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Empire 2000 E/IV auf Sonab 85s

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SagiCork
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 15. Feb 2015, 10:42
Hallo Forum

Hab mich gerade erst registriert und komm gleich mit einer Frage daher

Wie so viele habe ich unlaengst die Freude am Vinyl entdeckt, und wie soviele den Fehler gemacht den erstbesten neuen Plattenspieler zu kaufen der mir unter die Finger gekommen ist.
Der hat zwar USB Anschluss und andere Spielereien, ich bin aber einfach nicht gluecklich mit dem Klang meiner Platten.

Betrieben wird das ganze mit einem Cyrus Mission Verstaerker und Wharfedale RB23 Boxen, fuer meine Zwecke reicht das auch, wobei mir natuerlich bewusst ist dass nach oben noch viel Luft ist.

Ich hab mich also auf die Suche nach einem Plattenspieler gemacht der mein stark beschraenktes Budget nicht sprecht, und qualitativ in mein aktuelles Setup passt (vermutlich kommen ueber kurz oder lang andere Lautsprecher ran)
Insofern hab ich gestern auf ebay einen Sonab 85S erstanden, damit bin ich vermutlich immer noch nicht in der Spitzenliga angekommen, aber ich hoffe doch auf eine deutliche Steigerung, Hab hier im Forum schonmal herausgefiunden dass er wohl von Yamaha produziert wurde und baugleich dem YP-500 ist.

Der Sonab kommt mit einem Empire 2000 E/IV Tonabnehmer und waehrend ich ueber andere Modelle wie 2000 E/ I,II, oder III durchaus infos finde breitet sich ein Mantel des Schweigens ueber den E/IV, die Baureihe soll aber durchaus hochwertig sein und ich hoffe der meinige wird da kein Ausreisser sein.

Nun zur eigentlichen Frage, kennt jemand Bezugsquellen fuer eine Nadel fuer den Abnehmer? ich kann irgendwie nix finden, sind die Nachbaunadeln ok, oder doch besser einen neuen Tonabnehmer kaufen? Wenn ja, was waere denn vergleichbar/kompatibel? Freu mich auch ueber infos zum Plattenspieler und hoffe ihr koennt bestaetigen dass, ich hier keinen Schmarrn gekauft hab (ich weiss schon, besser vorher fragen, aber bei ebay hat man ja nur bedingt zeit....

Was ist denn da links im Bild zu sehen, die meisten Bilder des Sonab im Netz haben hier nichts, dieses videoVideo zeigt ev. ein bisschen mehr

_57_zpsn2inylkr

Sorry, das war jetzt etwas mehr text als geplant, und das bild ist auch nicht so toll, aber da kann ich erst nachhelfen wenn das Teil eingetroffen ist

Vielen Dank fuer eure Antworten


[Beitrag von SagiCork am 15. Feb 2015, 12:21 bearbeitet]
SagiCork
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 17. Feb 2015, 09:27

SagiCork (Beitrag #1) schrieb:

Was ist denn da links im Bild zu sehen, die meisten Bilder des Sonab im Netz haben hier nichts, dieses videoVideo zeigt ev. ein bisschen mehr

_57_zpsn2inylkr


ok, ein Bisschen weiter bin ich gekommen und habe festgestellt das das mysterioese Teil links im Bild ein Plattenentstauber ist, das haette ich auch frueher draufkommen koennen, aber in der Form ist mir sowas noch nicht untergekommen.

Wuerde mich aber nach wie vor ueber Meinungen, Informationen, Tips und Pflegehinweise zum Platenspieler sowie ganz besonders zum Tonabnehmer freuen
directdrive
Inventar
#3 erstellt: 17. Feb 2015, 10:28
Hallo und Moin,

Gratulation zum Sonab, gute Wahl, ein erstklassig verarbeitetes Gerät. Die Bedienungsanleitung gibt es nach kostenloser kurzer Registrierung hier zum Download: Vinyl Engine

Ich hoffe, der Verkäufer hat das Gerät für den Versand anständig gesichert. Es gibt beim S-85 einen ganzen Schwung Transportsicherungsschrauben...

Grundsätzlich ist der Sonab eher unproblematisch, der lange Antriebsriemen muß gelegentlich 'mal ersetzt werden. Geeignete Riemen gibt es im Handel.

Der Mitlaufreiniger ist ein Audio Technica Plattenbesen, kannst Du bei Bedarf einfach benutzen, alternativ vorsichtig demontieren. Ist meist nur mit doppelseitiigem Klebeband befestigt.

Das Empire 2000E IV kenne ich auch nicht, die Nadeln der Empires dieser Baureihe sind allerdings mechanisch untereinander kompatibel. Sollte die Nadel also beschädigt sein, Verzerren und unsauber spielen, ist Ersatz recht gut zu beschaffen. Probier es erste einmal aus, nach Ersatz kannst Du Dich ja immer noch umsehen, wenn es nötig ist.

Offenbar fehlt bei Deinem Exemplar der Fingerlift des Headshells.

Grüße, Brent
boozeman1001
Inventar
#4 erstellt: 17. Feb 2015, 10:56
Das Empire 2000 E IV ist in der Tat kaum zu finden. Ich habe eines vor ein paar Jahren mal direkt NOS aus USA gekauft.
Ein wirklich wunderbares System!
Das E IV sollte einen transparent pinkfarbenen Nadeleinschub haben.
Hier mal ein Bild von meinem:
image
Ob es zum Sonab passt, weiß ich nicht, ist aber von der Compliance her an jedem mittelschweren Arm gut aufgehoben.
Mit Ersatznadeln ist es allerdings schwierig, da Empire schon lange nicht mehr existiert. Da Empire aber in den USA wesentlich verbreiteter war, als in Deutschland, würde ich mal in der amerikanischen Bucht die Augen nach NOS Nadeln offen halten.
Der E III Einschub (transparent farblos) ist aber auch nicht viel schlechter, als der IV. Ich habe beide und höre nur minimalste Unterschiede.
Selbst die E II Nadel klingt schon sehr gut.
Übrigens sollte man sich nicht von dem recht klobig wirkenden Nadelträgerröhrchen irritieren lassen, das ist in Wahrheit extrem leicht, weil extrem dünnwandig und dazu konisch zulaufend.
Du wirst jedenfalls vom Empire nicht enttäuscht sein, vorausgesetzt, die Nadel ist noch OK. Es ist ein wunderschön musikalisch aufspielendes System, welches weit besser klingt, als seine etwas komische Optik erwarten lässt.


[Beitrag von boozeman1001 am 17. Feb 2015, 10:58 bearbeitet]
SagiCork
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 17. Feb 2015, 20:10
Vielen Dank fuer eure Antworten, da steigt die Vorfreude natuerlich gleich noch ein wenig.

Die Empire 2000 Nadeln scheinen zumindest wenn man NOS sucht nicht gerade guenstig zu sein, laut verkaufer ist die derzeitige noch absolut ok,
insofern hoffe ich mal dass ich noch ein paar Platten hoeren kann bevor ich an einen Austausch denken muss, der gute scheint auch auf den Verkauf von vintage audio komponenten und sonstiger elektronik spezialisiert zu sein, hoffe also dass alles anstaendig verpackt ankommt.
boozeman1001
Inventar
#6 erstellt: 17. Feb 2015, 21:46
Die Nadeln sind in der Tat teuer (NOS) aber m.E. es auch wert.
Ich habe vor etwa 2 Jahren ein 2000E mit je einer IIIer und IVer Nadel in NOS in USA ersteigert und damals etwa 200 Euro bezahlt. Nicht billig, aber auf jeden Fall lohnenswert. Für 200€ gibt es nur wenige Systeme, die so gut und vor allem musikalisch spielen.
Und 150€ würde ich für eine NOS immer ausgeben.
SagiCork
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 01. Mrz 2015, 10:42
Vor einer Woche ist er angekommen, leider ohne den Deckel, der wurde zwar nachgeschickt, habs aber noch nicht zum Depot geschafft um ihn abzuholen.

Der Unterschied zu meinem alten Deck ist nicht zu ueberhoehren, in allen belangen klingt der Sonab wesentlich besser, mehr Bass, mehr Dynamik, wesentlich sauberer und einfach gut. Bin ganz hin und weg

Bei rockigen Scheiben gings ja noch, aber ich hoere gerne auch Ambient Noise artiges (Fennesz, Tim Hecker, Ben Frost...), und kann jetzt endlich Musik mit Störgeräuschen ohne Störgeräusche geniessen.

Der fehlende Fingerlift stoert zwar nicht, aber mal sehhen, ev. bastel ich mir da etwas

Jetzt liege ich auf der Lauer und durchforste das Internet nach einer Ersatznadel, ist zwar noch nicht noetig, aber man will ja vorgesorgt haben (neuer Riemen ist schon besorgt) aber die 2000 E/IV ist nicht zu finden. Werde wohl die E/III nehmen, bzw. was ist von Jico und Co zu halten, von 10 - 100 euro gibts ja in allen Preislagen Ersatznadeln, will natuerlich nicht das die Wiedergabequalitaet leidet, aber wenn dem nicht so ist, bin ich auch niemand der unbedingt ein originalteil haben muss.

Sorry Handyphoto, die Kamera hat letztens den Geist aufgegeben...

IMG_20150301_091655_zpssv3hwrrz

Achja, laut Anleitung soll man einmal im Jahr mit Uhrenöl ölen. Jetzt sagt mir google dass hierfuer meist Mineralöl verwendet wird, als Radfahrer hab ich hier Shimano Mineralöl rumstehen dass in den Scheibenbremsen zum Einsatz kommt, das ist temperaturstabil, schaeumt nicht, ist duenfluessig, Denke das sollte passen?

Vielen Dank und schoenen Sonntag.
boozeman1001
Inventar
#8 erstellt: 01. Mrz 2015, 12:01
Erstmal Glückwunsch zum neuen Dreher!
Auf dem Bild erkennt man zwar nicht soooo viel, aber irgendwie sieht der Nadeleinschub so schief aus.
Oder täuscht das durch die Unschärfe/Perspektive?
SagiCork
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 01. Mrz 2015, 12:27
da ist wohl der photographische schlendrian mit mir durchgegangen, gepaart mit schlechter handycam und unruhigem handchen nach den ersten 2 morgenkaffeetassen...

hier ein wenig besser zu sehen, denke das ist schon in ordnung, mir kommt der abstand zwischen tonabnehmer und platte recht gering vor, wenn ich das mit deinem photo vergleiche....

IMG_20150301_112937_zpsyhvcvbyy


[Beitrag von SagiCork am 01. Mrz 2015, 12:35 bearbeitet]
Albus
Inventar
#10 erstellt: 01. Mrz 2015, 15:06
Tag,

hinsichtlich des (zu) geringen Abstandes zwischen TA-Unterkante und Plattenoberfläche: Als Zuschauer fällt mir ein, die AK mit einer Tonarmwaage zu kontrollieren, insbesondere dann, wenn zum Ausbalancieren der Arm nicht nach rechts über den Liftständer hinaus gehoben worden war (siehe die BDAs der zugrunde liegenden Yamaha-Modelle YP-400, YP-500 mit Bild - das entsprechende Vorlauf-Modell, ähnlich YP-700, YP-700 Seite 5 mit Bild); erst neben dem Liftständer ist der Arm frei von hemmenden Kräften im Unterbau/Chassis.

Hinzugefügt für etwaige Überlegungen: Der Arm gehört in die Klasse der schweren Arme, mit der originalen Yamaha HS-600S, Gewicht 12,5 g, werden gut 25 g erreicht - ohne Tonabnehmer. Mit einer leichteren HS kann man eine geringe Erleichterung erzielen, 20 g bleiben aber einem erhalten. Das hat auch damit zu tun, dass zusätzlich zu dem obigen Gegengewicht ein weiteres Großgewicht unten am Arm aufgehängt ist, fest und in einem größeren Abstand zum Drehpunkt, 5 cm. Die alten Ortofon F 15 passten insoweit ganz gut mechanisch zum schweren Arm. Die Shure M75 wiederum nicht.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 01. Mrz 2015, 15:28 bearbeitet]
boozeman1001
Inventar
#11 erstellt: 01. Mrz 2015, 19:48
Oha, 25g eff. Masse ist schon ne Ansage und dürfte damit im suboptimalen Bereich für das Empire liegen.
Das Empire 2000EIII ist mit einer CU von 20 (dyn.) angegeben, also optimal für mittelschwere Arme.
Ich hab's jetzt nicht ausgerechnet, aber selbst mit 20g eff. Armmasse könnte es grenzwertig werden.

Das erklärt aber nicht, warum das System so tief liegt. Hier würde ich unbedingt empfehlen, mit einer Tonarmwaage zu kontrollieren, ob die AK tatsächlich passt. Das EIII ist mit 0,75 bis 1,5p AK angegeben, ich betreibe meins mit dem maximalen Wert.
Die Werte für das E IV sollten in einem ähnlichen Bereich liegen.

Edit: bei genauerer Betrachtung des Bildes sieht es so aus, als wenn der Arm an der Basis zu niedrig eingestellt ist, das System hinten also zu tief hängt.
Die Unterkante des Nadeleinschubes sollte parallel zur Plattenoberfläche sein, was mir hier nicht gegeben scheint.
Sollte der Arm in der Höhe verstellbar sein, musst Du ihn ein ganzes Stück hoch stellen.
Falls nicht, muss das System vorne (also zur Nadel hin) unterlegt werden, z.B. mit einem Stück Streichholz oder so. Danach muss natürlich die Justage neu durchgeführt werden. Da das Empire einen relativ scharfen eeliptischen Schliff hat (.2x.7) muss die Justage auch recht genau sein, sonst neigt es zum Verzerren.


[Beitrag von boozeman1001 am 01. Mrz 2015, 20:02 bearbeitet]
Albus
Inventar
#12 erstellt: 02. Mrz 2015, 13:13
Tag,

der Arm ist nicht in der Höhe verstellbar; möglicherweise ist die Bauhöhe des Tonabnehmers zu groß. Hat die Headshell innen einen Montagesockel mit Erhöhung wie in der originalen Yamaha HS-600S von 4,5 mm, dann darf die maximale Bauhöhe eines Tonabnehmers 18,5 mm betragen, andernfalls kommt es zum Gefälle des Armes zur Tonarmbasis hin. Was hier wohl der Fall zu sein scheint.

Im Übrigen ist die AS-Feder voreingestellt für die AK von 2,0 g.

Freundlich
Albus
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