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Dual CS 604 an Onkyo 626 - BDA-Wirrwarr

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campino89
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 27. Mrz 2014, 12:17
Nachdem ich lange nur digital gehört habe, habe ich den Weg zum analogen gefunden und bin im Plattenfieber.
Als "Anfänger-Dreher" habe ich mir einen Dual CS604 in hervorragendem Zustand gekauft. Es ist noch das Original DMS240E System drauf, aber mit Cleorec-Nachbaunadel, soll ja aber beides nicht so verkehrt sein.

Beim Kauf des Spielers gab es einen Phono-Pre "dabei". Bezeichnung ist mir gerade entfallen, liegt aber laut Verkäufer irgendwo in der ~50€Klasse. Das ganze hängt an einem Onkyo 626 und wird Stereo auf zwei Magnat Vector 207 ausgegeben.

Klang ist für mich bisher wirklich gut, werde die 207er noch auf Bi-Amping umstellen, aber sonst bin ich schon zufrieden. Ist halt einfach was ganz anderes.
Das einzige, was mich stört ist der Pegel. Ich höre, dank Einzelwohnung ohne Nachbarn, gerne mal was lauter. Das geht auch, nur muss ich dafür den Onkyo wirklich schon bis zum Anschlag aufdrehen und selbst dann wäre, meiner Meinung nach, noch Luft nach oben. Jedenfalls höre ich digital schonmal noch nen Ticken lauter. Mit dem Phono-Pre ist auf jedenfall schonmal ein klein wenig mehr drin, als am integrierten Phono-Verstärker, der aber sowieso nicht so der Knaller sein soll (hätte mir eigentlich klar sein dürfen).

Jetzt habe ich einfach mal in der BDA des Verstärkers geschmökert und bin auf folgendes Kleinod gestossen:


Schließen Sie Ihren Plattenspieler (MM), der einen eingebauten Phono-Vorverstärker hat, an TV/CD IN an, oder schließen Sie ihn an PHONO IN an, wobei der abgeschaltetem Phono-Vorverstärker ausgeschaltet sein sollte. Falls Ihr Plattenspieler keinen Phono-Vorverstärker hat, schließen Sie an PHONO IN an.

War wohl der Übersetzer-Azubi am Werk

Was will mir das sagen? Respektive, hilft mir das bei meinem Problem? Kann ich mit dem Phono-Pre trotzdem in den Phono In gehen und dann "geht mehr"? Und wenn nicht, muss ich ihn unbedingt auf TV/CD in legen? Momentan hängt er am Game-Input, den brauch ich nicht. Der TV/CD Schalter ist bei mir eigentlich dafür gedacht seinen Ton per ARC vom Fernseher zu bekommen. Muss ich dann nicht immer umstellen, wenn ich über den Channel Platte hören wollte?
Wird das Bi Amping irgendwas verändern? Theoretisch steht dann ja für die einzelnen Frequenzbereiche mehr Leistung zur Verfügung.
Gibt es irgendeine andere Einstellmöglichkeit, die ich vielleicht übersehen habe?
Ist Das System vielleicht ein leises und es gäbe da Alternativen?
Oder liegt es am Phono-Pre?
Oder ist das alles normal und es würde nur mit einem leistungsstärkeren Verstärker was gehen?

Fragen über Fragen, für ein wenig Anfänger-Hilfe wäre ich dankbar. Nur die letzten 3 Punkte möchte ich eigentlich ungern bestätigt haben, da wäre zunächst mal keine Verbesserung möglich

Beste Grüße
campino89


[Beitrag von campino89 am 27. Mrz 2014, 12:18 bearbeitet]
andre11
Inventar
#2 erstellt: 27. Mrz 2014, 13:19
Ganz so verwirrend ist die Anleitung gar nicht.
Man muss nur schnell lesen, dann fallen die Fehler nicht auf.
Wenn man weiß worum es geht, ist es auch nicht so falsch.

campino89 (Beitrag #1) schrieb:
....mit dem Phono-Pre trotzdem in den Phono In gehen und dann "geht mehr"?

Nein, das geht nicht!
Der Frequenzgang auf der Schallplatte ist verbogen, d.h. es gibt weniger Bass und mehr Höhen (Google: z.B. RIAA Entzerrung).
Dies gleicht der Phonovorverstärker aus, denn er heißt eigentlich Entzerrer-Vorverstärker.
Schließt Du einen Vorverstärker an einen Vorverstärker an, wird es zwar deutlich lauter, tönt aber völlig bescheiden.

...wirklich schon bis zum Anschlag aufdrehen...

Wenn das System wenig Ausgangsspannung liefert, und die Phonostufe dazu wenig verstärkt, kann es schon mal zu leise sein.
Welche Phonostufe ist es denn (technische Daten bzw. Bild einstellen).
Eine Andere könnte durchaus Abhilfe schaffen.
Aber noch nicht kaufen, erstmal schauen wir was mit Deiner ist.
Was die Lautstärke des System angeht, warten wir mal auf die Antwort eines Dual-Profis, der es kennt.

...unbedingt auf TV/CD in...

Nein, lass es so wie es ist.

...Bi Amping irgendwas verändern?

Nein!

...irgendeine andere Einstellmöglichkeit...

Manche Geräte bieten eine Lautstärkeanpassung im Setup.
Hast Du hiernach schon mal gesucht?


Gruß

André
campino89
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 27. Mrz 2014, 13:35
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Bin im Moment nicht zu Hause, habe es aber irgendwie geschafft, mir den Namen des Phono-Pres zu ergoogeln. Es handelt sich um einen TCC TC750: http://www.phonopreamps.com/tc750pp.html

Lautstärkenanpassung gibt es, allerdings nur im Sinne von Begrenzung des Max-Volumes. Das habe ich deaktiviert.

Achso, was ich noch vergessen hatte: Den Kabelweg habe ich jetzt für mich mal als Ursache ausgeschlossen. Habe, wie empfohlen, den Kabelweg vom Dreher über Din-Cinch-Kupplung zum Vorverstärker möglichst kurz gehalten. Danach kommen dann 5m Selbstbau-Cinchkabel, aber dieser zweite Weg soll ja nicht so kriegsentscheidend sein.
andre11
Inventar
#4 erstellt: 27. Mrz 2014, 13:49

campino89 (Beitrag #3) schrieb:
...TC750...

Über das Gerät findest Du hier im Forum viel Lesestoff -> Dynavox TC 750.

...Lautstärkenanpassung....im Sinne von Begrenzung des Max-Volumes....

Nee, das meine ich nicht.
Bei Deinem Gerät heißt das IntelliVolume (seite 59 BDA).
Das sollte schon helfen.

...vom Dreher ...möglichst kurz gehalten....

Am besten beim vorhandenen Kabel nichts ändern.
Die Kapazität des Kabels hat entscheidenden Einfluß auf den Klang.

...5m Selbstbau-Cinchkabel...soll ja nicht so kriegsentscheidend sein....

Stimmt, soooo entscheidend ist das nicht, aber je weniger umso besser.
Wenn aber am Kabel alles korrekt gearbeitet wurde, ist nichts auszusetzen, außer dem Inhalt des letzten Satzes.
campino89
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 27. Mrz 2014, 13:58

andre11 (Beitrag #4) schrieb:

campino89 (Beitrag #3) schrieb:
...TC750...

Über das Gerät findest Du hier im Forum viel Lesestoff -> Dynavox TC 750.

Ja über den hab ich hier schon viel gelesen, war mir aber an der Stelle unsicher, ob TCC und Dynavox wirklich baugleich sind.


andre11 (Beitrag #4) schrieb:


...Lautstärkenanpassung....im Sinne von Begrenzung des Max-Volumes....

Nee, das meine ich nicht.
Bei Deinem Gerät heißt das IntelliVolume (seite 59 BDA).
Das sollte schon helfen.

Ah sehr gut, schau ich mir an, klingt ja schon fast nach des Pudels Kern.


andre11 (Beitrag #4) schrieb:


...vom Dreher ...möglichst kurz gehalten....

Am besten beim vorhandenen Kabel nichts ändern.
Die Kapazität des Kabels hat entscheidenden Einfluß auf den Klang.

Genau, das meinte ich mit "möglichst kurz". Also eher "möglichst nah am Original". Wie gesagt, da ist nur was dazwischen um von Din auf Cinch zu kommen, wollte gerne ein Umlöten vermeiden und den Originalzustand des Drehers erhalten.


[Beitrag von campino89 am 27. Mrz 2014, 14:03 bearbeitet]
andre11
Inventar
#6 erstellt: 27. Mrz 2014, 14:10

campino89 (Beitrag #5) schrieb:
...Umlöten vermeiden....Originalzustand des Drehers erhalten....

Ich meine, die gab es in beiden Varianten, also DIN und Chinch.
Bei mir steht noch ein CS 606, und in dessen BDA (oder Service-Anleitung) ist der Umbau sogar beschrieben.
Ist also quasi werksmäßig gestattet.

Die Lautstärkeanpassung könnte wirklich der Schlüssel sein - 12 dB sind schon ein Happen.

Probiere es und berichte.
campino89
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 28. Mrz 2014, 07:59
Das war es
Ist jetzt gleichauf mit den digitalen Eingängen, großartig.

Hab mal in das Service-Heft des 604 geschaut, sieht ja wirklich nicht so kompliziert aus. Nur die original Strippen bekommt man vermutlich nicht mehr, oder?
evilknievel
Inventar
#8 erstellt: 28. Mrz 2014, 10:24
Moin,

das DMS 240 E hat eine recht geringe Ausgangsspannung. Kann die Daten momentan leider nicht finden, aber es müßten so um die 3,5 mV sein. Es klingt im Vergleich zu einer CD deutlich leiser.

als Beispiel:
bei meinem Verstärker (Sony), CD Lautstärke 9 Uhr, muß ich um subjektiv die gleiche Lautstärke zu erhalten beim DMS 240E auf 10 Uhr gehen.

Gruß Evil
8erberg
Inventar
#9 erstellt: 28. Mrz 2014, 11:45
Hallo,

die orig. Strippen müssen es nicht unbedingt sein, es geht auch z.B. RG 174 (Koaxialkabel), kostet wenig, ist ideal und recht weich.

Vodoo bringt nix - ist eher nachteilig.

Peter
andre11
Inventar
#10 erstellt: 28. Mrz 2014, 12:15

campino89 (Beitrag #7) schrieb:
Das war es...



8erberg (Beitrag #9) schrieb:
...orig. Strippen müssen es nicht unbedingt sein, es geht auch z.B. RG 174...

Stimmt, die Original Strippen müsen es nicht sein.

Peter, ist das 174 wirklich so flexibel?
Ich kenne das nur als relativ steife Schnur.
Ist allerdings schon ein Weilchen her, das ich das mal in der Hand hatte.
campino89
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 28. Mrz 2014, 13:15
Ok, dann sollte ich das vielleicht doch angehen.
Ginge auch RG59?

@evilknievel, das habe ich mir schon fast gedacht. Habe es durch die Intellivolume-Einstellung erstmal ausgleichen können. Irgendwann wird es dann wohl mal ein neues System werden.
evilknievel
Inventar
#12 erstellt: 28. Mrz 2014, 17:01
Die Ausgangsspannung eines Systems sagt nichts über die Qualität aus, außer man verficht die Meinung laut=besser.
Schau dich mal nach einer Originalnadel um. Ab und an tauchen die auf. Dabei ist Geduld ist gefragt.

Gruß Evil
germi1982
Moderator
#13 erstellt: 29. Mrz 2014, 18:28

andre11 (Beitrag #10) schrieb:
...

Peter, ist das 174 wirklich so flexibel?
Ich kenne das nur als relativ steife Schnur.
Ist allerdings schon ein Weilchen her, das ich das mal in der Hand hatte.


RG 174 A/U sollte man nehmen, nicht das normale 174. A/U besagt, dass es sich um Litzenkabel handelt, ansonsten bekommt man eines mit einem Leiter aus Massivdraht. Das ist dann wiederum recht unflexibel.
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