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180g Vinyl zu schwer für Plattenspieler?

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Jackaroe
Neuling
#1 erstellt: 25. Feb 2016, 20:35
Ich habe einen Akai 206c gebraucht erworben. Er läuft, sehr gut sogar, spielt alle meine alten Platten schön ab. Nur: eine neu gekaufte 180g Vinylscheibe ist ihm zu schwer, er läuft zu langsam, lässt sich auch nicht korrigieren (soweit geht der Geschwindigkeitsregler gar nicht). Wenn ich auf 45 rpm umstelle, kann ich halbwegs die richtige Geschwindigkeit einstellen, aber dann eiert er.
Hat jemand eine Idee?
Danke, Tommy
Dan_Seweri
Inventar
#2 erstellt: 25. Feb 2016, 20:41
Das Problem liegt gewiss nicht am Gewicht der Platte. Jeder intakte Dreher sollte 180 Gramm LPs abspielen können.


[Beitrag von Dan_Seweri am 25. Feb 2016, 20:41 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#3 erstellt: 25. Feb 2016, 20:47
Da braucht wohl das Plattentellerlager ganz dringend Zuwendung.


Gruß
Benjamin
Jackaroe
Neuling
#4 erstellt: 25. Feb 2016, 20:52
Danke!
Ich habe zum Glück einen Bekannten, der früher Rundfunktechniker war. Der kann sowas bestimmt.
maicox
Stammgast
#5 erstellt: 25. Feb 2016, 20:55
Hallo,

Da kann etwas nicht stimmen. Ich würde vermuten die Potis für die Pitch- Verstellung oder eventuelle Schalter sind nicht mehr in Ordnung, oder die Ansteuerung für den Motor. Hier können es ebenfalls Potis sein, die spinnen. Oder eventuell auch andere Bauteile wie Kondensatoren, eventuell Trafo usw.

Das Problem besteht nur bei der 180 Gramm Platte?

Wenn die Mittelachse stehen bleiben würde, wie es teilweise bei einigen (ganz) alten Spielern ist, würde ich auf eine zu enge Mittelbohrung der Platte tippen. Diese würde dann eventuell die Paltte an der Mittelachse abbremsen.

Aber so?! Damit kann es eigentlich nicht zusammenhängen.

Probiere mal folgendes: Spieler AUS, das 33er Poti ruhig 40-50 Mal komplett von Anschlag zu Anschlag hin- und her- drehen. Dann noch einmal ausprobieren. Läßt sich dann hier auch keine Veränderung feststellen, müsste genauer nachgesehen werden.


EDIT: Oder wie oben schon geschrieben: Plattenteller- Lagerung/ Motor überprüfen.


[Beitrag von maicox am 25. Feb 2016, 20:56 bearbeitet]
Dan_Seweri
Inventar
#6 erstellt: 25. Feb 2016, 21:05
Wenn Du bei YouTube nach Akai 206C suchst, findest Du etliche Videos, bei denen dieser Dreher sogar noch mit schweren Platten-Zusatzgewichten seine Runden dreht: https://www.youtube.com/watch?v=NENjBYjzCl0
Jackaroe
Neuling
#7 erstellt: 26. Feb 2016, 06:21
turntableDanke für all die Tipps. Also, äh, ich hab mir die 180g Platte mal genauer angeschaut: es ist eine LP, die mit 45 rpm abzuspielen ist. Sorry für die Verwirrung.
Dennoch: ich höre jetzt gerade das zweite Lied. Beim ersten hat er noch geeiert (d.h. er wurde zwischendurch deutlich langsamer), beim zweiten geht's. Ich hab öfter gelesen, dass man Turntables, die jahrelang nicht gelaufen sind, erstmal ein paar Stunden warmlaufen lassen soll. Das wird's wohl bei mir auch gewesen sein.
Tut mir leid, dass nicht damit gerechnet habe, dass eine LP mit 45 rpm abzuspielen ist.
Ich häng ein Foto von gerade eben an.
Danke! Tommy
Wuhduh
Inventar
#8 erstellt: 26. Feb 2016, 07:12
Moin !

Warmlaufenlassen macht nur Sinn, wenn einige Vorbereitungen getroffen wurden, um bei einem möglichst störungsfreien Betrieb z. B. den Antriebsriemen zu kontrollieren.

Dazu gehören z. B. die Kontrolle des Motor- und des Tellerlagers, soweit machbar. Und die Reinigung aller Riemenlaufflächen.

MfG,
Erik
Burkie
Inventar
#9 erstellt: 26. Feb 2016, 07:30
Hallo,

dann war es wohl eine Maxi-Single. Es gab aber auch LPs die der besseren Klangqualität mit 45 Umdrehungen laufen.

Vieleicht ist der Antriebsriemen ausgeleiert? Schau dir den mal an, ob er zu schlapp am Plattenteller und Motor anliegt.
Dann müsst er ersetzt werden. Provisorisch soll es gehen, wenn man ihn in heißem Wasser "auskocht".

Vieleicht ist auch das Fett im Plattenteller-Lager oder im Elektromotor verharzt, klebrig und dick geworden.
Das müsstest du dann säubern und neu abschmieren.

Grüße


[Beitrag von Burkie am 26. Feb 2016, 07:30 bearbeitet]
Webdiver
Stammgast
#10 erstellt: 26. Feb 2016, 08:31
Naja, das ist ja ein DD. Da braucht man keine Laufflächen zu reinigen oder Riemen zu kochen. Wäre es möglich, dass der Motor bei allen Platten etwas komisch läuft und es Dir nur bei dieser speziell auffällt?
8erberg
Inventar
#11 erstellt: 26. Feb 2016, 08:41
Hallo,

jo, ein paar LPs auf 45 UpM gab es, das bekannteste Beispiel wird wohl die Platte "Ideal" sein mit "blaue Augen" und "Berlin".

Zum Dreher: wenn er leiert sollte man der Ursache auf den Grund gehen. Meist hilft ein paar mal die Pitch-Regler von "links nach rechts" zu drehen, dann sind über die Jahrzehnte leichte Oxydablagerungen druff.

Hilfts nichts wird Dein Radio-Fernsehtechniker darüber freuen:

Serviceanleitung: http://www.vinylengine.com/library/akai/ap-206.shtml

Peter
noisestadt
Stammgast
#12 erstellt: 26. Feb 2016, 08:54
Es werden übrigens auch heute noch LPs mit 45rpm produziert, teilweise sogar als Doppel LP. Aktuelles Beispiel wäre die letzte Platte von Obituary: Inked in Blood
Albus
Inventar
#13 erstellt: 26. Feb 2016, 11:40
Tag,

ich reihe mich ein mit zwei Vorschlägen mechanischer Art und Weise zur Wiederinbetriebnahme eines Plattenspielers. Das Service Manual ist bereits verlinkt, darin wird die elektronische Steuerung der Umdrehungsgeschwindigkeiten in Abhängigkeit eines irgend abweichenden Zustandes genau dargelegt, dies aber beiseite gelassen.

Vorschlag 1: Den Plattenteller (möglicherweise mit Dauerschmierung versehen, ölen der Tellerachse ist schon erwähnt, sieht das Service Manual nicht vor, aber...) - unter Netz AUS mit der Hand in beide Umdrehungsrichtungen auf sehr hohe Umdrehungsgeschwindigkeiten bringen und laufen lassen bis zum Stillstand; zuerst in Normalrichtung, dann in Gegenrichtung, zuletzt wieder in Normalrichtung.
Vorschlag 2: Die Stelldreher für 33 bzw. 45 (zwei Potentiometer) - unter Netz AUS und unter Netz EIN - zwanzigmal über den ganzen Stellweg vor und zurück betätigen (drehen), zweimal schnell, einmal langsam (zuletzt unter Netz EIN).

So wäre wohlmöglich ein Schritt in die richtige Richtung vollbracht.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 26. Feb 2016, 11:41 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#14 erstellt: 26. Feb 2016, 12:19
Albus, was möchtest du mit dem schnellen Andrehen des Plattentellers (auch noch vorwärts und rückwärts) erreichen?


Gruß
Benjamin
d0um
Stammgast
#15 erstellt: 26. Feb 2016, 12:34
Ich würde das Gerät mal öffnen und alle Potentiometer mit etwas Kontaktspray reinigen.
Natürlich nur wenn Mehrmaliges Hin und Her Bewegen nichts hilft.
Albus
Inventar
#16 erstellt: 26. Feb 2016, 12:54

Bepone (Beitrag #14) schrieb:
Albus, was möchtest du mit dem schnellen Andrehen des Plattentellers (auch noch vorwärts und rückwärts) erreichen?


Gruß
Benjamin


Tag Benjamin,
bezweckt wird damit, etwaige mikroskopische Gleitreibungshindernisse zu verschleifen bzw. bestehende Schleifbahnen zu erneuern.
Freundlich
Albus
8erberg
Inventar
#17 erstellt: 26. Feb 2016, 18:49
Hallo,

auf keinen Fall "Kontakt 60"! Das Zeuchs darf nur bei extremen Schmutz angewendet werden und muss sorgfältig ausgespült werden mit Kontakt WL!
Ebenso kein Ballistol oder sowas!
Wenn höchstens Tunerspray
Genug Geräte waren mit einem kräftigen Stoß "Kontakt60" wieder funktionstüchtig für ein paar Tage - danach waren die Kontakte endgültig im Arsch - weil keiner das Gift entfernt hat hat es weitergeschrubelt.

Und bei Potentiometern muss man arg vorsichtig sein.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 26. Feb 2016, 18:51 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#18 erstellt: 26. Feb 2016, 19:00
Du liebe Güte, was für ein Basteltipp.

Dürfte bei Kohleschichtwiderstände nicht funktionieren, weil Abrieb izz halt Abrieb.

MfG,
Erik
d0um
Stammgast
#19 erstellt: 26. Feb 2016, 19:45
iso-Propanol kann auch helfen, aber wie gesagt, wenn die Kontaktbahnen weg sind geht nix mehr.
DAS erwarte ich aber von einem Plattenspieler eher weniger, es ist ja kein Fader im Disco-Betrieb......
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