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Plattenspieler Umbau/Selbstbau Gehäuse

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Meckidavid
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 05. Nov 2015, 16:50
Hallo zusammen!
Ich hab hier schon einiges an Themen durchgelesen und hoffe die ein oder andere Meinung von euch zu erhalten.
Mein Plan sieht wie folgt aus : ich würde gerne einen alten Plattenspieler in eine Art Holzscheibe bauen,also optisch schön noch mit Rinde an der Seite etc.Damit meine ich nicht "nur" ein anderes Chassis.Die ganze Elektronik, sprich Schalter etc würde ich austauschen und neu positionieren/ersetzen.
Ich vermute aber mal,dass der komplette Ausbau und exakte Wiedereinbaj der Mechanik des Tellers,etc. Äußerst schwer bis unmöglich wird, oder was haltet Ihr davon?
Die zweite Alternative stelle ich mir so vor: Ich mache vorgefertigte Löcher für den Teller und den "Anschluss" des Tonarms und kann nun ein "zweites" Oberteil aus Holz aufsetzen und alle Schalter neu positionieren/Verkabeln und ggf. Störendes Plastik des Gehuses wegschleifen oder einfach abschneiden.. Das sieht optisch natürlich nicht so schön aus und ich weiß nicht, ob die 0,5-1cm Plattenstärke den Spieler beeinflussen würden. Aber da der Teller ja um einiges dicker ist, sollte sich das ja nicht die Funktionalität einschränken, oder?
Die dritte Alternative wäre eine mechanische Verlängerung der Drehachse des Tellers, sowie des Anschlisses des Tonarms. So wäre es möglich den Teller & Co auf das Holzstück aufzusetzen, womit ich ein schönes bündiges Bild hätte. Was haltet Ihr von der mechanischen Verlängerung der Achse und/oder den anderen beiden Varianten. Machbar oder eher nur Träumerei?
Ich hoffe ich habe mich verständlich genug ausgedrückt. Bin zur Zeit leider nur mit'm Handy online und da nervt die Tipperei nämlich :D.
Vielen Dank scjonmal !
raphael.t
Inventar
#2 erstellt: 05. Nov 2015, 17:40
Hallo!

Gute Idee, aber schlechte Praxisumsetzbarkeit. Zur Holzscheibe: Wenn etwas arbeitet, dann diese!
Und da willst du des Designs wegen einen Plattenspieler nackig machen und in die Holzscheibe einsetzen?
Eine Baumscheibe widersetzt sich allen geraden Linien.
Es sei denn, du könntest eine Scheibe auftreiben, die mehrere Jahre trocknen konnte. Die wird aber furchtbar rissig sein. Auch kein idealer Partner für ein Tellerlager, für die Armbasis und die Elektronik, so eine da ist.
Wenn Direct Drive die Antriebslösung sein soll, ist Elektronik zu verstauen, Bedienelemente verlangen ihren Platz usw. Beim Riemenantrieb muss wieder der Motor einen geeigneten Ort finden.
Lies dich im Lenco-Heaven ein, falls du das Forum noch nicht kennst. Dort gibt es Selbstbauprojekte jeder Art zu bestaunen oder auch zu hinterfragen.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
akem
Inventar
#3 erstellt: 05. Nov 2015, 19:58
Die Umsetzbarkeit hängt erheblich vom "Teilespender" ab.
Nimmt man z.B. einen alten Dual-Vollautomaten, so ist das ganze de facto unmöglich, da sämtliche Bedienelemente unmittelbarer Bestandteil der Mechanik sind. Natürlich könnte man die Mechanik größtenteils entfernen (unter Verzicht auf die entsprechenden Funktionen), so daß nur noch das Wichtigste und Elementarste übrig bleibt. Dann hätte man quasi einen "Nullautomaten", ein rein manuell zu bedienendes Laufwerk, wie sie heute auch überwiegend als Neugeräte verkauft werden. Dann könnte man aber besser gleich ein solches Gerät als Spender verwenden. Nimmt man z.B. einen Rega, so kann man die Relativpositionen von Tellerlager, Motor und Tonarm relativ einfach auf ein Brett übertragen. Man muß halt dann die entsprechenden Bohrungen anbringen und eine Ausfräsung von unten für den Motor. Aber das wäre machbar und auch meine eigenen Eigenbauten sind im Prinzip nichts anderes (auch wenn das Chassis ein Mix aus Alu und Acryl ist).
Wobei ich jetzt aber ehrlich gesagt nicht so recht sicher bin, was an so ner Holzscheibe mit Rinde schön sein soll... Vom Dreck mal ganz abgesehen, der ständig entsteht, wenn sich die Rinde mal aufzulösen beginnt...

Gruß
Andreas
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 05. Nov 2015, 20:33
Hallo!

Es gibt doch -soweit ich weiß - von Firmen wie Pro-Ject, Scheu und einigen anderen Firmen als Einbausätze in beliebige Zargen zu Kaufen.

Einen Vollholzteller allerdings dürfte ein recht anspruchvolles Projekt werden da hier etliche Faktoren beachtet werden müssen, als Riemen-Aussenläufer sogar nach meiner Meinug eine Unmöglichkeit, hier bleibt es wohl bei einem Kunststoff/Metall- Innentellerläufer eventuell mit aufgesetzter Rindenscheibe, (eventuell ginge hier eine gut abgelagerte und anschließend zurechgeschliffene Holzscheibe aus Olivenholz o.ä.)

Auf jeden Fall gibt es hier sicher einen Weg zur Verwirklichung.

MFG Günther
Meckidavid
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 06. Nov 2015, 10:03
Hi, erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten!
Ich habe leider wenig Ahnung von Plattenspielern generell, dafür jedoch von Elektronik.
Daher erschließt es mir nicht so recht wie die elektronischen Bedienteiel mit der Mechanik des Spielers verbunden sein sollen?
Also das ganze sieht so aus : Das Holzstück soll natürlich locker mal 4-5 cm dick sein oder sogar mehr, ausfräsen steht außer Frage,damit ich genug Platz für Elektronik usw habe.Um die eben nicht perfekt gerade Fläche des Holzes auszugleichen würde ich jetzt nach erneuter Überlegung die (ich nenne es jetzt mal Grundplatte) des Spielers, sprich das, wo der Teller und alles drauf sitzt innerhalb des Holzes Original lassen bzw nur evtl die Seiten absägen, um den Radius von der Holzplatte kleiner zu halten,denn die ganze Elektronik,bis auf den Antrieb,würde ich sowieso neu positionieren und diirch andere Schalter ersetzen.Somit hätte ich kein Problem mehr den Teller in die Waage zu bringen, weil ich zur Justierung Gewindebuchsen anschrauben würde mit entsprechenden Füßen um alles einzustellen.
Dann hätte ich nur das Problem, dass durch besagte Grundplatte + Holzplatte ein Problem des Aufsetzens von Teller und Tonarm entstehen, da ich ja mit Sixherheit 0,5-1cm höher komme durch die Platte.
Jetzt wird mein mangelndes Wissen über Pöattenspieler zum Problem.
Ich hatte an einen Direktantrieb gedacht. So wie ich das verstehe wird der Teller dann ja direkt über die Motorachse angetrieben, welche in der Lagerschale des Tellers liegt, soweit richtig?
Und der Tonarm müsste nach meinem Verständnis ja auch nur mit Lagerschale und Lager verbaut sein oder? Daher würde ich einen ohne Automatik nehmen, damit ich nicht auch noch bei dem Tonarm Probleme bekomme.Die Drehzahl wird ja sicherlich rein elektronisch gesteuert, oder gibt es hier auch diverse Sensoren/Magnetkontakte die quasi die Geschwindigkeit des Tellers messen und der Mötor sich dementsprechend umstellt?
Jetzt habe ich mir gedacht, dass es doch möglich sein muss die Motorachse und die entsprechenden Lager ein bisschen zu verlängern, damit ich die Dicke der oberen Holzplatte kompensieren kann. Weil ohne die zu verlängern könnte ich mein Aufbau niemals schön bündig und geschlossen auf der Platte verbauen,denn es geht mir ja schließlich um die Optik. Ich kann zu dem inneren Aufbau im Internet leider wenig finden,bzw. nicht das, was ich jetzt wissen muss. Ich merke schon, dass ich mir erstmal irgendein gebrauchtes Gerät mit Direktantrieb holen muss und das zerlegen um alles genauer zu untersuchen. Habe gerade mal nach Bildern geschaut, um zu verdeutlichen , wie ich mir das ganze vorstelle. Hier ist mal ein Link zu einem Bild, wie es idealerweise in etwa werden soll. http://www.fazemag.d...K2-Gold-auf-Holz.jpg
8erberg
Inventar
#6 erstellt: 06. Nov 2015, 10:11
Hallo,

bei einem Direktantrieb wird die Drehzahl entweder über Gegen-EMK oder Hall-Sensoren überwacht oder auf gleicher Achse befindet sich eine "Motorwicklung" und die Spannung daraus wird für die Regelschleife verwendet.

Es gibt komplette Direktantrieb-Bausätze: http://www.dualfred....usatz-Direktantrieb/

Dann bräuchtest Du "nur" noch einen Tonarm mit entsprechender Base, welche es allerdings auch von etlichen Herstellern gibt.

Peter
Meckidavid
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 06. Nov 2015, 10:42
Ich werd verrückt. Die Seite ist ja ideal für mein Vorhaben! So kann ich mir alles genau bauen, wie ich es will!
Vielen vielen Dank!
Wuhduh
Inventar
#8 erstellt: 06. Nov 2015, 20:04
Nabend !

Birger in der Beek ist mit seinen Pro-Ject - Modifikationen mit Echtholz schon länger auffem Friedhof gelandet.

Der Pro-Ject RPM4 hat wie seine größeren Brüder eine längere Tellerachse. Ist aber ein Riementriebler. Ersatzteile sind über Audiotrade erhältlich.

MfG,
Erik
tomtiger
Moderator
#9 erstellt: 07. Nov 2015, 01:46
Hi,

sowas: http://audiowood.com/

LG Tom
Wuhduh
Inventar
#10 erstellt: 07. Nov 2015, 08:03
Moin !

Ist allet leider nix für Wohngegenden mit hoher Staub- oder Pollenentwicklung. Wer so eine Bio-Fräse haben möchte, muß aber auch eine Korkmatte verwenden.

MfG,
Erik
Meckidavid
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 11. Nov 2015, 09:58
Hi. Danke erstmal an alle, die sich bis jetzt die Zeit genommen haben, mir zu antworten.
Wie der Zufall es will, hab ich eine alte Kompaktanlage von Grundig geschenkt bekommen, wo ein Dual 1236 verbaut ist.
Ich hab mir daraufhin gestern mal die ganze Mechanik angeguckt. An Elektronik ist da, bis auf den Motor, sogesehen ja fast gar nichts.
Sehe ich es richtig, dass die Drehzahl bei diesem Motor rein mechanisch durch "Verschiebung" des Riemens eingestellt wird?
Ich habe vor, die ganze Automatik und den kompletten Tonarm auszubauen, denn so wie es für mich aussieht, sollte es kein Problem geben, den Motor und das Tellerlager auszubauen, mit dem dazugehörigen Drehschalter für die Riemenpositionsänderung und damit die Drehzahländerung.( Dann müsste ich doch alles nötige, bis auf einen Tonarm haben, oder?)
Die ganze andere Mechanik brauche ich dann ja nicht mehr. Als neuenTonarm habe ich diesen hier ins Auge gefasst : http://www.ebay.de/i...9:g:Pf4AAOSwT5tWMSwj
, da er mir optisch und preislich zusagt. Ein Tonabnehmer müsste fpr diesen Arm ja ebenfalls noch zu bekommen sein oder?
Funktioniert die Kombationen von diesem Tonarm und meinem Riemenmotor überhaupt? ( Theoretisch gesehen, läuft doch jeder Tonarm mit jedem x-beliebigen Motor, oder nicht?)
Der Spieler läuft übrigens noch gut! Da ich die ganze Mechanik aber sicher nicht auf ein neues Gehäuse gebaut kriege, müssen also die Automatik und der Tonarm weichen.
Meine zweite Frage wäre dann ob dieser Tonarm überhaupt etwas taugt?
Zur Information : Das ganze Projekt soll ein Weihnachtsgeschenk für meine Freundin werden, Platten hört sie vlt 2-3 Stunden pro Woche, daher muss hier auch kein high-end gebaut werden.
Mein Holz konnte ich übrigens schon besorgen und das Problem mit dem "Arbeiten" des holzes werde ich noch mit Plexiglasscheiben umgehen, aber das ist ja vorerst egal, wie ich es später zusammen baue. Wenn es allerdings soweit ist, werde ich mal ein paar Bilder reinsetzen, falls es jemanden interessiert.
8erberg
Inventar
#12 erstellt: 11. Nov 2015, 10:17
Hallo,

stimmt, der Motor ist ein Synchronmotor der immer mit der gleichen Drehzahl läuft (fest an die 50 Hz unseres Stromnetz gekoppelt).
Durch die Umschaltung auf einen anderen Teil des Pulleys wird die Drehzahl des Plattentellers geändert.

Wenn Du eben auf die netten Zusatzeigenschaften des Duals wie Automatik incl. Endabschaltung verzichten kannst kannst Du auch sofort ein besseres Tellerlager bauen: dieses ist nämlich für den Einsatz als Wechsler die einzige richtige Schwachstelle des Drehers.

Den Thorens-Tonarm kannst Du dann selbstverständlich verwenden.

Ich würde Dir aber noch den Ratschlag geben den Motor zu entkoppeln, damit sich Vibrationen von ihm nicht auf den Plattenteller übertragen.

Den Riemen "verschieben" kannst Du natürlich auch manuell, damit ersparst Du Dir die Mechanik dazu... so machen das die Dreher bis in höchste Preislagen auch...

Wenn Du den Motor schon in der Hand hast kannst Du das untere Lager öffnen und das Sinterlager mit ein paar Tropfen Öl (frisches KFZ-Motoröl) nach Reinigung versorgen, meist haben die Motoren in den letzten 35 Jahren nix gesehen...

Peter
akem
Inventar
#13 erstellt: 11. Nov 2015, 10:45
Es dürfte halt schwierig werden, bei diesem Tonarm den Tonarmlift zu nutzen. Thorens hat da immer diese Knebelschalter gehabt, ohne diesen (und wie es aussieht ist der nicht im Lieferumfang) kannst Du den Lift nicht betätigen.
Da würde ich lieber ein paar Euro drauflegen und einen Rega, Jelco oder sowas kaufen.

Gruß
Andreas
Meckidavid
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 11. Nov 2015, 12:40
Hi. Danke für die Info!
Meinst du ich könnte den hier dafür benutzen ?
http://m.ebay.de/itm...raucht-/380889316515
akem
Inventar
#15 erstellt: 11. Nov 2015, 12:41
Da fehlt der Knebelschalter ja genauso...

Gruß
Andreas
Meckidavid
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 11. Nov 2015, 12:48
Also sowas hier ? http://m.ebay.de/itm/131574808812?_mwBanner=1

Die Auktion hier ist zwar abgelaufen, es gibt aber auch noch andere davon zu finden.
akem
Inventar
#17 erstellt: 11. Nov 2015, 13:20
Du bräuchtest das, was da drunter ist. Also eine Vorrichtung, die den Schlauch, der zum Tonarmlift geht, festhält und gleichzeitig am Drahtseil zieht, das durch den Schaluch geht.
Entweder Du schaffst es, in den Tonarm einen Fremdlift einzubauen, z.B.
http://www.vinyl-audiophil.de/tl-45-tonarmlift-jelco.html
oder Du nimmst gleich einen anderen Arm mit integriertem Tonarmlift, z.B.
http://www.ebay.de/i...8:g:uf8AAOSwQoFWQOFu
http://www.ebay.de/i...f:g:1ogAAOSw3ydVyMmx
http://www.ebay.de/i...0:g:ZVMAAOSw-jhUHDre

Gruß
Andreas
Meckidavid
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 11. Nov 2015, 13:55
Die verlinkten Tonarme sehen natürlich super aus, haben aber auch ihren Preis. Dazu kommt ja auch noch der Tonabnehmer, dann kostet das schon ne Stange Geld, daher werde ich wohl versuchen zu improvisieren oder hab ich Glück und ich kann dieses "Innenleben" von dem Schalter hier benutzen ?
http://m.ebay.de/itm...259685175?nav=SEARCH
akem
Inventar
#19 erstellt: 11. Nov 2015, 14:07
Könnte klappen.

Gruß
Andreas
Meckidavid
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 11. Nov 2015, 16:27
Ich scheine heute echt Glück zu haben. Der Verkäufer hat das Schaltelement auch noch und packt es mir bei dem Arm mit dazu

http://m.ebay.de/itm/291601482151
Meckidavid
Schaut ab und zu mal vorbei
#21 erstellt: 12. Nov 2015, 13:15
Hi. Da ich in den nächsten Tagen mit der Lieferungen meiner Teile rechne Pläne ich den Aufbau. Alle Lager neu fetten/Ölen ist klarsieht Mechanik für die drehtahleinstellung wollte ich aus dem alten Dual übernehmen mit dem dazugehörigen Drehschalter. Das Tellerlager wollte ich ein bisschen erhöhen um mehr spiel für meine Auflage/Holzplatte zu haben bzgl des Tellers, dürfte dem Antrieb von dem Riemen ja nicht weiter Schäden. Aber was meintest du mit Tellerlager verbessern?
Hab noch eine Frage bzgl. des tonarmhalters für die Ruhestellung und dessen Größe , bzw. Höhe. Plane diesen nämlich auch aus Holz zu bauen, muss ich da unbedingt eine bestimmte Höhe einhalten?oder ist es nicht im Prinzip egal, ob der Arm nun ein bisschen höher oder tiefer aufläge , also nicht in der Waage?
akem
Inventar
#22 erstellt: 12. Nov 2015, 14:48
Für die Ruheablage ist die Höhe soweit egal. Es sollte halt genug Platz drunter sein, daß man bequem mit ner Nadelbürste hinkommt und ggf. auch den Nadelschutz aufstecken kann (vor dem Staubwischen oder so).
Mit ölen meinst Du hoffentlich nur das Tellerlager. Die Lager des Tonarms dürfen auf keinen Fall geölt werden!

Gruß
Andreas
Meckidavid
Schaut ab und zu mal vorbei
#23 erstellt: 22. Nov 2015, 14:42
Hi, ich bins nochmal... So langsam habe ich fast alle meine Komponenten komplett - leider nur fast, also brauch ich schon wieder eure Hilfe .
Mein Tp 21 Tonarm ist mittlerweile mit einem Montageabstand von 215,6mm montiert, das sollte ja schonmal richtig sein.
Zur Zeit stell ich mir die Frage, welchen Tonabnehmer ich nun kaufen soll. Ich hab mir etliche Themen durchgelesen, insbesondere mit der Tp 21 Kombination und diversen Tonabnehmern. leider sind fast alle diese Threads mehrere Jahre alt ( was durch den Tonarm ja verständlich ist ) , daher stellt sich mir die Frage , wie es mit aktuellen Angeboten / Tonabnehmer aussieht? Die Eff. Masse meines Tonarms beträgt 12,5g.
Kann mir hier irgendjemand etwas gutes empfehlen? Preislich hatte ich an bis zu 200€ gedacht.
Ausserdem habe ich gelesen, dass viele einen Vorteil in einer Bestimmten Positionierung von Motor und Tonarm beim Riemenantrieb sehen. ( z.B. 7 Uhr Motor und 2 Uhr Tonarm ). Könnt Ihr das bestätigen oder haltet Ihr die Positionierung für relativ egal?
Nun zum Vorverstärker :
Zur Verfügung habe ich noch eine alte, solide Hitachi - HK Vorverstärker - Endstufe Kombi, wobei der VV mir die Möglichkeit bietet MM in 25k-, 47k- oder 100k Ohm und MC mit 0,1mV oder 2.5mV abzuspielen.
Da ich aber eigentlich den Plattenspieler direkt an meinen HK AVR anschliessen wollte, ohne den großen VV noch dazuzustellen, wollte ich später noch ein günstigen Phono Entzerrer mit einbauen ( auch wenn mir hier im Vergleich zum verfügbaren VV ordentlich was an Qualität flöten geht) - Falls jemand hierzu einen guten,kleinen und günstigen Phono VV kennt oder einen empfehlen kann wäre ich ebenfalls dankbar!
Die Musik die gehört werden soll ist überwiegend Rock/Punk, aber auch einiges à la Singer/Songwriter/Akustik . Daher sollten tiefe Bässe und satte Höhen möglichst klar und harmonisch wiedergegeben werden.
Ich plane außerdem noch eine Nadelbeleuchtung einzubauen. Ist das prinzipiell bei allen Tonabnehmern gleich gut anwendbar oder sollte man hierfür auch auf die Geomoetrie/Gehäuse des Abnehmers achten?
Vielen Danke schonmal

Gruß David
akem
Inventar
#24 erstellt: 22. Nov 2015, 14:59
Der Motor wird bei Plattenspielern (sofern es keine Direkttribler sind) meistens in einer Position möglichst weit weg vom Tonabnehmer positioniert. Also im Bereich 10 Uhr bis 12 Uhr. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Grund dafür ist das elektromagnetische Streufeld, das jeder Elektromotor mehr oder weniger stark abstrahlt und das zu Brummeinstreuungen im Tonabnehmer sorgen kann.
Mit einer effektiven Tonarmmasse von 12,5g bist Du in der Klasse "mittelschwer". Da kannst Du so gut wie alle MM- und MI-Tonabnehmer betreiben und auch so einige MCs. Im Bereich bis 200€ würde ich vorschlagen:
- Sumiko Pearl (Straßenpreis in Deutschland ~130€, in Englang gab's das mal für rund 110€ - vielleicht immer noch?)
- Audio Technika AT440mla/b (~180€)
- Denon DL110 (~200€)
Welches davon zu bevorzugen ist hängt auch von der Phonostufe ab. Das AT440 hat den besten Nadelschliff, braucht aber eine relativ niedrige Abschlußkapazität. Wenn man die Verkabelung zur Phonostufe mit durchschnittlich 150pF ansetzt, darf die Phonostufe schon maximal 50pF Eingangskapazität haben. Das erfüllen leider herzlich wenige Phonostufen, erst recht keine wirklich preisgünstigen. Dem Denon ist die Kapazität wiederum herzlich egal, weil es ein (High Output) MC ist. Dafür ist es leiser und hat weniger Ausgangsspannung. Das Sumiko ist irgendwo in der Mitte.
Was eine Nadelbeleuchtung bringen soll erschließt sich mir jetzt nicht so ganz, ich pflege meine Platten nicht im Dunkeln zu hören (man will ja auch sehen, was man da für ne Platte ausm Schrank zieht...). Aber grundsätzlich sollte es imho eine Lichtquelle sein, die mit Gleichspannung läuft. Damit schließt Du aus, daß irgendwelche elektromagnetischen Wechsel-Streufelder in der Nähe des Tonabnehmers abgestrahlt werden können die evtl zu brummen führen könnten.

Gruß
Andreas
Meckidavid
Schaut ab und zu mal vorbei
#25 erstellt: 24. Nov 2015, 15:34
Hi,
mittlerweile tendiere ich zu dem Audio Technika AT440mlb.
Hab mir einiges darüber durchgelesen und denke der Klang entspricht meinen Anforderungen.
Nun zur Problematik bzgl der Kapazität:
Ich habe hier z.b. ein Kabel gefunden, welches pro Meter von Ader/Schirm 75pF hat.
Die Kapazität Ader/Ader spielt in dem Fall ja keine Rolle oder?

http://www.ebay.de/i...2:g:T84AAOxyeZNTSo4q

Als Entzerrer wollte ich den hier verwenden:

http://www.amazon.de...oliid=I33MI5VZSVF5JC

Der VV hat als unterste Eisntellgrenze 100pF. Da ich ihn mit in meine Konstruktion einbauen werde, hätte ich eine ungefähre Kabellänge von 10-20cm, was dann ja deutlich unter 75pF sein sollte. Nehmen wir mal an die innere Verkabelung im Tonarm hat 40pF und die restliche Verkabelung max 50pF.So würde ich auf 190 kommen und wäre so noch im Bereich des TA ( 100-200 pF). Oder siehst du hier einen Schwachpunkt, weil ich nah an die maximale Kapazität komme?
Einer der wichtigsten Gründe für den Audio Technika war für mich übrigens das empfohlene Auflagegewicht von 1,4g. Welches ich mit meinem Fadengewicht ja direkt habe (0,6 und 1,4g Gewichte).

Ganz nebenbei, hat hier einer Erfahrungen mit besagtem Vorverstärker?

Gruß David
akem
Inventar
#26 erstellt: 24. Nov 2015, 16:01
Wenn Du die zweite Ader unbeschaltet läßt oder mit als Innenleiter verwendest trifft die Kapazitätsangabe zu. Andererseits bietet sich bei so einem Kabel eine symmetrische Beschaltung an. Also ein Innenleiter Signal plus, der andere Signal minus (oft fälschlicherweise als Masse bezeichnet aber ein Tonabnehmer ist per se eine symmetrisch-erdfreie Signalquelle). Den Schirm legst Du dann auf seiten der Phonostufe auf Masse: entweder beim Cinchstecker mit anlöten (wobei es aber auch Phonostufen gibt, bei denen Cinch-Masse keine echte Masse ist) oder mit einem Kabel im Cinchstecker kontaktieren und das Kabel herausführen und an die Erdungsklemme der Phonostufe (da ist immer Masse...).

Kapazitätsmäßig würde sich das ganze schon ausgehen. Aber Achtung! Die verlinkte Phonostufe hat einen soften Netzschalter! Die geht nicht einfach an, wenn Du Strom drauf gibst sondern die mußt Du jedesmal mit diesem Schalter extra einschalten! Also entweder Du machst diesen Schalter irgendwie zugänglich oder Du mußt Dir ne andere Phonostufe raussuchen.

Gruß
Andreas
tomtiger
Moderator
#27 erstellt: 29. Nov 2015, 04:54
Hi Andreas,


akem (Beitrag #26) schrieb:
Wenn Du die zweite Ader unbeschaltet läßt oder mit als Innenleiter verwendest trifft die Kapazitätsangabe zu.


das ist ein Kombikabel, 2xKoax 1x Masse, hat also keine zweite Ader.

David, bei Thomann bekommst Du das selbe Kabel als pro Snake Phono Line zum halben Preis, Porto ist mit 2,99 auch günstiger.

Wenn Du den Pre intern verbauen willst, kannst Du die Tonarmkabel direkt an der Platine anlöten und brauchst gar keine Kabel.

"Fadengewicht" wird vermutlich Antiscating sein, oder?

LG Tom
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