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Empire 4000 D III

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Musi_Kuss
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 27. Mai 2015, 09:28
Hallo an alle,

hätte da mal eine Frage: Wer kennt das Empire 4000 D III Tonabnehmersystem ? Habe schon gegoogelt,
aber eigentlich nur was auf Englisch gefunden und das ist nicht so meine Stärke.

Grund für meine Frage ist, das ich nach vielen Jahren wieder meinen Plattenspieler aus dem Keller geholt habe. Habe ihn 1975 von sauer erspartem Geld selber gekauft. Es ist ein Thorens TD 160 in schwarz. Damals war er glaube ich mit einem Stanton 500 bestückt, das ich aber bald gegen ein Shure M75ED getauscht habe. In einer Schachtel (bin sehr ordnungsliebend), die ich auch gleich wieder gefunden habe, waren nun die Tonkopflehre inkl. original Schraubenset und 2 Systeme: Audio Technica AT12XE und das Empire 4000 D III (keine Ahnung, wo das herkommt. Glaube ein Freund wollte es weg schmeissen und ich hab's dann genommen. Muss aber schon mehr als 30 Jahr her sein)

Jetzt meine Frage, welches System soll ich verbauen ? Dank im Voraus für Eure Tips.

Chris
Holger
Inventar
#2 erstellt: 27. Mai 2015, 10:11
Leider keine eigenen Erfahrungen, aber dennoch eine vielleicht hilfreiche Info:
das System hatte seinerzeit in Japan einen Verkaufspreis von 58000 Yen, das war schon richtig teuer.
Heute bekommt man es auf dem japan. Gebrauchtmarkt für um die 18000-20000 Yen, das sind immerhin noch umgerechnet zwischen 130 und 150 Euro.
Ich würde also durchaus sagen, dass es sich hier um einen richtig guten Klassiker handelt...
Albus
Inventar
#3 erstellt: 27. Mai 2015, 10:36
Tag,

wie Holger habe auch ich mit einem Empire 4000D/III keine Verwendungskenntnisse. Aber, anhand der Daten sollte eine Überlegungshilfe tauglich sein. - Es ist offensichtlich ein als Tonabnehmer der absoluten Spitzenklasse (in einer überkommenen Redeweise ausgesagt) gemachtes Produkt, welches an die Betriebsbedingungen gewisse kritische Anforderungen stellt. Das Empire 4000D/III ist (nach den BDA-Texten) nicht nur CD4-tauglich, es verlangt auch eine sehr geringe Lastkapazität von insgesamt nicht mehr als 100pF (aus Plattenspieler [Tonarmkabel plus Audiokabel] zuzüglich Phono-Eingang), wegen der sehr hohen Nadelnachgiebigkeit und geringster Auflagekraft ist ein entsprechend sensibler und sehr leichter Tonarm erforderlich, dazu der Abschluss mit 100 Kiloohm. Soweit ein Überlegungsbeitrag anhand der Empire-BDA (Vinylengine, Library).
Das AT 12XE hatte ich einst; nun, auch eines der Systeme, die das solide Mittelfeld bedienen. Das AT bringt eine hohe Nadelnachgiebigkeit, ca. 25 +/-2 Mikrometer je Millinewton, mit - die Kapazitätsanforderung ist nicht unerfüllbar, mit 250 pF kommt man noch gut hin. Solide Klangleistung, etwas weich bei Klavier und bei großorchestraler Musik nicht wirklich klar und durchhörbar in allen Tonregistern, im Grundtonbereich zurückhaltend, Akkorde von Soloinstrumenten haben eine nicht wirklich tragfähige Wurzel.

Für beide Tonabnehmer ist es ein nicht einfacher Fall der späten Wiederinbetriebnahme, die Nadellager werden an der Oberfläche nicht die ursprüngliche Hautelastizität aufweisen, man wird mit Geduld die passende AK und die Hochtonleistungen suchen müssen.

Freundlich
Albus
Musi_Kuss
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 27. Mai 2015, 12:06
@ Albus und Holger,

vielen Dank für Eure schnellen Antworten ! Habe jetzt mal mit dem Shure M75ED zwei Platten Probe gehört (Herbie Hancock - Magic Windows und Rolling Stones - Sticky Fingers (übrigens original englische Erstpressung mit 'Reissverschluss' von '71, weil ich zu der Zeit dort gelebt habe) und dann mit dem Empire, nachdem ich es gereinigt und, ich hoffe, sauber justiert habe (hab mal Feinmechaniker gelernt). Ich muss sagen, dass ist ein riesen Unterschied. Sicher braucht das Empire noch 'Einspielzeit' und wahrscheinlich wird die Nadelträgeraufhängung, wie Albus schon vermutet, nicht mehr so elastisch sein, wie im Neuzustand, aber ich kann jetzt schon sagen, dass mir das Empire zusagt. Muss mal das Mikroskop von den Kindern suchen, um mir die Nadel genauer anzuschauen.
Habe den Dreher an einem Onkyo AVR mit Magnat und Klipsch LS laufen (ja, ich weiss das ist ein Frevel), aber im Moment reicht es mir.

Obwohl....hab da doch noch Heco P6000 Studiomonitore (1970) und einen Pioneer Verstärker (1974) im Keller....aber ne, will die Nerven meiner Frau erst mal nicht über strapzieren

Chris
Wuhduh
Inventar
#5 erstellt: 27. Mai 2015, 16:34
Hallo !

Nach ca. 40 Jahren braucht man eigentlich über diese Altteile nicht mehr viel Worte verlieren. Sie waren eine kurze Phase auch an diversen Thorensen dran und wurden evtl. von den 500er Stanton's abgelöst.

Die, die immer noch NOS-Bestände an kpl. Systemen oder Nadeln haben und wohlfeil anbieten möchten / müssen, werden wie immer anderer Meinung sein.

MfG,
Erik
pe66
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 27. Mai 2015, 20:15
@ Erik:
Sorry, dein Post ist gelinde gesagt einfach nur Bullshit.

Du würdest also auch einen 40 Jahre alten 911er Porsche mit intakter Karosse und Motor in die Presse schicken nur weil nach 40 Jahren die Stoßdämpfer im Arsch sind und die Kiste nicht mehr sauber fährt ?

Das Empire 4000/III ist mit der originalen Nadel CD4 tauglich, zu erkennen am empfohlenen Abschlusswiederstand von 100kohm, was bedeutet das die Nadel mindestens die Schärfe einer Shiabata hat.
Der Generator scheint ok zu sein, die Nadel ebenfalls. Sollte der Gummi verhärtet sein ist das noch lange kein Grund fürs verschrotten. Einen neuen Gummi nach Wunsch CU setzt dir der Schürhoz incl. Versand für weniger als 15% des Neupreises eines vergleichbaren aktuellen Systems, zB 2M Black ein, incl Gewährleistung.

Anders gesagt/gerechnet:
Der Porsche hat einen Zeitwert von 30.000,-€, die Stoßdämpfer die du brauchst um mit dem Bock Spass zu haben kosten 4.500,-€ und du schickst den Porsche in die Schrottpresse ???

Für Umme würde ich sowohl deinen Porsche als auch das Empire von Chris nehmen, würde sogar die Versandkosten aus der Mongolei dafür bezahlen.

@Chris:
Solltest du auch Erik´s Meinung sein, schick mir ne PN, ich "entsorge" das Empire dann für dich.

Sorry, aber das musste ich einfach mal loswerden in unserer Wegwerfgesellschaft.

Gruß Peter
Musi_Kuss
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 27. Mai 2015, 21:41
Guten Abend,

zunächst: ich glaube, 'Analog-Technik' ist sehr subjektiv. Warum ? Ich bin 1959 geboren und kenne die ersten 30 Jahre gar nichts anderes und war immer schon sehr technikaffin, insbesondere, was Musik anbelangt. Daher auch meine sehr frühen Begehrlichkeiten in Punkto 'Hardware' (Plattenspieler, Cassettenrecorder, Tonband (Revox Tonbandmaschine) usw. Aber, wie das Leben so spielt, irgendwann gab es Wichtigeres (Familie usw.) Latent ist aber alles so geblieben. Habe auch mit Begeisterung das digitale Zeitalter mit gemacht (Commodore 64, Atari, 286-386-486er, CD, DAT etc.) Aber..., ich habe mich nie von meinen alten, analogen 'Sachen' getrennt.

@pe66

der Vergleich mit dem Porsche gefällt mir !
Fahre selber privat einen Mustang. Dienstlich fahre ich seit 25 Jahren immer die neuesten Modelle von Audi, Mercedes und BMW. Ganz ehrlich, je moderner die Autos sind, desto langweiliger sind sie geworden.

Habe heute im Verlauf des Tages immer wieder an meinem 'Dreher' und dem Empire etwas verbessert. Sei es die Justage des Systems und des Tonarmes inkl. Lagerung oder das Reinigen von Riemen, Plattenteller Politur, vergoldete Cinchstecker und, und...

Während dessen habe ich, so fern es ging, alte Scheiben gehört (Miles Davis, Jimmy Smith, Wes Montgomery, James Brown (Live @Augusta G.A.) usw.) Was soll ich sagen: der Sound wurde in meinen Ohren immer besser und besser...aber vielleicht sind diese alten Scheiben auch dafür gemacht !

Ist das nun subjektiv oder nicht ? Ich muss sagen, dass es mir egal ist, weil es mir so gefällt !!!

@ Wuhduh

Wollte und würde das Empire nie verkaufen !

@ pe66

..und schon gar nicht für Umme

Gute Nacht, Chris
Wuhduh
Inventar
#8 erstellt: 28. Mai 2015, 22:18
Nabend !

@ pe66:

Ich sehe hier keine Veranlassung, daß Du hier als Wuthöhlenmensch auftrittst, völlig irrationale Vergleiche ziehst und meine Meinung als Befürwortung unserer Wegwerfgesellschaft fehlinterpretierst.

Wegwerfgesellschaft:

Ich hatte lediglich die Nebensächlichkeit dieses Empire betonen wollen, über das sich einige Analogies in anderen Foren schon über Jahre hinweg ausgelassen hatten.

Vergleich Empire - Porsche:

Dein Vergleich ist völlig daneben, unpassend, wie auch immer.

Der Porsche wird garantiert schon mehrere Stoßdämpfersets gesehen haben, denn konstruktionsbedingt halten diese m. W. genausowenig ein Leben lang wie die Empire-Originalnadel.

Außerdem ist es m. E. Quatsch-mit-Soße, ein KFZ aus dem Hochpreissegment mit dem Anschaffungswert oder imaginären Blabla-Zeitwert des Empire zu vergleichen.

Die gesamte Serie war halt nicht der Hit und konnte sich nicht auf dem Markt etablieren. Wenn keine Quadro-Scheiben mehr produziert werden, braucht man auch nur noch im sehr geringen Maße Tonabnehmer bzw. Ersatznadeln.

Irgendwer hat geschrieben, daß er damals das 4000 D/III für ca. $150 neu gekauft hatte. Ich kenne den Wechselkurs zur DM von damals nicht, aber so eine Investition ist nicht besonders erwähnenswert und signalisiert für mich auch keine Wertigkeit. Dazu kommt noch, daß die aktuell erhältliche Nachbau-Shibata-Nadel für dünnes Geld im Ausland angeboten wird. Für mich würden sich damit jegliche Aktivitäten eines Retippers an einem alten Nadeleinschub erledigt haben.

Jico-Shibata-Nadel für Empire-TA

In Prozenten ausgedrückt hinkt Dein Vergleich noch mehr:

Porsche 30.000 Euro -> Stoßdämpfer 4.500 Euro ( ) = 15 % als Relation zum angegebenen Zeitwert

Empire $150 NEUwert -> Ersatznadel = 15% = Naaaaa .... rischtisch: $ 17,50 !

Selbstverständlich möge jeder nach seiner Fasson Musik hören. Nur sollten auch die unterschiedlichen Meinungen toleriert werden. Ich habe halt zu dem erhaltungswürdigen und erwähnenswerten Vintagekram eine andere Philosophie.


Was Deine Klassifizierung meines Postings angeht:

Ich will es einmal so umschreiben, daß der eine oder andere mitlesende Moderator nicht gleich zappelig wird ...

Lieber Peter,
in der Annahme, daß Du in Deiner Signatur Deine aktuellen Haivieh-Komponenten aufgelistet hast ...
... wenn Du jemals einen Aufstieg wagen solltest und Dich insbesonders von Deinem Rotel trennen wolltest, ja dann ...
... brauchst Du dazu nicht nur einen besseren Verstärker, sondern auch noch ein Sauerstoff-Zusatzgerät und einen klassischen Sombrero, denn ...
... hier oben bei mir wird Dir die Luft zu dünne werden und Dir wird auch nicht die pralle Sonne besonders gut bekommen !

Soviel DAZU, mit allen Konsequenzen, weil egal.

MbG,
Erik
Musi_Kuss
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 17. Jun 2015, 17:38
Guten Abend ans Forum !

Möchte abschließend noch ein Update zur Thematik machen. Habe ich mich noch ein bißchen tiefer in die ganze Materie eingearbeitet durch z.B. Probehören meiner Lieblingsplatten bei einem Bekannten von einem Freund (Zahnarzt mit notwendigem Kleingeld, Perfektionist und Eigenschrauber, der alles aber auch wirklich alles hat, was einem Analogfan das Herz höher schlagen läßt ( 4 Dreher mit zig Kilo schweren Teller und den besten Armen sowie Tonabnehmern wie Benz, Van den Hul, Ortofon usw. und entsprechende Highend Komponenten wie Vor- und Endstufen mit und ohne Röhren, mächtigen Hornsystemen, Elektrostaten (sehen aus wie Heizkörper) und, und .... Dies alles in einem 30 m² akkustisch optimiertem, reinem Musik-Hörraum.)

Danach wurden an meinem Dreher noch folgende Modifikationen vorgenommen:

- Zarge gedämpft
- Tisch mit Granitplatte und Spikes versehen
- Sommer Kabel, so kurz wie möglich, mit niedriger Kapazität (wegen der Empfehlung um 100pF für das
Empire 4000)
- NOS Ersatznadel von Pfeifer für einen kleinen Preis (22 EUR). OK, wahrscheinlich nicht
quadrofoniefähig. Kenn aber nicht mal jemand, der entspechende Scheiben, geschweige denn eine
Anlage hat.

Dann alles pingelichst justiert (Tonarmhöhe, Kröpfung mit Schablone usw.) und die neue Nadel ca. 25 Std
'einspielen' lassen.

Und ja, es klingt alles noch besser, ja sogar viel besser, als am Anfang. Im Vergleich zu der Zahnarzt-anlage, in meinen Ohren fast ebenbürtig. Soll heißen, daß meine Ohren im Vergleich zum finanziellen Aufwand nicht mehr den Riesenunterschied raus hören.

Als Fazit kann ich sagen, daß ich mich für ein kleines Budget und viel Bastelspass selber glücklich gemacht habe mit meinen guten alten
Thorens TD 160nix.

Hänge noch ein paar Pics an

Chris

Thorens TD 160Thorens TD 160Thorens TD 160
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