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Nadel für Technics 1210 MK2 und elektronische Musik bis 150 €

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clickclackbangbang
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 14. Jul 2015, 13:55
Ihr Lieben,

ich suche dieser Tage eine neue Nadel für meinen geliebten Technics 1210 MK2. Meistgehörte Musik ist elektronisch (u.a. Deep House, Dub Techno), also tendenziell tiefe Bässe und spitzere Höhen. Ich nutze den Player nicht zum Auflegen sondern nur zum hören. Entsprechend soll meine bisherige Ortofon DJ einem deutlich feineren Hifi-Sytem bis ca. 150 Euro max. weichen. Ich habe mich eingelesen, komme aber nun nicht weiter. Auf meiner Liste stehen vorrangig (ohne spezielle Reihenfolge):

Ortofon 2M Red
Audio Technica AT 120E
Audio Technica AT 440 MLa (wenn auch etwas teurer)
Nagaoka MP 110
Shure M97xE

Könnt ihr mir weiterreichende Tipps geben, warum welches System mir liegen könnte bzw. zu was ihr mir konkret raten würdet?

Anlage ist derzeit noch Denon, wird im Herbst aber einem noch unbekannten Fabrik weichen. Verstärker ist derzeit NAD C316, Vorverstärker NAD PP2. Der Player steht austariert auf einer Wandhalterung.
Fränk_B.
Stammgast
#2 erstellt: 14. Jul 2015, 14:20
Hi,

ich kann lediglich was zum Ortofon und Shure sagen: da würde ich klar dem Shure den Vortitt lassen, hört sich auf meinem Player viel runder an. Das red hatte mich echt nach einer Zeit genervt.

Grüße,

Fränk
clickclackbangbang
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 15. Jul 2015, 11:49
Klasse, danke für diese erste Meinung. Das hilft sehr und bestätigt meinen ersten Verdacht.

Umso interessanter wird es nun. Gibt es weitere Eindrücke oder Hinweise?
akem
Inventar
#4 erstellt: 15. Jul 2015, 13:10
Sumiko Pearl, in England ab ca. 110€ , in Deutschland ab 130€. Hat eine gute elliptische Nadel mit 5x20µm. Leider nur gebondet, aber immerhin mit einer sehr dünnen Bondingschicht.
Oder das AT440mla, das sogar schon einen aufwendigen Schliff hat mit nacktem Diamanten, der mindestens doppelt so lange hält wie alle anderen genannten Nadeln.

Das 2M Red kannste vergessen, ist ein OM10 in anderem Plastik. Der Großteil der sichtbaren Nadel besteht aus Bonding-Lötzinn, nur vorne ist ein kleiner Diamantsplitter drin. Mittelprächtige Ellipse, schlechte Auflösung und starke Verzerrungen wegen des heftigen Mehrgewichts (Lötzinn).
Das AT120 klingt ein bischen leblos und hat keine Auflösung. Mittelprächtige Ellipse, immerhin nackter Diamant. Trotzdem imho keine Empfehlung wert.
Das MP110 hat die schlechteste elliptische Nadel, die der Markt hergibt (11x18µm). Auflösung ist da also auch nicht geboten.
Das Shure hat zwar wie das Sumiko eine gute elliptische Nadel mit 5x18µm, meines Wissens nach sogar ein nackter Diamant. Aber man sagt ihm bisweilen große Serienstreuungen nach und einen weichen Baß.

Gruß
Andreas
clickclackbangbang
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 15. Jul 2015, 13:29
Wow, danke Andreas, was für eine fundierte Erklärung! Ich habe dazu auch einen spannenden Thread anderswo gefunden: Siehe hier. Das AT 440 MLa scheint dem Pearl sogar etwas überlegen zu sein. Ich werde mal weiter schauen. Aber ein genialer Tipp, danke!

Ich habe allerdings anderswo gelesen, dass das AT 440 MLa schwach im Bass sein soll, wer kann dazu etwas sagen?
.JC.
Inventar
#6 erstellt: 15. Jul 2015, 14:42
Hi,


clickclackbangbang (Beitrag #5) schrieb:
Ich habe allerdings anderswo gelesen, dass das AT 440 MLa schwach im Bass sein soll, wer kann dazu etwas sagen?


stimmt auch.
Warum weiß eigentlich niemand, aber es ist so.

für den Anfang ist das AT 120 E schon recht gut
clickclackbangbang
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 15. Jul 2015, 14:50
Ebenso, danke für den Tipp!

Wie sieht es denn prinzipiell mit der Musikrichtung aus? Ich höre bevorzugt eletronische Musik, von Ambient bis Techno. Da es aber anscheinend wenige Hifi-Hörer in dem Bereich gibt ist es nicht so ganz einfach an Informationen zu kommen.
.JC.
Inventar
#8 erstellt: 15. Jul 2015, 15:07
Hi,


clickclackbangbang (Beitrag #7) schrieb:

Wie sieht es denn prinzipiell mit der Musikrichtung aus? Ich höre bevorzugt elektronische Musik, von Ambient bis Techno.


Günther würde jetzt sagen: dafür reicht ein AT 3600


ich aber nicht, das AT 120 E o. das Sumiko sollte für Dich passen.
clickclackbangbang
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 15. Jul 2015, 15:56
Die Diskussion setzen wir an anderer Stelle fort ;). Tausend Dank!!
Albus
Inventar
#10 erstellt: 15. Jul 2015, 16:13
Tag,

wenn das mit dem Wiedergabeprofil erfüllt sein soll, dann schlage ich zur Prüfung ein SHURE M35X vor. Das gibt ein kräftiges Bassfundament und in der Spannung dazu eine prägnante Hochtonregion - Bedingung, die Lastkapazität hält sich zwischen 200-300 pF (mit 47 Kiloohm). Wenn, dann ein Volltreffer als Tonabnehmer, AK anfangs 26 mN, nach wenigen Plattenseiten auf 22 mN herunter gehen.

Freundlich
Albus
clickclackbangbang
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 16. Jul 2015, 09:32
Danke auch für deine Antwort. Aber ist das Shure M35X nicht ein DJ-System?

Nochmals zurück zum AT120E: meint ihr das AT120E/II oder das AT120E/T? Da scheint ja doch ein guter Unterschied zwischen zu liegen. Preislich wäre beides bei mir drin.

Und, zu guter letzt: würdet ihr mir ein spezielles Headshell empfehlen? Ich muss eh ein neues kaufen. Meine Tendenz geht gerade zum Ortofon SH-4. In dem Zusammenhang würde ich mir wohl auch noch Schablone und Wasserwaage bestellen.


[Beitrag von clickclackbangbang am 16. Jul 2015, 09:39 bearbeitet]
akem
Inventar
#12 erstellt: 16. Jul 2015, 10:58
Ich für meinen Teil hab vom AT120E gesprochen. Also vom teureren System. Ich wage zu bezweifeln, daß die billigere Variante weniger schlecht ist. Das Sumiko Pearl ist um Welten besser!
Das Ortofon SH-4 ist ein ganz ordentliches Headshell. Wird aber leider immer teurer. Typisch Ortofon halt...

Gruß
Andreas
clickclackbangbang
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 16. Jul 2015, 11:31
Hi Andreas, danke für dein erneutes Feedback. Ich werde mir das Pearl wahrhaftig nochmal in Ruhe anschauen. Hast Du da zufällig Erfahrung im Bereich elektronischer Musik mit? Letztere ist immer das Bottleneck, wenn es um Informationen geht, scheint nicht viele HiFi-Hörer sondern nur DJs in dem Bereich zu geben.
Tywin
Inventar
#14 erstellt: 16. Jul 2015, 11:40
Hallo,

einem guten Tonabnehmer, dessen gute Nadel eine Schallplatte ordentlich abtasten kann, ist es egal welche Musik gespielt wird. Für ein gutes Ergebnis sind Aufnahme, Produktion und Pressung im hohen Maße relevant.

Hinsichtlich Deiner Frage zu Headshell: Ich nutze neben originalen Headshell die billigsten verfügbaren Headshell für z.T. unter 8 Euro ohne Probleme.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 16. Jul 2015, 11:41 bearbeitet]
akem
Inventar
#15 erstellt: 16. Jul 2015, 15:19
Naja, die billigsten Headshells würde ich nicht nehmen. Ich hab durchaus die Erfahrung gemacht, daß die ein bischen Verfärbungen in den Klang bringen können (hängt vom Tonabnehmer ab). Die 20€ mehr für das SH4 wäre es mir wert.

Gruß
Andreas
clickclackbangbang
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 16. Jul 2015, 15:25
Klasse, danke euch, wirklich vielen Dank. Werde nächste Woche hier in Hamburg in einen Vinyl-Laden gehen und mir eine letzte Meinung einholen. Das Pearl und das AT120 werden da die zentrale Rolle spielen.
Tywin
Inventar
#17 erstellt: 16. Jul 2015, 15:27
Hallo Andreas,

wie erklärst Du Dir bei solch recht massiven schweren Headshell Klangänderungen?

Über die Kontaktsicherheit der Verbindung Headshell/Tonarm hatte ich mir zu Anfang Gedanken gemacht. Da gab es bislang aber keine Probleme.

Die beigepackten Käbelchen sind nicht sehr geschmeidig und die Kontakte brechen schneller ab als bei nicht so billigen Kabeln. Wenn sie aber drauf sind, ist das kein Problem mehr, zumindest nicht bei den inzwischen 8 Headshell dieser Art.

LG Tywin
akem
Inventar
#18 erstellt: 16. Jul 2015, 15:37
Teste einfach mal ein paar Headshells mit gleichem Gewicht aber unterschiedlichem Material durch
Bei einem MM mit hoher Compliance hast Du eher wenig bis keinen Effekt. Bei MCs mit niedriger Compliance sind aber deutliche Unterschiede hörbar.

Gruß
Andreas
Tywin
Inventar
#19 erstellt: 16. Jul 2015, 16:02
Wenn ich mal ein weiteres MC-System kaufe, dann will ich das gerne ausprobieren. Mit dem angeknacksten MC-9 will ich nicht rumspielen, da bin ich froh, dass es auf dem Thorens gut funktioniert.

LG Tywin


[Beitrag von Tywin am 16. Jul 2015, 16:03 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#20 erstellt: 16. Jul 2015, 17:32
Nabend !

@ akem:

Bitte keinen Headshell-Vergleichstest inkl. YouTube-Video und Flac-Schnic-Schnac ! Du bist schon mit einem Fuß im Voodoobereich. Es könnte auch jemand auftauchen, der behauptet, daß durch die 2-Stege-Konstruktion einiger Orsonic bzw. Clearaudio sich die Resonanzwellen entscheiden müssen, ob sie wie bei BRIAN zur Steinigung rechts oder zur Kreuzigung links lang müssen:

" Zur Steinigung bitte den Nadelträger entlang, über die Querstrebung und dann über die rechte Strebe ins Tonarmrohr ! "

Wahrscheinlich kann man meßtechnisch den Nachweis erbringen, daß die Verwendung von Filz- statt Gummistückchen das Resonanzverhalten ändern würde. Der Nachweiserbringer sollte dann aber auch darüber nachdenken, lieber jegliche Art von Tasse mit beiden Händen zu greifen. Weniger Kleckerei aufs Kindl versus No-more-simsen-wischen ?!

Wie gut, daß es die Tondosen vom EMT und Ortofon gibt. Die Benutzer haben sich von mentalem Ballast befreit und legen nur auf ....

@ ccbb:

Es gibt bei den Headshells Unterschiede sowohl in der Gesamtlänge ( mehr Montageplatz ) als auch in der Länge der Montageschlitze. Letzteres erlaubt u. U. mehr Spülraum bei der Justage und kann in Relation zum endgültigen Montageplatz des TA auch optisch ein angenehmeres Bild erzeugen. Dat izz manschmal wie mitten Fußnägeln.

Nun, jut, dann eben kein Nagaoka.

MfG,
Erik
Tywin
Inventar
#21 erstellt: 16. Jul 2015, 17:37

Du bist schon mit einem Fuß im Voodoobereich.


Mir lag das auch schon auf der Tastatur, wollte aber die entspannte Stimmung nicht verderben
.JC.
Inventar
#22 erstellt: 16. Jul 2015, 18:08
Hi,

vielleicht meint Andreas ja auch den reinen Gewichtsunterschied, denn die Technics HS Clone sind
deutlich (ca. 4g) schwerer. Das kann schon was ausmachen.
Tywin
Inventar
#23 erstellt: 16. Jul 2015, 18:28
Das hatte ich als mögliche Ursache schon auf dem Schirm:


wie erklärst Du Dir bei solch recht massiven schweren Headshell Klangänderungen?


Was verändert sich bei einer Nadel mit geringer Nadelnachgiebigkeit (MC) durch ein kopflastigeres - ansonsten gleiches - Auflagegewicht? Die massivere Headshell sollte sich nach meiner laienhaften Vorstellung im Resonanzverhalten eher günstiger als schlechter verhalten.


[Beitrag von Tywin am 16. Jul 2015, 18:28 bearbeitet]
akem
Inventar
#24 erstellt: 17. Jul 2015, 13:47

.JC. (Beitrag #22) schrieb:
Hi,

vielleicht meint Andreas ja auch den reinen Gewichtsunterschied, denn die Technics HS Clone sind
deutlich (ca. 4g) schwerer. Das kann schon was ausmachen.


Nein, die meine ich nicht. Ich meine die Klingelneigung mancher Headshells (z.B. Jelco, die auch unter anderen Namen wie z.B. Sumiko verkauft wird) bzw. die Überdämpfung von Holzheadshells. Montiere mal ein Lyra Delos auf verschiedene Headshells und achte auf den Hochton bzw. Superhochton. Und energiereiche Musik hören wie z.B. Metal... Mit audiophilem Pling-Pling wird das mechanische System nicht gefordert. Das Fahrwerk eines Autos wird schließlich auch nicht beim einparken beurteilt

Gruß
Andreas
Wuhduh
Inventar
#25 erstellt: 17. Jul 2015, 14:12
Jo, damit ich mich nicht totkurbele und die Rinde meiner 20-Zoller schone, nehme ich den Einparkassistenten.
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