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Technics 1210 knackt/knistert

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pato123
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Okt 2013, 18:31
Hi Leute,

mit neuen Lautsprechern und einem neuen Verstärker konnte ich endlich wieder meinen Technics 1210er MK2 bespielen. Leider ist die Klangqualität nicht wie erwartet. Die Bässe sind unsauber, die Bassdrums knacken und zwischendrin ist immer wieder ein knistern zu hören. Die Platten klingen nicht furchtbar aber eben nicht viel besser als eine 160 kbps mp3. Jetzt bin ich auf der Suche nach der Fehlerquelle, hab jedoch leider keine Reservenadel oder -system. Lässt sich aufrund der genannten "Symptome" eine Verdachtsdiagnose stellen? Klingt das eher nach Nadel, Tonabnehmer oder Kabel? Verstärker und Lautsprecher sind in Ordnung, Platten auch nicht verstaubt oder verkratzt.

Danke für die Hilfe!
Pato
sandy666
Stammgast
#2 erstellt: 20. Okt 2013, 08:06
Also knistern zwischendrin hört sich nach Vinyl an
Hörbert
Moderator
#3 erstellt: 20. Okt 2013, 08:12
Hallo!

Als erstes solltest du einmal versuchen die vorhandene Nadel mit einer Grundreinigung eventuell nocch zu retten, hierfür kannst du entweder ein mit etwas Isopropanol getränktes Nadelbürstchen benutzen oder aber gleich einen sehr vorsichtig geführten Glasfaserstift.

Sollte dieses procedere keine deutliche Verbesserung erbringen würde ich an deiner Stelle eine Doppeltstrategie fahren. Erstens würde ich die Abtastnadel ersetzen und zur gleichen Zeit alle fraglichen Schallplatten waschen (lassen)

MFG Günther
stefansb
Inventar
#4 erstellt: 20. Okt 2013, 11:28
Hi,

Waschen der Platten ist wohl angesagt.

Das Knistern und Knacken deutet auf statische Aufladung hin und kann durch abbürsten nicht entfernt werden.
Knosti für 40 Euro besorgen und ein bisschen Zeit opfern. Das ist die billigtes Methode und bringt sehr viel.
Dazu am besten noch Antistatikhüllen anstelle der Innenpapierhüllen verwenden.

Gruss Stefan
pato123
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 20. Okt 2013, 11:44
Danke für die Antworten.

Macht es denn Sinn hauptsächlich neue, unverstaubte Platten zu reinigen? Sind ca 500 Stück, würde da also eine ganze Weile dran sitzen. Es sind auch weniger die kleinen Knackser die mich stören (ich finde das gehört fast dazu) sondern eher die verzerrten Bassdrums und die, für meine Ohren recht schlechte Klangqualität. Klingt das definitiv nach defekter Nadel, dann würde ich diese versuchen zu retten bzw eine neue besorgen, oder kann auf der Tonabnehmer oder die Kabel Schuld sein. Oder tatsächlich die elektrostatische Ladung der Platten?

Edit: Eben habe ich bemerkt, dass die Verzerrung der Drums auf einem Kanal stärker sind als auf dem anderen.


[Beitrag von pato123 am 20. Okt 2013, 13:27 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#6 erstellt: 20. Okt 2013, 13:40
Frage Tonabnehmer, welcher?
Frage Einstellung, alles richtig?
pato123
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 20. Okt 2013, 13:55
Tonabnehmer ist ein Ortofon Pro. Ist zwar kein wirklich audiophiler Tonabnehmer, hat aber schon wesentlich bessere Dienste geleistet, als er es jetzt tut. (Off-Topic: Würde ein Shure M44-7 eine hörbare Verbesserung bringen?)
Einstellungen, also Gewicht und anti-skating paßt alles.
akem
Inventar
#8 erstellt: 20. Okt 2013, 14:37
Kann es sein, daß die Auflagekraft doch falsch eingestellt ist? Wenn die Bassdrums nur knacken und nicht rummsen hört sich das nach zu wenig Auflagekraft an.
Tonarm ausbalancieren, so daß die Nadel gerade eben so die Platte berührt, aber nicht in der Rille hängen bleibt (dabei Antiskating auf 0 stellen). Dann den Arm in die Ruhelage und verriegeln. Das Gegengewicht festhalten und nur den Ring mit der Auflagekraft-Skala verdrehen, so daß die 0 auf der Markierung liegt. Dann das Gegengewicht inklusive Skalenring nach vorne drehen bis die vom Tonabnehmer benötigte Auflagekraft erreicht ist. Dann das Antiskating auf den selben Wert.

Gruß
Andreas


[Beitrag von akem am 20. Okt 2013, 14:38 bearbeitet]
pato123
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 20. Okt 2013, 16:38
Tonarm ist korrekt eingestellt mit 3 g Gewicht drauf. Stutzig macht mich, dass ein Kanal wesentlich schlechter ist als der andere, wobei beide Kanäle zu schlecht klingen.
stefansb
Inventar
#10 erstellt: 20. Okt 2013, 17:01
Hi,

sitzen die Tonabnehmerkabel zwischen Tonabnehmer und Headshell richtig ?
Ist der Headshell richtig angezogen ?
Da kann es auch zu Kontaktproblemen kommen. Eigene Erfahrung .

Gruss Stefan


[Beitrag von stefansb am 20. Okt 2013, 17:01 bearbeitet]
mkoerner
Stammgast
#11 erstellt: 20. Okt 2013, 20:22
Welcher TA an welchem Phonoeingang?

DJ Nadeln können "normale" Eingänge schon mal heftig übersteuern. Das könnte auch hier das Problem sein...

Mike
pato123
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 20. Okt 2013, 22:15
Tonabnehmer ist ein Ortofon Pro, Verstärker ein Kenwood KA-4060R.
mkoerner
Stammgast
#13 erstellt: 20. Okt 2013, 23:09
Hi,

Der Kenwood hat 2,5mV Empfindlichkeit, das Ortofon 5mV Ausgangsspannung. D.h. da sollte eigentlich alles im grünen Bereich sein (ein Faktor 2 muß ne Eingangsstufe abkönnen. Knackser produzieren ja heftige "Überspannung") Wenn das jetzt ein 8mV Teil gewesen wäre hätte man vielleicht mal überlegen müssen.

Also in andere Richtungen weitersuchen.

Allerdings: Der Verstärker ist schon gut alt. Passiert das nur mit Vinyl? Oder auch mit CD/Ipod etc. Evtl. könnten die Elkos langsam schlapp machen. Dann klingt das auch so. Und Lautsprecher mit überhitzten Spulen / festgebackenem Ferrofluid könnten es auch noch sein, wenn es auch bei anderen Quellen auftritt.

Ach ja: Sorry ich hatte zwar geschaut, aber den Post in dem du den Abnehmer nanntest überlesen.

Ich würd eher in Richtung OM10/20/30 gehen wenn du mal einen Wechsel wagen willst. Das sind die "Hifi" Versionen deines TAs.

Mike
Hörbert
Moderator
#14 erstellt: 21. Okt 2013, 07:08
Hallo!

@pato123

Wenn die Nadelreinigung nichts genutzt hat ist wahrseinlich die Nadel runter.

Wieviele Betriebsstunden hat die Rundnadel des Pro schon auf dem Buckel?

Ich denke mal das bei einem Auflagegewicht von 3-5 Gramm die Abnutzung sowohl der Schallplatten wie der Nadel recht hoch sein dürfte.

Sollte die Nadel abgeschrubbt sein würde eine Erhöhung der Auflagekraft auf den Höchstwert zwar eine geringfügige Verbesserung mit sich bringen aber gleichzeitig die Gefahr der Schädigung der Tonträger weiter erhöhen die bei einer solch abgenutzten Nadel ohnehin schon gegeben ist.

Sorry aber ein solches System ist für HiFi-Zwecke nur bedingt geeignet und du solltest dir überlegen eines der üblichen HiFi-Systeme mit Auflagekräften zwischen 1,2 und 2,5 Gramm zuzulegen.

MFG Günther
Burkie
Inventar
#15 erstellt: 21. Okt 2013, 13:01

pato123 (Beitrag #1) schrieb:
Hi Leute,

mit neuen Lautsprechern und einem neuen Verstärker konnte ich endlich wieder meinen Technics 1210er MK2 bespielen. Leider ist die Klangqualität nicht wie erwartet.
Pato


Sowas hast Du doch schon mal geschrieben...?
Hast Du die Bedienungsanleitung für den Plattenspieler...?
Hast Du streng nach Bedienungsanleitung den Überhang, die Auflagekraft und AS eingestellt...?
Steht der Plattenspieler in Waage...?
Hast Du eine neue unabgespielte Nadel..?

Grüsse
pato123
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 21. Okt 2013, 14:27
@Burkie: Das Problem damals war ein anderes. Wohl ein defekter Vorverstärker. Der ist mittlerweile ersetzt.

Einstellungen wie Gewicht und AS sind 100% korrekt eingestellt.
Gut möglich, dass die alte runter ist. Die ist ca ein halbes Jahr alt, wurde in dieser Zeit zwar wenig gebraucht, ist aber schon 1-2 mal auf die Platte geknallt und auch mal in der Slipmat hängen geblieben. Eine neue Nadel zum ausprobieren habe ich leider nicht.

Ich würde mir auch eine neue bestellen. Sollte jedoch der Tonabnehmer defekt sein, würde ich eventuell gleich das System wechseln und ich hätte die Nadel umsonst gekauft. Daher die Frage ob die Tatsache, dass vor allem ein Kanal etwas schwächelt auch für eine defekte Nadel sprechen kann oder ob da eher Tonabnehmer bzw Kabel schuld sind.

Würde denn ein OM10 System trotz des günstigeren Preises eine klangliche Verbesserung zum Ortofon Pro bringen? Die OM20/30 sind leider außerhalb meines Budgets.
Ich habe für die Zukunft vor mir einen zweiten Dreher und ein Mixer anzuschaffen, daher ist ein DJ System gar nicht so verkehrt. Daher auch die Frage nach dem Shure M44-7.
Gibt es denn ein solides Hifi-System unter 120 € das auch bei ein bisschen DJing nicht sofort kaputt geht (ich spiele kein Hip Hop daher würde sich das scratchen auch in Grenzen halten)?
Bevorzugte Musikrichtung ist analog produzierter Detroit-/ Chicago House.
Burkie
Inventar
#17 erstellt: 21. Okt 2013, 15:02
Woher soll man aus der Entfernung wissen können was kaput ist?
Sieh dir mal die Nadel unter eine Lupe an.
Hast Du sie vieleicht abgebrochen...?


Einstellungen wie Gewicht und AS sind 100% korrekt eingestellt.

Woher weißt du das so genau...?

Grüsse
mkoerner
Stammgast
#18 erstellt: 21. Okt 2013, 17:36
Hifi & DJ widersprechen sich etwas. Die hohen Auflagekräfte sind nur bedingt Plattenschonend. Hifisysteme verkraften das Backcueing in der Regel nicht, sie gehen entweder ganz kaputt oder der Nadelträger verschiebt sich und es kommt zu verzerrungen.

Ein M44g, ein M35x und ein Whitelabel lassen sich mit niedrigeren Auflagekräften als Hifisysteme fahren, und sind dabei erfreulich gut. Aber der Nachteil ist, das sind alles Rundnadelsysteme. Da hält sich die Auflösung etwas in grenzen. Und Plattenschonung geht auch anders.

Was spricht gegen Wechselsysteme: ein Ortofon OM10 (Super) oder VM Red kostet jetzt nicht soo irre viel. Und bereits ein OM10 ist besser als ein Pro-S.

Wenns günstig sein muss, probier mal ein AT91 und/oder ein AT95 als Hifi-Systeme und ein M44g als Universalsystem. Dazu die günstigen "Clone" Headshells von Xinntox (Pro-X) das müsste doch verkraftbar sein.

Gerade das AT91 als Hifisystem ist überraschend gut, dafür dass es auch nur ein Rundnadelsystem ist. Unbedingt drauf achten dass du ORIGINALNADELN dafür nimmst, die Nachbaunadeln sind deutlich schlechter.

Die Sony-Version des AT91 läuft selbst auf meiner "großen" Anlage öfter mal und ich habe nie das Gefühl das wäre irgendwie schlecht.

Eine DJ-Nadel im Scratchbetrieb ist nach ca. 100-150 Platten runter. Eine einfache Hifi-Rundnadel nach ca. 250, eine bessere (Whitelabel, AT91) hält ca. 400-600 Platten. Es klingt zwar dann noch nicht gleich scheisse, aber die Verzerrungen nehmen zu und es fangen erste beschädigungen des Vinyls an (ok, im Scratchbetrieb kann das ja kein Thema sein...).

OM10/AT95 und aufwärts sollten 500-800 Platten durchhalten. Teuere Schliffe wie MR können dann auch ca. 2000 Platten ab, bei entsprechender Pflege.

Wichtig: Die Nadel muss immer sauber sein. Es empfielt sich eine der billigen China 60x Lupen von Ebay und ein Radierschaumschwamm. Oft kriegt man bei Raucher- und Clubplatten die Nadel anders gar nicht sauber.

Mike
mkoerner
Stammgast
#19 erstellt: 21. Okt 2013, 17:43
Apropos: Arm schon gecheckt ?

http://www.youtube.com/watch?v=Lq2Rk7_i6hQ

Mike
pato123
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 21. Okt 2013, 21:27
Hi Mike
vielen Dank für die Tipps bzgl der Nadeln. Ich werde mir die morgen mal intensiv anschauen.

Was den Tonarm angeht: Der scheint tatsächlich defekt zu sein. Der Arm schwankt immer wieder in die Ruheposition zurück. Auch saß die Schraube über dem Tonarm etwas locker.
Glaubt man dem Typ aus dem Video darf man sich da ja auf keinen Fall ranwagen. Trotzdem springt die Nadel nicht.
Kann das der Grund für die schlechte Klnagqualität sein und muss der Tonarm zwangsläufig ausgetauscht werden oder kann das ansi skating auch repariert werden?

Gruß
Pato
Hörbert
Moderator
#21 erstellt: 22. Okt 2013, 07:44
Hallo!

Bei Auflagekräften von 3-5 Gramm und einer Rundnadel spielt das AS eigentlich so gut wie keine Rolle mehr, steht dein PS überhaupt "im Wasser"? Wenn nicht ist das Zurückgleiten des Tonarmes wohl auch ohne Tonarmschaden einfach zu erklären. Die Lager dürfen etwas Spiel haben, das ist kein Fehler.

Allerdigs wäre die Untersuchung des Tonarmes durch einen Fachmann wohl auch kein Fehler, der Tonarm des SL-1200 MK-XX ist recht gut aber lange nicht so robust wie in DJ-Kreisen zuweilen angenommen wird.

MFG-Günther
pato123
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 23. Okt 2013, 14:54
Der Plattenspieler steht in Waage.
Ich habe mir jetzt ein günstiges AT95 System bestellt. Mal sehen ob das eine Besserung bringt.
Ich hoffe, dass bei dem geringeren Auflagegewicht der neuen Nadel, das kaputte AS nicht stark ins Gewicht fällt.
Fhtagn!
Inventar
#23 erstellt: 23. Okt 2013, 20:32
Die grüne Hölle......
mkoerner
Stammgast
#24 erstellt: 23. Okt 2013, 20:40
Hab ich doch gut beraten Da fehlt doch noch ein üblich verdächtiger im Thread....

Mike
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