DDR-Plattenspieler

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paul.ko
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 04. Mrz 2019, 18:34
Hallo,

ich bin gerade am Überlegen, welchen Plattenspieler ich mir für meinen Robotron RS 2500 zulegen soll. Vorab sei gesagt, dass ich nicht wirklich ein Audiophiler bin und mir durchaus bewusst ist, dass die DDR-Dreher nicht mit heutigen zu vergleichen sind. Ich suche jedoch nur ein günstiges Gerät, das ich direkt mit meinem RS 2500 (DIN-Buchse) verbinden kann und meine Platten in akzeptabler Qualität abspielt.

Ich bin nach längerer Recherche auf den SP 3001 und MA 224 von RFT gestoßen und stehe nun auf dem Schlauch. Beide Geräte liegen in einer ähnlichen Preisklasse und sind in einem sehr guten Zustand (die Systeme angeblich auch), ich kann mich jedoch nicht entscheiden. Der SP 3001 hat zwar ein einstellbares Gegengewicht, ist aber etwqs teurer. Da ich mich auf dem Gebiet nicht so gut auskenne, wollte ich mir hier ein paar Meinungen einholen.
Wäre es mit den beiden Geräten überhaupt möglich, auch moderne LP's abzuspielen, ohne sie zu zerkratzen?

Vielen Dank im voraus.
paule7
Stammgast
#2 erstellt: 04. Mrz 2019, 21:34
Moin,
wenn´s den unbedingt ein RFT sein soll versuch den SP 3935 zu bekommen, es handelt sich hierbei um den Nachfolger des PS 3001.
Von den beiden vorgestellten Drehern würde ich den PS 3001 wählen, falls als System das MS 27 SD verbaut sein sollte könnte das Ganze sogar ganz gut klingen. Dank der Halbzoll-Befestigung kann man aber auch ein beliebiges neues System verbauen.
Beim MS 27 SD soll es sich um einen "nicht Lizensierten Nachbau" (sprich Plagiat) des Shure M95 handeln. Allerdings weiß ich nicht ob auch die Shure Nadeln passen.

mfg
paule
Pfeifer0069
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 04. Mrz 2019, 22:29
Ich habe meine Amiga Platten auch mit dem LT-CS01 gehört und höre die Platten immer noch mit andren Drehen.
Du musst keine angst haben das du die Platten schrottest.
Von der Optik und so sollte der SP 3935 doch klasse zum RS 2500 passen. Solange die Nadel noch gut in Schuss ist sollte es passen.
LG Dirk
8erberg
Inventar
#4 erstellt: 05. Mrz 2019, 21:33
Hallo,

kannst genausogut son Hanpin-Monster gelabelt als "Sony", "Marantz", "Dual", "Denon" oder viele andere Marken, hast wenigstens 2 Jahre Garantie

https://www.amazon.d...=dual+plattenspieler

Peter
paul.ko
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 07. Mrz 2019, 20:08
Danke für die Antworten.
Ich habe mir nun einen SP 3001 gekauft und hätte noch eine Frage. Soll ich ihn an die TA- oder TB-Buchse anschließen? Ich weiß, dass der TA-Anschluss für Plattenspieler gedacht ist. Da der SP 3001 aber schon einen Vorverstärker eingebaut hat, bin ich mir nicht sicher, ob ich vielleicht nicht etwas beschädigen könnte bzw. würde...


[Beitrag von paul.ko am 07. Mrz 2019, 20:10 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#6 erstellt: 07. Mrz 2019, 20:14
Hallo,

TA ist für Plattenspieler, TB für "Bandgerät" also Tonband oder Cassettendeck.

Meist hat TA einen höheren Abschlußwiderstand, besser wenn ein Kristall/Keramiksystem angeschlossen wird, denn sonst klingts schnell muffig.

Peter
paule7
Stammgast
#7 erstellt: 07. Mrz 2019, 22:51
Moin,
wenn ich mich richtig erinnere hat der RS 2500 keinen "richtigen" Phono Eingang. Der TA Eingang ist nur ein normaler Hochpegeleingang. Am besten beide Eingänge ausprobieren, da geht nichts kaputt. Schlimmstenfalls ist der Ton verzerrt.

mfg
paule
8erberg
Inventar
#8 erstellt: 07. Mrz 2019, 22:56
Hallo,

Logisch, DDR Plattenspieler hätten entweder ein Piezo-System oder einen eingebauten Phonopre.

Peter
paul.ko
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 07. Mrz 2019, 23:17
Okay, vielen Dank!
Jazzy
Inventar
#10 erstellt: 08. Mrz 2019, 21:00
Der 3001 gehört eigentlich zur S3000-Anlage. Gabs in braun und silber.
paul.ko
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 08. Mrz 2019, 22:01
Und zu guter Letzt noch eine Frage
Welche RFT-Lautsprecher wären denn zu empfehlen? Bin auf e,bay über mehrere B3010 und B4124 gestolpert...nur weiß ich nicht, ob die was taugen. Lohnt es sich, etwas tiefer in die Tasche zu greifen und B9151/Merkur Boxen zu kaufen?


[Beitrag von paul.ko am 08. Mrz 2019, 22:02 bearbeitet]
paule7
Stammgast
#12 erstellt: 08. Mrz 2019, 22:56
Moin,
ich habe keine der drei Boxen selbst gehört. Nach den Informationen im Netz gehören die B4124 "Standartmäßig" zum RS 2500, und die B3010 zur s 3000 Anlage. Klanglich sollen alle, auch die B9151, Probleme mit den Höhen haben. Persönlich kenne ich die RFT k13 profil, die laufen zur vollen Zufriedenheit an meiner Zweitanlage.

mfg
paule
daily-driver
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 08. Mrz 2019, 22:58
Den typischen ddr-rft-klang bringen sie alle. Ich hab meinem Schwiegervater letztens ne komplette SC1900 zur Verfügung gestellt, mit den 4124 zusammen. Klingt in der Summe irgendwie dumpf, meinem Schwieva gefällts, so hat´s halt früher geklungen. Wir haben die SC spaßeshalber mal an meine mordaunt short (ms 914) geklemmt, da kam deutlich mehr Musik raus
Jazzy
Inventar
#14 erstellt: 09. Mrz 2019, 11:11
BR25/26 oder BR50.
8erberg
Inventar
#15 erstellt: 09. Mrz 2019, 12:01
Hallo,

die BR 25 ist zwar nicht (wie sooft behauptet wird) ein richtiger Kracher aber eine sauber gemachte gute Lautsprecherbox. Bei vollgepackten Wohnzimmern klingen sie zu dünn, sie brauchen schon vernünftige Akustik und Aufstellung.

Die gab es damals bei Conrad zum Kampfpreis von DM 140,- fürs Paar und ich hab sie seinerzeit auch häufig empfohlen weil für die Qualität und Leistung bezahlte man bei einem westdeutschen Hersteller min. das 3-fache.

Peter
paule7
Stammgast
#16 erstellt: 09. Mrz 2019, 12:05
Mioin,
@ Jazzy - eigentlich keine Schlechte Idee, aber hast Du mal die Preise gesehen die dafür aufgerufen werden. Das sind sie einfach nicht Wert.

mfg
paule
8erberg
Inventar
#17 erstellt: 09. Mrz 2019, 12:14
Hallo,

ja, der Hype über die angebliche Wunderbox. Selbst junge Leute die die DDR nur noch von hörensagen kennen wollen einem erzählen was in Geithein doch fantastisch gearbeitet wurde und sie vergessen das übliche Problem in der DDR (Material, Bürokratie).

Die sehr gute Arbeit von Herrn Kiesler kann man nur loben.

Wir haben damals geschmunzelt über die "Boxinnenbeleuchtung" mittels Trabant-Bremslampe, die als Schutz für den Hochtöner dient.

Es ist eine gute Box auf dem Level der damaligen Wettbewerber ala Canton, Heco usw.

Nicht mehr aber auch nicht weniger. Und das will unter den damaligen Bedingungen verdammt noch mal was heissen.
Ich hab genug Leute in der DDR kennengelernt die wirklich absolute Fachleute in ihrem Gebiet waren. Leider haben viele das Pech gehabt erst die Parteibonzen vor der Nase zu haben und dann die Abwickler der Treuhand.

Peter
paul.ko
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 16. Mrz 2019, 22:38
Hallo,

danke nochmal für alle Antworten! Meine Anlage ist nun komplett. Habe mir B3010 Boxen zugelegt, die meiner Meinung nach eigentlich perfekt klingen (würden). Nachdem ich die Potentiometer "freigedreht" habe (wegen der Störgeräusche), musste ich leider feststellen, dass der RS2500 bzw. die Lautsprecher unangenehm brummen. Je höher ich die Lautstärke oder den Bass drehe, desto stärker das brummen. Liegt es an einem einzelnen Bauteil, das auch für einen Laien leicht auszutauschen wäre oder sollte ich mir einen neuen, generalüberholten RS2500 kaufen? Sind ja nicht teuer...

MfG
Bollze
Inventar
#19 erstellt: 17. Mrz 2019, 09:16
Brummt es, nur bei der Wiedergabe bei den Plattenspieler ? also mal den Plattenspieler abstecken und wenn das Brummen den weg ist, kommt es von den Plattenspieler. Das System des Plattenspielers sollte man von Trafos oder ähnlichen Störquellen fernhalten. Auch sollte man gerade basstarke Boxen nicht neben den Plattenspieler stellen.
Ansonsten hat das RS2500, wie viele Geräte aus der DDR, ein dezentes gleichbleibendes Brummen in den Boxen, welches aus den Endstufen kommt, also welches NICHT von der Stellung des Bassreglers abhängig ist. Das ist normal.

Ansonsten ist es gleich, ob man diesen Plattenspieler an den TA oder TB Eingang anschliesst, der Eingangswiderstand usw. ist auf beiden Eingänge gleich. Die Eingänge laufen einfach, ohne Eingangspuffer, zu den Wahlschalter.

Bollze


[Beitrag von Bollze am 17. Mrz 2019, 09:24 bearbeitet]
paul.ko
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 17. Mrz 2019, 16:19
Am Plattenspieler liegts wahrscheinlich nicht, da es auch aus den Boxen brummt, wenn nichts angeschlossen ist (sprich, das Brummen ist unabhängig von der "Quelle"). Wenn ich den Bassregler von seiner vertikalen Position jedoch ein Stück nach links drehe, ist nur noch das dezente, normale Brummen zu vernehmen. Könnte ein defekter/lockerer Trafo die Ursache sein?
Jazzy
Inventar
#21 erstellt: 17. Mrz 2019, 21:41
Vielleicht die Netzteil-Elkos.
Bollze
Inventar
#22 erstellt: 17. Mrz 2019, 22:19
Zwischen TB und TA Eingang und Endstufe befindet sich bei diesen Radio der IC A4104, der DDR Clone des TDA1524A aus den Westen, der erledigt die Klangregelung und Laustärkeeinstellung. Die Stromversorgung erfolgt über Pin 3 dieses ICs, geht dann weiter zu C4108, einen Elko gegen Masse mit 100 uF, dann weiter über R 4119 22 Ohm in Richtung Netzteil. Nun könnte man mal einen grösseren Elko reinbauen.
Die 22 Ohm sollen in Zusammenspiel mit den Elko ,die Versorgungsspannung für den IC säubern, also auch das Brummen verringern.

Ansonsten habe ich mal bei einen solchen Radio einen Endstufen IC getauscht. Den Ossi IC, gegen sein Clone den TDA 2030 und das Brummen der Endstufe verringerte sich. Leider weiss ich nicht mehr den Hersteller und die genaue Bezeichung des TDA 2030, hab das Teil mal bei Reichelt gekauft und es lag dann schon ewig in meiner Bastelkiste. Möglicherweise brummt der TDA 1524A auch weniger, als sein Ossiclone. Ist aber nur eine schwache Vermutung.
Es kann auch sein, dass der Trafo des Gerätes dicht neben der Klangregelungsschaltung sitzt und "strahlt" dort rein.

Bollze

Korrektur "A4104" ist Positionbezeichnung des Klangregler IC, die Bezeichnung des DDR-Produktes ist A1524, der Clone des TDA 1524.


[Beitrag von Bollze am 18. Mrz 2019, 17:52 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#23 erstellt: 18. Mrz 2019, 16:07
Hallo,

bei so alten Geräten sind oft defekte Elkos in der Stromversorgung die Ursache für (50Hz) Brumm.

Gruß
Benjamin
Bollze
Inventar
#24 erstellt: 18. Mrz 2019, 17:49
Der Strom für das Netzteil u.a. für die Klangregler, wird von den gesiebten ca. 32 Volt von der Endstufenversorgungen abgegriffen, die Spannung ist sauber, sonst würden die Endstufe brummen, wie verrückt. Die Spannung wird dann runtergeheizt und stabilisiert auf 13.2 Volt. Der Stabi-IC ist die Position A1402, Typ B3170, ein Dreibeiner. In diesen Bereich könnten die Elkos C1406 100uF, dann C1409 10uF und C 1410 22uF defekt sein.
Die Ende der 80er in DDR gefertigten Elkos Marke Frolyt sind eigentlich selten hinüber, vielleicht hat man auch Importware reingebaut.


[Beitrag von Bollze am 18. Mrz 2019, 17:58 bearbeitet]
paul.ko
Schaut ab und zu mal vorbei
#25 erstellt: 12. Apr 2019, 14:16
Hallo,

habe mir nun etwas Zeit genommen, und den RS2500 aufgeschraubt. Die Elkos scheinen alle in Ordnung zu sein (nicht aufgebläht etc.), daran kanns also glaube ich nicht liegen. Ich habe allerdings dort, wo der Trafo angeschlossen ist, eine braune, klebrige Substanz entdeckt. Das Merkwürdige ist, dass die Kabel vom Trafo auch komplett mit dieser (oder einer anderen klebrigen) Substanz benetzt sind, aber nur auf der Niederspannungs-Seite, die 230V Seite ist sauber. Weiß Jemand, was es mit der Substanz auf sich hat oder welches andere Bauteil das Brummen hervorrufen könnte?

Vielen Dank im Voraus

Braune Substanz

Elkos
Pfeifer0069
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 12. Apr 2019, 16:01
Das schaut aber schon nach geplatzten Elko aus. Schau mal den auf welchen die rote Ader liegt genau an.
Kann auch nur ein kleines Loch an der Seite sein wo die Soße raus kommt.
Bollze
Inventar
#27 erstellt: 12. Apr 2019, 19:09
C1320 filtert den Gleichspannungsoffset der linken Endstufe weg.

Also wenn dieser dicke Elko ausgelaufen ist oder ein Feinschluss oder gar Kurzschluss hat , dann müsste vor allen der linke Kanal darunter leiden und wenn man linke Box absteckt, spätestens dann müsst der rechte Kanal einwandfrei laufen. Ist diese Elko völlig tot, also "offen" dann kämme kein Ton mehr aus der linken Box oder vielleicht nur ein Kratzen oder so..

Die Flüssigkeit an den Kondesatoren kann Elektrolyt aus den Kondesatoren sein. Es ist äusserst selten das die "Frolyt"-Kondesatoren von Ende der 80er defekt gehen, bis heute. Die ESR-Werte sind manchmal vielleicht nicht mehr besonders gut, aber bei den 50 Hz spielt das kaum eine Rolle.
Die klebrige Flüssigkeit kann aber auch Flussmittel sein, welches zum Löten eingesetzt wurde.
Was das Zeug bei Trafo zu suchen hat, weiss ich aber nicht. Trafos sind vergossen oder verklebt, damit die Teile das Trafo am Schwingen gehindert werden, was sonst ein störendes Brummen des Trafos selbst erzeugen wurde, als der Trafo selbst brummt dann laut vor sich hin.

Ferndiagnose ist so ne Sache, hätte ich das Ding auf mein Tisch, wäre es wesentlich leichter den Fehler einzukreisen.

Ich tippe an Hand der Fehlerbeschreibung auf ein Problem bei der Spannungsversorgung für 13.2 Volt, ist möglich, musses aber nicht sein, die Spannung versorgt praktisch alles, den Tuner, Vorstufe, Klangregelung Hab dazu schon was weiter oben geschrieben.
U.a. ist der Stabil- IC selbst defekt oder mangelhaft oder ein Elko der in diesen Spannungszweig liegt ist defekt. Besonders kleine Elkos muss man einen Defekt nicht ansehen.

Möglicherweise besteht auch eine schlechte Masseverbindung, zwischen der oberen und unteren Platine auf Bild 2, die untere Platine ist die Lautstärke /Klangregelung. Ein möglicher Fehler könnte ein vergammelter Kontakt sein an den Stecker, den man im oberen Teil des Bild 2 sieht und wo mit die untere Platine mit der oberen Platine verbunden ist,

Bollze


[Beitrag von Bollze am 13. Apr 2019, 15:27 bearbeitet]
paul.ko
Schaut ab und zu mal vorbei
#28 erstellt: 12. Apr 2019, 20:17
Nee, der genannte Elko ist eher nicht ausgelaufen...Wenn es Elektrolyt wäre, müsste das Zeug ja relativ streng riechen (schaue morgen aber sicherheitshalber nochmal nach).

@Bollze Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Für mich als Laien sind das doch etwas viele Informationen.

Habe vielleicht vergessen zu erwähnen, dass sich das Brummen nach einiger Zeit legt, wenn ich die Stellung der Potis für Lautstärke, Tiefen und Höhen in eine bestimmte Kombination bringe und Musik über die TA/TB-Buchse abspiele. Dann besteht nur noch das Problem, dass die Boxen in manchen Stellungen des Höhenreglers rauschen.
Zusätzlich habe ich noch bemerkt, dass wenn ich relativ laut (ca. 3/4 des Lautstärkereglers) Musik höre, wahrscheinlich die Spannung im Receiver sporadisch abfällt. Das heißt, die Boxen knacken einmal laut und die LED's erlöschen kurz. Das dauert kürzer als eine Sekunde und tritt nur manchmal nach längerem Betrieb auf...Anscheinend habe ich ein doch nicht mehr so funktionsfähiges Gerät erstanden
Naja, vielleicht lässt sich die Fehlerquelle damit etwas eingrenzen.

Am hilfreichsten wäre es natürlich, wenn ich hier ein Video posten könnte...


[Beitrag von paul.ko am 12. Apr 2019, 20:18 bearbeitet]
Bollze
Inventar
#29 erstellt: 13. Apr 2019, 09:32
Dann wird die Brühe auf der Platine das Kolophonium sein, ein Harz als Flussmittel.

Nebenbei
Wenn man solchen alte Geräte kauft, egal ob DDR oder Westware, die nie gewartet wurden, dann kann man davon ausgehen, dass die Gerät mangelhaft sind. Ich kaufe manchmal Geräte von den Verwerter, die angeblich in Ordnung sind, aber das sind fast nie. Die Geräte leiern halt irgendwie noch irgendwie.

Zurück zu diesen Gerät, deine letzte Fehlerbeschreibung deutet auf ein anderes typischen Problem bei RFT hin ->
Ist ein Multimeter vorhanden ? wenn nein, meine Empfehlungen : ein Multimeter kaufen gehen, so ein Ding kann man immer brauchen, ein Einsteigermodell reicht, wenn ja, mal sämtliche Sicherungen auf Kontakt prüfen. In aller Regel sind bei den RFT-Geräten, die Sicherungshalter vergammelt, die Stromversorgung geht dann in die Knie , dass heisst zwischen Halter und Sicherung fliesst kaum noch Strom, Grünspan ist zu erkennen, Die Sicherungshalter und die Kontakte an der Sicherung müssen dann intensiv "geschruppt" werden bis wieder einen guten Kontakt haben. Den Kontakt sollte man nachher unbedingt mit den Ohmmeter prüfen, es sollte nahe 0 Ohm sein. Auch wenn alles wieder blank aussieht, können die Kontakte noch mangelhaft sein und keinen ausreichende Strom durchlassen. Achtung: Die alten DDR-Sicherungshalter neigen dazu schnell zu brechen, verdammt schnell, dann kann man die Sicherung nur noch verlöten mit den Halter oder die Halter müssen gestauscht werden, die Ostware ist nicht 100% mit neuer Westware kompatible, dass heisst, die Bohrung für die Lötpins müssen meist angepasst werden.

So, dann sollte den Gerät nicht mehr die Puste ausgehen hoffentlich, vielleicht ist das Brummproblem auch weg.
Sollte der Warmlauffehler noch da sein, so wäre dies ein Hinweis auf einen schwachen Elko.

Bollze


[Beitrag von Bollze am 13. Apr 2019, 15:20 bearbeitet]
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