO
Inventar
#18 erstellt: 02. Okt 2013, 16:22
Tonarmlager hat sehr viel Spiel, Plattenteller eiert, neben dem Antriebsriemen auch der Pitchriemen defekt und die Kiste stinkt zum Himmel.

Angebot als "defekt", weil der Riemen kaputt ist.


[Beitrag von CarstenO am 02. Okt 2013, 16:23 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#19 erstellt: 02. Okt 2013, 17:22
Kommt mir bekannt vor.

Der Teller ist das KO, der Rest ginge noch recht einfach zu reparieren.
Wuhduh
Inventar
#20 erstellt: 02. Okt 2013, 18:21
Tja, Carsten ...

... Arschkarte-in-Platin !

Schulterklopfenderweise,
Erik
CarstenO
Inventar
#21 erstellt: 03. Okt 2013, 03:01
Die vorherigen Plattenspielerkäufe (Technics SL-D und SL-B 3) gleichen dies aus.

Der am Dual 505-3 montierte Tonabnehmer ist aber noch top erhalten, selbst die Nadel.


[Beitrag von CarstenO am 04. Okt 2013, 06:14 bearbeitet]
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