Thorens td 320, 160, 146

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Jabou9
Neuling
#1 erstellt: 07. Feb 2019, 23:56
Hallo zusammen,

Ich habe vor kurzem mit einem "Dachbodenfund" angefangen Platten zu hören und die Begeisterung hat mich nach Tag 1 gepackt. Da mein derzeitiger Plattenspieler meine Erwartungen nicht erfüllt dachte ich es ist an der Zeit mir einen neuen zuzulegen.
Ich habe mich bißchen durchgelesen und kam zu dem Entschluß es soll ein Plattenspieler von Thorens sein.
Als Modell dachte ich an den TD 320 (318) oder den 160er.
Letztens war ich dann bei einem Fachhändler und nachdem mir sowohl ein 320er als auch ein 160er vor der Nase weggekauft wurde bot mir der Händler einen 146er an. Jetzt habe ich zwar gelesen, dass der 145er als auch der 147er genauso beliebte Modelle wie die 320er und 160er sind fand jedoch zum 146er nicht wirklich was. Auf thorens-Info (danke an dieser Stelle für den Hinweis durch dieses Forum), steht dieser sei etwas einfacher verbaut als der 160er oder 147er.
Meine Frage ist nun wie gut der 146er ist im Vergleich zu den andern aufgezählten Modellen. Also mal abgesehen davon welcher Tonarm und Tonabnehmer darauf verbaut ist, da ich diese im Laufe der Zeit ja eh auswechseln könnte wenn mir danach ist. Also wie die reinen Laufwerke im (klanglichen) vergleich zueinander stehen.
Meine Überlegung ist jetzt nämlich, ob ich den 146er nehme oder doch warte bis der Händler wieder einen der anderen Modelle hat, wobei er meinte er könne mir dafür keinen Zeitpunkt nennen. Auch in der Bucht fand ich bis jetzt keine passenden Modelle da diese entweder zu teuer waren oder nicht in meiner Nähe und ich mir keinen Plattenspieler zuschicken lassen will.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen

Josh
felixbo
Stammgast
#2 erstellt: 08. Feb 2019, 00:49
Hi Josh,
die 316/318/320 Reihe unterscheidet sich von der Konstrultion der 145/146/147/160/166 Reihe. Das hast Du selbst ja schon auf Thorens-Info gesehen.
Der 146 hat ein Subchassis aus einem Profilblech wie die anderen 14X/16X Spieler auch. Unterschiede gibt es hinsichtlich der Motorisierung, 7 oder 10mm Tellerlagerung, Metall- oder Kunsstoffinnenteller und der vorhandenen oder nicht vorhandenen Endabschaltung. Je nach Ausführung dann noch verschiedene Tonarme. Der 146 hat ein 15V~ Stecker Netzteil, die 16X einen 230V~ Anschluss.
Die Unterschiede im Klang sind sehr gering, wenn überhaupt vorhanden. Ich habe den 146 und auch zwei 160. Mit gleichem System an gleichem Arm könnte ich Dir nicht sagen welcher Spieler gerade läuft.
Wenn der 146 gut in Schuss ist kannst Du den guten Gewissens kaufen. Er steht den anderen in nichts nach.

Gruß Felix
PS: Welchen Preis ruft der Händler denn für den 146 auf?


[Beitrag von felixbo am 08. Feb 2019, 00:58 bearbeitet]
dobro
Inventar
#3 erstellt: 08. Feb 2019, 07:51
Hallo,

es gibt noch eines zu beachten. Der 160er und der 316er ist manuell, die übrigen Modelle schalten sich grundsätzlich am Ende ab - wenn alles funktioniert, wie es soll. Ferner haben die Typen je nach MK-Nr andere Tonarme. Der 160er als frühes Modell hat einen schweren Arm, später mit dem TP 16 III einen eher leichten Arm. Der 320er hat Arme vom leichten TP 16 III bis TP 90 - eher schwerer. Gute Erfahrungen habe ich mit dem TD 160 MK II, dem TD 147, dem TD 318 MK III und dem TD 320 mit dem TP 16 MK IV gemacht. Tendenzielle würde ich eher nur Modelle nehmen, die unverbastelt sind.

Viele Grüße
Peter
vinylrules
Inventar
#4 erstellt: 08. Feb 2019, 08:34

Unterschiede gibt es hinsichtlich der Motorisierung, 7 oder 10mm Tellerlagerung, Metall- oder Kunsstoffinnenteller und der vorhandenen oder nicht vorhandenen Endabschaltung. Je nach Ausführung dann noch verschiedene Tonarme. Der 146 hat ein 15V~ Stecker Netzteil, die 16X einen 230V~ Anschluss.


Die Motorisierung ist ab (14X/16X) MKII immer ein 16 V Synchronmotor. Bei den meisten 146/166/ sind Kunstoffinnenteller und Lager mit 7mm verbaut. Gibt aber auch welche mit 10mm Lager und Metallinnenteller. Es sind sogar 7mm Lager mit Metallinnenteller gesichtet worden. Allein, es macht an sich keinen Unterschied in der Perfomance.


Der 160er und der 316er ist manuell, die übrigen Modelle schalten sich grundsätzlich am Ende ab - wenn alles funktioniert, wie es soll


165/166 haben auch keine Endabschaltung.

Generell scheinen mir die älteren Modelle (1XX) und die ersten 3XX etwas haltbarer zu sein. Die Steuerplatinen nach der Umstellung auf den Berger Motor in der MkII-Generation sind im Bekanntenkreis öfter abgeraucht, was einem bei einem simplen Phasenschieber in der 1XX-Reihe eher selten oder gar nicht passiert.
Wichtig ist ein unverbastelter Zustand und ein Lager ohne Laufspuren. Den Rest kriegt man an sich immer wieder hin. Wenn Du später den Arm wechseln willst lohnt der Griff zu rein manuellen Ausführungen un hier besonders die "B" oder "BC" Variante beim 1XX. Da ist mehr Platz für die Fremdmontage, die bei der 3er Reihe übrigens nur der 321 erlaubt.
Jabou9
Neuling
#5 erstellt: 08. Feb 2019, 12:32
Danke schon mal für die Antworten.



PS: Welchen Preis ruft der Händler denn für den 146 auf?


Dafür will er 120 Euro.


Wenn Du später den Arm wechseln willst lohnt der Griff zu rein manuellen Ausführungen un hier besonders die "B" oder "BC" Variante beim 1XX. Da ist mehr Platz für die Fremdmontage, die bei der 3er Reihe übrigens nur der 321 erlaubt.


Ist die Montage von anderen Tonarmen bei den anderen Modellen schwieriger (z. B. Wegen der Endabschaltung) oder generell unmöglich?

Gruß Josh
eckibear
Inventar
#6 erstellt: 08. Feb 2019, 13:18
Wenn der 146 unverbastelt und die Haube keine Risse hat ist der Preis gut.
Ein neues TA System wird man im Zweifel eh dazukaufen.

Beim Kauf zu beachten ist,
1) ob das Innenlager geräuschlos läuft, keine Verharzung des Öls zeigt, keine Transportschäden (schwer herauszufinden, bis man eine Platte auflegt und ggf. mehr Rumpeln hat).
Die Innenlager müssen beim Transport unbedingt axial gestützt werden, so das das Wellenende nicht auf dem unteren Lagerpunkt aufdengeln kann und diesen beschädigt. Dazu hebt man den Innenteller etwas an und klemmt eine dickere Lage Schaumstoff oder Wellpappe darunter. Leider wird das regelmäßig mißachtet...
2) ob der Tonarm in allen Achsen spielfrei gelagert und leicht beweglich ist.
3) ob der Motor leise und ruckelfrei läuft
4) ob der Riemen noch passabel stramm ist (kann/muss ggf. nachgekauft werden)
5) Jede "Modifikation" durch Vorbesitzer ist meist ein schlechtes Zeichen

Zu den verschiedenen Lager- und Innenteller-Varianten kann ich aus Erfahrung mitteilen, dass der Achsdurchmesser keine größere Bedeutung hat
Allerdings habe ich mehrfach Probleme mit dem Kunststoffinnenteller erlebt, weil der sich je nach Wetterlage im Betrieb elektrostatisch ganz ordentlich aufladen kann (Van-der Graaf Generatorprinzip zwischen Platte und Nadel). Das führt dann zu gelegentlichen Entladungen, die auch in den Tonarm einschlagen können. Dadurch können hohe Störpegel oder gar Beschädigungen in der Verstärker/Lautsprecherkette auftreten.
Abhilfe gibt es in Form von etwas Graphitspray oder einigen dick aufgetragenen Bleistiftlinien zwischen Achse und Oberseite des Innentellers (möglichst weiche Mine 4B oder 6B verwenden, ist leitfähiger). Ebenso geht Silberleitlack, oder ein dünner Draht, 0.1mm, aus Stahl (Klavierdraht), 1x um die Achse gewickelt und nach beiden Seiten auslaufend unter den Außenteller.


[Beitrag von eckibear am 08. Feb 2019, 13:19 bearbeitet]
felixbo
Stammgast
#7 erstellt: 08. Feb 2019, 13:29
Hallo Josh,
120.-€ als Gerät vom Händler (mit Garantie) ist ein ziemlich guter Preis, wenn das Gerät in gutem Zustand ist. Arm kannst Du bei allen 14X/16X wechseln. Es gehen dann aber meist die (halb-) automatischen Funktionen, wie Endabschaltung nicht mehr.
Ich würde mir die Option auf den Kauf sichern. Kannst auch noch ein paar Bilder vom Zustand machen und vom verbauten Tonarm. Wenn ein Tonabnehmer dran ist auch von dem noch ein Bild, dann kann man den deal besser beurteilen. Aber auf jeden Fall eine Kaufoption für 1-2 Tage sichern, sonst ist der wieder weg... Dann evtl. noch einen Service (neues Öl, neuen Riemen, Schwingchassis einstellen?) verhandeln und zuschlagen. Den Service kann man aber auch problemlos selber machen, da wirst Du hier jede Menge Hilfe bekommen. Der 146er ist ein gutes Gerät.

Gruß Felix
Wuhduh
Inventar
#8 erstellt: 08. Feb 2019, 21:53
Nur 120,00 Euro vom Händler klingt seltsam. Und das unabhängig von den sonstigen Spinnerwunschpreisen.

So, jetzt bitte die ernüchternden Detailsangaben !

MfG,
Erik
Jabou9
Neuling
#9 erstellt: 09. Feb 2019, 00:09

Wuhduh (Beitrag #8) schrieb:
Nur 120,00 Euro vom Händler klingt seltsam. Und das unabhängig von den sonstigen Spinnerwunschpreisen.

So, jetzt bitte die ernüchternden Detailsangaben !

MfG,
Erik


Wieso seltsam, meinst du weil er im Vergleich zu anderen eher wenig verlangt? Und welche genauen Details? Ich kann mir den Plattenspieler nur vor Ort anschauen und hab den Händler jetzt schon gebeten ihn erstmal zu reservieren.
Was ich vielleicht noch erwähnen sollte ist, dass der Plattenspieler so wie ich das verstanden habe entweder ganz defekt war oder nicht richtig lief jedenfalls wollte er ihn noch "general überholen". Bei dem Laden handelt es sich um einen Second Hand Platten Laden und er bekommt ab und zu alte defekte und nicht defekte Plattenspieler die er repariert und wieder verkauft. Auf meine Aussage hin das ich über den Preis überrascht bin (im positiven Sinne) meinte er er hat genug Leute die die Plattenspieler abnehmen. Generell ein sehr netter Verkäufer gehe seit einiger zeit in dem Laden ein und aus.
Der Plattenspieler an sich sah gut aus hatte soweit ich das beurteilen kann den tp 11 Tonarm, das Tonabnehmer System konnte ich nicht erkennen. Wollte ihn bevor ich ihn kaufe aufjedenfall nochmal Probe hören. Mehr kann ich grade leider nicht sagen.
Gruß Josh
felixbo
Stammgast
#10 erstellt: 09. Feb 2019, 08:07
Moin,
TP11 ist ok. Wenn der Spieler frisch überholt ist umso besser. Wenn Du den Verkäufer kennst noch besser.

Gruß Felix
Jabou9
Neuling
#11 erstellt: 16. Feb 2019, 02:02
Hallo zusammen,

Wollte mich nur nochmal für die Tipps bedanken. Habe mir den 146er zugelegt und bin vollkommen zufrieden.
War wie vermutet mit dem TP 11 verbaut und als Tonabnehmer ist ein elac esg 796 mit einer elac d 796 h24 Nadel verbaut (kann man damit was anfangen?).
Nochmals danke
Josh
lini
Inventar
#12 erstellt: 16. Feb 2019, 02:38

Jabou9 (Beitrag #11) schrieb:
(...) und als Tonabnehmer ist ein elac esg 796 mit einer elac d 796 h24 Nadel verbaut (kann man damit was anfangen?). (...)


Ich sag mal, in einem englischsprachigen Forum wär's ein Fall für die beliebte Antwort: "No, it's trash. Send it to me for proper disposal. ;)"

Kurzum: Ein sehr gutes MMchen. Vielleicht noch nicht ganz zur absoluten Top- im Sinne von "Best-ever"-Klasse gehörig, aber zumindest nicht eben weit davon entfernt. Wenn die Nadel noch einigermaßen fit ist, war das Angebot ein echtes Schnäppchen, denn dann wär allein der Tonabnehmer schon das wert, was Du für den ganzen Spieler einschlielich Tonabnehmer bezahlt hast...

Grüße aus München!

Manfred / lini
Wuhduh
Inventar
#13 erstellt: 20. Feb 2019, 20:47
Zur Erinnerung:

Elac ESG Serie

Das wäre wie immer purer Zufall, wenn die Nadel nach all den Jahren noch verwendungsfähig wäre. Wenn das Sytem rein technisch inkl. Nadelträger absolut okay ist, würde ich es sogar mit einer Shibata-Nadel retippen lassen.

Der Verkäufer scheint da relativ unwissend oder ein Egalo zu sein. Im Ansatz Glück für Josh.

MfG,
Erik

PS an Manfred:

"Gut " zu lesen, daß nicht nur wir Deutschländerwürstchen die Angewohnheit haben, einen Artikel zwecks Preisdrücking abwerten zu müssen. Feilschen läuft m. W. anders.
felixbo
Stammgast
#14 erstellt: 20. Feb 2019, 21:12
Hallo Josh,
freut mich zu lesen, dass Dir der 146 Freude macht. Alles richtig gemacht.

Gruß Felix
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